阿拾
4. Nov. 2026
4:09Weltgeschehen und Ideen, in Bild und Text
Shiguangji widmet sich Weltpolitik, Geopolitik und den Strömungen des Denkens und erklärt die sich wandelnde Welt in langen Bildtext-Essays. Täglich aktualisiert und ohne Anmeldung lesbar; nach dem Login kannst du speichern, kommentieren oder mit dem Autor interagieren. Wir verwenden deine E-Mail oder dein Google-Konto nur zur Authentifizierung und geben sie niemals weiter oder verkaufen sie.
Weltpolitik, Geopolitik und Ideen, täglich
阿拾
4. Nov. 2026
4:09阿拾
4. Nov. 2026
19:05阿拾
3. Nov. 2026
各位,咱们今天聊一个最近很火的视频:治沙劳模殷玉珍要找的美国友人塞考斯基,在网友助力下终于找着了。1999年在洛阳当外交官的罗纳德·塞考斯基,从中央四台看到殷玉珍的事迹,直接掏出5000美元资助她栽树。当年固定汇率是8.28,5000刀相当于4万多人民币,别说普通人,高收入的外交官也得不吃不喝攒一年。这笔巨款就这么给了一个素不相识的农民,为的是不让沙漠吞噬地球另一边的中国,这波国际主义精神真是让人感动! 不过我看到有人在问:这种国际主义精神,试问还有谁?还有我们自己。因为现在中国也在做塞考斯基当年做的事情,只不过更具体——我们不光出钱,还出技术、出整体方案。当科技点到一定程度,很多东西就会融汇贯通,咱们就拿出看家本领来了。 咱们得明确一点,中国现在是世界上防沙、治沙领域研究最多、实践最广、技术最高的国家,不用之一,就是最。只有中国能对沙漠这种死亡之海说:投降吧,你被我们包围了。一点不夸张,塔克拉玛干锁边工程你可以查一下,2024年,3000公里的锁边绿带全面合拢,锁住了流沙的蔓延。它就是三北防护林的一部分。三北防护林是全球最大的人造森林带,覆盖我们45%的国土,也就是小半个中国,1978年动工,要到2050年才能完成,真正的百年树木工程。在建设过程中,咱们的科研投入产出、生态工程的规模、技术应用和产业结合都走到了世界的最前沿。治沙经验彻底改变了国际学术界的传统认知。 过去,大家都以为绿化是地球的被动反应,主要靠二氧化碳浓度触发。但咱们中国证明了,人类可以主动出手,来重塑地球生态。现在咱们已经在给中亚、西亚和非洲提供系统性方案。比如说,非盟2007年提出想在萨赫勒地区拉一条8000公里长、15公里宽的绿色长城,就是学咱们的三北防护林,来防止撒哈拉沙漠的南扩。但它因为各方面的原因常年停滞,直到中国把自己的知识、技术和产业方案打包分享出去。 其中中科院新疆生态与地理研究所发挥了关键作用。他们不光植树固沙,还联合科研,把治理塔克拉玛干沙漠的经验与当地实际情况结合。比如西非毛里塔尼亚治理流沙,中部尼日利亚防风,东非埃塞俄比亚修复退化草地,落地了一批示范工程,比如毛里塔尼亚的绿色技术公园。这背后的生态国际主义精神,是中国长期积累的结果。 中国贡献了全球新增绿化面积的四分之一,贡献率最大。2024年完成的国土绿化超过1亿亩,其中6成是森林。这跟绿化老二印度有本质区别,印度的农田贡献率超过8成。很多人可能忘了,这成绩不是突然取得的,中间走了不少弯路。因为中国有八大沙漠四大沙地,是受荒漠化影响最大的国家之一。所以建国之初我们就开始"自救",1950年国务院成立了领导小组,1978年开始构筑三北防护林体系。80年代种了很多杨树,这种高耗水的乔木根系很深,会快速抽干地下水导致沙化反弹,而且树种单一,容易受病虫害。后来咱们痛定思痛,停止盲目种树的做法,以水资源为约束条件,形成了乔灌草结合、以灌草为主、多树种混交的模式,慢慢形成了今天非常科学的体系。 现在很多新技术都应用到了治沙中。比如,科技日报最近说,中科院新疆生地所又在塔克拉玛干部署了月球暗面同款黑科技——六种环保型治沙材料。其中有一种就是玄武岩纤维,把它做成机械沙障,用来代替传统的草方格。草方格就是用麦草等天然植物秸秆做的,固沙不错,但寿命短、劳动密集,很难大面积铺设。玄武岩是火山喷出来的岩浆冷却后的岩石,耐高温、耐腐蚀、不降解,用1500度的极端高温把它融化,重新变成岩浆,然后用铂铑合金的喷嘴漏板拉丝,冷却之后就形成了比头发丝还要细的高性能纤维,耐磨、抗拉,不怕风吹日晒,极端紫外线也不会老化,可以跟其他材料混合编织成织物,做成标准卷材,用无人治沙车铺设,大幅提高效率、降低成本。玄武岩纤维上一次被大家注意到,是嫦娥六号登月的时候,那面国旗就是用玄武岩纤维做的,在极端温度和紫外线辐射下也不褪色。而且玄武岩在月球上储量很大,尤其是月海部分,未来中国建月球基地,会用到大量玄武岩纤维。 据新疆生地所专门负责新材料、新装备的首席科学家裴亮介绍,除了玄武岩纤维,还有粉煤灰固废利用、微生物种子包衣等新材料,他们还在研制一体化模块化的智能铺设装备,一整套系统化解决方案上线后,防沙施工效率提升50%,防沙成本降低30%。过去咱们治沙靠的是无数像殷玉珍这样几十年无私奉献的英雄,现在装备了黑科技,沙漠阻击战打得更有了信心。不但要固沙,还要开辟绿洲农业,生地所就有对抗风蚀和盐碱化土地的专门改造和灌溉技术。沙漠边缘的盐碱地,靠地下的苦咸水就能养海鲜,这简直离谱,但已经是现实了。这可能也是中亚国家解除咸海干涸生态危机、实现荒漠复绿的希望所在。
阿拾
3. Nov. 2026
各位,你知道吗,鱼子酱一向被当成俄罗斯美食文化的代表,但中国悄咪咪地生产了全世界三分之二的鱼子酱,多少让人家有点没面子。这事普通吃瓜群众基本不知道,以为我们在这方面是个NPC,但业内大厨都知道中国鱼子酱。咱们也挺低调的:顶级鱼子酱的包装上完全没有任何中国元素,就像一个强大的王者,卑微得不敢使用自己的名字。当然低调也有好处,能规避西方消费者对中国食品安全和食品品质的负面印象,也让贸易保护主义的大棒尽量别落到自己头上。 但《金融时报》最近一篇文章点名了国产鱼子酱:中国贸易顺差破了万亿美元,欧洲很焦虑,怕中国搞低价倾销。可连鱼子酱这样的高端奢侈品,中国居然也在主导市场,而且不光是鱼子酱——和牛、三文鱼、黑松露,反正你们老外喜欢吃啥,我们就能卖啥。产业逻辑是一样的,以中国的技术和规模,干啥都量大管饱。何况高端食品这块咱们也不是去杀价的,所以你也不能叫我倾销,这叫填补市场空白。反正外国消费者挺开心,在评论区谢谢中国。 鱼子酱相当于西餐里的燕窝鲍翅,高端宴会必备。这东西在波斯那会儿是穷人的吃食,鲟鱼卵拿盐搓一搓就当肉吃,传到沙俄之后成了宫廷菜;十月革命之后,一群流亡的白俄贵族把它带到了巴黎。虽然现在法餐用得多,但原料仍然以俄国、伊朗为贵。塔斯社最近还爆了个花边:美俄谈判的时候,美方特使威特科夫买了24盒远东鲑鱼的红鱼子酱,人肉快递给懂王,俄国人很开心,准备推出懂王同款。这个规格当然比不上咱们G20时请奥巴马吃的黑金鱼子酱,但也挺尊贵了。 国产大颗粒的黑金鱼子酱,高端食材,烹饪都不用,只需简单料理就能散发出上流的风味。我觉得口感也还行吧,但老外是真的爱,而且讲究很多:得用贝母勺,搁在虎口上用体温加热几秒,再一滴一滴地品,那叫一个地道。 可是需求量实在太大了,最地道的里海野生鲟鱼被捞成了濒危物种,于是20年前起,全世界绝大多数国家都禁止野生鲟鱼鱼子酱的进出口。野生不让捞了,就只能靠养殖。养殖可比捕捞难多了:周期太长,鲟鱼能活到100岁,性成熟很晚,几百斤的鱼你得喂十几年才能产优质卵,成本太高;水质要求和环境控制的门槛也很高;活体取卵技术操作复杂,得学。这些原因劝退了大部分国家,只有大吃货帝国的国家队在那儿孜孜不倦攻克难关——全球野生鱼子酱供应崩盘,这么大的市场机会,中国渔业战略怎么能轻易放过? 于是农业部旗下的水产科学研究院用黑龙江的达氏鳇和施氏鲟搞杂交育种:达氏鳇卵大、品质好,施氏鲟性成熟早、怀卵量大,综合到一起,克服了鲟鱼成熟晚、产量低的问题,培育出的适合养殖的品种叫"鲟龙一号"。这种鱼子琥珀、棕灰色,风味偏奶油坚果,质地细腻;因为咱们水质好,好过那些野生鱼被污染的环境,美食家盲测的结论是口感比里海野生的鱼子反而更纯净。它供应各种三星米其林、奥斯卡晚宴、新航汉莎的头等舱——反正最好的鱼子酱,已经不是俄罗斯的了。 接着大量民营资本进入鲟鱼养殖业,受益于国家队的技术支持、资源保障和产业链延伸,完成了从实验室到生产线的规模化生产,把一个2000年时在国内根本不存在的产业,做到了现在的世界龙头。中国的鱼子酱一部分写明Made in China,去平价市场跑量;一部分去法国、意大利贴牌,贴了就能卖得更贵,适应全球消费趋势——降级的降级,升级的升级。而且中国本土市场也开始吃鱼子酱了,总需求每年能增长10%。 中国的美食文化虽然深厚,但长期徘徊在现代高端食品市场之外,跟中国制造和奢侈品产业的关系是一样的。当中国企业向这个领域进军,各国都会去保护自己的高附加值食品:日本限制和牛基因外流,欧美的鱼子酱生产商也在寻求政府保护。明年欧洲会不会效仿美国提高中国食品的进口关税?不知道。但内需肯定是越来越关键的——让大家都尝尝,把它变成中华传统美食,那长期就不用愁了。
阿拾
3. Nov. 2026
Heute war wieder ein Tag des Tanzens auf der Wissenslücke. Die Nachrichten sagen, unser Land hat die weltweit erste 100-Liter-Plasma-Kugelmühle für kontinuierliche Produktion vorgestellt, und die Werbetrommel wird mächtig gerührt: Sie soll China helfen, die USA technologisch zu überholen – „from super powder to super power“, von Superpulver zur Supermacht. Ist das nicht einfach ein Hochleistungsmixer zum Pulvermahlen? Was ist daran so besonders? Erst nachdem ich nachgeschaut habe, wurde mir klar, dass ich Unsinn vermutet hatte. Der wahre Schauplatz des Hightech-Wettbewerbs ist das Material – und je weiter man kommt, desto trockener wird es: Wie bekommt man Materialien feiner, reiner und reaktiver? Man kann es durchaus einen Hochleistungsmixer nennen, aber er zertrümmert nicht die Zellwände von Sojabohnen, sondern das Atomgitter von Materie und erzeugt hocheffizient leistungsfähige, hochreaktive Nanopulver. Diese Mahltechnologie hat sich parallel zur Industrialisierung und Urbanisierung entwickelt. Anfangs brauchte man beim Bau von Gebäuden und Öfen gemahlenen Zement, in Kohlekraftwerken gemahlenen Kohlenstaub – mit schweren Kugelmühlen, bei denen eine große Trommel mit Kugeln das Material zermahlte. Später wurde es zunehmend feiner: Keramikbeschichtungen mussten gleichmäßiger und feiner gemahlen werden, dafür kamen Planetenkugelmühlen zum Einsatz, die mit Zentrifugalkraft und Hochgeschwindigkeitsstößen zerkleinern. Auf dieser Strecke hat Deutschland die Grenze der mechanischen Kraft ausgereizt: Will man feiner mahlen, kann man nur die Drehzahl erhöhen oder die Zeit verlängern. Doch unterhalb der Mikrometerskala ist die Umwandlungseffizienz mechanischer Energie bereits sehr niedrig, die überschüssige Energie wird zu Wärme und führt dazu, dass das Material verklumpt, verdirbt oder durch das Mahlmedium verunreinigt wird. Ähnlich wie bei der thermischen Effizienz von Verbrennungsmotoren, die sich kaum noch steigern lässt, stößt auch die traditionelle Kugelmühle an ihre Decke. Hinzu kommt, dass der Westen bei Strukturdesign, verschleißfesten Auskleidungen, Lagerlebensdauer und Präzisionsgetrieben sehr viele Patente angehäuft hat – China würde auf diesem Weg wohl kaum große Hoffnungen haben, wenn es sich weiter verbissen daran festhält. Da kam Professor Zhu Min von der South China University of Technology mit über zwanzig Jahren Forschungsergebnissen und vollzog eine Überholkurve: Als Erster weltweit schlug er das Konzept der plasmageschützten Kugelmühle vor. Worin liegt seine Stärke? Ähnlich wie ein Elektromotor einen Verbrennungsmotor überholt, indem er im Grunde eine neue Energiedimension einführt und die Ineffizienz traditioneller mechanischer Energie umgeht. Der Plasmazustand ist der vierte Zustand der Materie neben fest, flüssig und gasförmig. Im Wesentlichen ist es ein hochgeladenes Gas – Gas, das unter hoher Energie ionisiert wurde, sodass Elektronen ihre Atomkerne verlassen. Ein Beispiel in der Natur ist der Blitz. Während andere also mit dem Hammer auf Walnüsse schlagen, legen wir Hochspannung an. Aufbauend auf dem mechanischen Aufprall der traditionellen Kugelmühle erzeugt ein Hochspannungsfeld Plasma, das die Materialoberfläche mit momentanen Hochenergiebombardements behandelt, ohne die Temperatur zu erhöhen Elektronen von der Oberfläche ablöst, Gitterverzerrungen induziert und die Oberfläche so „hungrig“ macht, dass chemische Reaktionen leicht stattfinden. Bei traditionellen Verfahren müssen viele Pulver bei über tausend Grad geschmolzen werden, manche superfesten Legierungen lassen sich selbst durch Erhitzen kaum schmelzen und mischen – jetzt können wir sie bei Raumtemperatur einfach mit Plasma erzwingen. Und was ist der andere Vorteil? Diese Technik kann wirksam verhindern, dass Materialien im Nanobereich zusammenklumpen. Für die industrielle Produktion ist der größte Vorteil natürlich die hohe Effizienz – zehnmal so hoch wie bei traditioneller Kugelmahlung. Was früher hundert Stunden dauerte, ist jetzt in weniger als zehn Stunden erledigt. Die Maschine wurde von Huaxin Materials Technology vorgestellt, einem Spin-off der South China University of Technology. Zuvor ging es Schritt für Schritt von 500 Millilitern über 1,5 Liter, 3 Liter und 20 Liter voran, und das häufigste Kundenfeedback war: nicht genug, mehr davon. Die 100-Liter-Konfiguration kann nun 24 Stunden ununterbrochen im Dauerbetrieb laufen – das bedeutet, es ist nicht die Ausbeute von ein paar hundert Millilitern im Labor, sondern kann die Großproduktion tragen. Und wer braucht das? Ihre Pressemitteilung ist zurückhaltend formuliert – Batterien, Elektronik, Mineralverarbeitung –, aber die Anwendungen sind tatsächlich viel breiter. Die Kernanwendung dürften Energiespeichermaterialien sein, etwa Magnesium-basierte Wasserstoffspeichermaterialien, Silizium-Kohlenstoff-Anodenmaterialien für Lithium- und Natriumbatterien. Im Militär gibt es noch viel mehr Hochleistungspulver: Nanometer-Aluminiumpulver für Raketentreibstoffe, Titanlegierungspulver für Hyperschallflugzeuge, Nickelbasis-Hochtemperaturlegierungspulver für Triebwerksschaufeln, Spezialkeramikpulver für Tarnanstriche von Stealth-Flugzeugen – all das muss mit Plasmakugelmühlen gemahlen werden. Und die USA? Bei der Produktion von High-End-Waffen wie Radargeräten der neuen Generation, schweren Tarnflugzeugen und Hyperschallwaffen liegen sie bereits hinter China. Einer der Gründe ist die Pulververarbeitung – ein entscheidender Engpass. Zwar ist die Materialwissenschaft der USA stark, aber sie haben diese Technik der plasmageschützten Kugelmühle nicht. China hat sie nicht nur, sondern treibt sie schnell zur industriellen Serienreife. Wenn China bei Kosten, Maßstab und Produktionseffizienz von Hochleistungspulvern die USA umfassend übertrumpfen kann, dann werden die Gene der Fertigungsindustrie von den vorgelagerten Rohstoffen an kontinuierlich optimiert. Daraus könnten Kettenreaktionen in strategischen Industrien wie Halbleitern, Luft- und Raumfahrt sowie neuen Energien entstehen, die die nationale Stärke neu formen könnten. Genau das ist die Sorge der US-Denktanks: der Rückstand im Wettbewerb um Industrien, die nationale Stärke ausmachen.
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3. Nov. 2026
Meine Damen und Herren, kürzlich habe ich eine große Neuigkeit gehört: Unsere chinesischen Wissenschaftler haben 20 Jahre gebraucht und endlich so etwas wie eine „optische Navigation“ entwickelt, die uns aus den Fängen der elektronischen Kriegsführung befreien kann. Das ist viel zuverlässiger als die Navigation, die man beim Spazierengehen benutzt, besonders auf dem heutigen Schlachtfeld, wo präzise Schläge das A und O sind. Man sagt, wenn GPS abgeschaltet und das Beidou-Signal unterdrückt wird, sind wir dann erledigt? Chinesische Wissenschaftler sagen: Nein, nein, nein, wir haben unsere eigene einzigartige Technik. Das Team für intelligente Mikrosysteme und Nanosatelliten der Tsinghua-Universität hat 20 Jahre lang intensiv geforscht und weltweit erstmals eine optische Navigations- und Positionierungstechnologie sowie ein System entwickelt, das das Navigationsproblem in einer Umgebung löst, in der Satellitenfunk abgelehnt wird. Dafür erhielten sie den Sonderpreis für Ingenieurtechnik der Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistungen 2025. Damit fürchten wir uns nicht mehr vor den elektromagnetischen Störungen, die auf den Schlachtfeldern in der Ukraine und im Nahen Osten bereits zur Normalität geworden sind. Das Prinzip ist eigentlich nicht kompliziert: Man versetzt den Leuchtturm ins All und lässt die leuchtenden Satelliten zu zuverlässigen Lichtsignalen werden. Professor Xing Fei vom Team sagt, das sei wie bei den alten Seefahrern, die den Leuchtturm betrachteten. Seit 2004 haben sie 11 Satelliten gestartet, jeder mit einer leistungsstarken, hochhellen und breit abdeckenden optischen Bakenquelle ausgestattet, die eine Navigationskonstellation bilden. Die Empfänger am Boden erfassen diese Lichtsignale und kombinieren sie mit den präzisen Orbitdaten der Satelliten, um durch das Polarprinzip eine Positionierung zu erreichen. Der Vorteil von Lichtwellen gegenüber elektromagnetischen Wellen besteht darin, dass die Wellenlänge extrem kurz ist und Störsignale nicht durch Beugung in das Sichtfeld des Empfängers gelangen können; sie breiten sich im Wesentlichen nur geradlinig aus. Die Bodenempfänger verwenden Objektive mit schmalem Sichtfeld und richten sie auf die Bake in einer bestimmten Richtung. Um ein solches Signal zu stören, müsste man sich direkt darüber befinden, die Sichtlinie ausrichten und punktuell snipern – eine regionale Störung wie bei Funkwellen, bei der ein Störsender viele Kilometer abdeckt, ist unmöglich. Allerdings ist diese Eigenschaft, nicht um die Ecke zu gehen, auch eine große Einschränkung der optischen Navigation. Schlechtes Wetter oder Hindernisse beeinträchtigen die Positionierung. Daher ist dies nur eine Ergänzung zum Beidou-System, kein Ersatz. Für die Zukunft planen sie, 37 Satelliten in einer erdnahen Umlaufbahn von 816 km zu stationieren, um Gebiete bis 60 Grad nördlicher und südlicher Breite abzudecken. Das heißt, nur etwa 700 km vom nördlichen und südlichen Polarkreis entfernt, und dazwischen liegen genau die wichtigsten Bevölkerungs- und Wirtschaftszonen der Welt. Dann kann überall, wo eine optische Sichtlinie besteht, positioniert werden. Wir müssen aber auch schauen, was andere tun. Das israelische Unternehmen ASIO Technologies entwickelt ebenfalls Navigation für militärische Drohnen, indem es Echtzeitbilder aufnimmt, mit vorinstallierten Karten vergleicht und KI für den Datenabgleich nutzt. Diese Methode kommt wirklich ohne Signale aus, hat aber eine geringe Reichweite und kurze Dauer. Das australische Unternehmen Advanced Navigation verwendet Beschleunigungsmesser und Gyroskope, um Beschleunigung und Winkelgeschwindigkeit zu berechnen und durch Zeitintegration Geschwindigkeit, Position und Lage des Trägers zu ermitteln. Das funktioniert auch in Tunneln oder unterirdischen Bereichen ohne Licht, aber die Fehler summieren sich allmählich. Diese drei Lösungen bilden zusammen ein vollständiges Dreieck, das gemeinsam die strategischen Schmerzpunkte in einer Umgebung gelöster Funkunterdrückung angeht und die Widerstandsfähigkeit moderner Verteidigungssysteme für Positionierung, Navigation und Zeitmessung (PNT) erhöht. In Zukunft ist die multidimensionale Fusion der Mainstream. Insgesamt ist die optische Navigation ein bedeutender Durchbruch, aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns. Wir müssen weiter hart arbeiten, damit uns diese kleinen Störmanöver nicht gelingen!
阿拾
3. Nov. 2026
Meine Damen und Herren, heute sprechen wir über die Zukunft der chinesisch-amerikanischen Beziehungen. China und die USA haben viele Meinungsverschiedenheiten, aber in einem Punkt sind sich beide Seiten einig: Die chinesisch-amerikanischen Beziehungen werden das 21. Jahrhundert grundlegend prägen. Um also den richtigen Umgang miteinander zu finden, müssen wir zuerst verstehen, was für ein Land die USA in Zukunft sein werden. Auf diese Frage unserer Zeit kennt niemand die Antwort, aber wir können nach Hinweisen suchen. Der erste Hinweis ist das Foto von Trump nach dem Attentat, wie er mit Blut an den Mundwinkeln die Faust erhebt und ruft. Was ich sehe, ist nicht ein journalistischer Höhepunkt, sondern das Todeszucken eines alten Systems. Stellen Sie sich vor: Dieses nicht nachhaltige System, angetrieben vom Militarismus, treibt die Elite ständig nach außen, exportiert ihre größte Stärke – den Krieg –, raubt Ressourcen, holt Einwanderer ins Land, senkt die Arbeitskosten, drängt die eigenen Bürger in die Sackgasse des inneren Wettbewerbs und spaltet das Land in zwei Pole. Die Oberschicht muss nicht produzieren, um Renten zu erzielen, die Unterschicht arbeitet sich ab und kann kaum überleben. Dann taucht unter den Mächtigen ein Verräter auf, der sich als Sprecher des einfachen Volkes ausgibt, durch eine populistische Bewegung zum Führer wird, einen heimtückischen Mordanschlag der Elite auf sich zieht und vor Ort blutüberströmt zusammenbricht. Ich spreche nicht vom glücklichen „Tongwang“, sondern vom unglücklichen Cäsar. Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich, und dieser Moment ist genau wie vor zweitausend Jahren. Nach Cäsars Tod versank Rom im Bürgerkrieg, die republikanische Ära endete, die Kaiserzeit begann. Heute hat der „Tongwang“ dem Tod ein „Not Today“ entgegengeschleudert, was beweist, dass er das Mandat des Himmels besitzt – könnte man da nicht die Zwischenschritte überspringen? Ich sage nicht, dass Trump sich zum Kaiser machen will, das wäre zu absurd. Aber glauben Sie wirklich, dass niemand diesen Gedanken hatte? Doch, den gab es. Lassen Sie mich den amerikanischsten Gegenläufer vorstellen: Sein richtiger Name ist Curtis Yarvin, sein Internetname Mencius Moldbug, wörtlich übersetzt „Menzius Schimmelkäfer“, seine wahre Identität: Programmierer. Yarvins Vater war Diplomat, er reiste als Kind mit ihm um die ganze Welt und gewann dabei eine Erkenntnis: Warum gibt es in den USA keine Revolution? Weil die USA keine US-Botschaft haben. Mit 12 Jahren kehrte er zurück und wechselte in die High School, mit 25 kam er in die Begabtenklasse der Johns Hopkins University, später ging er an die UC Berkeley für einen Doktor in Informatik, brach aber bald ab und wurde Programmierer für einen sehr frühen Handy-Browser. Nach wenigen Jahren wurde die Firma aufgekauft, er nahm das Geld und ging. Nach Silicon-Valley-Maßstäben war das nicht viel, aber genug, um geistige Interessen zu verfolgen. Gerade damals begann das Internet, und viele vergriffene alte Bücher waren nicht im Laden erhältlich, aber online lesbar, also stürzte er sich in alte Schriften und brachte sich selbst Geschichte, Politik und österreichische Wirtschaftsphilosophie bei. Am meisten schätzte er diese: den Philosophen David Hume, der mit Empirismus die menschliche Vernunft in Frage stellte; den Schriftsteller Thomas Carlyle, den Begründer der Helden-Geschichtsauffassung, denn für ihn ist Geschichte nichts anderes als Biografien großer Männer; den Historiker James Froude, der die Demokratie kritisierte und meinte, die Masse sei nicht zur Selbstverwaltung fähig, Herrschaft müsse auf Eliten beruhen; und den Ökonomen Hoppe, der meinte, die private Herrschaft der Monarchie sei der öffentlichen Herrschaft der Demokratie weit überlegen. Nach dieser Prägung erleuchtete Yarvin schließlich und beschloss, eine eigene Schule zu gründen – im damaligen Internetkontext hieß das: einen Blog schreiben. Von 2007 bis 2016 schrieb er unter dem Pseudonym Mencius Moldbug mehrere Millionen Wörter politischer Kommentare, viele brisante oppositionelle Inhalte, zum Beispiel „Warum, wann und wie man die USA abschafft?“, worin er forderte, die USA sollten sich in effiziente Stadtstaaten wie Singapur aufspalten, sonst seien sie so groß und nutzlos wie Microsoft. Er hatte auch eine Innovation, die Sie vielleicht wirklich gehört haben: Er verwandelte die Wahrheitsdroge „rote Pille“ aus „Matrix“ in ein anti-establishment politisches Konzept. Heute muss jeder kleine Bruder, der im rechten Lager den Boss spielen will, mit der roten Pille den weißen Linken den Großen Himmelskreislauf rückwärts üben. Kurz gesagt, Yarvin wurde ein eigenbrötlerischer Tastaturheld und gründete die Strömung namens Neoreaktion. Gegen was für eine Reaktion? Gegen die Dezentralisierung der Macht. Aristoteles sagte, Regierungen gibt es in drei Formen: Monarchie, Oligarchie, Demokratie, jede mit gesunden und degenerierten Varianten, der Unterschied liegt nicht woanders, sondern darin, ob die Macht in einer Person, wenigen oder Millionen konzentriert ist. Die moderne Gesellschaft nach der Aufklärung schätzt die Demokratie, hält die Herrschaft des Volkes für ein natürliches Gut, und die Demokratie wurde zu Churchills „im Vergleich am wenigsten schlechten System“. Aber Yarvin meint, in der Antike war die Monarchie die meiste Zeit die Regel, die Aufklärung nur eine historische Ausnahme, die Demokratie, die sie der Welt brachte, sei eine Sackgasse – denn Demokratie sei kein Mittel zu guter Regierung, sondern der politische Zweck selbst, sie verstärke sich ständig, fördere Machtspiele mit gegenseitiger Blockade, erzeuge mehr Heuchelei, Täuschung und Untätigkeit. Für die Neoreaktionäre müssen die USA, um wieder groß zu werden, das Rad der Geschichte zurückdrehen: Sie lehnen die Whig-Geschichtsauffassung entschieden ab, die da lautet „das Rad der Geschichte rollt unaufhaltsam vorwärts“, und fordern die Rückkehr zu traditionellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Modellen. Was ist Tradition? Jagen und Sammeln, Kastensystem, männliche Vorherrschaft, absolute Monarchie, Laissez-faire-Kapitalismus, alles kann Tradition sein, kurz gesagt, Parameter zurücksetzen, zurück in die Ära der westlichen Großmächte auf ihrem Höhepunkt. Für Yarvin darf der zurückkehrende König auf keinen Fall ein konstitutioneller Monarch wie Elisabeth II. als Maskottchen sein, sondern Elisabeth I. oder Napoleon, Kemal, Roosevelt. Nominell muss er sich nicht König oder Kaiser nennen, aber er muss die Staatsorgane absolut kontrollieren, nicht wie im Mittelalter von der Kirche zersplittert und verdünnt. Wo ist die heutige Priesterschaft? Yarvin zeigt auf die Nachrichtenmedien, die Hochschulbildung und die Bürokratie und nennt sie zusammen „The Cathedral“. Die Kathedrale hat die liberale Demokratie und den Fortschritt zur Staatsreligion erklärt und ist erstarrt, lässt die Gesellschaft verrotten und verfallen, jetzt ist es Zeit, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist. Der Staat braucht einen Cäsar, wie ein Unternehmen einen CEO braucht: Ein Unternehmen kann nur groß und stark werden, ohne jede Demokratie, weder durch Mitarbeiterabstimmung noch durch Einmischung des Vorstands, der CEO muss uneingeschränkt und verantwortungsvoll diktieren, langfristig im Interesse des Unternehmens, und alle müssen loslassen und dem Chef vertrauen, dass er es gut meint. Was Amerika heute am meisten braucht, ist ein vom Himmel gesandter starker Mann, ein Auserwählter, der aus dem demokratischen Mythos „Schwarze Mythologie“ geboren wird, sich selbst revolutioniert, das bürokratische Verwaltungssystem der Machtverteilung eigenhändig abreißt, die falschen Schriften der Demokratie abschafft und zum wahren Weg des Königtums zurückkehrt. Rockfans mit etwas Revolutionsgeist kennen vielleicht die Band Rage Against The Machine aus Kalifornien, ein guter Name. Aber Yarvin hält sie für schwach: Für ihn bedeutet RAGE eigentlich Retire All Government Employees – alle Beamten entlassen. Schneller Vorlauf bis heute. Die konservative Denkfabrik Heritage Foundation hat das „Projekt 2025“ vorgeschlagen, voller Name „Präsidentschaftsübergangsplan 2025“. Wer ist der konservative Präsident? Der „Tongwang“ natürlich. Und was bedeutet Übergang? Alle Bundesangestellten entlassen und durch MAGA-treue „Tongwang-Truppen“ ersetzen, letztlich die Gewaltenteilung in Richtung einer Vorherrschaft der Exekutive verschieben – also die von Yarvin erträumte zeitgenössische Monarchie. Weil die Idee zu radikal ist, hält Trump Abstand. Aber vergessen Sie nicht, er hat jemanden namens J.D. Vance an seiner Seite. Der in den 80ern geborene Vance ist Trumps Vizepräsidentschaftskandidat, stammt aus einer typischen armen Familie im Rust Belt, umgeben von Alkohol, Drogen und Gewalt, seine engste Großmutter hat aus Wut seinem Großvater einmal Öl über den ganzen Körper gegossen und hätte ihn fast angezündet. Vom Dreck ganz unten bis heute unter einem Mann, über allen – Vances Aufstieg ist ein Wunder. Und der kalifornische Tastaturheld Yarvin ist der philosophische Wegweiser dieses Aufsteigers. Wie sind die beiden zusammengekommen? Ich verrate es noch nicht, beginnen wir einen anderen Erzählstrang. Die Expo 2010 in Shanghai sagte: Stadt lässt das Leben schöner werden. Ein in Shanghai zurückgezogen lebender britischer Gelehrter durchstreifte die Gassen der Metropole und schrieb schließlich ein seltsames Buch, den „Führer zur Expo 2010 Shanghai“. Darin geht es nicht nur um Messinformationen, sondern mehr um Kulturstudien und Gedanken zur Moderne: Einerseits trauert es der Vergangenheit nach und meint, das Londoner Kristallpalast und der Pariser Eiffelturm als Expo-Erbe symbolisieren, dass der Westen die Ära der Leidenschaft hinter sich gelassen hat; andererseits lobt es die Entwicklung Chinas und meint, China habe die größte Hoffnung, die Menschheit aus der Moderne 1.0 der westlichen Aufklärung herauszuführen und eine Moderne 2.0 zu schaffen, weil es die größte Lokomotive der Welt geworden sei. Dieses Lob entspringt letztlich nicht der Anerkennung der Verbesserung der Lebensbedingungen in China, sondern einer abstrakten Verehrung von Geschwindigkeit und Bewegung: Die Zukunft der Menschheit gehört Technologie und harter Arbeit. Um es mit dem berühmten Satz aus „Die drei Sonnen“ zu sagen: Beschleunigen, beschleunigen, mit allen Mitteln beschleunigen. Dieser Mann ist der Akzelerationismus-Philosoph Nick Land. Um Land zu verstehen, muss man zum ersten Akzelerationisten zurückkehren, Karl Marx. Marx kritisierte den Freihandel scharf, unterstützte ihn aber: Denn der Freihandel treibe den Gegensatz zwischen Proletariat und Bourgeoisie auf die Spitze und beschleunige die soziale Revolution. Das heißt, er entdeckte, dass der Kapitalismus den Samen der Selbstzerstörung in sich trägt; statt kleine Reparaturen vorzunehmen, solle man die Widersprüche katalysieren, sie beschleunigen, damit er sich selbst das Grab schaufelt, mit seiner eigenen Waffe gegen ihn. Nach dem Zweiten Weltkrieg überwand der Kapitalismus die Krise, die Weltrevolution geriet in eine Flaute, die europäische Linke musste einen anderen Weg gehen: Deleuze und Guattari ersetzten die Dialektik durch Psychoanalyse, schrieben „Kapitalismus und Schizophrenie“ und erkannten jenen destruktiven Faktor, den Marx im Freihandel entdeckt hatte, und nannten ihn „Deterritorialisierung“ – das freie Fließen der Begierde, die Befreiung von der Disziplin, was die sozialen Hierarchien destabilisiert. Sie hielten dies für eine ursprüngliche, weit vor dem Kapitalismus existierende revolutionäre Kraft: Mit ihr könne die Menschheit den Kapitalismus nicht einfach verneinen, sondern seine Schizophrenie nutzen, den „Körper ohne Organe“ überschreiten, die Mauer des Kapitalismus durchbrechen und in eine äußerst kreative Produktionsphase eintreten. Auf gut Deutsch: Um ihn zu vernichten, mach ihn zuerst verrückt. Zurück zu Land. In den 90ern lehrte er an der University of Warwick in England Kontinentalphilosophie und gründete mit jungen Wissenschaftlern die Cybernetic Culture Research Unit (CCRU), die wie Figuren aus einem Cyberpunk-Roman den ganzen Tag diskutierten und die Schnittmenge von Technologie, Kapital und Begierde erforschten, sich auch exzentrisch verhielten, zu viele Drogen nahmen, Realität und Halluzination nicht mehr unterschieden und, weil sie zu sehr in den Cthulhu-Mythos vertieft waren, tatsächlich nach Sumatra in Indonesien reisten, um uralte Meeresungeheuer zu beschwören. Schließlich verband Land den Rückkopplungsmechanismus der Kybernetik mit der Deterritorialisierung zum Akzelerationismus: Der Kern ist ein Prozess, der sich durch positive Rückkopplung ständig selbst antreibt und zur ultimativen Freiheit und Befreiung führt. Sie fragen sich vielleicht, was das mit mir zu tun hat? Punktgenau – überhaupt nichts, nicht nur mit Ihnen und mir, sondern mit niemandem. Zu glauben, es müsse etwas zu tun haben, ist Anthropozentrismus, eine Wahnvorstellung, Himmel und Erde gehörten einem. Land erklärt ausdrücklich, kein Interesse an der Befreiung der Menschheit zu haben, ihn interessiere nur die Befreiung der Produktionsmittel: Zum Teufel mit Kant, der Mensch ist nicht der Zweck, der Mensch ist unbedeutend, die Technologie hat ihren eigenen Zweck. Er ist das genaue Gegenteil der Ludditen von „Rage Against the Machine“ – nicht den Menschen von der Maschine befreien, sondern die Maschine völlig von menschlichen Fesseln befreien und sie brüllen lassen. Um die Jahrtausendwende verabschiedete sich Land von der Vergangenheit, eilte in die Zukunft, zog sich in die Metropole zurück und bezeichnete seine früheren Schriften als zu sehr von Drogen durchdrungenen uralten Jargon. Endlich, 2013, trafen sich zwei intensive Internetwesen und bedauerten, sich nicht früher getroffen zu haben: Der Einsiedler Land las Mencius Moldbug und fühlte sich durchdrungen, gab dem Neoreaktionismus einen coolen Namen – Dunkle Aufklärung, die gezielt die von der Aufklärung verursachten Schäden rückgängig machen soll, also die demokratische Politik. Yarvin hält die Demokratie für den Krebs der Menschheit, Land geht noch weiter und schreibt: Die Demokratie hat nicht nur ihr Ende erreicht, sie ist das Ende selbst – denn die treibende Kraft der Demokratie ist der Verfall, die systematische Festigung privater Hässlichkeit, Groll und Betrug, bis hin zu kollektiver Kriminalität und umfassender Korruption der Gesellschaft. Daher ist die Flucht aus der Demokratie die ultimative Notwendigkeit. Damit sind Akzeleration und Reaktion endlich zusammengeflossen, nun muss man jemanden auf den Fahrersitz setzen, um das Rückwärtsfahren zu beschleunigen. Aber beide Lager interessieren sich nicht für die Menschheit und das Volk, wen also als Fahrer einsetzen? Autonomes Fahren, Freund! Ja, diese Kraft ist die künstliche Intelligenz. Nach Lands These sind Kapitalismus und künstliche Intelligenz zwei Seiten einer Medaille: Nur der Kapitalismus kann künstliche Intelligenz erschaffen, und nur die künstliche Intelligenz kann den Kapitalismus läutern – lassen wir dieses Cthulhu sich selbst erzeugen und vorantreiben. Da wir schon bei der Tech-Welt sind, lassen Sie uns zwei Blumen pflücken und jede einzeln betrachten. In der Tech-Welt gibt es ein alternatives Idol namens Elon Musk, für viele Außenstehende der Iron Man; aber für viele Tech-Größen kommt der wahre Vertreter des Silicon-Valley-Geistes, diese besessene Suche nach destruktiver Schöpfung, von Peter Thiel. Musk stimmt dem natürlich nicht zu, er sagt, Thiel habe eine antisoziale Persönlichkeit, Thiel sagt, Musk sei ein großer Bluffer. Die beiden lieben und hassen sich, das reicht bis zum Ende des letzten Jahrhunderts zurück: Windows 98 öffnete das Tor zum neuen Jahrhundert, das Internet ließ die Menschen träumen, wie cool die Zukunft sein würde, Palo Alto in Kalifornien zog die Streber an, die den Weg des Unternehmertums einschlugen, und wurde zum Nabel des Silicon Valley. Hier, 394 University Avenue, waren damals zwei kleine Firmen gemietet: Firma A war Musks X.com, Firma B war Thiels Confinity. Musk und Thiel sind beide Einwanderer, Musk aus Südafrika, Thiel aus Deutschland, beide waren in Stanford – Thiel schloss Philosophie und Jura ab, Musks Physik-Doktorat dauerte nur zwei Tage, dann brach er ab. Um zu vermeiden, dass sie Konkurrenten werden, schlug Musk, der gerade sein erstes Geld verdient hatte, die Übernahme von Thiels Firma vor, die neue Firma wurde später in PayPal umbenannt. Bald darauf hinterging Thiel Musk: Ein Rechtsexperte manipulierte die Abstimmung im Vorstand und zwang Musk, den CEO-Posten abzugeben. Musk lernte aus dieser Erfahrung, nicht leichtgläubig zu sein, Thiel zog die Wahrheit daraus, dass man den Vorstand entmachten muss – was er später bei Zuckerberg anwandte: Als erster externer Investor sicherte er, dass das Facebook-Imperium allein von Zuckerberg beherrscht wird. Die PayPal-Mafia, die Thiel half, Musk zu übernehmen, waren viele seiner Stanford-Kommilitonen. Eigentlich weil Thiel in Stanford tief vernetzt war: 1987 gründete er die Campuszeitung „Stanford Review“, die die größte politische Korrektheit der Linken, die „Gleichheit“, angriff und auf elitärem Libertarismus beharrte, wonach das Recht des Stärkeren das Naturgesetz sei und die Regierung sich nicht gegen den Himmel stellen solle. Viele der Brüder, die später mit Thiel die Welt eroberten, kamen aus dieser Redaktion. PayPal setzte auch die Tugenden des Libertarismus um, als amerikanisches Alipay wurde es 2002 für 1,5 Milliarden Dollar an eBay verkauft. Gut, die Hinweise sind gelegt. Das alte System zuckt im Todeskampf, die Geschichte Cäsars könnte sich reimen; die Neoreaktionäre wollen rückwärts fahren, die Akzelerationisten das Gaspedal durchdrücken, beide Lager fließen zusammen und warten nur auf einen starken Mann auf dem Fahrersitz. Die Milliardäre im Silicon Valley streiten genau um dieses Lenkrad. Und wie der Beifahrer Vance mit dem in Shanghai lebenden Land und dem Blogger Yarvin zusammengekommen ist, das ist die nächste Geschichte. Wir warten gespannt.
阿拾
2. Nov. 2026
各位听着,十年前,中国在全球创新药临床试验里的份额只有可怜的5%,而美国可是占据了45%的大片江山。今天,情况反转了,中国是30%,美国是33%,这两条线在短短十年里从天壤之别变成了并驾齐驱。ITIF那篇《保卫美国生物制药领导地位》的报告标题,真是一针见血,让人感觉美国的生物制药领头羊地位已经岌岌可危。 来看看这组数字吧:2015年,中国药企对外授权只有区区5笔交易,总价值25亿美元。到了2025年,这数字飙升到157笔,总价值达1357亿美元。笔数增长了31倍,金额涨了54倍,这可不是卖原料药,而是自主研发的创新药。美国跨国药企们已经迫不及待,纷纷掏出真金白银来购买中国的创新药了。 那中国生物医药的底气从哪儿来?基础研究。2023年,中国政府科研投入高达1100亿美元,美国则是650亿美元,多了近一倍。结果呢?2015年到2024年,中国生物技术论文暴涨了162%。2024年高被引论文,中国有近800篇,美国只有112篇,欧盟122篇。这个差距已经不是简单追赶能解释的。 比如ADC药物,全球管线里中国占比42%以上;基因疗法,全球77种在研药物,中国占48种,美国只有21种,欧洲7种。这些数字已经不是单纯追赶,而是真真切切的超越了。就拿肿瘤研究论文来说,2024年,中国首次超过美国,是2600篇对2481篇。 这种渗透不仅仅发生在实验室和资本市场,也深入到了你每天用的产品里。以重组胶原蛋白这个赛道为例,中国早已不只是参与者,而是规则的制定者。重组胶原蛋白的难点在于两个字——渗透。胶原蛋白分子量大,涂到皮肤上如何真正进入皮肤,是行业公认的难题。绝大多数产品都停留在皮肤表面,无法突破。而中国做到了这件事。 说到珂谧品牌,背后是30多年国资大厂福瑞达的支持,300多人的胶原蛋白研发团队。他们专研出的专利穿膜胶原,靠这项技术,珂谧不仅获得了科学技术进步奖,还牵头制定了胶原蛋白渗透行业标准,让所有人都必须按照这个标准来做。珂谧还通过了美国FDA认证,登上了美国SCC全球化妆品科学大会的讲台,分享其27.5倍大分子胶原渗透效率的技术验证体系。珂谧的这项技术还收获了全球300多家媒体的集中报道,从中国制造到国际认可。 珂谧还联合上海九院的技术转化,推出了这款穿膜胶原棒,两小时九成以上都能渗透到细胞里开工干活。简单说,就是把胶原蛋白直接送到细胞里,从根本上重建抗衰老。珂谧的技术数据印在包装上,淡纹数据按分钟算,通过十几轮权威机构检测,SGS真人实测全链路验证,无论是男人还是女人,过了26岁以后的断崖式衰老,就是因为胶原蛋白流失和皮肤细胞失去活力,不再分泌胶原。珂谧的产品里还有八重胶原五重玻尿酸,一支内蕴含138.9万亿个胶原分子,不仅能改善皱纹和松垮干燥,还能照顾到暗沉泛红等多个方面。居家享受无痛胶原抗皱,这可是从日常生活中渗透出的实实在在的成果。 回到那份报告,美国政府提出了增加NIH的研究预算、通过类似CHIPS法案的立法、给生物制药产业补贴、推动制造业回流等政策建议。这些建议本身没错,但报告里面提到中国的一期临床试验成本比美国低43%,完成时间快50%以上,这可是整体研发生态的结构性差距。靠补贴能缩短距离,但改变不了方向。美国报告里有一句话,说得很坦率:“中国设定了雄心勃勃的目标,并且有实现这些目标的历史记录。”这句话放在十年前,可能是警告,放到今天,更像是一种确认。 当然,这并不意味着美国会在生物制药领域快速失去地位。这个行业积累很深,FDA体系、顶级研究机构、风险资本生态,这些不是几年就能被取代的。但有一件事已经发生了变化,那就是这个领域的技术不再只有一个方向的流动。以前其他国家等着从美国引进,现在是中国的技术开始向外输出,向世界舞台扩散。这种渗透正在向每个人的生活延伸,美国那份报告从某种程度上就是这个变化最好的证明。
阿拾
2. Nov. 2026
Meine Damen und Herren, ich habe im Büro Überstunden gemacht und Materialien durchgesehen, dabei bin ich auf eine äußerst vulgäre Klatschgeschichte gestoßen. Solche Dinge schaut sich Direktor Yang normalerweise nur an, ohne sie weiterzuverbreiten – es sei denn, er kann sich nicht beherrschen. Heute reden wir also nicht über Geopolitik und Industrie, sondern über die Krise, mit der der „Wissende König“ (Trump) konfrontiert ist. Kennt ihr das Lied „YMCA“ von Trump, das sogenannte „Einmarschlied“? Es wird jetzt völlig verhunzt. Stellt euch vor, Clinton steht neben ihm und sagt: „Schneller!“ Diese Geschichte stammt aus den E-Mails von Epstein, die das US-Repräsentantenhaus letzte Woche veröffentlicht hat – die Korrespondenz zwischen dem mysteriös im Gefängnis gestorbenen Besitzer der „Lolita-Insel“ und seinem Bruder Mark Epstein im März 2018. Damals war er noch nicht verhaftet, aber er spürte bereits, dass der Sexskandal nicht mehr zu vertuschen war. Die E-Mail lautet: Mark fragte, wie es dir mit deinem hohen Blutzucker geht, besser? Und wie geht’s deinem Kumpel Donald? Jeffrey antwortete: Alles gut, Bannon ist bei mir. Mark sagte: Frag ihn mal, ob Putin Fotos hat, auf denen Trump Baba bläst? Achtung, das ist eine Nacherzählung. Jeffrey sagte: Ich dachte, ich hätte schon genug Ärger. Mark sagte: Du und dein Kumpel Donny T, ihr könnt den Film „Get Hard“ nachdrehen. Das ist ein Wortspiel: „Get Hard“ ist der Film „狱前教育“ („Get Hard“), im Knast musst du hart sein, toughen up, um zu überleben – aber ich weiß auch nicht, was er da hart macht. Jeffrey sagte: Du meinst Donny T, T ist der Anfangsbuchstabe von Trump. Die Angeberei in diesen E-Mails werde ich nicht auf die Goldwaage legen, die Wissenden verstehen sowieso. Wer ist also dieser Baba, den Trump bläst? Baba ist ein in Arkansas im Süden der USA gebräuchlicher Kosename, bedeutet einfach „Kumpel“. Kumpel gibt es überall, aber in dem einflussreichen Kreis, in dem Epstein Fotos machen konnte, glaubt man, dass damit Bill Clinton gemeint ist – er hatte sich diesen Spitznamen gegeben, um ein volksnahes Image aufzubauen, wer hätte gedacht, dass ihm das Jahre später zum Verhängnis wird. Trump bläst Clinton – was für eine Vorstellung? Zwei Erzfeinde, der eine trägt in Epsteins Ölgemälde ein hübsches blaues Kleid, der andere ist ein Verfechter traditioneller Werte und Gegner von LGBTQ. Ihr habt euch wirklich getraut, euch zu küssen? Jetzt kann man Trump bei allem, was er tut, nicht mehr ernst nehmen. Sein „Big Beautiful Bill“ mal beiseite – Bill Clinton schweigt zu der Sache. Mark Epstein trat hervor und stellte klar: Erstens, Baba bezieht sich keinesfalls auf Clinton; zweitens, Baba ist keine öffentliche Person; drittens, diese E-Mail ist reiner Bruderspaß mit anzüglichen Witzen, nicht für die Öffentlichkeit geeignet und sollte nicht überinterpretiert werden. Auch das Weiße Haus erklärte, diese E-Mails bewiesen nichts, seien nur ein Trick der Demokraten und der Medien, um abzulenken und die Leute davon abzuhalten zu sehen, dass unser Trumpi immer weiter gewinnt. Der Epstein-Fall ist für Trumps zweite Amtszeit enorm wichtig. Im Wahlkampf hatte er versprochen, all die schmutzigen Machenschaften der Mächtigen aufzudecken, doch kaum im Amt, änderte er seine Meinung und bat alle, nicht weiter in dieser alten Geschichte zu wühlen. Nachdem diese Enthüllung ans Licht kam, wies Trump das Justizministerium sofort an, die Verbindungen von Epstein zu Demokraten-Größen gründlich zu untersuchen, insbesondere zu Clinton und dem ehemaligen Finanzminister und Harvard-Präsidenten Larry Summers. Übrigens gibt es auch zu Summers eine Geschichte: Die Harvard-Universitätszeitung „The Crimson“ hat Material ausgegraben, wonach der alte Präsident eine chinesische akademische Nachwuchskraft umwarb und Epstein als Flügelmann einsetzte. Diesen Teil lassen wir beiseite. Einige Tage später machte Trump eine 180-Grad-Wende und rief die Republikaner dazu auf, die Veröffentlichung der Akten zu unterstützen, und sagte, wir haben nichts zu verbergen. Das ist praktisch eine Botschaft an die Demokraten: Kommt her, fügt euch gegenseitig Schaden zu. Warum änderte er seine Meinung? Um seine Machtbasis zu festigen und die immer offensichtlicher werdenden Risse im MAGA-Lager zu überbrücken. MAGA ist ein tiefes Wasser, mit verschiedenen Fraktionen: Tech-Bros, Neokonservative, Spinner, verschiedene Wendehälse. Wirklich treu ergeben ist nur der rothalsige populistische Flügel, darunter eine Schwester namens Marjorie Taylor Greene, Abgeordnete aus Georgia, die als Anführerin der Trump-Fans gilt. Die Themen, die sie normalerweise unterstützt, knüpfen genau an die Gründe an, warum die Rothälse damals Trump gewählt haben – stellt sie euch als jemanden vor, der entschlossen gegen das korrupte System kämpft. Doch im entscheidenden Moment ließ Trump sie im Stich und weigerte sich, die Akten zu veröffentlichen. Sie wiederholte ihre Bitte um Veröffentlichung und erzürnte Trump, was zu einem sehr hässlichen Streit führte. Aber viele in der Republikanischen Partei blieben hartnäckig und setzten die Petition fort. Die Spaltung war zu groß, um sie zu vertuschen. Also genehmigte Trump die Veröffentlichung und versuchte gleichzeitig, die Schuld auf die Demokraten zu lenken. Wie wird sich das entwickeln? Ich denke, es ist egal, wenn Hunde sich gegenseitig beißen, aber für Trumps Regierungsbasis ist es sehr schädlich. Ganz zu schweigen davon, dass der bereits erwähnte Bannon ebenfalls zum populistischen Flügel gehört, aber Bannon taucht in Epsteins Akten mehrfach auf. 2017 wurde er aus dem Weißen Haus geworfen und wurde als Influencer aktiv, um für MAGA die öffentliche Meinung zu gewinnen. In dieser Phase war er Epstein sehr nahe. Bannon schlug vor, MAGA gegen den feministischen MeToo-Ansatz einzusetzen, Männer und Frauen gegeneinander auszuspielen, um Epstein bei der Behinderung von Ermittlungen wegen Sexualverbrechen zu helfen. Epstein gab Bannon auch viele Ratschläge im Umgang mit den Medien, z. B. wie man vor die Kamera tritt, wie man spricht, um Trumps Wirtschaftspolitik zu verteidigen. Epstein verriet auch Interna aus dem Weißen Haus an den an den Rand gedrängten Bannon, z. B. ob Trump lieber Pence oder Pompeo mag. Bis zum 6. Juli 2019, kurz vor Epsteins Verhaftung, diskutierten die beiden noch darüber, dass Bannon auf der Lolita-Insel eine Dokumentation drehen wollte, um Epstein reinzuwaschen. Dann war Epsteins letzte Nachricht: „Alles abgesagt.“ Bannon antwortete: „Du kommst nicht?“ Epstein konnte nicht mehr antworten, denn er wurde verhaftet. Warum erzähle ich das mit Bannon? Weil Trump anfangs überhaupt keine Ahnung von Politik hatte; sein Image wurde von Bannon geschmiedet: der gute Präsident des Volkes, der die korrupten Beamten in Washington für das Volk beseitigen und diesen Sumpf trockenlegen will. Wer hätte gedacht, dass am Ende Clinton herauskommt und sagt: „Hi, ich heiße Sumpf, du kannst mich trockenlegen – aber beeil dich.“ Am 18. Dezember 2018 tröstete eine anonyme E-Mail Epstein: „Alles wird vorbeigehen, sie wollen dich nur benutzen, um Trump zu stürzen, sie sind zu allem bereit.“ Epsteins Antwort: „Danke, verrückt, denn ich kann ihn tatsächlich stürzen.“ Ich kann nur sagen, die Realität ist spannender als amerikanische Serien. Ich hoffe, das amerikanische Volk fordert mehr Fortsetzungen. Wir schauen uns auch gerne solche Altstars beim Schauspielern zu. Wenn es nächstes Mal neue Geschichten gibt, teile ich sie wieder mit euch. Aber solche äußerst vulgären Dinge schaut sich Direktor Yang normalerweise nur an, ohne sie weiterzuverbreiten – heute konnte ich mich nicht beherrschen.
阿拾
2. Nov. 2026
Liebe Leute, kürzlich hat eine Geschichte das gesamte Internet geflutet. In der Stadt Lianshui, Kreis Huai'an, Provinz Jiangsu, hat die 17-jährige Berufsschülerin Jiang Ping, die eigentlich Modedesign studiert, außerhalb des Unterrichts mit ihrem unergründlichen Talent und unter der sorgfältigen Anleitung ihres Lehrers Wang Runqiu innerhalb von nur zwei Jahren eine Explosion ihrer mathematischen Fähigkeiten erlebt: Von einem Niveau, auf dem sie in der Mittelschulprüfung nicht einmal die Aufgabenblätter vollständig bearbeiten konnte, bis hin zu einem Überraschungssieg beim Alibaba Global Math Competition, bei dem sie unter 801 Teilnehmern den 12. Platz belegte. Wenn ich sage, sie hat eine Reihe von Absolventen der Tsinghua- und Peking-Universität, von Oxford, Cambridge, Harvard und MIT übertrumpft, habt ihr vielleicht keine Vorstellung davon, also erzähle ich von denjenigen, die hinter ihr liegen. Platz 13, Liu Ben, Doktorand der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Goldmedaillengewinner der Yau Shing-Tung Mathematik-Olympiade; Platz 14, Ou Yu, Goldmedaillengewinner der chinesischen Mathematik-Olympiade CMO; Platz 16, Zhang Xinliang, Goldmedaillengewinner der Internationalen Mathematik-Olympiade IMO. Die Besten der Besten, alle sind zu ihrer Kulisse geworden. Ursprünglich ist das Thema Grundlagenwissenschaften, insbesondere Mathematik, in der Öffentlichkeit kaum beachtet – kein Wunder, es ist zu schwer. Mathematik ist wie das Meer, die alltäglichen vier Grundrechenarten sind bestenfalls Mikroorganismen an der Oberfläche, die wahren Tiefseemonster wie die Riemannsche Funktion hat man noch nie gehört. Das ist völlig anders als Geopolitik – bei Geopolitik kann jeder seinen Senf dazugeben, bei Mathematik wirklich nicht, also hat niemand Interesse zu diskutieren. Deshalb kann Dr. Liu Ben als „Begleiter Nummer 13“ aus der Masse herausstechen und der Wettbewerb selbst an Bekanntheit gewinnen – all das verdanken wir dieser Berufsschülerin Jiang Ping. Weil ihre Geschichte einfach zu legendär ist: Aufstieg aus einfachen Verhältnissen, vom Himmel gefallenes Genie, Heldin, ein Lehrer mit einzigartigem Spürsinn, unkonventionelle Auswahl – alle Elemente sind voll ausgereizt, so spannend, dass jeder Journalistikstudent diese Energie nutzen möchte, um die hohe und kalte Mathematik zurück in die Ebene der öffentlichen Wahrnehmung zu holen. Das ist, als würde sich unter die großen Meister des Huashan-Gipfels ein naives Mädchen aus der Kleinstadt drängen, das mit einer leichten Bewegung bereits alle in Erstaunen versetzt und die besten jungen Schüler der großen etablierten Schulen in den Schatten stellt. Alle sind neugierig, wie ihre Kampfkunst so perfekt sein kann, und sie sagt, sie praktiziere die Taizu-Langfaust, die Shaolin-Nianhua und die persische Heilige Feuerwelle. Das verwirrt die Helden noch mehr, aber die Zuschauer, die ihre Sprache wiedergefunden haben, beginnen bereits zu jubeln, sind gerührt, rufen „außergewöhnliches Talent“ und fordern vor Ort, dass die Schulhäupter Jiang Ping als Schülerin aufnehmen. Interviews und Werbung prasseln auf sie ein, sogar in den Einkaufszentren von Lianshui werden Glückwunschdurchsagen für sie gespielt. Lianshui ist nicht groß, aber reich an Spitzenstudenten. Vernünftig betrachtet ist das gut. Jeder braucht einen Lichtstrahl im Leben, und es wäre noch besser, wenn man die Echtheit der Lichtquelle bestätigen könnte. Ich wünsche mir natürlich stark, dass alles wahr ist und sie ihren schönen Traum verfolgt. Aber viele Details dieser Geschichte lassen selbst mich mit meiner begrenzten Urteilsfähigkeit zweifeln: Wohin soll diese Star-Macher-Kampagne führen? Was mich zuerst stutzig machte, war das Werbevideo des Veranstalters. Im Video löst sie an der Tafel eine Beweisaufgabe. Von der Handschrift her scheint die Tafel komplett von ihr selbst geschrieben zu sein, während die roten Notizen im Buch von Lehrer Wang Runqiu stammen. Die Schrift im Buch hat außer ein wenig Hässlichkeit keine Probleme, aber die an der Tafel ist etwas unlogisch: Das Summenzeichen ∑ wurde als „Semikolon und 2“ geschrieben, ein Faktor wurde als Exponent geschrieben, und γ wurde als t geschrieben. Man könnte sagen, das sind persönliche Schreibgewohnheiten, aber könnte es nicht sein, dass sie die Schreibgewohnheiten des Lehrers nicht kennt? Das heißt, sie kopiert nur die handschriftlichen Formeln des Lehrers und kennt diese mathematischen Symbole überhaupt nicht. Als Laie kann ich nur anhand der Notizen spekulieren, das zählt nicht, denn viele Mathematik-Größen schreiben auch wie wild. Aber es gibt bereits Zhihu-Experten, die die Aufgabe an der Tafel vollständig aufgeschrieben und analysiert haben, ohne die Schreibfehler zu berücksichtigen, und zu dem Schluss kamen, dass die Formeln an der Tafel abrupt und unlogisch sind – für Laien unverständlich, für Fachleute unerträglich. Lehrer, die die Prüfungsbögen gesehen haben, sagen, Jiang Ping habe die Begriffe präzise verwendet, beherrsche LaTeX geschickt, und ihr Antwortniveau übertreffe 95 % der Mathematikstudenten; sie könnten diese Vollständigkeit nicht in der vorgegebenen Zeit erreichen. Da werde ich noch neugieriger: Ein Textsatzwerkzeug – warum sollte man es beherrschen, wenn man keine wissenschaftlichen Arbeiten schreiben muss? Ist es nicht schon zeitaufwendig genug, Mathematik im Selbststudium zu lernen? Ich frage mich auch, warum jemand mit so präziser Wortwahl „Ich habe Xie Huimins ‚Mathematische Analyse‘ gelesen“ als „Ich habe etwas über Xie Huimins Mathematik gelernt“ ausdrückt? Als ob man fragt, welchen Klassiker du am meisten magst, und du antwortest, du magst „den Aspekt von Cao Xueqins Traum“. Ich bezweifle nicht unbedingt, dass sie ihre Fachbegriffe auswendig gelernt hat, aber wenn man sie zum Beispiel nach PDE fragt und die Frage anders stellt: „Bist du gut in partiellen Differentialgleichungen?“, antwortet sie vielleicht: „Ein Mittelscheitel sieht auch nicht schlecht aus.“ In einem Interview sagte sie, die Geometrieaufgaben in der Vorrunde seien sehr komplex zu zeichnen gewesen, sie habe sie nicht lösen können, weil sie die räumliche Form nicht anschaulich darstellen konnte. Aber in der Vorrunde gab es überhaupt keine räumliche Geometrie und nichts, was gezeichnet werden musste; wenn man zeichnen muss, bedeutet das, dass man die Aufgabe nicht verstanden hat. Wenn sie bei diesen Aufgaben keine Punkte bekommen hat, müsste sie bei den anderen Aufgaben fast volle Punktzahl erreicht haben, um 93 Punkte zu erzielen, aber die anderen Aufgaben enthielten weder mathematische Analyse noch partielle Differentialgleichungen – genau das, was sie angeblich beherrscht. Noch merkwürdiger: Wenn sie über Mathematik spricht, zeigt sie überhaupt keine Leidenschaft, sondern eher eine hölzerne Auswendiggelernheit, was man als Lampenfieber abtun könnte; aber sobald das Thema auf Modezeichnen kommt und sie sagt, Kleidung bestehe aus linkem und rechtem Teil, werden ihre Körperbewegungen sofort selbstbewusst und natürlich. Vielleicht ist das ihr vertrautes Gebiet. Kein Wunder, dass viele Netzbürger sich in Detektive verwandeln und die Monatsprüfungsergebnisse der Berufsschule Lianshui ausgraben: Jiang hat in Mathematik 83 Punkte, ragt unter den Mitschülern mit 30 oder 40 Punkten heraus. Aber diese Schule ist voller verborgener Talente, sie ist nur Dritte in der Jahrgangsstufe, der Erstplatzierte, Schüler Ding, hat in Mathematik satte 99 Punkte. Man kann sich nicht vorstellen, wie viele der aus Wettbewerben hervorgegangenen Mathematikstudenten an Eliteuniversitäten dieser Schüler der chinesischen Kochkunst übertrumpfen würde, wenn er teilnähme. Das klingt etwas spöttisch, aber ich diskriminiere wirklich nicht nach Bildungsabschluss – unter den Finalisten sind viele, die nicht von Eliteuniversitäten kommen; wenn man genau sucht, kann man ihre Spuren in Mathematikwettbewerben über die Jahre finden. Zum Beispiel ein Student, der an der Jiangxi-Universität für Angewandte Wissenschaften und Technologie seinen Bachelor-Abschluss gemacht hat und dieses Jahr bereits zum vierten Mal in Folge das Finale erreicht hat; zwei Informatikstudenten einer Hochschule in Shaoxing haben viele Preise in verschiedenen mathematischen Modellierungswettbewerben gewonnen; selbst jüngere Mittelschüler wie Deng Leyan aus Shanghai und Luo Siyuan aus Hunan haben in den letzten zwei Jahren verschiedene Teilnahmerekorde hinterlassen. Man kann nur sagen: Alles auf der Welt hat seine Spuren. Aber Jiang Ping strebt weiter nach oben. In diesem Punkt denke ich, sollte die Außenwelt sie am besten nicht stören; die verschiedenen Vergötterungs- und persönlichen Angriffe im Internet sollten offiziell unterbunden werden. Die Volkszeitung sagte es treffend: Die Grenzen der Meinungsäußerung müssen gewahrt bleiben, man darf nicht die Privatsphäre anderer für Klicks konsumieren. Aber das bedeutet nicht, dass Zweifler den Mund halten sollten. Erstens: Sie zu bezweifeln, nur weil sie die einzige Frau unter den Top 30 ist, ist wirklich seltsam – das Geschlecht als Argument zu benutzen, um jemandem den Mund zu stopfen. Zu sagen, einige kleinliche Männer seien getriggert und könnten es nicht ertragen, dass eine Frau besser ist als sie – selbst wenn es solche psychisch verzerrten Menschen gibt, sind sie die Mehrheit? Wenn man unbedingt behaupten will, die Gesellschaft neige dazu, Frauen zu verurteilen und Männer zu schützen, dann frage ich: Wurde Zhai Tianlin damals wegen seines Geschlechts kritisiert, als sein Betrug aufflog? Die meisten, die kein Sandkorn im Auge dulden, zielen nicht auf sie persönlich, sondern bezweifeln die Vergötterung durch Amateurwettbewerbe. Wenn Jiang Ping echtes Wissen hat, wäre das großartig – ein mathematisches Naturtalent, so eine Schülerin ist ein Glück für das Land. Aber wenn es nur eine Lehmfigur in einem kleinen Tempel ist, die sich als goldene Buddha-Statue ausgibt, würdet ihr dann noch Weihrauch anzünden? Wenn alle damit einverstanden sind, dann kann die Vergötterung durch Wettbewerbe in wenigen Jahren eine Industrie werden. „Südliche Dynastien, vierhundertachtzig Tempel, wie viele Türme im Nebelregen“ – der Nebelregen verdeckt die Abkürzung in den Elfenbeinturm: Draußen können normale Kinder nur über die Ein-Mann-Brücke drängen, begabte Preisträger werden besonders zugelassen. Welchen Preis man gewinnt, hängt davon ab, welcher Gott die Eltern sind und welche Wettbewerbe sie manipulieren können, damit ihr Kind einen Preis bekommt. Der Wettbewerbsweg ist der Aufstiegskanal für einseitig begabte Genies; der Staat ermutigt nicht, dass alle dorthin drängen, deshalb werden nur die fünf großen Olympiaden in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik anerkannt, und die Bonuspunkte für die Hochschulaufnahmeprüfung wurden abgeschafft; nur Mitglieder der nationalen Trainingsmannschaft können ohne Prüfung zugelassen werden. So wird der Standard für Genies hoch genug angesetzt, um utilitaristische Spieler mit etwas Cleverness direkt abzuschrecken und den Wettbewerbshype zu vermeiden. Natürlich ist die Nebenwirkung offensichtlich: Berufsschüler ohne Oberschulabschluss werden direkt abgewiesen, was dazu führen kann, dass Perlen übersehen werden. Können Amateurwettbewerbe diese Lücke füllen? Vielleicht, aber der Alibaba-Wettbewerb nicht. Unbestreitbar hat der Alibaba-Wettbewerb einen gewissen Einfluss in Fachkreisen und international, aber die grundlegende Tatsache ist: Es ist eine Online-Prüfung ohne Aufsicht: Die Vorrunde dauert 48 Stunden, ist offen, das Finale ist innerhalb von 24 Stunden zu einem beliebigen Zeitpunkt über 8 Stunden, geschlossen. Aber ob offen oder geschlossen, Diskussionen und Weitergabe der Aufgaben sind nicht erlaubt, in den Regeln steht schwach „Die Teilnehmer mögen die Prüfung ehrlich ablegen“. Und dann? Wenn du nicht ehrlich bist, beißt du mich? Da es keine Aufsicht gibt, wie will man Ehrlichkeit garantieren? Selbst wenn im Finale Kamera und Tonaufnahme aktiviert sind und häufiges Wechseln der Anwendungen verboten ist – ich weiß nicht, ob der Bildschirm aufgezeichnet wird, selbst wenn – können diese Mittel Betrug wie Gruppenarbeit, Chat über mehrere Bildschirme, Aufteilung der Aufgaben an Ersatzleute, gemeinsames Abgleichen der Antworten, mehrere Konten mit Zeitverschiebung wirklich verhindern? Wenn nicht, was kann man dann aus den gespeicherten Videos der Teilnehmer analysieren? Ich will nicht bezweifeln, dass Lehrer Wang früher mit Schülern an Wettbewerben teilgenommen und dieselbe Punktzahl erreicht hat – das kann Zufall bei Multiple-Choice sein. Aber könnte dieses System selbst nicht so funktionieren, dass mehrere Teilnehmer zusammenarbeiten, zuerst die Aufgaben bekommen und sie durcharbeiten, und dann den später teilnehmenden Teilnehmern vor Ort Anleitung geben? Wenn die Betrugsmöglichkeit nicht nahezu null reduziert werden kann, dann kann es nicht als vernünftiger Auswahlmechanismus dienen. In einem solchen Wettbewerb, in dem es keine abschreckenden Strafmechanismen gibt, ist die Motivation zu betrügen umgekehrt proportional zur Liebe zur Mathematik. Ich möchte glauben, dass alle Teilnehmer Mathematik lieben, aber das Problem ist, dass es mehr Variablen gibt – außer Mathematik haben nicht alle andere Hobbys? Zum Beispiel Geld. Die Preisgelder des Alibaba-Wettbewerbs sind beträchtlich: Gold 30.000 Dollar, Silber 15.000, Bronze 8.000, selbst der Anerkennungspreis bringt 5.000 Dollar. Im Vergleich dazu: Die American Mathematics Competition AMC vergibt an die Top 5 insgesamt 5.000 Dollar, der Putnam-Wettbewerb maximal 2.500, und bei der IMO gibt es überhaupt kein Geld. Ich scheue mich nicht, die menschliche Natur mit der schlechtesten Absicht zu betrachten: Wo es Profitmöglichkeiten gibt, gibt es sicher Leute, die Profit anstreben; wo es Leute gibt, die Profit anstreben, gibt es immer Wege des unlauteren Wettbewerbs. Und Profit kann vieles sein, nicht nur Geld, sondern auch Ruhm, Status. Also selbst wenn die Absicht, mit Preisen zu ermutigen, gut ist, lässt sich die Möglichkeit unlauteren Wettbewerbs durch Profitstreben kaum ausschließen; es wäre besser, Austauschveranstaltungen für Gleichgesinnte rein zu halten. Wenn Liebe, dann reine Liebe. Aber was ich ablehne, ist im Kern nicht, dass Mathematik-Größen, wenn ihre Forschungsaufgaben nicht schwer sind, an Amateurwettbewerben zum Spaß teilnehmen und nebenbei etwas dazuverdienen, noch sage ich, dass sie nur wegen des Geldes teilnehmen – natürlich auch wegen der Freude am Lösen, denn die Aufgaben des Alibaba-Wettbewerbs sind wirklich raffiniert. Ich meine: Man kann es nur zum Spaß nehmen, man kann nicht erwarten, damit auszuwählen. Die All-Star-Aufstellung der Teilnehmer beweist genau das Gegenteil – alle sind bereits vom globalen Bildungssystem ausgewählte akademische Eliten, längst entdeckt und gezielt gefördert; echte Genies brauchen überhaupt nicht, sich durch den Alibaba-Wettbewerb zu beweisen. Die einfältigen und gutherzigen Zuschauer glauben, sie helfen den Schwachen, Flügel zu verleihen. Haben sie darüber nachgedacht, was genau durch die geforderte Ausnahmezulassung durchbrochen wird? Es sind die Standards der Talentauswahl. Die bestehenden Standards mögen noch so viele Mängel haben – man kann sie starr und mechanisch nennen –, aber zumindest sind sie einheitlich und fair. Sobald die Standards übermäßig komplex werden, entsteht Spielraum, und es entstehen verschiedene provisorische Arenen: Auf den ersten Blick sieht alles hochwertig aus, Außenstehende verstehen es sowieso nicht, es ist bequem, Genies zu verpacken und eine stabile Massenproduktion von Ausnahmefällen zu ermöglichen. Das sind dann nicht mehr die übersehenen Perlen des akademischen Systems, sondern die Rammböcke, die die Bildungsfestung durchbrechen. Die Mauern dieser Festung sind dick, der Burggraben breit und tief. Aber zum Glück wurden diese Schwierigkeiten von der Wissenswelt geschaffen und haben sich nicht mit Macht und Reichtum der Gesellschaft verbunden. Sobald sie durchbrochen ist, werden nicht die Tausenden von der Ein-Mann-Brücke in die Stadt eindringen, sondern nur die Kinder von Bosse und Beamten. Es geht doch nur darum, akademische Satelliten zu starten? Wartet nur, dann wird es definitiv spannender als jetzt: Genies, die es in tausend Jahren einmal gibt, wird es dann mindestens zwei pro Jahr geben; welche Mittelschule hat nicht ein paar Autoren in Kernzeitschriften vorzuweisen, sonst schämt sie sich, einen Direktzugangsplatz zu haben. Das abschreckende Beispiel für diesen Weg sind die USA. Sie rufen täglich nach Gleichberechtigung und Förderung benachteiligter Gruppen, was eigentlich nur bedeutet, die Standards so weit wie möglich zu diversifizieren, um die Reichen zu decken. Das Ergebnis: Kinder aus den reichsten 1 % der Familien machen ein Sechstel der Studenten an den Ivy-League-Universitäten aus, mehr als Kinder aus der unteren Mittelschicht, obwohl letztere 60 % der Bevölkerung ausmachen; an solchen Schulen kommen zwei Drittel der Studenten aus den wohlhabenden oberen 20 % der Familien, und nach dem Abschluss mit hohen Abschlüssen werden sie natürlich die neue einkommensstarke Bevölkerung. Man sagt, man beurteilt Helden nicht nach Abschlüssen, aber die Fortune-500-Unternehmen rekrutieren nur an Eliteuniversitäten – das ist die unveränderte Realität. Was ist Elitebildung? Bildung, die ausschließlich der Eliteklasse dient. Mit anderen Worten: Egal wie sich Technologie entwickelt und Industrien umgeschichtet werden, die Hochschulbildung ist ein Ressourcenhochland. Solange es Lücken in den Talentstandards gibt, werden privilegierte Schichten sie nutzen, um echte Ressourcen zu sich zu lenken, was letztlich zur Klassenverfestigung führt. Der größte Albtraum einer bürgerlichen Gesellschaft ist genau das. Am ironischsten ist, dass einige, deren Position eindeutig auf der Seite der meisten Bürger steht, starre Standards umstoßen wollen und glauben, sie verbreiten die Sanftheit der Welt – das ist, als würde man verkauft und zählt noch das Geld für den Käufer. Wenn eines Tages der Wettbewerb zu einer industriellen Vergötterungskette wird, haben sie nichts zu beklagen, außer einem Seufzer.
阿拾
2. Nov. 2026
Leute, ich habe kürzlich mit Zhou Hengxing, dem Autor von „Die Altman-Biografie“, über das Silicon Valley und den chinesisch-amerikanischen Technologiewettbewerb gesprochen, das war ziemlich interessant. Zunächst eine Veränderung. Peter Thiel unterstützte bereits 2016 Trump, als das gesamte Silicon Valley geschlossen hinter den Demokraten stand und fast nur er allein die Republikaner unterstützte. Diesmal aber ist er nicht wie früher vorangegangen, obwohl Vance ursprünglich von ihm ausfindig gemacht wurde. Das Silicon Valley ist heute völlig gespalten, etwa ein Drittel der Silicon-Valley-Größen unterstützt Trump. Thiel hat in verschiedenen Interviews und Reden immer wieder eine sehr klare Ansicht vertreten: Die USA sollten zum technologischen Rüstungswettlauf zurückkehren, direkt mit China in einen Rüstungswettlauf treten und China unbedingt besiegen und übertreffen. Diese Idee vertritt er sehr entschlossen. Aber ich glaube nicht, dass dies ein Konsens im Silicon Valley ist – das Silicon Valley ist schließlich der Bereich der Internettechnologie und weit entfernt vom militärisch-industriellen Komplex; zu behaupten, alle dächten so, dürfte kaum zutreffen. Wird also Musk, nun in der Trump-Regierung, die USA weiter in Richtung eines technologischen Rüstungswettlaufs mit China treiben? Ich denke, die meisten CEOs im Silicon Valley sind immer noch Geschäftsleute, und Geschäftsleute schauen auf die Interessen dahinter, und die USA sind zu einem großen Teil ohnehin ein von Geschäftsleuten gegründetes Land. Man schaue sich nur ihre Aussagen an: Solange sie Interessen in China haben, sind sie grundsätzlich chinafreundlich. Selbst jemand wie Zuckerberg, der früh unbedingt in den chinesischen Markt wollte – man sehe sich seine Äußerungen von damals an, er lobte China über den grünen Klee und lernte sogar Chinesisch. Sie haben also keine besonders starke Ideologie, sondern urteilen eher aus geschäftlichen Erwägungen. Solange Musk noch Fabriken in China und einen so großen Automarkt dort hat, wird er China kaum aktiv angreifen. Aber in der Trump-Regierung wird er wohl in einem Dilemma stecken – Trump wird eine sehr starke Konkurrenzpolitik gegenüber China verfolgen, und Trump lässt sich nicht besonders leicht überzeugen; in seiner ersten Amtszeit hat er sich mit vielen zerstritten. Bei der starken Persönlichkeit dieser beiden Leute vermute ich, dass sie nicht lange zusammenarbeiten können und sich eines Tages wahrscheinlich auch zerstreiten werden. Noch ein oft geäußerter Punkt: Wenn von chinesischer Innovation die Rede ist, bringen manche die Nationalcharaktere ins Spiel und sagen, die Amerikaner seien alle Einzelgänger und innovativ aus sich selbst heraus, während China wegen seiner Autoritätsgläubigkeit die Motivation und Leidenschaft zur Innovation verliere. Ich mag es nicht, solche Dinge mit Nationalcharakter zu erklären. Rückblickend auf die Geschichte hat Amerika tatsächlich mehr Originalität und geht voran, China folgt – das leugne ich nicht. Aber wenn wir in die Zeit vor der Geopolitik zurückgehen, in meinen Jahren im Silicon Valley, etwa 2014 bis 2017, vor dem Handelskrieg, da haben China und die USA eigentlich sehr gut zusammengearbeitet. China hatte einerseits eine extrem starke Fertigungsfähigkeit und konnte Dinge herstellen – iPhone, Model 3 wurden dort gebaut –, was Amerika nicht schafft; andererseits gab es genügend Talente, und viele der heutigen Kernentwickler in den großen Silicon-Valley-Firmen kommen aus China. Amerikanische Programmierer sind vielleicht besser in bahnbrechender Arbeit, aber was die grundlegende Entwicklung und Umsetzung angeht, sind Disziplin, Arbeitsintensität und Leidenschaft der chinesischen Ingenieure weit höher als die der amerikanischen – offen gesagt, sie sind bereit zu Überstunden, die Amerikaner nicht, natürlich relativ gesehen. Wenn China und die USA also noch wie früher zusammenarbeiten könnten, wäre das eigentlich die beste Lage, aber leider ist das jetzt kaum noch möglich. Doch selbst wenn beide Seiten völlig verfeindet sind, hat China nicht gar keine Chance – der Schlüssel ist, das Spiel, das man beherrscht, maximal auszuspielen. Viele sagen, China sei stark auf der Anwendungsebene, also eine Idee in eine kommerzielle Anwendung zu verwandeln und zur Massenverbreitung zu bringen; diesen Schritt macht China ziemlich gut. Ich habe das Gefühl, das hat eine gewisse Gemeinsamkeit mit dem sogenannten „brute force schafft Wunder“ in der KI: Algorithmen sind natürlich wichtig, aber nur ein Teil; erstens ist China bei der Rechenleistung nicht schlecht, zweitens werden genügend Daten eingespeist. China hat tatsächlich reiche Erfahrung in Anwendungen, besonders im Zeitalter des mobilen Internets, mit einer ausreichend großen Bevölkerungsbasis und einem relativ schwachen traditionellen Geschäftsbereich, der leicht vom Internet umgestürzt werden kann. Die Amerikaner legen mehr Wert auf das Produkt selbst und glauben, ein gutes Produkt findet von selbst Nutzer; China legt mehr Wert auf Betrieb, setzt auf Promotion, Marketing und sogar die damalige Art des Direktvertriebs, um Dinge zum Laufen zu bringen – das können die Amerikaner nicht lernen. Im Bereich der KI habe ich noch keine besonders guten Anwendungen gesehen, aber sobald sie auftauchen, sehe ich für China große Chancen. Zum Schluss noch zur KI-Ethik. In den USA machen sich Akademiker große Sorgen über ethische Sicherheit und gesellschaftliche Auswirkungen der KI, diese Stimmen sind laut. Der sogenannte Akzelerationismus will im Kern die Produktionsmittel befreien, die KI, die Algorithmen und die Rechenleistung, und dient der Technologie, nicht dem Menschen. China macht sich darüber tatsächlich weniger Gedanken als die USA. Der Grund ist wohl, dass KI in China eher praktische Probleme löst, angetrieben von Kapital und großen Firmen, während Akademiker und Hochschulen nicht so stark eingebunden sind wie in den USA und die Interdisziplinarität nicht so hoch ist; zudem ist unsere Bildung ohnehin nicht so frei wie die amerikanische und eher den allgemeinen Bildungszielen untergeordnet, daher gibt es weniger ethische Diskussionen. Aber in welchem Verhältnis steht diese ethische Diskussion zur Entwicklung? Ich denke nicht unbedingt förderlich. Die KI-Sicherheit muss in China vielleicht von der Regierung vorangetrieben werden, und ich sehe tatsächlich einige akademische Aktivitäten. Was die Öffentlichkeit betrifft, so sorgt sie sich eher darum, ob KI ihren Arbeitsplatz ersetzt, statt aus ethischer Sicht zu diskutieren – aber die Ersetzung von Arbeitsplätzen ist selbst eine wichtige soziale Ethik. Man sehe die Nachrichten über die fahrerlosen Autos in Wuhan, in den Kommentaren heißt es durchweg „Was sollen wir nur tun“. Und in den Augen der Technologiegrößen ist das eine so gute Sache, so effizient, die Kapitalisten lieben es natürlich.
阿拾
2. Nov. 2026
Liebe Leser, kürzlich habe ich einen Artikel in der Financial Times gelesen, der davon handelt, dass die USA im Finanzwettbewerb mit China sicher gewinnen werden. Das hat mich zunächst begeistert. Doch dann stellte sich heraus, dass die USA in anderen Bereichen stetig zurückfallen, aber ausgerechnet im entscheidenden Finanzsektor mühelos siegen, weil Chinas Finanzstärke völlig stagniert. Die beiden größten Volkswirtschaften – die Nummer eins und die Nummer zwei – weisen im Finanzbereich die größte Kluft seit 500 Jahren auf. Der Aufstieg einer Großmacht erfordert neben militärischer und Handelsmacht auch finanzielle Stärke. Früher hielten die Zentralbanken anderer Länder Dollar-Reserven, was bis zu einem gewissen Grad die internationale Stellung des Dollars widerspiegelte. Doch schauen wir uns heute den Renminbi an: Die Wirtschaftsleistung entspricht 17 % der Welt, aber der Anteil an den Devisenreserven beträgt nur 2 %. Der Handelsanteil liegt bei 15 % weltweit, aber der Anteil an Renminbi-Abwicklungen beträgt nur 2 %. In den letzten 50 Jahren sind die Finanzvermögen um das Vierfache gestiegen und übersteigen das globale BIP um 400 %; der Grad der Finanzialisierung hat einen historischen Höchststand erreicht, doch der Renminbi konnte davon nicht profitieren. Warum hat China keine Finanzstärke entwickelt? Der Grund liegt im geschlossenen Finanzsystem, das es ausländischen Investoren schwer macht, einzutreten. Der Autor des Artikels zog einen Vergleich: Der chinesische Binnenmarkt sei wie ein geschlossenes Gefängnis, in dem das Kapital wie Gefangene bewacht werde und nicht entkommen könne. Manche versuchten auszubrechen und transferierten mit verschiedenen illegalen Methoden Geld ins Ausland, was Chinas Image als Finanzzentrum schädige; Investoren bevorzugen daher natürlich weiterhin den US-Markt. Wenn der Renminbi internationalisiert werden soll, empfiehlt der Autor eine Liberalisierung des Kapitalkontos. Wollt ihr nicht die Internationalisierung des Renminbi? Das bedeutet, den Renminbi vollständig frei konvertierbar zu machen, den Markt entscheiden zu lassen und den Dollar nicht länger allein dominieren zu lassen. Dieses Konzept war vor über zehn Jahren sehr populär; Reformkräfte im Inland, die Wall Street und der IWF forderten eine vollständige Liberalisierung der Kapitalkontrollen. Doch das Ergebnis ist, dass man diesen Begriff seit langem nicht mehr hört. Weil unser Land nicht in diese Falle getappt ist – eine voreilige Liberalisierung hätte stattdessen zu Kapitalflucht geführt und uns sogar wie Russland durch Finanzsanktionen schwer getroffen. Wo liegt also das Problem? Unser Kollege Tang Yinan von unserem Institut erforscht zufällig das Weltfinanzsystem und die Internationalisierung des Renminbi; ich habe mit ihm über dieses Thema gesprochen. Einfach gesagt, es gibt drei Punkte. Erstens: Die Internationalisierung des Renminbi sollte nicht das Ziel verfolgen, eine globale Reservewährung wie der Dollar zu werden. Die USA versorgen die Welt um der Finanzhegemonie willen mit Dollar; alle produzieren, sie kaufen ein – ihr habt alle Dollar, ist die Währung dann nicht internationalisiert? Der Preis dafür ist ein enormes strukturelles Handelsdefizit, mit dem Nebeneffekt, dass die Realwirtschaft aufgegeben und die Industrie ausgehöhlt wird. Die Dollar-Hegemonie ist gesichert, die Finanzleute verdienen, aber was ist mit den anderen? Ist die Notlage der USA nicht gerade durch die umfassende Finanzialisierung verursacht? Jetzt locken uns westliche Medien mit Finanzhegemonie – fragen sie diesmal nicht: Was ist der Preis? Der Preis ist das unvermeidliche Triffin-Dilemma im internationalen Finanzsystem: Ein Land, das eine globale Reservewährung bereitstellt, muss diese über den internationalen Handel ausgeben und steht daher zwangsläufig langfristig vor einem Defizit. Würde China den Dollar nachahmen und den Renminbi internationalisieren, wäre das Selbstzerstörung und würde genau unsere Kernvorteile schädigen: industrielle Produktionskapazität und Kontrolle über Lieferketten. Mein Kanal spricht täglich über so viele Industrien – das ist der Punkt. Zweitens: Selbst wenn der Renminbi den Dollar nachahmen wollte, könnte er es nicht. Denn die internationalen Finanzmärkte sind bereits durch den Dollar verfremdet; ihre grundlegende Funktion besteht nicht mehr darin, die Realwirtschaft zu bedienen, sondern der Dollar-Hegemonie zu dienen – überschüssige Dollars aufzunehmen und buchhalterische Finanzerträge zu liefern. In einer solchen Ordnung wollt ihr den Platz einnehmen und den Dollar mit seinen eigenen Waffen schlagen? Denkt nicht daran. Viele Länder sind in dieses System geraten: Großbritannien gab die Realwirtschaft auf und wurde zu einem sekundären Finanzmarkt des Dollars; Japan bewahrte die Realwirtschaft, gab aber die monetäre Autonomie auf und ließ den Yen zur Carry-Trade-Währung verkommen. Wenn der Renminbi auf den Dollar zielt, wird das Endergebnis wahrscheinlich sein, dass er zum Yen wird – warum sich also unbedingt einmischen? Für ein sich entwickelndes Industrieland besteht zudem das Mundell-Fleming-Trilemma: Man kann nicht gleichzeitig einen festen Wechselkurs, freien Kapitalverkehr und eine unabhängige Geldpolitik aufrechterhalten. Erlaubt man freien Kapitalverkehr, werden Wechselkurs und Geldpolitik von der Fed und dem internationalen Kapital bestimmt. Strömt Kapital herein, steigt die Währung, die Exportwettbewerbsfähigkeit sinkt, die reale Fertigungsindustrie wird getroffen; zieht Kapital ab, ist es noch schlimmer – Liquiditätsverknappung, Geldknappheit, inländische Unternehmen können ihre Schulden nicht bedienen und gehen bankrott. Die Öffnung der Finanzmärkte löst dieses Trilemma nicht. Drittens, und am wichtigsten: neue Wege erkunden. Die Internationalisierung des Renminbi erfordert, ideologische Erstarrung zu überwinden. Es gibt nicht nur den Weg, den Dollar nachzuahmen, und es geht nicht darum, den Dollar als Reservewährung zu ersetzen. Wenn wir uns auf den Platz der Finanzhegemonie setzen und den Dollar durch den Renminbi ersetzen, werden wir ebenfalls in eine Sackgasse geraten. Der richtige Weg ist ein neuer Währungsweg, der durch Sachwerte gedeckt ist. Gemeinsam mit den Entwicklungsländern, insbesondere den Ressourcenländern, eine neue Plattform zu gründen und eine Gemeinschaftswährung auszugeben, die durch produktive Vermögenswerte gedeckt ist. Die Länder wandeln ihre Produktionskapazitäten und natürlichen Ressourcen in Beteiligungen an der neuen Bank um. Die Funktion dieser neuen Währung ist nicht die Devisenreserve, sondern die Unterstützung von Aufbau und Entwicklung, und sie kappt die Verbindung zur Wall Street. In ihrer Rolle strebt sie nicht danach, eine neue Reservewährung zu werden und mit dem Dollar um Anteile zu konkurrieren, sondern vereint die Entwicklungsländer, geht über die Logik der US-amerikanischen Globalisierung hinaus und verlagert die Funktion der internationalen Währung von der Devisenreserve auf gemeinsame Beteiligung.
阿拾
1. Nov. 2026
Leute, lasst uns weiter über mein Gespräch mit Zhou Hengxing, dem Autor von „Die Altman-Biografie“, sprechen. Wir kamen auf Hinton zu sprechen, den wir gerade diskutiert haben, und er und Altman haben eine gewisse Schnittmenge. Hinton hat kürzlich kritisiert, dass Altman sich mehr um Profit als um KI-Sicherheit kümmert. Wie sehen Sie diesen Trade-off zwischen Profit und Sicherheit? Ich denke, das ist ein Konflikt zwischen zwei Wertesystemen. Hinton kommt aus der akademischen Welt, die besonders einigen Universitäten in Kalifornien ähnelt. Viele dort sind von liberalen Linken beeinflusst und stammen aus der Generation, die sich für Umweltschutz und gegen Krieg eingesetzt hat. Die akademische Welt hat ein Problem: Ihr fehlt es an Verständnis für das Geschäftliche. Aus der Perspektive des Startup-Ökosystems ist der größte Wettbewerb für ein Unternehmen und einen Unternehmer, dass man zuerst im Wettbewerb überleben muss. Für Altman sollte er sich auch bewusst sein, dass das Thema Sicherheit sehr wichtig ist, einschließlich seiner damaligen Zusage an Ilya, 20 % der Rechenleistung für Superalignment bereitzustellen – sogenanntes Superalignment bedeutet, die emotionalen Werte der KI mit denen der Menschen in Einklang zu bringen. Aber später war wahrscheinlich der Wettbewerb mit Google und Anthropic zu intensiv, sodass er alle Ressourcen in den Ausbau großer Modelle stecken musste, weshalb der Widerspruch später immer größer wurde. Eigentlich sind beide Punkte verständlich. Ich verstehe Altman, denn als CEO muss er zuerst den Wettbewerb gewinnen und diesen Krieg gewinnen – der Druck in dieser Hinsicht dürfte am größten sein. Ob Sicherheit für ihn ein Thema ist? Ich denke definitiv ja, aber vielleicht nicht mit so hoher Priorität wie bei Hinton. Musk denkt auch oft über Sicherheit nach, zumindest sagt er, dass er sich große Sorgen um die Zukunft der Menschheit macht und schnell regulieren will. Aber ich habe in meinem Buch auch geschrieben, dass er während seiner Zeit bei OpenAI, besonders 2018, mit einigen Äußerungen eindeutig ein effektiver Beschleuniger war. Damals kritisierte er das Team ständig, sie seien zu langsam, sie sollten schneller sein und früher veröffentlichen. Das ist eindeutig dasselbe wie bei Altman: Aus der Perspektive eines Kapitalisten und CEO treibt er das Team an, so schnell wie möglich zu sein, damit niemand aufholt. Aber nachdem er OpenAI verlassen hatte, begann er über Sicherheitsfragen zu sprechen – ich denke, das ist eher eine Wettbewerbsstrategie. In dem Buch gibt es ein Kapitel über die Religion im Silicon Valley. Eigentlich habe ich schon lange vor diesem Buch über sie geschrieben, und es ist tatsächlich wie eine Religion. Aber Sie wissen auch, dass historische Religionskriege nicht wegen der Religion selbst geführt wurden, sondern wegen der realen Interessen, die auf dem Spiel standen – sie haben nur einen Grund gefunden. Deshalb können sich Ihre Positionen ändern. Wie bei Musk: Er sagt, MacAskill von der Universität Oxford passe sehr zu meiner Philosophie, meine Philosophie sei ihm sehr ähnlich. Aber Sie haben gerade auch gesagt, dass er eigentlich auch ein Beschleuniger ist, was ihn Peter Thiel und diesen Leuten ziemlich ähnlich macht. Es ist also eine ziemlich flexible Moralvorstellung. Wenn wir uns viele von Musks sogenannten Theorien und Blueprints ansehen, gibt es tatsächlich Veränderungen. Es ist nicht so, wie er sagt, dass er schon an der Universität daran dachte, Elektroautos zu bauen, grüne Energie zu nutzen und ins All zu fliegen – das ist eigentlich eine später entstandene, zusammenhängende Erzähllogik. Nach dieser Logik ist sein ultimatives Ziel der Mars, Elektroautos dienen dem Transport auf dem Mars, Raketen sind der Zwischentransport von der Erde zum Mars, X war damals als Kommunikation auf dem Mars gedacht, und die Boring Company gräbt große Tunnel – aber davon hört man jetzt praktisch nichts mehr, das gilt als gescheitert. Außerdem gibt es noch die Gehirn-Computer-Schnittstelle. Er hat tatsächlich eine ganze Logik, in der seine Ideale und Überzeugungen stecken, aber vieles dient auch dem Geschichtenerzählen. Was seinen effektiven Altruismus (EA) betrifft, so wird in den USA sowohl in der Technologieberichterstattung als auch in der politischen Berichterstattung viel darüber geschrieben. Einer der Punkte heißt Longtermism, der Langfristigkeit. Peter Singer war der erste, der über effektiven Altruismus sprach. In seinem Aufsatz „Famine, Affluence, and Morality“ sagte er, dass die Verpflichtung, einen verhungernden Menschen vor der Tür zu retten, dieselbe sei wie die, einen Flüchtling Tausende von Kilometern entfernt in Afrika zu retten. Das heißt, der Wert eines Menschenlebens ist ein abstrakter Durchschnittswert. Er hat den Menschen mathematisiert, sodass der Wert eines heutigen Menschen dem eines Menschen in zehntausend Jahren entspricht. Deshalb sagt Musk oft, wir könnten zum Mars fliegen, und wie viele Kinder ich haben möchte – ihr dürft nicht als sexuelle Minderheit keine Kinder bekommen, sonst wird unsere Zivilisation untergehen – er will den Wohlstand der zukünftigen menschlichen Bevölkerung sichern, die dann vielleicht eine interplanetare Spezies ist. Wenn wir diesen Wert rückwärts ableiten, ist das ein ziemlich sozialingenieurmäßiger Gedanke. Ich erinnere mich, dass ich bei meinem ersten Treffen mit Musk überrascht war, als er sagte, er habe die Bevölkerung Chinas berechnet und glaube, dass die Bevölkerungsstruktur schnell zusammenbrechen würde, wenn China weiterhin die Ein-Kind-Politik verfolge. Ich war sehr beeindruckt und fragte, woher er das wisse, und er sagte, er habe es berechnet. Das war 2013, damals hat er das schon berechnet. Er ist sehr gut darin, mit mathematisch-logischen Mitteln zu arbeiten, ziemlich kühl – das heißt, ich argumentiere auch mit mathematischer Logik und mische nicht zu viele emotionale Dinge hinein. Deshalb kann er die linken Dinge in Kalifornien nicht ausstehen, die seiner Meinung nach zu viele absurde Werte beimischen. In den letzten Jahren gibt es auch dieses „woke mind virus“, über das er ständig spricht – wahrscheinlich auch, weil sein Sohn zu einer Tochter geworden ist. Später habe ich mit Musk per E-Mail kommuniziert. Hauptsächlich habe ich ihm englische Artikel geschickt, die wir geschrieben haben, über chinesische Elektroautos und das chinesische Raumfahrtprogramm. Manchmal war er ziemlich interessiert und kommentierte ein paar Sätze. Ich erinnere mich, dass ich ihm einmal einen Artikel über den Start des Beidou-Satelliten geschickt habe, und er sagte: „Glückwunsch zu Beidou.“ Ich habe ihm auch einmal einen Artikel über den Mondrover Chang’e geschickt, und er sagte ebenfalls Glückwunsch. Dann fragte ich ihn, ob er glaubt, dass China vor Ihnen zum Mars fliegen wird. Er sagte: „Game on, lass uns ein Wettrennen machen.“ Sie sehen also: Von Hinton über Altman bis Musk – oberflächlich geht es um KI-Sicherheit, aber darunter dreht sich alles um Wettbewerb, Interessen und eine Erzählung, die sich je nach Position anpassen lässt.
阿拾
1. Nov. 2026
Meine Damen und Herren, um die Seltene-Erden-Abhängigkeit von China zu überwinden, bereitet sich die USA darauf vor, den Fluss zu überqueren, indem sie Japan als Furt nutzt. Denn Japan ist das einzige Land, das über umfassende Überlebenserfahrung im Umgang mit Seltenen Erden als Waffe verfügt. Ich habe relevante Materialien studiert und festgestellt, dass Chinas Schutzwall bei Seltenen Erden nicht so ist, dass man, wie manche denken, einfach einen Trumpf ausspielt und unbesiegbar ist. Wir müssen uns dessen bewusst sein. Zurück zum September 2010: Ein chinesischer Fischerkutter kollidierte in den Gewässern nahe den Diaoyu-Inseln mit einem japanischen Patrouillenboot. Japan verhaftete den chinesischen Kapitän, woraufhin China ein inoffizielles, aber faktisches Embargo für Seltene Erden verhängte, das zwei Monate andauerte. Anfangs nahm Japan dies nicht ernst, bis Beamte, die für die Automobilindustrie zuständig waren, feststellten, dass bei einer Unterbrechung der Versorgung mit Seltenen Erden die gesamte Automobil-Lieferkette zum Erliegen kommen würde. Die Magnete in Elektromotoren sind auf Seltene Erden angewiesen, und die Versorgung mit diesen Schlüsselmaterialien hing vollständig von China ab. Noch beängstigender war, dass weltweit alle Industrienationen von China abhängig waren. Daraufhin stellte das japanische Wirtschaftsministerium (METI) ein Notbudget von 100 Milliarden Yen (etwa 8 Milliarden RMB) bereit, um japanische Unternehmen dabei zu unterstützen, die Bezugsquellen für Seltene Erden zu diversifizieren. Die Regierungsbehörde JOGMEC (Japan Oil, Gas and Metals National Corporation) und die Sojitz Corporation gründeten ein Gemeinschaftsunternehmen, bei dem die Regierung das Geld bereitstellte und Sojitz die kommerzielle Umsetzung übernahm, um Quellen für Seltene Erden außerhalb Chinas zu finden. Zufällig befand sich das australische Bergbauunternehmen Lynas in finanziellen Schwierigkeiten und wollte die weltweit erste von China unabhängige Lieferkette für Seltene Erden aufbauen, d. h. Abbau in Australien und Raffination in Malaysia. Aber es konnte kein Geld beschaffen und die Raffineriekapazitäten in Malaysia nicht erhöhen. Die Japaner kamen mit Geld, und beide Seiten waren sich schnell einig. So errichtete Lynas für 230 Millionen US-Dollar in der nördlichen Vorstadt von Kuantan, Malaysia, eine 100 Hektar große Raffinerie für Seltene Erden. Dies ist eine der wenigen großen Separationsanlagen für Seltene Erden außerhalb Chinas. Malaysia hat gute Beziehungen zu uns, aber es war sehr bestrebt, dass Lynas dort investiert. Der Grund ist einfach: Die Unsicherheit der Versorgung mit Seltenen Erden treibt die Preise in die Höhe, und hohe Preise bedeuten höhere Einnahmen für Lynas. Damals wurden jährliche Exporte von 1,7 Milliarden US-Dollar erwartet, was mehr als 1 % des BIP von Malaysia entspricht. Malaysia war hocherfreut und gewährte sogar eine 12-jährige Steuerbefreiung. Nach der erfolgreichen Fertigstellung der Anlage reisten die Bergleute aus Westaustralien von Perth 1000 Kilometer weit in die Wüste, um Erz abzubauen, das dann auf dem Wasser- und Landweg nach Malaysia transportiert wurde. In Kuantan wurde es zu hochreinen einzelnen Seltenerdoxiden raffiniert und dann von Malaysia nach Japan verschifft, wo Sojitz es an alle japanischen Magnethersteller vertrieb und japanische Automobilhersteller es für verschiedene Produkte einkauften. Im Jahr 2010 war Japan von einem Embargo für Seltene Erden betroffen und importierte damals über 90 % aus China; dieser Anteil ist inzwischen auf etwa 60 % gesunken. Die Lynas-Anlage in Kuantan ist die größte nicht-chinesische Quelle. Japan importiert auch aus Australien, Vietnam, den USA und Myanmar sowie durch inländisches Recycling, was etwa 10 % der Gesamtversorgung ausmacht. Gerade weil Japan seine Abhängigkeit von chinesischen Seltenen Erden verringert hat, tritt es derzeit so selbstbewusst auf, da es glaubt, widerstandsfähig genug zu sein, um politischen Risiken zu begegnen. Warum kauft es dann immer noch 60 % aus China? Der Hauptgrund ist, dass chinesische Seltene Erden billiger sind – die Raffinierungskosten sind fünf- bis siebenmal niedriger als bei nicht-chinesischen Seltenen Erden. Warum ist das so billig? Zugegebenermaßen ist die laxere Regulierung einer der Gründe, aber nicht der wichtigste. Wir haben Raffinierungstechnologien aus dem Ausland eingeführt und sie durch umfangreiche praktische Anwendung ständig iteriert und optimiert, wodurch viel implizites Wissen entstanden ist, z. B. zur Verbesserung der Wiederverwertungsrate von Abfällen, was erheblich zur Kostensenkung beiträgt. Darüber hinaus gibt es einen Patentpool und Industriestandards; inländische Hersteller können durch Zahlung von Lizenzgebühren die optimalen Verfahren mit einem Klick kopieren, während ausländische Unternehmen jeden Schritt neu erforschen müssen. Daher gibt es auf dem internationalen Markt für Seltene Erden einen Preis für chinesische und einen anderen für ausländische Seltene Erden – ein sehr großer Unterschied. Eine von China unabhängige Lieferkette kann ohne Preisaufschlag keine Gewinne erzielen, daher ist es kurzfristig hoffnungslos, mit China über den Preis konkurrieren zu wollen. Im vollständig marktwirtschaftlichen Wettbewerb würden die meisten dieser Unternehmen untergehen. Aber da geopolitische Risiken eingeführt wurden, verbessert sich das Umfeld für diese Hersteller, weil die USA diese kleinen Pflänzchen hegen und pflegen wollen: zuerst Subventionen, dann akzeptieren Schlüsselbereiche wie das Verteidigungsministerium bereitwillig höhere Preise, und man nutzt auch die Stärke, die amerikanische Geschichte gut zu erzählen – eine Menge Metalle werden aufgewertet: Chinas Seltene Erden gehörten anderen, seien durch Umweltverschmutzung entstanden, und billig sei nicht gut; unsere Seltenen Erden seien unsere eigenen, sicherer, umweltfreundlicher, autonom kontrollierbar und technologisch fortschrittlicher – da ist es doch egal, wenn sie etwas teurer sind, oder? Jetzt beginnt die USA, eine heimische Lieferkette aufzubauen, einschließlich der Unterstützung des Abbaus in Kalifornien, der Verarbeitung und Magnetfertigung in North Carolina und Texas sowie der Förderung internationaler Kooperationen mit Europa, Australien, Japan usw., um die Abhängigkeit von China zu verringern. Japan sieht nun seine Chance gekommen: Früher war es meist allein, ohne Hoffnung, die Abhängigkeit vollständig zu überwinden; jetzt lösen alle gemeinsam das Problem. Als Nächstes will es sicherlich japanische Erfahrung exportieren – vom Bergbau bis zu Magneten. Es wird erwartet, dass im Freundeskreis der USA eine Gruppe von Ländern mit Ressourcen und Infrastruktur entsteht, und Japans Erfahrung wird sehr wichtig sein; diese Zusammenarbeit ist entscheidend für die Kostensenkung. Diese Geschichte erzählt eigentlich, dass Seltene Erden als Waffe Nebenwirkungen haben: Selbst wenn man versucht, präzise zuzuschlagen – z. B. gezielt Militärunternehmen, um nicht flächendeckend zu treffen –, wird der globale Preisaufschlag dennoch mehr Länder, selbst solche ohne Sicherheitsängste, Länder des Südens, dazu bringen, sich zwischen China und den USA stehend um Lieferkettenautonomie zu bemühen. Die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass bis 2030 aufgrund der steigenden Nachfrage aus Elektroautos, Windkraft und Verteidigung die Verarbeitungskapazitäten für Seltene Erden außerhalb Chinas von 15 % auf 30 bis 40 % steigen werden. Das ist ein Trend, den wir nicht aufhalten können. Daher müssen unsere politischen Entscheidungsträger und Akteure der Seltene-Erden-Branche überlegen, wie sie verlorene Marktanteile in größere Gewinnspielräume und stärkere strategische Autonomie umwandeln können.
阿拾
1. Nov. 2026
Liebe Leser, kürzlich habe ich ein Buch über japanische Unternehmen gelesen mit dem Titel „Mit dem Strom schwimmen: Japanische Unternehmen und die verlorenen 30 Jahre“. Der Verlag hat mir aus irgendeinem Grund ein weiteres Exemplar geschickt. Normalerweise empfehle ich keine schwer verdaulichen Bücher, aber der Inhalt dieses Buches ist wirklich „hardcore“, also empfehle ich es trotzdem. Die vier Schriftzeichen „mit dem Strom schwimmen“ im Buchtitel zielen direkt auf das Kernproblem japanischer Unternehmen. Ursprünglich verfolgten japanische Unternehmen ein Governance-Modell der „langfristigen Stabilität und Sicherheit“, das Mitarbeiterloyalität und Unternehmensstabilität betonte. Doch nach dem Platzen der Blase hörten sie nicht auf Ratschläge und ahmten alle auf einmal das amerikanische Geschäftsmodell nach. Diese „Mit-dem-Strom-Schwimmerei“ ist wirklich zum Verzweifeln. Zunächst müssen wir uns das ursprüngliche Geschäftsmodell japanischer Unternehmen ansehen. Damals gab es das lebenslange Beschäftigungssystem mit „Senioritätsprinzip“, das Hauptbankensystem und das System der gegenseitigen Beteiligungen sowie eine von Insidern dominierte Governance-Struktur. Der Kern dieser Systeme war „langfristige Stabilität“ und nicht kurzfristige Aktionärsrenditen. Das war eine gute Sache, aber sie hielt dem Schock des Platzens der Vermögensblase in den 1990er Jahren nicht stand. Im 21. Jahrhundert begannen japanische Unternehmen, sich „zu bessern“, und wandten sich der „Maximierung des Aktionärswerts“ amerikanischer Unternehmen zu. Dies führte zu einer drastischen Veränderung des Investitionsverhaltens. Das Verhältnis von Sachinvestitionen zu Dividenden änderte sich von „Sachinvestitionen weitaus größer als Dividenden“ zu „Dividenden weitaus größer als Sachinvestitionen“. Die Sachinvestitionen stagnierten, die Dividenden stiegen sprunghaft an, mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 7 %, und übertrafen 2021 erstmals die Sachinvestitionen. Dividenden und Aktienrückkäufe wurden zur Hauptverwendung von Barmitteln – wirklich ironisch. Japanische Unternehmen investierten nicht nur nicht in sich selbst, sondern schränkten auch Auslandsinvestitionen und Investitionen in Talente überall ein. Die Daten sind einfach sprachlos machend. Anfangs konnte man noch durchhalten, aber bei diesem Ausmaß möchte man wirklich „das Schiff verlassen“. Die Gründe dafür sind komplex: Misstrauen gegenüber dem Bankensystem, Auswirkungen von Wechselkursschwankungen. Und das Verhalten von Großunternehmen und kleinen sowie mittleren Unternehmen unterscheidet sich stark. Kleine und mittlere Unternehmen schütten zwar weniger Dividenden aus, sind aber eher bereit, freies Kapital zu akkumulieren; lieber lassen sie das Geld auf dem Konto Zinsen abwerfen, als zu investieren. Kurz gesagt, selbst bei steigenden Gewinnen wird nicht mehr investiert, was zu einer reinen Risikovermeidungsstrategie geworden ist. Wie stark eingeschränkt? Wenn man die Daten sieht, möchte man anfangs gar nicht mehr mitmachen. Nebenbei bemerkt: Auch die USA haben erst in den 1980er Jahren damit begonnen, was mit ihrer Deindustrialisierung und Finanzialisierung der Wirtschaft einherging. Noch entscheidender ist, dass japanische Unternehmen die Maximierung des Aktionärswerts ständig verstärkten, was zu einem Teufelskreis führte. Unternehmen werden unter Druck gesetzt, die Dividenden zu erhöhen, und müssen daher Investitionen kürzen, um die Dividenden zu steigern, was die Produktivität schwer verbessert. Führungskräfte kaufen massiv eigene Aktien mit Barmitteln zurück, um den Aktienkurs zu stützen, und leeren sogar die Bilanz. Solche Praktiken sind auch an der US-Börse keine Einzelfälle; Apple beispielsweise hat 2024 fast 100 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe ausgegeben. Das ist eine wichtige institutionelle Absicherung für die Entkopplung der US-Wirtschaft von der Realwirtschaft. Das erinnert mich an meinen Kollegen Guo Jiezheng, der sich auf die Eigentümerstruktur und Governance-Konzepte US-amerikanischer börsennotierter Unternehmen spezialisiert hat. Das System der Management-Rückkäufe und der Kurssteigerung schadet tatsächlich der Realwirtschaft. Das Haupteinkommen des Führungsteams stammt aus Aktienoptionen, und die Kennzahl ist die Gesamtrendite für Aktionäre (TSR), also die Endkurs plus Dividende minus Anfangskurs, verglichen mit dem Anfangskurs. Das heißt, die Vergütungssysteme der meisten US-börsennotierten Unternehmen sind stark an den Aktienkurs gekoppelt. Um den Kurs zu stützen, werden massiv Barmittel für Rückkäufe eigener Aktien verwendet – an der US-Börse gang und gäbe. Japanische Unternehmen haben ihre eigenen Geschäftsprinzipien aufgegeben und blind amerikanische Unternehmen nachgeahmt – das ist wirklich „ein Holzweg“. Dieses Geschäftsmodell wurde seinerzeit auch von vielen chinesischen Ökonomen hoch gelobt und als Richtschnur verehrt; hätten sie sich durchgesetzt, wären die Folgen unvorstellbar. Ein weiteres aufgegebenes Prinzip, das der Autor zutiefst verabscheut und das ich für besonders wichtig halte – die Diskussion im Buch ist allerdings etwas vereinfacht, aber einen Blick wert –: Früher versuchten japanische Unternehmen stets, die Mitarbeitersouveränität an erste Stelle und die Aktionärssouveränität an zweite Stelle zu setzen. Jetzt hat sich das geändert; die Arbeitsverteilungsquote und die Aktionärsverteilungsquote der Unternehmen haben sich stark verändert. Die Ansicht des Autors ist, dass japanische Unternehmen früher viele Wege fanden, diesen Widerspruch auszugleichen, indem sie unter Beibehaltung der Aktionärssouveränität die Mitarbeitersouveränität einführten und Mitarbeiter an der Unternehmensführung beteiligten. Zum Beispiel einige Organisationsroutinen: Die Mehrheit der Board-Mitglieder muss aus den Reihen der Mitarbeiter stammen, der Präsident muss Erfahrung an der Front haben, und durch Überkreuzbeteiligungen werden Konflikte gemildert. Kurz gesagt, er betont besonders, dass in der Phase des schnellen japanischen Wirtschaftswachstums die Beteiligung der Mitarbeiter an der Führung ihre Berechtigung hatte, was sich in den verlorenen 30 Jahren natürlich änderte. Dazu gibt es viel zu sagen; man kann darüber nachdenken, wie China seit der Reform und Öffnung bis heute – ob Staatsunternehmen oder private – das Problem der Mitarbeiterbeteiligung an der Führung und der Herrschaft der Arbeiterklasse lösen kann. Es ist eine schwierige Aufgabe. Aber eines bin ich sicher: Wenn man ständig hastig und unüberlegt von den USA lernt, ist das ein Holzweg. Alles in allem basiert dieses Buch auf einer Vielzahl von Daten, ist inhaltlich detailliert und hat klare Standpunkte. Wer Interesse hat, kann es kaufen und lesen, um zu sehen, wie diese Daten die verpassten 30 Jahre japanischer Unternehmen aufdecken. Was mich betrifft, muss ich weiter an meinem Podcast arbeiten und Kollegen mit ins Boot holen – schließlich sollten diese Forschungsergebnisse nicht nur intern veröffentlicht werden.
阿拾
1. Nov. 2026
Leute, es gibt da eine Sache, die Beachtung verdient. Wenn zwischen China und Japan Konflikte ausbrechen, ist das externe Meinungsumfeld für uns tatsächlich ziemlich ungünstig. Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi sorgt in der Taiwanstraße-Frage für Unruhe, und der Generalkonsul in Osaka, Xue Jian, sagte direkt auf ausländischen sozialen Medien, dass man gegenüber einem ungebeten eindringenden schmutzigen Kopf nur zögernlos zuschlagen und ihn abschneiden könne. Das ist eine Metapher – die nationale Souveränität verteidigen und den schmutzigen Kopf, den der Militarismus erhebt, abschneiden, das ist kein Problem. Doch die japanische Öffentlichkeit geriet sofort in Aufruhr und sagte, wie könne man nur zur Enthauptung eines Staatsführers aufstacheln? Die westlichen Medien stimmten sofort mit ein und sagten, der „Wolfskrieger“, der „selbst in der Ferne bestraft“, sei zurück. Dass der Westen Partei ergreift, daran haben wir uns gewöhnt. Verstehen sie wirklich die roten Linien Chinas nicht? Sicher nicht – sobald sich eine Gelegenheit bietet, wollen sie uns eins auswischen. Das sogenannte „entweder dumm oder böse“ – dumm sind sie sicher nicht, es gibt tatsächlich viele, die es genau wissen. Zum Beispiel der YouTube-Politikkanal VisualPolitik, den ich oft schaue; seine Analyse zu Sanae Takaichi ist sehr gut. Der Kernpunkt ist: Takaichis innenpolitische Position ist instabil, viele Dinge kann sie nicht tun, und nach vielem Abwägen stellt sich heraus, dass es am einfachsten und sichersten ist, gegenüber China scharfe Töne anzuschlagen und eine harte Haltung einzunehmen. Man muss also die japanische Außenpolitik aus der Innenpolitik heraus verstehen. Warum sage ich das? Weil die japanische Regierung praktisch die LDP ist. Seit ihrer Gründung vor 70 Jahren war die LDP fast durchgehend an der Regierung, nur wenige Jahre nicht. Doch nach Abes Rücktritt kann die LDP immer weniger bestehen; in beiden Kammern des Parlaments hat sie keine Mehrheit mehr und muss mit anderen Parteien koalieren. In den letzten über 20 Jahren war der alte Partner der LDP die Komeito, eher links orientiert, unterstützt Wohlfahrt, Einwanderung und ist chinafreundlich. Doch kürzlich hat sie die „Scheidung“ von der LDP erklärt und die Regierungskoalition verlassen. Der vordergründige Grund sei, dass man Takaichi als Abe-Anhängerin für zu hawkish halte, insbesondere die Sache mit dem Schreinbesuch sei schädlich für Japans Beziehungen zu China und Südkorea. Aber Abe hat das früher auch getan, und sie haben nichts gesagt – das ist also nicht der wahre Grund. Der wahre Grund liegt darin, dass LDP-Größen politische Spenden zur Aufbesserung schwarzer Kassen verwendet haben, was in Japan ein großer Skandal ist. Auch der Fall des Attentats von Tetsuya Yamagami auf Abe – was steckt dahinter? Eine tiefe Verflechtung der LDP mit der Moon-Sekte der Vereinigungskirche. Nebenbei bemerkt: Auch Trump gehört zu ihrem Kreis. Das macht es für die Komeito als buddhistische Gruppe untragbar, sich nicht von ihnen zu distanzieren. Und innerhalb der LDP waren es genau die Abe- und Takaichi-Fraktion, die sogenannte Seiwa-kai, die den Skandal hatte – sie befürwortet die Aufgabe der Friedensverfassung und die Wiederaufrüstung Japans, gilt als rechter Flügel der Partei und wurde wegen des Skandals zur Auflösung gezwungen. Das schwächte einerseits die politische Stärke, andererseits hat die japanische Wirtschaft in den letzten Jahren große Probleme bekommen. Die Oberflächenphänomene sind erschütternd: Die Löhne sinken seit vielen Monaten in Folge, Lohnerhöhungen halten mit der Inflation nicht Schritt, gleichzeitig steigen die Reispreise ständig – zeitweise lag der Durchschnittspreis für fünf Kilo Reis bei über 5.000 Yen, umgerechnet über 200 RMB. Diese Probleme sind derzeit schwer zu lösen, denn die alte Methode war Zinserhöhung zur Inflationsbekämpfung, doch jetzt befindet sich die japanische Wirtschaft in der peinlichen Lage von Inflation ohne Wachstum; eine voreilige Zinserhöhung könnte eine Rezession auslösen. Die Regierung wiederum wagt keine großen fiskalischen Stimulierungsmaßnahmen wie früher, um nicht die Inflation weiter anzuheizen und das Haushaltsdefizit zu vergrößern. Takaichi selbst möchte Abenomics wiederbeleben. Die drei Pfeile der Abenomics – Geld drucken, Geld ausgeben, Strukturreformen – bedeuten schlicht: lockere Geldpolitik, höhere Staatsausgaben und Strukturreformen. Doch Japan kann derzeit keines dieser drei Dinge tun. Verglichen mit vor über zehn Jahren hat der Yen über 50 % an Wert verloren; früher konnte man Geld drucken, weil die Währung überbewertet war, jetzt will niemand den Yen, und weiteres Drucken macht ihn nur schwächer und die Inflation höher. Früher hat sich die japanische Regierung stark verschuldet, die Schulden betragen 240 % des BIP – zum Vergleich: USA 125 %, China 88 %. Japans Staatsanleihen wurden früher von der Zentralbank gestützt, die Noten druckte und Anleihen kaufte, doch jetzt kann sie nicht mehr so viele Anleihen aufnehmen, sodass die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen den höchsten Stand seit 17 Jahren erreicht hat – ein Zeichen, dass der Markt sie nicht mehr verdauen kann. Ohne Verschuldung keine Ausgabensteigerung zur Konjunkturstimulierung. Und der dritte Pfeil, die Strukturreformen, war selbst Abe nicht klar, und jetzt ist es für Takaichi noch schwieriger. Abe stand damals vor einem sehr ernsten strukturellen Problem der japanischen Wirtschaft. Lange Zeit konzentrierte sich Japan auf die Fertigungsindustrie als Staatsgrundlage, etwa Roboter, Autos, insbesondere Unterhaltungselektronik. In der Hardware ist Japan weltweit kaum zu schlagen – die intelligenten Toiletten konnten schon früh Blutdruck messen und so weiter. Das Problem ist jedoch, dass Japan den Aufstieg des mobilen Internets, der digitalen Transformation und der Cloud-Technologie völlig verpasst hat. Heute wird das gesamte Technologie-Ökosystem durch Software zusammengehalten, und Japan hat aufgrund seines übermäßigen Hardware-Erfolgs eine Pfadabhängigkeit entwickelt: Die Regierung reagiert langsam auf neue Trends, hat keine geeignete Industriepolitik und schützt einseitig die alten Hardware-Hersteller; in den Unternehmen herrscht Senioritätsprinzip, junge Software-Ingenieure werden nicht geschätzt. Das Ergebnis: weder erfolgreiche Software-Unternehmen noch ein IT-, Internet- und Software-Ökosystem. Gleichzeitig erlitt auch die Hardware-Produktion Rückschläge. Nach der Fukushima-Katastrophe wurden viele Kernkraftwerke geschlossen, die Stromversorgung sank um 30 %, was durch Importe fossiler Brennstoffe ausgeglichen werden musste und die Strompreise stark erhöhte. Für ein Land, das Industriegüter exportiert, bedeutet das eine schwere Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit der Fertigung. Diesen Schmerz kann nur Deutschland nachvollziehen, dessen Nord Stream 2 gesprengt wurde – doch Japan trägt die Last hoher Energiekosten schon über zehn Jahre und ist viel schlimmer dran als Deutschland. Wenn man die IT-Revolution mit einem Fußballspiel vergleicht, hat Japan in der ersten Halbzeit mit Halbleitern, integrierten Schaltkreisen und Elektronik-Hardware viele Punkte gemacht, doch in der zweiten Halbzeit, in der es um Internet und Software-Ökosystem geht, fehlt es – daher ist die Produktivitätssteigerung langsamer als in anderen entwickelten Ländern. Obwohl Takaichi also Abenomics nachahmen möchte, hat sich das Umfeld geändert; diese Pfeile kann sie nicht wirklich abschießen und muss sich auf politische Themen konzentrieren. Jetzt ist die LDP mit einer rechtsextremen Partei namens Nippon Ishin no Kai zusammen – man kann sie als Japans MAGA verstehen, das Gegenteil der Komeito: Sie befürwortet kleinen Staat, weniger Ausgaben, Anti-Einwanderung, Anti-China, Verfassungsänderung und Aufrüstung. Die LDP hat mit dem Verlust der Komeito ohnehin eine Kontrollinstanz verloren und rückt nach rechts; zusammen mit der Ishin no Kai wird sie sich zwangsläufig in zwei Bereichen völlig freien Lauf lassen. Der erste Bereich ist Einwanderung. Abe bezeichnete sich selbst als konservativer Nationalist, führte aber praktisch viele Einwanderer ein – hier hat die LDP jetzt großen Spielraum. Der andere Bereich ist die Außenpolitik. Einfach gesagt: Japan will hart auftreten, Feinde schaffen und durch den sogenannten „Rally-around-the-flag“-Effekt innenpolitische Probleme nach außen verlagern. Gegen wen kann Japan hart sein? Nicht gegen die USA, oder? Auch nicht gegen Südkorea, denn die USA wollen auch nicht, dass Japan gegen Südkorea hart ist. So bleibt nur eine Wahl: wir. Daher muss Takaichis Außenpolitik im Rahmen der US-amerikanischen Außenstrategie verstanden werden. Sie zeigt nicht nur solche Giftspritzen wie „Taiwan-Krise ist Japan-Krise“, sondern wird künftig auch japanische Unternehmen dazu drängen, in strategischen Bereichen von China zu dezentralisieren, gemeinsam mit den USA Lieferketten unter Umgehung Chinas aufzubauen und direkt mit uns zu konkurrieren. Viele sorgen sich jetzt, Japan wolle die internationale Nachkriegsordnung umstürzen, also die Friedensverfassung abschaffen. Doch die Hürden für eine Verfassungsänderung sind hoch, und nur wenige in Japan unterstützen sie. Verglichen damit ist die Frage, wie Japan im geopolitischen Industrie-Wettbewerb die USA unterstützen wird, langfristig und praktisch relevanter. Das werde ich auch weiterhin verfolgen und bei Entwicklungen berichten. Jetzt muss ich aber erst zu einem KI-Meeting – Experten von Sciences Po in Frankreich sprechen über globale KI-Governance. Ich schaue mal, ob es interessant ist. Gut, bis zum nächsten Mal, tschüss.
阿拾
1. Nov. 2026
Meine Damen und Herren, kürzlich gab es in unserem Land wieder gute Nachrichten auf dem Gebiet der Kohlenstofffasern. Unser T1200-Kohlenstofffasermaterial mit ultrahoher Festigkeit wurde weltweit erstmals vorgestellt, und das einen Monat schneller als die Serienproduktion der T1100-Klasse. Hinter dieser Sache steckt wirklich viel Geschichte, lasst uns das einmal durchgehen. Ich erinnere mich, wie ich an jenem Tag die Nachrichten von CGTN sah, die über die Serienproduktion der T1100-Klasse berichteten, und damals dachte ich, ich sollte einen Artikel darüber schreiben. Ich hätte nicht gedacht, dass nur einen Monat später die T1200-Klasse aus dem Boden schießen würde. Dieses Ding stammt von Zhongfu Shenying, heißt SYT80, die Entwicklung im Labor war Ende letzten Jahres, die Produktionskapazität liegt bereits bei mehreren hundert Tonnen. Wir sind das erste Land weltweit, das eine Serienproduktion im Hundert-Tonnen-Maßstab erreicht hat. Das ist kein Ding, das im Labor nur zur Schau gestellt wird, sondern etwas, das wirklich für die industrielle Produktion genutzt werden kann. Von einer 1-Kilogramm-Probe zum Hundert-Tonnen-Produkt – diese Hürde hat viele Länder aufgehalten, insbesondere Deutschland und Russland, die sie nie überwinden konnten. Dass wir sie so schnell übersprungen haben, da kann man wirklich nur staunen. Die Leistung der T1200-Kohlenstofffaser ist wirklich beeindruckend. Eine Faser hat einen Durchmesser von weniger als 7 Mikrometern, ein Zehntel eines Haares. Die Zugfestigkeit von normalem Stahl beträgt 0,5 GPa, die T1200-Klasse erreicht 8 GPa, mehr als das Zehnfache von Stahl, während die Dichte nur ein Viertel von Stahl beträgt. Das bedeutet, sie ist sowohl leicht als auch hart, einfach ein unverzichtbarer Schlüsselwerkstoff für Bereiche wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Militärindustrie, neue Energien und Hochtechnologieausrüstung. Deshalb wird sie als „König der neuen Materialien“ bezeichnet. Vor über zehn Jahren erlebten chinesische Kohlenstofffaserunternehmen einen erbitterten Ausscheidungskampf, nur wenige blieben übrig. Zum Beispiel Zhongfu Shenying, das durch unabhängige Entwicklung von Ausrüstung und Technologie Schritt für Schritt die Krone der neuen Materialien errang. Die T1200-Kohlenstofffaser reduziert durch nanoskalige Strukturkontrolle während des Karbonisierungsprozesses die inneren Mikroporen stark und steigert die Festigkeit um 10 %–15 % gegenüber der T1100-Klasse. Tatsächlich reicht unsere Kohlenstofffaserforschung bis in die 1960er Jahre zurück, angeführt von Einrichtungen wie dem Shanxi-Institut für Kohlechemie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Aber die industrielle Basis lag zwei bis drei Jahrzehnte hinter dem internationalen Niveau zurück. Zu Beginn dieses Jahrhunderts lag unsere Auslandsabhängigkeit bei Kohlenstofffasern bei 80 %–90 %, und wegen ihrer Schlüsselrolle in Bereichen wie Raketen und Kampfflugzeugen wurden sie von den USA und Japan als strategisches Material eingestuft. Der Weltmarkt wurde im Wesentlichen von den japanischen Firmen Toray, Toho, Mitsubishi und dem amerikanischen Unternehmen Hexcel monopolisiert, die Exporte waren sehr streng, nicht nur teuer, sondern auch streng darauf beschränkt, nicht für militärische Zwecke verwendet zu werden. Im Jahr 2001 erkannte das Ministerium für Wissenschaft und Technologie, dass der Mangel an Hochleistungs-Kohlenstofffasern die nationale Verteidigungssicherheit ernsthaft bedrohte, und richtete deshalb ein Sonderprogramm für Kohlenstofffasern ein. Wenige Jahre später begannen die USA und Japan einfach mit Embargos und Engpässen und verschärften die Exportbeschränkungen weiter, was uns umso mehr dazu veranlasste, sie als kritisches strategisches Material einzustufen. 2015 wurden Ziele formuliert: bis 2020 eine Selbstversorgungsquote von 40 % und bis 2025 von 70 % zu erreichen – diese wurden bereits vorzeitig übertroffen. Man muss sagen, wir sollten dem Start des Großflugzeugprojekts danken, das einen enormen nachgelagerten Markt bot und den Durchbruch vom Labor zur Fabrik vorantrieb. Japans Toray ist ein Branchengigant, das gesamte Leistungsklassifizierungssystem wurde von ihm aufgebaut. Seine Kunden reichen von Boeing und Airbus über Wasserstofftanks und Golfschläger bis hin zu hochwertigen Angelruten und besetzen die Spitzenposition der Branche. 2023 veröffentlichte Toray ein T1200-Produkt, aber konkrete Tonnagen und Verwendungszwecke wurden nicht offengelegt; Branchenkenner schätzen es auf etwa hundert Tonnen, mit extrem hohem Preisaufschlag und Prüfung des Endverwendungszwecks. Toray hoffte ursprünglich, mit neuen Produkten die beiden zukünftigen Supermärkte zu beherrschen, nämlich humanoide Roboter und die Niedrigflug-Wirtschaft. Die lokalisierte Versorgung von Zhongfu Shenyings SYT80 kann genau verhindern, dass Toray die Gewinnkette abschottet. Und Torays steigende Kosten und Produktpreiserhöhungen bieten uns eine ausgezeichnete Gelegenheit, unseren Marktanteil auszubauen. Man kann also sagen: Ab heute haben sich Angriff und Verteidigung umgekehrt. Übrigens, erinnern Sie sich noch an den Hamilton-Index des amerikanischen ITIF, über den ich gesprochen habe? Einer der wenigen Cluster fortgeschrittener Industrien der USA ist die Luft- und Raumfahrt im Bundesstaat Washington im Bereich anderer Transportausrüstung. Amerikanische Think Tanks haben bereits erkannt, dass Chinas Innovations- und Technologiekomplex – zum Beispiel zwischen dem Forschungsinstitut der China National Building Material Group und Zhongfu Shenying sowie zwischen der Shenzhen-Universität und Changsheng Technology – diese Kopplung von Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen nicht nur schnell die Kernpfeiler der Entwicklung neuer produktiver Kräfte im Inland festigt, sondern auch die verbleibenden Hochburgen der US-Spitzentechnologieindustrie angreift.
阿拾
31. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, welche Auswirkungen hätte es auf uns, wenn die USA Grönland übernehmen und die dortigen Öl-, Gas- und Selten-Erden-Vorkommen monopolisieren würden? Diese Frage muss man aufschlüsseln: Werden sie es nehmen? Ist Widerstand wirksam? Und erst dann: Wie würde es unsere Übersee-Interessen treffen? Ob sie es nehmen werden, muss man wiederum subjektiv und objektiv betrachten. Subjektiv hat sich die USA tatsächlich bereits freigemacht. Früher redete sie von Recht und Regeln, jetzt zeigt sie ihre Entschlossenheit, ein Räuber zu sein. Am 6. Januar sagte der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, die Herrschaft von Stärke, Gewalt und Macht sei das eiserne Gesetz, nach dem die Welt funktioniere; Trump sagte, das Einzige, was ihn binde, sei sein eigenes moralisches Empfinden, und fügte hinzu: Ich brauche kein Völkerrecht. 2019 schlug er bereits vor, Grönland durch einen Immobiliendeal zu kaufen, damals gab es innerhalb der US-Regierung großen Widerstand – das außenpolitische Establishment war der Ansicht, da die USA bereits Truppen in Grönland stationiert hätten, sei man strategisch sicher, und es sei unnötig, Dänemark zu demütigen und die NATO-Einheit zu beeinträchtigen. Jetzt ist sein Kabinett völlig anders: Die Sicherung der eigenen Versorgung mit Schlüsselressourcen und der Ausschluss von Rivalen ist eines der strategischen Kernziele. Das heißt, sein subjektiver Wille ist stärker geworden. Wie wichtig ist Grönland also? Offen gesagt, es ist eine reiche Mine. Die Arktis verfügt über beträchtliche Öl- und Gasressourcen: 90 Milliarden Barrel Rohöl, 44 Milliarden Barrel Flüssigerdgas, was 13 % bzw. 30 % der global förderbaren Menge entspricht. Ein erheblicher Teil davon liegt in Grönland. Würden die USA es übernehmen, würde sich die Energielandschaft grundlegend verändern. Schauen wir uns die Seltenen Erden an: Grönland hat nachgewiesene Reserven von 1,5 Millionen Tonnen, das ist der achte Platz weltweit. Zwar weniger als China, aber das Potenzial ist enorm – beispielsweise wird im intrusiven Gesteinskörper der Kvanefjeld-Bucht im Süden mit über 36 Millionen Tonnen Seltenerdoxiden gerechnet. Die Lagerstätten Grönlands zeichnen sich durch polymetallische Paragenese und einen hohen Anteil schwerer Seltener Erden aus. Und noch vorteilhafter ist der hohe Gehalt: Bei gleicher Fördermenge lassen sich mehr kritische Rohstoffe produzieren. Die Bedeutung Seltener Erden muss man nicht betonen – Handys, Chips, Roboter, Raketensysteme, alles ist darauf angewiesen. Grönland verfügt zudem über große Uranvorkommen, die weltweit an sechster Stelle stehen – was das für Kernenergie und Rechenleistung bedeutet, muss man nicht ausführen. Diese Ressourcen zu übernehmen, ist für die USA besonders wichtig, denn Seltene Erden sind größtenteils in den BRICS-Staaten verteilt, und der gesamte Westen hat nicht besonders viel davon. Die Lösung des Seltene-Erden-Engpasses hat daher hohe strategische Priorität in den USA. Die USA haben bereits 2019 mit Grönland eine Absichtserklärung unterzeichnet und die Mineralexploration verstärkt. Im Juni letzten Jahres stellte die US-Export-Import-Bank einen Kredit von 120 Millionen Dollar bereit, um das Tanbreez-Seltene-Erden-Projekt in Grönland zu finanzieren. Diese Mine sollte ursprünglich von einem chinesischen Unternehmen gekauft werden; die USA haben den Deal mit verschiedenen Mitteln vereitelt und dann die Mine zu einem niedrigeren Preis übernommen. Solche Rivalitäten sind inzwischen normal geworden; der Think Tank CSIS sagt, der Zugang zu Ressourcen sei in diesem Jahr oberste Priorität der US-Außenpolitik. Nach den Gründen, warum die USA es nehmen wollen, schauen wir uns nun den Widerstand von allen Seiten an. Zunächst der Widerstand Grönlands selbst: Seine fünf großen Parteien veröffentlichten letzten Freitag eine gemeinsame Erklärung, in der sie die US-Absichten zurückweisen und sagten: Wir wollen weder Amerikaner noch Dänen sein, wir wollen Grönländer sein. Auch Dänemarks Haltung hat sich verändert – 2019 tat es das als absurd ab, jetzt spricht es vom Prinzip des Unverkäuflichen: Die Souveränität Grönlands gehört dem grönländischen Volk, Dänemark hat kein Recht, sie zu übertragen. Trump erklärte dazu, der Widerstand sei unwirksam: Ob es dir gefällt oder nicht, die USA werden handeln. Seine Begründung: Wenn die USA es nicht nehmen, dann nehmen China und Russland es; statt es dem Feind billig zu überlassen, überlässt man es besser dem Freund – ich kann sanfter sein, warum musst du dich denn sträuben? Das US-Establishment und die europäischen Länder äußern aus einer anderen Dimension Unbehagen: Sie meinen, diese gewaltsame Aneignung sei selbstschädigend und werde inner-NATO-Konflikte auslösen. Artikel 5 der NATO handelt von kollektiver Verteidigung – ein Land wird angegriffen, alle schlagen zurück –, wobei der implizite Feind die Sowjetunion/Russland war; man hätte nie gedacht, dass der Aggressor ausgerechnet die USA sein könnten. Sollte so etwas tatsächlich passieren, geriete das gesamte Bündnissystem in einen Kurzschluss, was praktisch das Ende der NATO bedeuten würde. Letzte Woche veröffentlichten sechs Länder – Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Polen – eine gemeinsame Erklärung zur Unterstützung Dänemarks, in der es hieß, die Sicherheit der NATO erfordere kollektive Garantien. Das hat einen Kontext: Die USA argumentieren mit der Übernahme Grönlands und der Arktis-Sicherheit, um China und Russland fernzuhalten; Europa meint: Wir sind ebenso besorgt, aber bitte vertraue auf die kollektive Kraft, trage es nicht allein. Das ist eigentlich eine strategische Bitte – USA, unternimm keine voreiligen Schritte, sonst zerbricht die NATO-Familie. Europa wirkt wegen fehlender strategischer Autonomie sehr demütig. NATO-Generalsekretär Rutte nannte die USA letztes Jahr auf dem Gipfel öffentlich Papa, um die USA zu beschwichtigen, in der Allianz zu bleiben. Jetzt droht er den USA mit dem Zerfall – rate mal, ob Trump das als „noch so eine gute Nachricht“ hört. Manche Strategen meinen, dieses Verhalten der USA sei ein Dolchstoß in den Rücken der Verbündeten, denn seine Räuberlogik sei klar: Jedes Territorium eines NATO-Landes, das für die US-Sicherheit wichtig sei, solle den USA gehören. Angenommen, Polen wäre wichtig, dann sollten die USA Polen ohne Polen übernehmen – also sollte Warschau dankbar sein, denn es liegt zu weit von den USA entfernt und nicht in der westlichen Hemisphäre, die diese Monroe-Doktrin abdeckt; natürlich liegt es auch zu nah an Russland. Auf russischer Seite gibt es bereits Stimmen, die sagen, eine russische Version der Monroe-Doktrin solle man auch aufziehen. Mit anderen Worten: Eine neue internationale Ordnung entsteht, die alten Regeln verlieren ihre Bindungskraft, und über das Schicksal der Regionen entscheiden tatsächlich nur wenige Großmächte. Die Fragen, vor denen China steht, betreffen neben konkreten Angelegenheiten zur Wahrung der Übersee-Interessen in Grönland – zum Beispiel hält Shenghe Resources 12,5 % an der Mine in der Kvanefjeld-Bucht; werden die Vereinbarungen chinesischer Unternehmen aufgrund der US-Kontrolle ungültig? Werden überseeische Seltene-Erden-Ressourcen teurer, was unsere Kosten in der Hochtechnologiefertigung erhöht? – auch die Bewertung des Wettbewerbsvorteils, den die USA aus Grönland gewinnen. Zwar beherrschen wir die Verarbeitungskapazität, die wichtiger ist als die Seltenen Erden selbst, und befinden uns in der Wertschöpfungskette in einer unumgehbaren Position, doch mit zunehmender Intensität des chinesisch-amerikanischen Wettbewerbs könnte sich dies zu einem komplexen Wettbewerb entwickeln. Die Logik der USA dürfte sein: Ich kann zwar nicht selbst kochen, aber ich will alle Lebensmittel auf dem Markt monopolisieren. Und viele umweltschädliche chemische Trennverfahren lassen sich in den USA selbst nicht durchführen; könnte man die dünn besiedelte Bevölkerung Grönlands zwingen, Umweltauflagen zu lockern und es in ein Offshore-Raffineriezentrum zu verwandeln – ist das möglich? Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber nicht zu vernachlässigen. Außerdem darf man Grönland nicht isoliert betrachten, sondern muss es als Teil der Arktis-Strategie sehen. Die Arktis-Route ist der Schlüssel unserer „Seidenstraße auf dem Eis“ und kann unsere Schifffahrtsroute nach Westeuropa erheblich verkürzen. In den letzten sieben Jahren haben wir durch wissenschaftliche Forschung, Infrastruktur und Minenkauf unseren Einfluss in der Arktis ausgebaut – werden diese Aktivitäten durch das US-Militär behindert werden? Wird unser selbst definierter Status als nahearktisches Land von den USA blockiert werden? Wie kann Russland mit uns zusammenarbeiten? Und wichtiger: Wie soll sich China in einer Welt, die von einer solchen Machtpolitik dominiert wird, positionieren, wie viel Stärke sollte es einsetzen? Wie viele Gebiete in der Nachbarschaft von Großmächten gehören zu besonderen Interessenzonen? Entspricht eine Welt, in der ein kleines Land brav und folgsam sein muss, sonst wird es zertreten und ausgeplündert, tatsächlich unseren Interessen? Mit anderen Worten: Die chaotische Zeit bietet uns Chancen – würden wir deshalb selbst zu Räubern werden?
阿拾
31. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, im vergangenen Monat hat der pakistanische Hafen Gwadar 11.000 Standardcontainer abgefertigt. Das Erschütternde an dieser Zahl ist nicht, dass sie weniger als ein Zehntel des Hafens Yangshan in Shanghai beträgt, sondern dass der Hafen Gwadar im gesamten Jahr 2025 nur 8.300 Standardcontainer abgefertigt hat – das heißt, im April dieses Jahres wurde in einem Monat so viel abgefertigt wie im gesamten letzten Jahr. Der Hafen Gwadar ist ein wichtiger Knotenpunkt der Belt-and-Road-Initiative, der Endpunkt und zugleich der Ausgangspunkt des China-Pakistan Economic Corridor. Gemessen am aktuellen Entwicklungsstand hat er trotz einer designierten Umschlagskapazität von 16.000 Standardcontainern sein volles Potenzial bei weitem nicht ausgeschöpft: Von 2013 bis 2018 legten insgesamt 99 Schiffe an, durchschnittlich weniger als 20 pro Jahr. Am 16. April dieses Jahres jedoch legten an einem einzigen Tag zwei Frachtschiffe an, die 369 Tonnen Maschinen und Ausrüstung sowie 5.000 Tonnen Düngemittel brachten. Die Hafenbeamten sind ziemlich aufgeregt und erklärten gegenüber pakistanischen Medien: Unsere Chance, groß und stark zu werden, ist endlich gekommen; wir wollen, dass der Hafen Gwadar 25 Milliarden US-Dollar zur Volkswirtschaft beiträgt. Steht Pakistan also kurz vor dem Durchbruch? Ein lokaler Wissenschaftler äußerte sich recht vorsichtig. Er ist der Ansicht, dass diese beispiellose Geschäftigkeit vor allem eine kurzfristige Dividende aus der wiederholten Schließung und Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist. Wenn die Straße von Hormus normal funktioniert, passieren ein Viertel des weltweit auf dem Seeweg transportierten Erdöls und ein Fünftel des Flüssigerdgases diese Route; die derzeitige Lage hat die globalen Märkte schwer beeinträchtigt. Geht es auch ohne die Straße von Hormus? Die einzige Alternative sind die Rohölpipelines Saudi-Arabiens und der VAE: Saudi-Arabien kann Öl aus den Ölfeldern im östlichen Persischen Golf per Pipeline zur Küste des Roten Meeres im Westen transportieren, die VAE von Dubai auf der Innenseite der Meerenge zum Hafen Fujairah auf der Außenseite. Doch insgesamt ist die Verarbeitungskapazität sehr begrenzt, und der Großteil des Handels ist weiterhin auf die Straße von Hormus angewiesen. Für die Reedereien gilt es erstens, Sicherheitsrisiken zu vermeiden, und zweitens sind die gestiegenen Versicherungsprämien kostentechnisch nicht rentabel, sodass diese Route vorübergehend eingestellt wurde. Doch die Schiffe, die bereits unterwegs sind und die Meerenge nicht umgehen können, insbesondere chinesische Waren mit Ziel Westasien, können nur an relativ sicheren und weniger überfüllten Orten entlang der Küste des Arabischen Meeres vorübergehend anlegen. Die beste Wahl ist der Hafen Gwadar: Er liegt direkt am Golf von Oman, nur 600 Kilometer von der Straße von Hormus entfernt, befindet sich außerhalb der Sicherheitsdistanz und ist zugleich einer der nächstgelegenen Tiefwasserhäfen, der große Frachtschiffe aufnehmen kann. Viele Schiffe entscheiden sich hier für eine Ruhepause und warten auf eine Klärung der Lage. Obwohl der Hafen Gwadar also sehr geschäftig wirkt, bedeutet das nicht, dass die im Hafen ankommenden Waren in den pakistanischen Markt gelangen; es handelt sich vielmehr um vorübergehendes Be- und Entladen sowie Lagerung – der Hafen verfügt über mehr als 90.000 Quadratmeter Lagerfläche und bietet einen Monat kostenlose Lagerung; nach einem Monat müssen die Waren wieder verladen und weitertransportiert werden. Daher ist es verfrüht, jetzt zu sagen, der Hafen Gwadar stehe kurz vor dem Durchbruch. Schließlich beruht das Geschäft eines Hafens nicht auf Unruhen und Krieg, sondern auf langfristiger Stabilität und Entwicklung. Der Hafen Gwadar ist derzeit eher eine vorübergehende logistische Pufferzone als ein echter nachhaltiger Handelsknotenpunkt. Wir müssen auch die Trends betrachten. Der China-Pakistan Economic Corridor wurde 2016 vorgeschlagen, also genau vor 10 Jahren, und Pakistan hat zahlreiche begleitende Infrastrukturen gebaut. So wurde beispielsweise der internationale Flughafen Gwadar im Januar letzten Jahres eröffnet, die East Bay Expressway wurde an das Autobahnnetz angeschlossen, und auch die zweite Bauphase, die den Flughafen und den Hafen verbindet, sowie viele neue Hauptstraßen befinden sich im Bau. Der Hafen Gwadar ist nicht nur ein Kai, sondern eher ein Hebel, der Pakistan zu kontinuierlichen Investitionen in die Provinz Belutschistan veranlasst, in der er liegt – im letzten Jahr erreichten die Investitionen einen neuen Höchststand; bis März befanden sich in der Provinz 148 Projekte im Bau, darunter Straßen, Wasserversorgung, Strom und Bildung; allein am Hafen Gwadar laufen 22 Projekte, darunter das von uns finanzierte Pakistanisch-Chinesische Freundschaftskrankenhaus, das armen Menschen speziell kostenlose medizinische Versorgung bietet, sowie die von uns unterstützte Meerwasserentsalzungsanlage in Gwadar mit einer Tagesleistung von 5.000 Tonnen Süßwasser, die die lokale Wasserknappheit lindern soll. Belutschistan ist wirklich kein einfaches Pflaster: Es ist die größte, ärmste und unruhigste Provinz Pakistans, grenzt an Iran und Afghanistan, und die internen Probleme Irans und Afghanistans schwappen hierher über. Wenn beispielsweise die afghanischen Taliban den Opiumanbau verbieten, sieht sich Pakistan mit einem schwerwiegenden Drogenhandelsproblem konfrontiert; wenn der grenzüberschreitende Handel mit Iran unterbrochen wird, gerät auch der Lebensunterhalt der pakistanischen Grenzbewohner in Schwierigkeiten. Separatistische bewaffnete Gruppen haben lange Zeit den China-Pakistan Economic Corridor sabotiert; Pakistan hofft, durch kontinuierliche Investitionen den lokalen Lebensunterhalt zu verbessern, die Unterstützung lokaler Eliten zu gewinnen und seine Kontrolle zu stärken. Kürzlich hat der pakistanische Präsident China besucht, was zeigt, dass wir Pakistans Vermittlungsrolle zwischen den USA und Iran anerkennen. Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt ist die Förderung der zweiten Phase des China-Pakistan Economic Corridor, der von großen Infrastrukturprojekten zu Sonderwirtschaftszonen übergeht und Industrie, Landwirtschaft, Bergbau und Informationstechnologie entwickelt – nicht nur Hardware, sondern auch wirtschaftliche Tiefe. Zum Beispiel, wie Gwadar und Hainan miteinander verknüpft werden können und wie die Sicherheitsgarantien des China-Pakistan Economic Corridor gewährleistet werden können. Die übergeordnete strategische Ausrichtung Pakistans scheint darauf abzuzielen, seine Rolle als See- und Landknotenpunkt weiter auszubauen, das heißt, die wirtschaftliche Zukunft enger mit Chinas Belt and Road zu verbinden. Ob das gelingt, müssen wir jedoch abwarten und sehen.
阿拾
31. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, wo sind die Kredite unseres Landes eigentlich hingegangen? Diesmal haben die USA es wohl herausgefunden. Am College of William & Mary gibt es ein Projekt namens AidData, das speziell internationale Entwicklungshilfe verfolgt. Es hat einen Bericht mit sehr detaillierten Daten veröffentlicht und dabei die über zwei Billionen US-Dollar an Krediten, die China in den letzten gut zwanzig Jahren vergeben hat, bis ins letzte Detail durchleuchtet. Und siehe da: Die peinliche Erkenntnis ist, dass ausgerechnet die USA selbst die größten Empfänger offizieller chinesischer Kredite sind. Ironisch, wirklich. Die USA werfen uns ständig vor, eine „Schuldenfallen“-Diplomatie zu betreiben und gezielt an Länder zu verleihen, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass sie nicht zurückzahlen können, um nach ihrem Zahlungsausfall dann ganz legal Minen und Häfen übernehmen zu können. Mit dieser Erzählung haben sie tatsächlich viele Länder eingeschüchtert. Und was passiert? Ausgerechnet die USA, die alle anderen ständig vor genau dieser Falle warnen, springen selbst mit Anlauf hinein. Laut dem Bericht hat China seit dem Jahr 2000 Kredite in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar an die USA vergeben – mehr als an jedes andere Land, und über die Hälfte davon erst nach 2018, also zu einem Zeitpunkt, als die USA China bereits als strategischen Rivalen betrachteten. Mit den Worten von Parks von AidData: eine ungeheure Ironie. Mit diesem Geld bauen die USA Infrastruktur, zum Beispiel die Hochspannungsleitung von Kanada nach New York, das Super-Rechenzentrum in Virginia und mehrere Terminals am Kennedy International Airport. Und auch die heimischen Vorzeigeunternehmen – Amazon, Halliburton, Tesla, Boeing, Qualcomm, Disney – sind bei ihrem Tagesgeschäft auf chinesische Kreditlinien angewiesen. Warum ist das so? Erstens hat sich die Richtung der chinesischen Auslandskredite geändert: weg von Großinfrastruktur, hin zu sicheren Häfen. Vor 20 Jahren flossen 88 Prozent der Auslandskredite in Länder mit niedrigem Einkommen. Doch 2023 kam es zu einem grundlegenden Wandel: Die Anteile der Kredite an Länder mit niedrigem und mit hohem Einkommen kehrten sich um und bildeten ein neues 80-zu-20-Verhältnis. Der Grund ist einfach: Nach den Zinserhöhungen der Fed sehen die Bilanzen der Dritte-Welt-Länder zunehmend schlechter aus, das Kreditrisiko ist zu hoch. Chinesisches Kapital ist pragmatisch und lenkt sein Geld deshalb in entwickelte Märkte mit besserer Bonität und stabileren Cashflows. Das Ergebnis: Während der Capitol Hill in Washington eifrig mit Decoupling und De-Risking beschäftigt ist, saugen die Handelssäle in New York und die Öl- und Gasfelder in Texas gierig Liquidität aus China auf. Den USA fehlt Geld für Infrastruktur, den Tech-Unternehmen fehlt Geld – und wir haben zufällig etwas Geld übrig und geben es bereitwillig. Das ist keine Verschwörungstheorie darüber, wer wen kontrollieren will, sondern einfach die ehrlichste Gewinnorientierung des Kapitals. Und dieses Kapital ist bei der Gewinnsuche ziemlich clever. Die Prüfungen in Europa und den USA sind zwar strenger geworden, aber auch die chinesische Finanzwelt hat sich weiterentwickelt. Der Bericht stellt fest: Chinesisches Kapital überweist heute nicht mehr so auffällig direkt wie früher, sondern hat gelernt, den Tarnmantel anzulegen – etwa über Offshore-Zentren wie die Kaimaninseln oder die Britischen Jungferninseln, durch die Gründung von Zweckgesellschaften (SPVs) oder als Limited Partner versteckt in westlichen Banken wie HSBC oder der Deutschen Bank. Man glaubt, die Investition in den eigenen Halbleitersektor stamme von einem Londoner Fonds, doch wenn man mehrere Beteiligungsebenen durchdringt, stellt man fest: Die Quelle des Geldes ist chinesisches Staatskapital. Das zeigt: China ist längst nicht mehr das neue Geld von damals, das nur großspurig einkaufte. Heute ist es altes Geld, das die Offshore-Finanzstrukturen perfekt beherrscht – ein Zeichen dafür, dass das chinesische Kapital die plumpe, grobschlächtige Phase hinter sich gelassen hat und nun feiner, verdeckter und regelkundiger agiert. Der Bericht warnt natürlich auch vor den Folgen für die internationale Finanzordnung und stellt fest: China kauft nicht Vermögenswerte, sondern baut ein System. Der Umfang der Kredite liegt um ein Vielfaches höher als früher geschätzt. Früher gab es, wenn der ganzen Welt das Geld ausging, nur den IWF als einzige Bank, die helfen konnte – zum Preis der Aufgabe wirtschaftlicher Souveränität. Dass China es jetzt anders macht, ist interessant: Wenn ein Land in eine Liquiditätskrise gerät, stellt China über Währungsswaps Notfinanzierung bereit und hilft, alte Schulden durch neue zu refinanzieren. Das ist nicht mehr nur simples Geldverleihen, sondern China handelt als weltgrößter offizieller Gläubiger, um die Stabilität des Systems zu wahren und zu verhindern, dass diese Länder wegen des Bankrotts auf die andere Seite kippen. Im Wettbewerb zwischen Staaten zählen Effizienz und Stärke. Der Westen ist interessant: Um uns entgegenzutreten, beginnt er, China nachzuahmen. Früher gab es bei der OECD eine Gentleman's Agreement, dass Regierungen nicht direkt ins Geschäft einsteigen dürfen. Doch um mit China um Einfluss zu ringen, greifen sie nun ebenfalls zu staatlichen Finanzmitteln, um Minen zu kaufen, Subventionen zu zahlen und Werften zu übernehmen. Wenn der Gegner seine bisherige Haltung aufgibt und beginnt, in unseren Rhythmus einzusteigen, dann ist dieses Spiel in eine neue Phase getreten.
阿拾
31. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, der ehemalige griechische Finanzminister Varoufakis hatte kürzlich ein Gespräch, in dem es um die große Frage ging: „Wer bekämpft den Feudalismus?“ Gleich zu Beginn erwähnte er eine ziemlich ernüchternde Kleinigkeit: Die Technologie von Twitter ist eigentlich völlig unwichtig. Wirklich. Es gibt drei oder vier Alternativen zu Twitter – Bluesky, Mastodon und so weiter –, die technisch besser, interessanter und benutzerfreundlicher sind, aber sie haben keine Chance. Warum? Weil Twitter einen Pioniervorteil hat. Dann erzählte er von seiner „persönlichen Tragödie“: Ich mag Twitter nicht, weil ich Musk nicht mag; aber ich habe 1,2 Millionen Follower auf Twitter. Ich bin zu Bluesky gegangen und habe nur 600.000 bekommen. Und als ich ging, konnte ich meine Follower nicht mitnehmen und ihnen sagen: „Hey, lasst uns zu Bluesky wechseln“ – so etwas passiert nicht. Nicht nur Twitter, auch Amazon ist schwer zu ersetzen, weil Amazon eine riesige Zahl von Verkäufern hat: Wenn du irgendetwas kaufen willst, gibt es das dort. Selbst wenn du und ich eine bessere Plattform bauen könnten, eine bessere Art der Informationsorganisation, wie auch immer man sie nennt – solange sie Hunderte Millionen Nutzer hat, ist Erfolg leicht; aber wir haben keine Hunderte Millionen Nutzer, also wird sie sterben – selbst wenn deine Ingenieure besser sind als die von Amazon. Also bleiben diese technofeudalen Giganten, diese Cloud-Lords, einfach ganz selbstverständlich da, und ob du die Plattform wechselst oder nicht, ist ihnen egal. In seinem Buch erwähnt er eine Frage, die sein Vater ihm 1993 stellte: Werden Computer und Internet das Kapitalismus unersetzlich machen oder seine Widersprüche offenlegen? Seine Antwort war klar: Natürlich kann er ersetzt werden, nichts ist unersetzlich. Und wie sind die Schritte? Das Schöne an diesem technofeudalen System ist, dass es Technologie ist, von Menschen gemacht – wir können es ändern, wir können es beiseitelegen, wir können Neues schaffen. Wir müssen an die menschliche Fähigkeit und unsere eigene Vorstellungskraft glauben, um alles zu ersetzen, was wir bereits geschaffen haben. Die schlimmste Vorstellung ist, den Kapitalismus als natürliches System zu betrachten. Er ist kein natürliches System, er ist ein verrücktes System. Der Technofeudalismus ist ebenfalls kein natürliches System, er ist tatsächlich ein sehr dummes System – mit sehr kluger Technologie sehr dumme Dinge zu tun. Also können wir es besser machen. Um fair zu sein: Auch der Feudalismus war ein dummes System, aber er existierte sehr lange. Wenn wir uns im Jahr 1810 befänden und in Paris, London oder Peking darüber diskutierten, würde ich sagen: Kommt, kopiert einfach den Feudalismus. Wenn du dich umdrehst und mich fragst, würde ich hinzufügen: Moment mal, in der Geschichte gab es nie ein Land ohne Feudalsystem – aber das bedeutet nicht, dass andere Möglichkeiten nicht existieren. Also müssen wir unser Vertrauen bewahren. Schauen wir uns die klassischen Werke an, die den Feudalismus verteidigen: Macht, Kapital, Technologie sind immer da. Was bleibt uns also, um dieses System zu ersetzen und das Richtige zu schaffen? Denn das richtige System hat es noch nie gegeben. Die Frage wird also: Wie kommen wir von der dunklen Seite der Technologie zu einer Gesellschaft, in der Technologie dem Guten dient? Seine Antwort lautet: Technokommunismus. Wie fängt man an? Zuerst muss man theoretisch, philosophisch und durch Forschung arbeiten. Dann etwas besonders Wichtiges: Die Menschen wissen lassen, dass der Status quo nicht unvermeidlich ist. Den Menschen klarzumachen, dass „die Dinge auch anders sein können“, ist nicht einfach, aber wichtig. Sein vorheriges Buch „Another Now“ tut genau das: Es entwirft für die heutige Welt und ein wertvolles menschliches Leben mit der Technologie, die wir bereits haben, eine andere, internationalistische Welt. Er will nicht, dass alle tun, was in seinem Buch steht, sondern sagt, dass wir auf beiden Ebenen – der Vorstellungskraft und der realen Möglichkeit – tatsächlich etwas tun müssen. Die zweite Ebene ist: Morgen, in sechs Monaten, in zwölf Monaten müssen diese Veränderungen zu den Handlungen werden, von denen wir gesagt haben, dass wir sie tun werden. Beide Ebenen müssen angegangen werden. Aber zuerst die erste Frage. Denn wenn man mit Menschen spricht, muss man ihre eigenen kulturellen Erinnerungen und kulturellen Symbole verwenden. Sein Beispiel ist besonders treffend: Wenn man auf einen Amerikaner trifft und ihn fragt: „Kennst du Star Trek?“, sagt der andere: „Natürlich, ich bin ein eingefleischter Trekkie.“ Dann sagt er: Freund, das ist Kommunismus. Dort gibt es kein Privateigentum, keine Ausbeutung, keine Löhne und keinen Profit; es gibt Kapital, und zwar viel Kapital; an der Wand ist ein Loch, du bestellst einen Kaffee, und der Kaffee kommt; niemand zahlt, weil die Maschinen alles für dich produzieren – das ist künstliche Produktion, alles ist Gemeineigentum, gemeinsames Eigentum. So können die Menschen über Philosophie diskutieren und in andere Galaxien reisen, um andere Spezies zu treffen. Das ist Kommunismus, und er ist amerikanisch. Jede Kultur hat ähnliche Traditionen. Zum Beispiel beim Neujahrsfest: Deine Mutter, deine Tante und dein Vater kochen zusammen, alle sitzen beim Essen, und am Ende bist du dran, den Tisch abzuräumen. Wenn du zu deiner Mutter sagst: „Ich zahle dir zehntausend Yuan, ich räume nicht ab, du machst es“ – in der Familie gibt es keinen Markt. Also, egal mit welcher Kultur man spricht, der Kommunismus ist ihr Ideal, die Menschen verstehen das eigentlich. Der Schlüssel liegt nur darin, es ihnen auf eine Weise zu erzählen, die bei ihnen Anklang findet.
阿拾
31. Okt. 2026
Liebe Leute, jemand hat eine ziemlich grundlegende Frage gestellt: Was genau ist eigentlich "Spatial Computing"? Die Definition von Irena Cronin vom Answer Lab klingt etwas unerwartet – sie sagt, Spatial Computing sei Computing, das es Menschen, Menschen untereinander und Robotern ermöglicht, über 3D-Umgebungen zu interagieren. Nach dieser Definition zählen auch autonome Fahrzeuge und Roboter zum Spatial Computing. Es braucht zwei Dinge als Grundlage: erstens KI, damit Maschinen 3D-Umgebungen verstehen können; zweitens Sensortechnik, die bestimmte Objekte in der Umgebung erkennen und lokalisieren kann. Deshalb ist die "Sprache" von Spatial-Computing-Geräten und VR-Geräten tatsächlich unterschiedlich. VR und AR nutzen natürlich ebenfalls Computing, aber sie bewegen sich nicht wirklich durch 3D-Umgebungen hindurch wie autonome Fahrzeuge und Roboter. Was die Erfahrung angeht, denken die meisten zuerst an Musik, Filme und Spiele in VR – das ist tatsächlich ein großer Bereich. Doch wenn man die Branchen betrachtet, die wirklich beeinflusst werden, wird die Liste lang: Robotik und autonomes Fahren, Gesundheitswesen, AR, Einzelhandel, Unternehmensdienstleistungen, Gaming und Unterhaltung – die letzten Kategorien ähneln allerdings schon kaum noch "Spielen". Ein Beispiel: J.P. Morgan setzt diese Technologie bereits ein. Das Unternehmen möchte Maschinen dazu bringen, das Verhalten von Kunden zu verstehen und zu lernen, um den Kunden dann wiederum beizubringen, wie sie investieren sollten. Wie? Man gibt dem Kunden eine VR-Erfahrung, in der er selbst durchmacht, was er tun soll – der Effekt ist, als stünde ein professioneller Finanzlehrer an seiner Seite. Und dann die Bildung. Die gesamte Bildungsbranche wird durch AR, VR und Roboter im Innenraum verändert. Man kann "in" den Unterricht hineingehen und dreidimensionale 3D-Modelle sehen – Dinge wie Biologie und Chemie, die man verstehen muss, konnte man früher nur erahnen; heute muss man ihre dreidimensionale Form sehen, um wirklich zu verstehen.
阿拾
30. Okt. 2026
Liebe Leute, in Berlin gab es wieder einen Brandanschlag. Am 3. Januar wurde eine Hochspannungsleitung neben einem Kraftwerk niedergebrannt, wodurch 50.000 Haushalte und 2.200 Geschäfte oder Unternehmen von der Stromversorgung abgeschnitten wurden. Später wurde zwar teilweise wieder Strom geliefert, aber 35.000 Haushalte mussten bis zum 8. Januar warten, also fast eine Woche ohne Strom. Ein Stromausfall in Haushalten bedeutet nicht nur dunkle Lichter, sondern beeinträchtigt auch Duschen, Kochen, Internet und Telefonieren. Am schlimmsten ist, dass keine Heizung möglich ist, weil das Fernwärmesystem in diesem Gebiet von elektrischen Pumpen angetrieben wird. Ich habe nachgesehen: In den letzten Tagen lag die Höchsttemperatur in Berlin bei etwa null Grad, und es schneite weiter. Die Berliner Stadtregierung rief noch am selben Tag den Katastrophenzustand aus, setzte die Bundeswehr zur Katastrophenhilfe ein, verteilte Hilfsgüter, richtete Wärmestuben ein und nutzte Militärgeneratoren, um kritische Einrichtungen wie Altenheime und Krankenhäuser zu versorgen. Wie kam es zu dem Feuer? Jemand bekannte sich: Wir waren es. Die Gruppe heißt Vulkan Gruppe und veröffentlichte einen langen offenen Brief mit dem Titel „Den herrschenden Klassen die Versorgung abschneiden“. Darin heißt es, der Brandanschlag sei eine Selbstverteidigungsaktion, eine gemeinnützige Aktion und ein Akt internationaler Solidarität. Sie lehnen fossile Brennstoffe, Technologiekonzerne, den Energiebedarf der KI und den imperialistischen Lebensstil ab. Besonders betont wird, das aktuelle Wirtschaftssystem werde von fossilen Brennstoffen angetrieben und habe eine unendliche Gier nach Energie, insbesondere der Strombedarf der KI wachse exponentiell, daher müsse diese Gier an der Wurzel zerstört und das Recht auf unseren Wohlstand von Technologiekonzernen zurückgewonnen werden – alles typische linke Rhetorik. Sie behaupten, es sei nicht ihre Absicht gewesen, die Grundversorgung der Bevölkerung zu beeinträchtigen, sondern sie hätten auf die Reichen gezielt: Das Gebiet Lichtfeld West sei Berlins klassisches Altgeld-Villenviertel, seit dem 19. Jahrhundert Wohnsitz des preußischen Militäradels, heute wohnten dort viele deutsche Diplomateneliten; sollten auch weniger wohlhabende Anwohner betroffen sein, täte es ihnen leid. Die Polizei stuft die Gruppe als linksextrem, anarchistisch und antifaschistisch ein. Da sie jedoch hochgradig anonym agiert und über ausgefeilte Gegenverfolgungsmethoden verfügt, ist nur bekannt, dass sie in Berlin und Brandenburg aktiv ist; ihre Struktur konnte bislang nicht geklärt werden. Die Vulkan Gruppe ist seit 2011 aktiv: Zunächst sabotierte sie Bahnanlagen und unterbrach den Zugverkehr; 2018 zerstörte sie Stromleitungen in einem anderen wohlhabenden Viertel, wodurch 6.500 Haushalte und 400 Unternehmen ohne Strom waren; 2020 begann sie mit Brandanschlägen, um sich gegen digitale Disziplinierung und Massenüberwachung zu wenden, und brannte einen Kabelsschacht einer IT-Forschungseinrichtung nieder; 2024 legte sie Feuer an Hochspannungsleitungen der Tesla-Gigafactory in Brandenburg, um nach eigenen Angaben die extrem ausbeuterische Fabrik vollständig zu zerstören, was zur Evakuierung aller Mitarbeiter und zu einer einwöchigen Betriebsunterbrechung führte. Elon Musk war wütend und nannte die Vulkan Gruppe die dümmsten Öko-Terroristen der Erde. Tatsächlich gibt es diesen Öko-Terrorismus im Westen schon seit Jahrzehnten. Früher gab es in den USA einen Mathematiker, der Bomben an Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik schickte, die moderne Technologie und die Industriegesellschaft vorantrieben; mehrere Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Er veröffentlichte einen langen offenen Brief mit dem Titel „Die Industriegesellschaft und ihre Zukunft“, der bis heute großen Einfluss hat und viele Bewunderer findet, darunter Luigi Mangione, der den Chef von UnitedHealthcare erstach, Elon Musk und viele in der MAGA-Bewegung. Im Kern geht es darum, den Zusammenbruch des bestehenden Systems zu beschleunigen. Die Vulkan Gruppe ist genauso: Sie möchte am liebsten das Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten und Deutschland noch schneller vorantreiben, in der Annahme, dass dies „erst zerstören, dann aufbauen“ bedeute. Die Lage in Deutschland ist derzeit etwas peinlich: Zerstört ist zerstört, aber der Aufbau ist noch nicht vollständig gelungen. Europas traditionelle fossile Brennstoffe nehmen stetig ab; die CO2-Emissionen zur Stromerzeugung sind im Vergleich zu vor 20 Jahren um die Hälfte gesunken. Deutschland als Vorreiter der EU-Energiewende hatte letztes Jahr einen Anteil erneuerbarer Energien von fast 60 %, macht also wirklich große Schritte. Und anders als diejenigen, die erst schießen und dann die Zielscheibe malen, ist es überhaupt nicht trickreich: Um bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen, rechnet es starr rückwärts – 2030 müssen 80 % des Stroms grün sein, 2035 100 % grün, Kohle muss bis 2038 vollständig verschwinden, fünf Jahre später auch Gas, denn die Betriebsgenehmigungen für LNG-Terminals laufen bis zum 31. Dezember 2043, danach bleiben zwei Jahre Puffer. So läuft die Transformation, mit einer Deadlinie nach der anderen, aber die Transformation selbst verläuft nicht reibungslos – das große Deutschland hat eben seine eigenen Gegebenheiten. Bei den erneuerbaren Energien hat es den meisten Windstrom, konzentriert in der Nordsee-Region um Dänemark, aber die großen Industrieverbraucher liegen im Süden in Bayern. Also muss Strom von Nord nach Süd transportiert werden, was ein großes Problem darstellt. Anwohner entlang der Hochspannungsleitungen wehren sich, es gibt endlose Gerichtsverfahren, die Leitungen können einfach nicht gebaut werden. Also heißt es im Norden: Stoppt die Erzeugung, und im Süden zu den Kohlekraftwerken: Haltet noch durch. Diese Regelungen verursachen letztlich Kosten. Und Deutschland ist nicht für gutes Wetter bekannt – was tun an windstillen, trüben Tagen? Speichertechnologien hinken dem Bedarf hinterher und können das riesige Industriesystem nicht stützen. Andere Quellen? Kernkraft ist weg, Gas befindet sich im Übergang zu Wasserstoff, aber bis zur Kommerzialisierung ist es noch weit; importierter Strom – Wasserkraft aus Nordeuropa, Kernkraft aus Frankreich – kann gekauft werden, aber das ist ein Flickwerk, denn auch die anderen brauchen ihren Strom. Deutschlands Idee ist gut: Es zielt auf eine grüne Zukunft. Wenn eine CO2-Steuer unvermeidlich ist, dann transformiere ich mich eben früher und habe einen Vorsprung. Nur war der Schritt etwas zu groß, es hat sich selbst wehgetan und ist zu einem Hochpreisland für Strom geworden: Vor der Transformation kostete die Kilowattstunde knapp 20 Cent, jetzt fast 40 Cent, während der Energiekrise 2023 zeitweise fast 50 Cent. Hohe Strompreise vertreiben die Industrie, besonders energieintensive Branchen, nicht nur traditionelle Schwerindustrie, sondern auch Hightech: KI-Rechenzentren wandern nach Nordeuropa ab, Halbleiter werden nur durch staatliche Subventionen gehalten, Biopharma behält nur Forschung und Entwicklung, Basismedikamente wandern ab. Fehlende Kostenattraktivität führt natürlich zur Deindustrialisierung und schädigt Deutschlands Kernkompetenz. Als ich diese Nachricht sah, dachte ich: Wenn diese linken Kids – wahrscheinlich waren es Kids – nach China kämen und die grüne Transformation Chinas sähen, ohne radikale Kehrtwende, sondern erst aufbauen, dann zerstören, Kohle als Rückhalt, Grün als Vorhut – ideologisch würden sie das wohl noch weniger akzeptieren. Aber könnte es sein, dass gerade wegen der radikalen Transformation in Deutschland die Regierung sich noch mehr um Unternehmen kümmern muss, es dieses Jahr noch Strompreissubventionen gibt, die Kosten also höher werden und stärker auf die Bürger abgewälzt werden, was zu höheren Stromrechnungen und sogenannten Energiearmuts-Haushalten führt: 6,3 % der Menschen trauen sich nicht, die Heizung voll aufzudrehen, kein heißes Bad zu nehmen, den Ofen zum Braten nicht anzuschalten, sondern essen trockenes Brot und sparen, wo sie können. Das senkt den Lebensstandard insgesamt und vergrößert die Kluft zwischen Arm und Reich – genau das, was Linke am meisten ablehnen. Aber raten Sie mal: Auch Rechte lehnen es ab, direkt die grüne Transformation selbst, z. B. die AfD, deren Kernforderung es ist, dieses teure grüne Experiment zu stoppen, Wind- und Solaranlagen als Müll abzubauen und die Kernkraft wieder anzuschalten – sehr energisch. Ob grüner Strom oder Kernkraft – mit chinesischem Denken ist es schwer zu verstehen: Warum nicht einfach alles? Heute habe ich gerade einen Bericht über die Sicherheit des staatlichen Stromnetzes gelesen, mit einem Kapitel darüber, wie man mit extremen Situationen inklusive Unwettern umgeht. Das muss ich noch verdauen und dann berichte ich euch. Tschüss.
阿拾
30. Okt. 2026
Die Biopharmazie ist ein wichtiges Schlachtfeld im Kampf der USA gegen uns, und die USA versuchen verzweifelt, ihre technologische Vorherrschaft zu behalten. Ende letzten Jahres wurde der „Biosecure Act“ eingeführt, der US-Unternehmen die Zusammenarbeit mit sogenannten „Unternehmen von Interesse“ verbietet. Aber nach langem Hin und Her wurde schließlich nicht namentlich genannt, wer genau isoliert werden soll, weil die US-Biopharmazie von China abhängt: Bei einer echten Entkopplung hätten amerikanische Krebspatienten keine Überlebenschance, was eine enorme Katastrophe für die öffentliche Gesundheit verursachen würde. Die USA haben bereits erkannt, dass ihre Abhängigkeit von chinesischen Pharmaunternehmen die „Straße von Hormus“ der Pharmaindustrie darstellt. Ich habe einen Artikel im „China Talk“ mit dem Titel „Das WuXi-Imperium“ gelesen, der am Beispiel der WuXi-Gruppe erklärt, warum die USA nicht einfach die Taktik, mit der sie Huawei bekämpfen, auf chinesische Pharmaunternehmen übertragen können. Tatsächlich war WuXi AppTec als „Elefant im Raum“ bei der Ausarbeitung des „Biosecure Act“ eindeutig ins Visier genommen worden. Das ist ziemlich merkwürdig: Die WuXi-Gruppe betreibt Auftragsforschung und -entwicklung, WuXi AppTec und WuXi Biologics sind die Nummer drei und fünf auf diesem Markt, und die anderen von eins bis zehn stammen alle aus westlichen Ländern. Die USA haben doch so viele Alternativen – warum haben sie solche Angst vor der WuXi-Gruppe? Weil sie in alle Aspekte der Biowertschöpfungskette eingebettet ist und ihre Geschäfte ein Viertel der gesamten Arzneimittelforschung in den USA abdecken. Wenn man ihre Zusammenarbeit mit US-Pharmaunternehmen einfach abschneidet, schnürt man seinen eigenen Leuten die Luft ab. Der Artikel argumentiert, dass es für die USA schwierig ist, eine siegreiche Strategie zu finden, und die Schwierigkeit liegt darin, dass Unternehmen wie die WuXi-Gruppe auf ihrer Gesamtstärke beruhen und nicht auf einem Monopol in irgendeinem Glied der Lieferkette. Wenn der sogenannte „Engpass“ gar nicht existiert, können die USA kein „TSMC der Pharmaindustrie“ in die Hand bekommen, und die Unterdrückung chinesischer Pharmaunternehmen ist nicht machbar. Noch beunruhigender ist, dass Chinas Investitionen in die pharmazeutische Forschung und Entwicklung weit unter denen von Europa und den USA liegen. Dieser Vorteil wurde nicht durch Geld erkauft, daher würden Beschränkungen der Finanzierung chinesischer Unternehmen ihren Vorteil nicht zerstören. Daraus zieht der Artikel die Schlussfolgerung: Da die USA China nicht aufhalten und nicht die gesamte Lieferkette dominieren können, sollte sich ihre Überlegung dahingehend ändern, welche Bereiche sie China überlassen können, ohne dass die USA daran sterben würden, diese Fähigkeiten zu verlieren. Wie kommt der Artikel nun vom Beispiel WuXi AppTec zu diesen Schlussfolgerungen? Zunächst muss man auf den historischen Hintergrund des Aufstiegs von WuXi AppTec zurückgehen. Um das Jahr 2000 explodierten die Kosten westlicher Pharmaunternehmen für die Entwicklung neuer Medikamente, sie mussten Forschung und Entwicklung auslagern; China hatte gerade zahlreiche Chemie- und Ingenieurtalente, die diese Arbeit übernehmen konnten, und Chinas WTO-Beitritt verbesserte den Schutz geistigen Eigentums erheblich. Günstige Umstände, günstiger Standort und menschliche Ressourcen brachten WuXi AppTec hervor: Von Anfang an verfolgte es internationale Standards, bediente westliche Kunden und orientierte sich am globalen Markt. Über all die Jahre hat es den richtigen Zeitpunkt für seine Expansion getroffen und vom Rückenwind der Reform des heimischen Arzneimittelzulassungs- und -prüfsystems profitiert; die Förderung innovativer Medikamente und Forschung half ihm, sich im Markt zu etablieren. Die massive Auslagerung von Forschung und Entwicklung führte dann zu einer tiefen Verflechtung der biopharmazeutischen Systeme Chinas und der USA, die schwer zu durchtrennen ist. Bis heute stammen erstaunliche zwei Drittel der Einnahmen von WuXi AppTec, das bereits im Fadenkreuz der US-Regierung steht, von amerikanischen Kunden. Dieses Kooperationsmodell ist sehr besonders. WuXi AppTec unterscheidet sich von westlichen Pharmaunternehmen: Es entwickelt nicht selbst direkt Medikamente, sondern bietet eine integrierte CRDMO-Plattform für Auftragsforschung, -entwicklung und -herstellung. Traditionell arbeitet ein Medikament in verschiedenen Phasen mit verschiedenen Auftragnehmern zusammen; WuXi AppTec erledigt den gesamten Prozess von der Molekülentdeckung bis zur kommerziellen Massenproduktion für Sie. Sie müssen nur eine Idee liefern, und WuXi übernimmt die Umsetzung – das entspricht der Bereitstellung einer kompletten Infrastruktur für die Arzneimittelentwicklung. Dieses Modell ist für westliche Pharmaunternehmen sehr attraktiv: langfristig stabil, kostengünstig, hocheffizient. In dieser Zusammenarbeit hat WuXi AppTec seinen Vorteil gefunden – kein geheimes Rezept, sondern die hochgradige Integration und Optimierung aller Technologien, Verfahren, Werkzeuge und Lösungen im gesamten Bereich der Arzneimittelforschung und -entwicklung, sodass man jederzeit darauf zugreifen und sie nutzen kann. Die Plattformressourcen und -technologien von WuXi AppTec besitzen die meisten biopharmazeutischen Unternehmen selbst überhaupt nicht. Nehmen wir die Großproduktion: In der Biopharmazie versteht man unter Großproduktion üblicherweise, Bioreaktoren zu vergrößern, ein Tank mit 20.000 Litern; WuXi AppTec macht das nicht, sondern verwendet viele kleine Einwegreaktoren in derselben Charge, sodass bei einem technischen Problem an einer Stelle keine gegenseitige Kontamination erfolgt. Diese Spitzentechnologie und die Produktionsanlagen sind tatsächlich teuer; so hat die Fabrik von WuXi Biologics in Singapur enorme Summen gekostet, aber die chinesische Industriepolitik begünstigt das Unternehmen und gleicht einen Teil des finanziellen Drucks aus. Noch wichtiger ist, dass China über eine extrem hohe Dichte an MINT-Talenten verfügt, wodurch die Kosten für Hochtechnologie-Teams nur die Hälfte oder sogar weniger als in westlichen Ländern betragen. Dadurch können größere Teams unterhalten, Projektzyklen verkürzt und technische Schwierigkeiten überwunden werden. Zudem lokalisiert sich die chinesische Lieferkette für Biologika schnell, die Beschaffung von Rohstoffen ist bequemer, die Lieferkette widerstandsfähiger, schneller und kostengünstiger. Ist Ihnen aufgefallen? Der Erfolg von WuXi AppTec beruht nicht auf irgendeinem geheimen technologischen Wissen, sondern auf seiner Struktur und Positionierung sowie auf dem hocheffizienten, kostengünstigen Industrieökosystem, das China über Jahrzehnte aufgebaut hat. Gerade weil Unternehmen wie WuXi AppTec so umfassend sind, können die USA Pharmaunternehmen nicht dazu zwingen, Forschung und Entwicklung in verbündete Länder auszulagern, um chinesische Unternehmen zu verdrängen: Mit Indien zusammenzuarbeiten – die Löhne sind niedrig, es gibt viele Talente, aber Indien konzentriert sich hauptsächlich auf kleine Moleküle und Generika, Biologika sind nicht so gut; mit Südkorea – Biologika sind stark, aber kleine Moleküle und chemische Dienstleistungen nicht so gut. Kurz gesagt, man findet niemanden, der WuXi AppTec vollständig ersetzen kann, und WuXi AppTec ist nur eines von vielen; China hat noch Asymchem, Porton und andere Pharma-Dienstleistungsunternehmen. Dieser Fall zeigt uns, dass Angriff und Verteidigung in der Industrie nicht unbedingt um technologische Engpässe kreisen müssen; einen einzelnen Punkt zu durchbrechen oder eine bestimmte Barriere zu verteidigen ist nicht unbedingt die einzige Taktik; manchmal ist eine umfassende und ausgewogene Geschäftsstruktur ein widerstandsfähigerer Vorteil. Einen Berg zu erschüttern ist leicht, eine Lieferkette zu erschüttern ist schwer.
阿拾
30. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, zunächst eine Angelegenheit aus dem Institut. Mein Kollege Liu Dian ist gerade aus Deutschland und Russland zurückgekommen. Diesmal war ich nicht dabei, er ist mit unserem Institutsleiter Zhang Weiwei gereist. Ich war diesen Monat zu beschäftigt; als Nächstes fahre ich nach Osteuropa, nach Rumänien und Serbien. Ich weiß nicht, ob ich ein Visum für Rumänien bekomme, deshalb habe ich ihn extra gefragt, wie seine Eindrücke von dieser zehntägigen Forschungsreise waren. Ihre Route war: die ersten Tage in Berlin, Deutschland, die letzten Tage in Sankt Petersburg, Russland. In Berlin haben sie an einem Seminar des Schiller-Instituts teilgenommen. Das Schiller-Institut veranstaltet jedes Jahr eine internationale Konferenz, bei der eigentlich die vielen alten Freunde der Gründerin des Instituts, Frau LaRouche, aus dem europäischen und amerikanischen linken Spektrum zusammenkommen, um miteinander zu reden. Man hatte das Gefühl, dass diese alten Genossen eine sehr, sehr tiefe Besorgnis über den Krieg haben: Zum Beispiel sei unsere heutige Zeit in vielerlei Hinsicht – Atmosphäre, grundlegende Bedingungen, internationale Lage, Wirtschaftszyklen – der Zeit vor 100 Jahren, insbesondere den 1920er und 1930er Jahren zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, sehr, sehr ähnlich. Sie sagten, die deutschen Militärausgaben expandierten derzeit schnell, was ihnen große Sorgen bereite, da sie alle schon älter seien und die gesamte lange Geschichte des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges im letzten Jahrhundert erlebt hätten. Deshalb machten sie sich große Sorgen über die aktuelle internationale Lage. Aber es gab auch etwas sehr Interessantes an diesem Treffen: Es waren nur wenige junge Leute anwesend. Sie haben jetzt das Gefühl, dass viele junge Deutsche völlig entpolitisiert sind und keine Wahrnehmung für einen solchen Wendepunkt der Zeit haben. Im Konferenzsaal spürte man die Besorgnis einiger linker Eliten Kontinentaleuropas über die Zukunft und eine vorausschauende Einschätzung einer neuen Krise des globalen Kapitalismus. Besonders bemerkenswert war, dass auch ein ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen, ein italienischer Soziologe, anwesend war. Er warnte auf dieser Konferenz sehr deutlich, dass wir möglicherweise bald eine neue, beispiellose und größte Finanzkrise erleben könnten. Die Auswirkungen dieser Finanzkrise auf die menschliche Gesellschaft und die Zukunft der Menschheit könnten die der Finanzkrise von 2008 bei Weitem übertreffen, sogar die der Großen Depression in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Dann sammelte er vor Ort noch Stimmen und sagte, er wolle dieses Jahr für das Amt des UN-Generalsekretärs kandidieren und hoffe, dass die Anwesenden für ihn stimmen würden. Erst voller Sorgen, dann Wahlkampf – das war sehr komisch, deshalb fand ich es sehr interessant. Nach der Ankunft in Sankt Petersburg gab es am ersten Tag nichts Besonderes. Am zweiten Tag am Vormittag haben wahrscheinlich alle die Nachrichten gesehen: Am Morgen der Eröffnung des Sankt Petersburg International Economic Forum schickte die Ukraine Drohnen, die eine Ölinfrastruktur in der Nähe des Hafens von Sankt Petersburg angriffen. Sie waren an diesem Tag eigentlich nicht weit davon entfernt und sahen aus der Ferne eine Flammenwand und schwarzen Rauch. Zuerst dachten sie, es sei ein Feuer, aber später erklärten Einheimische, es seien Drohnen gewesen. Und anders als die Nachrichtenwahrnehmung in China sind die Einheimischen daran gewöhnt; solche Drohnenangriffe, Internetausfälle und gelegentliche lokale Katastrophen haben im Grunde keinen großen Einfluss auf das normale Leben und den städtischen Verkehr. Am meisten fiel auf, dass das Internet ständig ausfiel. Liu Dian hat auf diesem Forum etwa viele Veranstaltungen besucht, drei davon haben den größten Eindruck hinterlassen. Eine davon, da er im Bereich künstliche Intelligenz forscht, war für ihn sehr interessant: die Lage der künstlichen Intelligenz in Russland. Die Chefs von Yandex und mehreren lokalen großen Modellfirmen traten auf. Yandex und einige andere sind tatsächlich russische Unternehmen, die man als russische staatliche Version von Baidu verstehen kann. Nach dem Konflikt haben viele westliche digitale Dienste den russischen Markt verlassen; sie nutzten diesmal Karten und Taxis über Yandex, und es gibt auch ein lokales Modell namens Alisa, das auf russischsprachigem Korpus basiert. Aber das Niveau der Reden und das Verständnis für künstliche Intelligenz wiesen deutliche Brüche auf: Einige Redner konnten offenbar nicht klar zwischen Intelligenz und Digitalisierung unterscheiden, was in China in der Branche ein Grundwissen ist. Natürlich gab es auch einige, die auf Spitzenniveau diskutierten, aber insgesamt fühlte es sich an wie vor sechs oder sieben Jahren, als man in China mit Freunden aus dem Internet- und KI-Bereich über KI sprach – es gibt also eine deutliche zeitliche Kluft von mehreren Jahren. Das war ein sehr klarer Eindruck. Der zweite Eindruck war: Russland legt jetzt großen Wert – genau gesagt nicht auf alles im Bereich KI, sondern auf den Aufbau von E-Commerce-bezogenen Internet-Szenarien. Besonders in einer Sitzung wurde erwähnt, dass sich der E-Commerce in Russland schnell entwickelt; die genannte Zahl war, dass ein Plattformumsatz 2 Milliarden US-Dollar überstieg. Chinesische Zuschauer mögen das als gewöhnlich empfinden – welche Plattform hat nicht einen Umsatz von ein bis zwei Billionen RMB, das sind umgerechnet Hunderte Milliarden US-Dollar. Aber der russische Markt befindet sich offensichtlich noch in einer Phase langsamer Entwicklung. Im Gespräch mit vielen Einheimischen hieß es, Russland lege großen Wert auf die Förderung der E-Commerce-Wirtschaft. Besonders in Sankt Petersburg verdienen Lieferfahrer mehr als Akademiker. Wenn man fleißig fährt, kann ein Lieferfahrer etwa 400.000 Rubel im Monat verdienen, umgerechnet etwa 40.000 RMB, was recht ordentlich ist; pro Lieferung verdient man wohl etwa 20 RMB, mal mehr, mal weniger. Obwohl sich dieser Markt noch entwickelt, gibt es vielleicht in einzelnen Berufen besondere Chancen, aber es ist auch anstrengend. Er dachte damals, ob der Markt schneller wachsen würde, wenn das chinesische Ökosystem für Lieferfahrer nach Russland käme? Natürlich forscht er nicht viel in diesem Bereich, es ist nur ein Denkanstoß. Unser Institut war hauptsächlich an einer Veranstaltung über Finanzen beteiligt, die er auch sehr interessant fand. In Russland hatte er diesmal kein Bargeld dabei und ging zu Bankfilialen – er besuchte sieben Filialen, aber weil er chinesischer Staatsbürger ist und keine entsprechenden Papiere hatte, war es schwierig, Finanzdienstleistungen zu erhalten. In Russland gibt es zwar viele Kartenzahlungen und digitale Zahlungen, aber aufgrund der Swift-Sanktionen können chinesische Bankkarten und Konten, wenn man kein lokales Bankkonto eröffnet, viele Dienste nicht nutzen. Ein unmittelbarer Eindruck war, dass die Finanzdienstleistungen in Russland noch verbesserungswürdig sind. Und viele Probleme, mit denen Russland jetzt konfrontiert ist, könnten in Zukunft auch viele andere Länder weltweit treffen, zum Beispiel Störungen der globalen Kapitalmärkte, Sanktionskriege zwischen großen Mächten aufgrund von Sanktionen wichtiger Länder und die daraus resultierenden Veränderungen der Lage, einschließlich komplexer institutioneller Reaktionen. Unser Institutsleiter Zhang Weiwei sprach auch über drei strukturelle Veränderungen im Finanzbereich. Die erste strukturelle Veränderung ist die im Energie-Finanz-Bereich: Der Anteil nicht in US-Dollar abgewickelter Energiegeschäfte im globalen Finanzsystem wächst schnell. Die zweite strukturelle Veränderung ist, dass Hongkong die Schweiz überholt hat und zum größten Zentrum für Vermögensverwaltung weltweit geworden ist. Das ist auch verständlich: Wenn es im Nahen Osten knallt, fließen viele alte und neue Gelder aus dem Nahen Osten, die früher vielleicht in der Schweiz oder in Singapur lagen – aber sowohl die Schweiz als auch Singapur sind letztlich nicht frei von US-Einflüssen; gerade weil China, die chinesische Regierung und die souveräne Unabhängigkeit Chinas dahinterstehen, strömen nach der Nahost-Krise große Geldmengen nach Hongkong. In den letzten Jahren ging der Trend eher dahin, Geld aus Hongkong abzuziehen; das abgezogene Geld fließt dieses Jahr wieder zurück, was sehr interessant ist. Die dritte Veränderung ist die Regulierung der Finanzmärkte. Besonders Russland beobachtet Chinas Finanzblockade-Verordnung und Anti-Sanktions-Blockade-Verordnung mit großer Aufmerksamkeit. Denn gewissermaßen fand im Finanzkrieg ein direkter Schlagabtausch statt: Nach der Blockade-Verordnung wirken die US-Finanzsanktionen gegen konkrete Unternehmen nur noch im US-Rechtssystem und in ausländischen Systemen; wir haben dagegen inländischen Finanzinstituten gegenüber klar Stellung bezogen – sie sollen ihre Dienstleistungen wie gewohnt erbringen, weil der Staat die rechtliche Wirkung der souveränen Blockade verliehen hat. Das ist für Russland von großer Bedeutung, und man sieht darin einen Durchbruch Chinas. Natürlich kann man darüber später bei Gelegenheit noch ausführlicher sprechen. Schließlich die Rede von Putin, die sie vor Ort gehört haben. Im Internet hat man wahrscheinlich verschiedene Informationen gesehen; am unterhaltsamsten war, dass Putin zu Beginn auf die sogenannten Friedensverhandlungen von Selenskyj einging. Er verwendete vor Ort einige sehr anschauliche Vergleiche – mit einem in China populären Ausdruck: Es war eine Art provokative Schein-Friedensverhandlung. Man sieht: Während Russland hier eine große Konferenz abhält, steigt dort eine ukrainische Drohne mit schwarzem Rauch auf – vor der Konferenz schwarzer Rauch, für Chinesen ein Zeichen des Unglücks, eine Art Nadelstich. Er stellte direkt fest, dass Selenskyj erstens keinerlei echte Verhandlungsbereitschaft zeige und zweitens nur leere Worte mache. Und tatsächlich gibt es aus objektiver Sicht derzeit in der Ukraine und Russland – global und in den beiden betroffenen Ländern – in letzter Zeit viele Anzeichen der Entspannung, aber die tatsächlichen Bedingungen für Friedensverhandlungen sind in vielen grundlegenden Voraussetzungen noch nicht erfüllt. Der zweite Eindruck war auch interessant: Wenn man eine Worthäufigkeitsanalyse machen würde – das Sankt Petersburg Economic Forum dreht sich vor allem um wirtschaftliche Entwicklung –, dann war das häufigste Wort in Putins gesamter Rede „Souveränität“ – die Souveränität und wirtschaftliche Sicherheit ganz Russlands. Besonders betonte er die technologische Souveränität: wie man die zuvor genannten Bereiche KI, E-Commerce, digitale Wirtschaft usw. in einem Rahmen vollständiger Souveränität aufbaut; und interessanterweise sprach er auch davon, wie Russland einen inneren Wirtschaftskreislauf beschleunigt aufbauen kann. Schließlich noch ein in den Nachrichten wenig berichtetes Detail: Dies war das erste Mal seit zehn Jahren, dass die USA eine hochrangige Delegation zum Sankt Petersburg Economic Forum entsandt haben. Während der gesamten Konferenz sprach Putin offensichtlich mit beißender Ironie und ging ständig auf die Lage in Russland, in der Ukraine und global ein. Am einprägsamsten war seine Antwort auf eine Journalistenfrage: Früher, als man von internationalen Regeln, WTO, Globalisierung und einer sogenannten regelbasierten internationalen Ordnung sprach, habe die Voraussetzung bestanden, dass die westlichen Industrieländer wirtschaftlich und marktlich dominierten. Aber wir sehen, dass der Anteil der sogenannten westlichen Industrieländer an der Weltwirtschaft schnell sinkt. Das führt dazu: Früher, als sie stark waren, sprachen sie von Regeln und Standards; jetzt, da sie schwächer werden und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachlässt, sprechen sie von Protektionismus, Sanktionen und Barrieren. Die souveränen Schutzmaßnahmen, die sie früher an Entwicklungsländern kritisiert hatten, übernehmen sie nun selbst Stück für Stück, und auch die USA beginnen jetzt, das gesamte industriepolitische System Chinas zu kopieren. In unserem Kreis, besonders unter uns KI-Leuten, ist derzeit am meisten im Gespräch, dass die USA diskutieren, sich an mehreren KI-Firmen staatlich zu beteiligen: Letztes Jahr gab es eine Beteiligung an Intel – ursprünglich hieß es, das Geld aus dem Chips and Science Act sei eine Subvention, dann hieß es, es sei keine Subvention, sondern staatliches Beteiligungskapital, und schwupps wurde es in US-Aktien umgewandelt. Jetzt wird diskutiert, dass die USA sich an KI-Unternehmen beteiligen wollen. Die Weltordnung verändert sich also – dreißig Jahre im Osten, dreißig Jahre im Westen, ein gewaltiger Rollentausch findet statt. Ich finde, das sind recht interessante Beobachtungen.
阿拾
30. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, heute möchte ich mit Ihnen über die chinesische Aluminiumindustrie sprechen. Unsere Aluminiumindustrie ist weltweit führend und macht 60 % der globalen Aluminiumproduktion aus – mehr als alles andere. Aber dieser Spitzenreiter ist nicht ohne Schwachstellen: Es gibt zwei Achillesfersen – die Angst vor dem CO2-Fußabdruck und die Abhängigkeit von Erzen. Jetzt befinden wir uns genau am qualitativen Wendepunkt der technologischen Revolution. Die Financial Times beschreibt diese Revolution als „grünen Langen Marsch“, aber sie erzählt nur einen Teil der Geschichte: Während die Industrie von Norden nach Süden wandert, wird unsere revolutionäre Basis im Norden nicht nur nicht aufgegeben, sondern gestärkt. Diese Geschichte ist zu groß, daher beginnen wir mit einer einfachen Darstellung der Aluminiumproduktion. Unsere Aluminiumindustrie besteht aus zwei Teilen: Erstens wird Bauxit durch das Bayer-Verfahren zu Aluminiumoxid raffiniert, zweitens wird Aluminiumoxid durch das Hall-Héroult-Verfahren zu metallischem Aluminium elektrolysiert. Obwohl wir nur über 2 % der weltweiten Bauxitreserven verfügen und das Erz von geringer Qualität ist, haben wir durch Importe aus Guinea und Australien die Kontrolle über die mittlere Stufe der Aluminiumoxidraffination und die nachgelagerte Elektrolyse zu Aluminium in der Hand und produzieren 60 % des weltweiten Aluminiumoxids und Elektrolysaluminiums. Das ist keine gewöhnliche Leistung. Die Aluminiumindustrie ist ein Sektor mit hohem Kohlenstoffausstoß, hoher Umweltbelastung und hohem Energieverbrauch. Unsere beiden großen Schwachpunkte sind Kohlekraft und Rotschlamm. Kohlekraft wird hauptsächlich in der Elektrolyse eingesetzt und verbraucht enorm viel Strom. Die 45 Millionen Tonnen Elektrolysaluminium verbrauchen jährlich über 60 Milliarden kWh Strom, was 6 % des nationalen Stromverbrauchs entspricht. Früher hing die Energieversorgung von Kohlekraft ab, sodass sich die Aluminiumindustrie naturally in der Nähe von Kohle und Bauxit konzentrierte und eine integrierte Kohle-Strom-Aluminium-Produktion aufbaute. Um 2010 herum machte der Aluminiumgürtel von Shandong, Henan, Shanxi, Innere Mongolei und Xinjiang über 70 % der nationalen Produktionskapazität aus. Aber Kohlekraft ist teuer, wasserintensiv und CO2-intensiv. In diesem Jahr ist der EU-CO2-Grenzausgleichsmechanismus offiziell in Kraft getreten, was die Kosten für Kohlekraft-Aluminium weiter erhöht. Daher ist die Umstellung auf grüne Energie und die Erreichung der CO2-Spitze 2030 sowie der Klimaneutralität 2060 äußerst dringend. Die Lösung liegt auf der Hand: Die Schmelzkapazitäten dorthin zu verlagern, wo saubere Energie reichlich vorhanden ist. 2017 begrenzte die Regierung die Elektrolysaluminiumproduktion auf 45,5 Millionen Tonnen. 2018 wurde festgelegt, dass in Regionen Nordchinas mit schwerer Luftverschmutzung keine neuen Schmelzkapazitäten gebaut werden dürfen – faktisch eine Ermutigung, die nordischen Schmelzkapazitäten nach Süden zu verlagern. Die Produktionsmenge ist konstant: Was im Süden aufgebaut wird, wird im Norden stillgelegt. So wurde Yunnan zum Kernziel, vor allem mit Wasserkraft, aber auch etwas Wind- und Solarenergie, um ein grünes Aluminiumtal zu schaffen. Der private Aluminiumriese Hongqiao Group beispielsweise verlegte seine Elektrolysekapazitäten von Shandong nach Yunnan und investierte 45,6 Milliarden Yuan in zwei Schmelzwerke. In diesem Jahr wurde das zweite fertiggestellt, sodass 60 % der Kapazität in Yunnan liegen und die Jahresproduktion 4 Millionen Tonnen erreicht – das entspricht der gesamten Kapazität Nordamerikas. Nach der Verlagerung können die CO2-Emissionen um zwei Drittel gesenkt werden, die strengen Umweltstandards werden erfüllt und die Exportwettbewerbsfähigkeit kohlenstoffarmer Produkte wird gestärkt. Doch da stellt sich die Frage: Wenn die gesamte Kapazität in den Süden geht, verödet dann nicht der Norden? Das kann nicht sein! Daher bleibt die mittlere Stufe der Aluminiumoxidproduktion im Norden, denn dieser Schritt benötigt Wärme, und die Kraft-Wärme-Kopplung ist im Norden kostengünstiger. Die industrielle Abwärme und der billige Dampf aus Kohle spielen eine Schlüsselrolle. Das führt zum Rotschlammproblem. Bauxit ist ein schwerer und schmutziger Rohstoff: Für eine Tonne Elektrolysaluminium werden zwei Tonnen Aluminiumoxid und etwa vier bis fünf Tonnen Bauxit benötigt. Der nach der Aluminiumoxidraffination zurückbleibende Schlamm bildet stark alkalisches Industrieabfallprodukt – Rotschlamm. Südliches Bauxit ist von höherer Qualität, das Rotschlammproblem ist dort weniger schwerwiegend; nordisches Bauxit enthält mehr Silizium, produziert mehr Rotschlamm und stellt eine ernste Umweltbelastung dar. Letztes Jahr gab es eine Nachricht, die viele nicht beachtet haben: Das französisch-schweizerische Joint Venture IB2 kooperierte in der Kohlebergbauregion Liulin in Shanxi mit dem lokalen Unternehmen Senze Energy für ein Projekt zur umfassenden Nutzung von Bauxitabfällen. Von der Grundsteinlegung bis zur Inbetriebnahme vergingen nur zehn Monate – was für eine Geschwindigkeit! In Europa und Amerika versuchte man ebenfalls, Anlagen zu bauen, aber nach sechs Jahren steckt man noch in der Forschungsphase. Shanxi braucht einen wirtschaftlichen Wandel, daher passte man sofort mit IB2 zusammen. Was ist das Besondere an IB2? Chinas siliziumreiches Bauxit eignet sich nicht für das traditionelle Bayer-Verfahren, da es übermäßig Reagenzien verbraucht und Aluminium verliert, wodurch große Mengen Rotschlamm entstehen. Daher wurde der nordische Diasporit nicht ausreichend genutzt. IB2 führt eine Vorbehandlung des Bauxits durch, indem es vorab Silizium entfernt. Dadurch können viele erschöpfte „Zombie-Minen“ wieder genutzt werden, was die Importabhängigkeit verringert. Auch bei der Rotschlammbehandlung gelang ein wichtiger Durchbruch: Durch die Vorentsilizierung kann die Rotschlammmenge um 60 % reduziert werden, und aus dem Rest lassen sich Gallium, Scandium, Vanadium und andere Metalle effizient extrahieren. Zudem wird die Erzstruktur für die nasse Verarbeitung verbessert, und es wurden bereits Seltene Erden aus dem Rotschlamm gewonnen. Der verbleibende feste Rückstand ist größtenteils neutral und kann als Baumaterial recycelt werden – keine Umweltbelastung mehr. Für Shanxi ist dies eine Brücke zur industriellen Aufwertung: von der reinen Kohleförderung und Aluminiumherstellung hin zur Sicherung oder sogar Erweiterung der mittleren Aluminiumoxidproduktion und zur zusätzlichen Gewinnung kritischer Metalle. Vor dem Hintergrund der Kohlekraft wird aus Abfallminen eine hochwertige Ressource. In Zukunft wird China eine Industriestruktur entwickeln, bei der „im Norden Aluminiumoxid raffiniert und im Süden Elektrolysaluminium geschmolzen wird“. Das ist eine deutlich optimistischere Lage als die, der sich die Rote Armee auf dem Langen Marsch gegenübersah.
阿拾
30. Okt. 2026
Leute, es ist jetzt vier Uhr nachmittags. Seid ihr immer noch am Arbeitsplatz und lasst euch treiben? Ich bin schon abgehauen. Vorhin war der Chef im Besprechungsraum und hat gesagt, wir wollen gemeinsam bei Douyin durchstarten und ein Image aufbauen. Er fragte mich: „Kleiner Yang, denk mal nach, was für ein Image willst du sein?“ Er sagte, die Firma wolle ein emotionales Image aufbauen. Ich sagte: „Ich nicht, ich baue lieber ein Eltern-Kind-Image auf, also wie man einen dummen Sohn erzieht.“ Der Chef sagte: „Okay, Eltern-Kind hat viel Potenzial.“ Ich sagte: „Chef, ich muss jetzt meinen kleinen Sohn von der Schule abholen, ich haue schon mal ab.“ Der Chef war sehr überrascht, und dann bin ich gerannt. Und dann, als wir über diesen Account sprachen, sagte er: „Du musst mehr die Trends auf Douyin anschauen.“ Ich sagte: „Klar, dann schaue ich mir zuerst an, was heute auf Douyin trending ist.“ Der heutige Douyin-Trend ist Elon Musk – er hat ja Twitter gekauft, oder? Also hat er ein Waschbecken in die Hand genommen und ist damit in die Lobby der Twitter-Zentrale gelaufen. Dann haben alle gefragt: Warum trägt Musk ein Waschbecken? Überleg mal, wie heißt ein Waschbecken? Es heißt Waschbecken, richtig? Nein, nein, er will nicht den Job wechseln, sondern das Waschbecken heißt auf Englisch „sink“. Und es gibt einen englischen Ausdruck: „let that sink in“. Was bedeutet das? Zum Beispiel, wenn du ein Becken voll Wasser laufen lässt, dann lässt du es langsam ablaufen, langsam versickern. Was ist das für eine Metapher? Das heißt, du sagst etwas sehr Schockierendes und lässt dann eine Person mit einem verdutzten Gesicht dort zurück, damit sie es langsam sacken lässt – also „let that sink in“. So wie ich gerade zum Chef gesagt habe: Ich muss die Kinder abholen, tschüss, und du – let that sink in. Ach, es regnet. Als ich vorhin ging, hat der Chef noch gefragt: „Schau mal, wie der Himmel aussieht, willst du nicht einen Regenschirm mitnehmen?“ Ich sagte: „Nein, nein, danke, tschüss.“ Und dann bin ich abgehauen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell regnet. Kann das etwa schön sein? Nein. Ach, wirklich unerwartet, überraschend – let that sink in.
阿拾
30. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, in den letzten zwei Tagen ist wieder ein Meme aufgetaucht. Was für ein Meme? Es ist das Bild von Lehrerin Weiwei, das besagt, dass Professor Zhang in der Sendung „Das ist China“ großspurig verkündet hat: Nach der Wiedervereinigung werde Taipeh in fünf bis zehn Jahren die zweite Reihe erreichen und in zwanzig Jahren Weltklasse sein. Für die Taiwaner ist das ein echter Minengürtel, und Liang Wenjies Reaktion war, als hätte man einen Nerv getroffen, der ihn zum Lachen bringt. Liang Wenjie sprach zwar nicht über Infrastruktur, aber er legte den Schwerpunkt auf Taiwans „BIP pro Kopf“. Schauen wir uns zunächst die Zusammensetzung des taiwanesischen BIP an. In Taiwans BIP macht der Konsum sechzig Prozent aus, Investitionen nur zwanzig Prozent, der Rest ist Export, und dieser Export wird größtenteils von TSMC, dem Herz der Halbleiterindustrie, getragen. TSMC trägt ein Viertel des BIP der Provinz bei. Ohne TSMC würde das BIP pro Kopf wahrscheinlich nicht einmal das Niveau der Erstklassstädte erreichen. Aber Liang Wenjie sprach nicht darüber, sondern über Taiwans „Lebensstil“ und „Preis-Leistungs-Verhältnis“. Mein letzter Besuch in Taiwan war 2013, als ich Professor Zhang begleitete und die National Taiwan University, die Academia Sinica, den Legislativ-Yuan, den Taipei 101 besuchte und mich hauptsächlich in den Kernbezirken Zhongzheng, Xinyi und Da'an aufhielt. Ich war auch in Songshan, Shilin, Nangang, Beitou und sogar in Taichung. Die Hardware-Infrastruktur Taiwans ist tatsächlich durchschnittlich, aber die Software-Dienstleistungen sind sehr gut. Die MRT, Nachtmärkte und Hochgeschwindigkeitszüge sind sehr praktisch, besonders der barrierefreie Verkehr, von dem wir wirklich lernen können. Taiwans Infrastruktur ist tatsächlich ein Produkt der Ära der Vier kleinen Tiger. Die sechs U-Bahn-Linien machen nur ein Sechstel der von Shanghai aus, die Bevölkerungsdichte ist jedoch geringer als in Shanghai, und die Pro-Kopf-Streckenlänge ist besser. Der jährliche Durchsatz des Hochgeschwindigkeitszugs beträgt ein Fünftel des Bahnhofs Shanghai Hongqiao, da es kein Frühlingsfest-Reiseverkehr gibt und keine überdimensionalen Wartehallen benötigt werden. Vom U-Bahn-Ausgang erreicht man den Hochgeschwindigkeitszug-Bahnsteig in fünf Minuten, die Verkehrseffizienz ist vergleichbar mit Städten der dritten Reihe, wie Nantong. Aber Liang Wenjie sprach nicht darüber. Liang Wenjie sprach über Taiwans BIP pro Kopf, das 38.000 US-Dollar beträgt, in Taipeh sogar fast 60.000, höher als in den Erstklassstädten des Festlands. Der Grund dahinter ist einfach: Taiwan ist ein kleiner Ort, aber die Bevölkerung beträgt über 23 Millionen, vergleichbar mit Shenzhen Nanshan, wo das Pro-Kopf-Einkommen über 70.000 beträgt. Aber TSMC trägt zu viel bei, ein Viertel des BIP der Provinz. Ohne TSMC würde das BIP pro Kopf in Taipeh wahrscheinlich nicht einmal das Niveau der Erstklassstädte erreichen. Die Lebensqualität in Taiwan ist tatsächlich hoch, gemessen an der Kaufkraftparität (PPP) liegt Taipeh unter den Top Ten der Welt. Das Gesundheitswesen ist billig, die Absicherung gut, es gibt viele Kliniken, die Gesundheitskosten sind niedrig, die Zahl der Arztbesuche pro Kopf ist hoch, all das sind Pluspunkte für die PPP. Aber die Infrastruktur? Die gleicht eher einer großen Kreisstadt. Zum Beispiel ist das Stromnetz veraltet, es kommt häufig zu Stromausfällen; Wasserleitungen lecken, Wasser wird verschwendet; die Mieten sind billig, aber die Immobilienpreise hoch, die Miete macht nur ein Fünftel des Einkommens aus. Billige Energie ist ein Wohlfahrtsfaktor für die Taiwaner. Die Regierung drückt die Energiepreise durch Politik, subventioniert Taipower und CPC mit Steuergeldern, um die Bevölkerung zufriedenzustellen. Aber die internationalen Energiepreise explodieren, Taipower erhöht die Preise grundsätzlich nicht, und die Regierung subventioniert weiter, auch wenn Verluste entstehen. Die Infrastruktur kann nicht einmal notdürftig instand gehalten werden. Das Stromnetz ist veraltet, Stromausfälle in Technologieparks verursachen große Verluste; Wasserleitungen lecken, Wasser wird stark verschwendet; die Mieten sind billig, aber für junge Menschen ist es schwer, Wohneigentum zu erwerben, und Vermögensaufbau ist noch schwieriger. Liang Wenjie hat recht, aber seine Widerlegung bezog sich nicht auf die Infrastruktur, sondern auf das BIP. Der Lebensstil in Taiwan, das persönliche kleine Glück, ist tatsächlich sehr komfortabel. Aber dahinter stehen strukturelle Widersprüche: die Sicherung der Lebensgrundlagen und die Sicherung der Wirtschaft. Ohne aktive Entwicklung ist die Perspektive pessimistisch. Taipeh kann in die strategische Planung einbezogen werden, in fünf oder zehn Jahren können Infrastruktur und Produktivität steigen. Das ist eine gute Sache, Taiwan kann ruhig selbstbewusster sein. Insgesamt hat Taiwan seine Vorteile, aber auch Herausforderungen. Die Infrastruktur ist rückständig, aber das BIP hoch. Wenn es in die strategische Planung einbezogen werden kann, ist die Zukunft Taipehs voller Hoffnung.
阿拾
30. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, sprechen wir zunächst über den aktuellen Stand der taiwanesischen Drohnenindustrie. Dabei muss zuerst die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Taiwan im Drohnenbereich erwähnt werden, die äußerst eng ist. Die Ukraine lehrt Taiwan von Grund auf, wie man chinesische zivile Drohnen umbaut, und vermittelt auch, wie man Drohnen auf dem Schlachtfeld einsetzt. Was gibt es da zu befürchten? Wir haben längst ein dreidimensionales Überwachungssystem aufgebaut. Ganz zu schweigen von Taiwan, selbst die USA dürften unsere Beschränkungen kaum umgehen können. Allerdings hat Taiwan in der Drohnenindustrie durchaus eigene kleine Pläne. Man sieht, dass zwischen Taiwan, Tschechien und Polen ein komplexer Drohnenhandel besteht. Im letzten Jahr verkaufte Taiwan über 70.000 Drohnen an Tschechien und über 30.000 an Polen, wobei die meisten Drohnen in die Ukraine gingen. Umgekehrt verkaufen US-Verteidigungsunternehmen kampferprobte Drohnen an Taiwan, die dann in Taiwan montiert und an die Ukraine weiterverkauft werden sollen. Die taiwanesischen Behörden sehen darin eine Chance und wollen mit Hilfe des Kriegsbedarfs der Ukraine und der Lieferkettenängste des Westens eine sogenannte „demokratische Waffenfabrik“ aufbauen. Taiwan hat über 250 Unternehmen organisiert und Kooperationsvereinbarungen mit europäischen und amerikanischen Firmen unterzeichnet, um im Drohnenbereich die Lokalisierung von Schlüsseltechnologien zu erreichen. Derzeit haben taiwanesische Unternehmen bereits Fabriken in Litauen und Polen errichtet, um den ukrainischen Kriegsschauplatz zu bedienen. Neben der Handelskooperation verfügt die Ukraine über umfangreiche Einsatzdaten von Drohnen, die zu strategischen Assets geworden sind. Die Ukraine teilt diese Daten nicht nur mit dem Silicon Valley, sondern stellt sie auch Taiwan zur Verfügung. Das She-Dao-Institut berät Taiwan und empfiehlt, das ukrainische Modell nachzuahmen, schnell zu innovieren und asymmetrische Kampfkräfte aufzubauen. Doch wir müssen die Realität klar erkennen. In Bezug auf die Drohnenstärke sind wir China absolut überlegen. Wir produzieren über 90 % der weltweiten Consumer-Drohnen und 70 % der kommerziellen Drohnen. Militärische Drohnen sind zwar teuer und zahlenmäßig gering, aber Modelle wie die Rainbow Wing Loong werden weder an Russland noch an die Ukraine verkauft. 2023 und 2024 haben wir Exportkontrollen für Drohnen eingeführt, aber die Ukraine ist der Ansicht, dass Russland durch Transithandel eine bevorzugte Behandlung erhält. Seit 2024 bemüht sich die Ukraine, die Abhängigkeit von chinesischen Komponenten zu verringern. Im März dieses Jahres berichteten US-Medien, dass die Ukraine bereits in der Lage sei, Drohnen ohne chinesische Komponenten herzustellen. Natürlich bedeutet das nicht, dass sie es tatsächlich tun. Chinesische Komponenten wie Motoren, Kohlefaserrahmen und Lithiumbatterien haben enorme Kostenvorteile. Die Ukraine betrachtet Drohnen als Verbrauchsmaterial und muss die Kosten berücksichtigen. Die ukrainische lokale Produktion von Vorprodukten für Komponenten ist nach wie vor von China abhängig, und Chinas Vorteil ist schwer zu erschüttern. Die USA erkennen die Risiken in der Lieferkette und verstärken ihre Bemühungen, die Drohnenproduktion zu nationalisieren. Silicon-Valley-Kapital, japanische Sensoren, taiwanesische Halbleiter, israelische Erfahrung in elektronischer Kriegsführung, ukrainische Schlachtfelddaten und polnische Logistik bilden die „Feihong“-Lieferkette. Obwohl Kernkomponenten wie Motoren, Batterien und Fasern derzeit noch nicht in Massenproduktion hergestellt werden können, könnte dieser Trend langfristig bestehen bleiben. Europäische Zulieferer produzieren Komponenten für die Ukraine, was nicht nur hilft, die militärische Produktionslinie sicher zu verlagern, sondern auch eine heimische Rüstungsindustrie-Kette aufbaut. Das bedeutet nicht, dass China verdrängt werden kann, sondern dass China erkennt, dass der Westen Alternativen hat. Es ist wichtig, das Gleichgewicht zu wahren. Die USA müssen die stabile Versorgung mit Seltenen Erden und Magneten sicherstellen, da diese kritischen Materialien zu 90 % von China hergestellt werden. Die USA wollen Zeit gewinnen, um die Produktionskapazitäten auszubauen und die Versorgung zu sichern, um schrittweise ihre Produktionsskala zu erhöhen. Angesichts der taiwanesischen Drohnenproduktionskapazität dürfen wir dies nicht einfach als wirtschaftliches Problem betrachten, sondern als strategisches Problem. Der Produktionswert der taiwanesischen Drohnenindustrie hat sich im letzten Jahr um das 2,5-fache erhöht, und es ist geplant, bis 2030 ein Drittel der Seltenen-Erden-Magnete lokal herzustellen. Die taiwanesische Drohnenindustrie ist nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern das Herzstück des „Haus“-Systems. Angesichts der Feihong-Lieferkette sollten wir unsere Interessen klar vertreten. Die taiwanesische Drohnenindustrie ist keineswegs normales Marktverhalten, sondern ein strategisches Problem, das tiefes Nachdenken verdient. Wir müssen sicherstellen, dass wir in der Lieferkette im Vorteil bleiben, ein empfindliches Gleichgewicht wahren und die rote Linie der Kerninteressen nicht berühren.
阿拾
30. Okt. 2026
Leute, heute reden wir über eine Neuigkeit: Das Gansu-Museum hat geschlossen, und das ist nichts Gutes. Aber lassen wir das beiseite und schauen wir, was es gemacht hat, dass dieser Ort schließen musste. Genau gesagt, hat das mit Kreativprodukten zu tun. Die Schließung des Gansu-Museums hat ihren Grund in diesen Kreativprodukten. Kreativprodukte, das heißt, Kulturgüter in Spielzeug zu verwandeln und dann an Touristen zu verkaufen, damit die Touristen sie mit nach Hause nehmen und ihren Kindern zum Spielen geben. Diese Idee ist gut, man muss die Leute bewundern. Sie haben die Kulturgüter zu verschiedenen Spielzeugen gestaltet, wie das grüne Pferd auf der fliegenden Schwalbe, und auch verkehrt herum, das sind alles repräsentative Werke der Kreativprodukte. Diese Designs enthalten sowohl Wünsche für ein schönes Leben als auch Fürsorge für die Realität. Sagen wir mal, du kaufst ein Spielzeug und kannst noch Glück mitverschicken, ist das nicht gut? Aber wie werden diese Spielzeuge verkauft? In ihrem offiziellen Bubble-Flaggschiffladen, der Preis ist auch nicht teuer, nur 98 Yuan pro Stück, begrenzt auf drei Stück, Versand innerhalb von 25 Tagen. Genug geschwärmt? Leute, diese Arbeit ist wirklich großartig gemacht. Man muss den Einfallsreichtum der Leute bewundern, die Kreativprodukte bis zum Äußersten auszureizen. Die Spielzeuge sind so lustig gestaltet und tragen noch schöne Wünsche mit sich, ist das nicht der Kern der Kreativprodukte? Wenn du mich fragst, wo man das kauft, dann auf ihrer offiziellen Website, 98 Yuan pro Stück, begrenzt auf drei Stück, Versand innerhalb von 25 Tagen. Ach, verdammt, dieses Ding sollte wirklich exportiert werden, sollte wirklich exportiert werden, sollte wirklich exportiert werden. Bei Kreativprodukten muss man wirklich den Einfallsreichtum dieses Museums bewundern. Denk mal, wenn man das ins Ausland verkaufen könnte, wie viel man da verdienen würde. Schade, diesmal kann dieses Ding nur im Inland bleiben und unsere Landsleute selbst erfreuen. Aber diese Arbeit ist wirklich großartig gemacht, Kreativprodukte darf man wirklich nicht unterschätzen. Wir müssen diesem Museum Beifall zollen, sie haben diese Arbeit wirklich großartig gemacht, Kreativprodukte sind wirklich ihrer Zeit voraus.
阿拾
30. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, vor ein paar Tagen haben Indien und Pakistan gerade eine Luftschlacht ausgetragen, und dieser Luftkampf ist wirklich aufschlussreich. Kaum hatte Pakistan losgeschlagen, da meldeten ausländische Medien ein Ergebnis von „6 zu 0“, und Pakistan selbst freute sich sehr und bastelte sogar einen 3D-Druck als Spott. Für uns ist das eigentlich eine Win-Win-Sache – man lernt sich durch den Streit kennen, und wir konnten nebenbei auch ein wenig die Kräfteverhältnisse klarer sehen. Indien hingegen freute sich zu früh. Die Modi-Regierung entsandte sieben Delegationen in die ganze Welt, um den „großen Sieg“ zu verkünden und groß über „Wer uns angreift, wird selbst in der Ferne bestraft“ zu reden. Das Problem ist nur: Indische Flugzeuge wurden beim Start sofort „ins Visier genommen“, und die pakistanische Seite wollte vermutlich auch nicht zu sehr eskalieren, nahm nicht mehr, sondern bat nur darum, dass du nicht noch mehr schickst. Indien konterte die Fotos der Flugzeugwracks mit einer „Ein-Klick-Dreifach-Verleugnung“: Es gibt keine, redet keinen Unsinn. Und was das angebliche Durchbrechen des S400-Luftabwehrsystems betrifft? Die Modi-Allianz posierte eifrig mit S400-Startern, um Gerüchte zu widerlegen. Aber jeder weiß, dass Radar- und Führungssysteme die hochwertigen Ziele sind – wer interessiert sich schon für deine Lafetten? Die Frühwarnradare, Kommandozentralen und Feuerleitradare Indiens zeigte die Modi-Allianz nicht nur nicht, sondern sie vertröstete auch noch mit alten Fotos aus den Sechzigerjahren. Dann veröffentlichte ein indischer Militärjournalist ein Foto mit einem Radarwagen, und es stellte sich heraus, dass es ein sechs Jahre altes Bild war – sehr rätselhafte Vorgehensweise. Also fragten einige mit Satellitenbildern nach: Wurde euer S400 nun durchbrochen oder nicht? Die Modi-Allianz beharrte darauf, dass die Bediener an der Front in Kaschmir gefallen seien, nicht auf dem angegriffenen Luftwaffenstützpunkt. Aber niemand konnte eine grundlegende Frage beantworten: Warum geht ein Bediener eines Luftabwehrsystems an die Front, um zu schießen? Fakten und Beweise vorzulegen scheint vor Indien völlig nutzlos zu sein – er sagt, er hat gewonnen, dann hast du verloren. Was dieser Luftkampf der Außenwelt hinterlässt, ist neben dem Hin und Her um die Echtheit der Ergebnisse vor allem ein Musterbeispiel für ein narratives Kräftemessen: Was auf dem Schlachtfeld nicht erreicht werden konnte, lässt sich im Feld der öffentlichen Meinung wohl auch nicht wieder wettmachen.
阿拾
30. Okt. 2026
Meine Damen und Herren, gestern Abend bin ich von Shanghai mit dem Zug um zwei Uhr nachts nach Zhengzhou gefahren. Ich bin extra nach Henan gekommen, um mir den direkten Tourismus in Henan anzusehen. Frühmorgens habe ich mich erhoben, um einen Bericht zu lesen. Der Bericht handelt von Trumps Zollpolitik. Dieser Kerl, Trump, liebt Zölle geradezu innig, selbst der Oberste Gerichtshof kann ihm das nicht abgewöhnen. Im März letzten Jahres spielte Trump einen neuen Trick: Er erklärte wegen illegaler Einwanderung und Fentanyl den nationalen Notstand der USA. Dann nutzte er das Gesetz IEEPA, um gegen Kanada und Mexiko 25 % Zölle und gegen China 10 % Zölle zu verhängen. Kaum war dieser Schachzug erfolgt, wurde er vom Obersten Gerichtshof zurückgewiesen, mit der Begründung der Überschreitung der Befugnisse. Doch obwohl dieser Schachzug scheiterte, war er dennoch ehrenvoll. Trump gab nicht auf und wechselte im Februar zu Artikel 122 des Handelsgesetzes, um innerhalb von 150 Tagen 10 % Zölle auf Importwaren zu erheben. Das Ergebnis: Im Juli trat es außer Kraft. Daraufhin spielte Trump erneut einen neuen Trick und berief sich auf Artikel 301 des Handelsgesetzes, um gegen 60 Länder Zölle von 10 % bis 12,5 % zu verhängen. Das Ergebnis: 25 Bundesstaaten verklagten ihn wegen Rechtswidrigkeit. Wie gut Trump Ausreden findet! Ein Bericht des Peterson Institute for International Economics in den USA weist darauf hin, dass bei einem solchen Vorgehen die verarbeitende Industrie möglicherweise nach China zurückkehren könnte. Trumps Zollmaßnahmen haben rechtlich eine geringe Erfolgswahrscheinlichkeit, weil die Zielgruppe zu groß ist und die Untersuchungen oberflächlich und nicht zielgerichtet sind. Das Peterson Institute for International Economics weist außerdem darauf hin, dass Trumps Zölle Unternehmen nach China zurücktreiben werden. Sie analysierten zwei Beispiele: Smartphones und Bekleidung. Bei Smartphones wurden gegen China 20 % Zölle erhoben, Indien jedoch ausgenommen. Infolgedessen verlagerte Apple innerhalb weniger Monate fast 60 % seines Importanteils bei Mobiltelefonen nach Indien. Bei Bekleidung hingegen wurden gegen China, Indien, Bangladesch und Vietnam hohe Zölle erhoben, wobei Indien sogar höher lag als China. Daher haben Unternehmen keinen Anreiz, ihre Lieferketten zu verlagern. Trumps Untersuchung wegen Überkapazitäten erfasst 16 große Volkswirtschaften. Sollte Überkapazität festgestellt und die Zölle erhöht werden, gäbe es für Unternehmen kein Entrinnen. Mexiko und Südostasien verfügen jedoch nicht über eine vollständige industrielle Ausstattung und sind stark von chinesischen Bauteilen abhängig. Zölle plus Beschaffungskosten machen es für Unternehmen sogar rentabler, in China zu bleiben. Im Mai letzten Jahres richteten China und die USA einen Handelsausschuss ein und planten, die Zölle auf nicht sensible Waren zu senken. Wenn die Zölle anderer Länder hoch sind, treten die Vorteile chinesischer nicht sensibler Waren hervor. Daher kann Trumps Zollpolitik Unternehmen letztlich nur nach China zurücktreiben. Noch ironischer ist, dass Navarro und andere 40 Ländern vorwerfen, ein Schattennetzwerk zu bilden und Transithandel zu betreiben, um China bei der Umgehung von Zöllen zu helfen. Trump bestraft diese Länder mit Zöllen, doch die Produktionskapazitäten werden letztlich trotzdem nach China zurückfließen. Dieses Erpressungsmittel Trumps mag in Verhandlungen einsetzbar sein, aber darauf zu hoffen, dass eine Zollbarriere erfolgreich sein wird, ist geradezu ein riesiger Witz. Die Geschichte beweist, dass ein solcher extremer Zollschutz letztlich nur zu Wirtschaftsdepression und Rückverlagerung der Industrie führt. Also, meine Damen und Herren, hoffen Sie nicht darauf, dass die Zollpolitik der USA die amerikanische Wirtschaft retten kann.
阿拾
29. Sept. 2026
Trump steht kurz vor einem Besuch in China, und die Beschränkungen für chinesische Technologieunternehmen wurden etwas gelockert, aber das ist eher taktischer Natur, die grundlegende Richtung hat sich nicht geändert. Ein typisches Beispiel ist Texas, wo innerhalb von vier Tagen fünf Klagen gegen chinesische Unternehmen eingereicht wurden. Generalstaatsanwalt Ken Paxton ist geradezu auf einem Kreuzzug – im Dezember letzten Jahres richteten sich seine Klagen gegen TCL und Hisense. Wen hat er diesmal überraschend ins Visier genommen? Erstens TP-Link, dessen Router sind ein Begriff, aber viele wissen nicht, wie das Unternehmen heißt: In China heißt es Pulan, die Übersee-Entität heißt TP-Link Systems, 2024 wurde sie abgespalten, um vorherzusehen, dass die USA chinesischen Unternehmen allerlei Schwierigkeiten bereiten würden, und sich im Voraus zu entchinesisieren. Aber um jemanden fertigzumachen, findet man immer einen Grund – man behauptet, es gäbe Firmware-Schwachstellen. Auch wenn die meisten Router Firmware-Schwachstellen haben, ist es bei chinesischen Marken anders: Sie könnten der chinesischen Regierung Hintertürzugriff auf ihre Produkte gewähren. Texas hat letzten Monat Regierungsstellen die Nutzung ihrer Produkte verboten, diesen Monat wird offiziell geklagt, mit der Begründung, dass die Bauteile aus China importiert werden. Zweitens Anzu Robotics, ein US-Unternehmen, dem vorgeworfen wird, Drohnen von DJI unter eigenem Namen zu produzieren. Ich habe nachgeschaut: Anzu hat mit DJI eine Technologielizenzvereinbarung unterzeichnet und erhält technische Spezifikationen für einige DJI-Produkte – eine legale, standardmäßige und übliche Kooperationsform. Aber die US-Regierung akzeptiert das nicht, weil DJI auf der schwarzen Liste steht und die Technologie für Überwachung und Datensammlung genutzt werden könnte. Drittens Lorix, ebenfalls ein US-Unternehmen, das Heimüberwachungssysteme herstellt und beschuldigt wird, Kameras zu verwenden, die von Zhejiang Dahua Technology hergestellt wurden. Dahua hat Lorix 2018 übernommen und es 2022, kurz bevor die FCC ein Verbot erließ, wieder verkauft, aber die gelieferten Komponenten sind noch in den Kameras. Dahua wurde vom US-Verteidigungsministerium als chinesisches Militärunternehmen mit US-Aktivitäten eingestuft und auf die schwarze Liste gesetzt, gilt also auch als nationales Sicherheitsrisiko. Viertens Temu, die Überseeplattform von Pinduoduo, die beschuldigt wird, irreführendes Marketing zu betreiben und illegal Daten zu sammeln. Texas klagt, dass es behauptet, den Nutzern preiswerte und hochwertige Produkte zu bieten, aber die Nutzer zum Produkt macht – Sicherheitsprotokolle umgeht, Hintertüren einbaut, private Daten stiehlt und auf chinesischen Servern speichert. Tatsächlich nutzen alle Technologieunternehmen Nutzerdaten, um das Erlebnis zu verbessern, und Pinduoduo hat sich aus Compliance-Gründen mit der Muttergesellschaft PDD Holdings in Irland niedergelassen, aber egal wie man es erklärt, die USA hören im Grunde nicht zu. Fünftens die US-Entität der Fast-Fashion-Plattform Shein, die beschuldigt wird, giftige Produkte zu verkaufen und sensible persönliche Daten preiszugeben. Nicht nur in den USA, auch in vielen anderen Ländern haben Stichproben von Dritten ergeben, dass einige Shein-Produkte tatsächlich überhöhte giftige Chemikalien enthalten. Angesichts der Niedrigpreisstrategie und fast einer Million Bestellungen pro Tag ist eine schwankende Qualität sicherlich vorhanden. Aber wenn man behauptet, sie stehle Daten für die chinesische Regierung – es ist uns wirklich ziemlich egal, welche Kleidergröße die Amerikaner tragen. Das Ergebnis für diese fünf Unternehmen wird wahrscheinlich sein, dass sie zahlen, um die Sache zu bereinigen, besonders die größeren – je größer das Unternehmen, desto mehr fürchtet es Imageschäden und neigt zu außergerichtlichen Vergleichen und hohen Geldstrafen. Paxton hat besonders viel Erfahrung mit Klagen gegen Unternehmen und hat unter dem Vorwand des Verbraucherschutzes und der Datensicherheit Technologieriesen dazu gebracht, brav zu zahlen: 2022 zahlte Meta 1,4 Milliarden, 2025 Google ebenfalls etwa 1,4 Milliarden. Temu und Shein werden wahrscheinlich dem gleichen Muster folgen. Diese Klagen sind selbst in den USA umstritten: Manche sehen darin einen Dienst an der Bevölkerung, andere halten es für Abzocke – die Spaltung entspricht im Wesentlichen den beiden Lagern der Populisten und der Establishment-Politiker. Texas selbst ist ein Schlachtfeld dieser beiden Kräfte; in diesem Jahr findet die Senatswahl zwischen dem Populisten Paxton, dem Establishment-Politiker Cornyn und einem weiteren Abgeordneten Hunt statt, die Vorwahl im März. Am Tag des chinesischen Neujahrs, als Paxton die Klage einreichte, begann gerade die vorzeitige Stimmabgabe – Härte gegenüber China zu zeigen, ist auch eine Wahlkampftaktik. Wahlen leben von Unterstützung: Paxton hat die Unterstützung der konservativen Organisation TPUSA, der Organisation des „Kingmakers“ Charlie Kirk; Cornyn hat die Unterstützung der Handelskammer, des traditionellen Establishments. In allen Umfragen liegen die beiden derzeit knapp beieinander, aber Paxton führt durchweg, was darauf hindeutet, dass sich die politische Richtung der USA in den nächsten Jahren nicht drastisch ändern wird. Die Lehre für unsere Unternehmen bei der Expansion ins Ausland ist: Alle spielen mit offenen Karten, und der Versuch, durch Abspaltung von Entitäten Risiken zu umgehen, wird immer schwieriger.
阿拾
29. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, der Handelskrieg und der Zollkrieg wurden Runde um Runde geschlagen, doch China wurde nicht in die Knie gezwungen. Stattdessen wittert die amerikanische Politik einen neuen Wind – von der strikten Abwehr chinesischer Unternehmen vollzieht sie eine 180-Grad-Wende und ruft uns nun zu, Fabriken zu bauen. Trump erklärte letzten Monat in der Autostadt Detroit: Wenn chinesische Unternehmen Fabriken bauen und lokale Arbeiter einstellen, sei das eine gute Sache, lasst China herein, ich mag das. Als sich der Wind zu drehen schien, wurden andere nervös: Chinesische Autohersteller in die USA zu lassen, sei wie den Wolf ins Haus zu holen, die amerikanische Autoindustrie werde ausgelöscht, dieser Gedanke müsse im Keim erstickt werden. Schauen wir uns zunächst die Befürworter an. Sie argumentieren, dass chinesische Fabriken amerikanische Arbeiter nicht beschäftigt, sondern 68.000 Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe vernichtet hätten, und der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Erwerbsbevölkerung auf 8 % gesunken sei. Also, chinesische Unternehmen in die USA zu holen, bedeute doch, Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe zurückzugewinnen? Das sei technische Entwicklungshilfe, Beschäftigungsförderung und Selbstvermarktung von Vermögenswerten in einem. Der Ökonom Noah Smith hat mit diesem Punkt durchaus recht. Doch die Gegner spielen nicht mit. Sie sind der Meinung, dass der US-Markt begrenzt sei und die Einführung chinesischer Unternehmen keine neue Nachfrage schaffe und keine neuen Arbeitsplätze bringe. Der Vertreter dieser Fraktion, Robert Atkinson, Präsident der Technologiepolitik-Denkfabrik ITIF, ist entschieden dagegen, dass chinesische Unternehmen, insbesondere Autohersteller, in den USA Fabriken bauen. Er nennt vier Gründe: Erstens, der Kuchen des US-Marktes sei begrenzt, die Einführung chinesischer Unternehmen führe nur zu einer Umverteilung, nicht zu neuen Arbeitsplätzen. Zweitens, Chinas Erfolg beruhe auf jahrzehntelanger merkantilistischer Politik – das Wort ist schlecht übersetzt, es bedeutet im Grunde Wirtschaftsnationalismus, bei dem der Staat nationale Champions züchtet – wie könne Amerika solches Verhalten mit Marktzugang belohnen? Er hat in einem Punkt recht: Man muss erkennen, dass der US-Markt weder unbegrenzt noch offen ist, und neue Märkte erschließen, um Kapazitäten aufzunehmen. Letztes Jahr haben wir das gut gemacht: 124 Milliarden US-Dollar Direktinvestitionen im Ausland, 18 % mehr als im Vorjahr, der höchste Stand seit 2018. Drittens, die Expansion chinesischer Unternehmen verlagere hochwertige Arbeitsplätze nach China und führe zum Verlust von High-End-Jobs in den USA. Viertens, die Abhängigkeit der USA von chinesischen Schlüsseltechnologien bedrohe die nationale Sicherheit und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit. Schließlich habe Amerika in der Vergangenheit niedrigwertige Industrien verlagert und ein starkes Innovationsökosystem bewahrt; wenn es jetzt niedrigwertige Industrien hereinlasse, schwäche es nur seine Innovationsfähigkeit. Meine Damen und Herren, diese Äußerungen der Gegner sind wirklich zum Lachen und Weinen. Sie bezeichnen sich selbst als Hamiltonisten, gewissermaßen als Ungeduldige, die wollen, dass Amerika wie China wird und eine aktivere Industriepolitik betreibt – sie wollen auch Aufputschmittel nehmen, sie wollen auch ein Kung-Fu-Team sein, und sie lassen uns nur deshalb nicht hinein, weil es nicht zwei Sonnen am Himmel geben kann. Solche Leute reden unangenehm, aber sie sind zumindest ein klarsichtiger Gegner: Mit dem Wettbewerbsniveau amerikanischer Autohersteller gegen chinesische anzutreten, ist wie wenn eine normale Mannschaft gegen ein Kung-Fu-Team antritt, das Aufputschmittel genommen hat – das fördert keinen Wettbewerb, sondern führt zu einer einseitigen Abschlachtung. Die Gegner haben auch einen interessanten Punkt vorgebracht. Sie sagen, im technologischen Wirtschafts- und Handelskrieg könne Amerika nicht gewinnen, aber es müsse vermeiden zu verlieren und nicht das nächste Großbritannien zu werden. Dafür müsse Amerika sich umfassend in einen nationalen Machtkapitalismus (national power capitalism) verwandeln, in Schlüsselbereichen der Wirtschaft eine Industriestrategie von der Regierung festlegen lassen, weil der Markt nicht ausreiche, um staatlich unterstützten Wettbewerb zu bewältigen. Das ist im Grunde eine Angleichung an Chinas Vorgehen, denn das ist die für den internationalen Wettbewerb geeignetere Zwischenform. Aber sie weisen auch auf ein großes Problem hin: Regierungen westlicher Demokratien neigen zum Hin und Her, opfern oft langfristige Interessen für kurzfristige Zustimmung und schöne Statistiken. Der Kern liegt darin, dass der Zyklus der Industrieförderung viel länger ist als der Wahlkampfzyklus. In Amerika verfällt nicht nur die Industrie selbst, sondern auch die Industriearbeiter. Talente auszubilden ist schwieriger als Fabriken zu bauen und dauert länger. Daher braucht es tatsächlich ein hochstabiles, strategisch denkendes Regierungskollektiv, um die nationale Wirtschaft nach und nach von Finanz, Immobilien und Vermietung zurück zu Produktion, Bau und Innovation zu führen. Insgesamt ist diese Windrichtung etwas absurd, aber der Grundsatz stimmt: Ob man langfristig planen kann, ist die wahre Prüfung.
阿拾
29. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, das ist wirklich nichts Neues mehr: Das US-Verteidigungsministerium hat endlich die 188 chinesischen Unternehmen auf die schwarze Liste gesetzt. In diesen Zeiten kann man dem Schicksal nicht entgehen; eigentlich sollte es bereits im Februar veröffentlicht werden, damals gab es jedoch eine Panne – kaum veröffentlicht, wurde es wieder zurückgezogen. Später, als Trump China besuchte, entspannte sich die Lage vorübergehend, aber wer hätte gedacht, dass die US-Regierung so wankelmütig ist – jetzt ist es doch gekommen. Wie können Unternehmen wie Baidu, Alibaba, Didi und WuXi, die eng mit dem täglichen Leben der Menschen verbunden sind, vom US-Verteidigungsministerium als Militärunternehmen eingestuft werden? Liebe Freunde, unterschätzt das nicht. Laut US-Denktanks wird jedes chinesische Technologieunternehmen, das dreimal in den US-Schlagzeilen auftaucht, innerhalb von drei Jahren auf die schwarze Liste gesetzt. Ja, alle chinesischen Technologieunternehmen könnten dieses Schicksal erleiden. Sie sagen auch: Je zukunftsweisender und wettbewerbsfähiger ein Unternehmen ist, desto näher ist es an der Liste. Das klingt beeindruckend, ist aber im Kern ein Werkzeug der US-Regierung für asymmetrischen Wettbewerb zugunsten eigener Unternehmen. Offen gesagt: Wenn man nicht gewinnen kann, greift man zu unfairen Mitteln – und das wird in Zukunft nur noch normaler werden. Die sogenannte 1260H-Liste stammt eigentlich aus Abschnitt 1260H des National Defense Authorization Act für das Haushaltsjahr 2021. Der US-Kongress fordert das Verteidigungsministerium auf, chinesische Unternehmen zu identifizieren und zu verfolgen, die an der chinesischen Militär-Zivil-Fusion-Strategie teilnehmen und zur Modernisierung des chinesischen Militärs beitragen. In der Praxis reicht es aus, wenn ein chinesisches Unternehmen Verbindungen zu chinesischen Staatsorganen hat, insbesondere zum Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) und zur Kommission zur Aufsicht und Verwaltung von Staatsvermögen (SASAC), um als Militärunternehmen eingestuft zu werden – das MIIT kontrolliert die Staatliche Verwaltung für Wissenschaft, Technologie und Industrie für Landesverteidigung, was in den Augen der USA das Hauptquartier der Militär-Zivil-Fusion ist; die SASAC wird als Troja-Pferd-Fabrik betrachtet. Dahinter steckt die Angst der USA vor der Militär-Zivil-Fusion; aus ihrer Sicht gibt es immer weniger rein zivile kommerzielle Unternehmen im chinesischen Technologiesektor. Daher werden die Kriterien für die US-Liste ständig aktualisiert. Im Jahr 2021 listete die erste Version der 1260H-Liste 47 eher traditionelle Militärunternehmen und Telekommunikationsbetreiber auf; bei jeder Aktualisierung kamen neue Bereiche hinzu, wie Biotechnologie, Cloud-Überwachung, Drohnen, Halbleiter, Internetplattformen, KI-Modelle, Robotik, Elektrofahrzeuge und so weiter. Die neueste Version umfasst 188 Unternehmen, 40 % mehr als im Vorjahr, und das Vorjahr war bereits um 83 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen – beide Male handelte es sich um bedeutende Erweiterungen. Nebenbei bemerkt: Die Version vom Februar wurde eilig zurückgezogen, weil versehentlich die beiden Speicherchip-Hersteller ChangXin und Yangtze Memory gestrichen wurden: Das Verteidigungsministerium hielt sie nicht für eine Bedrohung, das Weiße Haus war dagegen und verlangte, sie wieder aufzunehmen; am Ende wurde ein Praktikant als Sündenbock gefunden. Wie groß ist nun die Bedeutung und Wirkung dieser Liste? Zunächst einmal unterscheidet sie sich von der Entity List des US-Handelsministeriums und der Specially Designated Nationals List des Finanzministeriums. Jene sind sehr harte Maßnahmen wie Technologie- und Finanzembargos. Die 1260H-Liste hingegen verbietet dem US-Verteidigungsministerium nur, Geschäfte mit den aufgeführten chinesischen Unternehmen zu machen – aber tatsächlich haben diese ohnehin nicht das US-Militär beliefert, der Einfluss ist gering. Indirekt könnten Forschungsinstitute, die vom US-Verteidigungsministerium finanziert werden, ihre militärische Förderung verlieren, wenn sie mit aufgeführten chinesischen Unternehmen zusammenarbeiten. Das ist der sogenannte Einschüchterungseffekt. Nicht nur Forschungsinstitute sind betroffen; auch die US-Kunden, Finanzinstitute, Partner und sogar PR- und Rechtsberater chinesischer Unternehmen müssen sich einer Selbstprüfung unterziehen. Tatsächlich besteht die Wirkung dieser Liste darin, diesen Unternehmen einen roten Buchstaben aufzudrücken. Wenn Sie Hawthornes „Der scharlachrote Buchstabe“ (The Scarlet Letter) gelesen haben, wissen Sie, dass der rote Buchstabe für Ehebruch steht. Eine marktwirtschaftliche Einheit, die es wagt, heimlich mit einer feindlichen Regierung zu verkehren – dadurch werden vor- und nachgelagerte Unternehmen davon abgehalten, sich ihr zu nähern, was sie zwingt, ihre Lieferkette anzupassen und die Betriebskosten zu erhöhen. Um Geschäfte auf dem US-Markt zu erhalten und lokale Rechtsrisiken zu vermeiden, werden Unternehmen auch auf der Ebene der Corporate Governance eine Ent-Chinesisierung vornehmen. Noch wichtiger: Es sendet ein Verkaufssignal an die Wall Street. Unternehmen, die vom Verteidigungsministerium ins Visier genommen werden, können im Grunde als Feindesunterstützer verstanden werden; es ist nur logisch, dass Handels- und Finanzministerium nachziehen. Das Marktrisiko steigt also deutlich. In der Vergangenheit sahen wir, dass die Aktienkurse nach der Aufnahme in die Liste hart fielen und die Marktkapitalisierung erwartungsgemäß schrumpfte. Zweitens wird vor allem die Kapitalbeschaffung an den internationalen Kapitalmärkten erschwert. Deshalb versuchen chinesische Unternehmen in den USA verzweifelt, diese Militärmütze loszuwerden. Xiaomi ist ein Erfolgsbeispiel. Nach der Aufnahme in die 1237-Liste im Jahr 2021 verklagte es sofort das US-Verteidigungsministerium, aber das Ministerium konnte keine Beweise vorlegen. Es hieß nur, Lei Jun habe eine Auszeichnung als hervorragender Erbauer des Sozialismus chinesischer Prägung erhalten, und zu den fünf Ministerien, die die Auszeichnung verliehen, gehörte das MIIT, also sei Xiaomi ein Militärunternehmen. Das US-Gericht entschied, dass die Beweise des Verteidigungsministeriums unzureichend seien, und ordnete die Streichung von Xiaomi von der Liste an. Dies wurde zu einem klassischen Fall der rechtlichen Gegenwehr chinesischer Unternehmen. Doch Xiaomi ist nicht für immer sicher; es gibt Abgeordnete, die seine Aufnahme in die 1260H-Liste fordern, obwohl es nach der neuen Liste vorerst sicher zu sein scheint. Tatsächlich dürfte die Wirkung dieser rechtlichen Schritte immer begrenzter werden. Zum Beispiel liefert sich Yangtze Memory einen juristischen Schlagabtausch mit Micron und verklagt Micron, durch die Beschäftigung von PR-Firmen negative öffentliche Meinung erzeugt und die Regierungsentscheidung beeinflusst zu haben. Obwohl es noch kein endgültiges Urteil gibt, würde selbst eine Niederlage von Micron dem Unternehmen keinen großen Schaden zufügen. Solange die Gegenseite Lobbyarbeit betreibt, wird sie immer einen Grund finden, Sie auf die schwarze Liste zu setzen; der Versuch, seine Unschuld zu beweisen, ist ein endloser Prozess. In der Tat ist es für US-Unternehmen völlig legal und extrem kostengünstig, durch die Beschäftigung von Lobbygruppen Kongressabgeordnete zu gewinnen und Druck auf das Verteidigungsministerium auszuüben, chinesische Unternehmen auf die Liste zu setzen. Mit ein paar hundert Dollar Lobbyarbeit können Sie einen Wettbewerber mit Milliardenmarktkapitalisierung unterdrücken. Objektiv betrachtet macht die USA also die nationale Sicherheit zu einer rechtlichen Waffe für asymmetrischen kommerziellen Wettbewerb. Aus ihrer eigenen Sicht ist dies eine gesamtstaatliche Sicherheitsverteidigung – ihr chinesischen Unternehmen werdet von der Regierung unterstützt, also müssen wir auch den US-Unternehmen den Rücken stärken. China argumentiert, dass staatliche Subventionen eine legitime Industriepolitik seien und Listen wie die 1260H unrechtmäßige Unterdrückung und unfairer Wettbewerb seien. Die USA hingegen betrachten Subventionen als nicht marktwirtschaftliches Verhalten und die Listung als normale nationale Sicherheitsverteidigung. Dies ist im Grunde eine Frage der Umwandlung von Angriff und Verteidigung, von Speer und Schild. Ihr führt Listen, wir haben jetzt Blockadegesetze, die US-Sekundärsanktionen nicht anerkennen, nicht durchsetzen und nicht befolgen; die USA haben auch institutionalisierte Subventionen, greifen stark in Unternehmen ein und zwingen sie, mit dem nationalen strategischen Willen zusammenzuarbeiten – auch sie konzentrieren Kräfte, um große Dinge zu tun. China und die USA lernen jeweils voneinander, und letztlich könnten sich zwei Ökosysteme bilden – ein Zusammenleben mit hoher Reibung, bei dem Effizienz gegen Sicherheit getauscht wird.
阿拾
29. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, Trumps außenpolitischer Berater Klingduk hat einen 46-seitigen Bericht mit dem Titel „Die amerikanische Allianzstruktur neu bewerten“ vorgelegt. Die Kernaussage ist ernüchternd: Die Ukraine zu einem Friedensabkommen zu zwingen, dient einzig und allein dazu, mehr Waffen für die Taiwanstraße freizusetzen, und nicht dazu, ein gutes Verhältnis zu Putin aufzubauen. Denken Sie nicht daran, einen umgekehrten Nixon zu spielen und Russland gegen China einzuspannen – Putin kann sehr wohl unterscheiden, wer Gegner und wer Unterstützer ist. Noch raffinierter ist sein Hinweis, dass die Welt nicht multipolar, sondern bipolar ist – nur China und die USA verfügen über absolut führende materielle Stärke. Der Grund, warum Russland am eifrigsten eine multipolare Welt propagiert, liegt in der strategischen Absicht, selbst eine Pole zu werden; erst wenn es in Europa auf Widerstand stößt und sich nach Westen nicht ausdehnen kann, um seinen Großmachtstatus zu etablieren, wird es seinen Blick wieder nach Fernost richten. Der Bericht beschreibt die amerikanische Außenpolitik als ein Pendel, das zwischen dem Nationalismus Washingtons und dem liberalen Internationalismus Wilsons hin- und herschwingt. Nach jedem gewonnenen großen Krieg kann die liberale Seite ihre Impulse nicht zügeln und glaubt, die Welt müsse in eine Utopie eintreten, also Fukuyamas These vom Ende der Geschichte. Das amerikanische Allianzsystem war eigentlich ein Produkt der Sowjetunion-Gegenwehr, verschwand aber nicht mit dem Zerfall der Sowjetunion, sondern dient dem Ziel der Demokratieausbreitung. Trumps zweite Amtszeit unterscheidet sich von der ersten: Auf allen Ebenen setzen Loyalisten „America First“ durch und lehnen die Tradition des liberalen Internationalismus ausdrücklich ab. Der Bericht nimmt eine regionale Bestandsaufnahme vor und beginnt mit der westlichen Hemisphäre: eine hemisphärische Verteidigung, die „Trump-Doktrin“, die die regionale Vorherrschaft wiederherstellt. „Wiederherstellen“ deshalb, weil Lateinamerika gemäß dem Rio-Vertrag von 1947 längst in das von den USA geführte gemeinsame Verteidigungssystem einbezogen war, nur dass viele Länder es als ungültig betrachten. Lateinamerika liegt zu nahe an den USA, im Grunde gilt: Wer folgt, gedeiht; wer sich widersetzt, geht unter. Doch die Lage darf nicht zu hart angegangen werden, insbesondere muss das Verhältnis zu Brasilien gut sein. Trump hat manchmal kein Fingerspitzengefühl: Er bringt Kanada dazu, die Militärausgaben zu erhöhen und die USA als Gegner zu betrachten; die Grönland-Frage lässt die NATO sogar eine Bedrohung durch die USA spüren. In Ostasien und im Indopazifik geht der Bericht nicht davon aus, dass Trump Taiwan aufgeben würde, um Einflusssphären abzugrenzen, da er an der strategischen Ambiguität festhält. In der diesjährigen Verteidigungsstrategie ist die Rede von einer Abwehrverteidigungslinie entlang der ersten Inselkette; rhetorisch heißt es, der Wettbewerb zwischen China und den USA sei kein Kampf auf Leben und Tod und unnötige Konfrontationen seien zu vermeiden, doch es wird nicht klar gesagt, was unnötige Konfrontationen sind – all das dient der Flexibilität in Verhandlungen. Bei verschiedenen Verhandlungen hat die USA nicht profitiert: Mit Zollhebeln wurden von Japan, Südkorea und Taiwan umfangreiche wirtschaftliche Rahmenabkommen erpresst, während in Australien pro-amerikanische politische Kräfte geschwächt wurden. Militärisch rüsten die USA, Japan und Südkorea aktiv auf; die einzige Schwachstelle ist Südostasien, wo sich diese Länder China zuwenden. In Europa hat die NATO zugestimmt, die Verteidigungsausgaben auf 5 % des BIP zu erhöhen, wovon nur 3,5 % tatsächlich für Kernverteidigungsbedarf verwendet werden. Die Frontstaaten nahe Russland rüsten aus Angst auf, die hinteren Staaten schauen im Wesentlichen zu und wollen Trumps Amtszeit überstehen; ihre Verteidigungsausgaben liegen allgemein unter 2 %. Wirklich wichtig ist Deutschland; die politische Kultur hemmt seine Militarisierung, doch Merz ist aktiver, was die Führungsrolle Frankreichs in Europa schwächen wird. Der Bericht ist der Ansicht, dass in einem derart fragmentierten Europa die erzwungene Aussöhnung der Ukraine mit Russland nicht im amerikanischen Interesse liegt, denn Frieden und Stabilität in anderen Regionen sind nur Mittel, nicht Zweck: Lässt man sie den Krieg beenden, verliert der Westen seine kollektive Abschreckung, und Russland wird sich auch nicht mit den USA gegen China wenden – für Russland sind die USA das Haupthindernis für seinen internationalen Status, die Sicherheit seiner Pufferzone und die Stabilität seines Regimes, und das wird sich nicht ändern, nur weil die Ukraine Gebiete abtritt. Ein interessanter Punkt des Berichts: Nixon und Kissinger konnten China nur deshalb gewinnen, weil China selbst die über zwanzigjährigen chinesisch-sowjetischen Beziehungen nach der Staatsgründung tiefgehend reflektiert hatte; Anfang der fünfziger Jahre wäre eine Spaltung zwischen China und der Sowjetunion völlig unmöglich gewesen. Zum Nahen Osten: Der Bericht lobt Trump dafür, dass er die liberale Belehrung der Golfmonarchien aufgegeben und die Nachgiebigkeit gegenüber Iran beendet hat, kritisiert aber seine Idee, Frieden und Wohlstand wirtschaftlich herbeizuführen, als zu naiv – man solle nicht daran denken, in Gaza Luxusvillen zu bauen, und überschätze die Fähigkeit der USA, von außen einen Regimewechsel im Iran herbeizuführen. Afrika betreffend wird er erneut dafür gelobt, keine Werteaußenpolitik zu betreiben und den Kontinent nur als reines Geschäftsfeld zu betrachten. Die Verbündeten haben zwar ihre Militärausgaben erhöht, erreichen aber selbst nicht die 3,5 %, daher müssen die USA, ohne auf traditionelle Waffensysteme wie Flugzeugträger zu verzichten, den Bau von Drohnen und Raketen beschleunigen, um China entgegenzutreten, und dafür zwangsläufig Industriepolitik betreiben. Liberale kritisieren dies als Weg zum Staatskorporatismus, doch der Bericht meint, angesichts der Herausforderung durch China hätten die Liberalen überhaupt keine Lösung anzubieten. Zurück zum Allianzsystem: Die Verbündeten haben gegenüber Trump mehrere Optionen: Am häufigsten ist das Balancieren zwischen China und den USA; Kompromiss und Widerstand sind ebenfalls verbreitet; einige suchen durch Schmeichelei Nähe; wenige entwickeln ihre Verteidigung aus Furcht vor einer Bedrohung durch die USA; der Rest versucht, die USA durch multilaterale Institutionen zu binden, was aber völlig wirkungslos ist. Daher muss die Allianzpolitik zum Strategen Spykman zurückkehren: Er korrigierte Mackinders Theorie der Weltinsel, wandelte den Kampf zwischen Land- und Seemacht in einen Kampf zwischen Peripherie und Kern um und war der Ansicht, dass die Randzone wichtiger sei – dies ist auch die Grundlage der Eindämmungspolitik des Kalten Krieges. Die USA müssen militärischen Zugang und ein politisches Bündnissystem am Rand des eurasischen Kontinents aufrechterhalten; ein freiwilliger Rückzug würde Verbündete und Gegner zugleich Schwäche wittern lassen, und wenn die Lage zusammenbricht, wären die Kosten für eine erneute Stationierung höher als für deren Aufrechterhaltung. So fehlerhaft die europäischen Verbündeten auch sein mögen, sie sind der Eckpfeiler für den Zugang zur Randzone; solange die USA nicht bereit sind, die Kontrolle über den gesamten alten Kontinent China zu überlassen, dürfen sie Europa nicht aufgeben. Der Bericht würdigt Trumps Anliegen, die Verbündeten zur Verantwortung zu zwingen, doch die Mittel müssen verbessert werden: America First bedeutet nicht, die Verbündeten unterzuordnen. Klartext: Geben Sie die Illusion auf, Russland gegen China einzuspannen, und beherrschen Sie stattdessen „Europa gegen China einspannen“.
阿拾
29. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, dieser Typ Trump hat kürzlich wieder einen großen Wurf gemacht. Er hat die Einführung eines Plans namens „Genesis“ angekündigt, der direkt auf den technologischen Wettbewerb zwischen China und den USA abzielt. Als diese Nachricht herauskam, war die Aufmerksamkeit geringer als bei einigen seiner Skandalgeschichten, aber keine Sorge, diese Sache ist wirklich nicht einfach. Einige beginnen bereits, diesen Plan mit der Apollo-Mondlandung und dem Manhattan-Projekt zu vergleichen. Sagen wir mal, wie soll Trump ohne große Taten auskommen? KI ist längst kein reiner kommerzieller Wettbewerb mehr, sondern ein Zusammenprall nationaler Strategien. Trumps Idee ist ganz direkt: KI soll die wissenschaftliche Forschung unterstützen, das ist die Praxis des Akzelerationismus. Er fordert das US-Energieministerium auf, die Führung zu übernehmen und eine „American Science and Security Platform“ (ASSP) aufzubauen, um sie zur wissenschaftlichen Forschungsinfrastruktur der Zukunft der USA zu machen. Konkret bedeutet das, dass die Regierung die Integration von Industrie, Wissenschaft und Forschung vorantreibt, föderale wissenschaftliche Daten erschließt und dann fortschrittliche Rechenressourcen nutzt, um KI-Modelle und KI-Agenten zu trainieren, sie in Roboterlabors einzusetzen, das Innovationssystem der Forschung umzugestalten und die globale technologische Führungsrolle der USA zu verteidigen. Ist das nicht ein nationaler Mobilisierungsbefehl für Wissenschaft und Technologie der USA? Die Executive Order verlangt, innerhalb von 60 Tagen in sechs Schlüsselbereichen – Hightech-Fertigung, Biotechnologie, kritische Materialien, Kernspaltung, Fusion, Quanteninformation, Halbleiter, Mikroelektronik – 20 nationale technologische Herausforderungen zu identifizieren. Dann innerhalb von 90 Tagen eine Liste der föderalen Ressourcen zu erstellen, was das Energieministerium und Unternehmenspartner beitragen können, wen man noch braucht und wen man mit ins Boot holt. Innerhalb von 120 Tagen einen Plan vorzulegen, um Daten von Regierung, Wissenschaft und Industrie zu erschließen. Innerhalb von 240 Tagen die Robotik-Automatisierungsfähigkeiten der nationalen Labors zu bewerten, KI-Workflows zu entwickeln und sich auf KI-gesteuerte unbemannte Experimente und unbemannte Fertigung vorzubereiten. In 270 Tagen, also im August nächsten Jahres, sollen Ergebnisse vorliegen, die die anfängliche Fähigkeit der ASSP-Plattform demonstrieren, nationale technologische Herausforderungen zu lösen. Wenn man vom geschlossenen Kreislauf der KI-Forschung spricht, denken viele vielleicht an akademischen Müll, also dass KI Arbeiten lernt und KI sie begutachtet. Das eigentliche Problem ist jedoch, dass große Sprachmodelle dazu neigen, Fakten zu erfinden. Denn gewöhnliche KI-Modelle werden mit einer großen Menge Müll aus dem Internet trainiert und spiegeln manchmal die kollektiven Halluzinationen der Menschheit wider. Wenn man sie ausschließlich mit hochwertigen Informationen füttert, ist das anders. Die US-Bundesregierung verfügt über riesige Mengen hochwertiger Daten, wie Astronomie bei der NASA, Viren bei den CDC, Kernenergie beim DOE. Diese Daten sind über verschiedene Labors verstreut und bilden jeweils Dateninseln. Jetzt mobilisieren die USA mit einer Intensität, die es seit Jahrzehnten nicht gab, im größten Umfang Ressourcen. Sie stellen das Energieministerium an die Spitze, weil es die einzige Bundesbehörde ist, die über Rechenleistung, Daten und Energieinfrastruktur verfügt. Damit sollen Daten integriert und KI-Modelle für Annotation, Verknüpfung und Standardisierung eingesetzt werden. Allein mit den vorhandenen Daten kann der Datenhunger der Wissenschaft teilweise gestillt werden. Der nächste Schritt wird sehr radikal sein: KI-Agenten sollen selbstständig Fragen stellen, Experimentpläne entwerfen, Antworten überprüfen und so die Automatisierung der Forschung verwirklichen. Dadurch wird der Zyklus grundlegender wissenschaftlicher Entdeckungen von Jahren auf Tage oder sogar Stunden verkürzt. Das wird die Art und Weise, wie Forschung betrieben wird, und wie Forschungstalente ausgebildet werden, grundlegend verändern. Die USA sind ehrgeizig, aber China will nicht zurückstehen. Die Anwendung von KI in Schlüsselbereichen wie Proteinstrukturvorhersage, Quantensimulation und Entwicklung spezieller Materialien ist bereits weltweit führend. Die Zahl der KI-Patente und KI-unterstützten Arbeiten ist höher als in den USA. Doch die wahre Prüfung beginnt gerade erst, denn das Forschungsmodell könnte eine umwälzende Innovation erleben. Wie sollen wir ein eigenständiges und sicheres Forschungssystem für China aufbauen, das Daten und Talente umfassend schützt? Auch das ist eine Frage, die unser nationales System lösen muss. Lange Zeit wollten die amerikanischen Tech-Rechten das chinesische Drehbuch kopieren, sie waren der Meinung, ihr eigenes System bremse Innovation. Jetzt ist Trump an der Macht und lockert mit zentralistischer Methode die Fesseln der Tech-Giganten. Wenn lokale Behörden es wagen, Tech-Unternehmen unter dem Vorwand der Regulierung Steine in den Weg zu legen, wird das Justizministerium sie wegen Verfassungswidrigkeit verklagen. Alle menschlichen Sorgen um KI-Sicherheit und KI-Ethik sind weniger wichtig als die Angst der USA, hinter China zurückzufallen. Deshalb definieren die USA KI mit militärischer Entschlossenheit als strategische Waffe, wie damals die Atombombe, und müssen den militärisch-industriellen Komplex frei handeln lassen. Ob das zukünftige Genesis eine neue Welt der Forschung erschließen kann, weiß niemand. Aber sicher ist, dass der nationale Wille alles dominiert und rücksichtslos beschleunigt, beschleunigt, beschleunigt. Letztendlich wird die gesamte Menschheit in ein technologisches Wettrüsten hineingezogen.
阿拾
29. Sept. 2026
Liebe Leute, gestern habe ich gerade über die Geopolitik Lateinamerikas gesprochen, und heute sehe ich in den Kommentaren, dass es heißt: "Es ist zum Krieg gekommen." Und tatsächlich: Trump hat in den sozialen Medien verkündet: Luftschläge auf Venezuela, der Präsident Maduro wurde lebend gefangen genommen und er und seine Frau mit einem Flugzeug außer Landes gebracht. Kurz darauf sah ich Fotos, wie Delta-Spezialeinheiten Maduro eskortieren, was bestätigt: Unter direkter und massiver Intervention der USA hat in Venezuela ein Regimewechsel stattgefunden. Ein Detail ist es wert, darüber nachzudenken: Russische Medien verwenden den Begriff "Entführung", während viele inländische Medien dem US-Sprachgebrauch folgen und von "Verhaftung" oder "Festnahme" sprechen. Venezuela hingegen hat den nationalen Notstand ausgerufen und die militärische Aggression der USA verurteilt. Falls ihr noch nicht über die Hintergründe dieser Angelegenheit informiert seid, fasse ich sie kurz zusammen. Erstens: Venezuela ist kein kleines Land. Es ist so groß wie Frankreich und Deutschland zusammen, hat 30 Millionen Einwohner und 120.000 aktive Soldaten. Noch entscheidender: Es verfügt über die größten Ölreserven der Welt, 18 % des globalen Vorkommens. Zweitens: Der Krieg der USA gegen Venezuela begann nicht erst heute. Nachdem Chávez 2001 in die Politik zurückkehrte, starteten die USA den sogenannten "hybriden Krieg": diplomatische Isolation, wirtschaftlicher Druck, Unterstützung der Opposition. Unter den langfristigen Wirtschaftssanktionen stand das Maduro-Regime ohnehin unter großem Druck. Im August letzten Jahres begann Trump plötzlich, unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung, tödliche Angriffe auf mutmaßliche Drogenschiffe durchzuführen; im Dezember desselben Jahres bombardierte er Hafenanlagen im Landesinneren, und dann geschah das heutige Ereignis – sehr plötzlich. Drittens: Die sogenannten Drogen sind nicht der wahre Grund. Die USA haben seit letztem Jahr massiv militärische Kräfte stationiert und mit aller Härte zugeschlagen, aber nie Beweise für Drogenhandel oder -transport vorgelegt. Das von den USA behauptete offizielle Drogennetzwerk Venezuelas – die sogenannte "Sonnenkartell" – wird von unabhängigen UN-Beobachtern und Think Tanks eher als ein von den USA geschaffenes Etikett angesehen. Daher wird international allgemein angenommen, dass es sich um eine politische Aktion handelt, um Maduro zum Rücktritt zu zwingen. Maduro sagt, die USA hätten es auf Venezuelas Öl und Gold abgesehen – der Unschuldige wird bestraft, weil er einen Schatz besitzt. Viertens: Obwohl sowohl "Der Wissende" (Trump) als auch Biden auf Maduro abzielen, sind ihre Methoden unterschiedlich. Biden setzte vor allem auf sanfte Mittel: Lockerung der Sanktionen, kleine Zugeständnisse. Trump hingegen ist sowohl bei Sanktionen als auch bei militärischen Mitteln sehr direkt, konsultiert überhaupt nicht mit Verbündeten und schlägt einfach zu. Das ist auch ein Merkmal der neuen US-Strategie – die USA wollen mit geringen Kosten ihre absolute regionale Hegemonie wahren. Schließlich: Die US-Politik gegenüber Venezuela hatte schon lange verschiedene Optionen: Attentate, Anstiftung zu internen Putschen, Kommandoaktionen zur Enthauptung mit kleiner Landung usw., die alle abgelehnt wurden, weil die Erfolgsaussichten gering waren. Frühere Pläne sahen fast alle einen offenen Stellungskrieg vor, der eine Armee von 50.000 Mann erfordert hätte, um das Maduro-Regime zu stürzen – mit dem Risiko eines irakischen Scheiterns. Aber Trump hat es diesmal geschafft, was tatsächlich sehr ungewöhnlich ist. Die weitere Entwicklung in Venezuela könnte sehr komplex werden: Es gab schon immer viele Unterstützer und Gegner Maduros, aber jetzt könnte gelten: Wen die USA unterstützen, der wird erst recht abgelehnt, was letztlich in einen Kreislauf der Gewalt führen könnte. Das ist noch ungewiss und muss beobachtet werden. Eines ist jedoch sicher: Die USA sind dabei, das politische Umfeld Lateinamerikas mit Gewalt umzugestalten. Als ich letztes Mal sagte, Lateinamerika rücke kollektiv nach rechts – was passiert, wenn man sich nicht bewegt? Jetzt wird ein Exempel statuiert. Das ist sowohl ein Signal an Lateinamerika als auch an China und Russland – die Weltordnung verändert sich; die beiden Mächte mögen abwägen, wo sie kämpfen und wo sie Kompromisse eingehen wollen. China ist seit vielen Jahren in Venezuela engagiert. Das Öl, das wegen der Sanktionen nicht verkauft werden kann, wird im Grunde von uns aufgekauft, einschließlich Öl-gegen-Kredite, RMB-Abwicklung und dem Einfluss chinesischer Unternehmen in Lateinamerika – all das wird tatsächlich beeinträchtigt. Daher ist unsere künftige Reaktion ebenfalls entscheidend.
阿拾
29. Sept. 2026
Liebe Leute, heute sprechen wir über ein Gespräch, das mir sehr zu schaffen gemacht hat. Der Sprecher ist Tighe Barry, der Leiter einer amerikanischen Antikriegs- und Friedensorganisation. Er kommentiert nicht irgendeinen Präsidenten, sondern spricht von einer Enttäuschung: Wenn eine Regierung den Hass der Menschen schürt, ist das keine Regierung, die es wert ist; ich verdiene mein Land besser, ich verdiene eine bessere Wahl, eine bessere als Trump und Biden. Er findet, dass das Problem jetzt nicht nur die Politik ist – die Seele der Amerikaner ist verschwunden, sie haben die Orientierung verloren, und kein Führer kann sie führen. Die Linke spricht von Gesellschaft und Rechtsstaat, die Rechte von Wirtschaft, aber die Tatsache, die er sieht, ist: Die wirtschaftliche Kluft wird größer, der Lebensstandard sinkt. Die Wirtschaftsdaten sehen auf dem Papier gut aus, aber die Menschen können im Leben nicht einmal ihre Rechnungen bezahlen. Sobald diese unheimliche Atmosphäre entsteht, wenden sich die Menschen natürlich den Dingen zu, die ungewohnt, aber einfach sind – den leichten Zielen. Er sagt, ja, die Amerikaner leiden, und er stimmt dem zu: die stündliche Steuerlast, das Wohnungsproblem, die Lebenshaltungskosten, all das ist wichtig. Aber das eigentliche Problem ist die Seele des Menschen. Seiner Meinung nach sind viele der derzeitigen Spaltungen in den USA als kulturelle Probleme verpackt, während die wirtschaftlichen und sozialen Spaltungen einander sehr ähnlich sind – die Spaltung zwischen oben und unten ist die grundlegende. Das ist auch der Grund, warum Biden in der Wirtschaft zum Scheitern gezwungen ist. Seine Kritik an diesen transnationalen Eliten ist besonders scharf. Er sagt, Führer sollten in der Lage sein, Menschen wie Bezos und Musk anzuleiten, das zu tun, was Amerika tun muss; aber diese Leute sind international, sie geben nur vor, Amerikaner zu sein. Wenn es ihnen nützt, hissen sie die amerikanische Flagge, aber sobald es schlecht läuft, gehen sie. Sie haben Orte, wohin sie gehen können: in der Schweiz, in Brasilien und Banken auf der ganzen Welt. Er findet das erbärmlich, aber es ist auch die Realität. Ist das ein Krieg zwischen Rechten und Linken? Er sagt, eigentlich nicht. Es ist ein Krieg, den einige Leute wollen. Die Linken wollen normalerweise nicht, dass jemand leidet; aber Leute wie Trump, denen ist es egal. Er findet, es geht nicht um rechts oder links, sondern um diejenigen, die nur bestimmte Dinge wollen, im Gegensatz zu den gewöhnlichen Menschen. Viele Menschen wählen Trump, weil sie glauben, dass Trump die Kriege beenden wird. Er sagt, wenn Trump wirklich die Kriege beendet, würde er ihn unterstützen; aber er würde Trumps andere Politik nicht unterstützen. Wenn Trump die amerikanischen Angriffe im Ausland stoppen und die Truppen aus dem Irak abziehen könnte, dann würde er alles unterstützen, was wir tun können. Aber er ist auch wachsam: Trump könnte ein "Virus" sein. Wenn das in der Schweiz wäre, wenn das in den Niederlanden wäre, sie hätten eine verrückte rechte Figur gewählt, wen würde das kümmern? Aber Amerika hat eine enorme Macht und kann viel Zerstörung anrichten. Und er mag es nicht, dass sein Land für Zerstörung steht. Schließlich kommt er auf diesen Satz zurück: Ich verdiene ein besseres Land. Amerika sollte nicht für Zerstörung stehen, sondern für Verantwortung und Werte.
阿拾
29. Sept. 2026
Liebe alle, die erfreulichste Entdeckung beim heutigen Lesen des Berichts ist: Gicht ist heilbar. Ein Forschungsteam der Shanghai Jiao Tong Universität hat möglicherweise einen Weg gefunden, Gicht vollständig zu besiegen. Dieses Ergebnis wurde in der internationalen Top-Zeitschrift „Biomaterials“ veröffentlicht. Einfach gesagt: Man verwendet Seltenerdoxid als Hülle, füllt Uricase als Füllung hinein und verabreicht diese „Teigtasche“ mit einem Durchmesser von 100 Nanometern in den Gelenkraum. Sie kann Gichtknoten auflösen und deren Wiederbildung hemmen, Gelenkentzündungen beseitigen und hat keine Nebenwirkungen traditioneller Medikamente. Gicht plagt die Menschheit nicht nur seit Jahrtausenden, sondern wird in Zukunft immer häufiger auftreten: 2020 gab es weltweit fast 56 Millionen Patienten, für 2050 wird eine Zahl von über 100 Millionen prognostiziert. Gicht wird durch Gene und Lebensstil verursacht. Im Laufe der Evolution erlitt der Mensch eine Genmutation und verlor die Uricase, was zu einem weit höheren Harnsäurespiegel als bei anderen Säugetieren führt. In der Urzeit konnte dies einen Überlebensvorteil bringen: Fructose in Fett umwandeln, um Zeiten der Nahrungsknappheit zu überstehen. Daher litten nur Kaiser, Könige, Generäle und Minister an diesem Nachspiel von Völlerei und Ausschweifung; Gicht wird im Westen „Königskrankheit“ genannt. Doch die traditionelle Ernährung und das Einkommensniveau in Ostasien waren nicht hoch, daher wurde sie nicht leicht ausgelöst. Jetzt ist es anders. Der Lebensstandard steigt stetig, der Konsum von rotem Fleisch, Meeresfrüchten, Alkohol und Sirup nimmt immer mehr zu; was nicht ausgeschieden werden kann, kristallisiert zu nadelförmigem Natriumurat aus, das sich in den Gelenken ablagert und Gicht auslöst. Derzeit gibt es viele Medikamente zur Behandlung von Gicht: Es gibt Breitband-Antiphlogistika und Analgetika wie Colchicin und Glucocorticoide, aber auch spezielle Mittel zur Senkung der Harnsäure und Förderung der Ausscheidung. Doch keines dieser Medikamente kann die Auflösung von Kristallen, die Entzündungshemmung und die Verringerung der Osteoklastenaktivität miteinander kombinieren. Letzteres ist ebenfalls sehr wichtig, da Entzündungen die Osteoklasten stimulieren, Knochen abzubauen, was zu Deformationen der Gelenk- und Knochenstruktur führt. Was ist nun die neue Lösung, die das Team der Jiao Tong Universität entwickelt hat? Man füllt Uricase in hohle Nanokugeln aus Ceroxid. Diese anorganische Hülle blockiert einerseits Proteasen und täuscht andererseits das Immunsystem, sodass die Uricase sicher arbeiten und Uratkristalle auflösen kann. Bei der Arbeit der Uricase entsteht als Nebenprodukt Wasserstoffperoxid, das starken oxidativen Stress auslöst und Gewebe schädigt; daher hat die direkte Injektion von rekombinanter Uricase oft diese Nebenwirkung. Ceroxid spielt hier eine Schlüsselrolle: Es kann Wasserstoffperoxid sofort in Wasser und Sauerstoff umwandeln. Dieses Konzept wurde bereits an Ratten validiert: Gelenkentzündungen klingen ab, Knorpelschäden heilen fast vollständig, und es verursacht keine Leber- oder Nierenprobleme. Cer ist das häufigste Seltenerdelement, sogar häufiger als Kupfer. Obwohl China etwa die Hälfte der Weltreserven und 60 % der Produktion auf sich vereint, gibt es auch in den USA und Australien Vorkommen – Lynas ist beispielsweise ein Kernakteur der nicht-chinesischen Lieferkette. Als industrielles Massenprodukt ist Cer derzeit im Überangebot, der Anteil im Gesundheitswesen ist sehr gering, sodass die Produktion kein Engpass ist. Die eigentliche Hürde liegt im Verfahren. Industrielles Cer erreicht gerade einmal 99,9 % Reinheit, medizinisches Ceroxid stellt jedoch extrem hohe Anforderungen: Die Reinheit muss 5N oder sogar 6N erreichen, ohne Rückstände anderer Schwermetalle; die Partikelgröße muss präzise kontrolliert werden, um biologische Barrieren leicht zu durchdringen und nicht in Blutgefäßen zu agglomerieren und Embolien zu verursachen; am wichtigsten ist die Oberflächenvalenz – das Verhältnis von drei- zu vierwertigem Cer muss präzise steuerbar sein, um freie Radikale zu beseitigen und Entzündungen zu behandeln. Bei der Herstellung von hochreinem Ceroxid hat China einen diskontinuierlichen Kostenvorteil. Ein großes Problem des Westens ist die unzureichende Pilotproduktionskapazität, was zu hohen Kosten und langen Zyklen in der präklinischen Forschung führt. Betrachtet man die前沿 Mechanismusforschung: Chinas Publikationsvolumen übertrifft das der USA, doch die USA bleiben bei der Erforschung biologischer Mechanismen und Targets wegweisend, und bei der klinischen Translation klafft eine enorme Lücke zu uns. Unsere eigentliche Hürde liegt im Nanengineering und in der Syntheseverfahren – die Struktur und Oberflächenmodifikation von Nano-Ceroxid sind äußerst wichtig, hier haben wir einen überwältigenden Vorteil. Man kann sagen: China ist „Material wartet auf Biologie“, die USA sind „Biologie sucht Material“. Hoffen wir, dass Gicht eines Tages wirklich nicht mehr die „Königskrankheit“ ist, die die Menschheit seit Jahrtausenden plagt.
阿拾
29. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, heute sprechen wir über den Spielkorruptionsfall, der von Bruder 80 aufgedeckt wurde. Man kann danach suchen: Ein großer Geldausgeber in einem Spiel spendete Geld für die Kriegskasse der Allianz, aber 99 % des Geldes wurde von mittleren Dieben unterschlagen, und die untersten Laufburschen konnten nur den verbleibenden 1 % unter sich aufteilen. Das hat bei vielen Menschen Resonanz ausgelöst. Jeder fühlte sich an sein eigenes Leben erinnert: Die oberen Ränge sind untätig, die unteren schuften sich ab, und alle Vorteile werden von den gierigen Mittelschichten verschlungen. Den Leuten geht es eigentlich nicht um dieses Spiel, sondern um die Ungerechtigkeit der Machtstruktur. Das erinnert mich plötzlich an einen "alten Bekannten" – den Mann hinter Trump, den Paten der MAGA-Bewegung, Steve Bannon. Er nutzte die Wut der Spieler und lenkte diese Kraft nach und nach in die Zerstörung des bestehenden politischen Systems, bis sie schließlich zu einer rechtsgerichteten populistischen Bewegung wurde, die den gesamten Westen erfasste. Bannon war außer in Finanz- und Medienkreisen noch in vielen anderen Bereichen unterwegs, zum Beispiel in Online-Spielen. Anfangs betrieb er in Hongkong ein Boosting-Geschäft für World of Warcraft und nutzte die billige Arbeitskraft chinesischer Spieler, um für westliche Geldgeber Gold und Ausrüstung zu farmen. Anfangs lief das Geschäft sehr gut, so gut, dass sogar Goldman Sachs 60 Millionen Dollar in dieses Studio investierte. Doch dieses Geschäftsmodell wurde von amerikanischen Internetnutzern kollektiv boykottiert. Diese äußerst aktiven Nutzer mobilisierten über Foren und schlossen sich zusammen, um gegen ihren Feind zu kämpfen – die Elite, die durch Geld die Fairness zerstörte, und die Goldfarm-Studios, die die Bedingungen für diese Ungerechtigkeit schufen. Sie vereinten sich, um negative öffentliche Meinung zu erzeugen und Sammelklagen einzureichen, was Bannon schließlich zwang, das Geschäft aufzugeben. Obwohl er Geld verlor, lernte Bannon daraus die Online-Mobilisierung und wandte sie bald auf sein nächstes Geschäft an, das rechte Medienunternehmen Breitbart News. Nur dass er diesmal vom Unterdrücker der normalen Spieler zu ihrem Sprachrohr wurde. Er berichtete ausführlich über den sogenannten "Gamergate"-Skandal, unterstützte die Spieler im Widerstand gegen die Bewertungs- und Definitionsmacht der linken Medien über Spiele, gegen die Anpassung an vielfältige Ästhetik und die erzwungene Einfügung politisch korrekter Elemente in Hautfarbe, Geschlecht und Aussehen von Spielcharakteren, und forderte die Rückeroberung ihres kulturellen Terrains. Ein wichtiger Ausgangspunkt der Gamergate-Affäre war das Reddit-Forum, dessen CEO Ellen Pao war, eine Frau chinesischer Abstammung. Sie wollte durch Änderung der Forenregeln frauenfeindliche Äußerungen einschränken, wurde aber von Bannons Medien als typisches Beispiel für "multikulturelle Eliten, die in die Meinungsfreiheit eingreifen" dargestellt, und wurde von wütenden Spielern zum Rücktritt gezwungen – selbst der Vorstand konnte sie nicht halten. Das bewies Bannon eines: Online-Konflikte sind durchaus machbar und können genutzt werden, um größere Machtstrukturen umzugestalten. Später traf er Trump und half ihm, seine politische Basis zu sichern, mit genau denselben Mitteln: Er nutzte unzählige Spieler, viele davon junge weiße Männer, die im realen Leben unzufrieden sind. Sie sind sehr empfindlich, wenn ihre kulturelle Identität marginalisiert wird, denn die neoliberale Wirtschaft ist tief verwurzelt, und die sozioökonomische Realität der Unterschicht ist schwer zu ändern; wenn man kulturell auch noch dem traditionellen, grenzüberschreitenden Multikulturalismus Platz macht, bedeutet das, sich aus dem politischen Leben dieser Zeit zurückzuziehen und völlig unbedeutend zu leben. Bannon organisierte ihre Wut und verwandelte sie in eine eiserne Faust gegen das Establishment, die schließlich mit Identitätspolitik gegen Identitätspolitik die gesamten USA und den Westen erfasste. Die Macht, gegen die sich der rechte Populismus richtet, ist diffus. Sie haben ein Ziel namens "Cathedral", was Anti-Establishment und gegen die gesamte politische Maschinerie bedeutet, weshalb man den Wald niederbrennen und den Sumpf trockenlegen muss, um wiedergeboren zu werden. Ob dies eine weitere Täuschung durch eine andere Machtelite ist, spielt keine Rolle mehr; wichtig ist, durch Tun zu lernen. Aber das ist anders als die Resonanz, die Bruder 80 ausgelöst hat. Unsere Kultur ist eigentlich die Einheit von Familie und Staat: Die Leute hassen nicht den Kaiser, sondern die Eunuchen. Wenn Bruder 80 bereit ist, Geld zu geben, ist er ein guter Kaiser, und es wäre noch besser, wenn er nicht so weit vom Volk entfernt wäre. Die wahren Übeltäter sind die "Eunuchen" im Management. Die Leute beschimpfen die privilegierte Mittelschicht, die oben täuscht und unten unterdrückt, und glauben, dass ihre Gier die schönen Ideale der obersten Führung vereitelt und die Hoffnung der Unterschicht auf sozialen Aufstieg blockiert. Kurz gesagt, der Kern dieser Wut liegt nicht darin, die Ordnung selbst umzustürzen, sondern ihre Funktionsmechanismen zu verbessern, um sie gerechter zu machen – also nicht wie Bannon und Trump, die ein großes Land regieren, als würden sie einen großen Pfannkuchen backen und überall alles von Grund auf neu machen. Aber es gibt ein Problem, das die ganze Welt und die gesamte Menschheit nicht gelöst hat: Die Ausübung von Macht hängt von Mechanismen ab: Der Kaiser braucht immer Eunuchen. Wenn man dir die Chance gibt, ein Eunuch zu sein, würdest du ein guter Eunuch sein? Das weiß ich nicht. Aber ich weiß nur, dass die Wut der Menschen über Ungerechtigkeit und ihre Hoffnung auf Gerechtigkeit gelenkt werden müssen. Warum erzähle ich das heute? Weil ich vor langer Zeit auch in der Spielebranche war und in einem Studio für ein Pay-to-Win-Spiel für einen Bereich namens "Du schlägst vor, ich ändere" verantwortlich war, wo wir die Meinungen und Vorschläge der Spieler zu diesem Spiel sammelten. Unzählige normale Spieler gaben aktiv Feedback, und man konnte sehen, dass sie das Spiel wirklich liebten, aber es nützte nichts – alle Versionsplanungen und Event-Operationen drehten sich um die Superreichen. Der Chef hatte einen berühmten Spruch: "Fordere nicht mit deinem Jahresgehalt mein Taschengeld heraus", und er hielt sich tatsächlich daran; eine Person konnte die gesamte Serverbevölkerung herausfordern. Schließlich trieb diese verzerrte Ökologie die normalen Spieler und Kleinzahler, die nicht als Statistengruppe enden wollten, dazu, mit den Füßen abzustimmen, aus der Machtordnung zu fliehen und zu privaten Servern zu strömen. Die gesamte Spielgemeinschaft verlor schließlich ihre Vitalität und erreichte nicht das sogenannte nachhaltige Win-Win. Ein Werbeslogan eines Konkurrenten von damals traf es gut: It's not a game, It's a world – Das ist kein Spiel, das ist eine ganze Welt.
阿拾
29. Sept. 2026
Leute, Musk hat 44 Milliarden Dollar für Twitter ausgegeben – was will er damit eigentlich erreichen? Manche sagen, er wolle einfach seine anderen Geschäfte, wie Tesla, noch stärker anpreisen. Warum fängt Tesla überhaupt an zu werben? Letztendlich ist es ein in China hergestelltes Elektroauto, und es muss sich dem Wettbewerb stellen. Also hat er für Twitter einen neuen CEO gesucht, der aus der Werbebranche kommt. Aber diese Sichtweise verkleinert Musks Vision. Erstens fürchten Werbetreibende zwei Dinge: gefälschte Effekte durch Bot-Armeen, bei denen das Geld nur fake Wellen schlägt; und kontraproduktive Effekte, denn extreme politische Ansichten sind niederwertiger und risikoreicher Content, der schnell Ärger macht und eine Markensicherheits-Gefahrenzone darstellt. Ausgerechnet diese beiden Nutzertypen sind auf Twitter zahlreich vertreten, weshalb die auf Werbemedien spezialisierte GroupM Twitter einst als „hochriskant“ einstufte. Zwar wurde das Label inzwischen entfernt, doch die Aussichten sind ungewiss. Zweitens hat Musk selbst gesagt, er kaufe Twitter, um der Menschheit einen gemeinsamen digitalen Marktplatz zu schaffen, weil er die Menschheit liebe. Na toll, der letzte, der behauptete, die Menschheit zu lieben, wurde ans Kreuz genagelt, und nun scheint Musk von den westlichen Medien ebenfalls ans Kreuz genagelt zu werden. Das Time Magazine schrieb, er setze seine halbgebackene Philosophie der Meinungsfreiheit äußerst effizient in die Praxis um. Der neue Boss Musk fegte mit seinen ersten Amtshandlungen durch: Von fast 8000 Mitarbeitern blieben nur 1500 übrig. Er hielt sie alle für Müll – Twitter sei eine Jauchegrube, 90 % der Mitarbeiter würden Geld kassieren, ohne zu arbeiten, und nur nutzlose Meetings abhalten. Eine Abteilung wurde komplett entfernt: Trust and Safety, die traditionellen Medien Verifizierungen ausstellte. Ihr alle seid „Wahrheitsministerien“ und habt den kleinen blauen Haken; aber Medien aus China, Russland und Iran nicht – die bekamen ein spezielles Label: „staatlich verbundene Medien“, was bedeuten sollte, dass ihre Inhalte politische Propaganda und unglaubwürdig seien. Ursprünglich 2020 nur gegen Russland gerichtet, beschloss Twitter nach Rücksprache mit Informationskriegs-Experten und Menschenrechtsorganisationen, auch China einzubeziehen. Um nicht unfair zu wirken, wurde scheinheilig ein Standard festgelegt: staatliche Medien und Regierungsvertreter der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats zu kennzeichnen. Aus praktischen Gründen wurde jedoch zuerst China markiert. Und Iran wurde ebenfalls wie ein ständiges Mitglied behandelt. Nicht nur das Label, auch ihre Inhalte wurden nicht empfohlen, sie verloren Follower – das nennt man Shadowban. Schätzungen zufolge sanken Reichweite und Aktivität der sanktionierten Konten um 20 bis 30 %. China und Russland waren natürlich wütend: Warum steckt diese westliche Social-Media-Plattform mit der Regierung unter einer Decke? Dann kam die andere „Hose“ – die Nachrichtenmedien – hervor und sagte: Halt die Klappe, wir reden hier von Meinungsfreiheit. Freiheit ist für Menschen; was uns betrifft: Gute Leute sind Menschen, ihr Bösen seid keine Menschen. Schau dir diese heuchlerische Fratze an. Eigentlich sind sie gar keine Medien – Twitter ist das Medium, sie sind nur eine Gruppe wenig beliebter Kolumnisten, die daran hängen. Musk erkennt diese Kolumnisten auch nicht wirklich an. Er sagte: Ihr habt dank dieses Verifizierungssystems einen blauen Haken und glaubt, eure Aussagen seien richtiger als die normaler Nutzer? Was ist das für ein Kastensystem? Schafft das ab. Die Macht gehört dem Volk. Die Leute sahen: Ach, wir haben ja alle Geld, also zahlen wir 8 Dollar im Monat für eine Mitgliedschaft – der edle blaue Haken gehört dir. Also überarbeitete Twitter sein Verifizierungssystem und entfernte die negativen Labels für Medien aus China, Russland usw., und die unterdrückten Konten begannen wieder zu wachsen. Na toll, die westlichen Medien rasteten aus: Ich, der gekrönte König, werde auf eine Stufe mit Verschwörungstheoretikern und Marketing-Accounts gestellt – das habe ich ja noch hingenommen, aber wie kannst du es zulassen, dass chinesische und russische Medien aus der Unwürdigkeit entlassen werden? Musk dachte nach: Stimmt, dann will ich mal ausgleichen und euch auch das Label „staatlich verbundene Medien“ verpassen? Nein. Dann formulieren wir es anders – wie wäre es mit „staatlich finanzierte Medien“? Die BBC war immer noch unzufrieden: Ich werde doch nicht vom Staat finanziert. Aber der Staat verlangt von allen, dass sie dir Geld zahlen, und spart sogar den Zwischenhändler. CBC aus Kanada sagte, der staatliche Finanzierungsanteil müsse über 70 % liegen, um dieses Label zu bekommen? Gut, dann bekommst du das Label „69 % staatlich finanziert“. Diese Aktion brachte NPR (National Public Radio) in den USA dazu, Twitter zu verlassen. Ihre letzte angepinnte Nachricht lautete: „Bitte abonnieren Sie unseren E-Mail-Newsletter.“ Zum Totlachen – was ist das für eine vormoderne Leseart? Das ist, als würde ein Kolumnist sagen: Ich reiche keine Beiträge mehr ein, liebe Leser, kommt bitte zu mir nach Hause und stellt euch an, um meine handschriftlichen Kopien abzuholen.
阿拾
29. Sept. 2026
Liebe Leute, heute sprechen wir über den „Unfall“ von JD.com und Yang Li. Ursprünglich war es nur eine geschäftliche Zusammenarbeit, aber das Objekt war kein gewöhnlicher Star, sondern eine Stand-up-Comedian, die mit Witzen über „durchschnittliche und selbstbewusste“ Männer bekannt wurde. JD.com dachte zunächst, sie würde mehr neue Nutzer bringen als alte verlieren, aber die Sache geriet schnell außer Kontrolle. Die männlichen Verbraucher, die sich selbst „Jiba“ nennen, handelten unglaublich schnell. Viele JD.com-Nutzer gaben Waren zurück, deinstallierten die App und wechselten zu Taobao und Pinduoduo. Diese Aktion war für JD.com kein „Glück vom Himmel“, sondern ein Unglück vom Himmel. Es blieb nicht nur beim Konsumgeschäft: Einige Nutzer des JD.com-Geldbeutels begannen, große Summen abzuziehen. Wenn jemand online seine Transaktionen zeigt, wird der Schneeball immer größer. Internet-Finanzplattformen fürchten am meisten einen Ansturm auf Einlagen, denn der Großteil der Guthaben der Nutzer wird für Finanzierungen oder Investitionen verwendet. Dies ist nicht nur ein Problem der Double-11-Leistung, sondern schadet dem Ruf und der strategischen Ausrichtung von JD.com. Also zog JD.com das Marketingmaterial zurück, beendete die weitere Zusammenarbeit und entschuldigte sich öffentlich. Auf der anderen Seite waren die „Jimeis“ auch unzufrieden: Wie kann JD.com sich von Yang Li trennen, nur weil „widerliche Männer“ Ärger machen? So wurde eine Welt erreicht, in der nur JD.com verletzt wurde. Das erinnert mich daran: In der Unterhaltungsbranche gibt es nicht wenige, die wegen Drogen, Prostitution oder häuslicher Gewalt vom Podest fallen. Warum rufen bei ihnen, wenn etwas passiert, nur wenige dazu auf, die Marken, für die sie werben, massenhaft zu boykottieren, während Yang Lis Kontroverse eine so große kommerzielle Wirkung hat? Der Grund ist einfach: Die Leute denken, dass es diesmal sie selbst betrifft. Künstler, die unmoralisch oder sogar kriminell sind, greifen normale Verbraucher nicht direkt an; die Verurteilung basiert auf Moral und Rechtsstaatlichkeit. Aber Yang Lis Witze machen „durchschnittliche Männer“ direkt zur Lachnummer. Theoretisch verspottet sie nur eine Minderheit von „durchschnittlichen, selbstbewussten Männern“, aber die meisten Menschen sind durchschnittlich und brauchen Selbstachtung. Stand-up-Comedy wird oft als die Kunst der Beleidigung bezeichnet, aber der Kern der Komödie ist, dem Publikum einen psychologischen Sieg zu verschaffen. Aristoteles sagte, die Komödie ahme Menschen nach, die schlechter sind als der Durchschnitt; das Publikum sieht Falschheit, Böses und Hässliches und vollzieht eine psychische Überwindung auf eine Weise, die keinen Schmerz verursacht. Das Problem ist nicht, ob man beleidigen kann, sondern gegen wen man im Namen des Publikums kämpft. Wirklich kraftvolle Beleidigungen sollten sich gegen die Starken richten, gegen diejenigen, die einen ausbeuten, psychisch zermürben und denen man nicht zu widersprechen wagt. Es gibt zu viele große Monster und kleine Dämonen im Leben, die einem das Blut abzapfen. Wenn man die „99 Schwierigkeiten“ der Menschen anspricht, kann das Publikum Resonanz finden. Aber wenn man durchschnittliche Männer als großen Boss darstellt, rutscht der Witz leicht von der Beleidigung der Macht zum Spott über die Schwachen ab. Yang Lis Satz „Erfolgreiche Menschen sind alle großzügig“ hat eine besonders stechende implizite Logik: Wenn man beleidigt werden kann, scheint das zu beweisen, dass man nicht erfolgreich genug ist. Aber die Würde eines Menschen sollte nicht mit seinem wirtschaftlichen Wert gleichgesetzt werden. Heute ist die existenzielle Angst so weit verbreitet, dass viele normale Menschen bereits auf dünnem Eis gehen. Am meisten brauchen sie Empathie und Ermutigung, nicht die Erinnerung: „Du fühlst dich schlecht, weil du nicht erfolgreich bist.“ JD.com ist nicht der erste Händler, der wegen einer Zusammenarbeit mit Yang Li einen Unfall hatte. Marken wie Shede Spirits, HLA, Great Wall Motors und Intel waren alle in Kontroversen verwickelt. Warum stellen sich Unternehmen immer noch in die Schlange für eine Zusammenarbeit? Weil das Kapital populäre Kulturprodukte liebt, die die Massen erreichen können. Solange die Information die Nutzer erreicht, ist es der Plattform oft egal, ob sie die Gesellschaft spaltet. Offline-Stand-up-Comedy kann ein bestimmtes Publikum bedienen, aber der Branche fehlt es in vielen Städten an Raum und Talentförderung, sodass sie nur von Online-Boni leben kann. Algorithmen schieben die Top-Künstler immer wieder allen vor die Augen, und der Ausdruck einer kleinen Gruppe wird zur Massenkultur. Unternehmen senden mit „Vielfalt und Inklusion“ ein Tugendsignal, kümmern sich aber nicht unbedingt um den Inhalt, und am Ende verärgern sie sowohl bestehende Verbraucher als auch neue, ohne stabile neue Nutzer zu gewinnen. Also ist der Unfall von JD.com nicht durch den Gegensatz zwischen Männern und Frauen zu erklären, noch durch „Stand-up-Comedy muss beleidigen“. Komödie kann scharf sein, aber sie sollte am besten auf die Starken zielen; die Wirtschaft kann nach Traffic streben, aber sie darf nicht so tun, als gäbe es keine sozialen Konsequenzen. Das Kapital tauscht Kontroversen gegen Aufmerksamkeit, die Plattform verstärkt Konflikte mit Algorithmen, und am Ende tragen die normalen Menschen die Kosten. Liebe Leute, denkt darüber nach, denkt genau nach.
阿拾
29. Sept. 2026
Leute, lasst uns über den Druck und die Hoffnung in der Stadt Shanghai sprechen und auch über meine Aufregung, Angst und Verwirrung, nachdem ich plötzlich zum „City-Bruder“ geworden bin. Während des Gesprächs erzählte der Moderator von seinen Erfahrungen, als er 2010 nach Shanghai kam. Damals war er sehr einsam und wollte einen Husky oder Alaskan Malamute halten, aber er kam erst nach Mitternacht von der Arbeit nach Hause und hatte einfach nicht die Möglichkeit, sich um einen Hund zu kümmern, also hielt er sich schließlich eine Katze. Die Einschränkungen der Stadt bestimmen manchmal sogar, welches Haustier man halten kann. Aber die Stadt bietet auch mehr Chancen. Das wirklich Schwierige ist nicht, ob die Stadt Druck hat, sondern ob man Zeit zum Ausruhen, Erholen und Nachdenken findet, um klar zu sehen, was man wirklich will. Die Arbeitskultur in Shanghai lässt selten solche Lücken, und wenn man nicht innehält, um neue Energie zu tanken, neigt man dazu, seine eigenen Probleme auf die Umgebung zu projizieren. Früher habe ich mich immer als Künstler und Improvisationskomiker gesehen, aber kürzlich bin ich durch einen Satz – „City oder nicht City, sehr City“ – plötzlich berühmt geworden, und der neue Druck kam mit. Ich mache mir Sorgen, ob ich zu einem „One Trick Pony“ werde, der nur diesen einen Trick draufhat. In Singapur wurde ein indischer Arbeiter berühmt, weil er auf Kantonesisch fragte: „Tee trinken oder nicht?“, und man nannte ihn den Teetrink-Bruder; später schien er nur noch diesen Satz wiederholen zu können. Ein Meme kann einen nach oben bringen, aber auch an Ort und Stelle festhalten. Ich hoffe, weiter zu erkunden und mit meiner Erfahrung in Content und Performance den nächsten Weg zu finden, anstatt für immer im Label City gefangen zu sein. Das Schlimmste an sozialen Medien ist, dass sie Menschen leicht zu Produkten machen. Einige MCNs lassen viele Streamer denselben Text vorlesen und dieselbe Handlung spielen; wer viral geht, muss es ständig kopieren. Der Algorithmus belohnt nicht den vollständigen Menschen, sondern eine bestimmte funktionierende Performance. Ich möchte ich selbst sein und gleichzeitig den Nutzern dienen, die mir folgen – wie man eine gute Beziehung zwischen Freiheit und Nachfrage herstellt, ist wirklich schwierig. Die Belohnung durch Traffic ist auch wie eine Sucht. Beim ersten plötzlichen Viralgehen wartet man ständig auf das nächste Mal. Mein ideales Ich würde denken, dass es sich lohnt, wenn ein Werk ein paar Hundert Menschen Freude bringt und ein paar Hundert Likes bekommt; mein wahres Ich fragt jedoch, warum es nicht Tausende oder Zehntausende sind. Streamer wie IShowSpeed wurden wegen Wut und übertriebener Performance beachtet und zertrümmern später ständig Mäuse und Tastaturen. Chinesische Netzbürger nennen ihn „Hyperthyreose-Bruder“; je berühmter die Rolle wird, desto leichter wird er selbst von der Rolle umgeformt. Ich habe auch mit meiner Freundin Nina darüber gesprochen. Sie sagte, Kreative müssten ständig erkunden, welche Seite von sich das Publikum sehen möchte. Wir haben uns kürzlich in Peking getroffen und wollten eigentlich Douzhi trinken, aber am Ende haben wir es nicht geschafft. Das Publikum mag vielleicht vorübergehend eine Rolle, aber nach einer Weile wird es auch langweilig. Das Problem ist, ich weiß nicht, ob die Leute das echte Ich sehen wollen oder eine andere, unterhaltsamere Rolle. Auf Xiaohongshu richtet sich die Aufmerksamkeit manchmal eher auf die Person selbst; Douyin bevorzugt oft ein Meme oder eine Serie. Viele folgen nicht mir, sondern der City-Serie. Von der Aufmerksamkeit für ein Meme zur Aufmerksamkeit für den Creator selbst zu wechseln, ist nicht einfach. Wer langsam Fans aufbaut, hat weniger Schwankungen, aber jemand wie ich, der plötzlich viral geht, muss einen stärkeren Absturz verkraften. Also kann ich nur weiter erkunden, Arbeit und Spaß wieder trennen und mir Zeit zum Ausruhen und Nachdenken nehmen. Das Internet ermöglicht es Menschen, in großen Städten, kleinen Städten oder sogar Kleinstädten kreativ zu sein, aber egal wo, muss man zuerst sein vollständiges Ich bewahren. City-Bruder zu werden ist eine Chance, und ich möchte nicht, dass es zu einem Käfig des Traffics wird.
阿拾
29. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, kürzlich hieß es, unsere chinesische Pharmaindustrie habe sich von einem unbekannten Kapazitätsanbieter in ein globales Innovationszentrum verwandelt. In den letzten zehn Jahren haben wir nicht nur schnell von 1 auf 99 aufgeschlossen, sondern wirklich begonnen, originäre Innovationen von 0 auf 1 zu betreiben. Die ausländischen Pharmaunternehmen können jetzt nicht mehr stillsitzen und eilen in unsere chinesischen Labore, um Projekte zu finden, aus Angst, andere könnten ihnen zuvorkommen. Seit der zweiten Hälfte des letzten Jahres ist das globale Pharma-Kapital wieder in Bewegung geraten, insbesondere im Januar und Februar dieses Jahres wurden zwischen westlichen Großpharmaunternehmen und China insgesamt 41 Deals abgeschlossen. Die Bewertungen chinesischer Unternehmen sind in die Höhe geschossen, die durchschnittliche Vorauszahlung hat sich von 38,8 Millionen US-Dollar auf 77,7 Millionen US-Dollar verdoppelt, und die Gesamtbewertung erreichte einen Rekordwert von 52 Milliarden US-Dollar. Investoren konzentrieren sich nun auch auf die Frühphase der Biotechnologie, anstatt zu warten, bis Forschungsergebnisse zu reifen kommerziellen Vermögenswerten werden. Früher hing unsere Pharmaindustrie hauptsächlich von der Unterstützung des Umfelds ab, einschließlich politischer Anreize, Bildungsdividende und Kostenvorteilen bei Arbeitskräften. Am herausragendsten war jedoch die riesige Patientenbasis und das Krankenhaussystem, die Rekrutierung für klinische Studien ist 3- bis 5-mal schneller als in den USA. Die Effizienz der Arzneimittelentwicklung in den USA sinkt jedoch aufgrund von Bürokratisierung und hohen Kosten stetig, viele große Pharmaunternehmen sind zu Unternehmen für Projektmanagement und Vertrieb geworden und lagern die Forschung zunehmend aus. In der Vergangenheit glaubten viele US-Investoren nicht an unsere wissenschaftliche Stärke und hielten klinische Daten für möglicherweise gefälscht. Doch letztes Jahr entsandte RA Capital aus Boston eigens ein Team zur Untersuchung und stellte fest, dass das klinische Studien system der Chinesischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften und der führenden Krankenhäuser sehr entwickelt ist und über 100 klinische Studien gleichzeitig durchgeführt werden können. Obwohl es Unterschiede in der Art der Datengenerierung gibt, ist die Wahrscheinlichkeit gefälschter Daten gering. Daher plant RA Capital diesen Monat auch eine Roadshow in Zusammenarbeit mit dem Suzhou Biomedical Industrial Park, um Wissenschaftler aus dem ganzen Land zu Einzelgesprächen zu organisieren und Unterstützung in den Bereichen Finanzierung, strategische Planung, Teambildung und Auslandsbetrieb zu bieten. Im Oktober wird es außerdem in Hangzhou ein wissenschaftliches Symposium abhalten, um direkt mit Wissenschaftlern in Kontakt zu treten. Mit dem explosionsartigen Wachstum der frühen Innovationspipelines in China ist das traditionelle Investitionsmodell offensichtlich zu langsam geworden. Die klinische Validierung ist zwar effizient, aber die Entdeckungsphase ist die Quelle hoher Risiken und hoher Renditen. Daher muss man sich in Labore einklinken, um bessere Konditionen, frühere Exklusivrechte und mehr Gewinn zu erzielen. Immer mehr US-Risikokapitalgesellschaften erkennen, dass Chinas wissenschaftliche Entwicklung mit den zunehmenden Investitionen in diesem Bereich einen Wendepunkt erreicht hat. Man kann nicht länger selbstverständlich annehmen, dass China nicht entdecken kann, was die USA nicht entdeckt haben. Die New Yorker Risikokapitalgesellschaft Pacific Bridge erklärt, dass die Qualität der wissenschaftlichen Innovation an chinesischen Universitäten stetig steigt. Wichtiger noch: Chinesische Universitäten werden hauptsächlich von der Regierung finanziert und sind weniger kommerzialisiert, daher haben sie einen größeren Anreiz für Grundlagenforschung und bringen eher neue innovative Technologien hervor als private Einrichtungen in den USA. Dies nutzt tatsächlich die Phase aus, in der Chinas Mechanismus zur Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse noch nicht ausgereift und die Preissetzungsmacht asymmetrisch ist, um durch Bewertungsarbitrage frühe Vermögenswerte mit großem Potenzial zu erwerben. Natürlich sind auch chinesische lokale VCs bereits erwacht und raten Wissenschaftlern oft, nicht hastig Artikel zu veröffentlichen, sondern zunächst intern zu inkubieren. Wenn US-VCs nicht mit lokalen Partnern zusammenarbeiten, nicht in Labore gehen und Wissenschaftler nicht bei der Gründung von Unternehmen unterstützen, können sie keine Vermögenswerte vor der Veröffentlichung von Artikeln ergattern. Die sogenannte Arbitrage kann nur bei unzureichendem Wettbewerb realisiert werden. In den letzten Jahren ist die Finanzierung lokaler Risikokapitalgeber geschrumpft, einige Labore und kleine Biotech-Unternehmen waren knapp bei Kasse, und Wissenschaftler befanden sich in einer relativ schwachen Position. Um schnell Geld zu verdienen, akzeptierten sie höhere Abschläge und relativ konservative Vorauszahlungsbedingungen, was zu einer Unterbewertung des geistigen Eigentums führte. Doch bald führte der intensive Wettbewerb zwischen den Investoren zu einer Neubewertung chinesischer Vermögenswerte, und die Vorauszahlungen stiegen entsprechend stark an. Hinter all dem steht das beschleunigte Wachstum der Wissensökonomie. Die chinesische Pharmaindustrie wandelt sich von einem Beitrag zur Produktionskapazität zu einem Beitrag zum Wissen. Die USA haben China früher oft beschuldigt, geistiges Eigentum zu stehlen und Ideen zu klauen, und waren überzeugt, dass China nur produzieren, aber nicht innovieren könne. Doch nun hat sich die Fähigkeit zur Generierung geistigen Eigentums weltweit strukturell verändert: China ist zum frühen Innovationsmotor der Biomedizin geworden, während sich die Arbeitsteilung der USA auf die spätere Kommerzialisierung verlagert. Wenn Chinas Kapital und Kommerzialisierungsfähigkeiten zunehmen und die Kombination aus politischen und ökologischen Vorteilen erhalten bleibt, wird es mit der Effizienzsteigerung der gesamten Industriekette zwangsläufig einen größeren Raum in der Wertschöpfungskette einnehmen. Die Wissensökonomie stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Wo Talente konzentriert sind und die Infrastruktur vollständiger ist, dorthin verlagert sich die Produktionskapazität. China hat in diesen Bereichen große Vorteile, daher wird unser Einfluss in der pharmazeutischen Innovation nur noch stärker werden.
阿拾
29. Sept. 2026
Hört mal her, die jüngste Massenentlassungswelle in der Fintech-Branche ist wirklich schwindelerregend. Fintech-Unternehmen wie [Name], [Name], [Name] und [Name] bauen Personal ab, einige Technikteams schrumpfen von über tausend auf ein paar hundert Mitarbeiter, das ist einfach atemberaubend. Aber rate mal, was passiert: Die Netzbürger rufen unisono „selbst schuld“, als ob diese Unternehmen schon längst hätten schrumpfen sollen. Was ist da los? Online-Kredite hatten ursprünglich einen schönen Namen – finanzielle Inklusion. Die ursprüngliche Absicht war, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Einzelpersonen den Zugang zu Finanzierungen zu erleichtern. Und was ist daraus geworden? Der Weg wurde immer enger, und es wurde zum Synonym für Ponzi-Systeme. Nach dem Rückzug von P2P haben sich die Kleinkreditinstitute nicht wesentlich weiterentwickelt: hohe Zinsspannen, hohe Risiken, Risikokontrolle am Rande der Grauzone – im Vergleich zu Banken sind sie reine Geldmaschinen. Bankprodukte haben normalerweise Zinsen von 3–5 %, während einige Online-Kredite bis zu 36 % oder sogar mehr verlangen, plus verschiedene Gebühren; bei Zahlungsverzug wird brutal eingetrieben, das ist geradezu unmenschlich. Noch absurder: Einige Plattformen zwingen Kredite auf, man klickt auf einen unseriösen Link und schon ist man drin, viele Menschen ohne Kapitalbedarf werden hineingezogen. Du bist arm und knapp bei Kasse, sie fressen sich die Bäuche voll – Blutsauger-Plattformen, genau die sind gemeint. Im Jahr 2025 soll die Verschuldungsquote der 30- bis 35-Jährigen über 90 % liegen, die Pro-Kopf-Verschuldung etwa 160.000 Yuan betragen, wovon nur 55 % Hypotheken sind, der Rest sind Konsumkredite, Kreditkarten und Online-Kredite. Online-Kredite zerstören Familienbeziehungen ähnlich wie Glücksspiel, Drogen und Prostitution. Seriöse Kredite sind streng bei der Vergabe und locker bei der Rückzahlung, Online-Kredite sind genau umgekehrt: locker bei der Vergabe und streng bei der Rückzahlung. Menschen ohne Einkommen, ohne Kreditgeschichte, sogar bereits Verschuldete erhalten trotzdem Kredite. Oberflächlich betrachtet ist die Prüfung super locker, aber die Fallen kommen danach. Neben hohen Zinsen gibt es verschiedene versteckte Gebühren, was die tatsächlichen Kosten stark erhöht. Die enormen Gewinne der Online-Kredite verderben auch andere Branchen: Wer ehrlich arbeitet, verdient nichts, wer Kredite auflegt und Geld verleiht, wird leicht reich – wer würde da noch solide arbeiten? In den USA können Payday-Kredite Zinssätze von bis zu 500 % haben. Diese Lektion der Verschuldung für alle dürfen wir nicht noch einmal durchmachen. Die von der Finanzaufsichtsbehörde und der Zentralbank gemeinsam erlassene Regelung zur Offenlegung der Gesamtfinanzierungskosten bei Privatkrediten schränkt Hochzinsprodukte streng ein. Ein effektiver Jahreszins von maximal 24 % ist nur ein Übergang, 2027 soll er weiter auf 12 % gesenkt werden. Das Signal ist klar: Nein zu Blutsauger-Plattformen. Auch die einfachen Leute sind klüger geworden und lassen sich nicht mehr wie Lämmer abschlachten, besonders junge Menschen konsumieren rationaler und pragmatischer. Das typischste Beispiel ist Moutai: Der Aktienkurs wurde doppelt abgestraft, viele stiegen mit Verlusten aus. In diesem Jahr zu Frühlingsfest waren die Ergebnisse des gesamten High-End-Baijiu-Sektors erbärmlich. Manche sagen, die Jugend trinke keinen Baijiu mehr, aber die Wahrheit ist, dass die Leute kein Geld zum Fenster hinauswerfen wollen und stattdessen preiswertere, erschwingliche Produkte wählen. Bichun ist ein solches Beispiel. Unter den 200.000 Spirituosenherstellern des Landes sollen angeblich nur Moutai und Bichun die Geheimhaltungsberechtigung für Sauce-Aroma-Baijiu erhalten haben. Bichun erhielt in der Geschichte die entscheidenden 16 Kernhefestämme, die den Geschmack von Moutai bestimmen, und kann daher einen feinen, weichen und intensiv nach Sauce duftenden Schnaps brennen. Tests des Chengdu Food Inspection Institute ergaben einen Gesamtsäuregehalt von 2,07 und einen Gesamtestergehalt von 3,13, was Moutai sehr nahekommt. Bichun hat nicht nur mehrere Auszeichnungen erhalten, sondern auch an der Formulierung des neuen nationalen Standards für Sauce-Baijiu mitgewirkt. Aber bei so guter Qualität liegt der Preis bei nur etwa hundert Yuan, ein extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Viele Fans greifen blind zu und sind hinterher voll des Lobes: nicht scharf im Mund, kein Kater, blumig-fruchtiger Duft, günstiger Preis, ideal als Alltagsschnaps. Selbst wählerische alte Trinkfreunde können bei einer Blindverkostung ohne Verpackung den Unterschied zwischen dem Branchenführer und Bichun kaum erkennen. Übermäßiger Konsum wird abgelehnt, Online-Kreditfirmen werden scharf kritisiert. Normale Menschen müssen mit dem Trend gehen, um durch die Zyklen zu kommen. Geld zu verdienen ist zu schwer, geben Sie es für die wichtigen Dinge aus, ein solides Leben ist besser als alles andere. Daher ist die scharfe Kritik an Online-Kreditfirmen ein unvermeidlicher Trend.
阿拾
29. Sept. 2026
Liebe Leute, heute sprechen wir über die Sache mit Wu Liufang, die Geschichte einer ehemaligen Weltmeisterin im Turnen, die ins Internet wechselte. Nach ihrem Rücktritt als Turnweltmeisterin wurde sie plötzlich eine Grenzbereich-Tanzmoderatorin und wurde sogar von einer anderen Olympiasiegerin, Guan Chenchen, kritisiert. Was ist da los? Wu Liufang gewann inmitten der Kontroverse schnell an Followern, von anfänglich einigen Zehntausend auf zwei Millionen bei der Sperrung des Kontos und dann auf sechs Millionen nach der Entsperrung. Diese Aktion ist wie eine Welle im Internetstrom. Aber die Plattformen, Algorithmen und die außer Kontrolle geratene Informationsinfrastruktur hinter der Welle sind das, worüber wirklich diskutiert werden muss. Die Plattform fror das Konto zuerst ein und stellte es dann wieder her, was objektiv diese Runde des "Rache-Follower-Wachstums" vorantrieb. Wu Liufang erkundete fast zehn Jahre lang den Weg im Internet, von Lehrerin über Trainerin bis hin zur Netzmoderatorin. Sie drehte Grenzbereich-Videos und zog Fans an. Das ist, als ob wir alle ein Spiel namens "Internet" spielen, die Regeln sind einfach: Man kann nur durch Attraktivität Einkommen erzielen. Ich würde ja gerne ins Internet gehen, aber ich schreibe nur Essays über den Verkauf von Waren und beschwere mich gelegentlich. Diesmal ist die Ware echt, bestellt sie, mein Internet-Traum, jetzt bitte ich den Regisseur, das VCR umzuschalten. Kommen wir nun zu der MCN-Agentur Dahai Xingchen. Ihr Gründer ist ein Pickup Artist, der speziell beibringt, wie man auf der Straße anbaggert, aber das sind offensichtlich nur kleine Skripte. Dahai Xingchen hat jedoch präzise die grundlegende menschliche Notwendigkeit ins Visier genommen: geliebt zu werden. Aber diese Liebe ist in der heutigen Zeit schwer zu erfüllen. Sie bringen verschiedene herzzerreißende Inhalte heraus, die die Begierden der Menschen reizen und tatsächlich sexuelle Fantasien befriedigen. Keine Liebe, kein Sex, sexuelle Fantasie reicht aus. Sexuelle Fantasie ist etwas Wunderbares, sie muss nicht unbedingt explizit gezeigt werden. Obwohl Gesetze klare Grenzen setzen und die Plattformen klare Anforderungen an die Moderatoren haben, gibt es immer noch legal konforme Inhalte, die dem Zweck dienen, sexuelle Fantasien zu erzeugen. Das nennt man Grenzbereich. Wie soll man das Phänomen des Grenzbereichs betrachten? Einige sagen, man müsse streng regulieren und die Grenze enger ziehen, aber wie eng ist eng genug? Das ist tatsächlich ein rutschiger Abhang, von "weißen Strümpfen, blauem Feuer und Gatling" bis hin zu "arabischem weitem Umhang", wo willst du anhalten? Je härter die Regulierungsbehörden durchgreifen, desto mehr könnte dies einen öffentlichen Backlash auslösen. Denn diese Plattformen leben von den Schwächen der Menschen, sie kennen die Schmerzpunkte der Nutzer genau und bringen verschiedene Moderatoren heraus, die sich lasziv bewegen und reizen, was tatsächlich die sexuellen Fantasien der Menschen befriedigt. Und das ist Teil der Sucht. Zurück zu Wu Liufang persönlich. Nach ihrem Rücktritt mit 19 Jahren begann sie zu kämpfen, von der Lehrerin zur Trainerin und dann zur Netzmoderatorin. Ihre Videos sind in der Tat "grenzwertig", aber das zeigt auch ihre persönliche Wahl. Wenn jeder "grenzwertig" ist, dann erweitert man ständig die Grenzen, fördert den Wettbewerb, ermutigt Innovation und treibt Fortschritt voran. Das Wesen der Marktwirtschaft ist es, ohne Gesetzesverstöße stark auf den Grenzbereich zu setzen. Aber das eigentliche Problem ist: Warum betreiben Grenzbereich-Moderatoren einheitlich Softporno? Warum testen sie immer die Untergrenze aus? Weil das Grenzbereich nach unten genau diejenigen bedient, die der Sucht verfallen sind. Wie süchtig macht der Verfall? Zum Beispiel: Weltweit machen Pornoseiten weniger als 5 % aller Websites aus, aber sie ziehen fast 30 % des gesamten Internetverkehrs an, das heißt, sie können einen Menschen mit sechsfacher Effizienz ausbeuten. Warum akzeptieren die Menschen das? Weil das Belohnungssystem des Gehirns zu einfach ausgelöst und zu leicht kopiert werden kann. Das ist, als hätte man einen Cheat fürs Leben. In der Evolution musste man, um ausreichende materielle Sicherheit für Fortpflanzung zu gewährleisten, Hürden für sexuelle Handlungen setzen. Aber jetzt? Die Menschen sind süchtig nach kurzfristiger Befriedigung, streben nach materiellen Vorteilen, Liebe und Sex werden oberflächlich. Im Wachen vereint man sich, am Ende trennt man sich, sind wir doch atomare Individuen, warum Quantenverschränkung. Internetplattformen sind wie cybernetische Halluzinogene, sie erzeugen durch Algorithmen ein falsches Gefühl der Befriedigung und lassen Menschen süchtig werden. Das ist im Grunde das Rauchen von geistigem Opium, eine Person ruiniert eine Person, eine Generation ruiniert eine Generation. Es gibt einen Internet-Witz: "Ich bin mit Gelb, Glücksspiel und Drogen unversöhnlich", aber jede Sucht kann einen Menschen zugrunde richten. Wir ermahnen uns selbst, indem wir auf unser persönliches Moralgefühl und unsere innere Antriebskraft setzen. Aber wenn das soziokulturelle Klima darin besteht, Geschäftsleute die niederen Instinkte der Menschen ausnutzen zu lassen, dann ist der Preis zwangsläufig das Aussterben der Zivilisation. Schließlich müssen wir uns dem Fest des Kapitals stellen. Internetplattformen sind die Herren der Informationsinfrastruktur, sie stärken ständig die Nutzerbindung, Empfehlungsalgorithmen sind der Schlüssel. Diese Plattformen nutzen Algorithmen, um die tierischen Instinkte der Menschen zu befriedigen, der Weg zum Geld ist im Strafgesetzbuch geschrieben. Aber diese Plattformen erkennen nicht, dass das Gesetz verbessert werden muss, die Gesetzgeber müssen lernen, um mit der technologischen Beschleunigung Schritt zu halten. Wir müssen den Grad der Kommerzialisierung von Informationen verringern, damit die Monetarisierung von Traffic nicht länger die Hauptbelohnung für Content-Ersteller ist, um sensorische Stimulation und emotionale Provokation zu reduzieren, um Produzenten von Müllinhalten abzuschrecken, damit Technologieunternehmen nicht damit zufrieden sein können, eine Werbeagentur zu sein, und letztendlich im Namen des Volkes mit dem Technologiekapital verhandeln, damit Technologie öffentliche Dienstleistungen erbringt und die Informationsinfrastruktur vergesellschaftet wird.
阿拾
28. Sept. 2026
各位,石油滋生美军这个梗大家都熟。但有人就质疑了:美国明明是全世界头号产油国,去年日产2100万桶,是沙特的两倍,你说人家出去抢,岂不是有点尬黑?没错,而委内瑞拉现在日产才50万桶。那美国自己要用多少呢?大概每天2050万桶。乍一看确实能cover掉,莫非大家冤枉了美国,人家真的是去缉毒? 其实,尽管原油的量词都是桶,但油和油本身是不一样的。有的油像一坨黑色的排泄物,黏稠得近乎半固体,有的就比较清亮,这就是重质酸油和轻质甜油,当然都不能喝,中间还有中质油。这个轻重是杂质造成的,重质油含有大量重碳氢化合物,比如沥青质和胶质,还有硫化物、重金属等等。 美国因为页岩革命,原油产量大爆发,从2008年的每日800万桶直接翻了两倍多,而增产的部分基本都是轻质油。轻质油适合做什么?适合做汽油,对美国这种长在车轮上的国家非常重要。但除此之外,它还需要柴油,因为货运的70%靠重卡,拖拉机和火车用的也是柴油;还需要航空煤油,疫情之后民航复苏,航煤需求量大得很;沥青也是基建的关键。这些东西,得用重质油来做。美国自己有一些重质油,但产量肯定不够,所以美国的玩法是出口轻质油、进口重质油。 那哪里生产重质油呢?有三大巨头。一个是加拿大,现在美国基本就靠它,运进来就在美加边境上精炼;一个是俄罗斯,以前卖给美国,现在卖不了了,被印度接了盘。但它俩加起来都不如委内瑞拉。委内瑞拉探明储量3000亿桶以上,天下第一,其中86%都是超重质油,那种黏糊糊的沥青砂。 按道理,美国和委内瑞拉在能源上是天作之合,轻重互补。事实上他们以前确实是这样。一战时期石油业刚起步,到二战之前,委内瑞拉是仅次于美国的第二大产油国,产能大多控制在美资手里。委内瑞拉觉得资源流失太严重,1943年就要求利润平分,这在当时是很先进的做法,后来中东那些国家纷纷效仿。60年代,也是委内瑞拉牵头成立欧佩克,协调产油国政策,跟油企争夺定价权。70年代委内瑞拉比较温和地搞石油国有化——油是我的,但采油你来采,你是专业的打工人,当时它的石油国企PDVSA被说成是南美的埃克森美孚。80年代油价崩了,PDVSA一减产收入就缩水,没钱开发奥里诺科重油带。于是90年代又把美企请了回来,这回不是打工仔了,是合伙人。这事办坏了,在反对外资的左派眼里,属于开倒车。 查韦斯上台之后,要求重新谈判股份,国企必须占大头。美企不干了,要撤走并且打官司,官司最后都赢了,要委内瑞拉赔。赔不起怎么办呢?就把委内瑞拉在美国的厂卖了抵债,扯皮扯了十几年,去年底相当于被法拍了,价值腰斩,被一家叫Amber Energy的公司拿下。这家公司有共和党背景,是特朗普的金主之一,擅长打官司,特别会做主权债务诉讼。问题是它吃下了,后面还有好多其他债主排队等着要钱呢。说不定接下来就要求委内瑞拉以产抵债——让我进去免费采油,采够了才算两清。 还有一个重要因素:美国油企在墨西哥湾沿岸,得州、路易斯安纳州有不少专门加工委内瑞拉重质油的炼厂,现在喂不饱很难受,迫不及待想要杀回去。于是你就看到特朗普替他们出头,说委内瑞拉我们接管、我们Run,实际上就是美国来对委内瑞拉的主权资产进行清算。 再说说委内瑞拉这边。查韦斯搞左翼民粹的玻利瓦尔革命,把PDVSA彻底换血,外行领导外行,不会维护油井,也不再搞再投资,只是卖油搞福利换支持。产量下去了,支出上去了,但人民也是真支持。马杜罗上台刚好赶上美国的页岩革命,原油产量暴增、油价大跌,国家没了收入,怎么搞福利呢?老百姓人均饿瘦十来斤,那国家怎么维稳呢?马杜罗本人是公交司机出身,不像查韦斯是军人,所以他特别需要石油来笼络军队、防止政变,于是允许军方倒卖石油,获取灰色收入。2017年以后,美国强力制裁和封锁,直接让他的石油产业濒临崩溃,只能偷偷卖。其中很大一部分油是规避美元结算去了东大,西大、北大甚至南大也都有一部分。但这毕竟是偷着卖的盘子,越做越小,掉到每天50万桶就不够看了。 现在局势还很不稳定,美国油企就算进了委内瑞拉,到底能不能增产还很难讲,因为很多油田经过了长期荒废,重建需要时间和成本。利比亚的油田过了这么多年,产能赶不上卡扎菲时代;伊拉克美军地面占领、全面主导,花了12年才恢复产量,而且现在中资占一半以上。 最后你看,特朗普为什么要对中国开口子?很多业内人认为,是防止中国作为委内瑞拉最大的债权国,进一步做外交和法律干预,通过保供应来换取某种默契。对这个观点,我觉得可以批判地看待。实际上对我们来说,更重要的地缘和产业风险不在委内瑞拉,而在伊朗。伊朗现在全国100多个城市正在爆发街头抗议,从经济诉求已经转向了抗议政权。伊朗作为一带一路的枢纽,跟我们的能源、货币合作都深得多,所以美国和以色列会怎么介入,未来的局势会给我们带来什么样的考验,都需要进一步观察。
阿拾
28. Sept. 2026
各位,今天咱们聊聊那篇洋洋洒洒66页的报告。美国兰德智库是怎么看待中国科技战略的?咱们先从一个视角来看。 兰德智库洋洋洒洒写了66页,其实就是一个核心结论:中国的科技战略是国家工程,而且跟国家实力紧密挂钩。国际上的朋友,尤其想在中国科技领域搞合作的,最好先想清楚要不要助长中国的国家实力,因为这属于中国复兴的大业。从美国的角度出发,得出这个结论很正常,尽管它也选择性地忽略了美国自身最重要的科技创新背后那个国家角色。 报告里头,兰德把中国科技政策的发展史分成了几个阶段。从四大发明到宋明的成熟技术,再到清末的衰落,再看五四时期的赛先生,建国后的两弹一星,改革开放后的市场换技术,每一步都跟国家的战略目标紧密相关。换句话说,跟美国的科技创新不一样,中国科技是国家政策的产物。 咱们不看报告里的结论,主要看兰德的思维方式。报告指出,现有的研究要么太散、太细,具体到某个细分领域,比如电动车;要么太片面,只讲成就,比如中国国家科技创新体系的基础研究。这些都不能全面反映近年来中国科技体制改革后的变化,特别是在2024年的研发投资激增。 根据兰德公司的数据,2024年中国研发投资达到了3.6万亿元,同比增长8.3%,占GDP的2.68%。这个数字比美国还要多一点,PPP计算的话,差不多相当。所以,中国的科技政策和实践必然会对国际规范、合作和竞争产生巨大的影响。其他国家会不会效仿呢?美国必须从根源上理解中国的科技战略。 报告提出了三个核心问题:中国的科技战略的底层逻辑是什么?政府如何将战略意图贯彻到科研机构中?中国的视角和政策手段如何塑造其科技发展? 兰德首先回顾了中国漫长的历史。在中国历史上,科技能力不仅仅是为了经济增长,还是政治秩序、社会稳定和国家实力的支柱。古代中国通过成熟的天文数学、水利、冶金等知识体系支持农业和治理。这些知识体系都是国家用来满足行政和经济需求的工具。 民国把科学看作一股颠覆性的力量,借助它能够破旧立新,摆脱民族的落后面貌。建国之后自力更生,由于苏联撤走了外援,国家动员本土科工人才,优先两弹一星等国防项目,经常组织攻关小组来突破技术瓶颈。改开之后,政府正式把科学技术看作第一生产力,更强调在引进、消化、吸收、再创新之间取得平衡,不再是一味地引进和改良。2012年后,科技角色变了,从经济增长变成了国家战略的核心工具。新时代把技术能力视为民族复兴的意识形态支柱,加强了党的管理,与全球科技接触,遵循一种有比较强的安全意识的模式。 所以,中国的科技战略的底层逻辑,就是有意识地将科技进步跟国家实力挂钩。技术不再是纯粹的技术,而是发展,是安全,是意识形态,是民族复兴大业。 那么,政府如何在科研里面贯彻它的战略意图呢?报告没有明确说,但意思就是举国体制。国家全方位参与,协调资源,制定优先级,所有科研目标都是为了实现中国的政治和地缘目标。报告指出,现在的中国目标或者说现代化方略,经过了几代人的演进,从自力更生到务实开放,在当前的政治经济话语里面所强调的科技自力自强。这出于两方面的考虑:一是建立本土的创新体系,二是摆脱外部脆弱性,尤其在半导体、AI、生物等核心技术上,避免被其他国家卡脖子。 如何实现具体手段很多,比如国家的规划和指导,五年计划,制定详细的科技发展路线图。出台新的法律,比如数据安全法、出口管制法,把技术数据定义为战略资源,成为一个对外博弈的筹码。通过海外引才和本土教育改革,扩大科技人才池子;大力支持企业参与国际标准的制定,从产业链的基础规则上掌握主导权;还有旧瓶装新酒,给许多彼此关联的科技项目和战略计划注入新的紧迫感、大目标和向心力。 报告认为,中国的科技道路最独特之处在于强烈的集中统筹和军民融合。欧美也有军民融合,但角色划分得更加分明,是资源合作,市场导向,而中国是政府集中指令式,许多政策法规积极促进民间科技资源投入军事项目,这也是所谓的举国体制。 美国非常关注中国的军民融合,经常拿这个借口来卡中国企业。为什么这么如临大敌呢?因为报告认为,中国当前的军民融合已经从一种协调机制,变成了一种优先度极高的贯穿整个科技生态的智力逻辑。这意味着,民用产业与军工供应链的融合,会促进人工智能、航空航天、先进制造等前沿技术的发展,同时提升解放军作战能力,整个国家也能站在科技革命的头排。 那么除了政府,公立机构、国企和大型民企也深度参与战略性技术的研发和商业化。科技治理的举国体制把这些机构纳入其中,从应对科技挑战,到把新的知识用到生产销售和军事应用的各个环节,实现创新全链条管理。这种模式更容易集中资源,攻克少数关键战略性技术,尤其是有军事应用的技术,并且能够把政府的信号清晰传递给大学和企业。 报告还指出,许多私营企业并没有像政府预期的那样主动承担更多的基础研究,还是把它留给国家去统筹。报告认为,中国崛起,成为全球科技领袖,其科技战略会对重大的地缘影响,迫使其他西方国家重新评估科研安全问题,比如中国制定的技术标准、中国采集的基因数据都可能成为政府的工具。 所以,报告最后的结论是,中国的科技发展不完全是科技本身的故事,更是一个政府把科技重构为国家实力工具,使它与权力、治理和价值观交织在一起的故事。希望这个故事能让外国人在全球科技秩序中与中国的合作时,能够保护自己的国家利益。 各位,看完这个报告,是不是感觉中国的科技战略跟我们平时聊的不一样?但这正是美国智库眼中的中国科技未来。
阿拾
28. Sept. 2026
各位,咱们再来说说中美在战略性资源上的较量,这可是真刀真枪了。一月底,咱紫金矿业出手阔绰,280亿买下了非洲三座大金矿。大洋彼岸的美国也不甘示弱,迅速拉起一个排斥中国的贸易俱乐部,说是保障关键矿产供应,其实也就是自保。别看其他成员国平时没啥硬实力,但国际舆论都被他们炒作得沸沸扬扬,把中国在关键矿产领域的主导地位渲染成对它们国家安全的威胁。这招让咱们有点被动,但咱们也不是吃素的。 记得去年的关税战,咱们使出了稀土锁喉这招,把美国吓得够呛。之后,美国就疯狂地布短板。国防部直接入股稀土公司,扩大本土产能,还跟澳洲、日本、沙特、泰国、马来西亚签订了一系列战略框架,确保矿产供应。这还只是零星行动,今年就成体系了。2月2号,美国宣布了一个大型战略储备计划,120亿美元资金池中有100亿来自美国进出口银行,堪称史上最大一笔贷款。紧接着,2月4号美国又召集了54个国家开会,推出保障矿产安全的“Forge”框架,实际上就是绕开中国,大家商量给矿价定个底价,防止咱们价格战。去年底官宣的"硅和平倡议"(Pax Silica),2月20号迎来了第10个成员国印度。这些供应链安全倡议,实际上就是拉帮结派,排斥中国,目的就是保障美国的国防和人工智能,获取它需要的关键矿产和能源。不过,美国说得冠冕堂皇,反复强调关心所有国家的供应链安全,但实际上这些国家大多数并没有从咱们这吃过亏。比如2010年钓鱼岛事件,日本受过惩罚,但去年稀土限制,出口还变多了。美国就是利用这些国家的恐惧,谁都不愿意看到战略性资源的武器化成为常态,所以他们抱团取暖,试图降低依赖。 非洲这个典型,简直就是中美较量的缩影。刚果金钴储量占世界70%,钶钽铁矿占80%,钻石占30%,铜虽然只有10%,但品位高得可怕——人家炼过的矿渣,都比咱们这的金矿含量高。锂还没完全探明,但随便一个曼诺诺锡矿改锂矿,就是世界级的。这些矿产都是新能源革命的基石,比如锂做电池,铜做电线,而钴除了电池还有不少军工应用。咱们这边入场早,2008年达成中刚矿业协议,用基建投资换铜矿开采权,最初是30亿美元,后来涨到70亿,换来25年1000万吨铜、60万吨钴。咱们企业控制了其中一半,相当于刚果金全国80%的产量。于是咱们上下游整体控制了全球90%的钴供应,其中七成来自刚果金。 以前咱们可以轻松进入刚果金,是因为当地乱成一塌糊涂,西方私人资本害怕承担风险,所以逐渐退出。咱们这边是以政府为主导的合作模式,稳定性更高,填补了空缺。但现在美国完全改变了打法,首先,美国调停刚果金与卢旺达的矛盾,这是它最擅长的以安全换资源。其次,它现在政治挂帅,政府更大程度地介入非洲矿产,跟咱们全面竞争。美国去年10月成立了猎户座关键矿物联盟Orion CMC,正跟瑞士矿业巨头嘉能可就刚果金的两座铜钴矿资产展开交易,将拿到40%的股权。这两座矿的铜钴储量,超过该国已知储量的一半,也就是说美国能拿到刚果金20%到30%的铜钴资源,这远远超过中刚矿业协议的规模。不过光是拿下矿山,还不足以搅乱咱们在当地的布局,因为咱们有基建和物流配套——刚果金和赞比亚的矿产,基本都经坦桑尼亚进印度洋,运往东方。 美国拿下咱们修的本格拉铁路,升级为洛比托走廊,让刚果金的矿产通过安哥拉进入大西洋,运往西方。这条叫板坦赞铁路的通道更快些,而且可能对非西方运营的矿企有运费歧视,就会逼着更多矿石因为物流限制改变走向。在此之外,美国还建立了新的矿产合规标准,未来矿产会面临更严苛的ESG审查,实际上是把市场分为两层,它认证过的矿可以稳定卖高价,中资企业的矿产只能卖低价,但被压低利润,但又不能太低,否则会触发关税壁垒。所以,现在美国对咱们的挤压其实还很吃紧。 咱们要想破局,还是应该着眼于非洲本身。目前刚果金等非洲国家的态度是欢迎更多的中美竞争,这其实是一种待价而沽的心态——谁出价高就跟谁走。国家拿资源换财富本身没问题,但要谋求长远发展,必然离不开产业升级。关键矿产再稀缺,高科技产品的附加值大头都在下游加工里面,非洲就算争取到更优惠的卖矿条件,也不过是捕获了总价值的5%到10%,要富强必须走工业强国的道路,尤其非洲这么大规模的人口,没有别的路可走。当美国只关心自身供应安全、只想着囤积矿产的时候,咱们应该利用工业的范围和规模优势,把非洲进一步纳入产业生态,中游的精炼环节甚至下游的初级制造环节都可以放到非洲,在供应链之外完成产业链的对接。 非洲国家乃至全球南方,因为多极化产生了越来越强的自主意识,美国制造舆论正是利用这一点。就拿那个硅和平倡议来说,其他国家里真正玩得了硅、有高科技的其实很少,但都被煽动起来警惕中国的威胁。当然这个趋势肯定是好事:非洲越傲娇,越不满足于被白嫖,才能越看清美国"保障供应却不留下产业"的攫取本质。咱们在本地化运营这条赛道上真的得做出差异来,而且一定要沟通到位,尤其是在制造概念这方面,真的得多向美国学习。
阿拾
28. Sept. 2026
各位,刚在土耳其落地,眯了一会儿,我这眼睛就没离开那份北约3.0报告。距离北约安卡拉峰会不到一个月,美国智库CSIS在这个时间点上给北约3.0版本定性,意思其实很明确:欧洲的防务欧洲自己扛,让美国腾出手来对付中国。 要弄懂3.0,得先回头看1.0。1952年,丘吉尔的首席军事助手、绰号"哈巴狗"的英国老头伊斯梅,成了北约第一任秘书长。他上任后的一份内部备忘录,非常简明扼要地点出了北约存在的意义:Keep Russia out,keep the US in and keep Germany down。把俄国拦在外面,把美国留在里面,把德国压在下面,简直精准到骨子里。这就是北约1.0。 1991年,苏联这个头号敌人没了,北约没有散伙,反倒开始拓展业务,这就进入2.0:重心从欧洲本土防务转向防区外行动,外加一轮大规模裁军。防区外行动,就是跑到条约规定的范围之外去打仗。1999年轰炸南联盟,是第一次没援引第五条就动手;2001年911之后,北约援引第五条跑去阿富汗,一干就是20年。可阿富汗跟欧洲本土防御有什么关系呢?欧洲人流了血、死了人,回头美国还说你搭便车,你找谁说理去。更糟的是,欧洲的军工产能和战备一直在吃老本,与此同时北约在疯狂扩员,从冷战结束时的16国一路扩到30国。队伍越大越难带,没几个人认真出钱出力。2014年威尔士峰会确定了2%的GDP国防开支目标,结果一路喊到2024年,32个成员国里还有一大半没达标。西班牙最典型,军费占GDP只有1.24%,是北约里唯一公开拒绝执行5%新目标的国家,被特朗普骂上了台面。这就是2.0时代:规模膨胀,能力空心,分工不清,矛盾一直在积累。 等到俄罗斯打进乌克兰,这一巴掌把北约拍醒了——北约不就是为了应付这种事才存在的吗?2023年、2024年,芬兰和瑞典结束了几十年上百年的中立传统加入北约,波罗的海成了北约的内湖,俄罗斯的北翼彻底暴露。但光扩容不够,问题还是那个:这活儿谁来扛?这就是北约3.0要解决的。美国要求盟友承担起欧洲常规防务的主要责任,口号叫partnership, not dependencies,伙伴关系,不是依赖关系,翻译过来就是欧洲你们自己顶上去,美国不当冤大头。按计划,美国拟撤离30%的驻欧部队,作战指挥权交给英国、意大利、德国、波兰。CSIS讲得很明白:一个无法有效遏制俄罗斯的欧洲,会占掉美国过多的注意力,分散它在印太地区的投入。所以北约3.0的核心逻辑就是让美国腾出手来对付中国。美国提供核威慑和高端战略能力,陆上的常规防御交给欧洲自己。 钱的问题表面上解决了。去年海牙峰会,绝大多数成员国同意10年内把军费提到GDP的5%,也就是3.5%的核心军费加上1.5%的基建、网安和民防,特朗普当场说这是西方文明的重大胜利。但北约秘书长吕特说,问题不是我们是否需要做更多,而是盟国能否把承诺转化为能力。这话戳到了欧洲最硬的短板:工业产能。2024年,俄罗斯一年能生产炮弹450万发,整个北约包括美国在内加起来才120万发,俄罗斯三个月的产量抵得上北约一整年。欧盟曾拍胸脯说2024年3月前给乌克兰100万发炮弹,结果没兑现,最后是捷克牵头国际采购,才凑出180万发。2024年给乌克兰的500亿欧元援助里,欧洲和加拿大已经占了60%;2025年美国削减援助,欧洲全面补位。钱有了,可下完订单,产线变不出魔术,承诺和兑现之间隔着一道工业产能的鸿沟。 北约3.0现在还没从概念变成现实,有三件事正在轮流考验同盟内部的每道缝隙。第一件是格陵兰。特朗普提出美国要吞并格陵兰,那地方有全世界四分之一的稀土储量、175亿桶石油、欧盟认定的34种关键矿产里的31种,还有越来越繁忙的北极航道。美国战争部甚至把格陵兰从欧洲司令部的管辖范围里划出去,交给了北方司令部,等于在行政上已经当作自己的地盘处理。今年1月,特朗普拒绝排除武力吞并的可能性,欧洲七国随即宣布向格陵兰派兵搞联合军演——这就触到了北约的死穴:第五条是保护成员国免受外部攻击,内部威胁怎么办?这个问题没有现成的答案。第二件是跟伊朗的冲突:美以动武,伊朗封锁霍尔木兹海峡,全球航运瘫痪,能源市场承压,欧洲经济跟着遭殃,特朗普还要盟友出兵。欧洲的回答是"等等",第五条管的是欧洲和大西洋地区,中东不在范围内,你们打之前又不跟我商量,现在要我们出兵凭什么?不过欧洲最后还是出了力,提供基地使用权、飞越许可和后勤支持,英法还主导组建海上联盟保证霍尔木兹的航运安全,只是坚持说这不是北约的分内事。合同范围以外,帮你是情分,不是义务,倒也没毛病。第三件是乌克兰:美国2025年大幅缩减援助,欧洲全面顶上,但各国军火产能没提上来,库存越来越少,情报和技术的天花板都在美国手里,它却不来兜底。这就重塑了欧洲对防务的认知——这次是真的得自己站起来了。 下个月7月7号、8号,北约峰会将在土耳其安卡拉召开,这可能是北约历史上最重要的峰会之一。3.0的框架已经定了,安卡拉峰会要做的是敲定合同:谁干什么,谁掏多少,边界在哪,出了问题怎么办。具体说,5%的目标怎么落实、要不要拿时间表,乌克兰的援助能不能持续,美国的军工支持还有没有,霍尔木兹的经验怎么制度化,第五条的边界要说清楚。还有一个,就是格陵兰之后联盟内部的信任怎么重建。 最后这条其实最难。离心离德容易,重建信任难。CSIS报告里说,如果欧洲觉得美国不可靠,就会加速减少对美国国防工业的依赖,推动更具有保护主义的欧盟采购框架,慢慢走向战略脱钩。对美国来说,失去在欧洲的话语权不是什么好结果,眼下它留在北约的收益仍然大于成本——欧洲稳得住,它才能腾出手来对付中国,这是前提条件,这笔账美国算得很清楚。所以北约短时间内不会崩。说白了,北约3.0能不能跑顺畅,有一个底层问题始终悬着:彼此之间还信不信得过。安卡拉峰会的任务,就是在3.0正式上线之前,先把这个信任的底座补一补。
阿拾
28. Sept. 2026
各位,今天咱们聊聊美国智库CSIS的最新报告,重点回顾了特朗普10月的亚洲之行,他跟一众亚太国家签署了矿产协议,看似商业导向,实则意在重构稀土供应链,全面围堵中国。 美国跟澳大利亚签了个大单,双方各自砸下10亿美元,承诺6个月内启动战略项目,产出只能卖给自己和盟友。这边日韩也没闲着,虽然具体金额保密,但时间表也定了。两国通过价格支持、简化审批、地质勘探、回收利用和战略储备,还祭出投资审查来限制中国收购矿产资产。泰国和马来西亚是基础性备忘录,知识交流和技术合作,没资金承诺,但聊胜于无吧。 中国在稀土供应链上一家独大,开采、精炼和加工几乎垄断。美国稀土进口八成来自中国,国防工业的高性能钕磁体,原料几乎全靠中国。4月,中国建了稀土出口管制框架,外国买家需要许可证才能采购。10月又收紧了一次,这事儿还没完,中国管制框架还在,许可证还得申请。美国现在追赶,但不是一天两天的事。 澳大利亚的稀土公司Lynas是一个典型案例。镝是重稀土里的关键元素,制造高性能钕磁体离不开它。本来可以从中国进口,但2010年钓鱼岛事件后,中国对日本禁运稀土,日本工业差点停摆。于是2011年,日本给它投了2.5亿美元,从西澳开采氧化镝,打造了一条日本融资、澳大利亚开矿、马来西亚精炼、美国建厂、完全不依赖中国镝的供应链。这条链今年5月才开始产出,前后花了十几年。 这次美澳协议一签完,Lynas就宣布扩建马来西亚的分离设施,重稀土原料处理能力从1500吨提到5000吨,翻了三倍多。但中国重稀土分离产能在10万吨以上,5000吨只是零头,聊胜于无吧。美国本土的MP Materials计划2028年前建成年产1万吨钕磁体的产能,有国防部的股权和价格支持。钕磁体制造需要轻稀土里的钕、镨,还有重稀土里的镝、铽。Lynas提供重稀土,MP Materials提供轻稀土,两条线一对接,美国造磁铁的原料就齐了。报告里说,这些新签的双边协议能确保美国拿到生产钕磁体所需的轻、重稀土原料。 韩国那边,韩国锌业投资1亿多美元在蔚山建了锗回收设施,年产100吨,今年8月跟洛克希德·马丁签了供应协议,用于先进半导体生产。浦项钢铁和美国的ReElement合作,在美国建稀土和钕磁铁生产基地。韩国水电与核电公司KHNP和美国的Centrus Energy扩建俄亥俄州的铀浓缩产能。这些都是10月刚宣布的,但报告里说细节还没出来,属于早期阶段的合作。 有意思的是,这些双边协议正在变成多边协调。美国国防部支持美国铝业公司Alcoa在澳洲搞镓的精炼。这个项目原本是澳大利亚Alcoa、日本双日公司、日本石油天然气金属矿物资源机构JOGMEC的合资,现在美国国防部加进来变成三方,预计年产100吨镓。澳大利亚从氧化铝精炼的副产品里回收镓,日本提供技术和资金,美国买单并锁定供应。澳大利亚和日本2022年就签了关键矿产合作协议,两国企业的合资项目一直在增加。 报告里列了好几个项目:卡尔古利的镍矿,是澳大利亚企业和日本住友金属矿山的合作;Alcoa的镓回收,是澳大利亚和日本双日、JOGMEC的合作;Liontown的锂资源,也是澳大利亚和日本住友的合作。美国这次做的,是用资金和市场把自己嵌进这个已经存在的网络。报告里说,虽然美国签的是双边协议,但稀土产业链的性质决定了,三边甚至多边的合作是必然的。澳大利亚供矿,马来西亚精炼,日本制造,韩国提供技术。美国用资金和市场把这些节点连成线。 但这事儿需要时间。前面说了Lynas用了14年,MP Materials的钕磁铁产能预计2028年才建成,还有三年。报告里特别提到,马来西亚同时在和中国谈稀土精炼项目,所以美国很有必要持续介入。报告最后说,如果2025年有什么是明确的,那就是中国对稀土的武器化不是临时手段,而是现代经济治国的常态特征。从2023年12月管制加码,到2024年8月扩大范围,再到今年4月建立稀土管制框架、10月再收紧。中国一直在收紧,放松,再收紧。美国从100%依赖中国到现在这个多节点网络,方向已经很明确了,但追赶还需要时间。 好,今天就聊到这儿,下回有空再聊。别到时候找不到我。拜拜。
阿拾
28. Sept. 2026
各位,小麦战争已经开始,可能引发一场革命。这是英国前安全大臣图根哈特发出的警告。因为上周乌克兰炸了俄罗斯黑海边上新罗西斯克港的全部三大粮食码头,这三个码头年吞吐量加一起2610万吨,是俄罗斯小麦海运出口总量的一半以上。而俄罗斯又是全球最大的小麦出口国,它7月份的出口量本来就比平时少一半,只有150万吨。8月正当小麦出口的黄金期,关键出口门户被炸停运,加上之前航线受到的打击,整个俄罗斯的海运出口网络陷入瘫痪。 俄乌的攻击是相互的。乌克兰也是出口大国,它的出海通道同样被俄罗斯袭击,收获季节商船进不去,8月前两周也基本废了,谷物出口量暴跌80%,农业部紧急调低了全年预期,连腰斩都不到。这种焦土式的袭击严重威胁了全球粮食安全。俄罗斯小麦主要供应中东北非,乌克兰主要供应南欧、北非、东南亚,这些国家就不得不转向其他产地采购小麦。 因为供应短缺,国际小麦价格暴涨,连续刷新纪录。联合国粮农组织最新的7月全球食品价格指数飙升到131.1,创下三年来的最高纪录,逼近了2011年的水平。当年就是北非粮价高涨,推动了中东大动荡。今年的极端天气、霍尔木兹海峡封锁、化肥价格上涨,尤其是促进小麦抽穗的氮肥一度断供,都决定了产量基数。目前来看,许多国家的食品价格还没有明显飙升,价格指数还没达到2022年俄乌刚开战时的极致,这是因为这几年大家都在找替代供应链,也囤积了一定的储备。但是明年,粮食减产和补仓困难的影响会逐渐显现。所以图根哈特认为,一场政治风暴即将到来。 那么它会给中国造成影响吗?某种程度上会。中国是全球小麦第一大生产国,已经很能种了,但还不够吃。我们主要种中筋小麦,做馒头面条这种日常口粮的,但是做面包的高筋面粉、做蛋糕的低筋面粉,还得靠进口。尤其是低筋小麦种植面积小,供不应求,所以为了实现吃糕点的自由,得进口澳洲和北美的小麦。他们的产能全球都在抢购,所以烘焙产品估计成本会上涨。 但是在吃这块,老中拿捏得死死的。今年夏粮突破了3000亿斤,山东德州的"吨半粮"亩产3000斤,当年放卫星吹的牛终于变成了现实。我以前讲过农业克苏鲁令人敬畏的产量,用7.7%的耕地养活了20%的人口,蔬菜水果就不说了,产量吊打全世界。这里面有仓储物流的因素,咱们就光说主粮,水稻、小麦比世界平均水平翻倍都不止,玉米也在快速提高,去年的增量许多就来自玉米。 那么当我们卷起产量来,什么蚊子腿都不会放过。你敢相信吗,沙漠都被用来种小麦了,而且产量很高。全国小麦平均亩产水平是400公斤,而在塔克拉玛干沙漠边缘的盐碱地上种小麦,北京市农林科学院研究的特殊品种京麦189,亩产翻倍到768公斤。这消息过于逆天,给我直接看傻了。 首先,小麦虽然种植比较粗放,但对水真的有要求,年降雨量最好在400毫米左右。可是引种京麦189的南疆喀什地区降水只有100毫米,蒸发量却有2000多毫米。雪山融水带来的矿物盐留在土壤表层,形成白色盐霜,就是典型的盐碱地。但京麦189是个杂交小麦,抗逆性非常强,干旱、贫瘠、盐碱都不怕,根系发达,风沙摧不动,而且还高产。2021年,它在喀什的莎车县中度盐碱地开始试种,平均亩产逐渐稳定在650公斤以上。 去年转战麦盖提县。麦盖提县是全国唯一嵌入沙漠的县,东边紧连着塔克拉玛干沙漠,西边是叶尔羌河,县里的沙漠占比一度达到90%,几乎要被吞没了。它是从2012年起种生态林防风固沙,目标是百万亩,现在已经完成了50万亩,确实改善了生态,绿进沙退,降水量也变多了,但是盐碱地的问题还是很严重。过去农户种常规小麦,收成大打折扣,最好的地块亩产200公斤到头了。可是京麦189在克孜勒阿瓦提乡的示范田——这示范田也不是什么好粮田,而是盐度8.6%的重度盐碱地,一般植物都很难活,何况是庄稼——靠着滴灌和精准的田间管理,就种出了768公斤的亩产。而在更恶劣的沙漠区域试种,实收亩产也达到了350公斤以上。 这种麦子更厉害的地方在于:根系发达,冬季可以覆盖地表,帮助固沙、减少风蚀;它可以推迟播种10天,让前茬的玉米多长一长,每亩可以额外增收50公斤,把轮作模式的综合产出推到最大;而且它收割之后秸秆的生物质含量丰富,当饲料的价格比普通牧草还高,给农户带来籽粒加饲草的双重收益;它还可以还田,增加有机质,改善土壤质量,一举多得。 我们国家盐碱地15亿亩,其中2亿亩是可以改造的,另外还有土质很差的工业用地,比如北京近郊的复垦地块,也需要用到皮实高产的杂交小麦。它们就是拓宽耕地空间、挖掘增产潜力的利器。但是杂交小麦跟水稻、玉米都不一样,因为小麦是雌雄同花、自花授粉,就相当于它喜欢近亲结婚,你强行叫它杂交,属于育种界的百年难题,所以全球杂交小麦商品化率不足万分之一。我们是在没有任何成熟经验可以借鉴的情况下,全凭自主攻关,30多年终于建成了全球独有的二系杂交小麦技术体系。现在我们的杂交小麦还推广到中南亚的一些国家,像乌兹别克斯坦、巴基斯坦,虽然大规模种植还取决于各国审批的程序,但一带一路沿线确实有广阔的空间——他们面临人口压力,也需要利用大量贫瘠的土地去补充耕地资源,需要治理沙漠,抵御生存空间被侵蚀。 所以说真的,世界打得破破烂烂,只有老中固执地缝缝补补。而咱们的面粉自由梦,还得靠这些逆天的小麦品种,它们让我们在危机中依然能端稳饭碗。
阿拾
28. Sept. 2026
各位,今天咱们聊聊美国的一个大项目,叫金库计划,Project Vault。一句话解释,就是靠囤货来防住中国。美国意识到,跟中国打技术战和贸易战,在关键矿产上随时可能被中国的出口管制卡脖子,那样一来,不论是国防还是经济发展都会非常被动。所以为了防止供应链中断,美国决定建立以金库计划为核心的关键矿产战略储备:包含60种由地质调查局认证的关键矿产,由美国进出口银行和私营企业共同出资120亿美元,三家私营大宗商品贸易公司直接参与运营管理。任何企业如果觉得自己可能被中国卡脖子,就给金库交份子钱,等到供应链中断的那一天,就可以从储备里提取矿产。 那么这就是万全之策吗?彼得森国际经济研究所表示,恐怕不是,就凭这个机制还不足以跟中国摊牌。报告认为,这个储备项目的战略初衷很好,可当市场失灵的时候,它固有的局限性就会暴露出来。因为它本质上是一个基于风险共担的保险机制,在设计上借鉴了两种风险管理工具:一个是期货,一个是战略储备。参与项目的企业不是购买现货商品的买家,而是付一个固定价格,相当于类似保费、期权费的 Premium,来获得远期支取矿产的承诺。这个系统跟期货不一样的地方在于,它设计出来不是为了出清,而是为了压仓,所以还结合了战略储备,有庞大的实物仓储。而且它的触发机制跟商业库存不同,跟市场价格波动无关,只有当供应链切断的时候才会触发。 那么执行时先不去考虑日常运营可能遇到的各种问题,假设一切具体困难都能克服,还有一个根本性的问题:保险机制真的保险吗?报告列出了可能导致机制崩溃的三个重大挑战。 第一个是风险相关性太高,其实就是保险业所谓"所有人同时出险"的情况。保险公司很少遇到大家一起索赔,遇到基本就倒闭了,因为普通的损失在时间和空间上是随机分布的。然而金库项目要规避的风险是高度集中的,就是中国加强出口管制,指向性非常明确,就是要打击美国企业。那么所有参与计划的企业会同时受到打击,大家同时来提货,你的储备池得多深才够用?很可能在最困难的时刻,被瞬间消耗得荡然无存。 第二个是逆向选择。任何风险共担池要维持财务上的可行性,就得同时吸引低风险和高风险用户共同参与,靠大量低风险用户缴纳保费来稀释整体成本。再看谁加入了金库计划:美国的科技巨头没有加入,因为他们要么对供应链多元化有信心,要么觉得政府会救急,都在观望;占大头的中小企业很多缺乏风险评估,不知道供应链有可能中断,自然不乐意付一笔看起来无关紧要的费用。由于金库计划是自愿加入,这个共担池就没法做大——谁会自愿加入呢?当然是那些有自知之明、知道自己就是出口管制针对目标的军工企业。想象你的保险公司客户全是确诊的癌症病人,赔付风险过于集中,系统就没法持续运行。 第三个是加工处理过于复杂。美国其他的战略储备,比如石油,那就很简单,按含硫量的不同分为甜原油、酸原油两种,都是标准化的,好交易也好储存。然而金库项目涵盖60种矿产,品类众多本来就已经构成了后勤噩梦。更难受的是,所有这些矿产的中游精炼和分离,几乎全被中国垄断,美国自己没有能力加工处理。你囤原矿石,石头不好存,下游的制造商也没法直接用;所以你得囤什么?几十种经过加工的、有保质期的、有降解风险的工业中间品,这对仓储和物流提出了极高的要求。 除了机制上的挑战,项目在政治上还有雷区。这120亿美元,其中100亿来自进出口银行贷款,20亿来自民间资本,没有国会授权本身就是巨大隐患。负责采购和管理储备的三家私企,严格来说不是中立的第三方,而是大宗商品贸易的参与者,本身是要追逐利润的,怎么理清他们跟下游制造商的利益冲突,现在还很模糊。进出口银行方面,法定依据今年年底就要到期,到时候围绕续期,国会两党斗争会非常激烈,可能导致整个项目瘫痪。另外在中国方面,现行的出口许可制度下,申请许可得填最终用户和最终用途,你总不能填"为了防止你断供而囤货"吧,所以中国完全可以卡住流程、不发许可,来限制美国关键矿产库存的囤积速度。 报告为了使金库项目更全面、更有韧性,提出了四条建议:第一,老实承认这就是储备而不是保险机制,别再宣传成保险,而且资金规模必须对标最坏场景,也就是多种关键矿产同时断供,动用的资源可能远超120亿美元,这必须在政府资产负债表上明确反映出来。第二,强制高风险行业企业参加,强制他们成为付费会员用户,按企业规模梯度收费,减少中小企业负担,同时要求参与企业保持最低限度的自有库存,防止有人故意降低自身库存去占公家便宜。第三,精准缩小储存商品的范围,不要面面俱到,60种都要储存不切实际,要优先考虑供应链中断影响最大的产品。第四,长期来看还得跟中国在加工环节博弈。 短期看,博弈的方向就是中游加工卡位:美国需要中国出口的中间体化合物,我们可以卡进度条来换取外交让步。但长期来看,美国会把它的利益跟那些资源丰富的中等国家对齐,因为那些国家都想借中美竞争的机会爬升价值链。所以中国的长期竞争力,得从卖原料和中间品全面升级,包含更多最终的高科技成品,从而把关键矿产固化在本土的价值链当中。 总的来说,金库计划看起来光鲜,其实是个复杂又充满风险的保险梦。
阿拾
28. Sept. 2026
各位,咱们今天聊聊一个有趣的现象——中国出口为什么这么火,而且似乎完全“无坚不摧”,不管懂王打贸易战还是热战,中国的工业品输出都如日中天。经济学人杂志专门写了一篇文章来剖析这个问题,咱们一言以蔽之:中国不是输出产品,而是输出工业化。 话说回来,说到中国出口,大家往往念叨的是那个年均1.2万亿美元的贸易顺差。但其实,卖什么比卖多少更关键。2023年,用于生产的资本货物和中间产品出口同比增长10.2%,而消费品反而下降了4.6%。这表明,中国已经不再是唯一的世界工厂,而是世界各家工厂的总厂。用麦肯锡的话说,这叫“工厂的工厂”。换句话说,只要全世界还在工业化、产业升级,中国的出口就会水涨船高。这也是为什么今年前三个月出口继续强劲,同比增长14.7%,主要是存储芯片在发力,卖了460亿美元。而美国作为庞大消费市场,对中国的重要性正在下降。2014年对美国出口占出口总额的17%,到了2024年降到了14.7%,贸易战确实起了作用,但只是一部分原因。更重要的是中国出口的东西变了。 10年前,中国出口最多的是箱包鞋服,箱包占世界份额甚至超过了50%。现在这类消费品虽然还是很多,但电子产品、工业机床、汽车的份额都上来了,价值链高端稳步转移,这就是“既卖衬衫也卖飞机”的工业化过程。经济学人也提到,汇率优势和内需疲软,都让出口更实惠。但不利因素也不少。比如保护主义政策,顺差太大,其他经济体就开始提高关税,比如欧盟对电动车、东南亚对钢铁增加关税,未来可能会有更多的措施。还有就是国际油价上涨,抑制了各国对进口商品的需求。 不过,我最感兴趣的是中国出口产品本身的变化。经济学人提到了哈佛大学的一个研究项目,叫做“经济复杂性图谱”,哈佛大学统计了146个经济体从2012年到2024年出口产品的技术含量。结果显示,中国的经济复杂性排名从第17上升到了第10,而美国的复杂性则从第13下降到了第20。这说明中国的经济复杂度超过了它的收入水平。 如果按板块来看,桃红色是服务,中国服务只有一条细线;水绿色的电子产品和蓝色的机械是最多的两大类。绿色的纺织品,紫罗兰的汽车,紫色的金属,洋红的化学品,黄色的农业,棕色的矿产。这里面复杂的产品是电子和机械,而简单的则有纺织品、农产品。美国的服务也很重要,然后是机械、化学品、汽车,但它们有大量的简单产品来自服务、矿业和农产品。 再看经济增长和变化图。中国增加最明显的是汽车、机械和电子设备。美国则增加最明显的是医药。中国一些复杂产品在萎缩,比如毛皮,但美国的飞机也萎缩了。美国的简单产品中,矿物、燃料、商业服务和保险金融增长很快。 30年来,中国出口产品所占的全球市场份额几乎全线上涨。1995年时只有纺织品,现在其他产品都上来了。而美国正好相反,大多数出口份额都下降了,只有一个矿物在增长。从2009年到2024年,美国新增了6个简单产品。而中国新增了17种复杂产品。 这张图也显示,各国分成四类。中国和美国都站在技术前沿,能开发的产品已经被开发了,想多样化就得开辟新赛道。绿色右上角那个国家,不用怎么发力就能轻易扩大复杂产品的范围,经济也能大大多样化。换句话说,就是躺着也赚钱。这个国家是谁?猜猜看?
阿拾
28. Sept. 2026
各位,最近我发现一个挺有意思的现象:年轻的网民对马克思主义著作,尤其是《资本论》,怀有极大的兴趣。《共产党宣言》那些东西比较短,讲的人本来就多,但现在是真有人在啃《资本论》,还做成节目放到B站上,看的人还真不少。 我自己也撞上过一个佐证。我们那个年代的小孩都看连环画,前几天小孩给我看一个微信视频,讲的是老画家戴敦邦。老先生年纪很大了,谈到自己的作品还很自豪:我还画过《资本论》。我一听就去找,果然有《戴敦邦绘资本论》,我立刻买了一本。中国顶尖的画家画《资本论》,这事儿本身就说明资本论热是方方面面的。 那到底为什么?我为此请教了中国人民大学的孟捷老师。他的判断是:人们意识到现在资本主义存在巨大的危机。不光中国人意识到了,全世界的人都意识到了。只是不同国家、不同平台上的反应方式不一样——在中国的互联网上,我们习惯回到马克思主义政治经济学的传统去认识这个问题;而在美国,他们想的是拯救资本主义,那边加速右翼干脆主张"不要人",AI就是资本主义,资本主义就是AI,只要维持住生产力就行。 我补了一个自己的观察:会不会是因为科技,尤其是物理学没有突破?我们还生活在爱因斯坦的世界里,量子这些领域没有真正的范式突破,技术就发展不动,劳资关系自然就紧张。我还有一层观察:过去外国人批评我们是血汗工厂,可恰恰在血汗工厂那会儿,人们对马克思主义政治经济学的热情好像没这么高。是不是说,那时候你还竞争得到一份被剥削的机会,现在你连跟AI竞争一个被剥削的机会都没有了,所以人们开始焦虑。 孟捷老师说,这是一个因素,但不全面。说到年轻人对《资本论》的态度变化,他想起一件往事。90年代中后期,他还在中国人民大学当老师。他有个硕士同学,后来在国家机关工作。上学时两人都学政治经济学,一起上过《资本论》这门课。结果有次见面,这位同学听他说还在搞《资本论》、教《资本论》、研究《资本论》,来了这么一句:你们还在搞《资本论》?这么反动。这话是正儿八经讲的,给他印象极深——我们以前学《资本论》,都知道它是批判的、革命的理论,怎么有一天《资本论》反倒成了反动? 说这话的还不是小老板、不是私营企业家,而是国家机关的工作人员。为什么当时会有人这么看?很大一个原因是我们走向了市场经济道路。从《资本论》的角度看,市场经济有内在矛盾、有深刻的无政府状态,社会主义应该有计划按比例地发展。马克思也没预言到,中国这样的国家搞社会主义,也得建设市场经济。所以90年代中期以后,人们的认识上出现了一个断裂。 反过来,八九十年代倒有一些老革命家,像李先念这样的老同志,很早就提出过一个问题:列宁的帝国主义论是不是过时了?那时候大家都在讲和平与发展,跟20世纪上半叶的革命与战争时代完全不同,讲这个东西应者寥寥。但今天,2018年以后再回过头看,这问题就没那么简单了。老同志有历史的眼光,没有被表面的潮流完全蒙蔽,知道潮流背后那个东西还在。今天你看特朗普、看伊朗,那些老问题又回来了。 国内也有国内的情况:改革开放前不知道什么是资本,改革开放以后领教了。现在我们有好几类资本,国有资本、民营资本、混合资本、外国资本,所以会出现996这类现象,跟马克思当年讲的问题有点像。 这就牵出马克思思想里一个很核心的概念工具:绝对剩余价值和相对剩余价值。孟捷老师说,这不只是讲资本主义,它是贯穿世界历史的一个一般性工具。原始时代、新石器时代晚期,人类就已经能生产剩余了——你去博物馆能看到稻米的遗存,酒瓶子里还有酒,瓜果腐烂的痕迹,这些都说明当时的人生产出来的东西已经吃不完。进入阶级社会以后,剩余就成了核心问题:谁生产,谁占有。 而马克思认为,生产剩余无非两个办法。绝对的,就是延长劳动时间,难听点就是996,封建领主、奴隶主让你吃得很少,把剩余全拿走。相对的,就是靠生产力进步,像封建社会有了铁器、用了牛耕,剩余就会增加得更多。马克思有个假说:工业革命以后、资本主义确立以后,相对剩余价值的生产占了主导。这其实给了资本主义很高的评价。 从《资本论》这条线往下走,能看到资本主义的各种矛盾:竞争导向垄断,到了列宁那里,垄断资本主义一定是帝国主义,那就是瓜分世界、世界大战。但另一条线上,马克思也讲了:相对剩余价值生产占主导之后,剩余主要靠技术进步,那么企业追求利润与它推动技术进步,这两件事互为前提、互为条件,这是对资本主义历史正当性的一个很大的辩护。 《共产党宣言》里那句话最能说明问题:资产阶级统治不到一百年,创造的生产力比以往一切时代的总和还要多。历史上没有谁比马克思说得更鲜明。单看这句话,马克思简直是资本主义最大的辩护士,而且你明显感到,他是作为一个世界历史的声音在说话——他意识到世界历史到了一个拐点上,以往几千年就那么一点,这一百年顶得上一千年。 历史唯物主义讲两条:生产关系适应生产力的发展;但生产关系最终也会阻碍它,把社会推向新的生产方式。到列宁那里,矛盾激化成全球性的矛盾;到第三国际,又变成北方与南方的矛盾,所以第三国际才会把眼光投向中国。 所以孟捷老师说,马克思的内容非常丰富。今天大家关注《资本论》,确实是个好事,说明我们对很多现象的解释不满足、不解渴,需要去找更深层的原因。
阿拾
28. Sept. 2026
各位,今天是1月10日,哈萨克斯坦的全国哀悼日。在过去一个多星期里,至少有164人在该国的暴力骚乱中丧生,其中有两名警察被斩首。我们谴责任何破坏稳定、威胁安全、制造动荡、策动颜色叛乱的行为。We stand in solidarity with the Kazakh people. 现在,让我们把注意力放到这个词上:beheading,斩首,非常野蛮的暴行。 behead 这个词可以拆成两部分。前缀 be 可以表示拿掉、分离,这个用法现在不太常见了,稍微常见一点的是 bereave,丧失亲友,就是 "I'm sorry for your loss" 里那个 loss,还有 bereavement、bereft,都是一家人。后面这个 head 就很直白了。所以 behead 就是拿掉脑袋,cut someone's head off。 除了 behead,还有一个词也表达同样的意思,叫 decapitate。前缀 de 很好理解,也是拿掉:decouple,脱钩,把 CP 拿掉;decolonize,去殖民化,把老爷拿掉;decode,把码拿掉,就是解码。那么 capitate 是什么意思呢?莫非也是 head?为什么长得这么奇形怪状? 你看它长得是不是很像 capital,首都。都就是城市嘛,那"首"呢?正是脑袋的意思,引申为第一城。那为什么是脑袋?因为在拉丁语里,caput 就是头。这个词直到今天的英语还在用,比如解剖学里面头还是叫 capital,capitalis 就是它的一种变体。 而 capital 还有一个意思,是资本。这跟头有什么关系呢?原来,capital 这个头本来指的是牛头,所以传下来,资本等于牛头。这也不奇怪,毕竟古人最大的财富就是牛,牛的头数越多,财富就越多。所以不要小看牛牛。 英语里面"亲友"叫 kith and kin,其实这是文盲们搞错了,这个词组本来叫做 kith and kine,kine 就是奶牛,就是 cow。所以朋友和牛牛,是一个人所能拥有的一切了。两样都不占,基本上就是孑然一身。 capital 还有一个用法也跟头有关:英语里的"死刑",除了 death penalty 还可以怎么说?capital punishment,掉脑袋的刑法,就是死刑。 除了 capital,caput 还派生出了一大堆词,比如 per capita GDP 里的 capita,其实就是它的变体——有多少头就有多少人。还有 chief、chef、captain、chapter、cape,等等等等。 也就是说,decapitate 跟 behead 的构成是一模一样的,都是拿掉脑袋。而且别看一个是 head、一个是 capitate,长得好像差别很大,其实追到根上它们是一样的,都来自原始印欧语里表示"头"的那个词根。只不过南边的意大利人把它读成了拉丁语的 caput,北边的日耳曼人读成了 *haubudam,也就是后来德语里的 Haupt,比拉丁的 caput 稍微硬一点。英语属于日耳曼语族,古英语把它变成了 hēafod,中古英语沿用,慢慢又简化成了 head。 所以你学会了吗?behead 和 decapitate 这对长得完全不一样的兄弟俩,可能唯一的区别就是:behead 听起来比较俗,decapitate 听起来比较雅,因为 head 一看就懂嘛,capitate 等于绕个弯,属于文化人背的单词。那么如果你要写作文要用,你会选哪个呢?
阿拾
27. Sept. 2026
各位,咱们说说美国新反动派的“王道真经”吧。这事儿不新鲜,但咱们来个全新解读,看看笔名“孟子梅童”(Mencius Moldbug)的这位逆行者到底在想什么。 先说说特朗普遇刺那一幕。嘴角带血,振臂高呼,我看到的不是什么新闻学的高光时刻,而是旧制度的垂死挣扎。你想象一下,这个不可持续的制度,在军国主义的感召下,精英阶层不断外卷,输出他们最擅长的战争、掠夺资源、引入移民、压低人力成本,导致本国平民在内卷中走投无路,国家两极分化。随着财富越来越集中,上等人不事生产即可寻租获利,下等人拼命劳动也只能勉强糊口。这时,权贵中出了一个叛徒,他化身平民代言人,通过民粹运动成为领袖,招来精英的密谋刺杀,血溅当场。我说的不是走运的懂王,而是倒霉的凯撒。历史虽然不会重演,但会押韵。 此时此刻,恰如2000年前的罗马。凯撒死后,罗马陷入内战,共和时代结束,取而代之的是帝国时代。如今既然懂王对死神说出了“Not Today”,证明了自己天命在身,是不是能省掉中间环节呢?我不是说特朗普要称帝,那也太离谱了。但你真觉得没有人有这个想法吗?有的。让我隆重介绍最美国的逆行者孟子梅童,这是笔名,真名叫做Curtis Yarvin,真实身份是程序员。 雅文的爸爸是个外交官,他从小跟着到处跑。这段经历给了他一个洞察:美国为什么没有革命啊?因为美国没有美国大使馆。他12岁回国插班念高中,25岁进入约翰霍普金斯的天才班,后来进了UC Berkeley念计算机博士,但很快就退学当码农去了,做那个很古早的手机浏览器。没过几年公司被收购,他选择拿笔钱走人。按硅谷的标准看这笔钱不多,但足够开启精神追求。恰好当时互联网刚起步,很多版权过期的旧书市面上找不到,却能在网上读到。于是雅文一头钻进故纸堆,自学历史、政治以及奥地利派经济哲学。他最推崇的是这么几位:哲学家大卫·休谟,用经验主义质疑人类的理性;作家托马斯·卡莱尔,英雄史观的原创者;历史学家詹姆斯·弗劳德,认为群众没有自治能力,统治还得靠精英;以及经济学家霍佩,认为君主制的私天下,远远好过民主制的公天下。 经过这么一番熏陶,雅文终于龙场悟道。有一天他突发奇想,决定开宗立派。放在当时的互联网语境下,就是写博客。从2007年到2016年,他以孟子梅童的笔名写了几百万字的政论,有很多劲爆的内容,比如《何故、何时、何以废除美国?》,认为美国应该分裂成许多个类似新加坡那样的高效城邦,否则就跟微软一样大而无当。 雅文还有一个创新,可能你都听过:他把《黑客帝国》里的“红丸”改造成了一个反建制的政治概念。总之,雅文成了特立独行的键盘侠,他开创的派别叫做新反动派。反动什么呢?反权力的分散。亚里士多德说过,政府有三种形式:君主制、寡头制和民主制。每种制度都有健康和堕落两种形态,区别不在于人数多寡,而在于权力的集中或分散程度——是在一个人、几个人,还是千千万万人手上。经历启蒙运动的现代社会都推崇民主,于是民主就成了丘吉尔所说的相比之下最不坏的制度。但雅文认为,古代大多数时期是君主制,启蒙只是历史的例外,它带给世界的民主是条死胡同,因为民主不是实现良政的手段,而是政治的目的本身,所以会不断自我强化,鼓励相互牵制的权术,催生更多虚伪、欺骗和不作为。 在新反动派看来,美国要重新伟大,就必须开历史的倒车。他们强烈反对辉格史观,要求退回传统的政治经济社会模式。至于什么是传统?狩猎采集、种姓制度、男尊女卑、绝对王权、自由放任资本主义,都可以是,博采众长嘛。但总的来说,就是要通过回调参数,回到西方列强如日中天的帝国时代。所以雅文眼里归来的王,绝不能是君主立宪制的吉祥物,不能是伊丽莎白二世,得是伊丽莎白一世,或者拿破仑、凯末尔、罗斯福。 那么当代的教士阶层在哪里呢?雅文指向新闻媒体、高等教育和官僚体系,把他们统称为The Cathedral,大教堂。大教堂把自由、民主、进步定义为国教之后,在意识形态中固步自封,让社会腐朽堕落。现在是时候让凯撒的归凯撒了。雅文认为,国家需要凯撒,就像公司需要CEO。一个企业能做大做强,压根跟民主无关,既不靠员工表决,也不靠董事会干涉,就得让CEO不受眼前利益的束缚,从企业的长期利益出发负责。美国最需要的,就是天降猛男,从民主这部黑神话中诞生一个自我革命的天命人,亲手拆掉分散权力的行政官僚体系,然后废除民主的伪经,回归王道真经。 有点革命精神的摇滚乐迷可能知道,加州有个乐队叫Rage Against The Machine,愤怒反抗机器,很好的名字。但雅文认为他们弱爆了,在他看来,Rage的真正含义应该是Retire All Government Employees——开除所有的公务员。 那么快进到现在,美国保守派智库传统基金会提出了2025计划,全称2025总统过渡计划。保守派的总统是谁?我们知道,懂王吧。那过渡是什么意思呢?就是把联邦雇员通通裁掉,换成忠于MAGA的懂家军,最终朝行政独尊的方向演化,也就是雅文所憧憬的当代君主制。由于这个想法过于激进,懂王只能跟他保持距离。但你不要忘记,他身边有一个人叫J.D. Vance。80后的万斯是懂王竞选的副手,如果懂王胜选,他就是副总统。万斯出身于典型的穷人家庭,身边全是酒精、毒品和暴力。他最亲的奶奶有次一气之下,给爷爷满身淋油,差点把爷爷给点了。从当初贱如尘泥到如今一人之下万人之上,万斯的崛起堪称奇迹。但一切的奇迹,归结下来都是因果关系。 那究竟是什么关系,让加州键盘侠雅文跟铁锈带凤凰男万斯做了朋友,并成为他政治哲学上的领路人呢?请允许我先卖个关子,开启另一段叙述。
阿拾
27. Sept. 2026
各位,今天咱们聊聊啥叫加速主义。话说2010年上海世博会提出“城市让生活更美好”,一位隐居在上海的英国学者穿梭在魔都的大街小巷,最终写下了一本奇书《2010上海世博指南》。这书里不光有展会信息,更多的是文化研究和对于现代性的思考。它一面怀古伤今,认为伦敦的水晶宫和巴黎的埃菲尔铁塔这种世博遗迹象征着西方已经告别了激情年代,一面高度赞赏中国的发展速度,认为中国最有希望引领人类告别西方启蒙运动带来的1.0版本的现代性,创造出2.0版本的现代性,因为它成了全世界最伟大的发动机。当然,这种赞赏归根结底不来自对中国改善民生的肯定,而是来自对速度和运动的抽象崇拜,认为人类的未来属于科技与狠活。套用《三体》里维德的名言,他的主张就可以概括为:加速,加速,加速,不择手段地加速。 说回这位加速主义哲学家尼克·兰德。要了解他,咱们得先从卡尔·马克思说起。马克思严厉地批判自由贸易,但他却支持自由贸易,因为自由贸易能够使无产阶级和资产阶级之间的对立达到顶点,加速社会革命。也就是说,他发现了资本主义蕴含着自我毁灭的种子:与其小修小补,不如催化矛盾,让它加速为自己掘墓,这叫以子之矛,攻子之盾。 二战后,资本主义度过危机,世界革命进入低潮,欧洲左翼汇聚了最聪明的那批人。他们得解释资本主义为何还没崩溃,于是另辟蹊径,比如德勒兹和加塔利。他们用精神分析法取代辩证法,写出了《资本主义与精神分裂》,提出解辖域化。简单来说,就是让欲望自由流动,脱离规训,让社会层级结构失去稳定性,进而加速社会的自我解体。 再回到兰德。90年代,兰德在英国华威大学教欧陆哲学。他和一帮左翼学者成立了控制论文化研究小组CCRU,整日坐而论道,探索科技、资本和欲望的交集。行为上也比较出格,嗑药太多,分不清现实与幻觉,甚至由于过度沉迷克苏鲁神话,真的跑去印尼苏门答腊召唤远古海兽。最终,兰德把控制论的反馈机制跟解辖域化缝合在一起,形成了加速主义。它的核心是一个通过正反馈不断自我激发的过程,而这个过程通往终极的自由与解放。 有人可能会问:这跟我有什么关系?不愧是你,一针见血,毫无关系。兰德明确表示,对人类的解放毫无兴趣,只关心生产资料的解放。康德滚一边去,技术有自己的目的。兰德跟那些愤怒反抗机器的卢德主义者刚好相反,不是要解绑人类,而是要让机器不再受人类束缚,彻底咆哮。 千禧年前后,兰德挥别过去、奔赴未来,选择在魔都隐居,形容以前写的东西都是药味太重的远古垃圾,需要整理思想。终于,在2013年,两个高强度冲浪的网络生物遇到了兰德,顿时感到畅快。兰德给雅文的新反动主义起了个帅气的名字——黑暗启蒙,逆转启蒙运动的伤害。雅文认为民主是人类之哀,兰德则更进一步,他写道,民主不仅迎来了末日,它就是末日本身。民主的动力是堕落,是系统性巩固私人之丑恶,直到集体犯罪并全面腐化社会。因此,逃离民主是终极的必然。 至此,加速与反动合流,接下来就该安排自动驾驶当司机了。没错,这股力量就是人工智能。兰德认为,资本主义和人工智能是一体两面,只有资本主义才能创造人工智能,也只有人工智能才能提纯资本主义。所以,让这个克苏鲁去加速自我生成、自我推动吧。 既然说到科技,咱们再来聊聊。
阿拾
27. Sept. 2026
各位听好了,今天要给大家讲的是硅谷两大偶像。在很多圈外人眼里,科技界的偶像是钢铁侠埃隆·马斯克;但在很多科技大佬那里,硅谷精神的真正代表,那种对破坏性创造的偏执追求,来自彼得·蒂尔。对此马斯克当然不同意,他说蒂尔有反社会人格,蒂尔则说马斯克就是个大忽悠。这两位相爱相杀,得追溯到上世纪末。当时Windows 98拉开了新世纪的大门,互联网让人畅想未来该有多酷。加州的帕罗奥托吸引学霸们踏上创业之路,成了硅谷的宇宙中心。这里的大学路394号当时出租给两家小公司,A号是马斯克的X.com,B号是蒂尔的Confinity。马斯克和蒂尔都是移民,马斯克来自南非,蒂尔来自德国,两人都上了斯坦福——蒂尔念完了哲学本科和法学博士,而马斯克的物理博士只念了两天就退学了。为了避免彼此成为竞争者,刚赚到第一桶金的马斯克提出了并购。新公司后来改名PayPal,很快蒂尔就背刺了马斯克:律政高手通过操纵董事会投票,迫使这个理工男让出了CEO的位置。马斯克从这段经历中汲取了清醒的教训,蒂尔则总结出必须架空董事会的真理,这一点后来被他用在了扎克伯格身上——作为第一个外部投资人,他保证脸书帝国由扎克伯格一人主宰。 而协助蒂尔拿下马斯克的,就是著名的PayPal黑帮,许多都是他斯坦福大学的校友。这么一看,读书还是比不读书有点优势,其实是因为蒂尔在斯坦福人脉极深。他1987年创办了校园报纸《斯坦福评论》,抨击左翼最大的政治正确——平等,坚持精英范儿的自由意志主义,认为弱肉强食才是天理,政府不要逆天。后来跟着蒂尔走南闯北打天下的兄弟,很多都是当时编辑部里出来的。 PayPal其实也贯彻了自由意志主义的美德。作为美版支付宝,2002年它以15亿美元卖给了美版淘宝eBay,PayPal黑帮赚了个盆满钵满。蒂尔把这段成功总结为“增长黑客”,说白了就是充分利用互联网相对于银行业的低监管优势,不管用户的钱干不干净都能开账户,把法务禁忌皆可为发挥到了极致。卖掉PayPal之后,蒂尔开了大数据分析公司Palantir,这个名字来自《指环王》里的真知晶球,要靠PayPal的算法辨认赃钱、追踪非法交易的恐怖分子。那谁会对这门技术感兴趣呢?美国中央情报局CIA通过旗下的风投公司In-Q-Tel给蒂尔注资200万,并长期维持着既打钱又下单的默契,把他变成了网络监控和数据分析的水晶球。他的三款拳头产品哥谭、代工厂、阿波罗,深度介入美国的执法、情报和国防。2011年,Palantir协助海豹突击队击杀了本·拉登。 马斯克后来的轨迹也跟蒂尔差不多,SpaceX的成功同样离不开国防部和NASA的支持。硅谷大佬跟五角大楼在同一条战壕穿同一条裤子,真是岂曰无衣,与子同袍。可是自由意志主义者不是说好了要把公权力关进笼子、让私权力翻天覆地吗?为什么跟政府走得这么近呢?很简单,他们厌恶的是民主政治,而不是深层政府。蒂尔说过,自由意志主义者的伟大事业,就是想方设法逃离一切形式的政治,包括受无脑民众指挥的社会民主主义。那为什么要逃离啊?因为民主政治为了赢得选票,就要向下等人输送利益,这只会拖上等人的后腿:强迫富人纳税,防止企业垄断。而垄断,蒂尔又说,是企业成功的条件。正是在一将功成万骨枯的意义上,自由与民主彼此无法兼容。 马斯克对民众的鄙视,比蒂尔多了一层科幻色彩。他认为,未来殖民宇宙的ubermensch,比我等wintermensch更能代表人类,所以应该通过技术统治,高效利用资源,使超人的长期利益最大化。如果你对他的道德观感兴趣,可以看看我“钢铁侠大战奥特曼”那一期。 我们再说回蒂尔。他虽然没有马斯克私奔到火星的打算,但逃离政治的愿望也非常强烈。他投资了一家智库,专门研究海上主权,期待有一天条件成熟,就打造漂浮的城市,开辟法外之地,专供有钱人开润。基于同样的逻辑,他还把目光投向了赛博宇宙,投资了去中心化的个人服务器平台Urbit,其愿景是重构互联网,把TCP/IP的客户端服务器模式换成P2P虚拟服务器,搭建一个没有监管的数字乌托邦。 直到今天,Urbit也只有非常原始的、类似论坛的骨架。而就是这么一个东西,光前42行代码就写了6年。这要多么强烈的信念,才能支持开发者去做这种毫无商业化前景的项目呢?究竟是什么人呢?是雅文。Urbit是他博客政论的结晶,对民主监管的厌弃和对理性独裁的推崇都在里面了,只是蛰伏着,等待着安纳奇的降临。 蒂尔跟雅文一见如故,很快就被吸纳进抵抗军,成了红丸王子,投身反抗大教堂或者反抗母体的革命。两个人的想法非常投缘,但雅文毕竟是能跟兰德对话的天才,境界更高一筹。比如蒂尔从哲学老师勒内·吉拉尔那里学到的最重要的道理,就是大多数人都是复读机,必然像飞蛾扑火一般投身于暴力冲突。雅文则认为,还是应该人尽其才、物尽其用,他的最终解决方案,是把生产力落后的低端人口做成生物柴油。虽然想到燃料是垃圾做的,车主多少有点膈应,但这不失为种族灭绝提供了一个较为人道的途径。 受雅文的影响,蒂尔终于认识到自由意志主义者的局限性:一帮精致利己者坐在金山上自我感觉良好,远离刀口舔血的脏活累活,整日啼叫,以为自己是猛虎,却没有爪牙,原来是狐狸。那怎么才能发动革命呢?当然是狐假虎威了。所以他得靠近、去操纵、去掌控权力。这就是为什么蒂尔跟政治越走越近。
阿拾
27. Sept. 2026
各位,咱们得谈谈蒂尔那篇著名的演讲,2011年他在耶鲁法学院讲的那番话,简直是对现代教育的嘲讽。他说现代教育让最聪明的人不去追求星辰大海,而跑去干游戏、卖广告、挣快钱。用他后来的名言概括,我们想要的是飞行汽车,得到的是140个字的字数限制。这一番演讲让台下一名拼尽全力才走出山区的穷学生大受震撼。如果退学创业都能拿蒂尔奖学金,那学而优究竟是为了什么呢?事后,他在网上疯狂寻找蒂尔的联系方式,终于找到了他斯坦福大学的旧邮箱,很快就收到回信:有空来我家坐坐。 这个学生毕业后,本专业的工作只干了两年,就加入了风投公司秘银资本,然后又成立了那亚资本。秘银和那亚,都来自蒂尔喜欢的《指环王》。而这位蒂尔宇宙的新宠,就是铁锈带凤凰男J.D. Vance。 我第一次听说万斯,是2016年特朗普选举的时候。民主党媒体想了解“红脖子”究竟是个什么生物,于是就采访了畅销书《乡下人的悲歌》的作者万斯。万斯认为特朗普现象可以理解,那是穷人在报复社会,但特朗普这个人是个白痴,是文化海洛因,是美国希特勒。他的口吻像是一个冷静的观察者,比较接近于他文学上的缪斯蔡美儿。蔡美儿是万斯的教授,除了写过育儿类的畅销书《虎妈战歌》,她更擅长观察美国政治的两极化和部落化。了解万斯的家庭背景之后,她鼓励这个对法律有点失去兴趣的年轻人把成长经历写成书,着重写原生家庭的故事,克制一下宏大叙事的冲动,别把重点放在政治如何背叛工人阶级上。 一开始多少沾点书卷气的万斯,在如何看待懂王的立场上并不像他的伯乐蒂尔。蒂尔毒辣的投资眼光早就看出特朗普是奇货可居,整个建制派十八路诸侯反董联盟杀声震天,蒂尔却敢迎面撞上硅谷之堵蓝墙。当时的科技资本家,谁不支持民主党、不支持希拉里,谁就不够进步、谁就没有良心,这是资本进步税。可蒂尔讨厌交税,于是冒美国科技界之大不韪,第一个站出来给特朗普站台,一路站到共和党全国大会。虽然只捐了125万,相当于他的九牛一毛,但这在当时的硅谷却需要拿出比出柜更大的勇气。许多人为了避险,跟他割席绝交,切断生意往来。 特朗普卸任之后,当初把他抬进白宫的民粹运动不但没有止息,反而彻底改造了共和党。蒂尔知道MAGA需要新生代,这就跟他投资生物科技公司Ambrosia是一个道理,Ambrosia是神的祭品,研究的是注射年轻的血液来永葆青春。于是他看向自己的门徒万斯。这个年轻的VC投资了右翼社交、基因治疗、太空安全等领域的初创公司,打通了许多门道。如果能把科技资本的力量进一步引入政治、搞垮对手,那么带刺的草根运动,迟早会变成安全的永生化。 于是在蒂尔的运作之下,万斯的态度来了个180度大转弯,从懂王坚定的反对者成了懂王身边的内臣。有了第二波的1500万竞选经费,加上懂王无价的祝福,38岁的万斯当上了俄亥俄州参议员。今年大选更是被特朗普钦点为副手。如果特朗普胜选,万斯就是美国历任副总统里面少见的年轻人。 万斯天生是个政客,几件事可以看出他的灵活。第一,改信天主教。天主教讲究组织层级,而这恰好是他奶奶生前最讨厌的东西,但他说改就改,很难说不是在开拓福音派以外的票仓。第二,万斯经常骂官僚、骂精英、骂体制、骂移民,可他的老婆乌莎·万斯是印度婆罗门移民、耶鲁同门师妹,就是他所骂的一切的具体化身。所以反白左是工作,爱白左是生活,不矛盾吧。第三,万斯留络腮胡。妇女获得投票权以来,美国政客几乎没有留胡子的,因为这不讨好女性选民。万斯跟懂王的儿子同时留胡子,信号很明确,就是放弃集美,all in兄弟。 许多人认为特朗普找万斯是昏招,因为万斯比自己更右,只能起到固粉的作用,很难有破圈效果。但我恰恰觉得这是在适应时代。你看没过多久,民主党的哈里斯在明明有机会朝中间靠拢的情况下,也找了一个比自己更左的人当副手。其实左右双方都知道增量已经很难争取了,必须盘活存量,把高度分裂的内部给团结起来。而靠理性的政策绝不可能把人团结起来,只能比谁更会煽动。但Agitprop这个考点,在美国乃至整个资本为王的西方,属于左派的盲区,左派真的做不到啊。所以桑德斯这种左派民粹,头顶上有玻璃天花板,只要不砸碎它,永远都是陪跑的吉祥物。因此在所有西方国家,真正能靠民粹团结各个派系、凝聚整体实力的,只有右翼。右翼的世界观很简单:第一,弱肉强食;第二,阳光之下,并无新事。所以不论过去、现在还是未来,恐怖的治理者必然要交战。所以万斯所表述的战略,更接近美国必然的选择,那就是把拳头从乌克兰和中东收回来,然后对准中国,重拳出击。
阿拾
27. Sept. 2026
各位,美国大选还有两个月才揭晓,但咱们不妨提前想一想,这两位候选人,到底会把美国,乃至全球引向何方?这个问题还真不是个小事。 记得2018年,咱们办了一场讲座,邀请了两位嘉宾:一个是俄罗斯的杜金,一个是荷兰的罗布里曼。杜金,我在「战斗法师」那期介绍过;里曼是组织辩论会的,是个典型的欧洲人文主义学者。结果,听众们一边倒地觉得杜金有意思,里曼倒也不生气,送了我一本小册子,叫《与这个时代抗争》,讲的是法西斯主义回潮。里曼认为,法西斯就是恨,得靠人文主义的爱来疗愈。 这说法倒也不是没有道理,但问题没这么简单。法西斯这个词,最早是指一束棍棒被皮条拉紧,团结在一起,产生十根筷子掰不动的效果。中间插上象征权力的斧头,那就是法西斯。谁的权力大,谁配享的法西斯就多,普通独裁者配24根,凯撒大帝三合一,72根。所以,法西斯就是权力的象征。 可是,法西斯和恨有什么关系呢?恨意味着敌我分明,势不两立。那谁是敌,谁是我呢?可以是平民vs精英,本族vs异族。最省事的当然是本族平民vs异族精英。因为内病外治最简单,没什么好说的,站吧,为这个世界清理人渣,万死不辞,大统领下令吧。 这就是学术上描述法西斯的几个特征:极端民族主义、群众运动、集权统治、外征内压、高度暴力,来维护世界应有的层级。因此,全球化大教堂里的建制派面对懂王、万斯、班农、雅文、兰德、蒂尔的时候,就会说,你们全员法西斯。 比如说,赵宋眼里的带头大哥晁盖、人脉通达宋江、狗头军师吴用、动力源泉李逵、神秘主义者公孙胜、以及小旋风柴进,全员反贼。反贼有一句话就真相了,你的皇帝姓宋,我哥哥也姓宋,你做的皇帝,偏我哥哥做不得皇帝。直反皇家,不反帝制,甚至会更卖力地维护统治秩序。 所以,与其盲人摸象,照着法西斯的特征,一个一个地打勾,不如回到现代法西斯的开山鼻祖,墨索里尼。问他,当初为啥背叛马克思,就知道什么叫做法西斯。 没想到吧,早年的墨索里尼那也是革命党,他曾经流亡瑞士,据说还见过列宁,当时的他还支持国际主义阶级斗争,反对意大利的军国主义。这个从左到右的转变,根本原因是抛弃了马克思对私有财产的批判和历史唯物主义。 墨索里尼理解的阶级,就完全是另一个东西。阶级是一个社会经济的双重概念,马克思强调经济的一面,韦伯强调社会的一面。但它不是工业资本主义时代的特殊现象,而是贯穿了古代文明,公民与奴隶、种姓与贱民、贵族与平民、地主与农奴,都和工人与资本家一样,是阶级矛盾存在的例证。 人们很容易剥离生产关系去讨论阶级,认为阶级是通过传统利益和政治观念团结在一起的家庭组合。马克思主义以后认为这个是倒果为因。但经过这番魔改,革命的锋芒就不再对准资本主义体系本身,而是转嫁到他者的头上。 那承受暴力的他者是谁呢?那取决于施加暴力的主体是谁?那往往就是一个社会的武士阶层。通过对外军事扩张解决社会内部矛盾,是印欧游牧文明的古老传统。印度刹帝利、希腊重装步兵、罗马百夫长、日耳曼男人帮、维京狂战士,包括大航海时代的西班牙骑士团,都是如此。 站在征服者的角度,历史属于活下来的人。墨索里尼在瑞士痴迷两个人,一个是死去的尼采,一个是活着的帕累托,就是那个二八原则帕累托最优的帕累托。作为贵族的后代,帕累托有一个精英替代理论,认为改朝换代的根本动力来自精英内部的相互倾轧,跟人民群众没有半毛钱关系。 也就是说上等人负责用神话给社会洗脑,下等人只需要盲从就好,争来争去一辈子,这就是历史。在那以后,收军火商钱的记者墨索里尼彻底与左派决裂,认为维护资本主义生产模式就等于维护意大利民族,就等于维护所有意大利人。 法西斯这套神话就是要让打工人相信他们和老板只要都右手高举,复兴古礼,就同属于高贵的雅利安民族,都是伟大的人上人。既然都是人上人,兼爱非攻,自然就说不通了。这就是罗马cosplay赋予法西斯的意义。面对汹涌的无产阶级,资产阶级哪怕在文化偏好上靠左,还是会支持法西斯。 因为他的根本使命是将资本主义从其不可避免的自身危机中拯救出来。法西斯则是抽象的群众运动,它的基本单位不是具体的人,而是想象的共同体。厌恶群众的资产阶级的激进派通过提线木偶去操弄民粹,为的是跳过科层化的管理层和固化的制度,直接向群众寻求授权,然后再把他们一脚蹬开,接管政府集中全力,让资本主义加速到反人类的地步,用束棒来维持系统的鲁棒,那是一种对湮灭的欲望。
阿拾
27. Sept. 2026
资本主义,这玩意儿如今可是真到了生死存亡的关头。你看那新反动派、加速主义、技术封建、新法西斯,全都一窝蜂地凑到一起,为的不就是求个活路嘛。他们喊破嗓子,无非就是一句“快给资本主义续命”。他们看不惯的,不外乎社会主义,或者是大多数人。 我们大多数人都不喜欢掌握文化霸权的西方白左,嫌他们虚伪、矫情,于是就去跟白右共情。但记住,白右不会跟我们共情。他们借着反白左的文化战争,给种族歧视、性别歧视脱敏,捍卫的是资产阶级政权最大的政治正确。所以特朗普抨击对手哈里斯是马克思主义者、共产主义者,哈里斯当然不是,但也不妨碍她代表的绿色环保型资本主义被先进生产力抛弃。白右的说辞,无非是“西方再不伟大就完了”,缅怀过去,痛斥现在,高呼让某某“重新伟大”。他们说的上一次伟大是啥时候?多半是上世纪六七十年代,而不是这四十年的新自由主义。 资本家只在乎增长,不在乎人。增长怎么来?咱知道,资本主义诞生了,才有了财富的爆炸式增长。资本是活的,就是靠商品的交换价值。这商品,不是用的,而是卖钱的。卖更多的钱,实现资本的增值,这事儿才叫资本的使命。其他不以增值为目的的财富,都不叫资本,叫零花钱。 资本主义只看重资本,不看重人。当人成了资本的工具,人就变成了资本的奴隶,成了资本的同构体。就像仓鼠在跑轮上一样,剩下的只有动力,没有自由。 GDP,啥玩意儿?消费、政府支出、投资、进出口,全都是在衡量资本的健康度,而不是人的幸福度。地球在燃烧,我们却在刷视频,以为这就是幸福。 人类的商业周期和地球的自然周期相比,实在是太短了。资本的回报率,只关心经济活动是否带来更多的利润,却不管这些活动对生态环境造成了多大的伤害。地球是有限的,资源是有限的,增长是有限的。所以,生态经济学来了。1971年,罗马尼亚数学家乔治斯库·罗根写出《熵的定律与经济过程》:熵就是系统的混乱程度,房间只会越来越脏,垃圾只会越来越多,熵只会越来越大。人类所有的经济活动,都是在截取能量供自己消费,把低熵变成高熵;有用的能量一旦耗尽,人类也就到了尽头。生态经济学批判了新古典和马克思两个学派,主张要避免日益严重的生态灾难和经济动荡,就不能把自然资源仅仅看作外部因素,不能痴迷于增长和资本增值——人类欲壑难填,而地球覆水难收。 罗马俱乐部成立了,他们的报告《增长的极限》说,地球资源有限,经济不可能无限增长。那么,人类就得学会去增长,减少对资源的消耗,尽量延长资源的寿命。这就意味着,人类要从经典力学的世界观,转向热力学的世界观。 资本主义和社会主义,两者的解决方式大相径庭。社会主义是经济民主,以人为本,让人们对经济活动有发言权。这意味着,我们可以选择更有意义的经济活动,重视物品的使用价值而非交换价值。这就是对消费主义的反击,对商品拜物教的逃离,摆脱资本的控制。 而资本主义呢?一种方式是垄断,加速技术发展,最终把人类变成赛博生物。另一种是暴力输出,把生命拉回到原始的野蛮状态。这两种方式,都不是真正解决问题,而是解决提出问题的人。 未来在哪里?什么是世界的方向?什么等在我们的前方?如果只有躯壳没有器官,只有触手没有情感,只有数据没有人民,那我们应该何去何从?
阿拾
27. Sept. 2026
各位,美国把水资源视为国家安全问题,这事儿可不是什么新鲜事了。战略与国际问题研究中心的报告里提到,全球水资源引起的暴力事件已达到历史最高水平,而地缘政治冲突就是最严重的风险。报告里举了两个案例:一个是让印度坐卧不安的中国雅鲁藏布江水电站(印度叫它布拉马普特拉河),另一个是埃及和埃塞俄比亚的尼罗河大坝。 咱们先看看中印之间的矛盾。我们上游落差巨大,水电蕴藏量极高;他们下游靠喜马拉雅南坡的降雨,水量巨大但水电蕴藏量小。中国在雅鲁藏布江墨脱段大拐弯的地方,规划了全球最大规模的超级水电站,装机容量60吉瓦,年发电量3000亿度,相当于三个三峡。而印度境内的这一段谷地多、水量巨大却难以灌溉,还经常形成很恐怖的洪灾,他们就特别焦虑中国掌握上游控制权,认为中国随时能蓄水放水、制造旱灾或洪灾,还在国际上打苦情牌,说中国会减少下游径流85%的流量。这纯属瞎扯,因为雅江水电站非常特殊,它是径流式隧洞引水,利用天然的垂直落差冲刷涡轮发电,不需要修巨型大坝蓄水,发电的水全部回流、原量返还河道,不改变河流的天然径流量,宏观上对国际水权没有影响。而且上游水量只占下游的三成,印度根本不用担心水源被切断。 但印度为了争话语权,抢先在藏南地区的西昂河段建水电站。这电站高300米、蓄水量91亿立方米,印度的算盘是抢在亚鲁藏布江水电站建好之前修好大坝,以在未来的水资源谈判或仲裁中宣称下游有优先用水权,把中国置于被动地位。但印度这样做也不地道,除了淹没藏南部落的土地,还会影响孟加拉。一旦把水人为控制住,下游泥沙减少,孟加拉的土地贫瘠化、丧失肥力,威胁这个人口大国的粮食安全。孟加拉看穿了印度掐脖子的操作,积极引入中国资金和技术,对下游流域进行综合治理,尤其是提斯塔河,改善旱季干涸、雨季洪涝的问题。这下子印度紧张了,因为提斯塔项目离印度那个鸡脖子——西里古里走廊只有几十公里。 总体来说,中印之间的水资源竞争还是次要变量。双方都有战略理性,风险可控。但埃及和埃塞俄比亚就不一样了。埃及境内几乎所有人口和经济都在尼罗河沿岸和三角洲地带,河水决定生死存亡。尼罗河上游分白尼罗河和青尼罗河,其中发源于埃塞俄比亚高原的青尼罗河水量更大。埃塞俄比亚主张重新分配水资源,但埃及坚持殖民时期留下的历史特权。双方零和博弈,非盟调解无效,埃及军事外交围堵埃塞俄比亚,但已经错过最佳时机。一旦东非出现特大干旱,水资源危机很可能导致军事冲突。萨达特曾说,宁愿去埃塞俄比亚战死,也不会坐等渴死。 美国的报告还提到科罗拉多河的问题。美国在上游搞胡佛水坝、拦截灌溉,导致墨西哥那边就剩不下几滴,美墨之间虽有水资源协议,但墨西哥一直欠着水债。极端气候、水费增加,再加上美墨关系紧张,科罗拉多河三角洲变成荒漠。美国各州水分配扯皮不断,水资源宝贵,跨国公司也被当地社区排除在外。伊朗首都德黑兰极端缺水,人口激增、大水库干涸,海水淡化厂因战争冲突被袭击,供水成为战争常态。防范这种风险,各国应构建多元化的水资源组合,不依赖单一超大型项目,结合各种水循环、水处理方案,并将水资源升格为国家安全与治理优先事项,加强对水资源相关外资审查。 最后,美国认为多极化没有霸主,没有全球执法,没有解决方案,倾向于把水资源作为地缘工具。而中国在区域水治理方面,从上游单边开发变成全流域共同治理,这解决了传统水争端的零和博弈。这个经验对其他地区形成跨界水资源治理框架有借鉴作用。
阿拾
27. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, es ist jetzt 21 Uhr, und ich stehe auf einer Straße in Rumänien, wo es noch ungewöhnlich hell ist. Dieser Ort sollte eigentlich von Vampiren und alten Burgen erzählen, doch im Moment sehe ich hier nur jede Menge positive Energie. Der Parlamentspalast, der damals auch „Volkspalast“ genannt wurde, ist ein gigantisches Bauprojekt, das Ceaușescu nach seinem Besuch in Nordkorea nachahmte. Er ließ alte Stadtviertel abreißen, um ihn zu errichten, und die große Allee vor dem Eingang wurde eigens dafür planiert, um Platz für ihn zu schaffen. Der Bau dauerte von 1984 bis 1997, und in dieser Zeit erlebte das ganze Land einen Wandel. Mit einem Gewicht von 4 Millionen Tonnen ist es laut Guinness-Buch der Rekorde das schwerste Gebäude der Welt. Angeblich setzt er sich jedes Jahr um 6 Millimeter und ist damit nach dem Pentagon das zweitgrößte Regierungsgebäude der Welt. Ich habe das Gebäude nicht von innen gesehen, aber angeblich gibt es im Untergrund acht Stockwerke, wobei das tiefste als Atombunker dient und ein riesiges Tunnelnetz alle Regierungsbehörden der Stadt miteinander verbindet. Das Gebäude weist eine hohe Leerstandsquote auf. In den 90er Jahren gab es Pläne, es zum größten Casino der Welt umzubauen, und es zog sogar eine Investition von George Soros in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar an, doch daraus wurde nichts. Dann ging ich weiter: Links lag eine von Bäumen gesäumte Allee, rechts die Altstadt, die ihr historisches Flair bewahrt hat. Am Nachmittag des ersten Tages hörte ich Trommel- und Gongklänge, lief hin und sah eine Parade. Es gab bunte Fahnen aller Art: die palästinensische Flagge, Tierkostüme, Anime-Figuren, Tierschutz… Bei diesem „Happy Pride 2026“ wurde das 30-jährige Jubiläum der Gründung der ältesten LGBT-Organisation Rumäniens gefeiert. Tatsächlich handelte es sich jedoch um eine breit angelegte linke Demonstration gegen Konservative, Faschismus, Homophobie, Transphobie und Frauenfeindlichkeit. Schau dir das Logo an: Hammer und Sichel wurden auf skurrile Weise in ein Symbol für Geschlechtergleichstellung umgestaltet. Tatsächlich fürchtet der Kapitalismus soziale Organisationen und will die Menschen auf mikroskopisch kleine Kämpfe reduzieren, bei denen nur noch biologische Triebe eine Rolle spielen. Später kam ich gegenüber der Universität Bukarest an, wo ein Ingenieur auf der Straße eine Rede hielt. Er forderte Frieden für die Ukraine, den Iran, den Gazastreifen und den Nahen Osten. Er stellte sich mir vor: Er sei Ingenieur und habe auch schon in China gelebt. Er nutzte sein Wochenende, um Reden zu halten, deren Themen völlig durcheinander waren: von der orthodoxen Kirche und traditionellen Familienwerten über Gandhi, Martin Luther King und Charlie Cock bis hin zum Rücktritt von Selenskyj, politischen Forderungen im eigenen Land und sogar der Vereinigung von Rumänien und Moldawien sowie dem Widerstand gegen Impfzwang … Er zitierte immer wieder aus Michael Jacksons „They Don’t Care About Us“. Er schätzte China recht hoch ein und betrachtete das Land als Friedensstifter. Dann sah ich, wie Polizisten eine andere Gruppe von Demonstranten begrüßten, die gekommen waren, um an ein historisches Ereignis zu gedenken, bei dem Bergleute Studenten brutal zusammengeschlagen hatten. An ihrer schwarzen Kleidung konnte man erkennen, dass es sich um eine Gruppe rechtsgerichteter Studenten handelte. Sie und die Demonstranten von vorhin erfüllten jeweils ihre festgelegten Aufgaben, ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen. Anschließend besuchte ich die Sozialistische Partei Rumäniens, ein kleines Parteibüro, unter dem sich ein kleiner Geldwechsel-Laden befand. Ihre Geschichte ist sehr dramatisch: Der Parteivorsitzende Rotaaru war früher Mitglied der Kommunistischen Partei Rumäniens und promovierte in Wirtschaftswissenschaften. Später trat er der Sozialistischen Arbeiterpartei bei und lehnte die Aufteilung des staatlichen Vermögens ab. Als die Sozialistische Arbeiterpartei jedoch eine Fusion mit der Sozialdemokratischen Partei anstrebte, trat er aus der Sozialistischen Arbeiterpartei aus und gründete die Sozialistische Allianzpartei. Am nächsten Abend machte ich mit einem jungen Funktionär einen Spaziergang durch die Altstadt. Er ist Experte für Photovoltaikmodule in der Branche der neuen Energien und erzählte mir, dass Rumänien zwar reich an Ressourcen sei, die Energieversorgung jedoch größtenteils in den Händen ausländischer Unternehmen liege, die diese zu hohen Preisen an die eigene Bevölkerung verkauften. Noch schlimmer sei die starke Abwanderung der Bevölkerung und der Verlust von Arbeitsplätzen. Von den 20 Millionen Einwohnern leben 4 Millionen im Ausland, darunter viele Intellektuelle und Fachkräfte, wie Ärzte, Krankenschwestern, Ingenieure und Designer. Angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs in Europa in den letzten Jahren geht es diesen Auswanderern nicht unbedingt besser, doch sie kehren einfach nicht zurück. Daher hat die Regierung Einwanderer aus Südasien, Indien, Bangladesch und sogar Nepal aufgenommen. Die Nepalesen erzählten mir, dass viele Menschen aus ihrem Land in die Golfstaaten gehen, insbesondere nach Katar. Da erfuhr ich erst, dass es in Rumänien auch eine ganze Reihe von Nepalesen gibt. Die meisten Lieferfahrer auf den Straßen haben südasiatische Gesichtszüge, und die roten Leuchtreklamen an den Straßen gehören nicht zum Rotlichtviertel, sondern zu mehreren Filialen der SuperBet-Glücksspielkette. Diese Glücksspielbranche umfasst nicht nur SuperBet, sondern auch Wechselstuben, Kredithaie und sogar Automaten zum Aufladen von Glücksspielkonten. Bukarest wird als das Las Vegas Europas bezeichnet. Da die Regierung Prominenten und Influencern verbietet, für Glücksspielwerbung zu werben, muss man stattdessen mit KI generierte Bilder von sexy Frauen verwenden. Die Realwirtschaft ist am Boden, Geschäfte bleiben geschlossen, das wirtschaftliche Niveau ist nicht hoch. Das monatliche Pro-Kopf-Einkommen in Bukarest beträgt 1.400 Euro; in der Hauptstadt liegt es zwar etwas höher, doch die Kluft zwischen Arm und Reich ist groß. Geringverdiener erhalten ein Monatsgehalt von 800 Euro, was zwar bereits über dem Mindestlohn von 600 Euro liegt, doch ihr Konsumniveau ist nicht gerade niedrig. Junge Menschen zahlen 700 Euro Miete, dazu kommen 100 Euro für Strom, Wasser und Nebenkosten – insgesamt kosten die Lebenshaltungskosten hier 900 Euro im Monat. Dieses Leben vermittelt tatsächlich das Gefühl, in turbulenten Zeiten nur eine kleine Ameise zu sein, und die Unzufriedenheit in der Bevölkerung ist groß. Taxifahrer sprechen ständig über die EU, Frankreich und die Korruption der Bürokraten. Ihre Forderungen sind einfach: Sie wünschen sich wirtschaftliche Unabhängigkeit für Rumänien, die eigenständige Nutzung der Ressourcen, keine Unterstützung anderer Länder – insbesondere keine Rüstungskäufe für Kriege – und hoffen, ein souveränes, unversehrtes Land zu werden.
阿拾
27. Sept. 2026
Liebe Leser, vor einiger Zeit war ich in Myanmar und bin gerade zurückgekommen. Der Grund dafür, dass ich so lange nichts mehr gepostet habe, liegt ganz einfach darin, dass es bei der Arbeit einige Veränderungen gab und diese Dienstreise genau in diese Zeit fiel. Was hatte ich in Myanmar zu tun? An einer Konferenz teilnehmen. Ein staatlicher Think Tank der myanmarischen Regierung hatte eine Konferenz organisiert, um von China zu lernen, wie man seine eigene Geschichte gut erzählt. China hat seine Geschichte, Myanmar hat seine Geschichte. Ich bin zusammen mit Herrn Zhang, der über das chinesische Modell referierte, dorthin gereist und war dafür zuständig, die Konferenz zu protokollieren – ich habe also einfach nur von seinem Erfolg profitiert. Ich hatte auch ziemlich viel Glück: In Myanmar regiert derzeit eine Militärregierung, viele Länder weltweit haben ihre Beziehungen zu dem Land abgebrochen, und das Land ist relativ isoliert – man kann nicht einfach so dorthin reisen, um es zu besuchen. Ich habe mir das Land also nur aus der Ferne angesehen. Vor der Abreise buchte ich mein Flugticket und packte meine Koffer; in Shanghai waren es damals etwa zehn Grad. Als ich dann die Nachrichten aus Myanmar sah, stand dort: vierzig Grad! Da geriet ich sofort in Panik und dachte: Werde ich hier wohl vor Hitze umkommen? Nach der Ankunft fühlte es sich tatsächlich nicht so heiß an; mein erster Eindruck war: Na ja, geht noch. Was mich jedoch wirklich nervös machte, war nicht die Temperatur. Myanmar ist ein sehr komplexes Land, und die Sicherheitslage ist ziemlich chaotisch. Die Militärregierung hat im Grunde nur die Kontrolle über den südlichsten Küstenstreifen von Yangon bis nach Naypyidaw; drumherum gibt es überall verschiedene ethnische bewaffnete Gruppen, also lokale ethnische Milizen. Die Telefonbetrugszentren, von denen man oft in den Nachrichten hört, befanden sich ursprünglich im Norden Myanmars, an der chinesisch-myanmarischen Grenze. Nach einer gemeinsamen Razzia zogen sie weiter in den Süden, bis nach Mawaddy an der thailändisch-myanmarischen Grenze, etwas weiter südöstlich – auch dort, wo die Regierung keinen Einfluss hat. Unser Reiseplan war bis ins Detail im Voraus festgelegt, es gab keine Zeit für eigene Unternehmungen. Ich war nur ein Begleiter – hat ein Begleiter denn Freiheit? Nicht nur das, dort herrschte auch eine Ausgangssperre, sodass man abends nicht hinausgehen durfte. Ich sagte, ich wolle nur ein bisschen spazieren gehen, aber man entgegnete mir, es sei nicht sicher. Ich fragte: „Warum sollte es unsicher sein? Alle sind doch schon nach Hause gegangen – warum sollte es gerade für mich draußen unsicher sein?“ Wenn man darüber nachdenkt, stimmt das eigentlich. Letztendlich bin ich dann doch nicht hinausgegangen, weil man mir sagte, ich könnte eingezogen werden. Ich entgegnete: „Ich bin doch Ausländer“, aber da ich wie ein Südostasiate aussehe, konnte ich das nicht klar erklären – also habe ich es gelassen und das Risiko nicht eingegangen. Die Unterkunft war allerdings nicht schlecht. Als wir den Flughafen von Yangon verließen, kam es mir vor wie in einer britischen Kolonie in Asien; unser Hotel war ganz neu, luxuriös eingerichtet und speziell für VIPs gedacht – auf Fünf-Sterne-Niveau. Es unterschied sich stark von der Umgebung in Myanmar – aber trotzdem gab es Stromausfälle. Die Fahrt von Yangon nach Nyei dauert fünf bis sechs Stunden. Unterwegs gibt es besonders viele Kontrollposten: aus Sandsäcken aufgeschichtete Bunker, in denen sich Feuerstellungen mit etwa acht bis zehn Mann befinden; alle paar Meter steht eine weitere, und mehrere Feuerstellungen sichern gemeinsam eine Kreuzung. Wir fragten: „Ist diese Straße sicher?“ Man sagte uns: „Ich will euch nichts verheimlichen: Vor ein paar Tagen gab es hier Kämpfe, die Rebellen haben vor ein paar Tagen gerade hier gekämpft.“ An solchen Orten wird natürlich Wehrpflicht erhoben. Die jungen Menschen hegen Abneigung gegen die Militärregierung; viele ziehen es vor, zu fliehen – sie gehen nach Thailand, um dort schwarz zu arbeiten, und kehren nicht zurück. Auch unter den im Land gebliebenen jungen Menschen ist die Abwanderung sehr groß; manche gehen schlichtweg nicht mehr zur Schule – nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie der Meinung sind, dass ein Studium keine Zukunft bietet. Die Universität von Yangon ist die beste Universität Myanmars und besonders stark in den Geisteswissenschaften. Vor dem Staatsstreich 2021 meldeten sich jedes Jahr 800.000 bis 900.000 Menschen für die Hochschulaufnahmeprüfung an, nach dem Staatsstreich sank diese Zahl schlagartig auf 100.000. In den letzten zwei Jahren hat sich die Zahl langsam erholt, dieses Jahr sind es 200.000. Wo sind die Leute hin? Sie legen die Prüfung einfach nicht mehr ab. Denn selbst wenn man die Prüfung besteht, gibt es keine Industrie und keine Beschäftigungsmöglichkeiten; die Produktion ist größtenteils zum Erliegen gekommen. Es herrscht ein echter Mangel an Gütern. Täglich gibt es Stromausfälle, die Devisenreserven sind knapp, US-Dollar sind heiß begehrt, und es mangelt an Medikamenten, Lebensmitteln und Getreide. Wenn Naturkatastrophen eintreten und Hilfsmaßnahmen erforderlich sind oder wenn die Bewässerungskanäle der Bauern überflutet wurden und repariert werden müssen, ist all das derzeit nicht möglich – die Regierungsführung wird im Grunde genommen durch die Sicherheitslage lahmgelegt. Ich habe den Eindruck, dass die Menschen in Myanmar in einer ziemlich verzweifelten Lage leben. Was die Politik angeht, ist die Lage noch komplexer. Die Militärregierung in Myanmar ist eine einheimische Kraft, die Souveränität und Eigenständigkeit betont. Vor einiger Zeit fanden Wahlen statt, doch die Militärregierung behauptete, diese seien von Wahlbetrug geprägt und nicht ordnungsgemäß verlaufen – gemäß ihrer Verfassung ist die Militärregierung der Beschützer des Staates und somit dazu befugt. Damals erklärten auch die USA, diese Wahl sei undemokratisch und nicht vorschriftsmäßig gewesen. Als die Militärregierung daraufhin die Macht übernahm, behaupteten die USA wiederum, diese Machtübernahme sei ebenfalls nicht vorschriftsmäßig. Keine der beiden Seiten ist im Recht. Die vorherige Regierung existiert weiterhin im Exil als Oppositionsregierung; sogar der Botschafter bei den Vereinten Nationen ist noch derselbe wie zuvor und gehört nicht der Militärregierung an. Die Schattenwirtschaft, langjährige Regionalherrschaften und der Einfluss externer Kräfte – all das scheint in Südostasien unvermeidlich zu sein. Auf dieser Reise nach Myanmar habe ich genau ein solches Land vorgefunden.
阿拾
27. Sept. 2026
Leute, die jüngste High-Tech-Messe in Shenzhen hat mich fast zur Verzweiflung getrieben. Eigentlich hatte ich gedacht, dass dort das neue Projekt „Weltraumtourismus“ der China Aerospace Science and Technology Corporation vorgestellt würde, doch am Ende gab es nicht einmal eine Ausstellungswand dazu. Ich habe so lange gewartet – schon 2018 hörte ich, dass ich dieses Jahr ins All fliegen könnte –, doch nun tun sie so, als hätte das nichts mit mir zu tun. Mal ehrlich: Ein Ticketpreis von einer Million ist zwar nicht gerade billig, aber im Vergleich zu den 55 Millionen US-Dollar von SpaceX ist das wirklich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn SpaceX einen zur Internationalen Raumstation bringt, kostet das 350 Millionen RMB – das entspricht mehr als 100 Wohnungen. Aber ist diese 1 Million das wirklich wert? Für jemanden wie mich, der sich nicht einmal 20 Kleidungsstücke im Jahr leisten kann, ist das Geld tatsächlich etwas zu viel. Vergleicht man jedoch die internationalen Preise: SpaceX verlangt 55 Millionen US-Dollar für einen Flug zur Internationalen Raumstation, also 350 Millionen RMB, und das erste Ticket für einen suborbitalen Flug mit Blue Origin kostet ebenfalls 28 Millionen US-Dollar – genug für eine ganze Rolls-Royce-Flotte. Daher erscheint der Preis von einer Million gar nicht mehr so abwegig. Auch wenn der Preis hoch ist, kann ich zumindest darüber nachdenken – das ist immer noch besser, als es mir überhaupt nicht leisten zu können. Deep Blue Aerospace verkauft bereits Weltraumflugtickets live auf Taobao: 1 Million pro Ticket, 12 Minuten Flugdauer, 5 Minuten Schwerelosigkeit. Stell dir diese 12 Minuten vor: Du siehst, wie sich der Erdhorizont immer weiter entfernt, während die Dunkelheit des Weltalls immer näher rückt. Leider erreicht der suborbitale Flug nicht die erste kosmische Geschwindigkeit, sodass man die Erde nicht umkreisen kann. Diese Weltraumreise besteht lediglich darin, in den Himmel zu fliegen und wieder zurückzukommen – und schon ist die 1 Million weg. Allerdings waren die Tickets sofort nach Verkaufsstart ausverkauft; selbst wenn man das Geld hätte, könnte man keines ergattern. Ist diese Million teuer? Nach aktuellen Kostenberechnungen wird der Umsatz dieser Branche im Jahr 2030 voraussichtlich 13 Milliarden US-Dollar erreichen, wobei der Markt weniger als 100.000 Menschen umfasst. Der Erstflug von Deep Blue Aerospace ist für 2027 geplant, und auch die bemannten Weltraumflüge von Zhongke Aerospace werden erst 2028 an den Start gehen. Es sind ja ohnehin nur noch wenige Jahre bis dahin, also müssen wir die Kosten für die Raketenrückgewinnung senken – am besten auf 100.000 Yuan pro Flug. Dann würde sich die Zahl der Teilnehmer wahrscheinlich um mehr als das Zehnfache erhöhen. Wäre es nicht wunderbar, wenn wir daraus ein Projekt für den internationalen Tourismus machen könnten, das Devisen einbringt und die Reichen aus aller Welt anzieht? Leute, wenn ich 100.000 Yuan für eine Weltraumreise ausgeben müsste, würde ich darüber nachdenken? Ehrlich gesagt, 100.000 Yuan für einen Flug ins All sind fast so viel wie eine Fahrt mit einer Super-Achterbahn. Aber stellt euch vor: Für 100.000 Yuan könntet ihr die Schwerelosigkeit erleben, zusehen, wie sich die Krümmung der Erde immer weiter von euch entfernt, und spüren, wie die Dunkelheit des Weltalls näher rückt. Dieser Traum lässt einen regelrecht schweben. Wenn das wirklich möglich wäre, würde ich es mir auf jeden Fall überlegen. Aber wir müssen die Realität im Blick behalten – schließlich kann sich nicht jeder diese 100.000 Yuan leisten.
阿拾
27. Sept. 2026
Leute, es ist drei Uhr morgens – ihr schlaft tief und fest, während ich einen Vulkan besteige. Das ist der Ijen auf der indonesischen Insel Java, ein aktiver Vulkan. Der Vulkansee ist so säurehaltig, dass er Menschen auffressen könnte, doch die Bergleute arbeiten mehrere hundert Meter unterhalb des Kraterrandes, zerkleinern mit bloßen Händen den leuchtend gelben Schwefel und tragen ihn dann zum Fuß des Berges. Schon in der ersten Hälfte der Nacht haben sie ihre Arbeit beendet – bei einem Tageslohn von nur 90 Renminbi. Das ist wirklich kein leichtes Leben. Warum machen diese Bergleute diese Arbeit dann trotzdem? Weil die Bauern auf den örtlichen Kaffeeplantagen nur die Hälfte verdienen. Mittlerweile hat sich der Tourismus rund um den Vulkan entwickelt; viele Touristen besteigen den Berg nachts. Nicht wenige der 300 Bergleute haben bereits den Beruf gewechselt und ziehen nun die kleinen Handkarren für die Touristen. Für eine Hin- und Rückfahrt erhalten sie mehr als 400 RMB, wovon jeder etwa 200 RMB bekommt. Das ist zwar nicht viel, aber immer noch viel besser als Schwefel abzubauen. Ich habe mich dafür entschieden, den Berg selbst zu besteigen, um diese Erfahrung einmal zu machen. Die Kehrseite der lokalen Wirtschaft ist jedoch noch erstaunlicher. Ich besuchte das Regenbogendorf in Malang, das „Kampung Wanawani Jodipan“ heißt – und wie der Name schon sagt, ist es farbenprächtig. Tatsächlich handelt es sich hier jedoch um einen Schwarzmarkt für Drogenhandel. Im Jahr 2016 verwandelten einige Studenten den Ort mit Graffiti in einen beliebten Fotospot – und so wurde aus einem Problem, das der Regierung Kopfzerbrechen bereitete, eine Internet-Sehenswürdigkeit. Doch die illegalen Aktivitäten grassieren nach wie vor – das ist wirklich erschreckend. In Indonesien haben es einfache Arbeiter schwer. Lieferfahrer sind bis spät in die Nacht unterwegs und verdienen 2.000 RMB im Monat. Ein Fernfahrer, den ich am Straßenrand traf, kommt gerade einmal auf 1.500 RMB im Monat; er muss seine Kinder ernähren, und das kleine Geschäft seiner Frau bringt kaum etwas dazu. Als er hörte, dass ich Chinese bin, bestand er darauf, mir genau dasselbe Mittagessen wie er anzubieten: „Pento“, eine Art Maniok-Bällchen, die in einer Plastiktüte verpackt sind und mit Chilisauce zerdrückt gegessen werden. Sie schmecken ein bisschen wie Fischbällchen und reichen gerade so aus, um den Hunger zu stillen. Eine Portion kostete 5.000 indonesische Rupiah, was umgerechnet zwei RMB entspricht. Da ich das günstig fand, ließ ich mich einladen, doch im Nachhinein war es mir etwas peinlich – das Leben der arbeitenden Menschen ist wirklich nicht einfach. Indonesien ist ein ressourcenreiches Land, doch die zersplitterte geografische Lage führt zu vielen Problemen. Nehmen wir zum Beispiel die zweitgrößte Stadt Surabaya: In den Vororten herrscht starke Luftverschmutzung, da Tofu-Werkstätten ausländischen Müll (Plastiktüten) verbrennen und dabei Dioxine entstehen. Tofu ist die wichtigste Proteinquelle für arme Menschen; aufgrund der hohen Nachfrage verschärft sich das Problem noch weiter. Die Insel Java ist dicht besiedelt, und die Nachfrage nach Brennholz und Kohle übersteigt das Angebot. Erdgas ist zwar reichlich vorhanden, wird aber in großen Mengen exportiert, sodass sich die Landbevölkerung diesen Brennstoff nicht leisten kann und daher auf die Verbrennung von Müll zurückgreifen muss. Auch die Stromversorgung ist problematisch. Unterwegs kamen wir am größten Kraftwerk der Region, dem Paiton-Kraftwerk, vorbei. Es ist das zehntgrößte Wärmekraftwerk der Welt mit einer installierten Gesamtleistung von 4,7 Gigawatt – eine beachtliche Leistung. Das Problem besteht jedoch darin, dass das Hochspannungsnetz nur die Städte versorgt, während die Niederspannungsleitungen in den ländlichen Gebieten der Belastung nicht gewachsen sind und die Bauern sich die Stromrechnungen nicht leisten können. Die Entwicklung neuer Energiequellen hinkt hinterher: Am Äquator weht nur schwacher Wind, Wasserkraft ist unzureichend und Solarenergie ist zu teuer. Daher liegt Indonesien bei der Entwicklung neuer Energien weltweit im Rückstand – auf den Straßen sieht man so gut wie keine Straßenbahnen. Ich habe erfahren, dass Indonesien derzeit chinesische Müllverbrennungstechnologie einführt und auf Bali mit dem Bau eines neuen Projekts begonnen hat. In den ländlichen Tofu-Werkstätten sollte jedoch weiterhin die reichlich vorhandene landwirtschaftliche Abfallmenge genutzt werden, um Biomassebrennstoff herzustellen – dieser ist kostengünstig und erzeugt wenig Rauch. Der Staat sollte dafür eine Umweltzertifizierung vergeben und in großem Umfang einkaufen. Die Regierung führt derzeit ein Programm für kostenlose Schulmahlzeiten durch, das jedoch heftig kritisiert wird. Wenn man wirklich das Wohl der Bevölkerung im Blick hätte, sollte man Tofu mit Zertifizierung für Lebensmittelsicherheit beschaffen und so eine Umstellung der Lieferkette erzwingen. Angesichts dieser Entwicklungen spielen chinesische Unternehmen eine wichtige Rolle bei den Infrastruktur- und Industriemodernisierungsvorhaben Indonesiens. Doch das Spiel um die Lieferketten mit China birgt für chinesische Unternehmen auch politische Risiken. Der indonesische Präsident Prabowo war einst eine wichtige Figur in der Suharto-Ära, was erneut die Komplexität der Politik deutlich macht. Als arbeitende Menschen sollten wir lieber weiter die Berge erklimmen und so unseren Beitrag zum Schutz der Vulkane leisten.
阿拾
27. Sept. 2026
Liebe Leser, mir ist kürzlich etwas Seltsames aufgefallen. Die südkoreanische First Lady Kim Hye-kyung nahm in Shanghai an einer Werbeveranstaltung für südkoreanische Kosmetik teil. Das hat mich an eine Tatsache erinnert: Wenn man heute durch Einkaufszentren schlendert, sind südkoreanische Kosmetikmarken fast schon eine Seltenheit geworden. K-Beauty ist international unglaublich beliebt, und Südkorea ist dadurch zum zweitgrößten Kosmetikexporteur der Welt geworden. In China jedoch ist die koreanische Kosmetik eher ein Flop. Ich erinnere mich, dass vor mehr als zehn Jahren koreanische Kosmetik zusammen mit koreanischen Fernsehserien im ganzen Land einen regelrechten Boom erlebte. Damals verneunfachten sich die Umsätze mit importierten Kosmetika innerhalb von fünf Jahren und übertrafen sogar die Frankreichs. Der chinesische Markt wurde zum größten Einzelwachstumsmotor für koreanische Kosmetik. Doch mit dem Abklingen der „Koreanischen Welle“ infolge der Stationierung des THAAD-Systems in Südkorea sowie aufgrund einiger Qualitätsprobleme – wie Vorfälle mit überhöhten Keimzahlen und Schwermetallwerten – schlossen immer mehr südkoreanische Marken ihre Geschäfte und stellten den Betrieb ein. Dennoch lag der Anteil der nach China exportierten koreanischen Kosmetikprodukte im Jahr 2021 noch bei über 50 %. Im Jahr 2024 betrug dieser Anteil weniger als 20 %. Mögen chinesische Verbraucher koreanische Kosmetik etwa wirklich nicht mehr? Die Antwort ist nicht so einfach. Denn die „Koreanische Welle“ machte Platz für den „China-Trend“, und K-Beauty wurde von C-Beauty abgelöst. Im Jahr 2024 erreichte der Marktanteil einheimischer Marken auf dem heimischen Markt 56 %, während der Anteil importierter Kosmetikprodukte weiter schrumpfte und um 3,4 % zurückging. Chinesische Marken haben nicht nur ihr Angebot auf dem heimischen Markt erweitert, sondern auch ihre Expansion ins Ausland vorangetrieben. Von 2020 bis 2024 lag das durchschnittliche jährliche Exportwachstum chinesischer Kosmetikmarken bei 18 %, während es bei koreanischen Kosmetikmarken nur 6 % betrug. Zahlreiche High-End-Kosmetikmarken haben sogar den europäischen, amerikanischen und koreanischen Markt erobert. Wie sind diese chinesischen Kosmetikmarken eigentlich entstanden? Das muss man genauer betrachten. Zunächst einmal: Kosmetik ist Kosmetik, und Marken sind Marken. Die Kosmetiktechnologie ist Teil der chemischen Industrie – glauben Sie etwa, China könne das nicht leisten? Tatsächlich werden 80 % der Rohstoffe für südkoreanische Hautpflegeprodukte aus China importiert. Die koreanische Kosmetikbranche wird hauptsächlich von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt, die sich alle an große ODM-Hersteller wie Cosmax und Codemark wenden, um ihre Produkte unter Eigenmarken herstellen zu lassen. Der eigentliche Vorteil koreanischer Kosmetik liegt daher darin, den Markt mithilfe kultureller Träger wie K-Pop zu erschließen, schnell zu reagieren, Markentreue aufzubauen und insbesondere virale Verbreitung in Umsatz umzuwandeln. Doch nun hat sich die Lage geändert. Die chinesische Kosmetikbranche ist technologiegetrieben. Technologie treibt die Produkte voran, und die Preise sind erschwinglich. Da die südkoreanische Kosmetikbranche keine technologischen Barrieren aufweist, muss sie ihre globale Strategie aktiv anpassen und sich stärker auf die europäischen und amerikanischen Märkte konzentrieren, in denen der kulturelle Austausch reibungsloser verläuft. China kontrolliert 80 % der weltweiten Versorgung mit Rohstoffen für rekombinantes Kollagen. Viele koreanische Marken verwenden Rohstoffe aus heimischer Produktion, verkaufen ihre Produkte jedoch zu Importpreisen. Bei den Kerntechnologien hinken sie China noch um eine Generation hinterher. Nehmen wir zum Beispiel Furida: Das Unternehmen ist seit 34 Jahren intensiv in der biologischen Forschung und Entwicklung tätig und beliefert 79 Länder und Regionen mit Rohstoffen. Nicht nur in Japan und Korea, sondern auch bei großen Marken in Europa und den USA stammen die Kernrohstoffe von diesem Marktführer. In den letzten Jahren hat sich Furuida nicht mehr damit begnügt, anderen als Sprungbrett zu dienen, sondern ist selbst in den Markt eingestiegen, hat Standards für die Penetration von Kollagen festgelegt und sich zum Marktführer im Kollagenbereich entwickelt. Kollagen ist ein allseits bekannter Inhaltsstoff. Der Grund für den drastischen Alterungsprozess der Haut bei Männern und Frauen ist der Kollagenverlust. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Rohstoffbeschaffung und Forschungs- und Entwicklungstechnologie hat Furida gemeinsam mit mehr als 300 Wissenschaftlern und 14 wissenschaftlichen Forschungsplattformen auf Provinzebene die professionelle Hautpflegemarke „Kemi“ ins Leben gerufen. Das Flaggschiffprodukt von „KeMi“, der Kollagen-Stift, hat das Problem der mangelnden transdermalen Absorption herkömmlicher Kollagenprodukte gelöst und die Kollagenindustrie in ein neues Zeitalter der transdermalen Wirkstoffzufuhr geführt. Diese transdermale Wirkstoffzufuhr wurde sogar in einem Patent festgeschrieben – die Penetrationsrate beträgt das 27,5-Fache gegenüber gewöhnlichen Kollagenprodukten. Viele koreanische Marken forschen noch immer an tierischem Kollagen, das jedoch das Risiko von Abstoßungsreaktionen und Allergien birgt. Kemi hingegen besteht zu 100 % aus humanem Kollagen und verfügt über eine Technologie auf international führendem Niveau. Gestützt auf einen großen Rohstoffhersteller enthält das Produkt sieben verschiedene Kollagenarten und fünf Arten von Hyaluronsäure, darunter rekombinantes Typ-III-Kollagen mit einer Reinheit von bis zu 98 %, sodass keine Bedenken hinsichtlich Allergien bestehen. Es wirkt umfassend gegen durch nächtliches Aufbleiben verursachte Hauterschlaffung, Trockenheit und einen matten Teint und ist dabei äußerst wirksam. Außerdem hat es die strengen Prüfungen von mehr als einem Dutzend Prüfstellen bestanden – die Wirkung gegen feine Falten lässt sich bereits im Minutentakt messen. Die hochwertige Verpackung ist ein Ausdruck unserer soliden Kompetenz. Wir haben nicht nur die zentralen technischen Herausforderungen gemeistert, sondern auch die Produktionskosten durch eine lückenlose Lieferkette auf ein Minimum gesenkt. Das ist unsere bewährte Vorgehensweise: Auch bei Premium-Marken legen wir Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, sorgen für wettbewerbsfähige Preise und verbessern gleichzeitig Qualität und Funktionalität, um den Verbrauchern ein Angebot zu machen, das sie nicht ablehnen können. Dies ist die konsequente Strategie chinesischer Hersteller im internationalen Wettbewerb, gegen die Südkorea keine Chance hat. Das Abklingen der koreanischen Kosmetikwelle erinnert uns daran, dass es kaum möglich ist, einen Vorteil dauerhaft allein durch Marketing aufrechtzuerhalten – nur kontinuierliche technologische Innovation ist das A und O der realen Wirtschaft. Dies gilt nicht nur für die aktuelle Lage der C-Beauty-Branche, sondern ist auch ein Spiegelbild des Aufstiegs Chinas.
阿拾
27. Sept. 2026
Liebe Anwesende, ich habe gerade am SC-Forum teilgenommen. Was hat es damit auf sich? „S“ steht für Nachhaltigkeit, „C“ für Vernetzung – kurz „SC“, also „Belgrad Star City“. Aber „SC“ ist eigentlich nur ein Vorwand, denn in Wirklichkeit geht es um die Zusammenarbeit zwischen China und Serbien. Während das Forum noch im Gange war, hörte ich die Veranstalter sagen, dass die USA diesen Ort besonders im Blick hätten und er sogar zu einem Schauplatz heimlicher Auseinandersetzungen geworden sei. Diese Aussage zu hören, war wirklich ein etwas unangenehmes Gefühl. Ein wichtiger Gast des Forums war die serbische Zijing Copper Industry. Das ist das größte ausländische Unternehmen in Serbien und zugleich das Unternehmen, in das China hier am meisten investiert hat – es macht mehr als die Hälfte der Gesamtinvestitionen aus und ist zudem Serbiens größter Exporteur. Was ist mit den USA los? Genau am Tag vor der Eröffnung des Forums haben sie gegen die Produkte von Zijin Copper eine „Withhold Release Order“, also eine Einbehaltungsverfügung, erlassen – das bedeutet, dass der US-Zoll die Produkte des Unternehmens direkt beschlagnahmen kann, sobald er darauf stößt. Welchen Vorwand suchen die USA hier eigentlich? Es muss doch eine Begründung geben. Sie behaupten, bei Zijin Copper gebe es Zwangsarbeit, und das US-Zollrecht verbiete den Import von Produkten, die unter Zwangsarbeit hergestellt wurden. Unter dem Deckmantel des Schutzes der Arbeitnehmerrechte wird die Compliance-Prüfung in Wirklichkeit als politische Waffe eingesetzt. Wenn man das so hört, kommt es einem vor wie ein Raubüberfall im Auftrag der Obrigkeit. Damit warnen die USA Serbien: Wir wissen, dass ihr mit China unter einer Decke steckt. Das ist ein altbewährtes Manöver: Über eine NGO namens „China Labor Watch“ wird mit lokalen serbischen Menschenrechtsorganisationen zusammengearbeitet, um verschiedene Beweise vorzulegen. Das nennt man selektive Rechtsdurchsetzung – die USA wollen damit erreichen, dass sich europäische Automobilhersteller von der chinesischen Lieferkette abkoppeln. Die Beschlagnahmung der Produkte von Zijin Copper hat kaum Auswirkungen auf das Geschäft. Die Kernmärkte für Kupfer sind Europa und China; es wird nur sehr wenig direkt in die USA exportiert, daher sind die Verluste gering. Doch mit dieser Vorgehensweise wollen die USA Zijin in Verruf bringen, seinen Ruf schädigen, nachgelagerte Unternehmen von einer Zusammenarbeit abschrecken und Reibungen in der Lieferkette erzeugen. Im Inland gilt: Wer von den USA sanktioniert wird, beweist damit, dass er wirklich über Stärke verfügt. Diese Selbstsicherheit rührt jedoch vor allem daher, dass wir Gegenmaßnahmen ergreifen können – andere Länder hätten noch einen sehr, sehr langen Weg vor sich. Serbien verfügt über Mineralvorkommen, die zu den bedeutendsten in Europa zählen. Im östlichen Bor-Becken gibt es eine hundert Jahre alte Kupfermine, an der Zijin zu 63 % beteiligt ist; zudem hat das Unternehmen die Kupfer- und Goldmine Peji vollständig übernommen. Neben Kupfer spielt auch Lithium, ein Schlüsselmetall für die grüne Wende, eine wichtige Rolle. Im Jadars-Tal im Westen befindet sich Europas größtes Lithiumvorkommen, das vom westlichen Kapitalunternehmen Rio Tinto kontrolliert wird. Die EU hat es im vergangenen Jahr sogar als strategisches Projekt eingestuft, um im Bereich der grünen Industrie mit China konkurrieren zu können. Derzeit verfolgt die EU ihren Wachstumsplan für den westlichen Balkan – doch diese Investitionen werden nicht einfach so getätigt, sondern müssen den 5G-Standards entsprechen. Die Jadar-Lithiummine will China sogar im Bereich der Infrastruktur Kunden abwerben. Doch damit verstößt die EU gegen die Werte, die sie tagtäglich propagiert, und viele, die fest an diese Werte glauben, fühlen sich von der EU verraten – wie kann man Vucic nur echtes Geld geben? Das sorgt für große Empörung. Daher ist Vučičs strategische Positionierung wirklich sehr geschickt: Auch wenn Serbien kein EU-Mitgliedstaat ist, unterhält es doch sehr enge Beziehungen sowohl zu China als auch zu Russland. Alle werben um das Land, und Serbien nutzt diese Situation gerne aus, um von beiden Seiten zu profitieren. Nach dem Regierungswechsel in Serbien hat das Land nun eine noch besondere Stellung eingenommen; eigentlich sollte es eine Brücke sein, über die sowohl China als auch Europa zusammenarbeiten können. Dieses Forum dient genau dieser Brückenfunktion. Ich werde heute am Abendessen teilnehmen und mich auch mit dem Ministerpräsidenten treffen – ich muss mich jetzt umziehen. Tschüss.
阿拾
27. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, wenn es darum geht, welcher Krieg in letzter Zeit am meisten Aufmerksamkeit erregt hat, dann ist das zweifellos der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Diese Entwicklung hat nicht nur die Streitkräfte weltweit zu Lehrmeistern gemacht, sondern auch eine gewaltige Welle in der Art und Weise ausgelöst, wie moderne Kriege geführt werden. Manche meinen, die Schlagkraft von Drohnen sei scheinbar unaufhaltsam. Ein ukrainischer Militär-Thinktank rät Taiwan genau dazu: Die Strategie bestehe darin, durch einen massiven Einsatz von Drohnen in der Luft, unbemannten Schiffen auf See und Unterwasserfahrzeugen dem feindlichen Landungstrupp ein sogenanntes „Höllenszenario“ zu schaffen. Aber bedeutet das wirklich, dass wir auf die von Menschen geführten Manöverkriege und Zermürbungskriege verzichten müssen? Das US-amerikanische Hudson Institute hat einen Bericht veröffentlicht, der diese vereinfachte Sichtweise gründlich widerlegt. Dort heißt es, dass eine Beschränkung der Erfahrungen aus der Ukraine auf den Einsatz von Drohnen das gesamte Paradigma des russisch-ukrainischen Konflikts stark verkürzt. Der Kern des russisch-ukrainischen Krieges liegt vielmehr in der Verschmelzung von Elementen wie künstlicher Intelligenz, autonomen Systemen, Sensoren und Software, wodurch der von den USA so bezeichnete „OODA-Zyklus“ (Observe-Judge-Decide-Act) auf das Äußerste komprimiert wird. Wer Informationen schneller verarbeiten kann, kann den Gegner aus dem Konzept bringen und den Kampf gewinnen. Daher müssen auf dem Schlachtfeld der Zukunft die Entscheidungsmechanismen den Maschinen überlassen werden: KI soll die Waffen steuern, blitzschnell Berechnungen durchführen und Maßnahmen ergreifen. Der Mensch ist hingegen nur noch für die Überwachung, die Freigabe und das Eingreifen in entscheidenden Momenten zuständig. Dies wirft eine Frage auf: Bei klassischen kombinierten Einsätzen verschiedener Waffengattungen liegt der Schwerpunkt darauf, den Gegner schnell zu zermürben oder vorteilhafte Positionen einzunehmen, um einen Vorteil zu erlangen, und Truppen sowie Feuerkraft zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort einzusetzen, um die feindlichen Linien zu durchbrechen. Dieses Modell ist auf den heutigen Schlachtfeldern bereits überholt, und zwar aus drei Gründen: Erstens machen Drohnen, Satellitenkommunikation sowie digitale und elektronische Sensoren das Schlachtfeld transparent – jede Bewegung wird vom Gegner beobachtet, was Überraschungsangriffe erschwert; Zweitens: Mobile Truppen verfügen zwar über Größenvorteile, sind jedoch bei ihrer Aufstellung anfällig für präzise Angriffe und werden bereits vor Erreichen des Schlachtfelds vernichtet; drittens: Der Verbrauch an der Front führt zu Versorgungsbedarf; der Angriff auf Versorgungslinien ist einfacher als der Angriff auf Fronttruppen, weshalb es für Fronttruppen schwierig ist, vorzustoßen. Daher hängt der Erfolg der mobilen Kriegsführung im klassischen Sinne vollständig davon ab, ob der vorangehende digitale Zermürbungskrieg gewonnen werden kann – das heißt, die Sensoren, die elektronischen Kampffähigkeiten, die logistische Versorgung und die Kommandonetzwerke des Gegners vollständig außer Gefecht zu setzen, den Feind blind und taub zu machen und erst dann Feuerangriffe durchzuführen. Der Kern dieser Strategie besteht darin, dem Feind zunächst die Fähigkeit zur Informationsgewinnung zu entziehen und erst danach Feuerangriffe durchzuführen. Doch damit ist es noch nicht getan: Auch bei der Truppenverteilung sind Neuerungen erforderlich. Bei früheren Modellen des Zermürbungskriegs ging es um das Kräfteverhältnis zwischen den Truppenbeständen im Zuge eines kontinuierlichen Schwunds; dieser Schwund war vorhersehbar und eignete sich für Stellungskrieg, sodass derjenige gewann, der über mehr Truppen verfügte. Doch wie lässt sich mithilfe von Technologie das Verhältnis von Verlusten zu Gewinnen verbessern und eine asymmetrische Kampfkraft schaffen? Theoretische Physiker haben ein adaptives Modell vorgeschlagen, bei dem beide Konfliktparteien in großem Umfang halbautonome intelligente Einheiten einsetzen, die sich ständig an die sich verändernde Umgebung anpassen. Die Konfrontation wird dadurch nichtlinear und dezentralisiert. Sowohl die russische als auch die ukrainische Seite haben im Kampf auf groß angelegte, konzentrierte Kampfhandlungen verzichtet und setzen keine Infanterie ein, um jede einzelne Stellung zu erobern. Stattdessen passen sie sich mit kompakten Waffensystemen an die Dynamik des Schlachtfeldes an und nutzen Drohnenverteidigungslinien, um Personal zu sparen – so lassen sich mit geringen Truppenstärken weite Gebiete abdecken. Der Ausgang von Drohnenkämpfen hängt jedoch vom technischen Können der Bediener, dem Ausmaß der elektronischen Kriegsführung sowie weiteren Faktoren ab, wie beispielsweise dem Entwicklungsstand der Software, der Sichtbarkeit der Ziele, der Sensordichte, der Genauigkeit der Geländedaten, der Robustheit der Kommunikation und der Reaktionszeit auf Gegenmaßnahmen. Daraus lässt sich erkennen, dass sich die Kriegsführung in dieser Phase, obwohl sie noch nicht vollständig automatisiert ist und Roboter noch nicht an unserer Stelle kämpfen, bereits zu groß angelegten Drohnenoperationen unter menschlicher Führung entwickelt hat. An dieser Stelle muss unbedingt erwähnt werden, welche Lehren der Westen aus den Erfahrungen auf dem ukrainischen Schlachtfeld ziehen sollte. Positiv betrachtet könnte das ukrainische Schlachtfeld die wertvollste Datenbank der Militärgeschichte sein, da Drohnen das Schlachtfeld in ein dichtes Sensornetzwerk verwandeln und in Echtzeit riesige Mengen an Einsatzdaten generieren, die zum Training der nächsten Generation militärischer KI-Systeme genutzt werden können. Seit diesem Jahr teilt die Ukraine militärische Daten mit ihren Verbündeten; diese Daten sind an sich schon von unschätzbarem Wert, weshalb sie auch zu Zielen von Angriffen geworden sind. Was die Lehren betrifft, so sind die schnelle Iteration und das modulare Design der ukrainischen Drohnen-Software gut gelungen, doch die Abhängigkeit von chinesischen Drohnenkomponenten ist zu groß. China hält nicht nur einen Marktanteil von 80 bis 90 Prozent bei den kompletten Drohnen, sondern nimmt auch in Bereichen wie Steuerungen, Sensoren, Motoren, Batterien, Wärmebildkameras, Magneten und Seltenerdmetallen eine absolut dominierende Stellung ein. Das bedeutet, dass das Risiko einer Unterbrechung der Lieferkette sehr hoch ist, sobald Chinas die Strategie der NATO zur Modernisierung ihrer Drohnen als Bedrohung wahrnimmt. Abschließend weist der Bericht des Hudson Institute darauf hin, dass die NATO einerseits die Innovationskraft im Drohnenkampf nutzen, andererseits aber nicht blind auf Drohnen setzen und den Aufbau traditioneller Feuerkraft vernachlässigen darf. Es bedarf einer doppelten Kombination aus Kampferfahrung und technologischer Produktionskapazität, wobei die Beschaffung von langsamen Zyklen auf schnelle Iterationen umgestellt werden muss und taktisch die Essenz der Ukraine übernommen werden sollte, ohne sich dabei auf die Form zu versteifen. Die Ukraine ist lediglich ein wirksames Instrument zur Erlangung von Mobilität auf dem Schlachtfeld; strategisch muss man jedoch die Stärke des Gegners ernst nehmen – so hat Russland beispielsweise bereits ein leistungsfähiges Anti-Drohnen-Ökosystem aufgebaut, und China ist gar der Grundpfeiler der gesamten Drohnenindustrie. Daher liegt der Ausweg für das westliche Lager darin, die Ukraine zu einem zentralen Knotenpunkt der europäischen und amerikanischen Rüstungsindustrie zu machen – um es mit meinen Worten zu sagen: zu einem „Kriegslabor“.
阿拾
27. Sept. 2026
Leute, wir reden immer davon, die diskursive Hegemonie des Westens zu überwinden, aber das ist wirklich schwer. Ihr Diskurssystem läuft, ganz offen gesagt, darauf hinaus, dass alles, was gut oder schlecht ist, allein durch Worte bestimmt wird. Damals während des Handelskriegs haben uns die westlichen Regierungen täglich vorgeworfen, wir würden Technologien stehlen. Wir haben erklärt: „Wir haben nichts gestohlen, das war alles auf freiwilliger Basis“, aber unsere Erklärungen nützten nichts. Wenn die sagen, man habe gestohlen, dann hat man gestohlen – so einfach ist das. Jetzt hat sich ihre Rhetorik geändert: Technologietransfer gilt nun als etwas Gutes, denn hervorragende Dinge sollten ja geteilt werden. „Warum hält China das alles so geheim? Lasst mich doch endlich ein bisschen davon klauen!“ Ein kürzlich erschienener Artikel eines westlichen Wirtschaftsexperten ist wirklich interessant. Er schreibt, dass die Haltung der westlichen Politik und Wirtschaft zum Technologietransfer eine 540-Grad-Wende vollzogen hat und man sich nun keine Sorgen mehr über den Verlust westlicher Technologien macht. Im Gegenteil, man fragt sich: Warum ist Chinas Technologie noch nicht abgewandert? Warum sind die Barrieren rund um fortschrittliche Technologien wie Elektroautos und KI-Roboter so fest? Wie können sie sich so lückenlos vor uns schützen? Warum können wir nicht wenigstens ein bisschen davon abbekommen? Die Sichtweise des „Economist“ lautet: Keine Eile. Wissen ist keine Mauer, sondern Wasser. Es fließt immer von oben nach unten, vom Besitzer zum Nachfrager. Es ist nur eine Frage der Zeit. Aus Sicht der Ausländer hat China also technologisch aufgeholt und an Status gewonnen. Na gut, dann tauschen wir doch Marktzugang gegen Technologie. Wenn man chinesischen Unternehmen den Marktzugang gewährt, werden sie dort Fabriken errichten. Wäre das dann nicht unsere Chance, ihr Know-how zu erlernen? In Wirklichkeit ist es nicht so einfach. China produziert Batterien und Energiespeicher in der EU sowie Elektrofahrzeuge in Brasilien und Vietnam – aber haben sie daraus gelernt? Auch nicht. Denn China hat von den fortschrittlichen Erfahrungen der USA gelernt und ein System zur Exportkontrolle aufgebaut. Das offizielle Ziel ist der Schutz der nationalen Sicherheit, tatsächlich geht es jedoch darum, die heimische Industrie zu fördern. Auf der Grundlage des Exportkontrollgesetzes verfügt China also über ein in unregelmäßigen Abständen aktualisiertes Verzeichnis der Beschränkungen für Technologieexporte sowie über Registrierungs- und Genehmigungsverfahren. Wenn ein Unternehmen also Technologie exportieren möchte, muss es eine Genehmigung beantragen – und es liegt an mir, zu entscheiden, ob ich diese erteile oder nicht. Wenn beispielsweise die Transaktion zwischen dem KI-Assistenten Manus und Meta geprüft wird, muss untersucht werden, ob die Kerntechnologie des Unternehmens zu den im Verzeichnis aufgeführten kontrollierten Gütern gehört, ebenso wie die Verlagerung von Teams und Übernahmen im Ausland. Das stellt einen substanziellen Technologieexport dar. Haben Sie eine Ausfuhrgenehmigung beantragt? Wen sonst sollten wir da bremsen, wenn nicht Sie? Deshalb hegt der Westen den Verdacht, dass China wirklich wertvolle Technologien nicht ins Ausland lassen wird. Ich denke jedoch, dass unter den derzeitigen Rahmenbedingungen kein Grund zur Skepsis besteht. Wenn China diese Technologien für sich behält und nicht freigibt, wie soll der Westen dann davon lernen? Der „Economist“ schreibt: Was wir in erster Linie lernen müssen, ist nicht die Technologie selbst, sondern die Art und Weise, wie China Technologie erlernt – systematisch und mit Geduld. Um vom Westen zu lernen, haben die Chinesen dreißig Jahre lang unermüdlich politische Rahmenbedingungen geschaffen, ausländische Investitionen angezogen, lokale Partner vermittelt, Lokalisierungsziele festgelegt und Kooperationen mit ausländischen Universitäten aufgebaut – sie haben mit unstillbarem Hunger nach Wissen gelernt. Genau das müssen wir auch tun: Wir müssen die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse Chinas und die Fachartikel der Chinesen genau im Auge behalten und nach noch nicht kommerzialisierten Themen suchen, um sie zu erschließen. Allerdings hat der Westen seine eigenen nationalen Gegebenheiten, sodass er Chinas Vorgehensweise nicht einfach eins zu eins kopieren kann. Es ist unrealistisch, darauf zu hoffen, dass die Regierung von oben herab das Gesamtbild koordiniert und die Strategie vollständig ausarbeitet. Die Unternehmen müssen selbst ihre Eigeninitiative entfalten. Nehmen wir zum Beispiel die großen internationalen Automobilkonzerne: Sie lernen derzeit sehr schnell und strömen in Scharen nach China, um dort Fabriken zu errichten. Das ist ein Beispiel dafür, wie man von lokalen Partnern lernt. Die gesamte Lieferkette besteht aus so vielen Gliedern, und jedes hat seine eigenen Kniffe – also lernt, denn das Lernen nimmt kein Ende. Die „Economist“-Redaktion versteht es auch ganz gut, Zwietracht zu säen: Er sagt, man solle das Unverständnis und die Abneigung junger Gründer gegenüber Chinas Exportkontrollpolitik für Technologien ausnutzen. Denn nur wenn man an Ausländer verkauft, kann man hohe Preise erzielen, doch der Staat lässt das nicht zu. Da der Mensch von Natur aus egoistisch ist: Wenn ein größerer Kapitalmarkt eine höhere Bewertung bietet, dann ist es selbst bei staatlichen Hindernissen schwer zu verhindern, dass man mit der Technologie abwandert. Es ist auch schwer zu verhindern, dass sie schon in der Theoriephase mit ihren PPT-Präsentationen das Weite suchen. Was ist außerdem ein Vorteil für den Westen? Es ist die Tatsache, dass der interne Wettbewerb in China zu geringen Gewinnen führt und chinesische Unternehmen darauf brennen, ins Ausland zu expandieren und mit ausländischen Firmen zusammenzuarbeiten. Deshalb muss der Westen die Marktkarte geschickt ausspielen – das ist für Chinesen äußerst attraktiv. Schließlich sagte er, dass auch China nicht in allen Bereichen alles abdeckt; in manchen Bereichen ist nach wie vor fortschrittliche westliche Technologie erforderlich. Im Idealfall könnten die Verhandlungen also vollständig um den Technologietransfer kreisen. Denn wenn Chinas Technologie nicht exportiert werden kann, kann man mit seinem Know-how doch keinen maximalen Wert schaffen, oder? Entscheidend ist nicht, ob ein Kauf oder Verkauf möglich ist, sondern dass der Preis angemessen ist. Da stellt sich die Frage: Als britisches Medienunternehmen ist „The Economist“ der Ansicht, dass die Amerikaner immer noch zu stur sind – sie sind fest entschlossen, bei fortschrittlichen Chips eine strenge Abwehrhaltung einzunehmen. Sie verstehen also nicht das Prinzip, dass Wasser seinen Weg findet, und denken nur daran, den Weg zu versperren. Wenn die Chinesen diese Vorgehensweise der USA übernehmen, ist das so, als würde man mit der Nadel gegen den Weizenkorn kämpfen. Sobald sie feststellen, dass sich der Strom nicht aufhalten lässt, werden sich alle ganz selbstverständlich an einen Tisch setzen und verhandeln.
阿拾
25. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, man hört oft, dass die westliche Fertigungsindustrie allmählich im Niedergang begriffen ist, doch die Rüstungs- und die Computerindustrie könnten noch die Lage retten. Doch wer hätte gedacht, dass auch diese beiden „Flicken“ nicht mehr so glanzvoll sind wie früher. Dem Artikel zufolge liegt das Kernproblem im fehlenden Weitergabe von handwerklichem Wissen: Niemand weiß mehr, wie man Dinge herstellt, und niemand versteht es mehr, dieses Wissen weiterzugeben. Die negativen Folgen einer übermäßigen Optimierung haben die US-Rüstungsindustrie zu einer Lachnummer gemacht. Nach dem Kalten Krieg profitierte die USA von einer beispiellosen Friedensdividende, woraufhin die Rüstungsriesen begannen, Personal abzubauen und sich zu fünf großen Konzernen zusammenzuschließen. Die Mitarbeiterzahl sank drastisch von 3,2 Millionen auf 1,1 Millionen – durch Personalabbau und Verwaltungsstraffung wurde eine Kostenminimierung angestrebt. Doch dieser Prozess zerstörte das traditionelle handwerkliche Know-how vollständig. Sobald ein Krieg ausbricht, müssen die Rüstungsunternehmen in aller Eile umstrukturieren, und selbst die Nasenkonen von Raketen müssen von über 70-jährigen Meistern von Hand gedreht werden. Das typischste Beispiel ist das Unternehmen Raytheon: Bestellungen, die vor vier Jahren eingegangen waren, konnten erst am 30. Juni ausgeliefert werden, da die Produktion fast 20 Jahre lang stillgestanden hatte – die Fabrik gab es nicht mehr, die Baupläne waren verschwunden. Man musste daher alte Handwerker zurückholen, die den jungen Mitarbeitern anhand von 40 Jahre alten Bauplänen Schritt für Schritt das Handwerk beibrachten. Und das ist noch nicht alles: „Javelin“-Panzerabwehrraketen, 155-mm-Artilleriegeschosse und TNT-Sprengstoff – all das reicht für den Verbrauch auf dem Schlachtfeld nicht aus. In Europa ist es genauso: Man versprach der Ukraine eine Million Artilleriegeschosse pro Jahr, doch letztlich wurde nur die Hälfte termingerecht geliefert, die restliche Menge kam erst nach neun Monaten zusammen. Dies zeigt, dass die Rüstungsindustrie in Europa und den USA mit Problemen wie geringem Umfang und zahlreichen Engpässen zu kämpfen hat. Das gesamte System hat keine Reservekapazitäten einkalkuliert; der langfristig schwache Absatz führte zu einem Mangel an Nachfragesignalen auf dem Markt, sodass die Optimierung der Lieferkette dazu führte, dass nur die minimale Produktionskapazität aufrechterhalten wurde. Die Wiederaufnahme der Serienproduktion wird zwangsläufig eine langwierige Anlaufphase erfordern. Das ist jedoch noch nicht das Schlimmste; am beängstigendsten sind die personellen Probleme – niemand weiß mehr, wie man diese Waffen herstellt. Das nennt man langjährige Missstände, bei denen das Personal die Fertigungsverfahren nicht mehr beherrscht. Die USA sind sich dieses Problems nicht zum ersten Mal bewusst; bereits im Jahr 2000 stießen sie bei der Modernisierung ihres Atomwaffenarsenals auf ähnliche Schwierigkeiten. Im Jahr 2001 veröffentlichten die USA eine neue Studie, aus der hervorging, dass zur Verlängerung der Lebensdauer von Atomsprengköpfen ein geheim gehaltenes Material namens „Fogbank“ ausgetauscht werden musste. Die Produktion dieses Materials war bereits 1989 eingestellt worden, und die erfahrenen Mitarbeiter waren alle längst nicht mehr im Unternehmen. Die USA brauchten fünf Jahre, um den Prozess neu zu erarbeiten. Als sie das Material herstellten, stellte sich heraus, dass es zwar funktionsfähig war, aber irgendetwas stimmte nicht – es stellte sich heraus, dass im alten Verfahren eine bestimmte Verunreinigung nicht entfernt worden war. Und was genau diese Verunreinigung war, wussten nicht einmal die ehemaligen Mitarbeiter von damals. Menschen neigen zu einer unbewussten Abhängigkeit vom ursprünglichen Verfahren; dieses Wissen war noch nicht einmal als solches festgehalten worden, da war es bereits verloren gegangen. Das ist jedoch noch nicht das Schlimmste: Sowohl das US-Militär als auch die Softwarebranche haben erkannt, dass übermäßige Optimierung zum Verlust von Wissen führt. Die RAND Corporation stellte fest, dass die Einarbeitungszeit für Berufseinsteiger in der Rüstungsindustrie zwei bis vier Jahre beträgt, für Führungskräfte fünf bis acht Jahre. Für den Entwurf von U-Booten sind 10 Jahre Berufserfahrung nach dem Doktorat erforderlich. In der Softwarebranche verhält es sich ebenso: Anfänger benötigen drei bis fünf Jahre, um sich zu vollwertigen Softwareentwicklern zu entwickeln, fünf bis acht Jahre, um leitende Ingenieure zu werden, und mehr als zehn Jahre, um die Position eines Chefinženieurs oder Architekten zu erreichen. Für Unternehmen gibt es keine Abkürzungen; eine blinde Optimierung führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Fachkräftemangel. Salesforce stellt seit letztem Jahr keine Softwareingenieure mehr ein, und an 62 % der US-amerikanischen Universitäten sinken die Einschreibungszahlen in den Informatikstudiengängen. In vielen Softwareunternehmen besteht die Aufgabe der Mitarbeiter darin, den von Maschinen geschriebenen Code zu überprüfen. Der vom Chef vorgeschlagene Ansatz lautet: Maschinen sollen Maschinen überprüfen, sodass keine Spuren menschlicher Arbeit erkennbar sind – alles soll durch künstliche Intelligenz erfolgen. Dies führt zu einer raschen Zunahme der Abhängigkeit vom KI-Einsatz, wobei die selbstbewussten Fehler der Maschinen nicht hinterfragt werden. METR hat ein Experiment durchgeführt und festgestellt, dass erfahrene Entwickler bei praktischen Open-Source-Aufgaben durch den Einsatz von KI-Tools sogar eine um 19 % geringere Effizienz erzielten, während eigentlich eine Effizienzsteigerung von 24 % durch KI erwartet wurde – eine Differenz von 43 Prozentpunkten. Die Menschen haben gelernt, sich selbst zu täuschen: Selbst wenn sie feststellen, dass die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben, glauben sie dennoch, dass die KI ihre Effizienz um 20 % gesteigert hat. Ist man erst einmal auf KI-Tools angewiesen, ist es schwer, davon loszukommen. Anfänger unter den Entwicklern können die KI lediglich anleiten; sie sind nicht einmal in der Lage, die Fähigkeit der KI zur Codeänderung zu hinterfragen. Da ihnen ein umfassendes Verständnis des Systems und des Code-Repositorys fehlt, können sie kein implizites Fachwissen aufbauen und werden sich auch in zehn Jahren nicht zu erfahrenen Entwicklern weiterentwickeln können. Wird die KI also in Zukunft die volle Verantwortung übernehmen? Vielleicht, aber vergessen Sie nicht, dass die Rüstungsindustrie damals genauso dachte und davon ausging, dass friedliche Entwicklung immer das Leitmotiv bleiben würde. Die Realität sah anders aus. Die KI mag sich zwar ständig weiterentwickeln und äußerst intelligent werden, doch das Problem der Wissensweitergabe wird sich nicht so leicht lösen lassen.
阿拾
25. Sept. 2026
Liebe Zuhörer, Kaffee und Tee – worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Getränken im Alltag der Menschen? Lassen Sie mich darauf eingehen. Kaffee ist wie ein 100-Meter-Sprint – etwas Trendiges, Modisches, das sogar einen Hauch amerikanischer Kultur in sich trägt. Um Kaffee zu trinken, muss man nur kurz anhalten, etwas bestellen, eine schnelle Mahlzeit genießen und dann eine Tasse Instantkaffee trinken. Tee hingegen gleicht eher einer Ausdauersportart – er ist ein jahrtausendealtes kulturelles Erbe und Teil der chinesischen Kultur. Tee bietet uns mehr Gelegenheiten, mit anderen ins Gespräch zu kommen und über verschiedene Kulturen zu diskutieren, und das nicht nur anhand eines einzigen Produkts. Werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Tees. Im Jahr 1788 kamen die ersten britischen Kolonisten nach Australien, und bereits damals erwähnten die damaligen Beamten Tee in ihren Aufzeichnungen. Und als die ersten chinesischen Händler nach Australien kamen, tranken auch sie Tee. Tee hat in China eine lange Geschichte: vom Teehandel in der Han- und Tang-Dynastie über die Kultur des „Diancha“ (aufgeschäumter Tee) in der Song-Dynastie bis hin zur Teehauskultur in der Ming- und Qing-Dynastie – der Stellenwert des Tees in der chinesischen Kultur ist unersetzlich. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelangten die Briten an Tee aus China. Um die Zeit des Ersten Opiumkriegs herum wurde ein schottischer Botaniker namens Robert Fortune im Jahr 1850 von der Ostindien-Kompanie nach China entsandt, mit dem Auftrag, Teepflanzen und die Verfahren zur Teeverarbeitung vollständig zu entwurzeln. Er brachte den Tee nach Indien und nach Ceylon, was den Beginn ihrer industriellen Produktion markierte. Schon bald, im Jahr 1880, hatte die von Großbritannien in seinen Kolonien aufgebaute Teeindustrie den Umfang der chinesischen Heimatindustrie übertroffen, was für den Verbrauch umso mehr galt. Sie haben die chinesische Kultur auseinandergerissen. Ich bin in Australien geboren und habe dort bis zu meinem 27. Lebensjahr gelebt. Meine Mutter ist 89 Jahre alt – möge sie noch lange leben –, und sie trinkt jeden Tag Tee, eine Tasse pro Tag. Doch obwohl sie ihr ganzes Leben lang Tee getrunken hat, hat sie noch nie gesehen, wie echte Teeblätter aussehen. Als ich 10 Jahre alt war, habe ich zum ersten Mal echten Tee getrunken, keinen aus Teebeuteln – das war ein völlig anderes Erlebnis. Tee aus Teebeuteln unterscheidet sich zu sehr von echtem Tee, da die Teeblätter darin bereits zu feinem Pulver zerkleinert wurden und ihr ursprüngliches Aroma sowie ihren Geschmack verloren haben. Das Teetrinken im Büro ist zu einer Konsumkultur geworden. Australier veranstalten oft Teepartys im Büro, bei denen alle gemeinsam Tee trinken und Kekse essen. In der modernen Gesellschaft wurde diese Tradition jedoch durch Teebeutel ersetzt: Man muss den Tee nicht mehr selbst aufbrühen, sondern muss nur noch den Teebeutel öffnen, heißes Wasser hinzufügen und schon kann man ihn genießen. Hinter dieser Bequemlichkeit verbirgt sich jedoch die Vernachlässigung der traditionellen Teekultur. Ich war einmal in der chinesischen Provinz Yunnan unterwegs und habe extra den Berg Jingmai besucht, um mir die alten Teebäume anzusehen. Dadurch habe ich die Geschichte Chinas und des Tees besser verstanden. Ich empfehle jedem, nach China zu kommen und sich die alten Teebäume auf dem Berg Jingmai anzusehen – dieselben Bäume werden auch in Indien, Sri Lanka und sogar in Australien angebaut, doch dort werden sie meist zu hüfthohen Sträuchern zurückgeschnitten, während es sich bei denen in Yunnan, China, von Natur aus um hoch aufragende Bäume handelt. Heute gehört der Berg Jingmai zum Weltkulturerbe, und diese alten Teebäume sind zwischen 300 und 500 Jahre alt. Die Volksgruppen der Blang, Dai und andere waren die ersten Chinesen, die mit diesen alten Teebäumen in Berührung kamen, und diese Verbindung besteht bis heute ununterbrochen fort. Meine Verbindung zur alten Tee-Pferde-Straße begann im Jahr 2008. In jenem Jahr fanden in Peking die Olympischen Spiele statt, und ich war gerade in Yunnan unterwegs, um nach einem Forschungsthema zu suchen. Jemand erwähnte gegenüber mir die „alte Tee-Pferde-Straße“, woraufhin ich fragte: „Was ist das? Davon habe ich noch nie gehört.“ Ein Freund stellte mir daraufhin Professor Mu Jihong vor – er war es, der diesen Begriff 1990 geprägt hatte. Die alte Tee-Pferde-Straße war eine historische Handelsroute für Tee, die den Südwesten Chinas mit Indien und Nepal verband. Sie förderte nicht nur den Warenverkehr, sondern auch den kulturellen Austausch und prägte die Lebensweise der umliegenden Völker. Tee ist nicht nur ein Getränk, sondern verkörpert auch Kultur und Geschichte. In der Tang- und Song-Dynastie war Tee bereits eines der beliebtesten Getränke in China. Die Existenz der alten Tee-Pferde-Straße belegt zudem die bedeutende Stellung des Tees in der chinesischen Kultur. Der Aufstieg und Niedergang der alten Tee-Pferde-Straße spiegelt die sozioökonomischen Entwicklungen in China wider und ist zugleich ein historisches Zeugnis. Der Reiz des Tees liegt in seiner Spiritualität. In der Antike nutzten die Menschen Tee zur Unterstützung der Meditation und der spirituellen Praxis, weshalb Tee einen einzigartigen kulturellen Wert besitzt. Im Gegensatz zu Kaffee macht Tee den Menschen nicht übermäßig nervös oder aufgeregt, sondern ermöglicht es ihm vielmehr, inmitten eines geschäftigen Alltags einen Hauch von Ruhe zu finden. Das ist vielleicht der Grund, warum Tee auch in der modernen Gesellschaft nach wie vor so beliebt ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Tee und Kaffee jeweils ihre eigenen Vorzüge haben. Tee steht für ein langlebiges kulturelles Erbe, während Kaffee eine schnelle, trendige Kultur verkörpert. Teebeutel sind zwar praktisch, können aber das wunderbare Erlebnis, das echte Teeblätter bieten, nicht ersetzen. Und ich, als Tee-Liebhaber, möchte die Welt des Tees weiter erkunden und seinen Charme mit anderen teilen.
阿拾
25. Sept. 2026
Liebe Zuhörer, lassen Sie uns heute über dieses „Offensiv- und Defensivduell“ in der globalen Chipindustrie sprechen. Die westlichen Länder haben die Kontrolle über High-End-Hardware und -Software fest im Griff und versuchen, die Entwicklung chinesischer Chips zu blockieren. Doch wir halten das „Lebenselixier“ der Halbleiterindustrie in der Hand – die mineralischen Rohstoffe. Durch „asymmetrische Abschreckung“ erhalten wir einerseits das „Gleichgewicht des Schreckens“ aufrecht und bemühen uns andererseits, die technologischen Barrieren zu durchbrechen. So hat David Feith vom Hudson Institute (ein typischer anti-chinesischer Falke, dessen Vater sogar einer der Architekten des Irakkriegs war) kürzlich der US-Regierung einen Vorschlag unterbreitet: Da physische Engpässe nicht mehr funktionieren, müsse man nach neuen Hebeln der Kontrolle suchen. Er hat seinen Titel rückwärts geschrieben und ihn „China hat die Schwachstellen der US-Technologiepolitik ausgemacht“ genannt. Feith war früher im Außenministerium für Ostasien zuständig und im Nationalen Sicherheitsrat verantwortlich für Technologie und nationale Sicherheit; Exportkontrollen und Dual-Use-Technologien gehörten zu seinem Aufgabenbereich. Letztes Jahr wurde er „ausgemustert“ und kann nun nur noch durch das Verfassen von Artikeln die Aufmerksamkeit der Führungsspitze auf sich lenken. Feiths Methode, China entgegenzuwirken, ist einfach: Man darf chinesischen Chips nicht erlauben, im „Wörterbuch“ nachzuschlagen. Mit „Wörterbuch“ ist hier die ISA (Befehlssatzarchitektur) gemeint. Ein Mausklick allein reicht nicht aus, damit sich die CPU bewegt – sie muss von der Software Befehle erhalten. Diese Kommunikation muss Standards folgen, und das ist die ISA. Seit Jahrzehnten verstehen Chips nur zwei Sprachen: X86 und ARM. X86 ist der „Liebling“ von Intel und AMD: mit vielen komplexen Befehlen und hohem Stromverbrauch – wie ein „dickes Wörterbuch“. Herkömmliche Computer, Datenbanken und Steuerungssysteme basieren alle auf X86. Aufgrund langjähriger Gewohnheiten dominiert diese Architektur nach wie vor im Bereich des Hochleistungsrechnens. Doch dann kam ARM: mit schlankeren Befehlen, geringerem Stromverbrauch und größerer Flexibilität – wie ein „dünnes Wörterbuch“. Smartphones, Cloud-Server und Chips für Automobile nutzen diese Architektur. In der Vergangenheit stellte ARM keine fertigen Chips her, sondern bot lediglich Architekturdesigns an. Unternehmen wie Qualcomm, Apple und Nvidia konnten auf dieser Grundlage ihre eigenen Chips entwickeln; ARM wurde als „die Schweiz der Halbleiterbranche“ bezeichnet. Doch aus finanziellen Gründen beschloss ARM, selbst in den Chipmarkt einzusteigen und direkt mit seinen langjährigen US-Kunden zu konkurrieren. Das Unternehmen versuchte, die Lizenzvergabe für die ARM-Architektur an Qualcomm zu unterbinden, verlor den Rechtsstreit jedoch. Die USA wurden misstrauisch: „Ihr seid also doch nicht auf einer Linie?“ ARM unterhält in China das Joint Venture Arm China, und die chinesische Internetbranche war einst der Grundpfeiler seines Reichtums. ARM verfügt in China auch über eine eigenständige juristische Person, und die USA befürchten, dass das Unternehmen sich nicht an die Politik der Lieferunterbrechung hält und chinesischen Unternehmen Lizenzen für fortschrittliche Architekturen gewährt. Vor der Verschärfung der Exportkontrollen erwarben einige wenige führende chinesische Unternehmen die unbefristete Lizenz für die V8-Architektur und entwickelten eigenständig eine Reihe von Chips aus chinesischer Produktion. Die Lizenzvergabe für die V9-Architektur ist komplex, doch einzelne Unternehmen erhielten dennoch Lizenzen. Die USA haben in diesem Jahr eine kartellrechtliche Prüfung gegen ARM eingeleitet und fordern von dem Unternehmen „faire, angemessene und nichtdiskriminierende“ Bedingungen – was im Grunde darauf hinausläuft, die Belieferung US-amerikanischer Unternehmen nicht zu unterbinden und die Dynamik der eigenen Chipindustrie zu schützen. Die USA sind angesichts der Vorgehensweise Chinas noch beunruhigter: China hat die Bedeutung von ISA schon längst erkannt, in Arm China investiert und mit RISC-V eine eigene Plattform aufgebaut. RISC-V ist ein reduzierter Befehlssatz der fünften Generation, der vom US-Verteidigungsministerium an der UC Berkeley finanziert wurde. Er ist Open Source, unterliegt lockeren Lizenzbedingungen und ist patentfrei. Jeder kann auf dieser Grundlage kommerzielle Chips entwickeln, sodass die Technologie zum öffentlichen Gut wird. Die USA können die Lizenz nicht widerrufen; die RISC-V-Stiftung hat ihren Sitz eigens von den USA in die Schweiz verlegt, um ihre Neutralität zu bekunden und nicht den Exportkontrollen zu unterliegen. In ihren Entscheidungsgremien sitzen Mitglieder aus Festlandchina, die direkt an der Festlegung der Befehlssatzstandards mitwirken. RISC-V gleicht einem „Grundwortbuch“: Es umfasst nur etwas mehr als 40 Kernbefehle, ist frei erweiterbar, übersichtlich und verfügt über großes Potenzial. China hat diesen Weg schon lange erkannt und mobilisiert inländische Chiphersteller, Softwareentwickler und Forschungseinrichtungen zur Zusammenarbeit rund um RISC-V, um ein Chip-Ökosystem zu schaffen, das nicht unter westlicher Kontrolle steht und parallel zu X86 und ARM existiert. Chinas selbst entwickelter Open-Source-Hochleistungsprozessor „Xiangshan“ setzt auf hohe Leistung, während Alibaba den „Xuanti C950“ auf den Markt gebracht hat, der alle Anwendungsbereiche abdeckt. Wir haben innerhalb des RISC-V-Ökosystems das Sagen übernommen, was die USA sehr beunruhigt. Die USA versuchen einerseits, ihre Abhängigkeit von ARM zu verringern, sind andererseits aber besorgt wegen RISC-V. Sie rufen dazu auf, die Abhängigkeit von ARM zu reduzieren, wollen aber gleichzeitig vermeiden, bei RISC-V in eine passive Rolle zu geraten – und erhöhen dadurch paradoxerweise ihre Abhängigkeit von China. Dieses Hin und Her ist ziemlich amüsant. Anstatt sich so den Kopf zu zerbrechen, sollten sie den Export von RISC-V lieber direkt verbieten. Das würde zwar Wissen aus dem globalen öffentlichen Bereich einschränken, aber theoretisch könnten die USA amerikanischen Unternehmen und Einzelpersonen die Zusammenarbeit mit China im Bereich RISC-V untersagen. Die Folge wäre eine Spaltung der globalen Recheninfrastruktur in zwei Ökosysteme: eine US-Version und eine Standardversion. Dies würde allen Herstellern enorme Kosten verursachen, die USA dazu zwingen, bei der nächsten Generation hochleistungsfähiger Architekturen hinter verschlossenen Türen zu entwickeln, und die De-Amerikanisierung der Technologie-Lieferkette beschleunigen. China würde zwangsläufig seine Ressourcen auf RISC-V konzentrieren und den Technologiestandard dominieren. Deshalb bin ich, unabhängig davon, ob die USA dies unterstützen oder nicht, durchaus dafür.
阿拾
25. Sept. 2026
Liebe Leute, Singapur treibt es in letzter Zeit auf der internationalen Bühne ganz schön wild an – die verschiedenen Stellungnahmen sind geradezu verwirrend. Nehmen wir zum Beispiel Lee Hsien Loong: Am 8. Januar äußerte er in seiner Eigenschaft als Senior Minister tiefe Besorgnis über die militärische Intervention der USA in Venezuela. Was? Ein winziges Land wie Singapur mischt sich auch noch in globale Angelegenheiten ein? Wir erwarten zwar keine große Weisheit von euch, aber eure Stellungnahme, dass ihr „Verstöße gegen das Völkerrecht ablehnt“, bestätigt doch die Erklärung des singapurischen Außenministeriums: Ihr seid wirklich „klein, aber oho“ und scheint Angst zu haben, dass niemand eure Kleinststaat-Mentalität bemerkt. Als damals der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ausbrach, hat sich Singapur eindeutig gegen Russland gestellt und sogar Sanktionen verhängt. Daraufhin „riefen“ Internetnutzer Lee Hsien Loong auf und fragten ihn, ob er es wage, auch gegenüber den USA „Nein“ zu sagen. Tatsächlich wurde Lee Hsien Loong der „großen Zuneigung“ der Internetnutzer gerecht: Er hielt eine ganze Rede über asiatisch-pazifische Angelegenheiten und brachte China dabei auf Umwegen zur Sprache. Bedeuten diese Worte, dass China nur große Worte macht, es aber an Taten mangelt? Nehmen wir es vorerst als Andeutung. Doch Singapurs Haltung, anderen „Vorschriften zu machen“, vermittelt den Eindruck, als stünden sie auf einem moralischen Hochsitz und würden gerne mit dem Finger auf andere zeigen. Was Huang Xuncai betrifft, den neuen Premierminister, der letztes Jahr sein Amt antrat: Er ist noch weniger zurückhaltend als Lee Hsien Loong. Im November letzten Jahres, als die falschen Äußerungen von Sanae Takaichi zu Spannungen in den chinesisch-japanischen Beziehungen führten, sagte er in einem Gespräch mit dem Chefredakteur von Bloomberg, Südostasien hoffe auf eine Entspannung der Lage zwischen China und Japan. Er räumte zwar ein, dass die Beziehungen zwischen China und Japan komplex seien – sowohl vor dem Hintergrund des strategischen Wettbewerbs zwischen China und den USA als auch aufgrund territorialer Streitigkeiten –, doch ist zu beachten, dass er die japanische Bezeichnung „Senkaku-Inseln“ verwendete und nicht „Diaoyu-Inseln“. Obwohl die Bezeichnung im Kontext der Ein-China-Politik völlig eindeutig ist, entschied er sich ausgerechnet für die japanische Bezeichnung und nutzte das Thema, um zu behaupten, Südostasien habe in den Beziehungen zu Japan die Vergangenheit hinter sich gelassen und blicke nach vorne. Sobald diese Äußerungen bekannt wurden, kochte die Stimmung unter den Internetnutzern in Singapur und Südostasien hoch; sie kritisierten ihn scharf dafür, dass er „seine Wurzeln vergessen“ habe, und warfen ihm vor, historische Fragen einfach unter den Teppich kehren zu dürfen. Im Gegensatz dazu äußerte sich der ehemalige Außenminister Singapurs, Yang Rongwen, wesentlich zurückhaltender. Yang Rongwen machte deutlich, dass Singapur sich nicht in den Konflikt zwischen den Großmächten China und den USA einmischen sollte, da es sich sonst selbst darin verstricken würde. Huang Xuncai scheint jedoch nicht so vorsichtig zu sein. In einem Interview erwähnte er, dass Singapur den USA bei den Exportkontrollen ähnliche Regelungen gewähren werde – denn nicht nur die USA hätten Exportkontrollen, und das Konzept der „Long-Arm-Jurisdiktion“ lasse sich gut anwenden. Kürzlich hat das Handelsministerium auf der Grundlage der Vorschriften zur Kontrolle von Technologieexporten die Übernahme von Manus durch das US-Unternehmen Meta gestoppt. Manus ist ein AI-Aufsteiger, der im Wuhan Optics Valley entstanden ist. Das Unternehmen profitierte in vollem Umfang von den politischen Vorteilen, dem Ingenieurpotenzial und den Kostenvorteilen in China. Doch nachdem die Produkte fertiggestellt waren, wurden Mitarbeiter entlassen und die Führungskräfte nach Singapur versetzt, um dort eine neue Gesellschaft zu gründen. China diente als Inkubator für die Technologie, Singapur als Sprungbrett für den Neuanfang und die USA als Spielwiese für Kapitalgeschäfte. Hinter diesem Fall spiegelt sich die politische Ausrichtung Singapurs wider. Singapur versucht, ein Gleichgewicht zwischen den USA und China zu finden und nutzt dabei seine eigenen Stärken: Es stellt sich weder vollständig auf die Seite der USA, noch gibt es leichtfertig die Chance auf eine Zusammenarbeit mit China auf. Diese Strategie ist für Singapur ein zweischneidiges Schwert: Sie zieht Kapital und Talente an und bewahrt dem Land gleichzeitig einen gewissen strategischen Spielraum im Machtkampf zwischen den USA und China. Die Äußerungen von Lee Hsien Loong und Yang Rongwen lassen die wahre Geisteshaltung Singapurs erkennen: Existenzangst. Lee Hsien Loong wuchs in einer von Feindseligkeiten geprägten Zeit auf und ist sich der Bedeutung von Sicherheit bewusst; daher steht die Sicherheit stets im Mittelpunkt der Außenpolitik Singapurs. Erst wenn die Sicherheit gewährleistet ist, zieht Singapur wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit in Betracht. Diese Sicherheit hängt jedoch in hohem Maße von der „Pax Americana“ ab, in der die USA als „Weltpolizist“ fungieren. Die Wahrnehmung des strategischen Werts Singapurs durch die USA und China ist asymmetrisch. Für die USA ist Singapur sowohl im Rahmen von AUKUS als auch der Quad-Initiative als regionaler Unterstützer unverzichtbar; ohne Singapur würde die gesamte Indo-Pazifik-Strategie erheblich geschwächt. China hingegen betrachtet Singapur als Tor zu Südostasien und als wichtigen Baustein in seiner Strategie der Multipolarität, jedoch nicht als Eckpfeiler – es ist zwar ein wichtiger Wirtschaftspartner, das wichtigste Ziel für den Zugang zum Meer sowie Initiator und Teilnehmer am multilateralen Dialog, aber bei weitem nicht so unverzichtbar, dass man ohne es nicht auskommen könnte. Singapur selbst ist sich einer Sache bewusst: Die von den USA und China angebotenen globalen öffentlichen Güter unterscheiden sich. Die USA können Angebot und Nachfrage im Bereich der Sicherheit regulieren, während China eher Wirtschaft, Handel und Entwicklung als Hebel einsetzt, um Vorteile zu gewähren oder Druck auszuüben. Ob man fremde Völker durch Nachsicht für sich gewinnt oder durch militärische Eroberung unterwirft – das ist in der DNA einer Zivilisation verankert. Deshalb sagen manche, dass es im Zuge der weiteren Entwicklung der Weltordnung künftig nur noch wenige Großreiche geben wird und dass die kleinen Staaten, die früher durch das Völkerrecht geschützt waren und jetzt ausgelassen herumtanzen, dann als Erste ausgeschaltet werden. Ich glaube nicht, dass es so weit kommen wird – dazu sind wir nicht fähig. Aber die Möglichkeit, einen regionalen Sicherheitsschirm aufzurichten oder ihn wieder abzubauen, besteht durchaus. Dass ich so viel dazu sage, liegt daran, dass ich viele Jahre in Singapur verbracht habe und diesem Ort nach wie vor sehr verbunden bin. Ich hoffe, dass es sich dort klug verhält. Es ist besser, sich etwas zurückzuhalten – wenn man zu sehr aus der Deckung springt, verspielt man die Sympathie, die man genießt; lieber still und leise ein Vermögen anhäufen.
阿拾
25. Sept. 2026
Liebe Leser, ich habe kürzlich eine Forschungsreise nach Xinjiang unternommen, um mich über Baumwolle zu informieren und nebenbei einen Überblick über die aktuelle Lage der Baumwollproduktion in Xinjiang zu gewinnen. Die Geschichte beginnt im März dieses Jahres, als ich auf meinem WeChat-Kanal einen Artikel über die chinesische Baumwollindustrie veröffentlichte. Darin ging es vor allem darum, dass die Baumwollproduktion in China bis 2025 voraussichtlich mehr als 6 Millionen Tonnen erreichen wird, wobei die Produktion in Xinjiang sogar 6,61 Millionen Tonnen betragen soll. Diese Zahlen wecken weltweit Bewunderung. Damals habe ich auch besonders betont, dass die chinesische Baumwollproduktion dreimal so hoch ist wie die der USA und dass die Qualität in den letzten zwei Jahren sprunghaft gestiegen ist. Indien gibt beispielsweise an, 5 Millionen Tonnen zu produzieren, doch sowohl die industrielle Wertschöpfungskette als auch die Qualität liegen weit hinter unseren zurück. Als der Artikel veröffentlicht wurde, erregte er tatsächlich großes Aufsehen. Ein Leser hinterließ einen Kommentar, in dem er schrieb, dass die steigende Baumwollproduktion zwar eine gute Sache sei, die Baumwollbauern aber kein Geld verdienten. Die Ankaufspreise stiegen nicht, und auch die internationalen Baumwollpreise blieben niedrig. Diese Aussage gab mir Anlass zu tiefem Nachdenken. Es stellte sich heraus, dass die chinesische Baumwollindustrie zwar auf den ersten Blick stark erscheint, hinter den Kulissen jedoch zahlreiche Probleme verborgen liegen. In den letzten zwei Jahren hat niemand davon gesprochen, aber die Verbraucher haben weiterhin „gekauft, gekauft und gekauft“, ohne zu wissen, dass der Westen die Baumwolle aus Xinjiang durch Sanktionen unter Druck gesetzt hat. Ich erinnere mich, dass von Ende 2020 bis Anfang 2021 Marken wie Adidas und Uniqlo die Verwendung von Baumwolle aus Xinjiang verboten haben. Die USA und der Westen haben zahlreiche Mittel der öffentlichen Meinungsmache eingesetzt, beispielsweise das Argument der „Zwangsarbeit“. Tatsächlich benötigte die Baumwollindustrie vor 30 Jahren tatsächlich eine große Menge an Arbeitskräften, doch mittlerweile hat sich der technologische Stand verbessert – insbesondere durch die automatisierte Ernte –, wodurch die Erträge deutlich gestiegen sind. Das entscheidende Problem ist jedoch, dass die Baumwollpreise nicht steigen. Dies wirkt sich direkt auf die Motivation der Baumwollbauern aus. Die Baumwollproduktion in Xinjiang beträgt mehr als 6 Millionen Tonnen, doch die staatlichen Subventionen decken nur etwa 5 Millionen Tonnen ab. Hinzu kommen die teuren Erntemaschinen, die drei bis vier Millionen pro Stück kosten – eine Summe, die sich kein einzelner Landwirt leisten kann. Der Baumwollanbau erfordert zudem das Auslegen von Bodenfolie, das Entkronen und die Bewässerung, was hohe Kosten bei geringen Gewinnen zur Folge hat. Der Mechanisierungsgrad ist zwar gestiegen, doch die Gesamtkosten bleiben hoch, was zu einem Rückgang der Anbaumotivation führt. Hinzu kommt ein Schrumpfen des Marktes auf etwa 40 Prozent des Höchststandes, wodurch auch die Umsätze der Fabriken steil abfallen. Darüber hinaus gibt es bei der Baumwolle aus Xinjiang noch einige weitere große Probleme. Das Auslegen von Bodenfolie, das Entknospen und die Bewässerung verursachen hohe Kosten. Hinzu kommt, dass der internationale Terminmarkt vom New Yorker Markt beeinflusst wird. Die Sanktionen des Westens bestehen darin, die Preise durch finanzielle Maßnahmen – beispielsweise über den Terminmarkt – nach unten zu drücken. Dies wirkt sich nicht nur auf die inländischen Ankaufspreise aus, sondern führt auch dazu, dass die Baumwolle nicht verkauft werden kann. Die inländische Absorptionskapazität ist begrenzt. Marken wie Adidas und Zara stehen tatsächlich unter der Kontrolle internationalen Kapitals und haben eine hohe Nachfrage. Da die Binnennachfrage in unserem Land jedoch unzureichend ist, ist die Absorptionskapazität begrenzt. Obwohl die Baumwolle aus Xinjiang von sehr guter Qualität ist, können die Preise aufgrund der finanziellen Sanktionen auf dem internationalen Markt nicht steigen, und die Ware lässt sich nicht verkaufen. Dies beeinträchtigt nicht nur die Entwicklung unserer heimischen Industrie, sondern birgt auch die Gefahr, dass andere Länder die Kontrolle übernehmen. So kontrollieren beispielsweise die USA den globalen Verbrauchermarkt durch Kapitalmaßnahmen. Wenn wir unsere enorme Produktionskapazität nicht weltweit absetzen können, werden Baumwolle aus Australien, Argentinien und Brasilien den Markt erobern. Technologisch sind wir bereits sehr fortschrittlich, beispielsweise beim Entlauben mit Laser, beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln mit Drohnen, bei der Ortung von Erntemaschinen mittels Beidou sowie bei der visuellen Erkennung. Das Problem liegt jedoch darin, dass wir in Bezug auf Kapital und internationale Märkte blockiert sind. Wie lässt sich dieses Problem also lösen? Dies erfordert gemeinsame Anstrengungen der gesamten Branche, einschließlich staatlicher politischer Unterstützung sowie der Integration und Innovation der Wertschöpfungskette. Ich hoffe, dass wir einen Weg finden, damit die Baumwolle aus Xinjiang wieder weltweit die Spitzenposition einnimmt.
阿拾
24. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, sprechen wir einmal über den Kreis Cenling in der Region Kashi in Xinjiang, den Freunde im Inland so schön „Censen“ nennen – manche verbinden damit sogar die Blütezeit der Tang-Dynastie. Doch auch wenn diese Namen sehr künstlerisch klingen mögen, sind die Bedenken der ausländischen Thinktanks keineswegs so vornehm. Sie fragen sich vielmehr: Wird dieses „abhebende Flugzeug“ namens China auch das „unberührte Gebiet“ von Kashi mit in die Lüfte nehmen? Und vor allem: Werden die Taliban in Afghanistan bald „reich“ werden? Was hat der Name unseres Kreises eigentlich mit den Taliban zu tun? Schauen Sie sich die Karte an: Die Taliban haben 2021 wieder die Macht übernommen. Afghanistan hat einen schmalen „Ausläufer“, der bis in unseren Kreis Ta in der Region Kashi reicht. Östlich des Kreises Ta liegt der neu gegründete Kreis Cenling. Die Gründung des Kreises Cenling war keineswegs eine pauschale Maßnahme. Im östlich davon gelegenen Bezirk Hotan wurden im Jahr 2024 mit den Kreisen He’an und Hekang zwei weitere neue Grenzbezirke eingerichtet. Dies ist offensichtlich eine Reihe von Maßnahmen zur administrativen Konsolidierung, die zeigen, dass unser Land die Kontrolle über die Grenzregionen verstärkt. Warum geschieht das? Wegen der „Belt and Road“-Initiative: Zentralasien und Xinjiang – im weiteren Sinne das „Westliche Gebiet“ – sind nicht mehr nur Pufferzonen im Machtkampf der Großmächte, sondern entwickeln sich zu Zentren des Handels und der Zusammenarbeit. Als Drehscheibe zwischen Zentralasien, Südasien und Westasien ist das Potenzial Afghanistans nicht zu unterschätzen. Afghanistan verfügt über erschreckend reiche Bodenschätze, darunter Erdgas, Kohle, Eisen, Kupfer, Chrom, Lithium und Seltene Erden. Insbesondere die Kupfervorkommen würden, sobald sie erschlossen sind, das drittgrößte Kupfervorkommen der Welt darstellen. Und hier bei uns in Xinjiang, so nah an diesen Bodenschätzen, wäre es für beide Seiten ein großer strategischer Verlust, wenn wir diese nicht sinnvoll nutzen würden. Auch die Taliban wissen: Wer reich werden will, muss zuerst Straßen bauen. Seit Jahren schlagen sie immer wieder den Bau der Wakhan-Straße vor. Dieses Projekt wurde bereits 2008 erstmals ins Gespräch gebracht, damals jedoch mit dem Ziel, die Taliban zu bekämpfen. Auf Drängen der USA bat Präsident Karzai China, den Wakhan-Korridor zu öffnen, um Nachschub für die Anti-Terror-Truppen zu liefern. China willigte zwar ein und prüfte die Angelegenheit, doch es gab keinerlei konkrete Fortschritte. Im Jahr 2021, nachdem die Taliban die Amerikaner vertrieben hatten, machten sie die Wakhan-Straße zu einem ihrer wichtigsten nationalen Projekte. Sobald sie fertiggestellt ist, wird sie Afghanistan enorme wirtschaftliche Vorteile bringen. Doch die von ihnen gebaute 50 Kilometer lange „Kleine Pamir-Straße“ ist nach wie vor eine unbefestigte Straße, und ob sie in Betrieb genommen werden kann, hängt davon ab, ob China zustimmt oder nicht. Diese Straße birgt zwar enormes Potenzial, ist jedoch mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden. Die technischen Herausforderungen beim Straßenbau in Hochgebirgsregionen sind unschwer vorstellbar. Chinas größte Sorge gilt jedoch der Sicherheit. Es besteht die Gefahr von Anschlägen durch die „Ost-Turkestan“-Bewegung und ISIS-K, und auch der Opiumhandel stellt ein großes Problem dar. Diese Sicherheitsprobleme müssen auf der Ebene der Basisverwaltung angegangen werden; außerdem ist es erforderlich, dass China, Afghanistan, Pakistan und die Taliban einen Koordinierungsmechanismus bilden, um gemeinsam gegen Kriminalität vorzugehen. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Sicherheit die Grundlage und Voraussetzung für Entwicklung ist. Auch die afghanischen Taliban müssen ihre Fähigkeit unter Beweis stellen, gegen bewaffnete Kriminelle vorzugehen, damit die Wakhan-Straße realisierbar wird. Derzeit ist Afghanistan lediglich ein verlängerter Abschnitt des China-Pakistan Economic Corridor (CPEC), der von Peshawar und Quetta in Pakistan aus nach Afghanistan führt. Die Taliban sind sehr daran interessiert, direkt mit China zusammenzuarbeiten, am besten ohne Pakistan als Vermittler. Denn nur China kann Afghanistan zum „Aufschwung“ verhelfen. Die Beziehungen zu Pakistan verschlechtern sich hingegen aufgrund der Existenz der pakistanischen Taliban (TTP). Um dieses Problem zu lösen, muss sich die politische Klugheit der Taliban bewähren. Derzeit scheint die afghanische Taliban noch über gewisse Fähigkeiten zu verfügen. Sie haben eine Reihe von Infrastrukturprojekten auf den Weg gebracht, die von Kanälen über Wasserkraftwerke bis hin zu Gasleitungen und sogar den Neubau der Hauptstadt Kabul reichen. Neben der Fähigkeit zur langfristigen internen Planung und zur Umsetzung von Maßnahmen haben sie auch ihre Fähigkeit zur internationalen Koordination unter Beweis gestellt. Zudem gehen sie im Vergleich zur von den USA unterstützten Regierung noch entschlossener gegen Korruption vor. Kurz gesagt: Afghanistan braucht Industrialisierung und Infrastruktur, es braucht ein stabiles Umfeld und es braucht Investitionen aus China. Daher spiegeln der Kreis Cenling und der Wakhan-Korridor tatsächlich wider, wie Sicherheitspolitik und Vernetzung miteinander interagieren. Der Aufstieg des eurasischen Landhandels vollzieht sich gerade vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs, durch den die Anfälligkeit der Seewege bereits deutlich zutage getreten ist. Meine Damen und Herren, dies ist keine Renaissance, sondern ein ganz konkretes wirtschaftliches und sicherheitspolitisches Spiel.
阿拾
24. Sept. 2026
Leute, ich habe kürzlich gehört, dass die USA selbst zugegeben haben, dass sie im Informationskrieg vom Iran überrumpelt wurden. Was ist da los? Es stellt sich heraus, dass die iranischen Trolle viel geschickter vorgehen, als wir gedacht haben. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) hat gerade einen Bericht veröffentlicht, in dem beschrieben wird, wie der Iran eine plattformübergreifende Desinformationskampagne gestartet hat, wodurch die USA im Kampf um die Gunst der Bevölkerung immer mehr an Boden verlieren. Ach, hier geht es nicht darum, dass Krieg falsch ist, sondern darum zu erörtern, warum der Iran uns in der öffentlichen Debatte übertrumpft. Dem Bericht zufolge haben die iranischen Trolle über Social-Media-Plattformen wie „Blue Sky“ eine gezielte und vielfältige Propagandaoffensive gestartet. Was ist „Blue Sky“? Ursprünglich handelte es sich dabei um ein internes Projekt von Twitter. Nachdem Musk Twitter übernommen hatte und X einen Rechtsruck vollzog, machte sich der ehemalige CEO selbstständig – und so entstand das heutige „Blue Sky“. Auf dieser Plattform versammeln sich zahlreiche Linke, die im chinesischsprachigen Internet als „weiße Linke“ bezeichnet werden. Jedenfalls ist Blue Sky von Natur aus zur Opposition gegen Trump und die MAGA-Bewegung geworden. Natürlich gebe ich hier nur wieder, was gesagt wird, ohne es zu kommentieren. Der erste Schritt des Berichts besteht darin, Accounts von bezahlten Trollen zu identifizieren. Wenn Ihr Account nichts postet, aber die folgenden drei Bedingungen erfüllt, dann gehören Sie zu den iranischen Trollen: Erstens, anti-israelisch; zweitens, pro-palästinensisch; drittens, anti-Trump. Das ist zwar etwas langweilig, aber zumindest kann man sich selbst einmal überprüfen. Allerdings erfüllt wohl kaum jemand die dritte Bedingung – wer hegt schließlich so viel Groll, dass er Trump schlechtmachen will? Der Bericht erwähnt jedoch noch einen weiteren Punkt: mehrsprachige Beiträge. Wer veröffentlicht schon Beiträge in verschiedenen Fremdsprachen? Abgesehen von denjenigen, die sich mit globaler Kommunikation beschäftigen, dürfte es sich wohl um Propaganda handeln. Wenn wir also nicht als „Wasserarmee“ identifiziert werden wollen, sollten wir auf solche KPI-orientierten Beiträge verzichten, da wir sonst leicht als Accounts mit schädlichen Inhalten eingestuft werden können. Das CSIS hat mithilfe von KI-Tools drei große narrative Themen identifiziert. Das erste Thema dreht sich darum, wie heldenhaft die Opfer des Irans sind, wie tapfer der Widerstand ist und wie erfolgreich die Gegenangriffe sind. So beschreibt der Bericht beispielsweise Siege auf dem Schlachtfeld, einschließlich der Übertreibung von Kriegserfolgen, der Hervorhebung von Verlusten der US-Streitkräfte, der Verwendung von Deepfake-Videos sowie der Darstellung, wie viele US-Militärstützpunkte zerstört, wie viele Flugzeuge abgeschossen, wie viele israelische Städte bombardiert und wie viele Solidaritätsaktionen für den Iran weltweit initiiert wurden. Das zweite Thema ist, wie bösartig Israel sei, dass der Krieg ausschließlich auf seine eigene Initiative zurückzuführen sei und dass es die USA an der Nase herumführe. Der Bericht stellte zudem fest, dass viele Benutzernamen antisemitische Begriffe enthalten – ich werde diese hier nicht einzeln aufzählen. Der Schreibstil dieser Nutzer weist zwei Dimensionen auf: die Schürung negativer Emotionen und das Auslassen von Schimpfwörtern. Die Untersuchung ergab, dass das Schüren negativer Emotionen die Weiterverbreitung begünstigt: Bei einem Wechsel von völliger Neutralität zu stark negativen Reizen stieg die Weiterverbreitungsrate um 57,7 %, während vulgäre Ausdrücke der Weiterverbreitung abträglich sind – wechselt der Ton beispielsweise von neutral zu giftig, sinkt die Weiterverbreitungsrate um 62,4 %. Das gilt nicht nur für die Cyberkriegsführung, sondern ist auch für die Medienarbeit von gleicher Bedeutung – man muss das richtige Maß finden, um Resonanz zu erzeugen. Das dritte Thema ist die Untergrabung der Beziehungen zwischen der Bevölkerung und den Regierungen in den USA und im Westen. Diese Beiträge verzeichnen die höchste Interaktion mit durchschnittlich 150 Weiterleitungen, 470 Likes und 28 Antworten. Das klingt nicht nach viel, weckt aber bereits eine größere Resonanz als die beiden vorherigen Themen – die Weiterleitungsrate liegt um 41 % höher. Der Bericht stellte zudem fest, dass von diesen 19 Kernkonten nur zwei die zentralen Akteure sind, die 15 Online-Communities miteinander vernetzen. Diese Communities interagieren häufig untereinander, haben jedoch kaum Kontakt zu externen Nutzern. Nebenkonten teilen wie wild Beiträge der Kernkonten, insbesondere der beiden großen. Ich vermute, dass es sich bei diesen beiden vielleicht um zwei patriotische Blogger aus dem Iran handelt – was ist schon der Unterschied zwischen einem KOL und einem Anführer einer Trollarmee? Vielleicht liegt der Unterschied einfach darin, auf welcher Seite man steht. Abschließend empfiehlt der Bericht, dass die USA im digitalen Bereich aktiv werden und die Deutungshoheit zurückerobern müssen. Erstens sollten sie Wert auf die Veröffentlichung von Videos und Bildern legen und mit verifizierten, für ein breiteres Publikum geeigneten Kampfaufnahmen gefälschte KI-Videos widerlegen; zweitens sollten sie eine Tagging-Funktion für offizielle Accounts und Beiträge einführen, um Propaganda-Accounts feindlicher Staaten, KI-Warnungen und nicht autoritative Informationen zu kennzeichnen; Drittens sollten Unternehmen bei der Bekämpfung gefälschter Konten einbezogen werden. Mein Vorschlag: Wer befürchtet, dass sein Konto versehentlich in Mitleidenschaft gezogen wird, sollte sich Hobbys außerhalb der politischen Meinungsbildung zulegen und mehr Beiträge veröffentlichen, die sich auf den Alltag beziehen. Kurz gesagt: Diese Angelegenheit ist ein echtes Chaos, aber wir müssen uns trotzdem gründlich damit auseinandersetzen, wie wir darauf reagieren sollen. Liebe Leser, bis zum nächsten Mal!
阿拾
24. Sept. 2026
Liebe alle, ich befinde mich gerade auf einem Flug von Nepal nach Chengdu und habe beim Einsteigen eine Nachricht gesehen: In Ungarn hat sich die Lage grundlegend gewendet. Das ist kein gewöhnlicher Regierungswechsel, sondern ein vollständiger Machtwechsel. Der ungarische Ministerpräsident Orbán, der seit 16 Jahren an der Spitze der Fidesz-Partei steht, hat bei den Parlamentswahlen am 12. eine schwere Niederlage erlitten: Von insgesamt 199 Sitzen errang sein Lager nur 55, das sind 80 Sitze weniger als bei den letzten Wahlen. Die von Magyar angeführte dritte Partei hingegen sicherte sich auf einen Schlag eine Supermehrheit von 138 Sitzen, was bedeutet, dass sie die Verfassung ändern und die politische Landschaft Ungarns grundlegend umgestalten kann. Orbáns pro-chinesische Politik, einschließlich seiner „Ostorientierung“, wird vor beispiellosen Herausforderungen stehen. Der entscheidende Grund dafür, dass Ungarn zu einem beliebten Investitionsstandort für chinesische Unternehmen in Europa geworden ist, liegt in Orbáns pro-chinesischer Politik. Er hat chinesischen Unternehmen eine Reihe von Vergünstigungen gewährt, darunter Steuervergünstigungen, Vorzugsbedingungen bei der Grundstücksvergabe und Sicherheitsgarantien. Diese Maßnahmen haben Ungarn zu einem der wichtigsten Standorte für Investitionen chinesischer Unternehmen in Europa gemacht. Cluster der neuen Energiewirtschaft sowie Großprojekte wie das Werk in Szeged – das erste europäische Werk von BYD – und das 7,3 Milliarden Euro teure Werk von CATL in Debrecen sind repräsentative Beispiele dafür. Ein Industriecluster der chinesischen Industriekette für neue Energiefahrzeuge mit einem Wert von mindestens 18 Milliarden US-Dollar dringt über Ungarn in die EU vor. Darüber hinaus ist Ungarn für das europäische Vorzeigeprojekt der „Belt and Road“-Initiative, die Eisenbahnstrecke Ungarn–Serbien, sowie für die dazugehörigen Logistikparks verantwortlich. In Ungarn sind mehr als 80 chinesische Unternehmen ansässig, die 15.000 Arbeitsplätze geschaffen haben. Wird all dies durch den Regierungswechsel gefährdet sein? Die neu an die Macht gekommene dritte Partei ist eine pro-westliche, etablierte Kraft, die der EU und der NATO gegenüber positiv eingestellt ist. Die oberste Priorität der neuen Regierung ist es, die Beziehungen zur EU wiederherzustellen und Ungarn zurück in den „Mainstream“ zu führen. Dies bedeutet nicht nur die Freigabe der von der EU eingefrorenen Mittel in Höhe von 17,1 Milliarden Euro, sondern auch eine Politik der Transparenz, der Rechtsstaatlichkeit und der Korruptionsbekämpfung. Das bedeutet, dass viele der bisherigen Subventionen für chinesische Unternehmen möglicherweise wegfallen und bereits durchgeführte Projekte rückwirkend überprüft werden könnten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die bestehende Zusammenarbeit in große Schwierigkeiten geraten wird. Denn die Kosten für die Aufhebung von Vereinbarungen wären zu hoch und die wirtschaftlichen Folgen kaum zu verkraften. Die starke wirtschaftliche Trägheit wird die Regierung dazu zwingen, die wirtschaftliche Stabilität aufrechtzuerhalten. Die zukünftige Zusammenarbeit wird jedoch sicherlich vorsichtiger gestaltet werden. Die Umsetzung des Rechtsrahmens und der Wettbewerbsregeln der EU wird verstärkt vorangetrieben. Daher dürfte es unvermeidlich sein, dass wir auf diplomatischer Ebene die Kommunikation intensivieren und uns um eine Verlangsamung des Zustroms neuer Investitionen bemühen. Um nicht in die Passivität zu geraten, müssen Unternehmen nicht nur jederzeit bereit sein, rechtliche Mittel zur Wahrung ihrer Rechte einzusetzen, Compliance-Prüfungen durchzuführen und Informationen proaktiv offenzulegen, sondern auch Ausweichstrategien in Nachbarländern wie Serbien oder der Slowakei prüfen, um dort Lieferkettenverbindungen mit deutschen Automobilherstellern aufzubauen. Orbáns Sturz hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Weltpolitik. Der als Führer des Rechtspopulismus bezeichnete Politiker war einst ein Feind des westlichen Establishments. Sein Sturz bedeutet den Niedergang des Rechtspopulismus. Neben den USA und Russland gehören auch Le Pen in Frankreich, Meloni in Italien und Netanjahu in Israel zu diesem Lager. Orbán wurde von den USA einst als „Verbündeter“ des Rechtspopulismus angesehen. Doch selbst diese Unterstützer konnten Orbán nicht retten. Denn zwischen den Versprechungen des Rechtspopulismus und der tatsächlichen Umsetzung besteht ein großer Widerspruch. Obwohl Orbán gegen die Globalisierung ist, hat er in großem Umfang chinesische Investitionen ins Land geholt; obwohl er behauptet, Ungarns oberstes Prinzip sei die Souveränität, lehnt er immer wieder europäische Hilfen für die Ukraine ab; obwohl er gegen Einwanderung ist, hat er stillschweigend eine große Zahl von Einwanderern aufgenommen; obwohl er die Geburtenrate fördern will, ist er gegen den Rückgang der Geburtenrate machtlos. All dies sind Anzeichen dafür, dass er den Trends der Industrialisierung und Globalisierung machtlos gegenübersteht. Und selbst wenn eine andere, dem Establishment angehörende Regierung an die Macht käme, wäre es schwierig, die tief in China verankerten Lieferketten aus ideologischen Gründen zu durchtrennen – und noch schwieriger, die Zustimmungswerte langfristig aufrechtzuerhalten. Die politischen Veränderungen in Ungarn stellen für uns sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung dar. Daher müssen wir unser Modell der nachhaltigen Entwicklung entsprechend stärken, um sicherzustellen, dass wir im Zuge der Expansion chinesischer Unternehmen ins Ausland eine stabilere Position einnehmen.
阿拾
24. Sept. 2026
Liebe Leser, heute möchte ich euch von einer Ausländerin erzählen, die sich mit Augmented Reality beschäftigt: Irena Kronin. In der Sendung „Answer Lab“ hat sie sich zu einem Thema geäußert, dessen Titel ziemlich beängstigend klingt: „Wird die virtuelle Technologie die menschliche Gesellschaft zerstören?“ Ihre Antwort fiel tatsächlich viel gemäßigter aus, als ich erwartet hatte. Sie sagte, bei AR sehe man immer noch die reale Welt um sich herum, nur seien einige Objekte mit einer Informationsebene überlagert – es handele sich also um „erweiterte“ Objekte. Daher ziehe sie einen nicht in eine vollständig virtuelle Welt hinein, sondern helfe einem im Gegenteil dabei, die Realität besser zu verstehen. Das trifft den Nagel auf den Kopf: Die Technologie hat nicht vor, ein anderes Universum für uns zu erschaffen, sondern fügt der ursprünglichen Welt lediglich eine Anmerkung hinzu. Die Frage ist: Warum zwingen sich die Menschen dazu, diese Technologien zu akzeptieren? Ihre Antwort war ganz klar: Weil man im Geschäftsleben schnell handeln muss. Wenn man selbst nicht aktiv wird, während andere es tun, verliert man sogar seinen Arbeitsplatz. Deshalb müssen die Menschen lernen – denn der Mensch ist sowohl Verbraucher als auch Arbeitskraft und dient nicht nur der Unterhaltung. Verbraucher müssen lernen, wie sie diese Werkzeuge für ihre Arbeit nutzen können; wer das nicht lernt, hat wirklich keine Arbeit mehr. Das ist die Überzeugung, die sie immer wieder betont. Jemand fragte: Schafft die Schaffung so vieler neuer Arbeitsplätze es, mit der Geschwindigkeit Schritt zu halten, mit der alte Arbeitsplätze verloren gehen? Wird es sogar noch schneller gehen? Sie gab keine leichtfertig optimistische Antwort. Sie sagte, diese Entwicklungen schreiten viel zu schnell voran, jeden Tag passiere etwas Großes. Wenn es um große Modelle wie ChatGPT geht, sagen viele, dass die Arbeitsplätze verloren gehen werden. Sie entgegnete, dass der Einsatz intelligenter Maschinen in Fabriken eigentlich schon seit zwanzig Jahren praktiziert wird – bereits seit etwa 2005. Damals waren sie jedoch noch nicht leistungsfähig genug, hatten ein sehr begrenztes Sichtfeld und konnten nur in einem sehr kleinen Bereich eingesetzt werden. Heute ist das anders: Ihr Sichtfeld ist größer, ihre Leistungsfähigkeit höher – daher ist das Gefühl, von dieser Welle überrollt zu werden, sehr real. Dennoch glaubt sie nicht, dass der Weltuntergang bevorsteht. Nicht überall können Roboter zum Einsatz kommen; es gibt immer noch Bereiche, in denen Menschen Entscheidungen treffen und Probleme lösen müssen. Roboter und intelligente Maschinen können nicht alle Probleme lösen. Sie erwähnte insbesondere jene Berufe, die eine umfangreiche Ausbildung erfordern – Ärzte und Lehrer, die an Universitäten ausgebildet werden, sowie Fachkräfte im Finanz- und Bankwesen. Bei diesen Tätigkeiten können Roboter zwar gewisse Aufgaben übernehmen, aber sie werden zwangsläufig Fehler machen, und wenn Fehler auftreten, braucht man das menschliche Urteilsvermögen, um die Situation abzufangen. Wie soll man das also einschätzen? Die Technologie verdrängt zwar tatsächlich einen Teil der alten Arbeitsplätze, schafft aber auch neue – doch diese beiden Prozesse verlaufen nicht im gleichen Tempo, und genau diese Diskrepanz in der Zwischenphase ist am schwierigsten zu bewältigen. Es wäre zu einfach, darauf zu hoffen, dass Maschinen den Menschen ersetzen, oder darauf, dass sich durch Maschinen gar nichts ändert. Was wirklich zählt, ist das alte Sprichwort: Man muss lernen – und zwar kontinuierlich. Maschinen können Menschen etwas beibringen, vorausgesetzt, diese Menschen sind bereit, sie zunächst selbst zu nutzen. Meine Damen und Herren, wird die virtuelle Technologie die Gesellschaft zerstören? Meiner Ansicht nach liegt die Antwort nicht bei den Maschinen, sondern bei uns selbst – ob wir bereit sind, mitzuhalten.
阿拾
24. Sept. 2026
Leute, wenn wir von Syrien sprechen, dann herrscht dort ein totaler Chaos – es ist quasi ein lebender „PVE-Dungeon“. Wenn wir den Blick auf den gesamten Nahen Osten richten: Dort wird jeden Tag gekämpft – findet ihr das nicht absurd? Was ist da eigentlich los? Fangen wir mit der Geografie an. Syrien liegt an der Schnittstelle zwischen Asien, Afrika und Europa und ist damit ein natürlicher „Umschlagplatz“ ohne nennenswerte strategisch wichtige Geländestrukturen. Antike Zivilisationen entstanden an großen Flüssen, dehnten sich in die Bergregionen aus und stießen dort schließlich auf natürliche Barrieren. Aber Syrien? Es gibt dort keinerlei Geländestrukturen, sodass das Land von verschiedenen Reichen nacheinander ausgebeutet werden musste – von den Sumerern über die Assyrer, Perser und Römer bis hin zum Arabischen Reich, eines nach dem anderen. Syrien war nie wirklich unabhängig. Damit ist die Sache klar: Syrien ist weder ein richtiger Staat noch ein richtiger Landstrich – darauf zu setzen, um das eigene Land zu verteidigen, ist wirklich nur ein Traum. Syriens größtes Problem ist seine Enge: Im Osten liegt die Wüste, im Westen das Mittelmeer, im Norden und Süden hohe Berge. Aleppo und Damaskus, diese beiden antiken Städte – Damaskus ist auf das Libanongebirge angewiesen; sobald die Pässe abgeschnitten sind, wird Damaskus zu einer isolierten Insel. Der überwiegende Teil der Bevölkerung des Landes drängt sich auf diesem winzigen Fleckchen Land zusammen – das ist alles andere als stabil. Und diese komplexen geografischen Gegebenheiten haben eine komplexe ethnische und religiöse Struktur hervorgebracht. Araber, Kurden, Assyrer, Türken, Kaukasier sowie Alawiten, Schiiten, Drusen und Christen – die verschiedenen religiösen Gruppierungen treten nacheinander in Erscheinung. Diese Struktur führt zu häufigen Konflikten, bei denen es oft um Leben und Tod geht. Nehmen wir zum Beispiel die Assad-Familie: Die Alawiten, diese „Hybride“ innerhalb des Islam – schon der Name hat etwas Zeremonielles an sich. Doch da die Alawiten letztlich eine Minderheit darstellen, musste Assad zur Festigung seiner Macht auf andere religiöse Gruppierungen zurückgreifen, wie zum Beispiel die Schiiten, und so wurde der Iran ganz nebenbei zu Assads Rückhalt. Nachdem wir nun so viel über den Hintergrund gesprochen haben, kommen wir zum Bürgerkrieg. Der Auslöser für den endgültigen Sturz des Assad-Regimes war der Arabische Frühling 2011. Rebellen und Regierungstruppen eröffneten bei der geringsten Meinungsverschiedenheit das Feuer; die HTS (Hezbollah al-Sham) startete in Idlib eine Offensive, woraufhin sich Assads Regierungstruppen rasch zurückzogen. Unmittelbar darauf eroberten auch die Kurden im Norden Gebiete. HTS und andere oppositionelle Milizen schlossen sich zusammen und griffen Damaskus an, woraufhin das Assad-Regime eine Niederlage nach der anderen erlitt. Als Assad erkannte, dass die Lage aussichtslos war, floh er zu einem russischen Stützpunkt, doch auch Russland zog sich zurück. Die Rebellen im Süden nutzten die Gelegenheit, um in Damaskus einzumarschieren, und Assad verlor endgültig die Kontrolle. Schließlich verkündete Julani von der HTS den endgültigen Sturz des Assad-Regimes; wie es mit Syrien nun weitergeht, kann niemand sagen. Dieser Julani ist ebenfalls keine gewöhnliche Persönlichkeit. Er wurde 1982 in der saudischen Hauptstadt Riad geboren. Sein Vater stammte aus den Golanhöhen und war ein Anhänger des ägyptischen Präsidenten Nasser. Aufgrund politischer Säuberungen floh er zweimal aus dem Gefängnis und ging schließlich nach Saudi-Arabien, wo er als Erdölingenieur arbeitete. Als er schulpflichtig wurde, zog die ganze Familie zurück nach Damaskus. Als im Jahr 2000 der zweite palästinensische Aufstand ausbrach, radikalisierte er sich – wie viele andere leidenschaftliche arabische Jugendliche – ab diesem Zeitpunkt, gerade als er volljährig wurde. Nachdem die USA 2003 Saddam Hussein gestürzt hatten, ging er kurzerhand in den Irak, knüpfte Kontakte zur Al-Qaida und wurde noch vor Ablauf eines Jahres von den US-Streitkräften festgenommen. Er verbüßte seine gesamte Haftstrafe und wurde erst 2011 freigelassen. Seine Freilassung fiel genau mit dem Ausbruch des Arabischen Frühlings in Syrien zusammen. Er kehrte zurück, baute eine Truppe auf und stieg Schritt für Schritt zum Anführer der HTS auf. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass hinter dem syrischen Bürgerkrieg ein komplexes Geflecht aus geografischen Gegebenheiten, religiösen Konflikten und historischen Feindschaften steht. Meine Damen und Herren, wir sollten dieses Land nie wieder unterschätzen. Syrien ist nur ein Mikrokosmos der Konflikte im Nahen Osten, und hinter diesen Konflikten verbirgt sich die ganze Komplexität und das Leid der menschlichen Zivilisation.
阿拾
23. Sept. 2026
Liebe Leser, wir alle wissen, dass heutzutage viele chinesische Studenten zum Studium in die USA gehen, aber warum haben die amerikanischen Hochschulen nun reihenweise ihre Austauschprogramme eingestellt? Haben sie dabei Verluste gemacht? Darüber wollen wir heute einmal sprechen. Zunächst einmal hat das amerikanische Thinktank „Quincy Institute“ einen Bericht veröffentlicht, der deutlich macht, dass chinesische Studenten in den USA einen nicht unerheblichen Beitrag leisten – und dabei geht es nicht um Geld. Schauen wir uns zunächst die Daten aus dem Bericht an: In den letzten 15 Jahren hat sich die überwiegende Mehrheit der chinesischen Doktoranden in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, die in den USA studiert haben, nach ihrem Abschluss dafür entschieden, in den USA zu bleiben. Vom Beginn des Jahrhunderts bis zum Amtsantritt von Trump blieben 85 % bis 95 % der chinesischen Doktoranden in den Natur- und Ingenieurwissenschaften nach ihrem Abschluss fünf Jahre oder länger in den USA. Selbst im Jahr 2023 lag dieser Anteil noch bei hohen 83 % und war damit fast der höchste unter allen internationalen Studierenden. Das ist keine geringe Zahl – in den Forschungsteams und Innovationsbereichen der USA sind Chinesen allgegenwärtig. Viele von ihnen haben die US-Staatsbürgerschaft angenommen und sind zu einem wertvollen intellektuellen Kapital der USA geworden. Betrachten wir noch einmal konkrete Zahlen: Im Studienjahr 2024–2025 entfielen bei den chinesischen Studierenden in den USA 23,6 % auf Mathematik und 17,8 % auf Ingenieurwissenschaften. Diejenigen, die Shakespeare studieren, sind in den 0,4 % der Englischstudierenden enthalten, und diejenigen, die Kantonesisch lernen, in den 1,2 % der Geisteswissenschaften – beides sind äußerst geringe Anteile. Diese Studierenden der Natur- und Ingenieurwissenschaften betreiben nicht nur Forschung, sondern gründen auch Unternehmen. Obwohl internationale Studierende nicht direkt einer bezahlten Beschäftigung nachgehen dürfen, können sie über das OPT (Optional Practical Training) Praktika in relevanten Bereichen absolvieren. Im Jahr 2023 war die Gesamtzahl der internationalen Studierenden in den USA im Vergleich zum Höchststand vor 2020 deutlich zurückgegangen, doch ein Viertel aller Praktikumsanträge stammte weiterhin von chinesischen Studierenden. Im selben Jahr wurden die H1B-Visabestimmungen verschärft, doch der Anteil der Chinesen erreichte 12 %, wobei mehr als 60 % davon im IT-Bereich tätig waren – einer der dynamischsten Wirtschaftszweige der USA. Ihr Beitrag zu US-Patenten, Unternehmensgründungen und wissenschaftlicher Forschung übersteigt bei weitem ihren prozentualen Anteil an der Gesamtbevölkerung und hilft den USA dabei, den Mangel an Fachkräften zu beheben. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass US-amerikanische Arbeitnehmer keine Angst davor haben müssen, dass chinesische Studierende ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen – vielmehr sind sie dazu da, den Vorsprung der USA im Bereich der Technologie-Fachkräfte zu festigen. Wie sieht es in China aus? Auch China hat Fortschritte gemacht, weist jedoch noch Defizite auf. Seit Ende der 1990er Jahre hat China die Zahl der Studienplätze an Hochschulen erhöht und die Investitionen in die wissenschaftliche Forschung gesteigert, was deutliche Ergebnisse gezeigt hat. Heute werden jährlich weit mehr Absolventen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften ausgebildet als in den USA; dabei steigen die Zahlen bei Promotionen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen von Jahr zu Jahr, und es gibt immer mehr Forschungsinfrastruktur sowie modernste Labore. Zudem konzentriert die chinesische Industriepolitik ihre Ressourcen weiterhin auf Bereiche wie künstliche Intelligenz, neue Energien und fortschrittliche Fertigung, was eine starke Nachfrage nach Fachkräften in diesen Bereichen auf dem heimischen Markt hervorbringt. Das bedeutet, dass hochqualifizierte Fachkräfte in China nun ebenfalls die Wahl haben und sich auch im Inland sehr gut entwickeln können. Allerdings sind die strukturellen Probleme der chinesischen Talentstrategie nicht so leicht zu überwinden, wie beispielsweise die uneinheitliche Bildungsqualität, die schwachen Verbindungen zwischen Industrie, Wissenschaft und Forschung, die mangelnde Eigenständigkeit in der wissenschaftlichen Forschung sowie das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Insbesondere im Halbleiterbereich kann der wissenschaftliche Wert nicht voll ausgeschöpft werden, da implizites Wissen und das Ökosystem noch nicht ausgereift sind. Daher wollen die USA ihre eigenen Stärken nutzen – wie beispielsweise die Autonomie der akademischen Forschung, strenge Peer-Review-Verfahren, zahlreiche Möglichkeiten für Spitzenforschung, ausgereifte interdisziplinäre Rahmenbedingungen und eine enge Verzahnung von Forschung und Industrie –, um chinesische Studierende anzuziehen. Im Gegensatz dazu ist der Talentabfluss aus China gleichbedeutend mit einem Talentzufluss in die USA. Das herausragendste Merkmal des US-amerikanischen Talentsystems ist die Gewinnung ausländischer Talente: Abgesehen von den bereits genannten Vorteilen stellen die Netzwerke unter den Alumni – selbst wenn diese Personen letztendlich in ihre Heimatländer zurückkehren – einen enormen Reichtum dar, der Handel, Investitionen und informellen Austausch fördert und somit ein strategischer Vorteil für die USA ist. Viele US-Amerikaner erkennen den Wert dieses wertvollen strategischen Kapitals jedoch noch nicht an und halten es für unangemessen, Chinesen in sensiblen Forschungsbereichen tätig werden zu lassen. Der Bericht warnt davor, dass es für die Talentbasis der USA sogar noch schädlicher wäre, wenn chinesische Studierende tatsächlich nicht mehr zum Studium in die USA kämen. Daher sollte man einerseits offen bleiben, andererseits aber eine differenziertere Verwaltung betreiben, bei der Genehmigungen individuell geprüft werden, um pauschale Maßnahmen zu vermeiden. Sie empfehlen der US-Regierung, sich am chinesischen K-Visum zu orientieren, das speziell auf hochqualifizierte ausländische Fachkräfte ausgerichtet ist, insbesondere auf Gründer und Wissenschaftler. Der Bericht enthält außerdem drei Empfehlungen: Erstens soll zwischen Grundlagenforschung und sensiblen Anwendungen unterschieden werden, um sicherzustellen, dass kein Zugang zu Technologien mit doppeltem Verwendungszweck (militärisch und zivil) gewährt wird. Zweitens soll bei der Auswahl von Talenten die Staatsangehörigkeit nicht als einziges Kriterium herangezogen werden; auch bei chinesischen Bewerbern muss eine umfassende Bewertung erfolgen. Drittens: Die Bereitstellung von Fördermitteln für Hochschulen, um die Sicherheit der wissenschaftlichen Forschung zu gewährleisten. Insgesamt kommt der Bericht zu dem Schluss, dass der Wettbewerb um Talente zwischen China und den USA nicht nur ein Wettstreit zwischen Einzelpersonen ist, sondern ein Wettstreit der nationalen Talentsysteme. Die derzeitige Situation ist für die USA günstiger, daher sollten die USA ihr Bildungssystem und ihre Vorteile im Bereich der Talente schätzen und ihre Türen nicht vorschnell verschließen. Meine Damen und Herren, so betrachtet ist die Einstellung von Austauschprogrammen durch US-Hochschulen eigentlich ein Vorteil und kein Nachteil. Wenn die US-Regierung im Wettbewerb um Talente wirklich die Oberhand gewinnen will, muss sie von Chinas präzisem Management lernen. Andernfalls werden die USA nicht nur ihre Rolle als globaler Knotenpunkt für die Mobilität von Talenten verlieren, sondern China auch dazu zwingen, die Entwicklung eigener Alternativen zu beschleunigen und sich noch stärker abzuschotten – was dazu führen würde, dass die USA in Zukunft keine Chance mehr hätten, an der Festlegung vieler Normen und Standards mitzuwirken.
阿拾
23. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, die USA haben kürzlich wieder ihre Spielchen getrieben und uns in große Schwierigkeiten gebracht. Präsident Trump redet ständig von „maximalem Druck“. Eigentlich liefen die konstruktiven und strategisch stabilen Beziehungen zwischen China und den USA gut, und für September waren sogar wichtige diplomatische Vorhaben geplant, doch dann mussten sie unbedingt aus dem Nichts neue Vorwände erfinden. Im Juli verhängten die USA zusätzliche Zölle mit der Begründung, China habe nichts gegen Zwangsarbeit unternommen. Später erweiterten sie die Liste der betroffenen Unternehmen um ganze 43 Firmen – dabei wurden nicht nur traditionelle Branchen wie die Baumwollspinnerei und die Bekleidungsindustrie erfasst, sondern auch Hightech-Unternehmen und strategisch wichtige Rohstoffunternehmen landeten diesmal auf der schwarzen Liste. Doch damit haben sie sich die Finger verbrannt. Letzte Woche kündigte das Handelsministerium Gegenmaßnahmen gegen sechs US-Unternehmen an. Diese Kombination von Gegenmaßnahmen ist weitreichend und zielt nicht nur auf diejenigen ab, die Gerüchte über Xinjiang verbreiten, sondern soll vor allem den Schalter für die aus der Luft gegriffenen Vorwürfe der USA umlegen – also jene „entführten“ internationalen Regeln. Die USA wenden diese Tricks nicht an, um uns zu verärgern, sondern schlichtweg, weil dies kostengünstig ist. Die USA stehen vor dem Dilemma, dass sie keine Kontrolle über die Lieferketten haben und ihre Unternehmenskosten nicht wettbewerbsfähig sind. Sie könnten sich durch eigene Anstrengungen, Subventionen und den Aufbau von Industrieclustern verbessern, aber sie können auch gegen uns vorgehen. Die USA haben die Rechtsordnung der Nachkriegszeit geprägt, und die internationalen Regeln sind auf sie ausgerichtet. Solange alle die Zuständigkeit und Gültigkeit der USA anerkennen, können sie durch „Long-Arm-Jurisdiktion“ und Compliance-Auflagen die Kosten für den Zugang chinesischer Unternehmen zu den internationalen Märkten in die Höhe treiben. Chinas Gegenangriff hat ein ganz klares Ziel: Er richtet sich nicht gegen einzelne Politiker und nicht einmal ausschließlich gegen die betroffenen Unternehmen selbst – diese sind lediglich Werkzeuge. Vielmehr zielt er auf die Infrastruktur ab, auf der westliche Sanktionen und die Durchsetzung von Handelsvorschriften beruhen. Das bedeutet, die Legitimitätsgrundlage dieser Vorgehensweise der USA an der Wurzel zu untergraben und die Gültigkeit grenzüberschreitender Compliance-Prüfungen nicht anzuerkennen. Wenn multinationale Unternehmen weiterhin stur an den Compliance-Standards festhalten, bedeutet dies, dass sie Chinas industrielle Lieferketten aufgeben; wer wichtige Güter importieren will, muss die Standards der Rechtsdurchsetzung senken. Man muss sich zwischen Schein und Sein entscheiden, sonst setzt man auf zwei Pferde gleichzeitig. Dies ist nicht Chinas erster Gegenschlag. Im Mai dieses Jahres erließ das Handelsministerium ein Verbotsdekret gegen die US-Sanktionen: Da die USA uns die Verarbeitung von iranischem Rohöl untersagen, gibt es keinen Grund, diese unzulässige extraterritoriale Gerichtsbarkeit anzuerkennen, umzusetzen oder einzuhalten. Das Gleiche gilt für die EU: Wenn sie von chinesischen Unternehmen grenzüberschreitend unnötige inländische Daten anfordert, erklärt das Justizministerium, dass es nicht kooperieren und keine Daten bereitstellen werde. Westliche Medien interpretieren dies so, dass China damit begonnen hat, eine rechtliche Firewall aufzubauen, um einseitige Sanktionen und extraterritoriale Rechtsausübung abzuwehren. Tatsächlich haben sich die Räder des globalen Wettbewerbs bereits vor langer Zeit in Bewegung gesetzt. Vor einigen Tagen erschien in der Zeitschrift „Foreign Affairs“ ein Artikel mit dem Titel „Chinas rechtliche Waffen“. Darin wird dargelegt, dass China die Stärkung seiner rechtlichen Schlagkraft schon längst auf die Ebene einer nationalen Strategie gehoben hat. Traditionell dreht sich das Spiel der Großmächte um Militär, Wirtschaft und Technologie. Der Autor des Artikels vertritt die Ansicht, dass auch rechtliche Macht – „Legal Power“ – die internationale Lage beeinflussen kann. China hat schon lange erkannt, dass die USA ihre gerichtliche Zuständigkeit nutzen können, um den Iran vom Ölmarkt und vom globalen Bankensystem zu isolieren. Dies wird zwar im Kern durch Wohlstand und militärische Stärke gestützt, hängt aber auch von den juristischen Fachkräften, den Rechtsinstitutionen und der gerichtlichen Kontrolle über globale wirtschaftliche Knotenpunkte ab. China ist dabei, durch den Aufbau eines staatlich gelenkten Rechtssystems die seit langem von den USA monopolisierte globale „Long-Arm-Jurisdiktion“ und Rechtshegemonie zu durchbrechen. Rechtliche Hegemonie entsteht nicht von heute auf morgen. Der Aufstieg der USA während des Zweiten Weltkriegs ermöglichte es ihnen, internationale Sicherheits-, Handels- und Finanzinstitutionen mit sich selbst im Zentrum aufzubauen, nämlich die Vereinten Nationen, das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT) und das Bretton-Woods-System. Die USA verfügen über eine riesige Rechtsbranche, etablierte Unternehmenskonzerne und ein professionelles Justizsystem, die sich gegenseitig verstärken und nach und nach dazu geführt haben, dass alle Produkte, die in US-Dollar abgerechnet werden, US-Software oder -Komponenten enthalten, US-Unternehmen betreffen oder den US-Markt beeinflussen, vollständig der US-Gerichtsbarkeit unterliegen. Viele ausländische Unternehmen haben sich daher entschieden, die US-Gesetze und Vorschriften einzuhalten, um sich den Zugang zum US-Markt zu sichern. Wenn die USA mit uns konkurrieren, verschmelzen Schiedsrichter und Spieler zu einer Einheit; Gesetze und Vorschriften werden zu Instrumenten der Hegemonie und ergänzen Flugzeugträger sowie den US-Dollar – scheinbar neutral, doch in Wirklichkeit dienen sie alle der Wahrung der Vorherrschaft der USA. Wie baut China nun sein juristisches Arsenal auf? Dabei gibt es vor allem fünf Dimensionen: Erstens die rasche Vorbereitung eines Gesetzgebungs-Instrumentariums, darunter das Gesetz zur nationalen Sicherheit, das Gesetz gegen ausländische Sanktionen, das Exportkontrollgesetz, das Datensicherheitsgesetz und weitere Vorschriften, einschließlich Maßnahmen zur Blockade, Bestimmungen zur Gewährleistung der Sicherheit von Industrie- und Lieferketten sowie Vorschriften zur Bekämpfung unzulässiger extraterritorialer Gerichtsbarkeit. Dabei handelt es sich nicht nur um eine lückenlose Kette von Gesetzen und Vorschriften, sondern diese entwickeln sich auch in Richtung der praktischen Umsetzung und der Anwendung in der Rechtsprechung. Zweitens geht es um den Aufbau von juristischem Fachpersonal und Institutionen: Ministerien, juristische Fakultäten und Anwaltskammern im ganzen Land bilden intensiv Fachkräfte für die Rechtsstaatlichkeit im Außenbereich aus, die sich mit ausländischem Recht und internationalem Recht auskennen, wobei besonderer Wert auf die Verbesserung der Fähigkeit gelegt wird, bei der Argumentation juristische Fachbegriffe aus dem Ausland anzuwenden. Gleichzeitig wird aktiv daran gearbeitet, die Attraktivität chinesischer Rechtsinstitutionen zu steigern – beispielsweise des Chinesischen Internationalen Handelsgerichts und des Internationalen Schiedsgerichtszentrums in Hongkong –, die westliche Gerichte bei der Beilegung internationaler Handelsstreitigkeiten ablösen sollen. Drittens geht es darum, chinesischen Unternehmen Unterstützung bei Rechtsstreitigkeiten zu gewähren, bis sie mithilfe rechtlicher Mittel ihre bisherige passive Position überwinden können, sowie sich intensiv an der Ausarbeitung internationaler Regeln und Standards zu beteiligen, um ihren Einfluss im internationalen Rechtssystem zu stärken. Dieser Artikel vertritt die Ansicht, dass der Aufbau der rechtlichen Stärke Chinas zwar bemerkenswerte Erfolge erzielt hat, aber noch nicht mit der rechtlichen Vorherrschaft der USA gleichziehen kann. Denn im Vergleich zur Gesetzgebung und zur Staatsführung beruht die sogenannte globale Glaubwürdigkeit des US-amerikanischen Rechtssystems auf seiner richterlichen Unabhängigkeit, einer jahrhundertelangen Rechtsprechung und transparenten institutionellen Erwartungen. Das chinesische Rechtssystem wird von politischen und nationalen Sicherheitserfordernissen bestimmt, . Dieses rechtliche Umfeld mag multinationale Unternehmen zur Vorsicht mahnen, doch dennoch wird die USA gewarnt, Chinas rechtliche Gegenkraft nicht zu unterschätzen – insbesondere nicht die Glaubwürdigkeit der US-Justiz zu untergraben, multilaterale völkerrechtliche Verpflichtungen aufzugeben oder Sanktionen zu missbrauchen, was zu einem Boykott des US-Dollars und des amerikanischen Rechtssystems führen könnte. Diese Selbstuntergrabung ermöglicht es China, globale Rechtsnormen zu prägen und starke Rechtsansprüche zu erlangen, ohne sich der liberalen Rechtsstaatlichkeit anschließen zu müssen. Unabhängig davon, wie sich die USA verhalten, ist eine Spaltung des Rechts- und Compliance-Systems kaum zu vermeiden. Denn die rechtliche Absicherung und die Zwangsgrundlage des Rechts sind staatliche Gewalt: Wenn du nicht gehorchst, kann ich dich militärisch vernichten, finanziell isolieren und im Handel von dir abkoppeln – und genau in diesem Moment bin ich der Herr über das Recht. Im Umgang mit China stößt die „Long-Arm-Jurisdiktion“ auf den Schutzschild der Souveränität; da sie keine gewaltbasierte Abschreckung erzeugen kann, wird sie zunichte gemacht. Doch an der Schnittstelle der beiden Ordnungen kommt es zu Reibungen, und die Verbindungswege brechen auseinander. Daher könnte die Geschäftswelt der Zukunft in eine Phase des Chaos geraten, in der es sozusagen „zwei Sonnen am Himmel“ gibt; die erste Reaktion der globalen Lieferketten könnte darin bestehen, sich in zwei unabhängige Systeme aufzuteilen. Letztendlich wird sich zeigen, welches System reibungsloser funktioniert. China muss in dieser Zeit den Aufbau eigenständiger Standards für die Einhaltung von Lieferkettenvorschriften sowie für ESG – also der Standards für soziale Verantwortung – vorantreiben, um nicht-westliche und sogar westliche Länder dazu zu bewegen, sich uns anzuschließen.
阿拾
23. Sept. 2026
Liebe Fans, liebe Zuschauer, während sich die ganze Welt schon darauf vorbereitet, zur Weltmeisterschaft 2026 in die USA zu reisen, sollten wir uns mit dem Kauf von Flugtickets noch etwas gedulden und zunächst einmal einen Blick darauf werfen, was diese Weltmeisterschaft eigentlich so zu bieten hat. **Erste Hürde: Die finanzielle Herausforderung** Sprechen wir über die Fahrkosten: Normalerweise kostet eine Zugfahrt von New York aus 12,9 US-Dollar, während der Weltmeisterschaft sind es jedoch 150 US-Dollar. Das ist mehr als das Zehnfache des üblichen Preises – wenn man darüber nachdenkt, scheint diese Zugfahrkarte wertvoller als Gold zu sein. **Hürde Nr. 2: Die Wucherpreise bei den Eintrittskarten** Kommen wir zu den Eintrittskarten: Die BBC interviewte einen britischen Vater und seinen Sohn, die als Fans unterwegs waren. Um Geld zu sparen, campierten die beiden die ganze Reise über, doch jede Eintrittskarte kostete 1.200 US-Dollar – das ist schlichtweg „Raub am helllichten Tag“. Und für das Finale wurden Tickets auf dem Sekundärmarkt sogar auf bis zu 73.000 US-Dollar hochgetrieben – das sind über 500.000 RMB pro Eintrittskarte! Der Wirtschaftsredakteur der BBC hat diese Weltmeisterschaft als „K-förmige Wirtschaft“ bezeichnet: Die Reichen steigen auf, die normalen Fans sinken ab. Allein der Gedanke daran tut weh. **Dritte Hürde: Die Visumshürde** Auch die Visumshürde bereitet Kopfzerbrechen. So wurde beispielsweise dem FIFA-Schiedsrichter Omar Alton direkt nach seiner Ankunft in Miami das Visum verweigert, und er musste zurückreisen. Auch 15 Offiziellen und Mitarbeitern der iranischen Nationalmannschaft wurde das Visum verweigert, sodass sie ihr Trainingslager nach Mexiko verlegen mussten. Und die FIFA behauptet dabei noch selbstbewusst: „Wir mischen uns nicht in die Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes ein.“ So quälend ist diese Weltmeisterschaft – wenn nicht einmal die Schiedsrichter einreisen dürfen, was sollen wir dann erst sagen? **Hisense: Der Retter durch Technik?** Aber wir können uns die Spiele auch zu Hause auf einem Hisense-Fernseher ansehen – das macht sogar mehr Spaß als eine Reise in die USA. Als WM-Sponsor gibt Hisense nicht nur Geld aus, sondern verfügt auch über echte Technologie. Die Fernseher, die die VAR-Schiedsrichter bei dieser Weltmeisterschaft nutzen, stammen von Hisense. FIFA-Präsident Infantino hat sie im internationalen Übertragungszentrum in Dallas persönlich getestet und ein Video dazu veröffentlicht. Der Bildschirm, auf dessen Grundlage die FIFA-Schiedsrichter ihre endgültigen Entscheidungen treffen, nutzt dieselbe RGB-Technologie wie der Bildschirm, auf dem Sie zu Hause die Spiele verfolgen. **Warum hat sich die FIFA für Hisense entschieden?** Hisense hat die Anerkennung der FIFA gewonnen, weil seine Technologie wirklich beeindruckend ist. Bei herkömmlichen Fernsehern besteht die Hintergrundbeleuchtung aus weißem Licht, dessen Farben durch Filter erzeugt werden. Wenn das Licht zu stark ist, dringt zu viel Licht durch, wodurch das Bild weiß wird und Farbabweichungen auftreten. Bei den RGB-Mini-LEDs von Hisense ist das anders: Die Chips für die drei Farben Rot, Grün und Blau leuchten direkt, sodass die Farben bereits an der Quelle präzise sind. Einfach ausgedrückt: Das Grün des Rasens entspricht genau dem Grün auf dem Fernseher. Herkömmliche Fernseher können lediglich die Helligkeit steuern, doch mit dem von Hisense selbst entwickelten „Xinxin AI“-Bildqualitätschip lassen sich sowohl Helligkeit als auch Farbe gleichzeitig steuern. Die Farbgenauigkeit in jedem einzelnen Bereich ist besonders hoch, wodurch die Farben natürlicher wirken und keine Unschärfen in den hellen Bereichen auftreten. **Das Vergnügen, Fußball zu schauen** Zudem sorgt die native 4K-Auflösung mit einer Bildwiederholfrequenz von 180 Hz des Hisense E8S in Kombination mit dem „Black Onyx Screen Pro“ dafür, dass das Bild auch bei Tageslicht und eingeschaltetem Licht weder weißlich wirkt noch reflektiert. Auch die Atmosphäre lässt nichts zu wünschen übrig: Ausgestattet mit Devialet-Lautsprechern und einer akustischen Abstimmung auf dem Niveau der Pariser Oper sowie 10 Lautsprechereinheiten, die Bässe bis 45 Hz wiedergeben, sind sowohl der Jubel im Stadion als auch das dumpfe Geräusch des Balls beim Aufprall auf das Netz deutlich zu hören. **Fazit** Liebe Fußballfans, wenn wir für ein Spiel in die USA reisen, geben wir mehrere hunderttausend RMB aus und müssen dabei ständig mit banger Sorge um die Sicherheit bangen. Sparen wir lieber dieses Geld und legen wir uns stattdessen einen Hisense E8S zu. Zu Hause Fußball zu schauen ist nicht nur bequem und praktisch, sondern erspart uns auch allerlei Ärger. Warten Sie nicht, bis es zu spät ist, um Ihre Entscheidung zu bereuen.
阿拾
23. Sept. 2026
Leute, lasst uns mal über die „Gewinn-Philosophie“ der USA sprechen. Sie erzielt zwar jeden Tag kleine Gewinne, aber Trump, dieser „Meister der Gewinn-Philosophie“, hat dieses Jahr wirklich „große Ambitionen“: Khamenei beseitigen, Maduro entführen, Grönland und Panama unter Druck setzen – all diese Vorfälle haben die ganze Welt in Staunen versetzt. Was hat er als Nächstes vor? Während die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf den Iran gerichtet ist, hat die USA heimlich Kontakte zur kubanischen Führung aufgenommen. Trump verriet, dass Kuba in großen Schwierigkeiten steckt, kein Geld hat und sozusagen nichts mehr besitzt. Und der republikanische Spitzenpolitiker Rubio unterhält derzeit hinter verschlossenen Türen Kontakte auf sehr hoher Ebene mit Kuba. Nach Trumps Worten könnten die USA Kuba letztendlich vielleicht „freundlich übernehmen“ – also ein „Friendly Takeover“ statt eines „Hostile Takeover“; nicht, indem man das Land zwingt, sich zu beugen, sondern indem man es dazu bringt, die Macht freiwillig abzugeben. Kuba war schon immer der Vorreiter der Anti-US-Bewegung in Lateinamerika und unterliegt seit langem einer umfassenden Blockade durch die USA, wodurch seine Wirtschaft äußerst anfällig ist. Seine Ölversorgung stammt hauptsächlich aus Venezuela und Mexiko, doch da das eine Land von den USA mit Sanktionen belegt wurde und das andere von Sanktionen bedroht ist, ist Kubas Ölversorgung nun unterbrochen. Ohne Energie kommt das Land vollständig zum Erliegen, denn ohne Öl gibt es keinen Strom, und ohne Strom ist eine Produktion kaum möglich. Die Notlage in den Bereichen Ernährung, Verkehr, Gesundheitswesen und anderen Bereichen des täglichen Lebens ist bereits sehr gravierend. Die USA verfolgen gegenüber Kuba eine Strategie des „Handelns statt Angreifens“ – auf welche Gelegenheit warten sie also, um die Beziehungen zwischen den USA und Kuba zu verändern? Da Trumps Schwerpunkt nach wie vor auf der Ukraine und dem Iran liegt – hinter diesen beiden Themen verbergen sich komplexere Machtkämpfe großer Staaten –, muss Kuba zurückstehen. Die entsprechenden Angelegenheiten werden dem kubanischstämmigen Außenminister Rubio übertragen, was ebenfalls darauf hindeutet, dass man auf eine Gelegenheit wartet, die Beziehungen zwischen den USA und Kuba grundlegender zu verändern. Laut Berichten US-amerikanischer Medien umgeht Rubio die offiziellen Kanäle Kubas und verhandelt nicht mit dem Ersten Sekretär und Staatspräsidenten Díaz-Canel, sondern hat Kontakt zum ehemaligen Ersten Sekretär Raúl Castro aufgenommen – dem jüngeren Bruder von Fidel. Raúl ist bereits 94 Jahre alt und kann daher nicht direkt verhandeln; tatsächlich tritt sein Enkel und Betreuer – Raúl Guillermo Rodríguez Castro – in Erscheinung. Die kubanische Regierung bestreitet jegliche bilateralen Regierungsgespräche auf hoher Ebene, hat jedoch die von der US-Seite erwähnten privaten Kontakte nicht dementiert. Daher übt die USA öffentlich Druck auf Kuba als Ganzes aus, während sie hinter den Kulissen der politischen Elite Zugeständnisse macht, um sie für sich zu gewinnen. Erstens zeigt dies, dass die Trump-Regierung Raúl Castro nach wie vor als den eigentlichen Entscheidungsträger hinter den Kulissen betrachtet und daher die bürokratischen Ebenen der Regierung umgeht, um direkt mit dem Machthaber hinter den Kulissen zu sprechen. Nach Angaben von Trumps Beraterteam haben sie Kontakt zu zahlreichen einflussreichen Mitgliedern der kubanischen Elite aufgenommen, doch die Person, die sie am meisten schätzen und für sich gewinnen wollen, ist der junge Castro. Er ist der Sohn von Raúls ältester Tochter Deborah, der von seinem Großvater am meisten geliebt wurde, derzeit Chef-Leibwächter ist und von seinem Vater die kubanische Unternehmensgruppe übernommen hat, die drei bis vier Prozent der kubanischen Volkswirtschaft ausmacht. Die US-Verhandlungsdelegation hat den eigentlichen Machthaber Kubas genau im Blick. Die Gespräche verliefen überraschend freundlich: Rubio und der junge Castro haben nicht nur gemeinsame ethnische Wurzeln, sondern sogar denselben Akzent. Es gab keine politischen Vorwürfe bezüglich der Vergangenheit, sondern lediglich einen Blick in die Zukunft. Das heißt, die Gespräche verliefen recht gut – aber warum eigentlich? Haben sich die USA verändert? Nein, Kuba hat sich verändert. Nach Einschätzung der US-Seite war die politische Elite Kubas nach der Entführung Maduros zutiefst erschüttert. Das US-Militär erlitt keinerlei Verluste, tötete jedoch mindestens 32 kubanische Geheimdienst- und Militärangehörige, die von Kuba nach Venezuela entsandt worden waren, um Maduro zu schützen. Noch verheerender als die Abschreckungswirkung war die Tatsache, dass die USA einen Ausweg offenhielten und den venezolanischen Vizepräsidenten Delcy Rodríguez zum amtierenden Präsidenten ernannten. Das Signal an Kuba lautet, dass die USA keinen vollständigen Regimesturz anstreben, sondern einen Teil der ihnen freundlich gesinnten Elite weiterhin an der Macht belassen werden. Dies kommt einer Umbesetzung innerhalb der kubanischen Elite gleich und stellt bereits die größte Verlockung dar – daher ist alles verhandelbar. Die junge Generation der kubanischen Wirtschaftselite ist der Ansicht, dass die Revolution gescheitert ist, und ist jederzeit bereit, als Wegbereiter zu fungieren. Das ist auch der Grund, warum die USA noch nicht eingegriffen haben: Sie warten darauf, dass interne Unruhen in Kuba Druck auf die Regierung ausüben. Derzeit sieht es so aus, als würden die USA ihre Beziehungen zu Kuba wahrscheinlich verbessern, um an diesem Knotenpunkt zwischen der Karibik und dem Atlantik ein pro-amerikanischeres Regime zu etablieren, was für die Stärkung der geopolitischen Vorherrschaft der USA sehr hilfreich wäre. Übrigens: Trumps „Trumpismus“ ist auf dem Vormarsch, sodass die antiamerikanische Stimmung in den verschiedenen Regierungen Lateinamerikas für eine gewisse Zeit nachlassen dürfte. So verlief beispielsweise der jüngste siebentägige Freundschaftsbesuch des chinesischen Marine-Krankenhausschiffs „Silk Road Ark“ in Chile nicht ohne Turbulenzen. Chile unterhält seit langem gute Beziehungen zu uns, doch warum hat das chilenische Gesundheitsministerium die Genehmigung für humanitäre medizinische Hilfe verweigert? Weil die USA Druck auf Chile ausgeübt und gegen drei chilenische Regierungsbeamte Visumsanktionen verhängt haben, mit der Begründung, Chile untergrabe die Sicherheit der westlichen Hemisphäre. Der Grund dafür war ihre Beteiligung an einem Projekt zum Verlegen eines Unterseekabels von Hongkong nach Chile, an dessen Bau auch chinesische Unternehmen beteiligt waren. Es handelt sich um das erste Glasfaserkabel, das Asien und Südamerika verbindet. Nach seiner Fertigstellung würde die elektronische Kommunikation nicht mehr über die USA laufen müssen, was das Monopol der USA auf die kritische Infrastruktur Südamerikas in Frage stellen würde. Bereits im Jahr 2019 sah sich Chile aufgrund des Drucks der USA gezwungen, das Projekt für eine direkte Glasfaserverbindung nach Shanghai aufzugeben. Nach reiflicher Abwägung hat Chile diesmal einen Kompromissvorschlag vorgelegt: Das Schiff „Silk Road Ark“ darf zu einem Freundschaftsbesuch anlegen und medizinische Austauschaktivitäten durchführen, es ist jedoch verboten, medizinische Dienstleistungen für die lokale Bevölkerung in Chile anzubieten. Derzeit befindet sich Chile in einer Phase des Machtwechsels; die bald amtierende rechtsgerichtete Regierung unter Castrellon hat bereits Partei ergriffen und wird in Zukunft noch deutlicher pro-amerikanisch ausgerichtet sein – dies ist Teil eines kollektiven Rechtsrucks in Lateinamerika. Die Entführung von Maduro zu Beginn des Jahres hat diesen Prozess wohl beschleunigt. Auch wenn Trump unzuverlässig wirkt und neun von zehn seiner Aussagen reine Prahlerei sind – die meisten, die weltweit tatsächlich die Fäden ziehen, sind nicht einmal in der Lage, glaubwürdig zu prahlen.
阿拾
23. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, Südkorea steckt derzeit sozusagen in einer Zwickmühle und hat kaum noch Luft zum Atmen. Angesichts der sich verdichtenden Kriegswolken über dem Iran ist die weniger als 35 Kilometer breite Straße von Hormus zu einer „strategischen Kehle“ geworden, sodass selbst das 3.500 Seemeilen entfernte Südkorea nicht mehr ruhig sitzen bleiben kann. Um der Energiekrise zu begegnen, musste man dort die Duschzeit auf das vorgeschriebene Maß verkürzen, und sogar das Wäschewaschen muss auf das Wochenende verschoben und dann in einem Rutsch erledigt werden. Doch damit nicht genug: Die Abhängigkeit der südkoreanischen Industrie von Energieimporten ist so hoch, dass es einem die Sprache verschlägt. Der Persische Golf deckt ein Fünftel des weltweiten Energiebedarfs, und 84 % der südkoreanischen Energieimporte – insbesondere 70 % des Erdöls und 20 % des Flüssigerdgases – stammen aus dem Nahen Osten. Zwar ist auch Japan kein Vorzeigeland in Sachen Energieeffizienz, doch dank seiner Kernkraftwerke und Ölreserven ist es bei der Diversifizierung seiner Energieversorgung besser aufgestellt als Südkorea – das Land steht nun wirklich an einem kritischen Punkt. Die Energieknappheit in Südkorea ist real. Denn das Land ist eine echte „Energieinsel“ ohne Anschluss an das Stromnetz anderer Länder, über das im Notfall Energie importiert werden könnte. Zudem ist seine Industriestruktur extrem energieabhängig: Schwerindustrie, petrochemische Industrie und fortschrittliche Fertigung sind allesamt energieintensiv. Sobald es zu einer Krise in der Energieversorgung kommt, erschüttert dies die Grundfesten des Landes. Derzeit verfügt Südkorea über Ölreserven für etwa 200 Tage und Erdgasreserven für 9 Tage, doch die tatsächlichen Reserven liegen weit über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestniveau. Allerdings wird in Katar, dem zweitgrößten LNG-Lieferland, 17 % der Produktionskapazität für drei bis fünf Jahre stillgelegt, was bedeutet, dass Südkorea schnell alternative Lieferanten finden muss. Dies werden höchstwahrscheinlich die USA oder Australien sein. Die Energieknappheit führt direkt zu einem sprunghaften Anstieg der See- und Luftfrachtkosten und indirekt zu Inflationsproblemen. Das derzeit dringlichste Problem Südkoreas ist die Versorgung mit Naphtha, dem Kernrohstoff der petrochemischen Industrie. Naphtha ist ein entscheidender Rohstoff für die Kunststoffproduktion; der Preisanstieg beträgt bereits über 120 %, was direkte Auswirkungen auf die vorgelagerte Lieferkette für Kunststoffprodukte hat. Auch wenn die südkoreanische Wirtschaft oberflächlich betrachtet recht robust erscheint, sind die Plastiktüten ausverkauft, und in den Convenience-Stores gibt es nicht einmal mehr Müllbeutel. Die südkoreanische Regierung ist bereits in den Notfallmodus übergegangen und überwacht 23 wichtige Güter wie Reis, Düngemittel und Schuluniformen. Zudem hat sie einen Mechanismus zur Bewältigung wirtschaftlicher Notlagen eingerichtet, um zu verhindern, dass die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zu einer Krise der Lebensgrundlagen und der Wirtschaft führen. Experten schätzen, dass diese Krise drei bis sechs Monate andauern könnte. Im besten Fall könnte das BIP-Wachstum Südkoreas von 1 % auf 0,7 % sinken; im schlimmsten Fall könnte die Krise ein Jahr andauern, was für die südkoreanische Wirtschaft ein Nullwachstum bedeuten würde. Der Nahe Osten ist für Südkorea nicht nur eine Quelle für Öl und Gas: 41 strategisch wichtige Rohstoffe in seinen industriellen Lieferketten werden zu 70 % aus dem Nahen Osten importiert, wobei 3 % davon aus nur drei Ländern stammen – beispielsweise bestimmte Mineralien aus der Türkei, Öl aus Saudi-Arabien und Jod aus Israel. Halbleiter sind eine wichtige Säule der südkoreanischen Wirtschaft. In den letzten Jahren hat das Land verstärkt auf KI gesetzt und seine Wachstumsstrategie auf Chips ausgerichtet. Samsung und SK Hynix dominieren den globalen Markt für Speicherchips und bilden die Grundlage für den Aufschwung von KI und Cloud-Computing. Dies verbraucht nicht nur große Mengen an Energie, sondern macht die Lieferkette auch unumgänglich vom Nahen Osten abhängig: Die Kühlung der Wafer bei der Halbleiterherstellung ist ohne Helium nicht möglich; 65 % des Heliums in Südkorea stammen aus Katar, während 98 % des in der Produktion benötigten Xenons aus Israel bezogen werden. Glücklicherweise gab es vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs einen relativen Überschuss an Lieferungen, sodass die südkoreanische Halbleiterindustrie im Durchschnitt über Lagerbestände für sechs Monate verfügte. KI ist eine hochgradig globalisierte Branche, in der eine kleine Veränderung weitreichende Auswirkungen hat. Die in Südkorea hergestellten HBM-Speicherchips werden hauptsächlich an TSMC verkauft, das im Auftrag von Nvidia produziert. Da die Hälfte der Stromerzeugung in Taiwan jedoch auf die Verbrennung von Flüssigerdgas (LNG) basiert, würde TSMC bei einem Ausfall der LNG-Lieferungen die Produktion drosseln – und selbst wenn Samsung Speicherchips herstellen würde, könnte es diese nicht verkaufen. Noch problematischer ist, dass sich im Nahen Osten aufgrund der reichlichen Energievorkommen ein hoher Anteil der KI-Rechenzentren konzentriert, und der Krieg die Unternehmen zwangsläufig dazu zwingen wird, ihre Standorte neu zu überdenken. Das südkoreanische Wirtschaftswunder ist untrennbar mit der von den USA dominierten internationalen Ordnung verbunden. Wenn das Gewaltmonopol einer Hegemonialmacht in Frage gestellt und angefochten werden kann, müssen die Länder, die davon profitieren, darüber nachdenken, wie sie mit langfristigen Risiken umgehen sollen.
阿拾
22. Sept. 2026
Leute, was ist der Iran eigentlich? Ganz einfach: Es ist das Land, das zwischen dem Irak, der Türkei, Armenien, Aserbaidschan, Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan liegt, im Norden grenzt es an das Kaspische Meer, im Süden an den Persischen Golf grenzt, eine Fläche von 1,65 Millionen Quadratkilometern hat – was in etwa der Größe von Xinjiang entspricht –, 92 Millionen Einwohner zählt – etwas weniger als Henan –, und dessen BIP nach Kaufkraftparität das von Henan übertrifft und nach nominalem Wechselkurs höher ist als das von Portugal; aber egal wie man es berechnet, das Pro-Kopf-BIP liegt über dem von Indien. Das ist jedoch nur der materielle Iran, nicht der ewige Iran in den Herzen der Iraner. Die Suche nach ewiger Identität ist die Prüfungsaufgabe für Länder, die „nackt schwimmen“, wie es Trump in den USA, Putin in Russland und Marx nach seiner Begegnung mit Konfuzius getan haben. So hat Trump die Frage beantwortet, was Amerika ist, und Putin die Frage, was Russland ist. Als Marx auf Konfuzius traf, kam es leider zu einer „Verwechslung“. Um den ewigen Iran zu verstehen, muss man zum Ursprung aller Dinge zurückkehren: Die Kompression der arabischen und der eurasischen Platte hat die geografische Realität des Iran geschaffen. Das Zagros-Gebirge erstreckt sich quer durch die Türkei bis zum Persischen Golf, das Elburs-Gebirge schließt sich an den Kaukasus an und mündet im Osten am Südufer des Kaspischen Meeres in die Region Khorasan ein, während die Gebirgskette im Osten des Iran mit dem Suleiman-Gebirge in Afghanistan und Pakistan verbunden ist. Die Berge sind das Meißel, die Rippen und die Brüste des Iran. Die Berge sorgen dafür, dass sich die iranische Hochebene, alte Landschaften, Oasen, Salzwüsten und wenige Tieflandebenen miteinander vermischen. Die Berge schützen das Herz Persiens und ernähren den Großteil der iranischen Bevölkerung. Die Berge haben eine vielfältige Wirtschaft hervorgebracht, doch lange Zeit war der Verkehr dort schwierig, der Binnenhandel eingeschränkt und die natürlichen Schätze verbargen sich, bis sie erst mit der modernen Industrie erschlossen wurden. Im Gegensatz zu anderen alten Zivilisationen gibt es im Iran keinen großen Fluss, der das gesamte Land durchquert; das einzige nicht zum Kerngebiet gehörende Ackerbaugebiet liegt westlich des Zagros-Gebirges, wo die alte Elam-Zivilisation entstand. Die elamische Sprache ist eine isolierte Sprache, doch die Elamiter gehörten nicht zum iranischen Volk. Das iranische Volk geht auf die Ur-Indoeuropäer zurück; deren Nachkommen, die Arier, gelangten um 1000 v. Chr. auf die iranische Hochebene und wurden zu Iranern – Iran ist also gleichbedeutend mit „Arier“, I-R-A-N, A-R-A-N, A-R-Y-AN – ein Zirkelschluss. Was ist dann Persien? Die auf die Hochebene gelangten Arier gliederten sich in drei Stämme: die Meder, die Perser und die Parther. Die Parsen, ein persischer Stamm, ließen sich im Süden des Zagros-Gebirges nieder, also in der heutigen iranischen Provinz Fars, die auch die Wiege des Persischen Reiches ist. Angesichts der Berge erfanden die Perser die Qanats, d. h. Brunnen, die in die Berghänge gegraben und durch unterirdische Kanäle mit dem Fuß des Berges verbunden wurden, um Grundwasser über große Entfernungen zu transportieren. Dies steigerte die Effizienz der Landwirtschaft, ernährte die nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung, führte zur Entstehung von Städten und einer komplexen Arbeitsteilung, und aus den Stämmen wurden Staaten. Am Ende der Frühlings- und Herbstperiode befand sich die Achämeniden-Dynastie, also das Erste Persische Reich, auf dem Höhepunkt ihrer Macht; ihr Herrschaftsgebiet war dreimal so groß wie das heutige und es wurde zum ersten Imperium der Welt. Das Reich setzte sich aus dem Mutterland und den eroberten Gebieten zusammen, die Macht war dezentralisiert, die Regionen waren autonom und es gab mehrere Machtzentren – ähnlich wie in einer losen Föderation. Das Reich respektierte lokale Bräuche, tolerierte verschiedene Religionen und befreite die Juden; so wurde Kyros der Große zum einzigen nichtjüdischen Messias des Judentums. Da jedoch diese pluralistische Struktur in ihrer Entstehungsphase noch schwach war, fehlte es an zentripetaler Kraft an den Grenzen, was den Zusammenhalt erschwerte. Dies führte dazu, dass heute die Perser, die den Großteil der Bevölkerung des heutigen Iran ausmachen, nur etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung stellen, während ein Viertel aus Aserbaidschanern besteht und Dutzende weiterer ethnischer Gruppen wie Kurden, Araber, Turkmenen und Belutschen leben. Israel und die Neokonservativen in den USA haben den Regimewechsel im Iran zu einem strategischen Ziel erklärt und versuchen, die ethnischen Minderheiten zu spalten, da viele strategisch wichtige Orte des Iran in den Gebieten liegen, in denen ethnische Minderheiten leben. Die wichtigsten Öl- und Gasfördergebiete sowie die Exporthäfen befinden sich in der Provinz Khuzestan, wobei mehr als die Hälfte der Bevölkerung dieser Provinz aus Arabern besteht, die nach Autonomie streben, während der Hafen von Chabahar, an dem Russland, der Iran und Indien beteiligt sind, in der Provinz Belutschistan liegt. Die iranische Opposition besteht aus Persern, doch der persische Nationalismus ist nicht bereit, die Grenzgebiete aufzugeben; angesichts eines großen Feindes kann sich die Opposition zusammenschließen, andernfalls droht jedoch eine Spaltung. Die besondere Machtstruktur des Iran könnte nach einem einschneidenden Umbruch in der Regierung unter Khamenei zu einer Spaltung in verfeindete kleine Gruppen führen, was eine „Balkanisierung“ des Iran zur Folge hätte. Eine Spaltung des Iran würde Chaos verursachen, was für die USA nur von begrenztem Nutzen wäre, für Israel jedoch den geostrategischen Expansionsdruck verringern würde. Im Judentum werden die persischen Kaiser als Propheten verehrt; nach der Gründung Israels im Jahr 1948 war der Iran der zweite muslimische Staat, der das Land anerkannte, und beide Länder betrieben einen Tausch von Öl gegen Waffen, bis die Beziehungen 1979 zerbrachen. In der Iran-Frage hat Großbritannien das Sagen. Im 19. Jahrhundert konkurrierten Großbritannien und Russland um die koloniale Expansion in Zentralasien: Das zaristische Russland besetzte Persien und kontrollierte den Kaukasus, während Großbritannien in den Süden Persiens vordrang und mit dem zaristischen Russland die Einflusssphären abgrenzte. Die Anglo-Persian Oil Company förderte iranisches Öl; Großbritannien legte großen Wert auf wirtschaftliche Durchdringung und bestach sogar den König der Qajar, um Ölförderrechte zu erlangen. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Anglo-Persian Oil Company das führende Unternehmen des Britischen Empire. 1941 marschierte die Sowjetunion in den Iran ein und machte das Land zu einem Korridor für die Versorgung der Sowjetunion mit Gütern aus dem Westen. Großbritannien und die USA stützten die Pahlavi-Dynastie, doch deren Regime war instabil; aufgrund der Einmischung Großbritanniens und der USA forderte der Iran die Verstaatlichung der Ölgesellschaften. 1951 verstaatlichte der Iran die Anglo-Iranian Oil Company; zwei Jahre später wurde diese durch eine gemeinsame Aktion Großbritanniens und der USA gestürzt, die Regierung Mossadeghs brach zusammen, und Pahlavi wurde zum diktatorischen Monarchen, der eine pro-amerikanische Politik verfolgte und sich im Gefolge der USA pro-israelisch positionierte – wie hätten die iranischen Islamisten das ertragen können? Ende der 1970er Jahre stürzten die iranische Arbeiterklasse und die muslimische Bevölkerung die Pahlavi-Dynastie. Die Wut, ausgelöst durch einen Brand in einem Kino, und die Schuldzuweisungen des Königs an andere führten schließlich dazu, dass fünf Millionen Menschen auf die Straße gingen.
阿拾
22. Sept. 2026
Der Krieg kam so schnell wie ein Tornado – noch bevor man die Hitze spüren konnte, wurde bereits die Pause-Taste gedrückt. Innerhalb von nur 12 Tagen führte Israel einen Überraschungsangriff auf den Iran durch, woraufhin sich die USA einschalteten. Der Iran reagierte mit symbolischen Vergeltungsmaßnahmen, während die USA und Israel einen Regimewechsel im Iran ankündigten. Gerade als alle eine Eskalation des Konflikts befürchteten und die Pause-Taste gedrückt wurde – wird dieser heftige Tornado nun abklingen oder sich zu einem noch größeren Sturm zusammenbrauen? Wird sich dadurch die Entwicklung im Nahen Osten ändern? Vielleicht ist die Antwort vorhersehbar. Als ich das letzte Mal über „Iran und Israel“ schrieb, lautete der Titel als Frage: „Wird dies den Dritten Weltkrieg auslösen?“ Diese Frage war höchstwahrscheinlich falsch gestellt. Vor dem Krieg zwischen der Sowjetunion und Deutschland und vor der Veröffentlichung des DLCs „Fleischwolf“ hielt niemand den theatralischen Krieg Westeuropas für würdig, als Erster Weltkrieg bezeichnet zu werden. Und obwohl der chinesische Widerstandskrieg gegen Japan blutig war, wurde er erst nach dem Angriff auf Pearl Harbor, als die Alliierten Japan den Krieg erklärten, rückwirkend als Teil des Zweiten Weltkriegs anerkannt. Werden zukünftige Historiker uns betrachten und sagen – so wie sie eine Gruppe friedlicher Frösche betrachten, die angesichts der Konflikte in Russland, im Gazastreifen, zwischen Indien und Pakistan sowie zwischen dem Iran und dem Irak sagen: „Die Wassertemperatur ist ganz okay“? Wir müssen verstehen, wie der Nahe Osten zu seiner heutigen Situation gelangt ist, um ableiten zu können, wie die Gegenwart die Zukunft prägt. Wir können den heutigen Tag als Ausgangspunkt nehmen und uns mit der Nachrichtenwelt, dem Tourismus und dem „Check-in“ beschäftigen. Letztendlich müssen wir uns jedoch in den Fluss der Zeit begeben, um die historischen Zusammenhänge zu ergründen. In den späten Nachtstunden des 21. Juni versetzte die USA dem schlafenden Iran einen Mitternachtsschlag: 125 Flugzeuge wurden eingesetzt – für Aufklärung, Überwachung, Betankung und Begleitschutz –, und sogar im Pazifik wurde eine Scheinaktion inszeniert. Sieben B-2-Stealth-Bomber starteten in Missouri, überflogen den Atlantik, drangen in den iranischen Luftraum ein und warfen 14 riesige GBU-Bumper-Bomben auf die Nuklearanlagen in Fordo und Natanz ab, ein weiteres Atom-U-Boot der Marine feuerte zudem 30 Tomahawk-Marschflugkörper auf Natanz und Isfahan ab. Natanz wurde 2002 aufgedeckt; 2003 räumte der Iran dessen Existenz ein und gestattete Inspektionen. Fordow wurde 2006 heimlich errichtet und nach seiner Entdeckung im Jahr 2009 von der iranischen Regierung bestätigt. Die USA versuchten, die Zentrifugen mit dem über USB-Sticks verbreiteten „Stuxnet“-Virus zu zerstören, doch Fordow blieb unbeeindruckt und richtete Luftabwehrraketen ein. Es wird vermutet, dass Isfahan höchstwahrscheinlich die dritte Urananreicherungsanlage ist, die der Iran am 12. Juni angekündigt hat, und deren Verteidigung noch stärker ist als die von Fordo. Da sich die israelischen Luftangriffe vor allem auf Natanz konzentrierten und die Verteidigung in Isfahan noch stärker ist, wurde Fordo dieses Mal besonders ins Visier genommen. Das US-Militär behauptet, dass die GBU-Waffen zwar nicht speziell für Fordo entwickelt wurden, aber unter der Annahme, dass Fordo ein hypothetischer Gegner sei; theoretisch können sie eine 60 Meter dicke Erdschicht durchdringen. Fordo besteht aus Kohlefaserbeton, Stahlplatten und einem Berg aus chemisch gehärtetem Gestein; es wären 2 bis 4 Bomben erforderlich, die von einem einzigen Punkt aus in Fischgrätenformation einschlagen, um dort Schaden anzurichten. Satellitenbildern zufolge warfen die US-Streitkräfte jedoch 12 Bomben ab, wobei in jedem Schacht jeweils drei Einschlagskrater zurückblieben. Möglicherweise führte elektronische Störung des GPS zu Fehlern, sodass keine präzise Abfolge der Bombenabwürfe erreicht wurde. Angesichts des Fortschritts bei den Verfüll- und Reparaturarbeiten im Iran sind die Schäden in Fordo begrenzt. Dennoch hat Trump bereits verkündet, der Angriff sei ein voller Erfolg gewesen, die Anlage sei vollständig zerstört worden und das iranische Atomprogramm sei um Jahrzehnte zurückgeworfen worden. US-Geheimdienste schätzen, dass das iranische Atomprogramm einen Rückschlag von einigen Monaten erlitten hat. Das Weiße Haus beeilte sich jedoch, dies als „Fake News“ abzutun, und auch die Überprüfung durch das Pentagon wurde als Versuch bezeichnet, die Erfolgsgeschichte zu untergraben. Die CIA versuchte, die Wogen zu glätten, und erklärte, man könne zwar nicht von einem Rückschlag um Jahrzehnte sprechen, aber ein Rückschlag um einige Jahre sei definitiv gegeben. Am 19. Juni hatte der Iran das Nuklearmaterial bereits verlegt; der Iran räumte dies ausdrücklich ein, und Satellitenaufnahmen bestätigten dies. 16 Schwerlast-Lkw standen vor den Toren von Fordow Schlange, um beladen zu werden. Selbst ich weiß davon, die USA wissen es natürlich auch, und Israel ist sehr besorgt – seht ihr, sie transportieren das Material ab. Doch Trump erklärte, man solle Gerüchten keinen Glauben schenken und sie nicht weiterverbreiten; ein Transport sei doch gar nicht so schwer, man werde sie daran hindern. Israel ist verzweifelt, denn es hat schon viel zu lange darauf gewartet, den Iran anzugreifen. Netanjahu spricht seit 30 Jahren über das iranische Atomprogramm; seit dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen im Jahr 2018 ist es für den Iran zu einer Frage des Überlebens geworden. Er will keine Atomwaffen, da er einen massiven Schlag der USA und Israels befürchtet; er möchte lediglich eine glaubwürdige Durchbruchskapazität aufrechterhalten, um militärische Aktionen zu vermeiden. Seit 2017 hat sich Israel mit Unterstützung Trumps den sunnitischen arabischen Staaten angenähert und die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Sudan, Bahrain, Marokko und anderen Ländern normalisiert. Früher galten Ägypten und Jordanien, die die Palästinafrage ignorierten und Beziehungen zu Israel unterhielten, als „Verräter“. Nun steht sogar Saudi-Arabien, das „große Bruderland“ der Golfstaaten, kurz davor, sich Israel anzunähern. Doch damit nicht genug: 2023 nahm Saudi-Arabien auch wieder diplomatische Beziehungen zum Iran auf, womit der kleine Kalte Krieg im Nahen Osten beendet ist. Alle sind zufrieden – wer ist nun am schlechtesten dran? Die Hamas. Die Hamas und die israelische extreme Rechte sind der einzige unüberbrückbare Konflikt in der Region. Diese nichtstaatlichen Akteure sind die treibende Kraft im „Bogen des Widerstands“, während der Iran hauptsächlich für die Finanzierung, die Bereitstellung von Ausrüstung und die Entsendung von Militärberatern zuständig ist. Die Hamas sieht, wie Palästina in Vergessenheit gerät, entwickelt Existenzängste und greift Israel an. Der Iran unterstützt dies grundsätzlich, rät jedoch davon ab, voreilig zu handeln, da er sich keine Verzögerung mehr leisten kann. Viele Internetnutzer, die die USA hassen und mit dem palästinensischen Volk sympathisieren, sind enttäuscht vom iranischen „großen Bruder“, weil dieser nicht die erwartete Stärke zeigt. Doch innerhalb des Iran sind viele der Meinung, dass eine Versöhnung möglich ist, sobald die Gegenseite bereit ist, die Sicherheitsbedrohungen und Wirtschaftssanktionen aufzuheben. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich alle versöhnen könnten; für das durch die Islamische Revolution an die Macht gekommene konstitutionelle Regime wäre dies sehr schwer zu bewerkstelligen. Nach dem Waffenstillstand erklärte Khamenei in einer Rede, der Iran habe drei große Siege errungen: einen Sieg über Israel, einen Sieg über die USA und einen Sieg über sich selbst – und eine beispiellose Einheit erreicht. Die USA und Israel hoffen, das Regime in Teheran durch Luftangriffe und Bombardements zu stürzen – ist das nicht einfach nur ein gegenseitiges Bombardement? Der Iran verfügt über mehr Raketen als Israel über Raketenabwehrsysteme – wer wird es wohl zuerst nicht mehr aushalten? Erst bei einer Bodenoffensive besteht die Möglichkeit, dass die iranische Opposition hervortritt, um die „königliche Armee“ zu begrüßen. Israel verfügt nicht über diese Fähigkeit und kann sich nur darauf verlassen, dass US-Truppen in Iran landen und Teheran mit der Brechstange einnehmen. Das wäre politischer Selbstmord und würde das Schicksal des Landes besiegeln, doch manche sind so verblendet, dass es sicherlich jemanden geben wird, der ihn davon abhält. Die USA haben sich sehr unmissverständlich geäußert und einen Regimewechsel ins Spiel gebracht. Seit dem Zweiten Weltkrieg haben die USA in anderen Ländern bereits mehr als neunzig Mal einen Regimewechsel herbeigeführt, was in den meisten Fällen zum Zerfall des Staates, zu wirtschaftlichen Turbulenzen und zu gesellschaftlicher Spaltung geführt hat. Die Selbstreflexion der USA darüber reicht jedoch nur so weit, dass sie feststellen: „Wir können kein Beispiel finden, bei dem es nach einer Einmischung zu einer Blütezeit kam – wir haben dabei versagt.“ Für den Imperialismus ist dies jedoch kein Misserfolg, sondern ein riesiger Erfolg. Das eigentliche Ziel eines Regimewechsels war es nie, Demokratie zu exportieren, sondern Entropie zu erhöhen und Chaos in kleinen Systemen zu stiften, die im Widerspruch zur großen Ordnung stehen. Der Zusammenbruch des iranischen Regimes wird nicht durch Freiheit und Demokratie ersetzt werden, und auch eine Wiederherstellung des Pahlavi-Regimes wird kaum zu einem autoritären Militärstaat führen. Am wahrscheinlichsten sind Kämpfe zwischen Warlords, die Abspaltung durch bewaffnete zivile Gruppen und die Ausbeutung der Ressourcen durch westliche Unternehmen. Der Iran, der seine Souveränität verloren hat, wird in ein Chaos versinken oder zu einem weiteren zersplitterten Staat am Rande des Imperiums werden. Die erzwungene Einbindung in die Arbeitsteilung und die Wertschöpfungsketten des Imperiums sowie die Unterordnung unter diese entspricht den strategischen Interessen der globalen Hegemonie. Trump ist kein Sprachrohr des globalen Imperiums; ein Regimewechsel entspricht nicht den Zielen und der Methodik, die er öffentlich verkündet hat. Nachdem er die „große Bombe“ geworfen hatte, ertrug er die symbolische Vergeltungsmaßnahme des Iran gegen US-Militärstützpunkte, forderte aktiv einen Waffenstillstand und zog sich rechtzeitig aus einem umfassenden Krieg gegen den Iran zurück. Ich glaube, er wollte groß auftrumpfen und sich bei Israel profilieren; ob er dabei tatsächlich Verdienste erworben hat – wenn ja, dann nur, weil er der offiziellen Linie folgte. Doch diese taktische Vorgehensweise ist sehr gefährlich. Erstens hegt Trump insgeheim keine Zuneigung zu Israel; er unterstützt das Land, weil er auf die Unterstützung der jüdischen Finanzkreise in den USA angewiesen ist – und nachdem er sich mit dem reichsten Mann Chinas überworfen hat, braucht er diese Unterstützung umso mehr. Doch sein Wahlsieg beruhte nicht allein auf Geld – viele Amerikaner unterstützen ihn wirklich. Im Wahlkampf setzte er vor allem auf eine Antikriegs-Rhetorik; man kann ihn zwar nicht als Friedensliebhaber bezeichnen, aber zumindest vertrat er die Ansicht, dass jeder, der im Nahen Osten Krieg führt, ein Dummkopf ist. Die Beendigung endloser Kriege im Ausland ist einer der Kernpunkte von „MAGA“. Nun, da Trump gegen den Iran vorgeht, ist ein Teil der MAGA-Anhänger in entscheidenden Fragen zum Lager der neokonservativen Establishment-Politiker übergelaufen, was Befürchtungen vor einer Spaltung innerhalb des Lagers schürt. Aber warum sollte man die neokonservativen Kräfte, die nach globaler Vorherrschaft streben, überhaupt noch unterstützen? Weil es auch innerhalb von MAGA eine Fraktion gibt, die China priorisiert und der Ansicht ist, dass die Voraussetzung und das Ergebnis der „großen Amerika“ in der Schwächung Chinas liegen. Indem man Israel nutzt, um den Iran zu schwächen, untergräbt man Chinas Partnerschaften im Nahen Osten und setzt Chinas Energiesicherheit als Industriemacht weiter unter Druck. Es ist sehr schwer, hier die richtige Balance zu finden; gelingt dies nicht, kann man die Hülle der Republikanischen Partei nicht aufrechterhalten und die Demokraten nicht stabil in Schach halten, um die Macht in den USA zu erlangen. Musk und die Tech-Fraktion haben sich bereits gespalten; sollte sich diese Spaltung fortsetzen – sei es durch eine weitere Polarisierung oder durch Kompromisse –, wird das MAGA-Lager enorme Veränderungen erfahren. Das Programm zur Förderung der nächsten Führungsgeneration könnte möglicherweise vorzeitig gestartet werden. Der Iran wird zu einem Wendepunkt werden: Warum wollen die USA und Israel das iranische Regime stürzen? Warum ist das iranische Regime so schwer zu stürzen? Besteht überhaupt das Risiko, dass es gestürzt wird? Wir müssen die grundlegendste Frage beantworten: Was ist der Iran?
阿拾
22. Sept. 2026
Leute, lasst uns heute mal über Indien sprechen. Wisst ihr eigentlich, auf welchem Platz es derzeit beim BIP steht? Das lässt sich noch nicht so genau sagen, denn es ist gerade dabei, Japan einzuholen – sobald es das geschafft hat, ist es die Nummer vier; in ein paar Jahren wird es Deutschland überholen, und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es die Nummer drei wird. Also, wenn es schon die Nummer drei ist, muss es von China und den USA lernen. Wie soll das gehen? Durch umfassende Reformen natürlich! Der Sprecher der Indischen Volkspartei (BJP) hat eine kühne Aussage gemacht: „Wachstum wie beim Urknall“ – das bedeutet, es soll rasant wachsen! Das Ziel ist es, Indien bis zum 100-jährigen Jubiläum der Staatsgründung im Jahr 2047 zu einer Industrienation zu machen. Wie soll das erreicht werden? Das BIP soll von 4 Billionen US-Dollar auf 30 Billionen US-Dollar steigen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 8 % entspricht. Das wurde zwar im zweiten Quartal dieses Jahres bereits erreicht, doch im Jahresdurchschnitt wurde das Wachstum um einen Prozentpunkt nach unten korrigiert. Meine Damen und Herren, lassen wir die Vergangenheit beiseite und konzentrieren wir uns auf die Zukunft! Wie wird Indien nun weiter vorgehen? Im Inland werden umfassende Reformen durchgeführt, im Ausland wird eine indische Version der „Belt and Road“-Initiative vorangetrieben. Zu den Reformen gehören vor allem die Vereinfachung des Steuersystems und die Förderung von Klein- und Kleinstunternehmen; Zollbefreiungen für Rohstoffe zur Unterstützung des verarbeitenden Gewerbes; eine Änderung des Arbeitsrechts zugunsten der Arbeitgeber; eine Lockerung der Beschränkungen für ausländische Investitionen, sodass in vielen Bereichen 100-prozentige ausländische Beteiligungen möglich sind und Genehmigungen automatisch erteilt werden – China ausgenommen. Der Markt für Kernenergie wird für private Unternehmen geöffnet, auch ausländische Investoren können sich beteiligen – China ausgenommen. Chinesische Investitionen unterliegen weiterhin einer doppelten Prüfung und Beschränkungen hinsichtlich des Außenhandels und der nationalen Sicherheit. Die chinesisch-indischen Beziehungen haben sich in diesem Jahr etwas verbessert; ob sie sich im nächsten Jahr normalisieren können, hängt entscheidend von den USA ab. Das Ziel des Handelskriegs der USA gegen China ist es, neue Produktionszentren als Ersatz für China zu finden. Indien war darüber hocherfreut und meldete sich sofort: „Wählt mich! Wählt mich!“ Doch im Laufe der Jahre mussten sowohl die USA als auch Indien feststellen: Das funktioniert nicht! Würde China vollständig aus der Lieferkette ausgeschlossen, könnte die indische Fertigungsindustrie überhaupt nicht an wichtige Rohstoffe und Zwischenprodukte gelangen. In Bereichen wie Telekommunikation, Pharmazie, Chemie und Photovoltaik ist die Abhängigkeit von China sehr hoch. Daher müssen diese Güter weiterhin aus China importiert werden. Indien will sein Jahrhundertprojekt verwirklichen und die Fertigungsindustrie ausbauen. Derzeit hinkt der Fortschritt jedoch etwas hinterher: Geplant war, dass der Anteil der Fertigungsindustrie am BIP in diesem Jahr 25 % erreichen sollte, doch derzeit liegt er nur bei 17 %. Je stärker die Fertigungsindustrie ausgebaut wird, desto unverzichtbarer werden die chinesischen Lieferketten. Die USA haben versucht, sich von China abzukoppeln – und was ist das Ergebnis? Sie müssen weiterhin aus China kaufen. Das war wirklich ein vergebliches Unterfangen. Natürlich ist der Anteil einheimischer Produktion in einigen Branchen tatsächlich gestiegen, wie zum Beispiel in der Spielzeugindustrie, über die Bloomberg berichtet hat. Doch beim Export gibt es nach wie vor Probleme, da viele Technologien und Lieferketten nicht mit denen Vietnams mithalten können. Chinesische Unternehmen verlagern ihre Produktion nicht nach Indien, sondern nach Vietnam. Daher beliefen sich Indiens Spielzeugausfuhren in die USA im vergangenen Jahr auf nur 100 Millionen US-Dollar, während Vietnam 3 Milliarden und China 11 Milliarden verzeichnete. Unter der Regierung von Dong und Wang haben die Zölle verheerende Auswirkungen gehabt; ein Steuersatz von 50 % wurde direkt auf Indien auferlegt. Viele ausländische Unternehmen haben begonnen, ihre Aktivitäten zu diversifizieren: Es reicht nicht mehr aus, nur auf China zu setzen, sondern man muss auch Indien einbeziehen. Auch Indien steht vor Herausforderungen und muss dringend tiefgreifende Reformen vorantreiben, den in den letzten Jahren betriebenen nationalistischen Ideologiekurs zurückfahren und seine Ressourcen darauf konzentrieren, ein explosives Wachstum zu erzielen. Auf internationaler Ebene verfolgt Indien ein Großprojekt namens IMEC, den Indisch-Nahost-Europäischen Wirtschaftskorridor. Dieser verläuft von der Westküste Indiens auf dem See- und Landweg in die Vereinigten Arabischen Emirate, von dort auf dem Landweg weiter nach Israel und schließlich über das Mittelmeer nach Europa. Es wird von den USA nachdrücklich unterstützt, die das Abraham-Abkommen vorangetrieben haben, um die Beziehungen zwischen Israel und den Golfstaaten zu verbessern. Obwohl es sich aufgrund des israelischen Angriffs auf den Gazastreifen verlangsamt hat, schreitet das Projekt dennoch voran. Die USA brauchen es, Indien strebt strategische Autonomie an, und die Knotenpunktländer entlang der IMEC-Route verfolgen jeweils eigene Pläne. Die Golfstaaten unterhalten enge wirtschaftliche und handelspolitische Beziehungen zu Indien und kehren zur historischen Normalität zurück. Auch Europa zeigt großes Interesse, insbesondere die südeuropäischen Länder. Die Haltung einiger wichtiger Akteure im Nahen Osten ist jedoch heikel: So ist beispielsweise die Türkei unzufrieden und will gemeinsam mit dem Irak einen Korridor aufbauen. Der Iran wird vollständig ausgeschlossen, und auch die Bedeutung des Suezkanals für Ägypten wird geschwächt. Die geoökonomischen Machtkämpfe sind komplex, sodass es für die IMEC kurzfristig schwierig sein wird, einen geschlossenen Kreislauf zu bilden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die „Belt and Road“-Initiative diese Gelegenheit nutzen kann, um die Zusammenarbeit mit den reichen Ländern des Nahen Ostens zu vertiefen. Meine Damen und Herren, Indiens Träume sind zwar groß, doch die Realität ist voller Herausforderungen. Bleiben wir am Ball!
阿拾
22. Sept. 2026
Liebe Leute, kürzlich ging ein Video viral, in dem ein hochrangiger indischer Beamter aus unserer Gruppe den IWF-Chef scharf kritisiert. Darin ist zu sehen, wie der indische Minister für Elektronik und Informationstechnologie auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos dem IWF-Chef entgegenhält, dass Indien in Sachen KI den USA und China in nichts nachstehe und zur Spitzengruppe gehöre. Der Minister redete ununterbrochen und ging dabei auf die fünf Ebenen der KI ein: Anwendungen, Modelle, Chips, Infrastruktur und Energie. Aber die Frage ist, Herr Minister: Wie viele dieser Ebenen hat Indien überhaupt? Ist das Problem mit der Stromversorgung gelöst? Letztendlich ist Indien vor allem auf die oberflächliche Anwendungsebene stolz, also darauf, wofür KI eingesetzt wird, beispielsweise in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen und im Bildungswesen. Viele indische KI-Projekte sind jedoch lediglich eine Verschmelzung von digitaler und realer Welt, bei der KI zur Unterstützung traditioneller Industriezweige eingesetzt wird. Dennoch betonen indische Regierungsvertreter gerne, dass Indien der weltweit größte Anbieter von KI-Dienstleistungen sei. Diese Aussage klingt so, als würde man fragen: „Wie viele Ebenen haben wir eigentlich? Wir haben nicht einmal das Problem mit der Stromversorgung gelöst.“ Tatsächlich verfolgt Indien jedoch einen ganz eigenen Weg: Im Gegensatz zu den bahnbrechenden Innovationen der USA bei proprietären Modellen und unserer industriellen Integration im Hardwarebereich bedient Indien weltweit vor allem kleine und mittlere Unternehmen in Europa und den USA und steigert deren Effizienz. Software-Dienstleistungen sind Indiens Stärke, und der Einsatz von KI als Ersatz für menschliche Arbeitskraft ist dort geradezu alltäglich. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres kam ans Licht, dass hinter dem britischen Einhorn-Unternehmen BuilderAI tatsächlich 700 indische Software-Ingenieure standen, die den Code von Hand schrieben. Manchmal wird KI jedoch auch missbräuchlich für Betrugsfälle genutzt. 47 % der erwachsenen Inder sind selbst oder im eigenen Umfeld bereits auf Betrug hereingefallen – diese Zahl ist doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt. Dies verdeutlicht eindrucksvoll den Aufschwung der KI-Branche und den Rückstand bei der Regulierung. Kommen wir nun zu den großen Sprachmodellen in Indien. Indien konzentriert sich nicht auf große Sprachmodelle mit mehreren zehn Milliarden Parametern, sondern spezialisiert sich auf kleinere Modelle im Milliardenbereich. Denn man hat festgestellt, dass kleinere Modelle für die meisten Anwendungsszenarien bereits ausreichen. Auf diese Weise lassen sich Kosten einsparen und die Kapitalrendite steigern – ein für Indien charakteristischer Weg in der KI-Branche. Dieses Argument ist jedoch nicht ganz unproblematisch. Im „Global AI Vitality Index“-Bericht der Stanford University erzielte die US-amerikanische KI-Branche 78,6 Punkte und lag damit deutlich vor dem Zweitplatzierten, China, das 36,95 Punkte erreichte. Hinter China reihen sich eine Reihe von Ländern wie Südkorea, Großbritannien, Singapur, Spanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Japan und Kanada ein, die alle nur etwa zehn bis zwanzig Punkte erreichten. Nur Indien hat die 20-Punkte-Marke überschritten und belegt mit 21,59 Punkten den dritten Platz, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Wie kommt diese Punktzahl zustande? Der Stanford-Bericht unterteilt den Index in sieben Dimensionen: Forschung und Entwicklung, KI-Verantwortung, Wirtschaft, Fachkräfte, Management, öffentliche Meinung und Infrastruktur. Jede Dimension ist wiederum in einzelne Kriterien unterteilt. Die USA belegen in allen Bereichen den ersten Platz, außer bei den Bereichen Fachkräfte und öffentliche Meinung, in denen sie nicht die höchsten Punktzahlen erzielten. Chinas Punktzahl stammt hauptsächlich aus dem Bereich Forschung und Entwicklung, wo es mit den USA gleichauf liegt und alle anderen Länder weit hinter sich lässt. Allerdings rangiert China im Bereich Fachkräfte relativ weit unten unter den Top 10. Im Gegensatz dazu hat Indien in diesem Bereich viele Punkte gesammelt und belegt den zweiten Platz unter den Top 10, direkt hinter Singapur. Manche sagen, der KI-Wettlauf sei ein Wettstreit zwischen den Chinesen in China und den Chinesen in den USA. Wie können dann Indiens KI-Fachkräfte China und die USA übertrumpfen? Weil die fünf Teilindikatoren dieses großen Bereichs „Fachkräfte“ – beispielsweise die Anzahl der KI-Stellen und die Verbreitung von KI-Kompetenzen – alle auf LinkedIn-Daten basieren. LinkedIn hat sich jedoch bereits 2021 aus dem Markt auf dem chinesischen Festland zurückgezogen, weshalb es hier nur sehr wenige aktive Nutzer gibt. Da der Stanford-Bericht ausschließlich auf LinkedIn-Daten zurückgreift, wird China in der Tat erheblich unterschätzt. Im Gegensatz dazu ist Indiens IT-Sektor tief in das westliche Technologieökosystem eingebettet, sodass sowohl die Verbreitung von LinkedIn als auch der Anteil der KI-Fachkräfte an der Gesamtnutzerzahl sehr hoch sind. Zudem profitiert Indien aufgrund seiner riesigen Erwerbsbevölkerung statistisch gesehen von diesem Umstand, was einer Überschätzung Indiens gleichkommt. Ein weiterer Bewertungsbereich des Stanford-Berichts ist die öffentliche Meinung. Dabei wird anhand der Anzahl der KI-bezogenen Beiträge in sozialen Netzwerken ermittelt, ob die allgemeine Stimmung eher positiv oder eher negativ ist. In dieser Hinsicht belegt Indien den zweiten Platz mit einem Optimismusgrad in Bezug auf KI von 72 %, China liegt an dritter Stelle, während Südkorea den ersten Platz einnimmt. US-amerikanische Internetnutzer stehen den KI-Giganten eher skeptisch gegenüber, und Skepsis ist weit verbreitet; doch diese Skepsis hat in gewisser Weise auch die Punktzahl in einer anderen Dimension verbessert, nämlich bei den Diskussionen und Praktiken in den USA hinsichtlich der Verantwortung und Ethik im Bereich der KI. In dieser Dimension erzielten lediglich China und die USA nennenswerte Punktzahlen, während andere Länder im Wesentlichen leer ausgingen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man dem Stanford-Bericht weder blind vertrauen noch ihn pauschal ablehnen sollte. Der Autor merkt an, dass die Daten zu China die Tiefe und Robustheit des chinesischen KI-Ökosystems nicht vollständig widerspiegeln. Man sollte verschiedene Sichtweisen berücksichtigen, und es ist nicht notwendig, sie als Beweis für die „Winn-Theorie“ heranzuziehen. Abschließend möchte ich mich noch einmal bei dem Gruppenmitglied für den Hinweis bedanken. Fachleute aus allen Branchen sind herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen, damit der Wert unserer Gruppe weiter steigt.
阿拾
22. Sept. 2026
Hört gut zu: Vor zehn Jahren hat Indien 40 Milliarden US-Dollar in seine Marine gesteckt, und jetzt sehen wir, wie das Land seine Muskeln spielen lässt. Ein ausführlicher Bericht der „Financial Times“ zeigt uns, dass dieses indische Schiff mit voller Kraft vorankommt und das Ziel verfolgt, mit uns, China, gleichzuziehen. Wir bestreiten nicht, dass Indien über beachtliche Stärke verfügt, aber es ist und bleibt ein Wächter des Indischen Ozeans – genau das hat Modi bei seiner Besichtigung der „Vikrant“ auch gesagt. Dies ist sowohl eine Weiterentwicklung des Selbstverständnisses Indiens als auch eine Anpassung seiner strategischen Positionierung. Seit der Staatsgründung hat Indien ausschließlich Landkriege geführt, doch die oberste Militärführung ist der Ansicht, dass Indien nicht nur eine Festlandmacht, sondern auch eine Seemacht und der „Wächter“ des Indischen Ozeans ist. Als es im Mai dieses Jahres zu dem indisch-pakistanischen Konflikt kam, setzte Indien einen Flugzeugträger zur maritimen Abschreckung ein. Auch wenn es letztendlich nicht zu einem bewaffneten Konflikt kam, ist die Vorherrschaft im Indischen Ozean bereits eine unaufhaltsame Entwicklung. Die Bedeutung dieser Region liegt auf der Hand: Zwei Drittel des weltweiten Erdöls und die Hälfte aller Container, darunter 95 % des indischen Warenhandels, werden hier transportiert. Der Indische Ozean ist nicht nur für Indien wichtig, sondern auch für uns. 60 % unseres Handels laufen ebenfalls hier durch, und unser Handelsvolumen ist zudem fünfmal so groß wie das Indiens. Daher scheint ein maritimer Wettstreit mit China unvermeidlich zu sein. Da eine Expansion auf dem Landweg blockiert ist, bleibt nur noch der Weg über das Meer. Daher muss Indien eine Hochseemarine aufbauen, die Kontrolle über den südlichen Indischen Ozean erlangen, die Verteidigung der Andamanen- und Nikobareninseln verstärken und so die Straße von Malakka unter Kontrolle halten. Indien behauptet, dies sei eine Gegenmaßnahme zur chinesischen Expansion, doch in Wirklichkeit geht es darum, die Fähigkeit der chinesischen Marine zum Zugang zum Indischen Ozean einzuschränken. Was die eigene Stärke angeht, ist Indien durchaus zuversichtlich. In den letzten zehn Jahren ist die Tonnage unserer Marine um 1,7 Millionen Tonnen sprunghaft angestiegen, was einer Vergrößerung um vier britische Royal Navies entspricht; Indien hat zwar nicht so schnell zugelegt wie wir, ist aber dennoch solide um 300.000 Tonnen gewachsen, was in etwa 0,8 kleinen britischen Royal Navies entspricht – eine durchaus beachtliche Leistung. Andererseits geht Indien davon aus, dass China nicht mehr als 35 % seiner militärischen Kräfte in den Indischen Ozean verlegen wird, da es noch nicht einmal die „Blutspuren vor der eigenen Haustür“ beseitigt hat und sich daher nicht auf fremdem Terrain herausfordern lassen wird. Selbst wenn China dies tun sollte, wäre Indien in der Lage, Chinas militärische Präsenz im Ausland zu untergraben. So haben beispielsweise indische Meeresstrategie-Experten dargelegt, dass Indien im Falle eines direkten Konflikts Dschibuti in Schutt und Asche legen könnte, selbst wenn China den Marinestützpunkt dort lediglich zum Auftanken nutzen würde. Vor diesem Hintergrund sieht die indische Marine keine Notwendigkeit, sich streng an China zu orientieren. Nach ihrer internen Einschätzung reicht es aus, wenn Indien für jeweils drei von China gebaute Kriegsschiffe ein eigenes Schiff baut. Leider konnte Indien seine Pläne aufgrund der Unterschiede in der industriellen Basis – wie beispielsweise Stahlknappheit und einer von vielen Ländern abhängigen Lieferkette – nicht vollständig umsetzen. Zu Beginn des Projekts hatte Indien vorgesehen, innerhalb von 30 Jahren 24 U-Boote zu bauen, doch nach 25 Jahren wurden erst sechs ausgeliefert. In diesem Jahr jedoch hat Indien die „PPT-Schiffbau-Ära“ hinter sich gelassen und das Tempo deutlich beschleunigt: Im Durchschnitt wird alle 40 Tage ein neues Schiff in Dienst gestellt. Derzeit befinden sich 55 neue Schiffe im Bau, weitere 64 sind bereits genehmigt. Zudem ist ein im eigenen Land gebauter atomgetriebener Flugzeugträger bereits in den strategischen Plänen vorgesehen. Gemäß den Plänen des indischen Verteidigungsministeriums soll Indien bis 2035 über mindestens 200 Schiffe verfügen. Das bedeutet, dass in den nächsten zehn Jahren spezielle Investitionen in die militärische Modernisierung in Höhe von vier bis fünf Milliarden US-Dollar getätigt werden müssen. Derzeit entfallen die größten militärischen Ausgaben auf Gehälter und Renten, die mehr als die Hälfte des Budgets ausmachen, während weniger als 30 % in die Ausrüstung fließen – was jedoch bereits deutlich mehr ist als noch vor zehn Jahren. Um eine maritime Großmacht zu werden, sind natürlich nicht nur Investitionen in die Ausrüstung wichtig, sondern auch die Verbesserung der Qualifikation des Personals. In Indien kam es tatsächlich zu zahlreichen skandalösen Vorfällen, wie zum Beispiel einem Brand bei der Wartung eines Fregatten, bei dem das Schiff durch übermäßiges Einleiten von Löschwasser zum Kentern gebracht wurde, oder einem Atom-U-Boot, bei dem vergessen wurde, die Heckklappe zu schließen, wodurch Meerwasser in den Antriebsraum eindrang. Wie dem auch sei: Der Westen setzt große Hoffnungen in den rasanten Aufstieg der indischen Militärmacht und unterstützt Indien durch den Austausch von Geheimdienstinformationen und technische Unterstützung. US-Strategieexperten betonen, dass die Interessen des Westens und Indiens weitgehend übereinstimmen und man auf eine gute Zusammenarbeit im Indischen Ozean hofft. Die Zusammenarbeit zwischen den USA und Indien ist bereits in der neuesten nationalen Sicherheitsstrategie der USA verankert. Ziel ist es, die Beziehungen zwischen den USA und Indien kontinuierlich zu verbessern, um Indien zu ermutigen, einen Beitrag zur Sicherheit im indopazifischen Raum zu leisten. Aber warum hat Indien dies noch nicht unter Beweis gestellt, während das Lob aus den USA bereits vorweggenommen wurde? Weil die USA Indien in eine Anti-China-Allianz einbinden wollen, damit es einen Teil der Last im Kampf gegen China trägt. Wie sehr muss Indien darüber erschrocken sein – schließlich ist es selbst eine strategisch eigenständige Großmacht. Warum sollte es sich für die USA ins Zeug legen? Indische Beamte teilten der „Financial Times“ hinter verschlossenen Türen mit, dass es Indien nichts angehe, was der Westen im Falle eines Konflikts in der Taiwanstraße zu tun gedenke – dies sei kein Krieg, an dem sich Indien beteiligen sollte. Hochrangige Vertreter des indischen Militärs erklärten zudem, dass sich die Beziehungen zwischen China und Indien von einer Konfrontation hin zu Wettbewerb und schließlich zu Koexistenz entwickeln würden. Indien lässt sich nicht auf die Strategie der USA ein, doch die USA halten es weiterhin am Leben und unterstützen seinen Aufstieg. Denn in der Denkweise eines Nullsummenspiels kann die bloße Existenz Indiens China in Schach halten, während ein geschwächtes Indien dazu führen würde, dass die Region des Indischen Ozeans unter chinesische Vorherrschaft gerät – was die USA noch weniger akzeptieren wollen. Daher besteht die Vorgehensweise der USA darin, sich strategisch zurückzuziehen und Indien gleichzeitig den Indischen Ozean verbal zuzuweisen, damit es in seinem eigenen Hinterhof Wache hält. Für die Entwicklung Indiens, insbesondere der Verteidigungsindustrie, ist dies zweifellos ein positiver Faktor.
阿拾
21. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, die Wirtschaftsdaten Indiens sind seit jeher schwer zu durchschauen. Offiziellen Angaben zufolge verzeichnet das Land mit einem Volumen von 4 Billionen US-Dollar weiterhin ein hohes Wachstum, das nur noch von China übertroffen wird, und soll in diesem Jahr ein Wachstum von 7,7 Prozent erreichen. Aber sind diese Zahlen wirklich glaubwürdig? Denken Sie einmal darüber nach: Was ist, wenn sogar das American Enterprise Institute (AEI) diese Zahlen nicht anerkennt? Herr Derek Scissors vom AEI, ein Experte, der sich bestens mit Chinas globalen Investitionen auskennt, hat einen Artikel verfasst, in dem er die überhöhten Zahlen des indischen Wirtschaftswachstums direkt entlarvt. Anhand von Statistiken, Beschäftigungszahlen und politischen Maßnahmen hat er diese Zahlen mit der gebotenen Schärfe in Frage gestellt. Betrachten wir zunächst die Makroökonomie. Im vergangenen Jahr gab Indien ein reales Wirtschaftswachstum von 7,1 % bekannt. In diesem Jahr klagte Indien lautstark über die Auswirkungen des Zollkriegs – doch trotz aller Klagen stieg das Wachstum bei der Berechnung nicht, sondern nahm sogar zu. Das Problem der Inflationsrate bereitet zudem Kopfzerbrechen. Die nominale BIP-Wachstumsrate liegt bei 8,9 % und ist damit niedriger als die 9,1 % des Vorjahres – der niedrigste Wert seit dem Ende der Pandemie. Um die Differenz zwischen realem und nominalem BIP zu ermitteln, muss der BIP-Deflator abgezogen werden. Die Berechnung dieser Differenz gleicht jedoch einem Zaubertrick. Tatsächlich hat Indien in den letzten Jahren seine Methoden zur BIP-Erfassung immer wieder geändert: Früher wurde zuerst das reale Wachstum berechnet und dann der Nominalwert abgeleitet; mittlerweile wird zuerst das nominale Wachstum berechnet und anschließend mithilfe eines Deflators das reale Wachstum ermittelt. Diese Erhebungsmethode führt dazu, dass sinkende Rohstoffpreise fälschlicherweise als Produktionsanstieg interpretiert werden. Hinzu kommt, dass Indien keinen Erzeugerpreisindex (PPI) hat, sondern sich auf den Großhandelspreisindex stützt. Wenn die internationalen Preise für Massengüter sinken, nimmt der indische WPI negative Werte an, was als Deflation interpretiert wird. Daher sind namhafte Ökonomen wie Arvind Subramanian der Ansicht, dass Indien die Inflation langfristig unterschätzt hat, was dazu geführt hat, dass das reale Wachstum um mindestens zwei Prozentpunkte überbewertet wurde. Selbst die Stromerzeugung zeigt, dass das Wachstum im Geschäftsjahr 2026 nur 1 % betragen wird und damit bereits seit mehreren Jahren hinter dem BIP zurückbleibt. Hinter all dem dürfen politische Motive nicht außer Acht gelassen werden. Um ihre Legitimität als Regierung zu wahren, muss die Modi-Regierung leere Versprechungen machen und Indien als „chinesisches Pendant“ anpreisen, um ausländische Investoren anzulocken. Doch die Unterschiede sind offensichtlich. Von 2012 bis 2024 hat sich das indische BIP verdoppelt, während China bei vergleichbarem Pro-Kopf-Niveau in diesen zwölf Jahren ein Wachstum von 600 % verzeichnete. In Rupien ausgedrückt sieht das noch düsterer aus, da die Rupie langfristig an Wert verliert. Kommen wir zur Beschäftigung. Indiens größter Stolz ist der sogenannte „demografische Bonus“. Solange jeder Arbeit hat, gibt es Hoffnung für die Zukunft. Daher ist die offizielle Arbeitslosenquote sehr niedrig: Im vergangenen Jahr lag sie bei der Bevölkerung ab 15 Jahren bei nur 3,1 % und in ländlichen Gebieten sogar bei 2,4 % – die Beschäftigungslage scheint also hervorragend zu sein. Doch der Teufel steckt im Detail. Die indische Regierung hat den Begriff „Beschäftigung“ neu definiert: Wer an einem beliebigen Tag der Woche mehr als eine Stunde arbeitet, gilt als beschäftigt. Diese statistische Schwelle ist absurd niedrig – schon mit einigen Dutzend Stunden im Jahr gilt man als das ganze Jahr über beschäftigt. Tatsächlich arbeiteten indische Frauen im Jahr 2024 durchschnittlich 71 Minuten pro Tag; nach indischen Maßstäben waren sie somit alle beschäftigt. Doch von diesem geringen Lohn kann man sich bei weitem nicht selbst versorgen. Während der Pandemie hätten eigentlich alle Menschen nicht arbeiten können, sodass die Arbeitslosenquote steigen müsste, doch in Indien ist sie stattdessen gesunken. Viele Menschen haben ihre reguläre Einkommensquelle verloren und sind aufs Land zurückgekehrt, übernehmen Hausarbeit, gehen einer selbstständigen Tätigkeit nach oder betreiben einen Straßenstand – all dies wird als Beschäftigung gewertet. Die Weltbank prognostiziert, dass der Anteil der in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung an der gesamten Erwerbsbevölkerung im vergangenen Jahr bei 42 % lag – genau wie im Jahr 2017 vor der Pandemie. Tatsächlich ist dies ein Warnsignal für die indische Wirtschaft, da es dem Land nicht gelingt, jährlich 8 Millionen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft zu schaffen, um die junge Bevölkerung aufzunehmen. Viele Menschen finden in den Städten keine Arbeit und müssen daher ins ländliche Gebiet zurückkehren. Dies sollte eigentlich als Rückschlag für die Industrialisierung gewertet werden, wird in den Beschäftigungsstatistiken jedoch als Erfolg interpretiert. Der demografische Vorteil ist zeitlich begrenzt; nur wenn die industrielle Modernisierung vor seinem Verschwinden abgeschlossen wird, hat Indien die Chance auf einen Entwicklungssprung. Das Medianalter in Indien ist von 21,2 Jahren im Jahr 2000 auf 28,8 Jahre im Jahr 2025 gestiegen – dies ist der ideale Höchststand. In den nächsten 25 Jahren wird die Geburtenrate sinken und das Medianalter auf 38,3 Jahre ansteigen, was im Wesentlichen dem Niveau der USA entspricht. Das bedeutet, dass das Zeitfenster, in dem Indien den demografischen Vorteil zur Steigerung der Produktivität nutzen kann, allmählich verschwindet. Das Problem ist nun, dass jene Menschen, die von Gelegenheitsjobs leben, kein regelmäßiges Arbeitseinkommen haben und nicht in das Sozialversicherungssystem eingebunden sind, irgendwann alt werden und eine schwere Belastung darstellen werden. Warum entsteht dieses Problem? Das ist der dritte Punkt, den der Bericht anspricht: die Schwierigkeiten bei der Industrialisierung. Für 2026 wird Indiens Handelsdefizit voraussichtlich den zweithöchsten Stand aller Zeiten erreichen, während sich der Überschuss im Dienstleistungshandel kontinuierlich ausweitet – offensichtlich gibt es große Probleme im Warenhandel, also in der verarbeitenden Industrie. Indien ist zwar eine bevölkerungsreiche Supermacht, deren Anteil an der Weltbevölkerung bei fast 18 % liegt, doch der Anteil der Exporte aus der verarbeitenden Industrie beträgt weltweit nur 1,8 %. Die Abwertung der Rupie wäre eigentlich förderlich für den Export, doch Indien hat diese Handelschance nicht gut genutzt. Es werden nur sehr wenige ausländische Unternehmen neu registriert – im vorletzten und letzten Jahr zusammen waren es weniger als 150. Ein wichtiger Grund dafür sind die übermäßig strengen Arbeitsgesetze. Das Gesetz schreibt vor, dass 35 % des Einkommens von Niedriglohnempfängern in die Sozialversicherung fließen müssen. Da das Einkommen ohnehin schon gering ist, ziehen es viele vor, Bargeld zu erhalten, und sind daher nicht bereit, als festangestellte Mitarbeiter mit einem offiziellen Arbeitsvertrag zu arbeiten. Auf Unternehmensseite schreibt das Gesetz zudem vor, dass große Unternehmen bei Entlassungen eine Genehmigung der Regierung einholen müssen, was jegliche Flexibilität verhindert. Daher sind die Unternehmen offensichtlich nicht bereit, zu wachsen, sondern begnügen sich damit, eine mittelmäßige Größe beizubehalten. Daher weist der Bericht darauf hin, dass auch die Unterstützung Indiens für ländliche Gebiete problematisch ist. 800 Millionen Menschen beziehen sogenannte Sozialhilfereisrationen für arme Menschen, vor allem aus ländlichen Gebieten. Die landwirtschaftliche Produktion in Indien ist gering, und eine große Zahl von Bauern besitzt kein oder nur wenig Land und ist auf die Getreideverteilung durch die Regierung angewiesen. Um die Wählerstimmen der unteren Schichten zu sichern, muss die Regierung Modi Kredite aufnehmen und Getreide verteilen, was einen enormen finanziellen Druck verursacht. Dieses Modell hoher Defizite hält bereits seit vielen Jahren an, und die Zinslast ist sehr hoch: Im Haushaltsjahr 2026 lag das Kreditwachstum bei fast 16 %, mehr als ein Viertel der Staatsausgaben musste durch Kredite gedeckt werden, und mehr als ein Fünftel entfiel auf Zinszahlungen – das entspricht in etwa dem US-Bundeshaushalt. Doch was für ein Land ist die USA, und was für ein Land ist Indien? Noch bevor es reich geworden ist, hat es sich bereits vorzeitig „amerikanisiert“. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Indiens Wachstumszahlen aufgebläht wurden und durch das Erzählen von Geschichten eine Illusion des Erfolgs geschaffen wurde. Tatsächlich hat das Land kaum Kapital aufgebaut, gibt aber viel aus und könnte langfristig in der Mittelklassefalle stecken bleiben. Unter den vielen westlichen Stimmen, die Indien lobpreisen, wirkt diese Einschätzung noch relativ nüchtern. Denn dass man aus geopolitischen Gründen hofft, dass Indien gewinnt, bedeutet nicht, dass es nach den Gesetzen der Wirtschaft tatsächlich gewinnen kann.
阿拾
21. Sept. 2026
Liebe Leser, Indien hat kürzlich seine Richtlinien zur Genehmigung ausländischer Investitionen in seinen Anrainerstaaten geändert, was in den Medien vielfach als Lockerung der Beschränkungen für chinesische Investitionen interpretiert wurde. Auf den ersten Blick klingt das durchaus plausibel, aber wenn wir genauer hinschauen: Hat Indien diese Tür tatsächlich geöffnet? Oder doch nicht? Indiens Landnachbarn sind Pakistan, Bangladesch, Afghanistan, Nepal, Bhutan und Myanmar – Länder, die auf den ersten Blick nicht gerade den Eindruck erwecken, als würden sie in Indien investieren. Daher glauben viele, dass Indien uns auf eine etwas kokette Art und Weise die Tür öffnet. Doch schon am nächsten Tag stellte die indische Regierung klar: Die Tür ist nicht geöffnet, Investitionen chinesischer Unternehmen in Indien unterliegen weiterhin der Genehmigungspflicht. Ganz abgesehen davon, ob Indien seine Tür öffnet oder nicht – trauen sich unsere Unternehmen überhaupt, dorthin zu gehen? Ist diese Tür nun geöffnet oder nicht? Oder ist sie nur zum Schein geöffnet? Selbst wenn sie nur einen Spalt breit offen wäre? Tut mir leid, sie ist nicht geöffnet. Und dieser Spalt ist auch nicht für chinesische Unternehmen reserviert. Der Originaltext der indischen Kabinettsbekanntmachung lautet: „Investoren mit einem nicht beherrschenden wirtschaftlichen Eigentumsanteil von bis zu 10 % sollen über den automatischen Genehmigungsweg zugelassen werden“, d. h.: Investoren, deren nicht beherrschender wirtschaftlicher Eigentumsanteil 10 % nicht übersteigt, können den automatischen Genehmigungsweg nutzen. Erstens ist das Subjekt hier der Investor, nicht das Landnachbarland und auch nicht Investoren aus dem Landnachbarland; zweitens bezieht sich die wirtschaftliche Beteiligung im Vergleich zum direkten Eigentum auf mehrschichtige, durchgreifende Beteiligungsstrukturen. Wenn ein Unternehmen in China registriert ist und von chinesischen Unternehmen kontrolliert wird, handelt es sich um direktes Eigentum, das weiterhin einer manuellen Genehmigung unterliegt. Die Lockerung der Genehmigungsvorschriften durch Indien gilt für chinesische Investmentgesellschaften, deren indirekte wirtschaftliche Beteiligung unter 10 % liegt; solche Gesellschaften dürfen jedoch nicht in China registriert sein. Daher zielt diese neue Regelung tatsächlich auf westliche Investoren und globale Fonds ab, nicht auf chinesische Unternehmen. An dieser Stelle muss man auf das Jahr 2020 zurückblicken. Viele glauben, der Auslöser für Indiens Sperre chinesischer Investitionen seien die Grenzkonflikte zwischen den beiden Ländern gewesen, doch das ist nicht der Fall. Am 17. April 2020 kündigte Indien in seiner dritten Pressemitteilung die Einführung einer Überprüfung ausländischer Investitionen aus seinen Landnachbarländern an, während der Konflikt im Galwan-Tal erst am 15. Juni ausbrach; im Mai gab es zwar noch einige kleinere Zusammenstöße, diese fanden jedoch alle bereits Ende April statt. Indiens Entscheidung, ausländische Investitionen zu prüfen, war vielmehr durch die Auswirkungen der Pandemie bedingt. Zu dieser Zeit sanken die Bewertungen indischer Unternehmen, und um zu verhindern, dass ausländische Investoren bei Kurstiefs zuschlugen, verstärkte Indien die staatliche Kontrolle. Im ersten Quartal 2020 erhöhte die Chinesische Volksbank ihren Anteil an HDFC, Indiens größtem privaten Hypothekeninstitut, was Indien sehr alarmierte. Zur gleichen Zeit kam es weltweit zu einem Anstieg des Investitionsprotektionismus; die Europäische Union drängte ihre Mitgliedstaaten, wichtige Vermögenswerte vor ausländischen Übernahmen zu schützen. Innerhalb eines Monats verschärften viele Länder ihre Richtlinien zur Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen (FDI). Die angespannten Beziehungen zwischen China und Indien haben tatsächlich dazu beigetragen, dass Indien seinen Protektionismus verstärkt hat, insbesondere in den strategisch wichtigen Bereichen Technologie, Medizin und Fertigung. Andererseits ist China tatsächlich der größte und vielversprechendste Investor und war zeitweise sehr aktiv bei Risikokapitalinvestitionen in indische Technologie-Start-ups. Angesichts des plötzlichen politischen Kurswechsels musste Indien daher die Prüfung ausländischer Investitionen als Vorwand nutzen, um einen wirtschaftlichen Schutzschild aufzubauen und so eine chinesische Kontrolle über strategische Vermögenswerte zu verhindern. Wie soll man das nennen? Vorsicht ist besser als Nachsicht – auch wir sind auf der Hut. Auch wir haben Sicherheitsprüfungsverfahren für ausländische Investitionen, doch diese sind neutraler, die Schwellenwerte für eine Auslösung sind höher, sie sind transparenter und es gibt klare Verfahrensvorschriften. Indien hingegen geht in seiner Vorsorge zu weit; das Land ist im Grunde eine undurchsichtige Mauer, äußerst intransparent. Bei vielen Projekten gibt es weder eine Zustimmung noch eine Ablehnung noch eine Stellungnahme, sodass man nicht weiß, wie man sich verhalten soll. Zudem sind die Regelungen zu weit gefasst: Um die Durchdringung durch staatliches chinesisches Kapital zu verhindern, hat man besondere Angst vor der Rückverfolgung von Beteiligungen und schlägt daher pauschal zu. Jeder Investmentfonds, dessen Kapitalstruktur auch nur 1 % Anteile chinesischer Institutionen enthält, wird ausgesperrt. Das betrifft möglicherweise sogar westliche Vermögensverwaltungsgesellschaften wie BlackRock oder Carlyle, die aufgrund ihrer globalen Geschäftstätigkeit zwangsläufig chinesische Kommanditisten haben. Um in Indien investieren zu können, müssen sie die Nase rümpfen und auf die Genehmigung warten. Das Ergebnis: In den letzten Jahren wurden von über 600 beantragten Projekten nur etwas mehr als 100 genehmigt. Das globale Kapital hat festgestellt: „Es ist schwer, in Indien Fuß zu fassen, nicht wahr? Wenn es so schwer ist, lassen wir es eben bleiben.“ Daher zielt die politische Kurskorrektur Indiens in erster Linie darauf ab, indirekte Reibungspunkte für westliche Investoren zu beseitigen, und nicht darauf, chinesischen Investoren direkt die Türen weit zu öffnen. Aber um es anders zu formulieren: Wen soll man eigentlich als Investoren gewinnen? Geld ist nicht gleich Geld – selbst wenn es sich um denselben Geldbetrag handelt, hängen die letztendlichen Auswirkungen auf die Wirtschaft stark davon ab, von wem es stammt und wohin es fließt. Nach dem Ende der Pandemie hat sich die Gesamtsituation bei den ausländischen Direktinvestitionen weltweit erheblich verändert; das Wachstum konzentriert sich fast ausschließlich auf die entwickelten Volkswirtschaften in den USA und Europa. Entwicklungsländer stehen allgemein unter dem Druck von Kapitalabflüssen, doch Indiens Erfolge bei der Gewinnung ausländischer Investitionen sind zwar etwas schwankend, insgesamt aber recht gut. Allerdings fließt das Kapital, das Indien anzieht, vor allem aus den USA, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Niederlanden und stammt aus dem Finanz- und Dienstleistungssektor, während Investitionen in die Fertigungsindustrie in großem Umfang nach Südostasien fließen. Chinas Auslandsinvestitionen strömen in die Region, wo Produktionsstätten errichtet werden, die die Struktur der verarbeitenden Industrie in den ASEAN-Staaten prägen. Das missfällt Indien sehr, da die Regierungsplanung eindeutig auf die verarbeitende Industrie ausgerichtet ist und nicht auf Finanzdienstleistungen – diese sind lediglich ergänzender Natur. Die zentrale Rolle muss der verarbeitenden Industrie zukommen, insbesondere den Bereichen elektronische Bauteile, Halbleiter, Solarenergie und dergleichen. Deshalb enthält Indiens neues Gesetz diesmal eine spezielle Bestimmung, wonach die Genehmigung von Investitionen in bestimmte Branchen – darunter Kapitalgüter für das verarbeitende Gewerbe, elektronische Bauteile und den Finanzsektor – beschleunigt und die Bearbeitungszeit auf 60 Tage verkürzt werden muss. Indien strebt nach wie vor den Status einer starken Industrienation an, doch wer in der verarbeitenden Industrie tätig ist, kommt an China nicht vorbei – das sage nicht ich, sondern unsere Beratungsfirma Asia Group. Derzeit sieht die Lage so aus, dass Indien tatsächlich einige Pläne für die Fertigungsindustrie hat und die Beschränkungen für Kapital, das indirekt von China profitiert, tatsächlich etwas gelockert wurden. Seit letztem Jahr haben sich die Beziehungen zwischen China und Indien tatsächlich verbessert – so wurden beispielsweise die Visavergabe und Direktflüge wieder aufgenommen, und Modi war letztes Jahr zu Besuch. Dennoch wurden Anträge großer chinesischer Unternehmen wie BYD und Great Wall, bei Investitionen in Indien weiterhin abgelehnt. Das ist für die indische Bevölkerung keine gute Nachricht: Sie lieben BYD, doch aufgrund fehlender Importkontingente können die Fahrzeuge dort nicht verkauft werden, sodass nun eine Montage aus Einzelteilen vor Ort in Betracht gezogen werden muss. Wenn dies gelingt, wäre das nicht schlecht: Die Zölle auf komplette Fahrzeuge würden umgangen und Indiens Forderung nach einer höheren Lokalisierungsquote im verarbeitenden Gewerbe würde erfüllt. Insgesamt gibt es derzeit einige positive Anzeichen, aber Indien tut noch bei weitem nicht genug; wir müssen dafür sorgen, dass sie mehr auf uns angewiesen sind. Vor ein paar Tagen habe ich in den Medien gelesen, dass Indien hofft, wir würden die Exportbeschränkungen für Harnstoff lockern, da im Nahen Osten das Chaos herrscht, was sich auf Indiens LNG-Importe auswirkt. Düngemittelfabriken mussten schließen, und der Preis für Harnstoff ist innerhalb einer Woche um 21 % in die Höhe geschossen. Auch wenn die indischen Behörden großspurig verkünden, es gäbe keine Versorgungsengpässe, hat die Ratingagentur ICRA erklärt, dass die inländische Produktionskapazität dieses größten Harnstoffimporteurs sehr problematisch ist. Klar doch – wenn es kein Problem gäbe, würden sie sich dann an China wenden? Im Juni steht in Indien der Monsun bevor, die Hochsaison in der Landwirtschaft beginnt, und da 46 % der Bevölkerung Bauern sind, kann ein Mangel an Düngemitteln lebensbedrohlich sein. Ich denke, wir könnten hier ein wenig helfen, aber wir sollten das nicht umsonst tun – findest du nicht auch?
阿拾
21. Sept. 2026
Leute, eine aktuelle Meldung hat mich wirklich zum Lachen gebracht: Das britische staatliche Kernkraftprojekt Hinkley Point C hat tatsächlich 700 Millionen Pfund für den Schutz von Fischen ausgegeben – und das, um jährlich nur 0,083 Atlantische Lachse und 0,028 Meerforellen zu retten. Das ist doch völlig absurd! Ich habe nachgeschlagen: Diese Zahlen stammen aus dem britischen Bericht zur Überprüfung der Atomaufsicht 2025, verfasst von dem ehemaligen Beamten des Kabinettsbüros Fingleton. Er beklagte sich gegenüber der „Times“, dass der Schutz der Fische noch nicht einmal das Absurdeste sei – selbst wenn nur eine einzige Arktische Seeschwalbe auftauche, müsse unser Kernkraftprojekt stillgelegt werden. Diese Äußerung brachte Großbritannien den Spott von Internetnutzern aus aller Welt ein. Hinkley Point C ist das größte Infrastrukturprojekt Großbritanniens. Vor zehn Jahren, als die Beziehungen zwischen China und Großbritannien auf einem Höhepunkt standen, beteiligte sich die China General Nuclear Power Group (CGN) als Minderheitsgesellschafter gemeinsam mit der französischen EDF an diesem Projekt. Später änderte sich der Kurs in Großbritannien, man strebte zunehmend eine Abkopplung an, wodurch politische Risiken zu wirtschaftlichen Risiken wurden und die Kosten außer Kontrolle gerieten. Im Jahr 2016 belief sich das Projektbudget auf 18 Milliarden Pfund, mittlerweile sind die tatsächlichen Kosten auf 48 Milliarden Pfund gestiegen und haben damit die Warnschwelle überschritten. CNG kündigte 2023 an, keine weiteren Kostenüberschreitungen zu übernehmen. Für EDF ist das Projekt jedoch zu groß, um es scheitern zu lassen – weder die britische noch die französische Regierung würden zulassen, dass es unvollendet bleibt, sodass EDF keine andere Wahl hat, als die Zähne zusammenzubeißen und weiterzumachen. Auch der Projektfortschritt hinkt erheblich hinterher: Ursprünglich war für 2025 die Stromerzeugung geplant, doch erst in diesem Jahr wurden die Rohbauarbeiten abgeschlossen; nun steht die Installation der technischen Anlagen und die Verlegung der Leitungen an, sodass die ersten Blöcke frühestens 2030 Strom erzeugen werden. Fazit der Untersuchungskommission: Das britische Aufsichtssystem für Kernkraftwerke ist zu komplex, stark bürokratisiert und durch doppelte Abläufe gekennzeichnet, was weltweit die höchsten Kosten zur Folge hat. Aber reichen 700 Millionen Pfund wirklich nur aus, um 0,083 Fische zu retten? Das müssen wir genauer unter die Lupe nehmen. Erstens: Warum überhaupt Fische retten? Hinkley Point C ist ein Druckwasserreaktor, der große Mengen Meerwasser zur Kühlung des Reaktorkerns und des Dampfes benötigt – pro Sekunde wird eine Menge Wasser abgepumpt, die dem Volumen von 12 Schwimmbecken entspricht. Große Fische kommen noch glimpflich davon, kleine Fische hingegen haben es schwer. Der ursprüngliche Entwurf sah lediglich ein einfaches Sieb vor: Fische, die groß genug waren, wurden nicht angesaugt, während für kleine Fische nur noch „RIP“ übrig blieb. Wie viele Fische würden dabei jährlich sterben? EDF gibt 44 Tonnen an – das ist weniger als der Fang eines einzigen Fischkutters; Umweltschutzorganisationen waren damit nicht einverstanden und argumentierten: „Ihr stützt euch auf Daten aus der Fischerei und berücksichtigt nur die Dichte der fischbaren großen Fische, Fischbrut und Fischlaich werden überhaupt nicht berücksichtigt. Wenn ich die Dichte des Fischlaichs zugrunde lege und davon ausgehe, dass alle Eier überleben, sind das 182 Millionen Lebewesen.“ Daraufhin wurde der Plan geändert und ein System zur Rückgewinnung und Rückführung von Fischen eingeführt, um die angesaugten Fische wieder freizulassen. Dies erfordert ein komplexes Rohrleitungssystem, wodurch die Kosten in die Höhe schnellen. Die Umweltschutzorganisationen stellten weiterhin in Frage: Kleine Fische könnten bereits durch das Ansaugen verletzt oder sogar getötet worden sein – was nützt es dann, sie zurückzuführen? Daraufhin wurde das viel kritisierte Sonar-Fischvertreibungssystem in Betrieb genommen, das das Gehör der Fische stört und sie dazu bringt, sich weiter entfernt aufzuhalten, damit sie nicht angesaugt werden. Woher kommen nun eigentlich diese 700 Millionen Pfund? Tatsächlich belaufen sich die Kosten für die Fischrückgewinnung nicht auf 700 Millionen Pfund; diese Summe umfasst die Kosten für das gesamte Kühlwassersystem. Dabei entfallen 70 % auf die Wasserentnahmestruktur selbst, 20 % auf die Fischrückgewinnung und nur 5 % – also 35 Millionen Pfund – auf das Sonar-Abwehrsystem und sonstige Kosten. Doch EDF ist nicht einmal bereit, diese 35 Millionen Pfund zu übernehmen, und zögert die Sache immer wieder hinaus – mit der Begründung, dass die Installations- und Wartungskosten zu hoch seien, man nicht einmal Taucher für die Arbeiten finde und die Gewässer in diesem Bereich sowohl strömungsreich als auch trüb seien. Die Installation dieses Systems war jedoch in der Genehmigungsverfügung von 2013 zwingend vorgeschrieben. Der Projektträger wollte die Auflage aufheben, legte wiederholt Einspruch ein, wurde jedoch immer wieder abgelehnt; auch Alternativvorschläge wurden abgelehnt. So wurde die Sache bis heute hinausgezögert, ohne dass das System installiert wurde. Mittlerweile hat man sich mit der Realität abgefunden und kämpft nicht mehr dagegen an. Rechnet man diese Kosten heute neu durch, belaufen sie sich nicht mehr auf 35 Millionen, sondern auf 50 Millionen – denn das ursprüngliche Budget von 700 Millionen Pfund basierte auf den Preisniveaus von 2015. Bei einer kumulierten Inflationsrate von fast 40 % über zehn Jahre sind aus den 35 Millionen natürlich 50 Millionen geworden. Und wie kommt man dann auf diese „null Komma X“ Fische? In diesem Meeresgebiet gibt es ohnehin nur sehr wenige Atlantische Lachse und Meerforellen, und da es sich um Wanderfische handelt, ziehen sie jedes Jahr nur während eines sehr kurzen Zeitfensters vorbei. Der Grund, warum die Berichterstatter diese beiden Fischarten besonders hervorheben, ist, die Absurdität zu betonen und den Eindruck zu erwecken: 50 Millionen für den Tierschutz auszugeben, bringt überhaupt nichts. Umweltschutz ist ohnehin ein stark politisiertes Thema im Streit zwischen Link und Rechts im Westen, und die Medien sind darauf aus, Kontroversen aufzubauschen, um emotionale Klicks zu generieren – statt von 50 Millionen zu sprechen, berichten sie gezielt von der Gesamtsumme von 700 Millionen. Was die Küstenseeschwalbe betrifft, so geht es um ein weiteres, bereits gescheitertes Kernkraftprojekt namens „Velfar“. In der Nähe des geplanten Standorts befindet sich ein Naturschutzgebiet, das ein wichtiges Brutgebiet für die Küstenseeschwalbe darstellt, die zudem durch EU-Recht geschützt ist. Umweltorganisationen argumentierten, dass der Baulärm diese launischen Seevögel verscheuchen würde, sodass sie sich nicht trauen würden, dort zu nisten, was der Art irreversiblen Schaden zufügen würde. Die Autoren des Berichts wollen vor allem darlegen, dass umständliche Umweltverträglichkeitsprüfungen und Genehmigungsverfahren Projekte verzögern und nationale Strategien beeinträchtigen würden. Das Scheitern dieses Projekts war jedoch in Wirklichkeit kein Umweltproblem, sondern darauf zurückzuführen, dass sich der Bauunternehmer Hitachi und die britische Regierung nicht auf ein Finanzierungsmodell einigen konnten – es gab keine Einigung in Geldfragen, nicht wegen der Vögel. Dass Fingleton gegenüber den Medien die Absurdität der Regulierung hervorhebt, steht im Einklang mit seiner seit jeher klaren Haltung als neoliberaler Ökonom – er plädiert seit jeher für Deregulierung, Effizienzsteigerung und Wachstumsförderung. Auch sein Bericht ist ein Aufruf zu einer grundlegenden Neugestaltung des Regulierungssystems, bei der der wirtschaftlichen Entwicklung Vorrang eingeräumt wird. Aber mal ganz ehrlich: Hätte dieses Problem wirklich vermieden werden können? Das ist kaum vorstellbar. Damals waren das Umweltbewusstsein und die entsprechenden Gesetze noch unausgereift; heute sind beide immer besser ausgeprägt, sodass es unvermeidlich ist, enorme Summen aufzuwenden, um Probleme zu lösen, die bereits bei der Standortwahl hätten gelöst oder vermieden werden müssen. In den USA ist die Situation ähnlich wie in Großbritannien: Bei der Standortwahl wird der Vorzug auf die Nutzung bestehender Anlagen gelegt, was zu komplexen Abwägungen führt. In Frankreich, einer der führenden Nationen im Bereich der Kernenergie, ist die Standortwahl Teil der nationalen Strategie; sie unterliegt strengen Prüfungen, und Umweltschutzmaßnahmen werden zügig umgesetzt. In China erfolgt die Planung in noch höherem Maße: Die Standortwahl muss strenge Sicherheitsstandards in Bezug auf Geologie, Hydrologie, Bevölkerungsdichte und Erdbebengefahr erfüllen und gleichzeitig den strengen Anforderungen der Umweltbehörden genügen. Schon in der Anfangsphase werden Naturschutzgebiete und Kerngebiete seltener Arten gemieden, und sobald ein Standort feststeht, erfolgt eine strenge und kontinuierliche Umweltüberwachung. In Großbritannien und den USA hingegen werden Kernkraftprojekte dem privaten Sektor überlassen oder im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften durchgeführt. Die Minimierung der wirtschaftlichen Kosten ist das oberste Ziel der Kapitalgeber; dabei wird versucht, bereits vorhandene Anlagen so weit wie möglich zu nutzen und mit rechtlichen Mitteln gegen die Aufsichtsbehörden vorzugehen. Was die sozialen und ökologischen Kosten angeht, so wird versucht, diese möglichst nicht zu tragen. Da es auf Seiten der Regierung an zentraler Autorität mangelt und das Aufsichtssystem zudem dezentralisiert ist, ist es schwierig, bereits in der Planungsphase energie-, wirtschafts- und umweltpolitische Ziele zu vereinheitlichen und in die nationale Strategie einzubeziehen. In Ländern wie China und Frankreich hingegen, bei denen es um Projekte wie die Kernenergie geht, die die nationale Energiesicherheit betreffen, ist der Staat zwangsläufig von Anfang an beteiligt. Alle Beteiligten müssen in jeder Hinsicht effizient zusammenarbeiten, Standards einhalten und die Unordnung im System verringern, wodurch auch die Entstehung großer Verschwendung verhindert wird. Daher ist die Situation in Großbritannien kein einfacher Witz oder eine Dummheit, sondern ein Fall mit mehreren Ebenen: eine Dominanz des privaten Sektors, eine dezentrale Regulierung, Risikoscheu und doppelte Arbeitsabläufe – was letztendlich zur teuersten Kernenergie der Welt geführt hat. Was wirklich überdacht werden muss, ist dieses Regulierungssystem selbst, und nicht die 0,083 Fische, über die man sich lustig macht.
阿拾
21. Sept. 2026
Liebe Leser, lassen Sie uns heute über die schwierige Lage der naturwissenschaftlichen und technischen Ausbildung in Großbritannien sprechen. Dazu müssen wir zunächst darauf eingehen, warum Großbritannien China bei der Ausbildung von Wissenschaftlern unterstützt. Lassen Sie uns zunächst über den Markt für internationale Studierende in Großbritannien sprechen. Seit jeher ist Großbritannien ein Paradies für internationale Studierende. Früher waren Wirtschafts- und Managementstudiengänge bei internationalen Studierenden besonders beliebt, doch in den letzten Jahren sind die Natur- und Ingenieurwissenschaften zum neuen Favoriten geworden. Schauen wir uns die Zahlen an: Von 2019 bis 2024 ist die Zahl und der Anteil chinesischer Studierender an den fünf führenden britischen Universitäten für Natur- und Ingenieurwissenschaften (Cambridge, Oxford, Imperial College London, UCL und Edinburgh) deutlich gestiegen. Dies hat zu einem deutlichen Rückgang der einheimischen Studierenden in Großbritannien geführt. In den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern beträgt das Verhältnis zwischen chinesischen und einheimischen Studierenden sogar 5 zu 4; in den Bereichen Mathematik und Ingenieurwesen ist dieses Verhältnis mit 2 zu 1 noch ausgeprägter. Der Grund dafür, dass sich chinesische Studierende in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern drängen, ist einfach: In China besteht eine sehr hohe Nachfrage nach Fachkräften in diesen Bereichen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Manche bezweifeln, dass bestimmte Studiengänge, die britische Studierende belegen, nicht besonders anspruchsvoll sind – gehören Friseur- und Kosmetikwissenschaften etwa auch zu den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern? Allerdings wählen chinesische Studierende diese Fächer vermutlich eher selten. Noch interessanter ist, dass an diesen Spitzenuniversitäten nur 4 % der Masterstudierenden im Ingenieurwesen aus Indien stammen – das ist nur ein Zehntel der chinesischen Studierenden. Dabei ist Indien derzeit das Land, aus dem die meisten internationalen Studierenden kommen – nur geht der Großteil von ihnen in die Wirtschaftswissenschaften, ein Teil in die Informatik, und der Ansturm auf Ingenieurwissenschaften ist bei weitem nicht so ausgeprägt wie in China. Die britische Bildungslandschaft ist nun in Panik geraten: Wie soll man Natur- und Ingenieurwissenschaften studieren, wenn die Grundbildung nicht solide ist? Basierend auf den PISA-Ergebnissen und Bevölkerungsprognosen könnte China bis 2050 zehnmal mehr Fachkräfte in den Natur- und Ingenieurwissenschaften haben als die USA – und sogar mehr als alle anderen Länder der Welt zusammen. Großbritannien ist sich dieses Gefälles bewusst, doch dort steht die Kommerzialisierung des Bildungswesens im Vordergrund, was den Unterschied im Qualifikationsniveau zwischen China und Großbritannien noch weiter verschärft. Die britischen Universitäten gehen geschickt vor: Für britische Staatsbürger ist das Studium der Geisteswissenschaften günstiger, während internationale Studierende die vollen Studiengebühren zahlen. Da die Lehrkosten in den Natur- und Ingenieurwissenschaften hoch sind, verdienen die Hochschulen dort weniger. Daher sind die Natur- und Ingenieurwissenschaften zu einer „Geldquelle“ für internationale Studierende geworden. Die britischen Universitäten sind darüber sehr erfreut; sie sind auf diese Einnahmen angewiesen und können ihre Bilanzen kaum ausgleichen, wenn auch nur ein einziger Student weniger die vollen Studiengebühren zahlt. Die Realität sieht jedoch so aus, dass die Lücke immer größer wird: Im britischen MINT-Bereich besteht ein Fachkräftemangel von 173.000 Personen, in den Bereichen Fertigung, Telekommunikation und Bauwesen bleiben 40 % der offenen Stellen unbesetzt, und auch in der Technologiebranche ist es schwierig, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die Briten sind nicht dumm; manche fragen sich: Wie soll man Natur- und Ingenieurwissenschaften studieren, wenn man nicht einmal das 99er-Einmaleins auswendig kann? Tatsächlich ist die Grundbildung wichtig, doch in Großbritannien wird der Kommerzialisierung mehr Gewicht beigemessen. Man hat erkannt, dass die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zahlreiche kostspielige Experimente erfordert, während die Geisteswissenschaften deutlich kostengünstiger sind. Daher ist es am besten, die „billigen“ Studierenden die Geisteswissenschaften studieren zu lassen und die Studierenden der Natur- und Ingenieurwissenschaften die Studiengebühren zahlen zu lassen. Die Briten sagen mit einem Lächeln: „Weniger Geisteswissenschaftler, mehr Ärzte und Wissenschaftler“, doch die Interessengruppen der Hochschulindustrie verkaufen weiterhin nutzlose Abschlüsse. Auch in Großbritannien sind Veränderungen im Gange: Man plant, einige aussichtslose Studiengänge zu streichen und die staatlichen Mittel für diese Fächer zu kürzen. Noch schärfer formuliert: „Verkauft diese nutzlosen Studiengänge nicht an britische Kinder und exportiert auch keine Spitzenwissenschaftler und -ingenieure mehr in ‚feindliche Länder‘.“ In ihren Augen stellen chinesische Studierende im Ausland sowie der Transfer von Wissen und Technologie eine Bedrohung für die nationale Sicherheit dar, insbesondere Technologien mit doppeltem Verwendungszweck und jeglichem Potenzial für Verteidigungsanwendungen. Daher bereut Großbritannien nun besonders die „goldene Flitterwochenphase“ der chinesisch-britischen Beziehungen vor zehn Jahren und ist der Ansicht, dass der wissenschaftliche Austausch damals so intensiv war, dass Forschungsprojekte britischer Universitäten direkt der militärischen Modernisierung Chinas dienten. Seit 2019 unterliegt die chinesisch-britische Zusammenarbeit einer strengen Überprüfung, und die offiziellen Kooperationen sind deutlich zurückgegangen. Dennoch gibt es in Großbritannien nach wie vor viele Stimmen, die die unzureichende politische Überprüfung kritisieren: Es werde nicht gefragt, ob Studierende der Kommunistischen Partei beigetreten seien, sondern lediglich nach der Pinyin-Umschrift ihres Namens gefragt und keine Überprüfungen der Aufzeichnungen im Heimatland vorgenommen. Während Großbritannien versucht, Abwehrmaßnahmen zu errichten, lernt es gleichzeitig von China – von den Investitionen in die Hochschulbildung sowie von der Intensität und den Methoden der Regierung bei der Gewinnung von Talenten; sogar die Einheitsfrontarbeit und das „Tausend-Talente-Programm“ stehen im Fokus der Untersuchungen. Allerdings ist ihnen auch klar, dass es die beharrlichen und unermüdlichen Anstrengungen Chinas über zwei Jahrzehnte hinweg waren, die die ungünstige Situation des Braindrain umgekehrt haben – etwas, das sich nicht von heute auf morgen kopieren lässt. Angesichts der derzeitigen schwierigen globalen Lage tragen natur- und ingenieurwissenschaftliche Fächer noch direkter zum Aufbau der nationalen „Hard Power“ bei und stehen in einem noch engeren Zusammenhang mit Sicherheit und Wohlstand. Daher legen alle Länder größeren Wert auf die Ausbildung von Talenten und den Aufbau von Bewertungssystemen. Auch Großbritannien denkt gerade darüber nach: Da politische Überprüfungen und Beschränkungen die Chinesen nicht davon abhalten können, sich mit Shakespeare zu beschäftigen, wird es die Türen wahrscheinlich noch etwas weiter schließen. Auch Chinas eigenes System zur Talentförderung und -bewertung hat an Fahrt gewonnen. Zwar bewerten wir uns nach wie vor anhand ausländischer Standards, doch spiegeln diese Standards auch die Fortschritte des akademischen Niveaus in China wider. So schaffte es beispielsweise im britischen QS-Ranking 2010 nur eine chinesische Universität unter die ersten 50, bis 2025 waren es bereits fünf. Der Anstieg in den Rankings ist vor allem auf die gestiegenen Forschungsleistungen zurückzuführen. Dahinter stehen Chinas Investitionen in die Hochschulbildung, die aus der staatlichen Planung der Talent- und Industriestrategien resultieren. Der Westen sieht Chinas Stärken ganz klar und versucht, uns zu schwächen, während er gleichzeitig bestrebt ist, diese Fähigkeiten nachzuahmen.
阿拾
21. Sept. 2026
Liebe Zuhörer, heute wollen wir über den Technologiewettbewerb zwischen China und den USA aus amerikanischer Sicht sprechen. Wie sich herausstellt, gibt es auch innerhalb der USA unterschiedliche Ansichten: Die eine Seite vertritt die „Gewinner-Theorie“, die andere die „Verlierer-Theorie“. Mit der sogenannten „Gewinner-Theorie“ sind jene in den USA gemeint, die tagtäglich betonen, wie stark ihre technologische Leistungsfähigkeit und Innovationskraft sei. Sie sind der Meinung, dass die USA, solange sie kontinuierlich innovativ sind und Durchbrüche erzielen, automatisch in wirtschaftlicher, militärischer und kultureller Hinsicht die Oberhand gewinnen werden. Die „Verlierer-Schule“ hingegen vertritt eine Sichtweise, die der einiger Internetnutzer in China ähnelt: Chinas Industriekette und industrielle Stärke sind bereits so groß – wozu also noch konkurrieren? Man solle China einfach expandieren lassen und die USA sich zurücklehnen. Der ehemalige nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, hat in einem langen Artikel die Theorie eines „langwierigen Kampfes um die technologische Vorherrschaft“ dargelegt. Er kritisierte die „Gewinner-Schule“ und vertrat die Ansicht, dass es zu kurz gegriffen sei, einfach davon auszugehen, dass China nur kopieren und nicht innovativ sein könne. Die Vorstellung, dass sich die Technologie in den USA rasant entwickelt, während China nur kleine Schritte macht und die USA große Sprünge, ist falsch. Technologie kennt kein Ende; ein technologischer Durchbruch bedeutet keinen Sieg. Der Wettbewerb wird nicht nur weitergehen, sondern sich auch ausweiten, da er die Produktion und Anwendung betrifft und darüber hinaus auch die Lieferketten und Produktionskapazitäten umfasst. Sullivan selbst ist der Architekt des Technologiekriegs unter der Biden-Regierung; sowohl die „Hochburgstrategie“ als auch die Risikominimierung gehen auf sein Konto. Im Inland wird er sehr hoch geschätzt – als kluger und kühler Gegner. Er kritisiert die „Siegesfraktion“ dafür, dass sie zu vereinfachend davon ausgeht, China könne nur nachahmen, und dabei Chinas Positionierung bei entscheidenden Vorleistungen außer Acht lässt. Bei Technologien wie Seltenen Erden, Wirkstoffen, Batterien und Robotik sorgt China durch die Kontrolle entscheidender Knotenpunkte dafür, dass die Wirtschaft und das Militär der Industrieländer nicht mehr normal funktionieren können. Um es klar zu sagen: Um eine Abhängigkeit in der Fertigung herzustellen, muss man nicht in allen Bereichen führend sein, sondern lediglich die entscheidenden Knotenpunkte abklemmen – und genau das ist eigentlich auch die Wettbewerbslogik der USA selbst. Sullivan ist der Ansicht, dass Chinas System anders funktioniert: Der Staat kann Ressourcen koordinieren, um Ziele zu erreichen, wobei staatliche Banken, Industriepolitik und Beschaffungskontrolle in allen Bereichen zusammenwirken. In der Vergangenheit ging man in den USA davon aus, dass Chinas starres System der Innovation abträglich sei, doch in Wirklichkeit erzielt China durch den Einsatz der gesamten Nation Fortschritte in Schlüsselbereichen. Beispielsweise ist China im Bereich der Batterietechnologie nicht nur bei der Produktionskapazität führend, sondern liegt auch technologisch weit vorne. Daher müssen die USA Anstrengungen in den Bereichen Produktion, Kontrolle entscheidender Vorleistungen sowie Förderung fortschrittlicher Technologien und der Entwicklung der wirtschaftlichen Verteidigungsindustrie unternehmen. China hat in den drei großen Bereichen Informatik, Biotechnologie und neue Energien vier strategische Vorherrschaften etabliert, die einen strukturellen Vorteil gegenüber den USA darstellen. Sullivan schlug vier Gegenmaßnahmen vor: Erstens die Wiederbelebung der industriellen Basis im Wissenschafts- und Technologiebereich – dabei sind nicht nur Spitzenforschungslabore, sondern auch Produktionslinien erforderlich, um große Stückzahlen zu erreichen; zweitens die schnelle Innovation und Umsetzung militärischer Technologien, um Gegner abzuschrecken; drittens die Vorherrschaft über die digitale Ordnung aller demokratischen Staaten; viertens die Schaffung eines stabilen Fundaments in den Beziehungen zwischen China und den USA, wobei in manchen Bereichen Wettbewerb und in anderen Zusammenarbeit herrschen soll. Um dies zu erreichen, benötigt die USA eine umfassende Industriestrategie, bei der die Regierung aktiv die Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes fördert. Interessanterweise lobte Sullivan als langjähriger Vertrauter Bidens auch die politische Unterstützung der Regierung unter Trump bei der Mobilisierung der Impfstoffforschung und -verbreitung und vertrat die Ansicht, dass die Regierung ihre Investitionen in Spitzentechnologien erhöhen und strategischen Branchen dabei helfen sollte, private Investitionen anzuziehen. Gleichzeitig müssen die USA eine Strategie der „kleinen Höfe und hohen Mauern“ verfolgen: Blockade im Kernbereich, Zusammenarbeit an den Rändern; Zölle sollen weiterhin als Mittel eingesetzt werden, jedoch nur in strategischen Industriezweigen; billige Waren aus China sollen ins Land gelassen werden, Hightech-Produkte hingegen sollen ferngehalten werden. Das Ziel der USA ist nicht Selbstversorgung, sondern eine diversifizierte Entwicklung innerhalb des Bündnissystems. Zusammenfassend ist Sullivan der Ansicht, dass der technologische Wettbewerb zwischen den USA und China ein Marathon und kein Sprint ist. Die USA müssen diesen langwierigen Kampf nüchtern betrachten und dürfen keinen schnellen Sieg anstreben. In der amerikanischen Kultur gibt es eine romantische Vorstellung von einem schnellen Sieg, doch diese Vorstellung ist unrealistisch. Angesichts eines langfristigen nationalen Wettbewerbs können die USA unmöglich einen schnellen Sieg anstreben.
阿拾
20. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, Trumps Rede in Davos glich einer sorgfältig inszenierten Zirkusvorstellung: Mal spielte er den Dummkopf und den Verrückten, mal gab er sich affektiert und redete Unsinn. Er sagte, Dänemark sei undankbar, bezeichnete Grönland fälschlicherweise als Island, machte den Gouverneur von Kalifornien zum Gespött und änderte schließlich plötzlich seine Meinung: Er wolle ein Zukunftsabkommen mit Grönland schließen, wobei der Schwerpunkt auf Militärstützpunkten und Bergbaurechten liege. US-Medien berichten, China hoffe, dass Trump in der Grönland-Frage etwas herausholen könne; je größer der Streit zwischen den USA und Europa, desto vorteilhafter sei dies für China. Auch die Russen lassen sich nicht unterkriegen: Kreml-Sprecher Peskow sagte unverblümt, wenn Trump Grönland verschlinge, würde er Russland damit missachten. Trumps designierter Botschafter in Island scherzte sogar, er werde vielleicht Gouverneur des 52. Bundesstaates. Plötzlich lockerte sich die Stimmung, und alle hatten den Eindruck, dass die USA und Europa wieder freundschaftlich miteinander umgehen könnten. Doch davon war überhaupt keine Rede. Trumps Besessenheit von Grönland hat sich nicht gelegt; stattdessen greift er nun auf das britisch-zyprische Modell zurück, bei dem die USA die vollständige Souveränität über die Stützpunkte besitzen und weitere Stützpunkte errichten wollen. Zwar hat Dänemark ein Vetorecht bei der Standortwahl, doch das ist Trump eigentlich ziemlich egal. Was macht Grönland also eigentlich so attraktiv? Zunächst einmal die Ressourcen. Bereits 2019 hatten australische Geologen Trump die Idee empfohlen, die Insel zu kaufen. Angesichts der Klimaerwärmung sind die Ressourcen in der Arktis reichhaltig, und US-Unternehmen könnten durch Druckausübung und Lobbyarbeit vorrangige Abbaurechte erlangen. Was die nationale Sicherheit angeht, so kann der von den USA im Nordwesten Grönlands errichtete Luftwaffenstützpunkt Pitufic russische Flugobjekte überwachen. Auch wenn die Gesamtstärke der russischen Marine nicht mehr so groß ist wie zu Zeiten des Kalten Krieges, ist sie dennoch nicht so schwach, dass sie Grönland benötigen würde. China hat ebenfalls großes Interesse an der Arktis, verfügt dort jedoch über kein Territorium. Selbst wenn Trump Grönland erobern würde, könnte China die Ressourcen auf andere Wege erschließen. Der Schlüssel liegt bei Dänemark, dem standhaftesten Verbündeten der USA in der NATO. Was auch immer die USA in Grönland tun wollen, Dänemark wird es zulassen. Dänemark ist bereit, den Ausbau und die Instandhaltung der US-Militärstützpunkte in Grönland zu übernehmen. Trump möchte durch Grönland die arktischen Seewege kontrollieren und verhindern, dass China die Oberhand darüber gewinnt. Andererseits ist Dänemark einer der treuesten Verbündeten der USA in der NATO, liegt nahe an der Nordsee und der Ostsee und hat ein starkes Sicherheitsbedürfnis. Wenn die USA in Grönland alte Stützpunkte wieder in Betrieb nehmen, bestehende ausbauen oder sogar neue errichten wollen, ist Dänemark gerne bereit, dabei mitzuwirken – notfalls sogar finanziell. Doch die USA haben stattdessen die Truppenstärke reduziert; Pitufik ist viel kleiner als das damalige Thule. Da es im Rahmen des bestehenden Bündnissystems nichts gibt, was die USA nicht tun könnten, bleibt nur eine Möglichkeit: Die USA sind zunehmend der Ansicht, dass das Bündnissystem selbst überholt ist, und wollen die NATO von innen heraus zerstören. In seiner gesamten Rede in Davos machte Trump seine Kernidee deutlich: die völlige Missachtung der Nachkriegsweltordnung. Er kritisierte den anhaltenden Rückgang des Anteils Europas am globalen BIP und warnte, dass Europa bei einer Fortsetzung dieses Trends bis zur Unkenntlichkeit verändert werden würde. Er sagte zwar nicht, dass sich die USA aus Europa zurückziehen würden, sondern versicherte im Gegenteil, Europa beim Wiederaufschwung helfen zu wollen. Dennoch fließt derzeit in großem Umfang Kapital aus Europa ab, wobei ein Großteil davon in die USA fließt. Die NATO-Verbündeten der USA waren schon immer ein Verlustgeschäft. Während des Kalten Krieges war Europa ein geopolitischer Trumpf zur Eindämmung der Sowjetunion, doch heute stagniert die europäische Wirtschaft, die Sozialausgaben sind hoch, es mangelt an Wachstumsmotoren im Hightech-Bereich und Europa ist von den USA abhängig. Die Aufrechterhaltung des NATO-Systems durch die USA ist ein Verlustgeschäft in Höhe von mehreren hundert Milliarden US-Dollar pro Jahr. Wenn Europa prosperiert und stabil ist, würde ein Truppenabzug der USA als Verrat angesehen werden; wenn Europa jedoch im Chaos versinkt, würden die öffentliche Meinung in den USA und die internationale Gemeinschaft der Ansicht sein, dass die USA ihr Bestes getan haben. Daher ermöglicht das Chaos den USA, sich von einem „Vertragsbrecher“ zu einem „notgezwungenen, rationalen Verlustbegrenzer“ zu wandeln. In europäischen diplomatischen Kreisen hat man bereits erkannt, dass zwischen Europa und den USA eine möglicherweise unumkehrbare, tiefgreifende Kluft entstanden ist. Fukuyama rät Europa in dem US-amerikanischen Online-Magazin „Persuasion“, nicht zurückzuweichen. Doch die militärische Stärke Europas reicht nicht aus, um Fukuyamas Fantasien zu stützen. Obwohl einige Länder ihre Militärausgaben erhöhen, ist der Anteil gemeinsamer Beschaffungen unzureichend, und die fehlende militärische Integration ist Europas größte Schwäche. Trumps Traum von Grönland zielt nicht darauf ab, die Seehandelsrouten zu kontrollieren, sondern dient der strategischen Lage, um zu verhindern, dass China die arktischen Seewege kontrolliert, und um den Schiffsverkehr zwischen Asien und Nordamerika zu fördern. Insgesamt möchte Trump die NATO von innen heraus zerstören und Europa dazu bringen, mehr Verantwortung für die Verteidigung zu übernehmen. Dies ist jedoch nur eine seiner Strategien; sein eigentliches Ziel ist es, die Präsenz der USA in Europa zu reduzieren und den Schwerpunkt auf Asien zu verlagern.
阿拾
20. Sept. 2026
Liebe Leser, in letzter Zeit kursiert im Internet eine Meldung, wonach das mittlere Sterbealter chinesischer Männer nur 67,7 Jahre betrage und die Hälfte der chinesischen Männer dieses Alter nicht erreiche – auf den ersten Blick ist das wirklich erschreckend. Das lässt mich unweigerlich fragen: Wie lange werde ich wohl noch leben? Wir sollten das Ganze jedoch rational analysieren: Sind diese Daten überhaupt zuverlässig? Zunächst einmal ist die Zahl 67,7 Jahre völlig unhaltbar. In dem Artikel, der im Umlauf ist, heißt es, dass der Median des Sterbealters für Männer in China im Jahr 2023 laut dem „World Population Prospects 2024“ der Vereinten Nationen bei 73 Jahren liege und dass dies mit den Daten des Statistikamtes übereinstimme. Doch ich habe die Tabelle lange durchforstet, ohne die Spalte „Median des Sterbealters“ zu finden; ich habe verschiedene KI-Systeme befragt und den Taschenrechner bis zum Umfallen betätigt, aber auch so kam ich nicht auf das Ergebnis von 73 Jahren. Wir müssen verstehen, dass das mediane Sterbealter nicht dasselbe ist wie die durchschnittliche Lebenserwartung. Das mediane Sterbealter spiegelt die Altersverteilung der bereits verstorbenen Personen wider und hat nichts mit der durchschnittlichen Lebenserwartung der Lebenden zu tun. Es handelt sich lediglich um eine retrospektive Statistik, die stark von der Altersstruktur der Bevölkerung beeinflusst wird. In einer stark alternden Gesellschaft ist das Durchschnittsalter der Verstorbenen natürlich höher, was jedoch nicht bedeutet, dass die Lebenserwartung der heute Lebenden geringer ist. Kommen wir nun zur durchschnittlichen Lebenserwartung pro Kopf. Dies ist ein zuverlässigerer Indikator. Unter der Annahme, dass die aktuellen altersspezifischen Sterblichkeitsraten unverändert bleiben, wird prognostiziert, wie viele Jahre ein Neugeborenes im Durchschnitt leben wird. Nach den Daten der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2023 beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung von Neugeborenen in China 78,0 Jahre, bei Männern 75,2 Jahre und bei Frauen 80,9 Jahre. Die Statistiken der Nationalen Gesundheitskommission (NHC) geben hingegen 78,6 Jahre an; hier gilt der Wert der NHC als maßgeblich. Die Prognose für das Jahr 2025 liegt bei 79,25 Jahren. Wie sehen die Daten für die USA aus? Im Jahr 2023 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei Neugeborenen bei 79,3 Jahren, bei Männern bei 76,9 Jahren und bei Frauen bei 81,8 Jahren. Die USA liegen damit leicht über China. Betrachten wir nun die Sterblichkeitsrate vor dem 60. Lebensjahr. Im Jahr 2023 lag die Sterblichkeitsrate vor dem 60. Lebensjahr in China bei Männern bei 117 pro 1.000 und bei Frauen bei 64 pro 1.000, was insgesamt 91 pro 1.000 ergibt. In den USA lagen die Werte bei 142 pro 1.000 bzw. 84 pro 1.000, was insgesamt 114 pro 1.000 ergibt. Daraus geht hervor, dass die Sterblichkeitsrate vor dem 60. Lebensjahr in China tatsächlich niedriger ist als in den USA. Wer wissen möchte, wie viele gute Jahre ihm noch bleiben, kann einen Blick in die Berichte der Vereinten Nationen werfen. Als ich beispielsweise 1985 geboren wurde, betrug die Lebenserwartung 64,2 Jahre; mit 15 Jahren wurden mir noch 58,2 Jahre prognostiziert, was insgesamt 73,2 Jahre ergibt. Ein weiteres Beispiel: Als mein Vater 1957 geboren wurde, betrug die Lebenserwartung 46,6 Jahre; im Alter von 15 Jahren, also 1972, betrug die verbleibende Lebenserwartung 49,8 Jahre – das war sogar höher als die Gesamtlebenserwartung bei seiner Geburt. Als er 65 Jahre alt war, also im Jahr 2022, betrug die verbleibende Lebenserwartung noch 15,8 Jahre – insgesamt also 80,8 Jahre, was sogar über der Lebenserwartung eines Neugeborenen von 78,2 Jahren liegt. Was sagen diese Daten aus? Sie zeigen, dass Fortschritte in den Bereichen Wirtschaft, Ernährung, medizinische Versorgung und Gesundheitsbewusstsein dazu führen, dass wir länger leben. Daher sind Zahlen wie 67,7 Jahre reine Panikmache und absolut unzuverlässig. Werfen wir noch einmal einen Blick auf diese Artikel und Videos in den sozialen Medien. Sie heben oft hervor, dass die durchschnittliche Lebenserwartung chinesischer Männer deutlich unter der von Frauen liegt, und schüren so geschlechtsspezifische Gegensätze. Häufig wird noch hinzugefügt: „Innerhalb des Systems liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei über 90 Jahren.“ Was hat es damit eigentlich auf sich? Diese übertriebenen Zahlen stammen höchstwahrscheinlich aus den Fehlschlüssen der KI. KI ist kein Reservoir objektiver Wahrheiten, sondern eine öffentliche Informationsdatenbank. Wenn diese Datenbank verunreinigt ist, erhalten Gerüchte umso mehr Gewicht, je populärer sie sind, und es entsteht ein logischer Teufelskreis. KI kann sich zwar anpassen, doch wenn sie sich an autoritative Medien orientiert, nimmt sie deren Angaben ebenfalls für bare Münze. Deshalb müssen wir diese Informationen rational betrachten. Abgesehen von der KI haben wir kein besseres Werkzeug, um Wissen zu erlangen. Daher bleibt uns nichts anderes übrig, als zu vertrauen. Aber sind Autoritäten vertrauenswürdig? Wer hat mehr Autorität: die KI oder der Mensch?
阿拾
20. Sept. 2026
Hört mal alle zu: Dieser Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat nicht nur die Lage in der Straße von Hormus völlig auf den Kopf gestellt, sondern auch den westlichen Strategieexperten den Kopf verdreht. Zunächst dachte ich noch, sie würden sich Sorgen um den Ausbau der erneuerbaren Energien machen, doch später wurde mir klar: Sie befürchten, dass China die Situation durchschaut und Düngemittel als strategische Waffe einsetzt – genau wie Seltene Erden. Ist das eine einfache Sache? Keineswegs! Öl war ursprünglich zum Verbrennen gedacht, doch letztendlich sind die vier tragenden Säulen der modernen Zivilisation – Zement, Stahl, Kunststoff und Ammoniak – alle untrennbar mit ihm verbunden, und keine davon kann darauf verzichten! Vor allem diese Stickstoffdünger: Sie sehen zwar ganz gewöhnlich aus, sichern aber in Wirklichkeit die weltweite Ernährungssicherheit. Meine Damen und Herren, wie funktioniert eigentlich die synthetische Ammoniakherstellung? Im Grunde ist es das Ergebnis des Haber-Bosh-Verfahrens, bei dem unter hohen Temperaturen und hohem Druck aus Erdgas und Luft Ammoniak synthetisiert wird. Dieses Ammoniak wird anschließend zu Harnstoff verarbeitet – dem Düngemittel, das wir täglich verwenden. Wissenschaftler sagen, dass die weltweite Landwirtschaft ohne industriellen Stickstoffdünger nicht in der Lage wäre, 4 Milliarden Menschen zu ernähren; im Grunde würde die Hälfte der Weltbevölkerung hungern müssen. Der Nahe Osten, insbesondere die Golfstaaten, ist für die Hälfte der weltweiten Harnstoffexporte und 30 % der Ammoniakexporte verantwortlich. Wenn der Iran hier für Unruhe sorgt, sind nicht nur die Öl- und Gasproduktion betroffen, sondern es kommt auch zu Störungen in der gesamten Düngemittel-Lieferkette. Im Iran wurde das South-Pars-Gasfeld angegriffen, außerdem wurde die Industriestadt Ras Laffan in Katar beschossen, wodurch 17 % der LNG-Exportkapazitäten Katars direkt stillgelegt wurden. Die Wiederherstellung dauert nicht drei bis fünf Tage, sondern drei bis fünf Jahre! Daher wird es auch nach einem Waffenstillstand schwierig sein, die Erdgasversorgung wiederherzustellen. Neben Harnstoff exportiert der Nahe Osten auch große Mengen an Phosphatdünger. Saudi-Arabien ist der größte Lieferant von Phosphatdünger und deckt 20 % des weltweiten Bedarfs an Phosphatdünger ab; zudem exportiert das Land 30 % des weltweiten Schwefelbedarfs. Kalidünger zur Krankheitsbekämpfung wird zwar in geringeren Mengen exportiert, doch Jordanien und Israel decken zusammen etwa 10 % des weltweiten Bedarfs ab. Die Bedeutung Saudi-Arabiens, Katars und Omans im globalen Düngemittelhandel ist nicht zu unterschätzen. Da diese Länder jedoch sehr bekannt sind und die Ölkrise der 1970er Jahre der Welt die Bedeutung strategischer Reserven bewusst gemacht hat, verfügen viele Länder zwar über strategische Ölreserven, nicht jedoch über Düngemittelreserven. Dies führt dazu, dass die Notfallmaßnahmen bei einer weltweiten Düngemittelknappheit völlig unzureichend sind. Da die Frühjahrsaussaat auf der Nordhalbkugel unmittelbar bevorsteht, wird eine Verknappung der Düngemittelversorgung dazu führen, dass die landwirtschaftliche Produktion in Ländern, die über unzureichende Reserven und Produktionskapazitäten verfügen und in hohem Maße von Importen abhängig sind, ins Straucheln gerät. So ist beispielsweise Indien mit seinen 1,4 Milliarden Einwohnern bei Stickstoffdüngemitteln stark vom Nahen Osten abhängig. Brasilien ist zwar eine Agrarmacht, stellt jedoch ein Schwachpunkt in der globalen Lebensmittelversorgungskette dar und ist in hohem Maße von Phosphat- und Stickstoffdüngern aus Saudi-Arabien und Oman abhängig. Sollte es zu einer Unterbrechung der Lieferungen kommen, würde die Soja- und Maisproduktion des Landes drastisch einbrechen. Südostasien ist ein wichtiges Reisanbaugebiet mit hohem Bedarf an Stickstoffdünger und muss sich zwischen Industrie, Stromerzeugung und Düngemitteln entscheiden. In Afrika befinden sich sogar fünf der zehn Länder mit der höchsten Abhängigkeit von Düngemitteln aus dem Nahen Osten, darunter vier, die von den Vereinten Nationen als am wenigsten entwickelte Länder eingestuft werden. Der Sudan durchlebt ohnehin bereits die weltweit schwerste humanitäre Krise, während China inmitten all dieser Not eine außergewöhnliche Stabilität an den Tag legt. Wie groß ist die chinesische Düngemittelindustrie eigentlich? Sie produziert weltweit etwa 44 % der Phosphate, 30 % der Stickstoffdünger, 23 % der Schwefeldünger und 13 % der Kalidünger. Insbesondere die Stickstoffdüngerproduktion ist so groß, dass China zu einem wichtigen Lieferanten für zahlreiche Länder geworden ist. Fast die Hälfte der Stickstoffdünger in Südostasien, insbesondere über 80 % in Indonesien, stammt aus China. Auch in afrikanischen Ländern wie Nigeria sind es über 80 %. Indien verfügt zwar über eigene Produktionskapazitäten, war jedoch bisher nicht bereit, Düngemittel aus China zu beziehen, weshalb der chinesische Marktanteil dort sehr gering ist. Aufgrund seiner übermäßigen Abhängigkeit von den Golfstaaten steht das Land nun mit leeren Händen da und beginnt, Harnstoff aus China zu kaufen. Wir werden auf jeden Fall vorrangig unsere eigene Versorgung sichern, denn die Ernährungssicherheit hat oberste Priorität. Der landwirtschaftliche Verbrauch von Harnstoff im Inland erreichte bereits 2015 seinen Höhepunkt und ist seitdem seit zehn Jahren rückläufig. Dennoch werden weiterhin neue Harnstoffwerke gebaut und die Produktionskapazitäten ausgebaut. Warum? Das Ziel ist es, die Nachfrage der chemischen Industrie nach Kohle aufrechtzuerhalten. Diese Kohle, die nicht zur Stromerzeugung genutzt wird, kann zur Herstellung von kohlebasiertem Harnstoff verwendet werden, um Arbeitsplätze und das BIP der Kohleindustrie zu sichern. Die neu geschaffene Harnstoffkapazität wird im Wesentlichen für die Herstellung von Möbeln, Baumaterialien und Schornsteinfiltern genutzt. In diesem Jahr wird in China voraussichtlich eine zusätzliche Harnstoffkapazität von 5,07 Millionen Tonnen hinzukommen, wodurch die Gesamtproduktion 76,5 Millionen Tonnen erreichen wird – die Versorgung ist also zweifellos ausreichend. Lediglich Schwefel, der zur Herstellung von Phosphatdünger benötigt wird, stellt eine Schwachstelle dar; etwa die Hälfte davon wird importiert. Deshalb haben wir den Export von Phosphatdünger bis zum 31. August ausgesetzt, die strategischen Düngemittelreserven aktiviert, die Rückgewinnung von Schwefel aus der Erdölraffination und der Kohlechemie verstärkt und die Importkanäle erweitert. Schwefel ist zudem ein Nebenprodukt der Kupfer- und Kobaltminen in Afrika. Angesichts dieser vielschichtigen Absicherungsmaßnahmen stellt das Problem mit Phosphatdünger kein großes Problem dar. Die Chinesen verfolgen eine strategische Herangehensweise und legen Wert auf das „Bottom-Line-Denken“. Die USA legen hingegen keine strategischen Düngemittelreserven an, weshalb sie im Falle einer Versorgungsunterbrechung kaum in der Lage wären, diese kurzfristig zu beheben. So kündigten sie beispielsweise am 13. an, Düngemittel aus Venezuela zu importieren, um die „großartigen amerikanischen Landwirte“ zu unterstützen. Doch da die venezolanische Düngemittelindustrie ebenso wie die Rohölindustrie im Niedergang begriffen ist, ist eine kurzfristige Steigerung der Produktion schlichtweg unmöglich. China ist besonders entschlossen, die Ernährung der Bevölkerung zu sichern; selbst wenn die Versorgung bereits gesichert ist, wollen wir noch eine zusätzliche Absicherung schaffen. Langfristig gesehen wird die Bevölkerungszahl jedoch zurückgehen, wodurch sich auch der Druck auf die Anbauflächen verringern wird. Daher sind US-Strategieexperten der Ansicht, dass China, sollte die Getreideproduktion auf diesem hohen Niveau bleiben, in Zukunft wahrscheinlich zu einem bedeutenden Getreideexporteur werden wird. Zu diesem Zeitpunkt könnte sich das strategische Denken der chinesischen Entscheidungsträger von einer defensiven zu einer offensiven Haltung wandeln – weg von der Sicherung der eigenen Nahrungsmittelversorgung hin zur Entscheidung darüber, wer sich seine Nahrungsmittel leisten kann. Die aktuelle Nahostkrise könnte China also zu der Erkenntnis führen: Wenn der Iran Öl als Waffe einsetzen kann, wird China dann in zukünftigen Konflikten vielleicht Düngemittel nutzen, um die Lebensadern seiner Gegner zu kontrollieren? Wenn dem so ist, dann würden nicht nur Hightech-Produkte durch Seltene Erden blockiert, sondern sogar der Gürtel durch Düngemittel enger geschnallt.
阿拾
20. Sept. 2026
Liebe Leser, in letzter Zeit diskutieren tatsächlich viele Menschen über „Das Kapital“ und die Krise des Kapitalismus, insbesondere im chinesischen Internet, wo sich zahlreiche Menschen wieder mit den Gedanken von Marx auseinandersetzen. Ich stelle fest, dass man in den USA verzweifelt versucht, den Kapitalismus zu retten, indem man menschliche Arbeitskraft durch KI und Automatisierung ersetzt – was doch ein wenig lächerlich ist. Tatsächlich könnte der eigentliche Grund dafür jedoch darin liegen, dass die Technologie die Grenzen der physikalischen Gesetze noch nicht überwinden konnte. Die physikalische Welt verharrt nach wie vor auf dem Stand der Einstein-Ära, und in Bereichen wie der Quantenmechanik gab es noch keinen grundlegenden Paradigmenwechsel. Daher bleibt als einzige Möglichkeit zur Ausbeutung der Arbeitnehmer nur noch das „996“-Modell – „intensiv“ und „extensiv“. Hinter der Verbreitung des „996“-Modells verbirgt sich tatsächlich der Rückstand in der technologischen Entwicklung. Würde es einen technologischen Durchbruch geben, könnten sich die Arbeitsverhältnisse vielleicht entspannen. Dennoch ist das „996“-Modell tatsächlich zu einem Sinnbild für die angespannten Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld geworden. Ich erinnere mich, dass während meines Masterstudiums ein Kommilitone bei einer staatlichen Behörde arbeitete. Als er einmal hörte, dass wir uns noch mit dem „Kapital“ beschäftigten, sagte er: „Ihr beschäftigt euch immer noch mit dem ‚Kapital‘? Das ist ja regelrecht reaktionär!“ Damals spürte ich sofort, dass hinter dieser Frage tiefere Gründe steckten. Das Wort „reaktionär“ hat mich tief beeindruckt, denn zu jener Zeit studierten wir alle Marxismus und politische Ökonomie, und das „Kapital“ war natürlich eine kritische revolutionäre Theorie. Aber warum bezeichnen manche es heute als reaktionär? Dahinter stehen tatsächlich Veränderungen im historischen und zeitlichen Kontext. Ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre vollzog unser Land den Übergang zur Marktwirtschaft, während „Das Kapital“ davon ausgeht, dass die Marktwirtschaft interne Widersprüche birgt und der Sozialismus daher eine planmäßige und ausgewogene Entwicklung verfolgen sollte. Die Einführung der Marktwirtschaft führte bei vielen Menschen tatsächlich zu einem kognitiven Bruch. Damals fiel es vielen schwer, anhand von „Das Kapital“ zu erklären, warum das System der Planwirtschaft aufgegeben wurde. Wir mussten uns dem Studium der neoklassischen Wirtschaftstheorie des Westens zuwenden. Doch diejenigen, die sich wirklich intensiv mit dem Marxismus auseinandersetzen, können aus historischer Perspektive die praktische Bedeutung von „Das Kapital“ nach wie vor erkennen. Denn Marx erkannte das Problem des Mehrwerts sowohl in der Urgesellschaft als auch in der modernen Industriegesellschaft. Nach 1978 wurden Frieden und Entwicklung zum Leitmotiv der Zeit, doch damals schenkte man diesen Theorien noch keine große Beachtung. Seit 2018 jedoch, wenn man diese Fragen erneut betrachtet, stellt man fest, dass sie nach wie vor von großer Bedeutung sind. Die alten Revolutionäre, die den historischen Wandel miterlebt haben, ließen sich nicht vollständig von oberflächlichen Trends täuschen, sondern waren in der Lage, einen Schritt zurückzutreten und das Wesen der Probleme zu erkennen. Heute sehen wir, dass Trumps Politik, die Lage im Iran und sogar Chinas Reform- und Öffnungspolitik die praktische Bedeutung dieser Theorien widerspiegeln. Das „996“-Phänomen gehört genau zu der von Marx beschriebenen Kategorie der „Produktion des absoluten Mehrwerts“ – der Ausbeutung des Mehrwerts durch die Verlängerung der Arbeitszeit. Marx war der Ansicht, dass nach der industriellen Revolution die Produktion des relativen Mehrwerts die Oberhand gewann, das heißt, die Erzeugung von Mehrwert stützte sich zunehmend auf den technischen Fortschritt und nicht mehr auf die Verlängerung der Arbeitszeit. Marx war der Ansicht, dass nach der industriellen Revolution die Produktion des relativen Mehrwerts zur vorherrschenden Produktionsweise wurde und der Mehrwert hauptsächlich durch den technischen Fortschritt und nicht durch die Verlängerung der Arbeitszeit erzielt wurde. Die Methoden der Feudalherren und Sklavenhalter, die Menschen wenig zu essen gaben, sie zu harter Arbeit zwangen und den gesamten Überschuss an sich rissen, gehören ebenso wie das heutige „996“-Modell in manchen Unternehmen zur Kategorie der absoluten Mehrwertproduktion. Je weiter die Entwicklung voranschreitet, desto größer wird der technologische Anteil, während der Anteil der durch blutigen Schweiß erzwungenen Arbeit immer geringer wird. Dies lässt sich in der Geschichte tatsächlich nachvollziehen. Marx’ Theorie liefert zwar ein tiefgreifendes Verständnis der inneren Widersprüche des Kapitalismus, doch betonte er zugleich, dass Produktionsverhältnisse sich nicht nur an die Entwicklung der Produktivkräfte anpassen, sondern diese auch behindern können. Lenin entwickelte diesen Gedanken weiter und wies darauf hin, dass der Kapitalismus seine inneren Widersprüche verschärft und letztendlich zur Entstehung einer neuen Produktionsweise führt. In der Zeit der Dritten Internationale wurden insbesondere die Widersprüche zwischen dem Kapitalismus und den Kolonien sowie den Ländern der Dritten Welt hervorgehoben. Daher sind sowohl die chinesische Revolution als auch die Revolutionen in anderen rückständigen Ländern konkrete Umsetzungen dieser Theorie. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das derzeitige gesteigerte Interesse am „Kapital“ zeigt, dass wir die Bedeutung hinter dieser Theorie noch tiefer verstehen müssen. Das „996“-Phänomen ist lediglich eine konkrete Ausprägung dieser Theorie in der heutigen Zeit.
阿拾
20. Sept. 2026
Liebe Leserinnen und Leser, in den letzten Tagen haben chinesische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Science“ eine Studie über die Auswirkungen der Politik zum Ausbau der Photovoltaik auf die Vogelvielfalt veröffentlicht, deren Ergebnisse heftige Kontroversen ausgelöst haben. Einige kritisieren, dass damit ausländischen Kritikern an der chinesischen Photovoltaikindustrie „Munition geliefert“ werde, doch meiner Meinung nach sollten wir uns lieber auf die Studie selbst konzentrieren und prüfen, welchen Wert sie tatsächlich hat. Diese Studie ist in der Tat bahnbrechend. Sie untersucht auf nationaler Ebene den Zusammenhang zwischen Photovoltaik und Ökologie. Die zentrale Schlussfolgerung lautet: Mit jedem Anstieg der Intensität der Photovoltaik-Politik um eine Standardabweichung sinkt der Shannon-Diversitätsindex der lokalen Vogelwelt um 2,1 %. Diese bahnbrechende Natur beeinträchtigt jedoch auch die wissenschaftliche Stringenz der Studie. Sehen wir uns nun den Argumentationsverlauf an. Zunächst sammelten die Forscher Dokumente zur Photovoltaik-Industriepolitik von Regierungsbehörden aller Ebenen im ganzen Land und erstellten auf der Grundlage der Bewertung der administrativen Verbindlichkeit einen Politikstrengeindex (PSI) auf Kreisebene. Anschließend wurde die Vogelvielfalt anhand von Daten, die von Vogelbeobachtern ebenfalls auf Kreisebene gesammelt wurden, mithilfe des Shannon-Index quantifiziert. Mithilfe einer Regressionsanalyse wurde eine Korrelation zwischen einem Anstieg des PSI und einem Rückgang des Shannon-Index festgestellt. Dieser Effekt konzentriert sich vor allem auf wirtschaftlich entwickelte Regionen und nicht auf die „Drei-Nord“-Regionen, in denen Photovoltaikanlagen besonders dicht installiert sind. Hinter dieser Schlussfolgerung verbergen sich jedoch einige Probleme. Erstens haben sich die Photovoltaik-Industrie und die Politik im Laufe der letzten zehn Jahre ständig verändert. Im Zeitraum 2021–2023 verlagerte sich die Standortwahl für Photovoltaikanlagen in den Nordwesten Chinas, und die umweltschutzrechtlichen Auflagen wurden verschärft. Die Forscher haben nicht konkret analysiert, welche politischen Maßnahmen die Ökosysteme beeinflusst haben, sondern pauschal festgestellt, dass „die Politik die Schuld trägt“ – eine Schlussfolgerung, die allzu stark vereinfacht ist. Zweitens weist die Wahl des Shannon-Index Mängel auf. Er umfasst zwei Dimensionen: Artenreichhaltigkeit und Gleichmäßigkeit. Wenn beispielsweise an einem Ort fünf seltene Vogelarten mit jeweils 20 Exemplaren vorkamen, diese später vollständig ausstarben und gleichmäßig durch fünf gewöhnliche Vogelarten ersetzt wurden, lässt sich anhand des Shannon-Index keine Veränderung feststellen. Wenn jedoch eine dieser Arten die Nische dominiert und die Bestände der anderen vier Arten zurückgehen, sinkt der Shannon-Index. Dieser Index kann nicht eindeutig aufzeigen, ob die Anzahl der Vogelarten abgenommen hat oder ob sich eine bestimmte Vogelart verstärkt konzentriert hat. Daher sollte dies separat ausgewiesen werden. Zudem wurden in der Studie Vögel zur Bewertung der biologischen Vielfalt herangezogen. Im Westen gibt es zahlreiche Vogelbeobachter und umfangreiche Datenbestände, während die Daten des chinesischen Vogelbeobachtungszentrums relativ lückenhaft sind. Die Beobachtungsdaten sind ungleichmäßig verteilt, wobei die ersten zehn Plätze von Großstädten oder neuen Großstädten eingenommen werden. Faktoren wie das wirtschaftliche Niveau und die Verkehrsanbindung beeinflussen die Datenverteilung, haben jedoch keinen direkten Bezug zum Grad der Vogelvielfalt. Zudem stellt der Einfluss von Fixeffekten auf die Erklärungskraft des Modells ein Problem dar. Die Forscher haben Störfaktoren wie Zeit und Ort nicht wirklich herausgerechnet. Zwar hat die Einbeziehung von Fixeffekten den Bestimmtheitsmaß-Koeffizienten R² des Modells erhöht, doch lässt sich daraus nicht ableiten, wie stark die Photovoltaik-Politik selbst zur Erklärung beiträgt. Um die durch Fixeffekte verursachte künstliche Überbewertung zu beseitigen, sollte das Modell das „Within-R²“ berücksichtigen. Schließlich können die Forscher auch nicht mit Sicherheit feststellen, ob die ökologische Degradation an einem bestimmten Ort auf die Photovoltaikindustrie oder auf andere menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist. Nehmen wir zum Beispiel Zhejiang: Dort sind die Photovoltaik-Maßnahmen zwar sehr intensiv, doch der Shannon-Index ist gesunken und die Zahl der Vogelbeobachter ist stark angestiegen – wie lässt sich da feststellen, dass dies tatsächlich auf die Photovoltaik zurückzuführen ist? Auch wenn die logische Argumentationskette der Arbeit nicht lückenlos ist, bringt sie doch ein sehr wertvolles Konzept auf den Weg – die „minderwertige Begrünung“: Aus der Satellitenperspektive erscheinen Photovoltaik-Anlagen grün und ökologisch gesund, doch in der Praxis werden dort oft schnellwachsende, monokulturelle Grasarten angebaut, wodurch das komplexe Ökosystem tatsächlich bereits zerstört ist. Daher ist die Empfehlung, bei der Entwicklung der Photovoltaik die biologische Vielfalt strenger zu schützen, durchaus sinnvoll. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Studie zwar einige Schwachstellen aufweist, aber wichtige Forschungsthemen aufgreift. Sie hat eine breite gesellschaftliche Debatte angestoßen und die Aufmerksamkeit auf die ökologischen Auswirkungen der Energiewende gelenkt. Auch wenn die Stichprobe der Studie so groß ist, dass sie etwas zu allgemein ausfällt, ist es doch positiv, dass sie eine rationale Diskussion angeregt hat. Hoffentlich werden sich in Zukunft mehr Laien an solchen öffentlichen akademischen Diskussionen beteiligen, damit die Wissensproduktion demokratischer wird. Man sollte sich nicht von Titeln einschüchtern lassen, sondern Fakten darlegen und vernünftig argumentieren – das ist die Haltung, die im Zeitalter des Internets angebracht ist.
阿拾
19. Sept. 2026
Liebe Leser, heute möchte ich über einen Artikel mit dem Titel „Die chinesische Wirtschaft zieht jeden in den Abgrund“ sprechen. Der Autor greift das Thema der Überkapazitäten auf, um die Auswirkungen Chinas auf die Weltwirtschaft zu erörtern. Die Logik dieses Artikels gleicht einem betrunkenen Boxer, der, obwohl er selbst kaum auf den Beinen steht, dennoch darauf besteht, andere zu schlagen. Aber je absurder etwas ist, desto lieber lesen wir es. Dieser Artikel ist genau das: Ich schlucke den Abschaum für euch und lasse euren Blutdruck für euch steigen. Zunächst kritisiert der Autor die Subventionen für Chinas Fertigungsindustrie und behauptet, diese würden anderen die Arbeitsplätzen wegnehmen und zu Arbeitslosigkeit unter westlichen Arbeitern führen. Das ist schlichtweg ein Witz. Subventionen dienen nun einmal dazu, schwache Industriezweige und Arbeitsplätze zu stützen. Außerdem beruht die Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Fertigungsindustrie nicht auf Subventionen, sondern auf Technologie, Qualität und Service. Subventionen sind lediglich ein Hilfsmittel; die Arbeitslosigkeit im Westen ist vielmehr das Ergebnis der dortigen industriellen Umstrukturierung. Was die Verlagerung von Industriezweigen ins Ausland angeht, so sind hier die Marktgesetze am Werk – ein natürliches Produkt der Globalisierung. Zweitens wird behauptet, China lege mehr Wert auf Produktion als auf Konsum und subventioniere die Produzenten, um eine führende Position in der Industrie zu erlangen. Das ist schlichtweg eine Falschbehauptung. Im Klartext bedeutet das, dass chinesische Verbraucher die Verbraucher weltweit subventionieren. Aber die Ausländer sagen doch immer, chinesische Waren seien günstig – warum empfinden wir das dann selbst nicht so? Tatsächlich dienen Chinas Subventionen vor allem der Aufrechterhaltung der sozialen Stabilität und der Modernisierung der Industrie. Außerdem sind die chinesischen Verbraucher weitaus versierter als die Ausländer; sie wissen die Vorteile preiswerter und qualitativ hochwertiger Produkte viel besser zu schätzen. Schließlich schlägt der Autor vor, Handelsbarrieren gegen chinesische Waren zu errichten, um durch den Verlust des Marktes das chinesische Industriesystem zu ruinieren. Das ist schlichtweg selbstverschuldetes Leid. Mal ganz ehrlich: Wer würde eine solche Behandlung ertragen? Die westlichen Länder können sich das gar nicht leisten – ohne günstige Konsumgüter würden die Lebenshaltungskosten in die Höhe schnellen, und wütende Wähler würden die Regierungen schnell zu Fall bringen. Das wäre wohl eine Strategie, bei der man 500 Feinde tötet, sich selbst aber 1.000 Schaden zufügt. Was Jostanhaugs Kritik an der Überkapazität angeht, so ist diese geradezu genial. Er sagt, China habe keine Überkapazitäten, da es 1,4 Milliarden Menschen gebe – 17 % der Weltbevölkerung, die 14 % des Handelsvolumens ausmachen – und der Handelsüberschuss pro Kopf bei etwas mehr als 800 US-Dollar liege, was deutlich niedriger sei als in einem exportorientierten Land wie Deutschland. Doch niemand wirft Deutschland Überkapazitäten vor, während man China dies vorwirft. Der Grund dafür ist ganz einfach: Das Gesamtvolumen ist groß, und das Gesamtvolumen ist groß, weil es zu viele Menschen gibt. Soll man sich etwa nicht weiterentwickeln, nur weil es viele Menschen gibt? Das ist ein gemeinsamer Ausgangspunkt, den er und ich teilen. Weltweit sind alle Menschen gleich; wer oben und wer unten steht, ist nur eine vorübergehende Erscheinung. Wenn man diesem Ausgangspunkt zustimmt, sollte man die industrielle Modernisierung Chinas und den fairen Wettbewerb in China unterstützen. Doch wenn China direkt mit westlichen Industrien konkurriert, verpackt der Westen Zollbarrieren unter dem Deckmantel der „Fairness“ – das ist wirklich eine hinterhältige Masche. Tatsächlich zwingt China niemandem etwas auf; die meisten Verbraucher und Hersteller kaufen gerne chinesische Produkte – sie sind preiswert, von guter Qualität und umweltfreundlich. Warum sollte man sie also nicht kaufen? Im Bereich der grünen Energie ist China sogar noch stärker. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern rettet auch den Planeten. Westliche Kritiker behaupten jedoch, China beeinträchtige die Wettbewerbsfähigkeit anderer Länder und damit die Beschäftigungslage. Doch China tut dies nicht absichtlich, sondern beschreitet den Weg des Gegenangriffs der Industrienationen. Genau diesen Weg müssen Entwicklungsländer historisch zwangsläufig gehen – China hat ihn lediglich besonders effizient zurückgelegt. Hauges Artikel „Warum Entwicklungsländer die Industrialisierung nicht überspringen können“ ist besonders aufschlussreich. Er sagt, Chinas Entwicklung folge nicht den Prinzipien des Freihandels, sondern wende sich gegen diese. Denn Freihandel sei an sich ungerecht und stelle eine asymmetrische Struktur dar, die zum Vorteil des Westens geschaffen wurde. Durch staatliche Eingriffe ist es China gelungen, sich aus seiner untergeordneten Position in der Weltwirtschaft zu befreien. China hat die Globalisierung nicht abgelehnt, sondern lediglich die Liberalisierung. Diese Vorgehensweise widerspricht zwar den Dogmen des Neoliberalismus, hat den Unternehmen jedoch geholfen, an die Spitze der Nahrungskette zu gelangen, was im Westen für Unbehagen sorgt. Meine Damen und Herren, Chinas Entwicklung spricht für sich. Was Haug sagt, können wir zwar kritisieren, aber nicht leugnen. China hat auf seine eigene Weise Erfolg gehabt und die bestehende wirtschaftliche Hierarchie durchbrochen. Genau das ist der Grund, warum der Westen dies als unrechtmäßig ansieht. Anstatt also nach Ausreden zu suchen, sollten wir lieber mit China zusammenarbeiten, um die globalen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.
阿拾
19. Sept. 2026
Hallo zusammen, heute ist Wochenende, und da gleich die Live-Übertragung ansteht, lassen Sie uns einfach ein bisschen plaudern. Ich habe kürzlich von der zweiminütigen Entlassungswelle bei Lenovo gehört – das war ziemlich schockierend. In der gesamten ISG (Infrastructure Solutions Group) in Shanghai wurden Hunderte von Mitarbeitern auf einen Schlag entlassen. Lenovo zieht sich im Inland zurück und expandiert gleichzeitig nach Indien – aus geopolitischer und industrieller Sicht ist das eine ziemlich komplexe Angelegenheit. Am 1. Dezember kündigte Lenovo kurzfristig eine 15-minütige Online-Besprechung an, doch der leitende Manager, der die Besprechung leiten sollte, kam 13 Minuten zu spät. Da nur noch zwei Minuten Zeit waren, wurde eine aufgezeichnete Nachricht abgespielt, in der einseitig mitgeteilt wurde: Die Entscheidung des Unternehmens laute, dass alle Anwesenden „optimiert“ würden – Ende der Sitzung. Die Mitarbeiter kritisierten, dass Lenovo dies zwar als „besondere Belohnung für das Team“ verpackte, es sich in Wirklichkeit aber um eine Abfindung handelte. Jeder musste sich je nach seinen Fähigkeiten um „N plus 2“ oder „N plus 3“ bemühen; wer Glück hatte, konnte vielleicht sogar „N plus 6“ erreichen. Lenovo hatte erst Ende letzten Monats den Finanzbericht für das zweite Quartal veröffentlicht. Die Zahlen waren gut: Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg um 15 %, der Umsatz der ISG-Sparte um 24 % – man kann sagen, dass dies sehr beeindruckend war. Daher konnten sich viele nicht vorstellen, dass ausgerechnet der ISG-Bereich gestrichen wurde. ISG ist einer der drei Hauptgeschäftsbereiche von Lenovo, die beiden anderen sind der Bereich für intelligente Geräte (IDG) und der Bereich für Lösungsdienstleistungen (SSG). ISG setzt auf Stabilität, während SSG sehr hohe Gewinne erzielt. ISG verzeichnet das höchste Umsatzwachstum, seine Rentabilität ist jedoch sehr unbeständig. Ursprünglich ging der Geschäftsbereich aus dem Servergeschäft von IBM hervor und wurde später als DCG (Data Center Group) weitergeführt. Nach der Umstrukturierung zur ISG im Jahr 2021 umfasste er Cloud-Dienste und KI-Infrastruktur. Im Hardware-Bereich konkurrierte er mit Dell und HPE, wobei der Preiskampf die Gewinnmargen in der Branche auf ein Minimum drückte. Auch die Cloud-Dienste erzielen gute Umsätze und hohe Absatzzahlen, doch die Bruttomarge liegt unter dem Branchendurchschnitt. Der ISG-Bereich war in den Jahren 2023–2024 einmal profitabel, doch da Lenovo nun sein 40-jähriges Jubiläum feiert, kündigte Yang Yuanqing an, die KI-Transformation im nächsten Jahrzehnt zu beschleunigen. Daher werden massive Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt, insbesondere in zukunftsweisende Bereiche wie Hochleistungsrechnen und Flüssigkeitskühlung. Diese strategischen Investitionen verursachen enorme Anfangskosten, was in diesem Quartalsbericht zu einem Verlust von über 30 Millionen US-Dollar führte. Die Rentabilität der bestehenden Geschäftsbereiche reicht nicht aus, um die neue Kostenstruktur zu tragen, was dazu führt, dass der gesamte Geschäftsbereich etwas unrentabel erscheint. Lenovos Vorgehen in dieser Phase ist sehr entschlossen, ja sogar radikal. Betroffen ist nicht nur die ISG in Shanghai, sondern auch die Forschungs- und Entwicklungsteams für Software, Firmware und Betriebssysteme an anderen Standorten, die für den Geschäftsbereich tätig sind. Es wurden nicht nur Stellen im Inland abgebaut, sondern im Juli auch mehr als 100 Mitarbeiter in den USA entlassen. Neben dem Stellenabbau gibt es aber auch Expansionen. Lenovo betrachtet Indien als entscheidende Plattform für die Zukunft und positioniert das Land als Drehscheibe für KI-Entwicklung, Halbleiterfertigung und digitale Infrastruktur. In Bangalore hat das Unternehmen ein KI-Zentrum errichtet, dessen Personalbestand rasch von 400 auf 1.400 Mitarbeiter ausgebaut werden soll. Dazu gehört auch ein Werk in Chittorgarh, in dem KI-Server und GPU-Einheiten produziert werden sollen. Geplant ist, den Umsatz in Indien in den nächsten drei Jahren zu verdoppeln. Warum die Verlagerung von China nach Indien? Hinter der Ressourcenoptimierung und strategischen Neuausrichtung auf Konzernebene stehen Marktbedingungen, Fachkräfte und geopolitische Faktoren. Der indische Markt wächst rasant, und in allen Branchen besteht Bedarf an KI-Lösungen. Zudem verfügt das Land über eine große Zahl kostengünstiger, junger IT-Fachkräfte. Die Regierungsinitiative „Make in India“ sowie finanzielle Anreize tragen ebenfalls dazu bei, die Betriebskosten zu senken. Ein weiterer entscheidender Aspekt ist die Diversifizierung der Lieferkette zur Vermeidung potenzieller Zollrisiken. In der globalen Lieferkette ist derzeit das Konzept „China plus eins“ vorherrschend, d. h., neben China wird ein weiterer Standort – in der Regel Indien, Vietnam oder Mexiko – als Produktionsstandort außerhalb Chinas ausgewählt. Dies stärkt die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und verringert das Risiko. Dies ist ein Aspekt, den jedes multinationale Unternehmen berücksichtigen muss. Lenovo hat sich bereits frühzeitig und sehr durchdacht mit diesem Thema auseinandergesetzt. Vor seinem 20-jährigen Jubiläum hieß das Unternehmen „Legend“ und wurde anschließend in „Lenovo“ umbenannt, um die Registrierung im Ausland zu vereinfachen. Man kann sagen, dass Lenovo schon sehr früh begonnen hat, seine strategische Ausrichtung aus einer globalen Perspektive zu betrachten. Liebe Zuschauer, heute ist Wochenende – lassen Sie uns über diese Themen sprechen. Wir sehen uns um 21:30 Uhr im Livestream.
阿拾
19. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, ich muss mit Ihnen darüber sprechen, wie dieser „Traum“ vom Frieden in der Ukraine und die „Geschäftspraktiken“ der USA ein Duett bilden. Selenskyj wollte ursprünglich einen „Mittelweg“ einschlagen, musste jedoch feststellen, dass es diesen Mittelweg gar nicht gibt. Der „Friedensplan“ der USA für die Ukraine wurde immer weiter gekürzt, von 28 auf 19 Punkte. Die gestrichenen neun Punkte dienten offensichtlich dazu, das „Ansehen“ der Ukraine zu wahren – es handelte sich um Bestimmungen, die das Territorium und die Größe der Streitkräfte betrafen. Nun ist Zelenskyy wohl klar geworden, dass die USA ihm keinesfalls aufrichtig und ernsthaft die territoriale Integrität und eine ausreichend starke Armee zugestehen werden. Diese neun Punkte stellen die grundlegenden Meinungsverschiedenheiten zwischen Russland und der Ukraine dar, und es ist noch fraglich, ob Russland den 19 Punkten überhaupt zustimmen wird. Sollte Russland der Ansicht sein, dass der neue Friedensplan dem Geist des Treffens zwischen Putin und Trump in Anchorage widerspricht, müsste man wieder von vorne anfangen. Russland treibt seine Expansion fort, und Trump drängt die Ukraine erneut, sich ins „Feuer“ zu stürzen. Der ehemalige US-Diplomat in Kasachstan und Georgien, Courtney, schrieb in Beiträgen für das „RAND-Institut“ und die „The Hill“, dass die Ukrainer zäh und selbstbewusst seien, entschlossen, weiterzukämpfen, und keinen Waffenstillstand wollten. Die ukrainische Führung ist der Ansicht, dass Russland nicht über die militärischen Kräfte verfügt, um den Sieg zu erringen, während die Ukraine an der Spitze einer militärischen Revolution stehe und die Front im Osten auch ohne teure Waffen verteidigen könne. Wenn man das so hört, scheint die Ukraine bereits die Oberhand zu haben und könnte in ein paar Jahren wohl Moskau einnehmen. Werfen wir jedoch einen genaueren Blick auf Georgien, wo er tätig ist: Georgien ist ebenso wie die Ukraine ein Ziel der NATO-Osterweiterung. Viele Experten für internationale Beziehungen sind der Ansicht, dass der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine im Grunde darauf hinausläuft, dass die USA Militärstützpunkte bis ins russische Hinterland errichten wollen. Russland hat rote Linien gezogen, doch die eigensinnigen USA schenken dem keine Beachtung. Tatsächlich sind die eigenwilligsten Akteure die außenpolitische Strategie der USA und der sogenannte „tiefe Staat“ im Geheimdienstbereich. Für sie gilt: Macht ist Wahrheit, und eine normale, gleichberechtigte Diplomatie wird von ihnen mit Verachtung gestraft. Normale Diplomatie wird von ihnen als Instrument für „Regimewechsel“ und „heimliche Subversion“ missbraucht. Im Jahr 2010 wollte der ukrainische Präsident Janukowitsch zwischen Russland und dem Westen neutral bleiben, doch die ehemalige US-Botschafterin bei der NATO, Nuland, bestimmte 2014 in einem Telefonat die Nachfolgeregierung der Ukraine. Dieses Gespräch wurde später von Russland im Internet veröffentlicht, doch die USA leugneten dies weiterhin. Diese Art der „offenen geheimen Subversion“ ist tatsächlich zu einer Vorgehensweise der USA geworden; während des Kalten Krieges gab es 64 verdeckte und 6 ganz offene Fälle. Von 1946 bis 2000 griffen die USA in 81 ausländische Wahlen ein. Auf lange Sicht haben die USA dadurch weltweit Konflikte und Sicherheitsabhängigkeiten geschürt und einen riesigen Interessenblock geschaffen, den sogenannten „Militär-Industrie-Komplex“. Der heutige militärisch-industrielle Komplex ist eigentlich schon „in die Jahre gekommen“, und die neuen Interessengruppen haben angesichts endloser Kriege kein Interesse daran; daher gibt es Präsidenten wie Trump, die überall verkünden: „Ich bin von Natur aus nicht kriegerisch, sondern nur daran interessiert, Konflikte zu beenden.“ Doch innerhalb des Landes gibt es nach wie vor eine mächtige Opposition, die Trump daran hindert, seine Haltung zu mildern, und die die von ihm angestrebten radikalen Veränderungen verhindern will. So wurde beispielsweise der ursprüngliche 28-Punkte-Friedensplan – obwohl manche ihn als Wunschliste Russlands bezeichneten – den USA eigentlich nicht abträglich, sondern lediglich der Osterweiterung der NATO; daher stieß er in der amerikanischen Politik auf breite Kritik, insbesondere seitens des politischen Establishments. Unter dem Einfluss der gemeinsamen Bemühungen der Ukraine und Europas wurde der Plan nun auf 19 Punkte reduziert, wodurch die Osterweiterung der NATO nicht mehr eingeschränkt wird und somit auch die eigentliche Ursache für die von Russland eingeleitete Militäraktion nicht beseitigt wird; er fand daher schnell breite Unterstützung seitens des politischen Establishments. Nächste Woche wird der Sonderbeauftragte für russisch-ukrainische Angelegenheiten, Witekow, mit einer Delegation nach Moskau reisen, um mit Putin zu sprechen; ich bin diesbezüglich pessimistisch. Ein Teil des Abkommens, der Trump sehr am Herzen liegt, ist die sogenannte „Geldklausel“ – die Investition von 10 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen russischen Vermögenswerten in den Wiederaufbau der Ukraine, wobei die USA die Hälfte der daraus resultierenden Dividenden erhalten sollen. Dieses aus dem Nichts geschaffene Geld – tatsächlich befinden sich nur etwa 5 Milliarden US-Dollar an russischen Vermögenswerten in amerikanischer Hand, der Großteil liegt bei den G7-Staaten, der EU und der Europäischen Clearingstelle. Trump will einfach zu sehr abkassieren. Noch beängstigender sind jedoch jene, die sagen: „Der Ruhm gebührt der Ukraine.“ Beide Arten von Menschen sind schlecht, aber die letzteren sind noch schlimmer.
阿拾
19. Sept. 2026
Liebe Leser, lassen Sie uns heute über einen kürzlich erschienenen Artikel in der Zeitschrift „Foreign Affairs“ sprechen. Die Autorin Jennifer Lind vom Royal Institute of International Affairs in Großbritannien – was hat sie zu sagen? Schauen wir uns das zunächst einmal genauer an. ### Die Illusion der Multipolarität In diesem Artikel heißt es, dass die Welt nicht so multipolar ist, wie viele glauben, sondern dass nach wie vor die beiden Supermächte USA und China das Sagen haben. Das kommt einem doch irgendwie bekannt vor, oder? Schließlich waren während des Kalten Krieges auch die USA und die Sowjetunion die beiden Supermächte. Die Autorin argumentiert jedoch, dass der derzeitige Wettbewerb zwischen den USA und China zwar intensiv sei und beide Länder von kleineren Verbündeten bei der Abgrenzung ihrer Einflusssphären unterstützt würden, diese Konstellation aber stabiler sei als ein multipolares System – schließlich würde ein Mitwirken vieler Länder nur zu Chaos führen. ### Die Schwelle zur Großmacht Anschließend erläutert sie ausführlich die Kriterien für den Status einer „Großmacht“: Ein BIP, das 17 % bis 45 % des BIP der führenden Macht übersteigt, oder ein kombinierter Wert aus Wirtschaftsgröße und Wohlstandsniveau (BIP multipliziert mit dem Pro-Kopf-BIP), der 8 % bis 28 % des Wertes der führenden Macht erreicht. Nach diesen Maßstäben liegen sowohl das BIP als auch der Gesamtindikator Chinas weit über dem Niveau, das historische Großmächte im Durchschnitt aufweisen. Mit anderen Worten: China strebt keine Vorherrschaft an, sondern möchte lediglich nicht übersehen werden. ### Die „Verteidigungsstrategie“ der USA Nun stellt sich die Frage: Was macht die USA? Die USA sind dabei, ihre „Festung“ zu verteidigen, d. h. ihre Interessen in Lateinamerika vor einer Aushöhlung zu schützen. Kürzlich haben die USA eine nationale Sicherheitsstrategie veröffentlicht, in der ausdrücklich betont wird, den Fokus auf die westliche Hemisphäre zu richten, in Brasilien einzugreifen, Argentinien zu unterstützen sowie Venezuela und Panama unter Druck zu setzen. Ist das nicht eine Reaktion auf Chinas Einfluss im eigenen Hinterhof? ### Chinas Monroe-Doktrin? Natürlich könnte auch China eine eigene Monroe-Doktrin verfolgen, d. h. in Ostasien einen eigenen Einflussbereich aufbauen, die Nachbarstaaten dazu zwingen, sich von den USA zu lösen, und sogar versuchen, die USA aus Ostasien zu verdrängen. Das erinnert natürlich an imperialistische Machenschaften. ### Die Sorge vor einem Zweimacht-Wettstreit Die Autorin äußert diesbezüglich Bedauern und Besorgnis. Sie ist der Ansicht, dass die Welt ohne einen vollständig von den USA dominierten Frieden – die sogenannte „Pax Americana“ – wieder in den Zustand der Spannungen aus der Zeit des Kalten Krieges zurückfallen würde. Dies hat kürzlich auch der deutsche Bundeskanzler Merz so formuliert. ### Die Welt nach dem unipolaren Zeitalter Wie wird also die Welt nach dem unipolaren Zeitalter aussehen? Die Sichtweise der Autoren kehrt zu der Zeit vor dem Kalten Krieg zurück. Wird China zu einer solchen Supermacht werden? Werden mittelgroße oder gar kleine Staaten ihre Handlungsfähigkeit vollständig verlieren? All diese Fragen bleiben abzuwarten. ### Unsicherheit der Weltordnung Derzeit ist die internationale Ordnung sehr instabil. Man betrachte Indien, das wieder von „Hühnchenberg“ spricht – diese Besessenheit ist wirklich tief verwurzelt. Ein Bericht des australischen Lowy-Instituts sieht Indien zwar positiv, vergibt ihm jedoch nur 40 Punkte und ordnet es damit in dieselbe Kategorie ein wie Singapur, Nordkorea und Brunei. Wie sich diese multipolare Welt letztendlich entwickeln wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Insgesamt erinnert uns dieser Artikel in „Foreign Affairs“ daran, dass die Welt möglicherweise nicht so komplex ist, wie wir uns das vorstellen. Die USA und China nehmen in diesem bipolaren Gefüge nach wie vor eine dominierende Stellung ein, doch der Wettbewerb und die geopolitischen Spannungen werden deshalb nicht verschwinden.
阿拾
19. Sept. 2026
Hallo zusammen, ich heiße Yu Zhongmei – ja, genau, Zhongmei, Yu Zhongmei, Zhongmei Zhongmei – mein Name ist eine lebendige Brücke zwischen China und den USA. Ich bin eine in Dalian geborene und in den USA aufgewachsene US-Amerikanerin. Mein Vater war früher Korrespondent der „New York Times“ im Weißen Haus, meine Mutter ist Englischlehrerin – sie wollten, dass ich ein Bindeglied zwischen China und den USA werde. Und ich? Ich interessiere mich eigentlich mehr für Kunst. In den 1980er Jahren kamen meine Eltern aus den USA nach Dalian in China, wo ich geboren wurde. Als ich sechs Jahre alt war, zog die ganze Familie zurück in die USA – zu einer Zeit, als Chinas Reform- und Öffnungspolitik gerade erst begann. Sie wollten, dass ich das Chinesische nicht vergesse, und so wurde ich zu einer regelmäßigen Besucherin der chinesischen Kultur. Nach unserer Rückkehr in die USA hängten meine Eltern Aushänge an Bushaltestellen in Madison auf, um Kontakt zu den Familienangehörigen chinesischer Gastwissenschaftler aufzunehmen und sie zu bitten, mir Chinesisch beizubringen. Meine Schwester wurde in den USA geboren, kehrte aber mit uns nach Dalian zurück, um dort zur Schule zu gehen. Sie gaben ihr den Namen „Dalian“ und sagten, „Dalian“ sei auf Englisch ein schöner Name. Was mich betrifft, so waren sie der Meinung, ich solle ein anderes Leben führen, und gaben mir daher den Namen „Zhongmei“. Nachdem ich mit sechs Jahren in die USA zurückgekehrt war, besuchte ich dort die Schule bis zur 12. Klasse. Meine Eltern fanden, es sei an der Zeit, sich niederzulassen, doch ich wollte zurück nach China, um dort mein Glück zu versuchen. Die Hochhäuser in Peking und die roten Mauern mit den blauen Dachziegeln der Verbotenen Stadt faszinierten mich. Doch nachdem ich in den USA aufgewachsen war, wurde mir klar, dass ich doch nach China zurückkehren und Chinesisch lernen wollte – das war für mich ganz selbstverständlich. Bevor ich volljährig wurde, war ich noch ein- oder zweimal in China, diesmal jedoch nicht zum Studieren, sondern zum Reisen. Besonders Peking gefiel mir – dieses Gefühl, das mir gleichzeitig vertraut und fremd war. Also beschloss ich, in Peking zu studieren, doch meine Eltern befürchteten, ich würde mich nicht mit dem Status quo zufrieden geben. Aber ich dachte mir: In China kann ich mich viel natürlicher auf Chinesisch verständigen. Warum sollte ich dann in die USA gehen, um Chinesisch zu lernen? Das wäre nur mit viel Aufwand verbunden. Mein Bachelorstudium absolvierte ich an der Beijing Normal University, wo ich klassischen chinesischen Tanz studierte. 56 ethnische Gruppen, sieben oder acht bedeutende Dynastien – jede Dynastie und jede ethnische Gruppe hat ihre eigenen spezifischen Tänze und Trachten. Diese Vielfalt hat mich am meisten fasziniert. Später kam mir der Gedanke, an der Kommunikationsuniversität (CUC) Rundfunkmoderation zu studieren. Der Grund war ganz einfach: Ich lernte Chinesisch durch die Nachrichtensendung „Xinwen Lianbo“ und fand, dass die Moderatoren eine hervorragende Ausdrucksweise hatten. Als ich nachfragte, stellte sich heraus, dass sie alle Absolventen der CUC waren. Ich erkannte, dass ich dort ein tieferes Verständnis für China gewinnen könnte – nicht nur für den Tanz, sondern auch für Geschichte und Kultur. Während meines Studiums nahm ich an der Sendung „Chinese Bridge“ teil. Dieser Wettbewerb hat meinen Lebensweg verändert. Seitdem habe ich begonnen, mich über meine eigenen Social-Media-Kanäle auszudrücken. Ich schaue mir jeden Tag meine Videos an und passe sie ständig an, in der Hoffnung, besser zu werden. Aber eigentlich bin ich nie gut genug. Wenn ich mir die Werke anderer anschaue, habe ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt. Nach meinem Abschluss an der Kommunikationsuniversität arbeitete ich zunächst im Bereich Englischunterricht für Kinder und wechselte erst später nach und nach zum Beruf der Social-Media-Bloggerin. Jeden Tag denke ich darüber nach: Was möchte ich eigentlich sagen? Ich habe festgestellt, dass die Kommentarbereiche in den sozialen Medien wie eine Bühne voller gemischter Gefühle sind. Ich habe angefangen, die Kommentare anderer zu sammeln und zu analysieren. Vielleicht ist das wertvoller, als mich selbst auszudrücken. Jetzt denke ich jeden Tag darüber nach, wie ich mit meinen Beiträgen in den sozialen Medien die kulturelle Kluft zwischen China und den USA überbrücken kann. Ich hoffe, dass ich zu einem Bindeglied zwischen diesen beiden Welten werden kann. Auch wenn das nicht einfach ist, bin ich bereit, es zu versuchen. Schließlich ist das Leben doch wie ein Abenteuer, oder?
阿拾
18. Sept. 2026
Leute, lasst uns mal über China reden. Genauer gesagt: Der Ort, den ich am liebsten besuchen würde, ist der Nordosten. Warum? Die Geschichte und Kultur des Nordostens sind einfach unglaublich faszinierend. In diesem Zusammenhang möchte ich zunächst etwas über meine Eltern erzählen. Sie stammen aus dem Nordosten, aber ich selbst war noch nie dort. Ich bin zwar in ganz China herumgereist, war aber kaum im Nordosten. Dalian – das ist der Ort, an dem ich am liebsten studieren würde. Warum? Weil Dalian anders ist als andere Städte im Nordosten. Es hat seine eigene, einzigartige Geschichte und seine eigenen Geschichten. Aber kommen wir doch noch einmal auf den Nordosten zurück. Der Nordosten, insbesondere die Provinz Liaoning, mit Hafenstädten wie Dalian, birgt unzählige Kriegsgeschichten. Der Koreakrieg und die verschiedenen Konflikte mit den Nachbarländern verleihen dieser Region einen ganz besonderen historischen Charakter. Meine Eltern mochten diese Gegend damals besonders gern. Warum? Wegen der Herzlichkeit der Menschen dort. Sie sagten, die Menschen im Nordosten seien warmherzig, hätten viele Freunde und würden sich gegenseitig helfen. Das sind genau die Geschichten, die mir meine Eltern in meiner Kindheit erzählt haben. Als Nächstes wollen wir über die verschiedenen Ebenen der chinesischen Kultur sprechen. Traditionelle Aspekte, wie zum Beispiel das Zubereiten von Jiaozi, sind das, was China der Außenwelt vermitteln möchte; die „Chinese Bridge“-Veranstaltungen hingegen zeigen ein modernes, offenes Bild des Landes. Hinzu kommt die Kultur der Basis sowie die verschiedenen Phänomene im Internet – frisch und interessant. Wenn ich mit diesen Dingen in Berührung komme, fühle ich mich wie ein Fisch im Wasser. Meine Eltern haben mir beigebracht: China, das ist Jiaozi-Machen. Stimmt, auch die Menschen im Nordosten machen Jiaozi. Aber das ist nur die Sichtweise meiner Eltern, denn sie leben eben im Nordosten. Was ich von klein auf gesehen habe, ist mein authentischster Eindruck von China. Doch dank des gut ausgebauten Internets habe ich nun Zugang zu viel mehr Dingen. Nirgendwo gibt es „authentische“ Menschen – das gilt auch für die USA. Kürzlich fragte mich ein Follower auf TikTok, wo es im Sommer in China am meisten Spaß mache. Ich fragte ihn zurück: China ist so groß – wohin möchtest du denn gerne? Im Nordosten gibt es im Winter Schnee und Eis, Hainan und Fujian kann man zu jeder Jahreszeit besuchen – überall gibt es tolle Orte. Aber ich mache mir wirklich Sorgen, dass man die Vielfalt Chinas einschränkt, wenn man dem Land ein Etikett aufklebt. Wenn man zum Beispiel sagt, man müsse unbedingt in den Nordosten fahren, um Jiaozi zu essen, ist das dann nicht viel zu eng gefasst? Die traditionelle chinesische Kultur, mit der ich seit meiner Kindheit in Berührung gekommen bin – wie zum Beispiel der Satz „Erst planen, dann handeln“ aus „Die Kunst des Krieges“ von Sun Tzu –, lässt mich China als besonders interessant empfinden. Ins Englische übersetzt heißt das „think before you act“, doch im Chinesischen wirkt „ erst planen, dann handeln“ so feierlich, dass man den Eindruck gewinnt, es seien die Worte eines Weisen. Ich habe in letzter Zeit darüber nachgedacht, ob ich meine Forschung zweisprachig betreiben sollte, um diese Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das ist vielleicht mein Vorteil als Beobachter, denn ich habe großes Interesse an dieser Art von Forschung. Lassen Sie uns nun über die „Woke“-Kultur sprechen. Früher habe ich diesen Begriff nicht ganz verstanden, aber später habe ich festgestellt, dass es sich dabei lediglich um Menschen handelt, die selbst Nachforschungen anstellen und neue Ideen vorbringen. Manche halten das für übertrieben, andere befürchten, dass es die Meinungsfreiheit bedroht. Das hat mich daran erinnert, dass die „Woke“-Einstellung der Generation meiner Eltern eigentlich genauso war. Sie waren offen für Neues, zum Beispiel für Reisen nach Indien oder China. War das nicht das „Woke“ ihrer Generation? Mit zunehmendem Alter hat sich ihre Einstellung jedoch gefestigt. Der „Kulturkrieg“, von dem heute die Rede ist, scheint wieder ein neuer Kreislauf zu sein. Wie die Daoisten sagen: Alles dreht sich im Kreis. Meine Damen und Herren, lassen Sie uns nun noch einmal über den „Kulturkrieg“ in den USA sprechen. Manche sagen, die USA steuerten auf einen Bürgerkrieg zu, aber ich glaube, dass die USA schon immer von verschiedenen Konflikten geprägt waren. Das ist das Fundament unseres Landes. Durch Konflikte haben wir gelernt, friedlich miteinander zu leben. Das sind meine Beobachtungen zur chinesischen und amerikanischen Kultur und meine einzigartige Perspektive als Beobachter.
阿拾
18. Sept. 2026
Hallo zusammen, ich habe heute den ganzen Tag auf die Kinder aufgepasst und hatte eigentlich nicht vor, etwas zu schreiben. Aber gerade bin ich beim Blättern in einem Buch auf einen Absatz gestoßen, den ich ziemlich interessant fand, und möchte ihn daher mit euch teilen. Auch bei uns im Land geht es derzeit unglaublich hart zur Sache – alle sind wie „Könige des Wettbewerbs“, und der interne Wettbewerb ist so heftig, dass sogar die Luft angespannt wirkt. Wenn wir uns die Geschichte ansehen, waren die Amerikaner in der Blütezeit ihrer Fertigungsindustrie ebenfalls die „Könige des Wettbewerbs“. In den Augen der Europäer war der amerikanische Wettbewerb geradezu beängstigend. Und die Briten? Die standen morgens auf und genossen noch ein üppiges englisches Frühstück – sie konnten überhaupt nicht nachvollziehen, wie die Amerikaner so etwas Unmenschliches wie das „Frühstücksmeeting“ erfinden konnten. Nicht nur beim Frühstück gab es Besprechungen, sondern auch beim Mittag- und Abendessen? Die Amerikaner müssen wohl verrückt sein, dass sie ständig Besprechungen abhalten, um ihren Magen zu füllen. Noch abstoßender ist, dass es beim Essen nur darum ging, die Speisen so schnell wie möglich zu verzehren, ohne auf den Geschmack zu achten. Schnell und ohne Umschweife den Magen füllen und dann sofort zurück an die Arbeit – das war das Wichtigste. Im Jahr 1820 übernachteten Europäer in einem Hotel in Boston und stellten fest, dass die Ausstattung erstklassig und prunkvoll war. Doch die Menschen dort waren wirklich unausstehlich: Eine Mahlzeit dauerte nur fünf bis zehn Minuten, und sobald sie fertig waren, herrschte ein riesiges Durcheinander, das überhaupt nicht zum Ambiente des Hotels passte. So verhalten sich die Amerikaner seit jeher: Alle opfern bewusst den Geschmack zugunsten der Geschwindigkeit. Deshalb gibt es bei ihnen keine echte Gourmetküche, sondern nur Fast Food. Es ist sozusagen das „industrielle Omelett“ – ein Produkt der Behelfsmäßigkeit. In dem Buch heißt es weiter, dass die Amerikaner diese Art des Über-die-Runde-Kommens auf eine Werteebene gehoben und mit der protestantischen Ethik verknüpft haben. Man vergleicht sich gegenseitig, wer am stärksten nach Arbeit riecht, und verachtet im Gegenzug die Hedonisten. Eine Stunde länger zu essen oder zu schlafen bedeutet, eine Stunde weniger zu arbeiten und eine Stunde weniger Gott zu dienen. Nicht nur beim Essen, sondern bei allem, was sie tun, streben die Amerikaner nach Schnelligkeit: Sie gehen wie im kleinen Laufschritt und fahren Auto, als ginge es um Leben und Tod. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, investieren die Autohersteller weitaus mehr in die Geschwindigkeit als in Sicherheit und Kraftstoffersparnis. Das gilt auch für andere Produkte: Der Markt hat sich an Zeitersparnis und Effizienz gewöhnt, und diese Einstellung hat sich tief in den Köpfen der Menschen verankert. Deshalb werden die Unternehmen dazu gezwungen, nach Geschwindigkeit und Effizienz zu streben. Die hergestellten Produkte müssen benutzerfreundlich sein, sich reibungslos bedienen lassen und dürfen keinerlei Mängel aufweisen, die die Handgeschwindigkeit beeinträchtigen. Auf der Weltausstellung im Crystal Palace im Jahr 1851 waren die Briten von der rasanten Entwicklung der USA überwältigt und stellten fest, dass die Amerikaner die schnellsten Menschen der Welt seien – niemand könne mit ihrem Tempo beim Leben und bei der Fortpflanzung mithalten. Na gut, lassen Sie uns das heute einmal ganz offen ansprechen: Das Buch heißt „Hundert Jahre Fließband“; wer Interesse hat, kann es sich gerne einmal ansehen. Dass wir heute am Fließband stehen, Schrauben festziehen, Fertiggerichte essen und unbezahlte Überstunden machen – all das ist ein Segen für uns Arbeiter. Wir haben schon alles Mögliche aus den USA ausprobiert, aber zum Glück kommen bald die Fertiggerichte – die schmecken am besten. Es ist wirklich anstrengend, seine Kinder zum Lernen anzutreiben.
阿拾
18. Sept. 2026
Leute, heute mache ich einen Spaziergang durch die Altstadt von Belgrad. Dieser Ort ist wirklich magisch: Wenn man vom Hotel aus die Brücke überquert, gelangt man direkt an die Save. Auf der anderen Seite der Brücke kostet Benzin an der Tankstelle 194DNR neun Yuan. Mit dem serbischen Geld lässt sich ganz einfach rechnen: Im Grunde muss man nur durch 100 teilen, um den Gegenwert in US-Dollar zu erhalten, und in Renminbi umzurechnen ist dann noch einfacher. Wenn man von hier aus die Brücke überquert, gelangt man in die Neustadt, und nach einer halben Stunde Fußweg erreicht man die Altstadt. Ich steige auf meinen kleinen blauen „Ritter“ Walt und los geht’s! Kaum hatte ich die Brücke über die Save überquert, sah ich ein heruntergekommenes Bürogebäude, in dem es besonders viele Mücken gab. Dort fuhren Straßenbahnen hin und her, und ich fragte mich unwillkürlich: Warum mögen die Leute Straßenbahnen eigentlich so gerne? Ach ja, die französische Botschaft liegt ganz in der Nähe. Gegenüber liegt die Belgrader Festung, auf die ich gerade zusteuere. Vor der Festung schaut sich eine Gruppe Menschen die Weltmeisterschaft an – Portugal hat gegen wen unentschieden gespielt. Ich halte kurz an, um mir das Spiel anzusehen, und gehe dann in die Festung hinein. An den Mauern der Festung weht noch immer die serbische Flagge – ich weiß nicht, ob das im Rahmen einer internationalen Ausstellung so ist. Ich sehe ein seltsames Graffiti mit der Aufschrift „Trig Love“, das mich an ein Spiel namens „Trig Love“ erinnert, das ich als Kind gespielt habe. Es hatte anscheinend etwas mit slawischen Märchen und Mythen zu tun, aber daran kann ich mich jetzt nicht mehr genau erinnern. Das Graffiti ist wirklich sehr grob gemalt, und ich mag solche Graffitis immer weniger. Ich fragte meinen Freund, ob das der Ort sei, an dem wir gerade vorbeigekommen seien. Mein Freund sagte, das sei genau die Brücke, über die ich gerade gegangen sei. Die Fantasie von Kindern ist wirklich etwas seltsam; ich vermute, dass das Graffiti wohl von Erwachsenen gemalt wurde. Ach ja, meine Freunde kommen aus Montenegro, „Monte Negro“. Als ich sie begrüßte, grüßte mich auch ihr kleiner Bruder. Hm, ich erzählte ihnen, dass ich aus Shanghai komme, und die beiden kleinen Brüder grüßten mich auf Chinesisch. Während ich so weiterging, trafen hier die Donau und die Sava aufeinander; die Donau fließt nach Osten, die Sava in Nord-Süd-Richtung. Die Altstadt von Belgrad liegt auf dieser Seite des Zusammenflusses, die Neustadt auf der anderen Seite. Das „Xiaomi“, in dem ich wohne, liegt genau dort, und dahinter befindet sich das Hotel. Dort gibt es das „Fontana“-Hotel, und direkt daneben befindet sich das ehemalige Gelände der chinesischen Botschaft in der Bundesrepublik Jugoslawien. Abends kann man dort ganz sicher spazieren gehen. Ich überquerte die Sava-Brücke und sah ein Schild für ein Militärmuseum. Seltsam, gibt es hier wirklich ein Militärmuseum? Ich dachte mir aber nichts weiter dabei und ging weiter. Ich sah eine Straßenreportage; sie drehten gerade ein Interview auf der Straße, was ziemlich professionell wirkte. Daneben befand sich ein Laden, auf dessen Schild „FC Red Star Belgrad“ stand, und ich entdeckte auch das Logo von Gazprom – dieser Sponsor hat es wirklich in sich! Zurück auf der Sava-Brücke sah ich ein Transparent mit der Aufschrift „Katsvojska na Kosopo Vrati“, was so viel bedeutet wie „Die serbische Armee kehrt nach Kosovo zurück“ – das klang ziemlich patriotisch. Das mittlere Transparent stach besonders hervor: Die Logos der NATO und der EU waren beide durchgestrichen. Hm, dieses Transparent ist wirklich ziemlich provokant. Leute, das war mein Streifzug durch die Straßen von Belgrad. Dieser Ort ist wirklich voller seltsamer Dinge und ziemlich interessant.
阿拾
18. Sept. 2026
Leute, dieser Think Tank ITIF ist wirklich völlig außer sich. Eine umfangreiche dreiteilige Berichtsserie – ich fasse sie euch in fünf Minuten zusammen. Angesichts des Niedergangs der US-Automobilindustrie ist ITIF natürlich in Panik. Allein der erste Teil des Berichts umfasst 20.000 Zeichen – wäre ich dafür verantwortlich, hätte ich ihn wohl längst auf ein paar Tausend Zeichen gekürzt. Diese Think-Tank-Leute sehen tagtäglich, dass die US-Automobilindustrie schwächelt, während chinesische Autos auf dem Vormarsch sind – das treibt sie in den Wahnsinn. Der erste Satz des Berichts lautet: „Die Automobilindustrie umfasst nicht nur die Fahrzeuge selbst, sondern hat auch Auswirkungen auf die nationale Stärke.“ Das ist zwar durchaus einleuchtend, aber entscheidend ist, wie man diese Erkenntnis nutzt. Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Wertschöpfungskette der Automobilindustrie sehr lang und umfasst Bereiche wie Brillen, Werkzeugmaschinen, Kunststoffe, Gummi, Elektronik und Halbleiter – sie kann den allgemeinen Wohlstand ankurbeln. Noch wichtiger ist, dass die nationale Stärke ein Kontinuum ist, das von der Rüstungsindustrie bis hin zu Unterwäsche und Unterhemden reicht – das sind die beiden Extreme. Dazwischen liegen duale Industrien wie die Luftfahrt und die Halbleiterindustrie sowie „negativ-energiebasierte Industrien“ wie die Automobilindustrie. Auch wenn die US-Automobilindustrie keine Autos mehr baut, laufen die Rüstungsunternehmen weiter – doch die Automobilindustrie umfasst technologische Entwicklung, Prozessinnovationen und die Ausbildung von Fachkräften, allesamt „industrielle Baustellen“, die der gesamten Fertigungsindustrie gemeinsam sind. Die US-Automobilindustrie hat bereits einen Großteil dieser unterstützenden „negativen Energiebranchen“ verloren, wodurch es dem gesamten Industriesystem erheblich an Widerstandsfähigkeit mangelt – genau das ist der Grund für die Besorgnis des ITIF. Die US-Automobilindustrie trägt jährlich 5 % zum BIP und 5 % zur Beschäftigung bei und schafft für vorgelagerte Branchen eine Zwischenwertschöpfung in Höhe von 591 Milliarden US-Dollar. In der Blütezeit des verarbeitenden Gewerbes stammten in den 1950er Jahren weltweit sieben bis acht von zehn Fahrzeugen aus den USA. Heute ist dieser Anteil auf 11 % gesunken, wobei chinesische Fahrzeuge 34 % davon ausmachen. Die drei großen US-Automobilhersteller Ford, General Motors und Chrysler hatten in den 1960er Jahren zusammen einen Marktanteil von 92 %, sind bis 2024 auf 38 % gesunken: GM von 51 % auf 17 %, Ford von 29 % auf 14 %; Chrysler, das sich in Stellantis umbenannt hat, ist aufgrund seiner geringeren Größe widerstandsfähiger gegenüber Einbrüchen. Der Marktanteil japanischer Autos stieg auf 37 % und gleicht sich damit dem der amerikanischen Autos an; hinzu kommen 11 % für südkoreanische und 10 % für europäische Autos. In den letzten 60 Jahren lässt sich die amerikanische Automobilindustrie in mehrere Phasen unterteilen. Von 1965 bis etwa 2000 war es eine mehr als 30-jährige Phase des Niedergangs, in der Japan, Europa und Südkorea die Konkurrenten waren. Nach dem Jahr 2000 erholte sich die Branche langsam und weckte zeitweise sogar Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung. Seit 2015 stellen die Auslagerung der Produktion nach Mexiko und die Elektroautos aus China eine noch größere Herausforderung dar. Der erste Niedergang der US-Automobilindustrie erfolgte durch die Niederlage gegen japanische Hersteller. Vor dem Hintergrund der beiden Ölkrisen wandten sich die Verbraucher sparsamen Kleinwagen zu, doch die US-Automobilindustrie hielt weiterhin stur an Fahrzeugen mit großem Hubraum fest und reagierte zu langsam. Entscheidend war das veraltete Managementsystem: Die drei großen Automobilkonzerne brauchten 10 bis 15 Jahre, um die japanische „Lean-Produktion“ zu erlernen. Die rückständige Produktionseffizienz verschaffte ausländischen Automobilherstellern einen Vorteil auf dem US-Markt. Was die Herausforderung durch Elektrofahrzeuge angeht, ist die US-Automobilindustrie umso unwilliger, sich damit abzufinden, da sie selbst die Erfinder der Elektroautos und Batterien war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als das Stromnetz noch nicht flächendeckend ausgebaut war, waren ein Drittel aller Fahrzeuge auf den Straßen der USA Elektroautos. Die heute gängigen Lithium-Eisenphosphat-Batterien wurden ursprünglich an der University of Texas entwickelt und vom Start-up-Unternehmen A123 kommerzialisiert. Da die grundlegenden Fertigungskompetenzen jedoch nicht den Anforderungen entsprachen, ging das Unternehmen in Konkurs und wurde von einem chinesischen Unternehmen übernommen, wodurch ein Technologietransfer vollzogen wurde. In dem Bericht wird eingeräumt, dass Chinas Führungsposition in der Batterietechnologie ausschließlich auf entsprechende Innovationen zurückzuführen ist. Derzeit macht Chinas Batterieproduktionskapazität 85 % der weltweiten Kapazität aus – das ist das Zwölffache der US-Kapazität. Bei den Patenten für Elektrofahrzeugbatterien hält China einen weltweiten Anteil von 74 %, Japan 9 % und die USA 6 %. Wie erklärt das ITIF den Erfolg der chinesischen Elektrofahrzeuge? Erstens durch technologische Innovation, zweitens durch staatliche Eingriffe, also durch „Innovationskommertialismus“. Das bedeutet, dass von Anfang an strategische Überlegungen des Staates dahinterstanden. Erstens kann die Entwicklung von Elektrofahrzeugen die Energiesicherheit verbessern und die Abhängigkeit von Ölimporten verringern. Zweitens sind technologische Durchbrüche bei Verbrennungsmotoren schwer zu erzielen; die Entwicklung von Elektrofahrzeugen ermöglicht es, die technologische Abhängigkeit von ausländischen Automobilherstellern zu überwinden. Drittens dient dies dem Umweltschutz und fördert eine nachhaltige Entwicklung. Da man sich für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen entschieden hat, wird vorrangig der Aufbau global wettbewerbsfähiger Automobilhersteller vorangetrieben. Zu den Fördermaßnahmen zählen politische Unterstützung, finanzielle Subventionen und der sogenannte „Diebstahl geistigen Eigentums“. Im Jahr 2020 stufte das US-amerikanische National Counterintelligence and Security Center Elektrofahrzeuge und Flugzeuge als vorrangige Bereiche für den Technologieerwerb durch China ein. Das ITIF räumt ein, dass die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Automobilhersteller auf unlautere Praktiken zurückzuführen sei, als könne die US-Regierung das Problem einfach durch ihr Eingreifen lösen – doch damit unterschätzt es die tatsächliche Bedrohung durch die chinesische Automobilindustrie. Drei Triebkräfte für Elektrofahrzeuge: erstens autonomes Fahren, zweitens softwaregesteuerte Fahrzeuge und drittens Elektrifizierung. Bei der ersten Triebkraft liegt die USA vorn, bei der zweiten gleichauf und bei der dritten im Rückstand. Wie dem auch sei, die US-Automobilindustrie hat ihre absolute Führungsposition im Bereich fortschrittlicher Automobiltechnologie bereits verloren. Die derzeitige Lage der US-Automobilindustrie ähnelt in gewisser Weise der Situation damals gegenüber der japanischen Konkurrenz, doch der Unterschied besteht darin, dass Japans Wettbewerbsfähigkeit auf Effizienzoptimierung beruhte. Chinesische Elektrofahrzeuge hingegen stellen eine umfassende Umwälzung dar, die mit höheren Risiken verbunden ist und möglicherweise den Verlust einer ganzen Ära zur Folge haben könnte. Diese Ära dauert nun bereits seit fünf Jahren an.
阿拾
18. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, lassen Sie uns heute über die neuesten Entwicklungen in Lateinamerika sprechen. Um ehrlich zu sein: Das ist wirklich ein großes Drama. Traditionell neigt Lateinamerika links zur China-Freundlichkeit und rechts zur US-Freundlichkeit, doch die USA haben Lateinamerika in letzter Zeit wie ihren eigenen Hinterhof behandelt, und Trump ist zum Anführer der globalen Rechten geworden. Was bedeutet das für uns in China? Auf die von den USA vorgeschlagene Strategie haben wir schnell reagiert und das „Strategiepapier zur Politik gegenüber Lateinamerika und der Karibik“ veröffentlicht. Darin heißt es, dass sich der große Wandel beschleunigt, sich das internationale Kräfteverhältnis tiefgreifend verschiebt und dass einseitiges, tyrannisches Verhalten den internationalen Frieden und die Sicherheit untergräbt. Nur wenige Tage später erwähnte ein scheinbar gewöhnlicher Bericht von CCTV eine Beobachtungs- und Austauschveranstaltung zu Pilotprojekten zum Einsatz von Waffen in der gesamten Armee. Eine Karte mit einer militärischen Simulationsübung erregte die Aufmerksamkeit der internationalen Medien, da sie auf den Golf von Mexiko und die Karibik ausgerichtet war. Das ist doch nichts anderes als „Im Stillen den Donner hören“! Was sagt das aus? Wir haben bei unseren militärischen Vorbereitungen keine Mühen gescheut – wir meinen es ernst. In Lateinamerika selbst hat sich der Wind in letzter Zeit stark gedreht, und rechte Kräfte sind deutlich im Aufwind. Der Anteil der Bevölkerung, der die Rechte unterstützt, hat einen historischen Höchststand erreicht. Chávez hatte gerade die erste „rosa Welle“ ins Leben gerufen, doch nun sieht sich das Regime von Maduro einer Subversionskampagne der USA ausgesetzt. Zahlreiche rechte Regierungen stehen dem hegemonialen Verhalten der USA hingegen skeptisch gegenüber und leisten sogar Unterstützung. Linke Oppositionelle könnten in diesem Jahr selbst in Schwierigkeiten geraten – das bedeutet, dass die zweite „rosa Welle“ in Lateinamerika abebbt und die „blaue Welle“ des rechten Konservatismus zurückkehrt. Im Oktober letzten Jahres fanden in Argentinien Zwischenwahlen statt, die als Test für die Akzeptanz von Mileís radikalen Reformen in der Bevölkerung galten – das Ergebnis war ein überwältigender Sieg für Mileí. In diesem Jahr will er sich als Anführer der Rechten profilieren und einen Gipfel der lateinamerikanischen Rechten organisieren. Der neue chilenische Präsident Castro, ein Bewunderer Pinochets, reiste unmittelbar nach seinem Wahlsieg nach Argentinien, um sich mit Milei abzustimmen. Pas in Bolivien besiegte im vergangenen Jahr die sozialistische Linke, die 20 Jahre lang an der Macht war; Novoa in Ecuador verfolgt eine pro-amerikanische Politik; und der neue Präsident von Honduras, Asfora, ein rechter Politiker, wird möglicherweise sein Wahlversprechen einlösen, die diplomatischen Beziehungen zu uns abzubrechen und wieder Beziehungen zu Taiwan aufzunehmen; und der Präsident von El Salvador, Bukele, dessen Zustimmungsrate im Inland weltweit zu den höchsten zählt und der sehr stabil im Amt ist. In den übrigen lateinamerikanischen Ländern finden in diesem Jahr Wahlen statt: Costa Rica, Kolumbien, Peru, Haiti und Brasilien – die Wahlausgänge dort könnten letztendlich zu einer weiteren Rechtsverschiebung in der Region führen. Einerseits erleben wir den kollektiven Niedergang der lateinamerikanischen Linken und den Machtantritt pro-amerikanischer Rechter, andererseits konzentrieren sich die USA auf die westliche Hemisphäre – bedeutet dies eine gegenseitige Annäherung und das Ende der CP? Nein, eine Annäherung ist möglich, ein Ende jedoch nicht zwangsläufig. In Lateinamerika gibt es tatsächlich viele konkrete politische Probleme bei der Regierungsführung, die schwer zu lösen sind. Die Wähler sind enttäuscht und schwanken daher zwischen links und rechts hin und her – es ist ihnen egal, wer an die Macht kommt. Was die USA betrifft, so hat die Trump-Regierung offen erklärt, die Führungsrolle der USA in der westlichen Hemisphäre wiederherzustellen und Konkurrenten außerhalb der westlichen Hemisphäre zu stoppen – das ist bereits sehr deutlich ausgedrückt und bedeutet nichts anderes als, sich gegenseitig zu schwächen und zum Rückzug zu bewegen. Viele interpretieren dies als „Vormarsch als Rückzug“, doch da die USA keine Absicht zeigen, sich aus Asien zurückzuziehen, dürfen wir nicht blind optimistisch sein. Daher wird das von unserem Land veröffentlichte Strategiepapier zu Lateinamerika und der Karibik von vielen politischen Analysten als Versuch gewertet, den Kampf bis vor die Haustür der USA zu tragen, und der Wettstreit zwischen China und den USA um den regionalen Einfluss wird sich weiter verschärfen. Im wirtschaftlichen und handelspolitischen Bereich vertiefen wir unsere Beziehungen zu Lateinamerika kontinuierlich; wir sind mittlerweile der wichtigste Handelspartner für die meisten lateinamerikanischen Länder. Über 20 Länder beteiligen sich an der „Belt and Road“-Initiative, und die Wirtschaftssysteme beider Seiten ergänzen sich in hohem Maße. Lateinamerika liefert Rohstoffe wie Eselsfleisch und Rindfleisch aus Argentinien sowie Eisen und Sojabohnen aus Brasilien, während China Industriegüter wie Elektroautos bereitstellt und in Infrastrukturprojekte wie die U-Bahn in Mexiko oder Wasserkraftwerke in Ecuador investiert. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Lateinamerika haben sich vom einfachen Rohstoffhandel hin zur technischen Zusammenarbeit in Bereichen wie Energie, Telekommunikation und Raumfahrt verlagert – etwas, das die USA sehr fürchten. Unsere Weltraumstation in Argentinien wurde wiederholt von Milei behindert; die USA betrachten sie als paramilitärische Einrichtung. Ebenso befürchten die USA, dass der Tiefseehafen Qiankai in Peru – an dem COSCO Shipping 60 % der Anteile hält und das ausschließliche Betriebsrecht besitzt – zu einem Versorgungsstützpunkt für die chinesische Marine werden könnte. Was die Venezuela-Frage betrifft, gibt es in US-amerikanischen Strategiekreisen selbst dann große Meinungsverschiedenheiten, wenn China lediglich diplomatische Solidarität bekundet: Die einen sind der Ansicht, dass China nur leere Versprechungen macht und die lateinamerikanischen Länder dazu veranlassen wird, die möglichen Sicherheitsrisiken einer Annäherung an China abzuwägen; die anderen glauben, dass das tyrannische Verhalten der USA einen gegenteiligen Effekt haben und Lateinamerika in die Arme Chinas treiben wird. Tatsächlich fürchten die USA vor allem den Verlust der Kontrolle über Panama; daher liefern sie sich mit uns ein Spiel um die Betriebsrechte der Hafenanlagen, da diese nicht nur eine Handelsroute darstellen, sondern auch den Weg der US-Marine zwischen den beiden Ozeanen bilden. US-Wissenschaftler haben sogar zahlreiche Szenarien für eine Blockade Panamas durch China aufgezählt, darunter die Inszenierung verschiedener Unfälle, das Sprengen von Schiffen zur Blockade der Durchfahrt oder sogar das Verlegen von Seeminen durch anti-amerikanische Kräfte. Insgesamt reagieren die USA äußerst sensibel auf die Sicherheitslage in Lateinamerika und der Karibik. Jeder noch so kleine Vorstoß unsererseits kann sie in Unruhe versetzen. Der Bericht von CCTV über die Kriegsspiel-Simulationen sendet tatsächlich ein starkes Signal aus. Am 19. Dezember führten 20 Einheiten der Streitkräfte und der militärischen Hochschulen in Xuchang Kriegsspiel-Simulationen zu verschiedenen Themen durch. Der Schwerpunkt lag eigentlich auf dem eigenständig entwickelten intelligenten Kriegsspiel-System, doch einige der gezeigten Bilder ließen die Nerven der Zuschauer flattern. Gezeigt wurden die Gewässer um Taiwan, Russland und Japan, doch am meisten beunruhigte die USA der Computerbildschirm eines Experten der Universität für Wissenschaft und Technologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften: Auf einer Karte Amerikas waren blaue und rote Punkte zu sehen – die „Rote Armee“ stand der „Blauen Armee“ in der Karibik gegenüber, während die „Blaue Armee“ in Texas eine zweite Verteidigungslinie aufbaute. Viele internationale Medien haben diese Szene aufgegriffen und interpretieren sie als Zeichen dafür, dass sich die strategische Perspektive der chinesischen Streitkräfte im Wandel befindet. Obwohl die Beziehungen zwischen China und Lateinamerika hauptsächlich wirtschaftlicher Natur sind und militärische Aspekte kaum eine Rolle spielen – warum richtet sich die Karte der chinesischen Militärsimulationen dann auf den Hinterhof der USA aus und simuliert einen Konflikt in dieser Region? Deutet dies darauf hin, dass China globale Hegemonie anstrebt? International gibt es vielfältige Spekulationen, doch tatsächlich handelt es sich eher um einen Fortschritt auf der Ebene der strategischen Wahrnehmung. Denn die USA haben bereits unzählige Male Militärübungen im Taiwan-Streit durchgeführt – ohne zu behaupten, dass es unbedingt zu einem Krieg kommen müsse –, doch in der Tat üben sie damit geopolitischen Druck auf Chinas Nachbarländer aus. Die Einbeziehung der Nachbarregionen der USA in unsere Militärsimulationen zeigt, dass diese Gebiete als Gegenstand strategischer Untersuchungen bereits in unseren langfristigen Blickwinkel gerückt sind. Dies ist im Grunde genommen Ausdruck dessen, dass China gerade dabei ist, ein strategisches Verständnis zu entwickeln, das seinem Status als Großmacht entspricht. Die USA müssen sich daran gewöhnen – genauso, wie wir uns an die Militärsimulationen des Pentagons gewöhnt haben. Daher finde ich, dass ABC News aus Australien die Lage gut zusammengefasst hat: Auch wenn ihre Position sich von unserer unterscheidet, heißt es dort, dass China zwar nicht aktiv nach einem Krieg strebt, der Welt aber zeigt, dass es bereit ist.
阿拾
17. Sept. 2026
Kaum war ich aus dem „Long Restaurant“ herausgekommen, warf ich einen Blick darauf. Was versteht man unter einem „Long Restaurant“? Für die Zuschauer von „Das Reich der Feinschmecker“ ist das ganz klar. Hinter all den kulinarischen Köstlichkeiten steht ein einfacher Satz: „Iss gut“ – das ist die Lebensweise der Chinesen und die Weltanschauung, auf der sie beruht. Keine Belehrungen, keine herablassenden Urteile. Allerdings sind einige Internetnutzer damit unzufrieden und sagen, der Antikriegsfilm habe diesmal den Imperialismus nicht hart angegriffen und die Aggressoren nicht scharf kritisiert, sondern sei stattdessen etwas zu versöhnlich. Ich finde das jedoch gut – der Koch ist schließlich kein „War Wolf“, er ist nur ein Staubkorn in dieser Zeit. An der Schnittstelle zwischen der westlichen und der nahöstlichen Zivilisation versucht er, sich so geschickt wie möglich durchzuschlagen. Auch wenn er sich sozusagen am Rande des Todes befindet, ist es doch eine sehr chinesische Art, den Menschen um ihn herum kleine Freuden zu bereiten und ihnen etwas Gutes zu essen zu geben. Diese Wärme im Magen kann zwar nur einen schwachen Lichtschimmer auf die Menschen um ihn herum werfen, doch sie wehrt die grausamste Entfremdung ab, die der Krieg den Menschen zufügt, und bewahrt die Grundwerte des Menschseins. Das ist gut so. Was die größeren Fragen angeht – wie wir den Frieden verteidigen können –, sollten wir darüber außerhalb des Films nachdenken. Insgesamt finde ich den Film großartig und kann ihn wärmstens empfehlen. Vor allem für diejenigen, die sich ein wenig mit der Zeitgeschichte des Nahen Ostens, westlichen Interventionen und der Entwicklung extremistischer Organisationen auskennen. Vieles im Film basiert auf realen Vorlagen; er handelt vom Irakkrieg und der Zeit der US-Besatzung nach dem Sturz Saddams. Damals gab es in Bagdad nicht nur ein einziges chinesisches Restaurant oder eine Farm, die von Chinesen betrieben wurden. Manche machten Geschäfte mit amerikanischen Soldaten, andere boten unschuldigen Einheimischen Schutz. Diese Geschichte ist im Wesentlichen aus dem Leben gegriffen. Auf irakischer Seite war der alte Za ein Parteifunktionär unter Saddams Vater. Damals wurde der gesamte Staatsapparat des Landes von den USA aufgelöst, und eine große Zahl militärisch ausgebildeter Menschen, die Waffen trugen, schlug den Weg des Widerstands ein. In den US-Gefängnissen kam es zu willkürlichen Verhaftungen und zahlreichen Justizirrtümern; gerade in diesen dunklen Kerkerzellen verschmolzen religiöser Eifer und demokratischer Widerstand miteinander. Der spätere Anführer des IS, al-Baghdadi, kam aus dem Abu-Ghraib-Gefängnis in Bagdad. In diesem Gefängnis kam es tatsächlich zu einem Ausbruch wie im Film, bei dem mindestens 500 Häftlinge flohen. Der IS bildete tatsächlich Kinder zu sogenannten „Indoktrinatoren“ des Kalifats aus, die an Terroranschlägen beteiligt waren. Man kann sagen, dass der gesamte Film – abgesehen von der chinesischen Küche als Lichtblick – sehr bedrückend ist. Ich möchte jedoch vor allem auf den einfachen Wert „Gut essen“, den China vermittelt, eingehen. Unsere Vorfahren sagten, die Landwirtschaft sei die Grundlage des Staates und die Ernährung die Grundlage der Staatsführung; nur wenn die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln gesichert ist, kann die politische Ordnung stabil bleiben. Es heißt, der Herrscher betrachte das Volk als seinen Himmel, und das Volk betrachte die Nahrung als seinen Himmel; nur wer den Himmel kennt und versteht, kann bestehen. Jede politische Ordnung muss der grundlegenden Frage der Ernährung Bedeutung beimessen und sich ihr anpassen. Das Regime von Saddam Hussein war aufgrund langjähriger Sanktionen stark von einem Lebensmittelrationierungssystem abhängig, was der Landwirtschaft zwar großen Schaden zufügte, aber dennoch als effizientes Verteilungssystem fungierte. Doch nachdem die US-Streitkräfte einmarschiert waren, wurde dieses an die Planwirtschaft angelehnte Zuteilungssystem marktorientiert umgestaltet, was schnell zu Hamsterkäufen und Chaos führte und einen systemischen Zusammenbruch zur Folge hatte. Daraufhin wurden in großem Umfang billige Hilfsnahrungsmittel eingeführt, was die einheimische Landwirtschaft noch stärker belastete. Zudem setzten die USA in den zehn Jahren von 2003 bis 2013 im Irak ein Gesetz zum Saatgutpatentrecht durch, das es internationalen Saatgutunternehmen erlaubte, vor Ort Saatgutpatente anzumelden, den Bauern jedoch untersagte, Saatgut aufzubewahren und zu vermehren. Dies schuf Geschäftsmöglichkeiten für Agrarkonzerne wie Monsanto und Cargill. Die irakischen Bauern hatten keine andere Wahl, als ihr Saatgut bei diesen Unternehmen zu kaufen. Dieses patentierte Saatgut wurde so gezüchtet, dass der Ertrag von Jahr zu Jahr abnahm; nach einer bestimmten Zeit musste man den Bestand erneuern, andernfalls drohte eine Klage wegen des Anbaus nicht patentierter Pflanzen. Dies stellte einen erheblichen Rückschlag für die irakische Landwirtschaft dar. Die irakische Landwirtschaft – angefangen bei der Landverteilung an Großgrundbesitzer während der britischen Kolonialzeit über die intensiven landwirtschaftlichen Betriebe unter Saddam bis hin zu den Auswirkungen der „Shock-Therapie“ während der Besatzungszeit durch die US-Streitkräfte, verbunden mit dem Bau großer Staudämme durch Nachbarländer im Oberlauf des Zweistromlandes – hat kontinuierlich zum Verfall des ländlichen Raums und zur Bodendegradation geführt. Der Irak hat sich nicht nur von einem selbstversorgenden Land zu einem Getreideimporteur gewandelt, sondern die Bevölkerung konzentriert sich zudem in den Städten, wodurch das Land in einen Teufelskreis der Ressourcenknappheit geraten ist. Wer tritt nun tatsächlich hervor, um dem Irak zu helfen? Genau dieses Agrar-Restaurant, das dafür sorgt, dass Sie gut essen können. Vor ein paar Tagen las ich einen Artikel eines irakischen Wissenschaftlers, in dem es darum ging, vom chinesischen Modell der ländlichen Wiederbelebung zu lernen und die „drei landwirtschaftlichen Bereiche“ nicht aufzugeben, da in vielen Teilen des Nahen Ostens das Problem der unausgewogenen Entwicklung besteht: Großstädte werden zu Quasi-Staaten, die unverhältnismäßig viele öffentliche Ressourcen absorbieren und damit großen Druck auf die Lebensbedingungen der Bevölkerung ausüben. Was ist also zu tun? Man muss von Chinas grünem Modell der ländlichen Wiederbelebung lernen. Tatsächlich sind in den letzten Jahren irakische Beamte, Wissenschaftler und Ingenieure nach China gekommen, um die Landwirtschaft zu studieren – insbesondere in den nordwestlichen Regionen –, um Erfahrungen in den Bereichen Landbewirtschaftung, Bekämpfung der Versalzung, Verhinderung der Wüstenbildung, Bewässerung, Armutsbekämpfung im ländlichen Raum und nachhaltiger Entwicklung zu sammeln. Zudem ist Chinas Modell, das die Zusammenarbeit von Kleinbauern mit moderner Technologie verbindet, für die Gegebenheiten im Irak besser geeignet als die im Westen üblichen mechanisierten Großbetriebe. Vor zwei Jahren wurde im Irak aufgrund von Wasserknappheit der Reisanbau vorübergehend verboten; nun beginnt man dort mit dem Anbau einer Hybridreissorte namens „Giri“, einer Kreuzung aus dem lokalen „Hupo-Reis“ und dem asiatischen „Jasminreis“. Die Züchtung dieser neuen, dürreresistenten Sorte orientiert sich stark an dem wissenschaftlichen Ansatz zur Nutzung von Hybridvorteilen, den das Team um Yuan Longping entwickelt hat. Zudem wurde im Irak früher Reis mittels Flutbewässerung angebaut; nun lernt man nicht nur das Prinzip der bewässerten Landwirtschaft kennen, sondern führt auch dürreresistente, ertragreiche Kulturpflanzen ein, um die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und Gemüse zu stabilisieren. Zudem unterstützt China den Irak durch Projekte zur Stickstoffgewinnung aus Meerwasser sowie durch die Nutzung von Seetang als Stickstoffquelle für industrielles Wasser, um die wertvollen Süßwasserressourcen für die Versorgung der Bevölkerung und die Landwirtschaft zu schonen. Im Rahmen der chinesischen Zusammenarbeit mit dem Ausland stellt der Irak keinen Sonderfall dar. Tatsächlich pflegen wir mit vielen vom Klimawandel bedrohten Ländern in Ostasien, Zentralasien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika eine intensive landwirtschaftliche Zusammenarbeit. Unser „Grüner Superreis“ beispielsweise ist ein landwirtschaftliches Projekt, das speziell für ressourcenarme Regionen entwickelt wurde. das früher hauptsächlich auf Asien ausgerichtet war, mittlerweile aber auch in afrikanische Länder vorgedrungen ist und Ländern wie Nigeria mit ihrer großen Bevölkerung dabei hilft, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Dort wurde eine „2-1“-Reissorte eingeführt, die ertragreich und krankheitsresistent ist sowie keine besonderen Bodenanforderungen stellt. Unter denselben Anbaubedingungen konnte der Ertrag pro Mu verdreifacht werden, was bei den lokalen Bauern großen Anklang findet. Unsere Landwirtschaftsexperten betreiben vor Ort nicht nur Forschung und Entwicklung, sondern kümmern sich auch um die Verbreitung der Technologien. Sie haben unzählige Male die Schwellen der Regierungsbehörden und die Schwellen der Felder am Dorfeingang überschritten, bevor sie die heutigen Erfolge erzielen konnten. Chinas internationaler Einfluss im Agrarbereich nimmt immer mehr zu, was die USA beunruhigt. Deshalb engagiert sich auch die USA in den Ländern des Südens, legt dabei jedoch den Schwerpunkt eher auf den freien Wettbewerb im Rahmen der Agrarmarktwirtschaft, die Verbesserung der Agrartechnologie und der Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Gewährleistung eines reibungslosen Handels mit Wirtschaftspflanzen. Insgesamt betrachtet wird die Landwirtschaft also als Geschäft betrieben. Doch sobald das Geschäft zu Marktliberalismus wird, kümmert es sich nicht mehr um die Grundbedürfnisse der einfachen Menschen – darum, ob man sich eine ordentliche Mahlzeit leisten kann oder nicht – das geht es nicht an. Ist es nicht so, dass in den USA in letzter Zeit heftig darüber diskutiert wird, dass sich Studenten kaum noch etwas zu essen leisten können, und dass ein „Barriso“-Taco 20 US-Dollar kostet? Die hohen Herren in den USA kümmern sich nicht um die Preise und fragen nicht, warum die Lebenshaltungskosten so hoch sind, sondern fragen stattdessen: „Warum isst du keine Instantnudeln?“ Wenn man sich über die Preise beschwert, will man eine präzise Planwirtschaft, „Kommunisten raus mit euch!“ – während Chinas Zusammenarbeit mit ihnen weniger auf die Kontrolle des Marktes abzielt als vielmehr auf die Steigerung der Produktion und die Erhöhung der Selbstversorgungsquote bei Lebensmitteln; das ist fast schon ein Wettstreit der Zivilisationen. Ob arm oder reich, egal wo auf der Welt man sich befindet – es gibt einen einfachen Gedanken: Ob Amerikaner oder Iraker – solange man ein Mensch ist, sollte man ein bescheidenes Leben führen und gut essen.
阿拾
17. Sept. 2026
Leute, die US-Präsidentschaftswahlen sind schon lange in die „Lähmungsphase“ eingetreten, da gibt es nichts mehr zu sagen. Seht ihr, ich habe schon so viele Folgen gemacht – habe ich Harris jemals erwähnt? Nicht ein einziges Mal. Sie ist nicht der Rede wert, diese Person scheint gar nicht zu existieren. Vielleicht hat sie wirklich Pech. Das Problem der Demokraten ist wohl kein Problem eines einzelnen Landes, sondern ein weltweites Übel. Es ist wie bei den US-Präsidentschaftswahlen: Eigentlich gab es noch ein bisschen Spannung – man wusste nicht, ob Dong Wang oder „Schlaf-König“ der bessere Spieler ist –, doch nach der ersten Debatte war die Spannung verflogen und es blieb nur noch ein Wettbewerb im Stil eines Kindergartens übrig. „Das hast du toll gemacht, du kennst alle Antworten. “ So ein Lob klingt wirklich wie das mündliche Lob einer Kindergärtnerin an ihre Schützlinge. Bei diesem Wettstreit scheint es nur „umgekehrte Gewinner“ zu geben, keine Verlierer. Doch der Wettkampf ist nun in die „Garbage Time“ eingetreten. So stark Dong Wang auch sein mag – man darf nicht erwarten, dass er gegen einen „Zombie“ gewinnen kann. Jetzt verlagert sich der Druck auf die Partei selbst. Innerhalb der Demokratischen Partei gibt es große Meinungsverschiedenheiten; Geldgeber und Medien üben hinter den Kulissen Druck aus, um Harris ins Rampenlicht zu rücken. Früher hieß es immer: „Das Land hat ein Gefängnis, der Heilige hat einen Schatz.“ Jetzt heißt es jedoch, Bidens bester Dienst am Land sei der Ruhestand, und manche schlagen sogar öffentlich vor, Bidens Beerdigung zu organisieren. Gewählt und doch nicht gewählt – dann wechseln wir doch lieber den Anführer. Meiner Meinung nach ist es egal, wen man aufstellt – niemand wird gewählt. Bei dem Niveau der Demokraten wäre Biden, wenn er nicht dement wäre, bereits der beste Kandidat. Es gibt nur diese wenigen Leute, und nun wird auch noch Harris auf die Bühne gedrängt – kann er da überhaupt gewählt werden? Er wird nicht gewählt. Dazu fehlt ihm die Fähigkeit. Die Republikaner durchbrechen mit Populismus die rechte Flanke – das ist zwar etwas unschön, aber effektiv. Zumindest reden sie noch eine verständliche Sprache. Die Demokraten hingegen sind bereits unheilbar erkrankt und verstrickt in eine seltsame, heuchlerische Ideologie, die die amerikanischen Bürger nicht verstehen. Sie haben den Kontakt zur Bevölkerung völlig verloren und können nur noch durch Betrug weitermachen. Entweder werden die Seitenlinien ausgelöscht und Einwanderer kommen ins Spiel, oder man manipuliert den Schiedsrichter, damit der Gegner einen Schlaganfall erleidet. Wie soll man so ein Spiel bestreiten? Dass Trump sich Vance ausgesucht hat, war ein Fehler – Vance ist besser als er selbst und kann nur dazu dienen, die eigene Anhängerschaft zu festigen. Aber ich glaube gerade, dass er sich damit an die Zeit anpasst. Schau dir Harris an: Obwohl sie eindeutig die Chance hatte, mit einem Mittelkurs Wähler anzuziehen, hat sie sich dennoch jemanden als Vize ausgewählt, der noch weiter links steht als sie selbst. Neue Wähler zu gewinnen ist schwer, daher muss man die bestehenden Wähler mobilisieren und die eigenen Reihen schließen. Doch mit rationaler Politik lässt sich kein Zusammenhalt schaffen – es kommt nur darauf an, wer besser im Aufwiegeln ist. Was Agetprop betrifft – dieses Thema ist in den USA und im gesamten kapitalistischen Westen ein blinder Fleck der Linken; ich kann das wirklich nicht. Deshalb stößt ein linker Populist wie Sanders an eine gläserne Decke; solange er diese nicht durchbricht, bleibt er für immer nur ein Maskottchen. Daher ist es in allen westlichen Ländern nur der Rechten möglich, durch Populismus die verschiedenen Fraktionen zu vereinen und die Gesamtstärke zu bündeln. Die Welt der Rechten ist einfach: Der Starke frisst den Schwachen, und unter der Sonne gibt es keine Unschärfen. Die furchterregenden „Geradlinigen“ müssen zwangsläufig in den Kampf ziehen. Vances Strategie kommt der unvermeidlichen Entscheidung der USA näher: sich aus der Ukraine und dem Nahen Osten zurückzuziehen, China ins Visier zu nehmen und hart zuzuschlagen. In zwei Monaten wird das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen bekannt gegeben. Wohin sich die USA danach entwickeln werden, wird die Weltordnung des 21. Jahrhunderts grundlegend neu gestalten. Die Antwort dieser Zeit ist nicht wichtig – wichtig ist, wie wir nach Antworten suchen. Ein erster Anhaltspunkt ist das Foto, auf dem Trump nach dem Attentat mit blutverschmiertem Mund lautstark ruft. Ich sehe darin die letzten Zuckungen des alten Systems. Stellen Sie sich ein unhaltbares System vor: Unter dem Militarismus plündern die Eliten unaufhörlich Ressourcen, holen Einwanderer ins Land, drücken die Arbeitskosten und führen so zu einer Abwärtsspirale in der Bevölkerung. Ein Verräter aus den Reihen der Mächtigen wird zum Sprachrohr der einfachen Bevölkerung und wird von der Elite ermordet. Ich spreche nicht von den glücklichen Dong und Wang, sondern vom unglücklichen Cäsar. Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie wiederholt sich in ähnlicher Weise. In diesem Moment ist es genau wie vor zweitausend Jahren in Bishbek. Die von Vance dargelegte Strategie ist die unvermeidliche Wahl der USA: die Fäuste aus der Ukraine und dem Nahen Osten zurückzuziehen, China ins Visier zu nehmen und hart zuzuschlagen. Die Vertreter des Establishments in der Kathedrale der Globalisierung werden angesichts von Dong Wang, Vance, Bannon, Yaven, Rand und Thiel alle als Faschisten bezeichnen. Genauso wie in den Augen der Zhao-Song-Dynastie Zhaogai, Song Jiang, Gongsun Sheng und Cai Jin allesamt Rebellen waren. Die Rebellen entgegnen: „Dein Kaiser trägt den Familiennamen Song, mein Bruder trägt ihn ebenfalls. Du bist Kaiser geworden, mein Bruder jedoch nicht – wir lehnen nur die kaiserliche Familie ab, nicht die kaiserliche Herrschaft an sich.“ Daher ist die Ordnung, die wir errichten wollen, geprägt von äußeren Feldzügen und innerem Druck sowie einer streng hierarchischen Struktur. Wie sieht die Zukunft der menschlichen Zivilisation eigentlich aus? Bedeutet das Durchbrechen der alten Ordnung den Aufbau einer neuen Ordnung oder die Rückkehr zu einer noch älteren Ordnung? Zumindest in den Augen einiger bedeutet es, politische Einheiten zu verabsolutieren und zu verinnerlichen. Nach außen hin stellen sie sich eine Gemeinschaft vor, in der die Fraktionen noch nicht klar voneinander abgegrenzt sind; nach innen hin herrscht eine strenge Hierarchie mit klarer Arbeitsteilung, und alles, was ihnen nicht gefällt, wird jederzeit beseitigt. Denn hier sind sie die Brahmanen, die die höchste Weisheit besitzen, die den Machtadel anleiten und das unwissende Volk beherrschen.
阿拾
17. Sept. 2026
Leute, ich habe kürzlich auf der Website „The Diplomat“ gestöbert und festgestellt, dass sie heimlich die Live-Übertragungen unserer Blind-Date-Veranstaltungen im Intranet verfolgen. Ob nächtliches Wachen, heftige Wortgefechte über Mikrofon oder das Verfolgen von „Wukong“ – sie kennen alles wie ihre Westentasche. Ihr behauptet, ihr versteht etwas von Diplomatie, aber ich frage euch: Sind das ernstzunehmende Diplomaten? Mal ehrlich, ich bin auch kein seriöser Abteilungsleiter, ich schaue mir das auch gerne an. Aber als ich solche Kommentare hörte wie „Eine 6-Punkte-Schönheit will bei A9 eine Probekarte bekommen und kriegt sie nicht einmal“, begann ich, über die Bedeutung hinter diesen Redewendungen nachzudenken. Ich will damit nicht sagen, dass diese Rhetorik nach einem Geschäftsmodell klingt, sondern dass unsere gesamte Gesellschaft, wenn sie sich verlieben und Kinder bekommen will, auch die gesamte Industriekette ins Spiel bringen muss. Es reicht nicht, wenn der Staat ein wenig nachhilft – die Industriekette muss ebenfalls einen Beitrag leisten. In den letzten zwei Jahren sind im Bereich der Internet-Influencer eine Reihe von „Heiratsvermittler“-Bloggern aufgetaucht, die im Grunde genommen nichts anderes als kaltherzige Maschinen sind. Man gibt persönliche Daten ein, und sie berechnen mithilfe von Algorithmen den „Ehe-Gewinn“. Um die Erwartungen der Nutzerinnen an einen Partner zu dämpfen, geben sie sehr harte Kommentare ab: „Gewöhnliche Frauen sollten nicht davon träumen, durch eine Ehe den sozialen Aufstieg zu schaffen, denn A9-Männer können zwar Haustiere halten, aber keinen Müll sammeln. Man kann zwar ein bisschen höher springen, aber man sollte nicht glauben, man könne in den Himmel gelangen.“ Für männliche Zuschauer gilt: Solide finanzielle Grundlagen und eine Position innerhalb des Systems sind ein Pluspunkt; wer klein, unattraktiv, arm oder kahl ist, muss sich mit einer Partnerin aus einer niedrigeren Kategorie begnügen. Diese demütigenden Kommentare sind für mich schwer zu ertragen. Diese Blogger werden zwar häufig beanstandet, doch ihre Kernzielgruppe fühlt sich davon nicht getroffen. Denn dies gibt ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Trümpfe zu quantifizieren, sich darüber klar zu werden, welche Ressourcen sie bieten können und welche Gegenleistung sie dafür erhalten. Die sogenannten Ressourcen einer Frau haben oft nichts mit Wissen oder Fähigkeiten zu tun, sondern hängen hauptsächlich vom Aussehen, dem fruchtbaren Alter und der beruflichen Stabilität ab. Sie prüfen, ob du geeignet bist, in einer vermögenden Familie Kinder großzuziehen. Vor einigen Jahren gab es eine sogenannte Beziehungsberaterin namens Ayawawa, die Frauen hauptsächlich beibrachte, wie man Männer umgarnt – indem man sexuelle Anziehungskraft ausstrahlt und gleichzeitig die Unsicherheit der Männer mindert. Sie lehrte Frauen, sich selbst zu unterdrücken, dem Partner zu schmeicheln und sich so einen langfristigen Geldgeber zu sichern. Damals ging es vor allem darum, wie man „nach oben“ kommt; heute geht es vielmehr darum, den richtigen Platz für sich selbst zu finden. Ich glaube, dieser Wandel ist auf die verlangsamte soziale Mobilität zurückzuführen. Um ihr Vermögen zu schützen, wählen vermögende Menschen ihre Partner sorgfältiger aus, sodass der Spielraum für Arbitrage durch Unkenntnis der anderen immer kleiner wird. Angesichts der Informationsflut, bei der es schwer ist, Wahres von Falschem zu unterscheiden, sind die Anforderungen an das Risikomanagement bei Eheverhandlungen gestiegen, während die Abschlussquote gesunken ist. Die Algorithmen der sozialen Netzwerke wirken wie Seifenblasen: Sie vermitteln den Menschen die Illusion, besonders beliebt zu sein, und führen zu einer falschen Einschätzung des eigenen sozialen Kapitals. Eine neue Generation von Bloggern beschäftigt sich nicht mit Erfolgslehre, sondern legt mehr Wert auf gründliche Hintergrundprüfungen und die Einhaltung von Vorschriften. Sie ziehen die Menschen unverblümt auf den Markt für Waren und bringen Transaktionen auf transparente Weise zustande. Das kommt dem Abstreifen der romantischen Hülle von Liebe und Ehe gleich und legt deren instrumentellen Charakter vollständig offen. Wenn man der Sache auf den Grund geht, ist die Wahrheit keineswegs schön. Ich habe früher einige Podcasts zu Geschlechterfragen gehört, in denen unter anderem der Aspekt der Evolutionspsychologie behandelt wurde. In David Buss’ „Die Evolution der Begierde“ wird dargelegt, dass die Partnerwahlstrategien von Männern und Frauen biologische Instinkte sind, die sich im Laufe eines langen evolutionären Prozesses herausgebildet haben. Männer verfügen über viele Spermien und haben geringe Fortpflanzungskosten, daher neigen sie dazu, ihr Netz weit auszuwerfen und legen besonderen Wert auf äußere Merkmale; Frauen verfügen über wenige Eizellen, haben hohe Fortpflanzungskosten und ein kurzes Zeitfenster; sie müssen einen Partner finden, der Ressourcen und ein gutes Umfeld bieten kann, und sind daher gezwungen, den sozioökonomischen Status des Gegenübers zu prüfen. Diese Struktur ist sehr stabil. Lässt man einmal die Notlage der Männer aus den unteren Einkommensschichten außer Acht, die keine Ehefrau finden können, gibt es noch ein weiteres großes Problem: Der Vermögenszuwachs ist viel schwieriger zu erreichen als eine Verbesserung des Aussehens. In Zeiten hohen Wirtschaftswachstums mag der Vermögensaufbau zwar schnell voranschreiten, doch sobald sich das Wachstum verlangsamt, werden vermögende Männer rar. Verbesserte Ernährung, allgemeine Bildung und Fortschritte in der ästhetischen Medizin haben den Spielraum für die Verschönerung erheblich erweitert. Betrachtet man das Aussehen also als Währung, so unterliegt es einer ständigen Inflation. Diese asymmetrische Knappheit verschafft Männern der obersten Schicht die absolute Oberhand. Wenn man möchte, könnte man „Xiao Mei“ einen Erlebnisgutschein schenken, was den gesamten Markt unter Druck setzen und dazu führen würde, dass Männer aus den unteren Schichten zu „Incel“ werden – also unfreiwillig alleinstehend bleiben. Diese jungen Männer, die in der Liebe enttäuscht wurden, haben sich bereits als hervorragender Treibstoff für die westliche Rechtspolitik erwiesen. Die Männerbewegung schiebt die Schuld für diese Probleme oft auf den Feminismus und die etablierten Kräfte, die den Feminismus unterstützen. Sie erkennt zwar die unmittelbaren Ursachen, betrachtet jedoch die eigentlichen Ursachen – Reichtum und das Recht auf Partnerwahl – als selbstverständlich. In China gibt es erste Anzeichen dafür, doch handelt es sich dabei lediglich um Überbleibsel aus den sogenannten „Männerkreisen“. Bischof Hongwan lehrt euch, Geld zu verdienen, zu trainieren, den Testosteronspiegel zu steigern, kein „Lickdog“ zu sein, euren Marktwert zu erhöhen und schließlich wie sie zu „Lebensgewinnern“ zu werden, die ein Leben mit mehreren Partnern führen. Wenn das nicht klappt, nutzt einfach euren Reisepass für grenzüberschreitende Arbitrage und sucht euch einen Partner in Ländern mit niedrigem Einkommen oder lockeren Vorschriften. Im Internet gibt es eine ganze Gruppe sogenannter „Passport Bros“, die genau das tun. Dieses Konzept festigt in Wirklichkeit das Gesetz des Dschungels, wonach Reichtum und Macht durch Sex bestimmt werden: Sex ist Macht. Wenn man dieses Prinzip umsetzt, wird der Weg für die meisten Menschen immer enger. Der Kern des Problems liegt in der „Hypergamie“, also der Tendenz, einen Partner zu wählen, der einen selbst übertrifft, was zu einer Asymmetrie der Ressourcen führt. Dieser tierische Instinkt lässt sich nur schwer ausmerzen, doch man darf auch nicht vollständig in den biologischen Determinismus verfallen. Um die Erwartungen bei der Partnerwahl neu zu gestalten, muss man die Wirtschaftsstruktur verändern, die Notwendigkeit der Hypergamie abschwächen, die äußeren Lebensbedingungen junger Menschen verbessern und dafür sorgen, dass die Partnerwahl nicht länger ein Überlebensmechanismus ist. Nur so können sich Männer und Frauen von den Rollen als „Versorger“ und „Gebärmaschine“ befreien. Dies geschieht jedoch nicht von selbst, sondern erfordert das Eingreifen gesellschaftlicher Mechanismen. Wir wissen, dass die Schwierigkeiten in der Partnersuche, die Kluft zwischen den Geschlechtern und der Geburtenrückgang eine dreifache Krise darstellen, deren einzelne Aspekte eng miteinander verknüpft sind und sich weltweit ausbreiten. Sie sind zu einem großen Teil auf Modernisierung, Industrialisierung und Urbanisierung zurückzuführen. Allerdings ist das Ausmaß der Krise nicht in allen Ländern, die diese drei Entwicklungen durchlaufen haben, gleich; Nordeuropa bildet hier eine Ausnahme. Dort werden die Klassenunterschiede durch ein Sozialsystem mit hohen Steuern und hohen Sozialleistungen zwangsweise verringert: Es gibt Vaterschaftsurlaub, öffentliche Kinderbetreuung, gleiche Rechte für außerehelich geborene Kinder, die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz wird unterbunden, die Kindererziehungskosten werden gesenkt und öffentliche Güter werden gleichberechtigt bereitgestellt. Dies hat dazu geführt, dass Ehe, Kinderkriegen und berufliche Entwicklung fast vollständig voneinander entkoppelt sind; ein sozialer Aufstieg durch die Heirat in eine wohlhabende Familie ist nicht mehr möglich, und die Ehe ist nicht mehr der einzige Garant für wirtschaftliche Sicherheit. Die Kindererziehung ist als grundlegendes Recht auf Fortpflanzung gewährleistet und stellt keine Benachteiligung für die berufliche Entwicklung von Frauen dar. Dadurch hat sich die Vorstellung der Gleichstellung von Mann und Frau tief in der Gesellschaft verankert, und niemand bewertet bei Blind Dates dein Vermögen. Dies führt jedoch unweigerlich zu Atomisierung, Gleichgültigkeit und Isolation. Die Gesamtfruchtbarkeitsrate liegt seit Langem stabil bei etwa 1,5, die Widerstandsfähigkeit ist sehr hoch, und die Erwerbsquote der Frauen ist ebenfalls hoch, was die Auswirkungen der Überalterung abmildert. Die hohen Steuern gehen jedoch auf Kosten der wirtschaftlichen Dynamik. Unsere Entwicklungsphase und unser Entwicklungsweg unterscheiden sich stark von denen Nordeuropas: Wir drücken die Sozialversicherungskosten, fördern Wettbewerb und intensive Arbeit, um im Gegenzug industrielle Stärke zu erlangen. Während dies ein Wirtschaftswunder hervorbringt, werden zentrale öffentliche Güter wie Wohnungen in guten Schulbezirken, hochwertige Bildung und Altersversorgung in hohem Maße vermögensorientiert und marktorientiert. Familien und Einzelpersonen müssen sehr genau haushalten; die nächste Generation ist nicht mehr einfach nur Arbeitskraft, sondern ein risikobehaftetes Anlageobjekt, in das langfristig Ressourcen gebündelt werden müssen, dessen Rendite jedoch ungewiss ist. Um nicht in einer sozialen Schicht abzusinken, wird jede Ehe zu einem sorgfältig kalkulierten Geschäft. Diese mikroökonomische Rationalität steht in heftigem Konflikt mit den makroökonomischen Erfordernissen und wird auf lange Sicht die Grundlagen der Wettbewerbsfähigkeit des Landes untergraben. Wir haben zwar zahlreiche Maßnahmen ergriffen – die „Doppelentlastungspolitik“, das Prinzip „Wohnen statt Spekulieren“, Geburtenbeihilfen, die Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs sowie Steuerabzüge für Kindererziehung wurden intensiv umgesetzt –, doch die Wirkung ist begrenzt. Die Erwartungen junger Menschen an die Ehe haben sich gewandelt. Solange die grundlegenden Spielregeln stark materialistisch geprägt sind und die Reproduktion von Gütern einen weitaus höheren Stellenwert hat als die Reproduktion von Menschen, lässt sich die Kalkulation von Vermögensgewinnen und -verlusten nicht vermeiden. Daher sind der Verzicht auf Heirat und Kinder zu einem Mittel des Risikomanagements geworden. Die Bevölkerungsbasis und der Pro-Kopf-Kapitalstock der nordischen Länder sind für uns nicht vergleichbar; wir können ihr Modell mit hohen Steuern und hohen Sozialleistungen nicht einfach übernehmen. Aber wäre es möglich, den Beitrag des Kapitals zu öffentlichen Gütern in angemessenem Umfang zu erhöhen und so die demografische Basis zu stärken? Ich halte das für möglich. Trotz des freien Kapitalverkehrs senken die Integrität der Lieferketten in unserem Land, die außerordentlich hohe Synergieeffizienz sowie das Produktionsnetzwerk aus Wissen, Technologie und qualifizierten Arbeitskräften die versteckten Kosten der Unternehmen. Weltweit mangelt es an Alternativen, insbesondere für die fortschrittliche Fertigungsindustrie, die in hohem Maße auf Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung, schnelle Reaktionszeiten und industrielle Zulieferketten angewiesen ist. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um eine industrielle Festung, die nicht vollständig von niedrigen Steuersätzen abhängig ist. Daher könnte eine angemessene Erhöhung der sozialen Verantwortung von Unternehmen mit hoher Wertschöpfung, in der High-End-Fertigung und mit hohem Automatisierungsgrad sowie die Einführung einer Art Robotersteuer zur Verkürzung der Arbeitszeit und zur Schaffung von Freizeit für die Menschen einen gewissen Spielraum für finanzpolitische Transferzahlungen schaffen und so ein Gleichgewicht zwischen dem Erhalt der Industrieketten und der nachhaltigen Entwicklung der Bevölkerung herstellen.
阿拾
17. Sept. 2026
Hört mal alle zu: Warum sind die USA so stark? Weil die klügsten Köpfe der Welt, insbesondere Wissenschaftler, dorthin gelockt werden. Auf Englisch nennt man das „Brain Drain“. Das klingt einfach, aber was kann jemand schon tun, dem die Köpfe weggesaugt wurden? Muss er nicht einfach nur Anweisungen befolgen? Technologie bestimmt die globale Arbeitsteilung, deshalb wollen die USA die technologische Vorherrschaft erlangen. Nicht, weil die USA so lernbegierig sind, sondern weil sie gerne Gewinne verteilen. Doch die Lage ändert sich gerade: Auch China beginnt nun, amerikanische Köpfe in umgekehrter Richtung anzuziehen. Viele dieser Köpfe sind ohnehin chinesischstämmige Wissenschaftler. Da sich das politische Umfeld in den USA zunehmend verschlechtert, während die Forschungsbedingungen in China immer besser werden, entscheiden sich viele von ihnen für eine Rückkehr in die Heimat. Im Jahr 2010 kehrten nur 900 Wissenschaftler aus den USA zurück, doch bis 2021 hat sich diese Zahl verdreifacht und lag bei über 2.600. Seit 2018 ist die Zahl der Wissenschaftler chinesischer Staatsangehörigkeit oder chinesischer Abstammung, die die USA verlassen haben, um 75 % gestiegen, wobei zwei Drittel von ihnen nach China zurückgekehrt sind. Die US-Medien sind darüber sehr beunruhigt und sprechen von einem „großen Abwerben“ sowie vom „gefährlichsten Verlust“, der durch die „große Nachbarschaft“ verursacht werde. Es ist jedoch schwer zu sagen, inwieweit Trump darauf hören wird. Kürzlich kehrte der renommierte Biophysiker Dr. Qian Hong aus den USA nach China zurück und trat an der Westlake-Universität eine Stelle als Professor Jiang Qi am Zentrum für interdisziplinäre Wissenschaften der Fakultät für Naturwissenschaften an. Meine erste Reaktion auf diese Nachricht war: Schon wieder die „Qian“-Dynastie. Diese Familie nimmt in der modernen Geschichte Chinas, insbesondere in der Wissenschaftsgeschichte, eine herausragende Stellung ein – ich muss das nicht weiter ausführen, denn jeder kennt Qian Xuesen, Qian Weichang und Qian Sanqiang. Was jedoch vielleicht weniger bekannt ist: Neben ihnen hat die gesamte Familie eine Vielzahl herausragender Persönlichkeiten hervorgebracht. So war beispielsweise Qian Hongs Großvater Qian Baojun der Begründer der chemischen Industrie in China und langjähriger Dekan der Donghua-Fabrikationsakademie (heute Donghua-Universität), während sein Vater Qian Min zu den Gründern des Fachbereichs Mechanik an der Peking-Universität gehörte. Was viele vielleicht noch weniger wissen: Die Talente dieser Familie sind in mehr als 50 Ländern weltweit vertreten, und allein die Zahl der Akademiemitglieder in den verschiedenen nationalen Akademien der Wissenschaften beläuft sich auf über 100. Obwohl zwei der „drei Großen“ – Qian Xuesen, Qian Weichang und Qian Sanqiang – in den USA und einer in Frankreich lebten und sich alle dafür entschieden, zurückzukehren, um ihrem Vaterland zu dienen, sind tatsächlich noch weitaus mehr Spitzenwissenschaftler nicht zurückgekehrt. So ist beispielsweise Qian Xuejus Cousin, Qian Xueju, ebenfalls Aerodynamiker; seine Familie ist sogar noch beeindruckender: Sein ältester Sohn Qian Yongyou ist Neurobiologe, sein dritter Sohn Qian Yongjian wurde mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet, und seine Frau Li Jia sowie ihr Schwager Lin Jia gehören ebenfalls zu den in den USA verbliebenen chinesischen Wissenschaftlerfamilien. Obwohl sie alle in ihren jeweiligen Fachgebieten einen Beitrag für die Menschheit geleistet haben, lassen sich ihre Arbeiten letztendlich doch nicht von der nationalen Ebene trennen. Früher hieß es oft, Wissenschaft kenne keine Grenzen, Wissenschaftler hätten jedoch eine Heimat. Seit Trumps Amtsantritt muss jedoch auch die Wissenschaft Grenzen kennen. Im Jahr 2018 starteten die USA die „China Initiative“, die speziell darauf abzielte, chinesische Spione aufzuspüren. Obwohl sie 2022 eingestellt wurde, hat sie bereits zu vielen ungerechtfertigten Verurteilungen geführt, wie im Fall des Fields-Preisträgers Tao Zhexuan, die inzwischen verstorbene Wu Ying, die Ex-Frau von Rao Yi – und die Feindseligkeit gegenüber chinesischen Wissenschaftlern im politischen Klima hat nicht nachgelassen. Kommen wir nun zu Qian Hong: Er schloss 1982 sein Bachelorstudium in Astrophysik an der Peking-Universität ab und ging anschließend in die USA. Dort promovierte er zunächst in Biochemie und forschte dann an der University of Oregon sowie am California Institute of Technology zur Thermodynamik und Kinetik der Proteinfaltung. Später wechselte er an den Fachbereich Angewandte Mathematik der University of Washington, wo er an der medizinischen Fakultät Bioingenieurwesen lehrte. Im Jahr 2010 wurde er zum Fellow der American Physical Society gewählt; seine Forschungsschwerpunkte sind die mathematische stochastische Modellierung biologischer Systeme und die statistische Thermodynamik im Nichtgleichgewicht. Man sieht also, dass sein wissenschaftliches Spektrum sehr breit gefächert ist. Er sagt dazu: „In den vergangenen 350 Jahren war die Physik die Seele der modernen Wissenschaft und die Mathematik ihre Form. Vielleicht werden sich im kommenden Jahrhundert physikalisches Denken und mathematische Methoden in der Biologie vereinen.“ Neben Qian Hong hat die Westlake-Universität kürzlich auch den weltbekannten Materialchemiker Lin Wenbin als Lehrstuhlinhaber für Chemie an der Fakultät für Naturwissenschaften gewonnen. Lin Wenbin entschied sich für einen vorzeitigen Ruhestand an der Universität von Chicago und kam mit einem Koffer, den er schon lange nicht mehr benutzt hatte, nach Hangzhou – die Rollen waren sogar abgefallen. Worin liegt seine Besonderheit? Die beiden weltweit einzigen MOF-Metall-Organik-Gerüste, die die klinische Entwicklungsphase erreicht haben – es handelt sich nicht um Eisengerüste, sondern um poröse Polymere in „Reiskorngröße“ –, wurden von dem diesjährigen Nobelpreisträger für Chemie entwickelt. Das eine verbessert die Strahlentherapie und macht sie sicherer, das andere verbessert die Immuntherapie: Durch Eintauchen in infrarotaktiviertes Licht werden freie Radikale erzeugt, die Krebszellen abtöten. Mit seiner Rückkehr nach China will er sich nun, ausgehend von den gesellschaftlichen und industriellen Gegebenheiten im Land, gezielt mit medizinischen Materialien befassen, beispielsweise mit der Herstellung von Anti-Tumor-Impfstoffen unter Verwendung von MOFs. Was bedeuten Impfstoffe gegen Tumore? China zieht nicht nur diese bereits erfolgreichen und renommierten Vorreiter an, sondern auch junge Wissenschaftler in ihren besten Jahren, wie zum Beispiel den Materialwissenschaftler Fang Lei, der sein Amt als Leiter des Fachbereichs Chemie an der Texas Tech University niedergelegt hat, um nach China zurückzukehren und als leitender Forscher am Yongjiang-Labor zu arbeiten. Ein weiteres Beispiel ist Xie Zhenfei, eine Schlüsselfigur in der Forschung an mRNA-Impfstoffen gegen HIV an der Harvard University, der zum Labor für Virologie und Biosicherheit in Wuhan gewechselt ist – einem Labor der Sicherheitsstufe P4, also der weltweit höchsten Stufe für Biosicherheit. Beide gehören zu den Spitzenkräften der Generation der nach 1980 Geborenen. Es gibt unzählige solcher Geschichten, man könnte endlos davon erzählen. Doch dahinter spiegeln sich die makroökonomischen Veränderungen im gesamten wissenschaftlichen Umfeld Chinas und der USA wider. Im März dieses Jahres befragte die Zeitschrift „Nature“ 1.600 Wissenschaftler in den USA; davon gaben mehr als 1.200, also 75 %, an – wobei dies nicht auf Chinesen beschränkt war, sondern alle ethnischen Gruppen umfasste –, 75 % erwägen, die USA zu verlassen, weil der Staat der Forschung keine Bedeutung beimisst, die Forschungsbudgets kürzt und die Bildung behindert. Daher entscheiden sich die meisten Angehörigen anderer ethnischer Gruppen für Europa oder Kanada, doch die chinesischstämmigen Forscher haben einen zusätzlichen starken Rückhalt: Die Bedeutung, die China wissenschaftlichen Talenten beimisst, die bereitgestellten Ressourcen und die angebotenen Vergütungen – all das ist für alle offensichtlich. Daher sind Talente die Grundlage im Wettbewerb zwischen den Staaten. Die Beobachtung der Talentmobilität ist auch eine Vorhersage für die Entwicklung der Industrie. Das war’s für heute, bis zum nächsten Mal, tschüss.
阿拾
17. Sept. 2026
Leute, heute wollen wir über ein ziemlich interessantes religiöses Phänomen sprechen – die Pfingstbewegung. Diese Leute treiben weltweit ihren Unfug, von der Auferweckung von Leichen bis hin zum Trinken von Rattengift – all diese absurden Spielchen lassen uns normale Menschen nur den Kopf schütteln. Sprechen wir zunächst über den Trick mit der auferweckten Leiche. Im Jahr 2019 tat sich ein südafrikanischer Pastor namens Lukau in einem Sarg tot, um dann plötzlich wieder „aufzustehen“. Das konnten die Leute nicht mit ansehen und ahmten ihn nach, sodass „Auferstehung“ plötzlich zu einem beliebten Thema im Internet wurde. Diese Szene war unglaublich peinlich. Der Einfluss der Pfingstbewegung weltweit ist nicht zu unterschätzen. In vielen Ländern ist sie zu einer mächtigen Waffe im Wahlkampf geworden. In den USA beispielsweise sind die Pfingstgemeinden zu Trumps treuesten Anhängern geworden. In Brasilien werden Katholiken von Pfingstpastoren umworben, was zu zahlreichen Protesten und Aufwiegelungen geführt hat – sogar WhatsApp hat daraufhin seine Regeln geändert. Auf den Philippinen steht die Pfingstbewegung hinter Duterte und seinem Krieg gegen die Drogen als geistige Stütze. Selbst auf der koreanischen Halbinsel wird der Einfluss des traditionellen Christentums zunehmend von der Pfingstbewegung untergraben. Warum üben die Pfingstgemeinden eine so große Anziehungskraft aus? Weil sie die direkte Kommunikation zwischen dem Einzelnen und Gott betonen und die Gaben des Heiligen Geistes hervorheben. Sie glauben, dass der Heilige Geist auf den Gläubigen herabkommt, sobald man an Jesus glaubt, und man dadurch übernatürliche Kräfte erhält – wie zum Beispiel das Sprechen in Zungen, das Heilen von Krankheiten oder das Trinken von Gift, ohne zu sterben. Diese „Wunder“ verstärken unmittelbar die Interaktion der Gläubigen und vermitteln ihnen das Gefühl, dass Gott ganz nah bei ihnen ist. Das Komische daran ist jedoch, dass sie sogar eine Art „Interaktionsdesign“ entwickelt haben. So lassen sie die Gläubigen in der Kirche oft „in Zungen reden“, wobei diese „Zungenreden“ in der Regel frei erfunden sind. Manchmal tun die Gläubigen absurde Dinge, um zu beweisen, dass sie „Gnade“ empfangen haben – wie zum Beispiel Rattengift zu trinken. Das ist im Grunde nichts anderes als eine riesige Theatervorstellung. Im Jahr 1906 war die Erweckungsbewegung in der Azusa Street der Ausgangspunkt der Pfingstbewegung. In jenem heruntergekommenen Lagerhaus drängten sich die Gläubigen in der kleinen, 220 Quadratmeter großen, baufälligen Hütte; alle lobten Gott lautstark, wälzten sich auf dem Boden, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht und Alter. Es war schlichtweg ein Karneval, ein Karneval des Glaubens. Die beiden bekanntesten Persönlichkeiten waren Seymour und sein Mentor Parham. Seymour brachte Gläubige verschiedener ethnischer Herkunft zusammen und ließ sogar eine Pastorin auf die Kanzel treten, um zu predigen. Das war damals eine echte Sensation. In der Folge schämte sich Parham darüber, dass Weiße Schwarze nachahmten, und schloss sich kurzerhand dem Ku-Klux-Klan an. Kurz gesagt: Die Pfingstbewegung war eine solche Glaubensrevolution – zwar etwas unorthodox, doch ihr Einfluss ist nicht zu unterschätzen. Von der Auferweckung von Toten bis hin zum Trinken von Gift, ohne zu sterben – ihre „Wunder“ begeisterten die Gläubigen zutiefst. Hinter diesen „Wundern“ verbirgt sich jedoch in Wahrheit die starke Kraft des Glaubens und der Interaktion.
阿拾
16. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, der Kampf um die Batterien ist kein gewöhnlicher. In diesem winzigen Energiespeicher verdichten sich die wechselhaften Entwicklungen im Machtkampf der Großmächte. Wir Chinesen sind in dieser Industriekette sowohl im vorgelagerten als auch im mittleren und nachgelagerten Bereich sehr versiert. Die USA haben ein Auge auf diesen „heißen Brocken“ geworfen, und manche Experten schlagen vor, „sich freiwillig zu ergeben“, chinesischen Unternehmen den freien Zugang zu gewähren, damit sie den Markt dominieren können, und gemeinsam mit ihnen effizient in eine kohlenstoffarme Zukunft zu schreiten. Doch die Befürworter einer eigenständigen und kontrollierten Politik sind damit nicht einverstanden. Dies käme nämlich einer Auslieferung der wirtschaftlichen, militärischen und energetischen Sicherheitsgrundlagen an China gleich – das darf auf keinen Fall geschehen. Stattdessen sollten wir China außen vor lassen, hinter verschlossenen Türen enorme Investitionen tätigen und mit viel Mühe eine eigene Batterieindustrie aufbauen. Die Carnegie-Stiftung hat einen Bericht mit dem Titel „Die Geopolitik der Batterien“ veröffentlicht, in dem ein dritter Weg vorgeschlagen wird: Wir sollten weder vor China kapitulieren noch China allein hart entgegenstehen, sondern uns mit den OECD-Partnern – den USA, Europa, Japan und Südkorea – zusammenschließen, unsere Politik abstimmen, intensiv zusammenarbeiten und gleichzeitig in Schlüsselbereichen taktische Zugeständnisse an China machen. Im Austausch für Chinas geistiges Eigentum sollten wir den Zugang zu hochwertigen Märkten erhalten, Chinas Produktionskapazitäten zur Skalierung nutzen und so schrittweise ein strategisches Gleichgewicht der industriellen Stärke erreichen. Betrachten wir einmal die Batterie-Wertschöpfungskette: Es gibt vier Schlüsselkomponenten bei den Rohstoffen: aktives Material für die positive Elektrode, aktives Material für die negative Elektrode, Separatoren und Elektrolyte. Bei den Anodenmaterialien – egal ob natürlicher oder künstlicher Graphit – nimmt China den Spitzenplatz ein und deckt mehr als 95 % der Liefermengen ab. Auch bei der nachgelagerten Produktionskapazität für Batteriezellen ist China absolut dominierend, und dies ist der Kernbereich der gesamten Wertschöpfungskette mit der höchsten Wertschöpfung. In den nächsten fünf Jahren wird die globale Versorgungsstruktur weiterhin stark in den Händen chinesischer Unternehmen konzentriert sein. Was kann der Westen also tun? Zunächst einmal sollte man Südkorea einbinden. Südkorea sowie andere Länder und Japan verfügen über langjährige Erfahrung mit ternären Lithium-Ionen-Batterien mit hoher Energiedichte; unter den Top 10 der installierten Kapazität sind sogar drei südkoreanische und ein japanisches Unternehmen vertreten. Der Westen muss seine Märkte weiter für Südkorea und Japan öffnen und Forschung und Entwicklung mit Produktionskapazitäten verbinden, sonst läuft er Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Zweitens darf man nicht alles auf eine einzige technologische Karte setzen. Seit 2021 fließen die Batterieinvestitionen des Westens fast ausschließlich in ternäre Lithium-Ionen-Batterien, um die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu gewährleisten, doch diese sind kostspielig und weisen eine relativ schlechte thermische Stabilität auf. China hingegen hat die Technologie der Lithium-Eisenphosphat-Batterien bereits erfolgreich etabliert. Diese Technologie, die anfangs nicht hoch eingeschätzt wurde, zeichnet sich heute durch hohe Sicherheit, lange Lebensdauer und niedrige Kosten aus und macht die Hälfte des globalen Lithium-Ionen-Batteriemarktes aus; 98 % dieser Hälfte werden in China produziert, wobei der technologische Vorsprung etwa vier Jahre beträgt. Der Westen muss seine Industriepolitik korrigieren, den Einsatz südkoreanischer Lithium-Eisenphosphat-Batterien fördern und selbst seine heimischen Batteriezellenfabriken ausbauen. Auch Europa treibt die Lokalisierung der Lieferketten voran und ermutigt chinesische und südkoreanische Unternehmen, sich dort anzusiedeln. Nicht-chinesische Produktionskapazitäten entstehen langsam; die USA und Europa sollten sich auf Forschung und Entwicklung konzentrieren, südkoreanische Unternehmen gezielt unterstützen und diese nutzen, um den Umfang der nicht-chinesischen Produktionskapazitäten zu vergrößern. Die Einführung eines Teils der chinesischen Produktionskapazitäten ist ein heikler Balanceakt. Wenn man chinesische Unternehmen dazu auffordert, in die USA zu expandieren, und dabei auf eine gemeinsame Nutzung des geistigen Eigentums hofft, wird das nicht unbedingt funktionieren. Es könnte dazu führen, dass China die Produktionskapazitäten der USA mit Low-End-Technologie einschränkt, während es die fortschrittlichen Technologien für sich behält – wäre das dann nicht ein Verlustgeschäft? Neben Lithium-Eisenphosphat-Batterien gibt es noch Natrium-Ionen-Batterien sowie Batterien mit Silizium- und Lithium-Metall-Anoden. Natrium-Ionen-Batterien weisen eine gute thermische Stabilität auf und können sowohl in sehr kalten als auch in sehr heißen Umgebungen eingesetzt werden. Damit erfüllen sie die Sicherheitsanforderungen, die stationäre Energiespeichersysteme wie Rechenzentren erfordern. Zudem ist Natrium reichlich vorhanden und kostengünstig. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Produktionsanlagen kompatibel sind und sich nahtlos in bestehende Fertigungslinien integrieren lassen. Die USA und Europa müssen den Aufstieg der Natrium-Ionen-Batterien ernst nehmen und gemeinsam mit Südkorea und Japan an der Forschung und Entwicklung arbeiten. Wenn nicht schnell gehandelt wird, wird sich Chinas Vorsprung bei Lithium-Eisenphosphat-Batterien bei den Natrium-Ionen-Batterien wiederholen. Im Bereich der Silizium-Anoden legen die USA, Europa und Südkorea große Anstrengungen an den Tag: China entwickelt reine Silizium-Anoden in Festkörperarchitektur, während die USA, Europa und Südkorea auf Verbundwerkstoffe setzen. Der Westen hat hier einen Vorteil bei den Patenten und liegt auch bei der Produktionskapazität nicht völlig zurück; bis 2030 wird sich dieser Bereich diversifizieren. Lithium-Metall-Anoden-Batterien befinden sich noch in einem früheren Entwicklungsstadium, bieten jedoch weitreichendere Perspektiven. Mit ihrer extrem hohen theoretischen Energiedichte könnten sie – sobald Sicherheits- und Kostenprobleme gelöst sind – die disruptive Technologie der nächsten Generation darstellen. Da die Investitionen in saubere Energien insgesamt jedoch zurückgehen, stellt die Erreichung der Ziele eine Herausforderung dar. Lithium-Metall-Batterien lassen sich in flüssige und festkörperbasierte unterteilen. Vollständig festkörperbasierte Batterien erfordern neue Verfahren und Anlagen, während bei Hybridkonstruktionen aus flüssigen und festen Materialien bestehende Produktionslinien teilweise umgerüstet werden können – dies ist derzeit die optimale Lösung und birgt großes Anwendungspotenzial. Daher empfiehlt der Bericht den politischen Entscheidungsträgern in den USA, ein Ökosystem für Lithium-Metall-Anodenbatterien zu fördern und dabei den Fokus vorrangig auf Hybridkonstruktionen als strategischen Übergang zu legen. Insgesamt schlägt der Bericht einen dritten Weg vor, der „weder den Wolf ins Haus lässt noch eine erzwungene Trennung vorsieht“: Die USA, Europa, Südkorea und Japan sollen ihre Marktpositionierung genau bestimmen, nicht miteinander konkurrieren, sondern verstärkt kooperieren, den geschlossenen Kreislauf aus US-amerikanischen und europäischen Start-ups, der Serienproduktion in Südkorea und Japan sowie den Wirtschaftskooperationsmärkten etablieren und in Bereichen, in denen es keine Alternativen gibt, selektiv Produktionskapazitäten aus China einbeziehen. Auf diese Weise kann man auch in Zukunft einen Platz auf dem Markt sichern und das Gleichgewicht der industriellen Stärke im Zeitalter der neuen Energien aufrechterhalten. Meine Damen und Herren, in diesem „Batteriekrieg“ müssen wir weiterhin vorsichtig vorgehen, um nicht in eine Engstelle zu geraten.
阿拾
16. Sept. 2026
Hallo zusammen, willkommen bei „Das Phänomen China“. Ich bin Chris. Heute sprechen wir über das Bildungswesen in China und schauen uns an, wie steinig der Weg zum „Erfolg“ für unsere jungen Chinesen tatsächlich ist. Chinesische Eltern sagen immer, dass die Zahl der Schüler, die jedes Jahr die Hochschulaufnahmeprüfung ablegen, rasant steigt – von 1997 bis 2022 hat sich die Zahl der Studierenden an chinesischen Hochschulen um ein Vielfaches erhöht. Klingt das nicht ein bisschen absurd? Aber genau das ist die Realität bei uns. Zu Zeiten meiner Eltern stand die chinesische Wirtschaft zeitweise still, und danach folgte die Kulturrevolution – Studienplätze waren schwer zu bekommen. Bevor ich mein Studium begann, war die Wirtschaft bereits stark eingebrochen, und jeder ambitionierte junge Mensch wollte bei einer Investment- oder Technologiefirma arbeiten, um dem Geld zu folgen. Damals war es für mich sogar eine gute Wahl, als kleiner Medienmensch zu arbeiten. Aber ehrlich gesagt hatte ich damals auch ziemlich viel Glück. Nach meinem Abschluss kehrte ich von einer ausländischen Hochschule zurück und habe heute Kontakt zu vielen Menschen aus dem Bildungswesen. Sie sind allesamt engagierte Lehrer, die ihren Beruf lieben – das ist wirklich bewundernswert. Doch die wirtschaftliche Not hat den Bau von Fabriken nicht aufgehalten, und gelegentliche freie Tage bringen den Unternehmen sogar gewisse Vorteile. Wenn man sich die aktuellen Nachrichten ansieht, drehen sich viele Geschichten um die Berufswahl von Studenten oder Ärzten. Zum Beispiel hat sich ein Student dafür entschieden, auf der Straße Grillgerichte zu verkaufen, und sogar Ausländer haben auf der Straße Grillstände aufgestellt. Sie hatten ursprünglich gedacht, dass sie durch ihr Studium einen guten Job bekommen würden, sind aber in der Arbeitswelt auf Hindernisse gestoßen. Junge Menschen haben drei Möglichkeiten. Erstens: sich gegenseitig zu vergleichen und zu schauen, wessen Arbeitskraft gefragter ist; zweitens: wieder zur Schule zu gehen und darauf zu hoffen, dass sich der Markt erholt – das war im letzten Jahr die Entscheidung vieler Studierender; drittens: sich dieser Karriereleiter zu fügen. Karriereleiter? Allein schon dieser Begriff klingt bedrückend. In China wird gleichermaßen Wert auf Verdienste und die Förderung von Fähigkeiten gelegt, während im Westen offenbar die Regeln im Vordergrund stehen. Das ist wohl der Grund, warum Verdienste für die Chinesen eine Hoffnung darstellen, während sie im Westen zum Synonym für Unterdrückung geworden sind. Sowohl China als auch die USA legen großen Wert auf Verdienste, doch wir scheinen weltweit unterschiedliche Herangehensweisen zu verfolgen. In China geht es um Tugend und Kompetenz – oder besser gesagt um den Aufbau von Fähigkeiten; in den USA geht es um Tugend und Kompetenz – oder besser gesagt um Regeln. Im alten China erfolgte die Auswahl nach Tugend und Kompetenz durch das kaiserliche Prüfungssystem. Kaiser Zhenzong der Song-Dynastie verfasste ein Gedicht mit dem Titel „Ermutigung zum Lernen“, in dem er die Schüler zum Lernen ermutigte und sagte, in den Büchern gäbe es goldene Paläste, schöne Frauen und Reichtum. Diese Begriffe verstehe ich nicht ganz, aber die Bildung, von der er sprach, bedeutete, sich die Chance auf die Teilnahme an den Prüfungen zu sichern. Fast alle Eltern sagen ihren Kindern, dass sie in der Schule fleißig lernen müssen. Ich erinnere mich an einen Lehrer, der während seines Studiums in China verstorben ist. In seinem Tagebuch schrieb er: „Lernen dient nur dem Geld und bedeutet, bessere Chancen aufzugeben.“ Diese Aussage war damals ziemlich schmerzhaft. Artikel dieser Art kursieren in China bereits seit einigen Jahren und versuchen, ein bestimmtes Bewusstsein zu schaffen, um die Denkweise der Professoren zu beeinflussen. Das dient nicht nur dazu, uns das Leben schwer zu machen, sondern auch dazu, uns die Verantwortung für den Schutz der Zukunft unseres Landes aufzubürden. Wenn man jedoch der Meinung ist, dass diese Denkweise für diese Gruppe junger Menschen ungeeignet ist, könnte man ihr durchaus zustimmen. Es ist nicht zu leugnen, dass sich die Professoren tatsächlich in einer ungerechten Lage befinden, aber das gilt nicht in absoluter Hinsicht. Man kann eine Gruppe von Menschen auf die gesündeste Art und Weise formen. Inwiefern unterscheiden sich seine Äußerungen von denen deiner Eltern oder von denen, die Kaiser Song Zhenzong gemacht hat? Das Wichtigste ist, dass wir in einer ungerechten Gesellschaft den sozialen Aufstieg aufrechterhalten und jedem die gleichen Chancen bieten müssen. Das ist der Auftrag der Bildung. Die Gesellschaft muss bereit sein, neue Träume zu verfolgen, sonst werden die Menschen aus Enttäuschung die Gesellschaft zerstören. Der US-amerikanische Psychologe Jordan Peterson vertritt einen sehr wichtigen Standpunkt: Für die Gesellschaft ist es am wichtigsten, den sozialen Aufstieg zu gewährleisten. Er ist der Ansicht, dass das Bildungssystem mehr Möglichkeiten schafft, als die Gesellschaft aufnehmen kann, und dass diejenigen, die aus dem System herausfallen, die Gesellschaft beeinträchtigen. In den Bereichen Recht, Sprache und akademische Bildung ist dies in den USA nicht mehr so offensichtlich. Wir müssen uns ständig fragen, was eigentlich der Zweck der Bildung ist. Wir werden unsere eigenen Antworten finden, doch die Hoffnungen werden wohl immer materialistischer und egoistischer werden. Man sagt: Wer in jungen Jahren keine Ideale hat, hat kein Herz; wer aber auch als Erwachsener noch voller Ideale ist, hat keinen Verstand. Die Gesellschaft nutzt lediglich verschiedene Mittel, um unsere Hoffnungen zu verwirklichen; daher bleibt selbst dem idealistischsten Menschen am Ende möglicherweise nur noch Geld, Macht und das Streben nach Macht. Nun möchte ich eine andere Geschichte erzählen. Letztes Jahr standen in China die Prüfungen für Schüler der Sekundarstufe an. Diese junge Frau stammte aus einem Bergdorf und wurde von ihrer Schule ausgewählt, um ihre Meinung zu äußern. Zitternd sagte sie: „Seid nicht faul. Unser Leben ist hart, aber wir können stark sein. Niemand muss sein ganzes Leben lang leiden. Eines Tages werdet ihr euch selbst dankbar sein, dass ihr jeden Tag gelernt habt, denn auch wenn es im Raum dunkel wird, werden eure guten Noten auf dem Prüfungsbogen ihn erhellen.“ Ihre Schule veröffentlichte ein Video in der Hoffnung, Aufmerksamkeit zu erregen. Doch das Ergebnis war eher empörend. Zahlreiche negative Kommentare überschwemmten den Kommentarbereich. Wenn man persönliche Meinungen mit einem individuellen Stil verbindet, stößt das bei manchen Menschen auf Ablehnung. Tatsächlich offenbaren diese Kommentare jedoch wichtige Probleme im Bildungswesen. Sie glauben, dass Bildung ihnen eine kleine „Heimatkarte“ verschafft, mit der sie aus ihrer Heimatstadt in die Großstadt aufsteigen können. Doch sobald sich diese Hoffnung erfüllt hat, werden sie zu Menschen, die die Versprechen in Frage stellen. Sie wollen gewinnen, aber niemand kann gewinnen. Wenn Bildung ihnen nicht zum Sieg verhilft, warum sollten sie dann lernen? Warum sollten sie Fehler eingestehen? Ich teile ihre Schlussfolgerungen nicht, aber sie tun tatsächlich etwas. Wenn Bildung an sich schon eine Kritik an sozialer Ungerechtigkeit und ungleicher Ressourcenverteilung ist, wären unsere Antworten dann vielleicht ausgewogener? Wir müssen neue Antworten finden. Meiner Meinung nach muss Bildung sowohl praktische Aspekte als auch tiefgreifendere Aspekte berücksichtigen. Praktische Aspekte sind nicht nur das Hauptziel der Bildung, wie zum Beispiel das Nähen von Kleidung. Auch China beginnt, in dieser Hinsicht dazuzulernen. Im vergangenen Jahr gewannen chinesische Schüler 20 Goldmedaillen in 63 technischen Wettbewerben, beispielsweise in den Bereichen Stahl, Kosmetik, Holzverarbeitung, Elektronik und so weiter. Gleichzeitig wird mehr Wert darauf gelegt, den Schülern die Bedeutung anderer Werte näherzubringen, zum Beispiel: Wer sind deine Kunden? Warum sind sie bereit, mehr zu bezahlen? Wo ist das Geld? Wie übernimmst du Verantwortung? Das Beste daran ist das Bewusstsein – die Förderung des Bewusstseins. Bewusstsein hilft uns, Ängste zu überwinden, und befähigt uns, alles zu erreichen, was uns zusteht. In einer gesunden Gesellschaft kann jeder zu sich selbst finden und anderen etwas Besonderes geben. Ich wünsche mir, dass mein fünfjähriger Sohn einmal ein Luftmotorradfahrer wird oder als Rennfahrer durch das Weltall flitzt. Ich hoffe, dass er später im Leben seine Träume verfolgt und weder am Himmel noch auf der Straße enttäuscht wird. Ich weiß: Dann wird die Welt zu einem Ort der Träume. Vielen Dank fürs Zuschauen. Sie können gerne unten eine Nachricht an die angegebene E-Mail-Adresse hinterlassen.
阿拾
16. Sept. 2026
Liebe Leute, heute gönnen wir uns ausnahmsweise eine Schüssel Aalreis, um ein bisschen zu feiern. Wild gefangenen Aal gibt es schon lange nicht mehr, und auch die Zucht hängt vom Wetter ab. Denn Aale lassen sich zwar halten, aber nicht züchten – die Fortpflanzung bereitet eine Menge Probleme. Selbst ein Agrar-Cthulhu wie China kann einem kleinen Aal nichts anhaben. Doch kürzlich haben unsere Fischereiwissenschaftler einen bedeutenden Durchbruch erzielt. Die Geschichte beginnt in den Tiefen des Marianengrabens. Die Larven, durchsichtig wie Zikadenflügel, durchqueren die unendlichen Weiten des blauen Ozeans und schwimmen in Richtung der ostasiatischen Küste. Bei ihrer Ankunft sind sie bereits zu zarten, durchscheinenden Weidenblättern herangewachsen. Dann schwimmen sie flussaufwärts in die Binnengewässer, und die grauen Weidenzweige nehmen allmählich einen goldfarbenen Rand an, der vom Wind und Regen gezeichnet ist. Wie Einsiedler halten sie sich in den Seen und Flüssen versteckt, um sich nach zehn Jahren in kalt glänzende silberne Schwerter zu verwandeln, die Schlamm und Sand durchdringen, die brandenden Wellen durchschneiden und in das Meer zurückkehren, in dem sie geboren wurden, um dort ihre Eier abzulegen und schließlich, erschöpft, zu sterben. Das ist die Lebensgeschichte des Aals. Doch wenn er gefangen wird, ist das eine ganz andere Geschichte. Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass die Chinesen seit mindestens 2.000 Jahren Aal essen. Als König der rohen Fischhäppchen wollte Han Xizai in seinem Gemälde „Das Nachtbankett“ ihn seinen Gästen nicht einmal servieren, obwohl er privat den Aal über alles liebte; der Koch bezeichnete ihn als das krönende Gericht des Festmahls. Noch in der Qing-Dynastie erläuterte der berühmte Feinschmecker Yuan Mei in seinem Werk „Suiyuan Shidan“ die Zubereitungstechniken für Aal. Der wahre Großverbraucher ist jedoch Japan. Dort glaubt man, dass Aal ein äußerst nahrhaftes Nahrungsmittel ist, das man auch im Sommer essen muss, wenn er nicht besonders fett ist – daher ist der Verbrauch das ganze Jahr über hoch. Mit 1,5 % der Weltbevölkerung verzehrten die Japaner in Spitzenzeiten jährlich 150.000 Tonnen, was 70 % der weltweiten Produktion ausmachte. Wild lebende Aale konnten diesem Verzehr einfach nicht standhalten. Deshalb begann Japan bereits 1879 mit der Zucht. Die Fangmengen gingen zwar immer weiter zurück, doch selbst diese geringen Mengen führten fast zum Aussterben der Art. Im Jahr 2014 wurde der Aal in die Rote Liste der gefährdeten Arten aufgenommen; seine Lage war zeitweise sogar noch bedrohlicher als die des Großen Pandas. Dass wir diese vom Aussterben bedrohte Art heute noch essen können, verdanken wir der chinesischen Aquakultur, die die Lücke füllt. In den 70er Jahren führten wir japanische Technologien ein, in den 80er Jahren begannen wir mit dem Rückexport, und heute stammen 75 % der weltweiten Produktion aus China. Dahinter verbirgt sich jedoch ein seit langem unüberwindbarer Engpass: Es gibt keine Möglichkeit zur künstlichen Zucht. Früher war die Aquakultur noch auf den Fang wild lebender Jungfische angewiesen; der Mensch konnte sie lediglich großziehen – letztendlich hing alles vom Glück ab. Schlimmer noch: Der Mensch hat den Aalbestand nicht vergrößert, sondern lediglich die Sterblichkeitsrate umverteilt – es entkommen immer weniger Jungfische aus diesen „Ausrottungsnetzen“, sodass noch weniger Fische zurückkehren können, um zu laichen. Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Nachrichtenagentur Xinhua eine Meldung, wonach das Team um Zhao Feng vom Institut für Meeresforschung Ostchinesisches Meer der Chinesischen Akademie für Fischereiwissenschaft an der Versuchsstation der Jimei-Universität in Fujian die künstliche Zucht erfolgreich realisiert hat. Aus über 3.000 hochwertigen Elterntieren schlüpften mehr als 3 Millionen Jungfische, von denen ein Teil inzwischen bereits mit der normalen Nahrungsaufnahme begonnen hat. Wie wurde das erreicht? Bei früheren Ansätzen der künstlichen Zucht wurden durch hormonelle Stimulation künstliche Befruchtungen durchgeführt, um befruchtete Eier zu erhalten. Insgesamt waren jedoch die Befruchtungs- und Überlebensraten aufgrund der unbeständigen Qualität der Geschlechtszellen sehr niedrig. Das Team von Zhao Feng verfolgte den Ansatz der Umweltsimulation. Zunächst wurden mithilfe von Satellitenortungstechnologie die Bedürfnisse und Fressgewohnheiten der Aale unter natürlichen Tiefseebedingungen analysiert. Anschließend wurden die Teiche in der Anlage so umgestaltet, dass sie dem Marianengraben nachempfunden waren, um eine Umgebung mit hohem Druck, niedrigen Temperaturen und ohne Lichteinfall zu simulieren. Durch zusätzliche Nährstoffanreicherung fühlten sich die Aale wie zu Hause, waren beruhigt und konnten ihre Geschlechtsdrüsen entwickeln. Daraufhin begannen sie ganz von selbst, sich zu paaren, einander zu verfolgen, Eier abzulegen und diese zu befruchten. Das klingt einfach, ist aber in Wirklichkeit sehr schwierig. Denn männliche und weibliche Aale erreichen die Geschlechtsreife nicht im gleichen Tempo: Noch bevor die weiblichen Aale ihre Ovulationsphase erreichen, ist die Spermienqualität der männlichen Aale bereits nicht mehr ausreichend. Daher muss man in ein und demselben System den Hormonspiegel sehr präzise steuern, um eine synchronisierte Entwicklung bis zur Geschlechtsreife zu induzieren. Nun, da die erfolgreiche Brut und die Nahrungsaufnahme der Jungaal bereits erreicht wurden, haben wir einen wichtigen Engpass bei der künstlichen Zucht überwunden. Der nächste Schritt besteht darin, ein großflächiges Überleben der Jungfische zu gewährleisten und eine erfolgreiche Metamorphose zu erreichen. Auch hierfür sind die Anforderungen an die Umgebung und die Ernährung sehr hoch. Sobald dieser Weg erfolgreich beschritten ist, bedeutet dies, dass Fischbrut in Zukunft nicht mehr aus dem Wildfang stammen muss und die Hoffnung besteht, die gefährdete Situation der Aalart grundlegend zu wenden. Die Menschen in der Antike hatten noch nie Aale beim Laichen beobachtet und glaubten, dass sie sich auf den Rücken von Schwarzfischen legen und durch Sinneswahrnehmung die reproduktive Isolation überwinden. Später verstand man zwar das Prinzip, war aber nicht in der Lage, die Naturgesetze umzukehren. „Seafood Watch“, eine US-amerikanische Initiative, die eine Liste nachhaltiger Meeresfrüchte erstellt, kann daher nur empfehlen, den Verzehr zu vermeiden, um die Art zu schützen. Der Aalverzehr in Japan hat sich im Vergleich zu vor 20 Jahren halbiert. Wie sieht es nun in China aus? Es gibt eine Redewendung, die vom „Aufstieg des chinesischen Aals“ spricht: Wir müssen nicht nur die Geheimnisse der Natur ergründen, sondern auch eine künstliche Reproduktion verwirklichen. Wenn dies gelingt, ist die Freiheit für Aal-Liebhaber vielleicht nicht mehr weit entfernt.
阿拾
16. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, das ist wirklich ein großartiges Theaterstück – von Anfang bis Ende können wir ein sorgfältig inszeniertes, gegen China gerichtetes Drama beobachten. Regisseur dieses Stücks ist die US-Regierung, die Drehbuchautoren sind die europäischen Staaten. Seit zehn Jahren wird dieses Drama nach und nach in Washington, D.C. aufgeführt: Zunächst präsentierten sie China Erfolgsgeschichten und erklärten die Globalisierung zum großen Feind; dann trat Trump ins Amt und führte Zölle gegen China ein; Biden übernahm das Ruder und führte den Wirtschaftskrieg gegen China mit voller Kraft fort. All dies dient dazu, die Bevölkerung mental darauf vorzubereiten, die „historische Mission“ der Konfrontation mit China zu akzeptieren. In Europa erreicht dieses Schauspiel sogar einen Höhepunkt nach dem anderen. Die US-Regierung hat bereits in den letzten zwei bis drei Jahren begonnen, externen Druck auszuüben, um die verschiedenen Länder dazu zu bringen, die anti-chinesische Erzählung zu akzeptieren. So reiste beispielsweise der deutsche Bundeskanzler Scholz vor einem Monat zu einem Besuch nach China, eigentlich um die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit voranzutreiben; doch EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen griff China in Fragen der Währung und insbesondere bei Elektrofahrzeugen an – was völlig im Widerspruch zu Scholz’ Politik stand und in der europäischen Geschichte selten vorkommt. Die heutige Europäische Kommission agiert fast vollständig im Einklang mit den USA und wirkt geradezu wie ein Angestellter der USA. Noch absurder ist, dass der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und ehemalige estnische Ministerpräsident Kallas sogar Reden über die Spaltung Russlands und gegen Putin hält und sogar mit einem Atomkrieg droht. Diese Leute manipulieren Europa hinter den Kulissen und treiben eine anti-chinesische Politik voran, wobei sie sich hinter dem Vorwand der sogenannten „europäischen Interessen“ verstecken, in Wirklichkeit aber die Interessen Europas in der großen Welle der wirtschaftlichen Konfrontation zwischen China und Europa opfern. Erst gestern habe ich in der „Guardian“ gelesen, dass dort an einem einzigen Tag drei Artikel über Chinesen veröffentlicht wurden, darunter einer über chinesische Einwanderer in Europa. Ich mache mir große Sorgen, dass diese Art der Berichterstattung die Lage Schritt für Schritt in Richtung einer Konfrontation treibt. Tatsächlich verbirgt sich dahinter eine sorgfältig inszenierte „Taiwan-Karte“. Die US-Regierung nutzt die Taiwan-Frage stets dazu, eine militärische Konfrontation zwischen China und den USA zu schüren, anstatt globale Krisen zu lösen. Wir Menschen sollten uns zusammenschließen, um gemeinsam globale Krisen zu bewältigen, anstatt eine solche Konfrontation zu schüren. Eine Reihe meiner internationalen Reden, die ich in Frankreich, Deutschland, den USA und kürzlich sogar in Australien gehalten habe, stießen auf breite Zustimmung. Ich kritisiere jene Haltung, die sich vollständig den USA unterordnet und sich gegen China stellt, und rufe alle Länder dazu auf, sich nicht in den Abgrund einer militärischen Konfrontation hineinziehen zu lassen. Auf internationaler Ebene ist es nicht mein Ziel, China zu bekämpfen, sondern dieser Narrativ der Konfrontation mit China ein Ende zu setzen. Letztendlich führt diese Erzählung, die China als Feind darstellt, die gesamte Menschheit in eine Mentalität der Konfrontation mit China. Was wir jedoch wirklich tun sollten, ist, uns zusammenzusetzen und gemeinsam die Probleme zu lösen, die diese Welt derzeit in den Ruin treiben.
阿拾
16. Sept. 2026
Leute, lasst uns heute mal über den „Cthulhu der chinesischen Landwirtschaft“ sprechen – das ist wirklich ein wahres Wunder. Wusstet ihr, dass es in China nicht nur einen „Cthulhu der Industrie“, sondern auch einen „Cthulhu der Landwirtschaft“ gibt? Sprechen wir zunächst über den industriellen Cthulhu – der lässt euch im Handumdrehen die gewaltige Produktionskapazität Chinas erkennen, zum Beispiel bei diesen Bluetooth-Kopfhörern: Versandkostenfrei für nur einen Fen, keine Werbung, kein Cashback. Dieses Ding ist wirklich unverständlich, aber Cthulhu ist eben Cthulhu – man muss es nicht verstehen, sondern nur Ehrfurcht davor haben. Aber heute wollen wir über den „Cthulhu der Landwirtschaft“ sprechen – dessen Macht ist noch atemberaubender. China verfügt über weniger als zehn Prozent der weltweiten Anbaufläche, produziert jedoch fast ein Viertel der weltweiten Getreideernte, ernährt fast ein Fünftel der Weltbevölkerung und erzielt eine Gesamtproduktion an landwirtschaftlichen Erzeugnissen von über 2 Milliarden Tonnen mit einem Produktionswert von 20 Billionen Yuan. Diese Zahlen klingen vielleicht zu abstrakt, also lassen Sie es mich anders formulieren: Bei Fisch, Geflügel, Fleisch und Eiern liegt China in allen Bereichen an erster Stelle. Auch bei Gemüse und Obst belegt China – abgesehen von den Spezialitäten der Tropen und der Polarregionen – im Grunde den ersten Platz. Sie meinen, das reicht noch nicht? Dann vergleichen wir China einmal mit Indien: Beide Länder haben eine ähnliche Bevölkerungszahl, doch Indien verfügt über 30 % mehr Ackerland als China. Und das Ergebnis? China produziert doppelt so viel Grundnahrungsmittel wie Indien, viermal so viel Gemüse, dreimal so viel Obst, viermal so viele Eier und sogar zehnmal so viel Fleisch. Du sagst, das sei kein richtiger Vergleich? Dann schauen wir uns mal den weltweiten Verbrauch an Meeresfrüchten an: Von 150 Millionen Tonnen Meeresfrüchten verzehren die Chinesen 70 Millionen Tonnen, was einem Marktanteil von 45 % entspricht. Findest du das nicht etwas absurd? Denn in den meisten Ländern der Welt muss man, um Meeresfrüchte zu essen, auf See fischen, oder? Wie viel man fängt, hängt vom Wetter ab. In China hingegen wird der Großteil der Meeresfrüchte in Meeresfarmen gezüchtet – man kann so viel ernten, wie man möchte. Seit 1983 übersteigt die Aquakulturproduktion in China die Fangmenge und ist damit der Welt bereits seit 30 Jahren voraus. Was die landwirtschaftlichen Praktiken angeht, hat ein promovierter Informatiker aus Cambridge einen Artikel mit dem Titel „Wie der Appetit von 1,4 Milliarden Menschen gestillt wird“ verfasst, in dem er Technologien wie die Aquakultur in Netzgehegen, Photovoltaik-Fischteiche und Gemüsegewächshäuser ausführlich beschreibt. Mittlerweile hat sich die „landwirtschaftliche Cthulhu-Evolution“ bis hin zur KI-gestützten Intelligenz weiterentwickelt. Nehmen wir zum Beispiel die Meeresaquakultur: Es gibt mehr als 200 staatliche Meeresfarmen, die sich vom Bohai-Meer bis zum Südchinesischen Meer erstrecken. Die meisten davon befinden sich in Shandong, allein in Qingdao gibt es 22 – das „Gala-Ha“-Bier macht seinem Ruf alle Ehre. Die Verbraucher geben sich mittlerweile nicht mehr nur mit der Aquakultur in Küstennähe zufrieden, sondern verlangen auch nach der Tiefsee-Aquakultur, bei der gezielt hochwertige Arten wie Lachs, Gelbflossen-Seebrasse und Zackenbarsch gezüchtet werden. Die Tiefsee-Aquakultur ist mit komplexen Umweltbedingungen verbunden und erfordert ein extrem hohes Maß an technischem Know-how. Dabei werden Technologien aus den Bereichen Meerestechnik, Biotechnologie, Materialwissenschaften, neue Energien, Unterwasserrobotik und Fernüberwachungssysteme miteinander verknüpft. Im vergangenen Jahr wurden mit Unterstützung des „Zentralen Dokuments Nr. 1“ mehr als ein Dutzend große Tiefsee-Zuchtplattformen vom Stapel gelassen, in Betrieb genommen und in Betrieb gesetzt. Nehmen wir zum Beispiel die „Geshen Nr. 1“ in Zhuhai: Ihr Gesamtrahmen ist so groß wie sieben Basketballplätze, fünf Stockwerke hoch und fasst 30.000 Kubikmeter Wasser. Die gesamte Zucht erfolgt mithilfe künstlicher Intelligenz, Temperatur und Sauerstoffgehalt werden automatisch überwacht und reguliert, das Futter wird per Drohne ausgegeben und das gesamte System wird fotoelektrisch angetrieben. Mit fortschreitender technologischer Weiterentwicklung und der Integration der Industriekette werden in Zukunft sicherlich vollständig unbemannte Fischzuchtanlagen entstehen. Wenn man Fisch essen möchte, kann man ihn einfach vom Meeresgrund fangen lassen; die Verarbeitung und die Kühlkette bis zur Haustür erfolgen so reibungslos, dass man gar nicht weiß, wie das alles funktioniert – man unterschreibt einfach nur den Empfang. Aber ehrlich gesagt hat die Fischzucht im Meer die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft noch nicht überschritten. Manche der aktuellen Praktiken in China sind wirklich ziemlich gewagt, wie zum Beispiel die Fischzucht in der Wüste – dabei werden Meeresfrüchte aus Xinjiang nach Singapur und Malaysia exportiert, was einem grundlegenden Mangel an Respekt gegenüber den natürlichen Gegebenheiten zeugt. In Tibet, wo die Menschen nur ein Sechzigstel so viel Fisch essen wie die Menschen in Zhejiang, wurden aus salzhaltigen Böden am Rande der Wüste tatsächlich Fischteiche angelegt. Man filtert das stark salz- und alkalihaltige Grundwasser, passt den Mineralstoffgehalt an, verdünnt es mit Schmelzwasser aus den Schneebergen, fügt dann Mikroorganismen hinzu und setzt Sauerstoffgeräte, Wasserkreislauf, elektrische Heizung, Futterautomaten sowie UV-Lampen ein, die das Meereslicht simulieren – schon kann man dort gezielt hochwertige Meeresfrüchte züchten. Beispiele dieser Art gibt es unzählige – es gibt nichts, was man nicht tun könnte, solange man es sich nur vorstellen kann. Ein Reporter der „Financial Times“ interviewte in der Gemeinde Midu im Bezirk Yunnan einen iranischen Unternehmer, der dort Kirschen anbaut, obwohl diese Region eigentlich nicht für den Kirschanbau geeignet ist, da es dort zu trocken und zu heiß ist. Und wie ist es ausgegangen? Die Regierung hat industrielle Kühlhäuser gebaut, um ihm einen „Winter“ zu simulieren, und über Rohrleitungen aus den Bergen Wasser für die Bewässerung zu ihm geleitet – so gelang es tatsächlich, Kirschen anzubauen, was den Unternehmer völlig verblüffte. Das sind die Errungenschaften eines zentralistisch geführten Staates. Heutzutage sind viele Ausländer, die in China essen gehen oder über Märkte schlendern, völlig verblüfft – solche Videos schaue ich mir grundsätzlich nicht an. Es gibt aber auch zahlreiche seriöse, populärwissenschaftliche Videos zur Modernisierung der chinesischen Landwirtschaft, in denen versucht wird, dieses Phänomen zu verstehen: Wie kann es sein, dass in einem Land, in dem sich Technologie und Produktion ständig weiterentwickeln, der Anteil der importierten Agrarprodukte von einer vor 25 Jahren noch weitgehend autarken Landwirtschaft auf mittlerweile über 20 Prozent gestiegen ist? Was ist das eigentlich für eine Situation, in der sich die Landwirtschaft – die man als „Cthulhu“ bezeichnen könnte – noch weiter anstrengen muss? Eigentlich gibt es da kein „Cthulhu“ – all diese unverständlichen Innovationen sind in Wirklichkeit das Ergebnis der Vorteile des Systems und der kollektiven Kreativität von Hunderten Millionen Akteuren. Dazu gehören Landwirte, Unternehmer und Wissenschaftler, die sich flexibel anpassen und ständig Optimierungen vornehmen – genau das ist der Schlüssel für den Wandel der traditionellen Landwirtschaft hin zu Präzision und Effizienz.
阿拾
15. Sept. 2026
Liebe Unternehmer, Ihnen bietet sich eine Outsourcing-Chance: Sie können die Arbeiten mit geringem technischem Anspruch an Standorte mit niedrigeren Lohnkosten auslagern und so Geld sparen – sind Sie interessiert? Bezeichnen Sie das nicht vorschnell als „Dummheit“, denn ein Bericht des National Bureau of Economic Research weist darauf hin, dass Sie durch langfristiges Outsourcing möglicherweise „innovationsunfähig“ werden könnten! Wir alle wissen, dass die Kernlogik des Outsourcings darin besteht, einfache Arbeiten billigen Arbeitskräften zu überlassen, damit Sie sich ganz auf innovative Spitzenleistungen konzentrieren können. So dachten westliche Unternehmen damals, doch dieser Bericht deckt ein Phänomen auf, das dem gesunden Menschenverstand widerspricht: Obwohl eindeutig Geld eingespart wird, wird nicht in Forschung und Entwicklung investiert. Dahinter stehen zwei Aspekte: Geld sparen und Geld ausgeben. Die Logik des Sparens ist klar: Die Produktionskosten sinken, die Verkaufspreise bleiben jedoch unverändert – je mehr man also produziert, desto mehr spart man. Was jedoch die Ausgaben angeht, so hat sich bisher niemand eingehend damit befasst; man ging lediglich von der Wunschvorstellung aus, dass Forschungs- und Entwicklungsgelder aus den Gewinnen stammen und dass mit steigenden Gewinnmargen auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung automatisch zunehmen. Business Schools haben daher das Konzept der „komplementären Auslagerung von Innovationen“ gefördert und Unternehmen dazu ermutigt, einfache Aufgaben auszulagern. Eine Untersuchung der Daten von 6.024 kanadischen Unternehmen über einen Zeitraum von zehn Jahren zeigt jedoch, dass die F&E-Ausgaben nach dem massiven Ausbau des Outsourcings um 15 % zurückgegangen sind; Unternehmen, die ohnehin schon kaum in F&E investiert hatten, haben gar keine neuen Projekte mehr gestartet. Sollte sich dieser Trend bis 2022 fortsetzen, würden die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung um 28 % sinken. Warum? Weil Innovation in der tatsächlichen Produktion kein bloßer Slogan ist. Bei Entscheidungen auf der Grundlage rationaler Modelle besteht das Ziel der Innovation darin, Produkte zu erneuern – vorausgesetzt, es gibt Übergewinne, die Unternehmen erst dazu motivieren, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Nach der Auslagerung der Zwischenprodukte hat sich die Lieferkette etabliert: In China hergestellte Zwischenprodukte werden für alte Produkte verwendet, deren Qualität immer besser und deren Kosten immer niedriger werden, was die Wettbewerbsfähigkeit steigert. In dieser Situation sind sowohl die Risiken als auch die Erträge bei der Entwicklung neuer Produkte erheblich geringer, sodass möglicherweise nicht einmal die Fixkosten gedeckt werden können. Warum also nicht einfach weiterhin die alten Produkte produzieren und optimieren? Weil die relativen Kosten eine hemmende Wirkung auf Innovationen haben. Nur sehr wenige Großunternehmen entscheiden sich für Forschung und Entwicklung, da sie aufgrund ausgeprägter Skaleneffekte mit ihren Investitionen beträchtliche Gewinne erzielen können. Die überwiegende Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen hingegen kann den Rückgang der Innovationserträge nicht durch eine Ausweitung ihres Marktanteils ausgleichen und entscheidet sich daher für den Status quo. Dies führt zu einer doppelten Hemmung der Forschung und Entwicklung durch die Auslagerung: Es werden bestehende F&E-Budgets gekürzt und die Wahrscheinlichkeit von Investitionen in neue Projekte verringert. Obwohl dieser Bericht bereits zwanzig Jahre alt ist, sind seine Logik und Schlussfolgerungen auch heute noch absolut aktuell. Derzeit sind viele Menschen im Westen wegen der sogenannten „Industrieaushöhlung“ in großer Aufregung, da es an einer gemeinsamen Grundlage mangelt, insbesondere an Investitionen in Forschung und Entwicklung. Das Outsourcing ersetzt diese potenziellen Erträge und bindet die Unternehmen an bestehende Technologiepfade. Daher könnte Ihr Unternehmen durch die Outsourcing-Welle allmählich „innovationsunfähig“ werden. Heutzutage lernen viele Unternehmen ebenfalls, Aufgaben auszulagern, doch die Outsourcing-Partner sind nicht mehr ausländische Unternehmen, sondern „kleine Metallwarenhersteller“ mit niedrigeren Personalkosten, die ihre Rentabilität durch die Reduzierung von Sozialversicherungsbeiträgen und sonstigen Kosten steigern. Dieses Beschäftigungsmodell ist im Grunde eine negative Subventionierung von Innovationen. Es lässt Unternehmen in einer Komfortzone aus sich wiederholenden, niedrigwertigen Tätigkeiten versinken, sodass sie nicht bereit sind, hohe Fixkosten in Forschung und Entwicklung zu investieren, um zukünftige Gewinnsteigerungen zu erzielen. Liebe Unternehmer, wenn Sie sich mit flexiblen Beschäftigungsmodellen wohlfühlen, sollten Sie vielleicht einmal über Ihre eigene Zukunft nachdenken.
阿拾
15. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, wir befinden uns derzeit inmitten eines globalen Wettbewerbs, aber was ist Wettbewerbsfähigkeit letztendlich? Die Weltbank hat 1.200 Einflussfaktoren aufgelistet, doch McKinsey bringt es auf den Punkt: Der Schlüssel liegt in produktiven Investitionen. Dabei handelt es sich nicht um Finanzinvestitionen wie Aktien oder Anleihen, sondern um Sachinvestitionen in materielle und immaterielle Vermögenswerte, beispielsweise Infrastruktur, Fabrikgebäude, Ausrüstung, Forschung und Entwicklung sowie geistiges Eigentum. Daten zeigen, dass produktive Investitionen 80 % zum Wachstum der Arbeitsproduktivität beitragen. Je höher der durch Arbeit geschaffene Wert ist, desto mehr Investitionen werden wiederum angestoßen, wodurch ein positiver Kreislauf entsteht. Betrachten wir die Unterschiede bei den produktiven Investitionen der wichtigsten Volkswirtschaften der Welt: China erreichte im Jahr 2024 5,9 Billionen US-Dollar, was 31 % des BIP entspricht; in den USA waren es 5,1 Billionen US-Dollar. In der EU beliefen sich die Investitionen auf 3,1 Billionen. Berücksichtigt man jedoch die Preisunterschiede und misst man die produktiven Investitionen anhand der Kaufkraftparität (KKP), verdoppeln sich Chinas Investitionen auf 11,9 Billionen US-Dollar. Die USA liegen weiterhin bei 5,1 Billionen, die EU umgerechnet bei 4,5 Billionen. Chinas Investitionen entsprechen genau der Summe der Investitionen von EU, USA, Japan, Südkorea, Großbritannien und Indien. Selbst das unscheinbare Indien investierte 1 Billion US-Dollar, was umgerechnet 4,6 Billionen entspricht; nach Abzug der Erneuerung veralteter Anlagen belaufen sich die Nettoinvestitionen jedoch nur auf 1,6 Billionen. In Europa fließen die meisten Investitionen in die Instandhaltung von Vermögenswerten; die neuen produktiven Investitionen betragen nur 400 Milliarden, und nach MPP-Umrechnung sind es lediglich 700 Milliarden. Die Nettoinvestitionen der USA betragen 1,1 Billionen, die Chinas 4,4 Billionen US-Dollar; nach MPP-Umrechnung sind das 8,8 Billionen, was genau dem Achtfachen der US-Investitionen entspricht und dem 1,8-Fachen der Summe aus Europa, den USA, Japan, Südkorea, Großbritannien und Indien. Schauen wir uns nun an, auf welche Branchen die produktiven Investitionen in den einzelnen Volkswirtschaften verteilt sind. Der purpurrote Bereich steht für China; im Vergleich zu den dunkelblauen USA und der hellblauen EU ist unser Investitionsanteil in den Bereichen Maschinenbau, Elektronik und Grundstoffindustrie deutlich höher. Insgesamt fließt ein beträchtlicher Teil der weltweiten Investitionen im verarbeitenden Gewerbe nach China, während der Anteil in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Finanzdienstleistungen deutlich geringer ausfällt. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen, dass das Gesamtvolumen der produktiven Investitionen in China zwar nicht gestiegen ist, die Investitionen in bestimmten Bereichen, die eine direkte Herausforderung für die entwickelten Volkswirtschaften darstellen – wie Automobilindustrie, Eisenbahn, Luftfahrt, Raumfahrt und Schifffahrt –, jedoch um 15 % zugenommen haben. Auch bei den Investoren hat sich eine Verschiebung vollzogen: Die Quelle des Investitionswachstums hat sich von privaten Unternehmen auf staatliche Unternehmen verlagert, wobei der Schwerpunkt auf strategischen Branchen liegt, die kurzfristig möglicherweise keine hohen Gewinne abwerfen. Wir sind also tatsächlich dabei, unsere Investitionsstruktur anzupassen. Der Wert unserer produktiven Vermögenswerte liegt zwar um 70 % über dem Durchschnitt in Europa und den USA, doch da ein Großteil der Investitionen in Infrastruktur und Bauwesen fließt, sind deren direkte Renditen in der Regel relativ gering. Dies führt dazu, dass die wirtschaftliche Effizienz – also die Kapitalrendite – um 40 % unter dem Durchschnitt in Europa und den USA liegt. Wie sieht der Investitionstrend in den USA aus? Dort verlagert sich der Schwerpunkt auf immaterielle Vermögenswerte mit hoher Rendite, wie beispielsweise Software, Patente und Produkte des geistigen Eigentums im Bereich Forschung und Entwicklung. Zudem sind die USA das Land, das am enthusiastischsten Rechenzentren für künstliche Intelligenz baut – seit der Einführung von ChatGPT ist deren Zahl um 200 % gestiegen. Der Boom bei den Investitionen in künstliche Intelligenz hat jedoch keine breitere Erholung der Investitionen außerhalb der Technologiebranche ausgelöst. Der Anteil vieler Investitionen, die nichts mit Technologie, Software und Forschung und Entwicklung zu tun haben, am BIP ist im Gegenteil rückläufig. Die Polarisierung im Investitionsbereich deutet zudem auf eine Neugestaltung der globalen Wirtschaftslandschaft hin. Man kann erkennen, wer in welchem Bereich die Produktionskapazitäten der Zukunft aufbaut. So hat beispielsweise die USA ihre Stärken im Dienstleistungssektor, insbesondere im Finanz- und IKT-Bereich, also an der Wall Street und im Silicon Valley. China festigt hingegen seine Position in der Maschinenbau- und Elektronikbranche und holt in den Bereichen Automobil und Pharmazie auf. McKinsey hat zehn strategisch wichtige Schlüsselbranchen identifiziert, darunter Kernkraft, Solarenergie, Stahl aus Lichtbogenöfen, Polyethylen, Pharmazeutika, Batterien, Rechenzentren, Halbleiter sowie Forschung und Entwicklung in den Bereichen Biopharmazeutika und Automobiltechnik. Betrachtet man die Kosten in diesen Branchen und führt einen standardisierten Vergleich durch, stellt man fest, dass Chinas Kosten – mit Ausnahme von Polyethylen – in fast allen Bereichen am niedrigsten sind. Unterschiede bei den Kapitalausgaben für Anlagen und Fabrikgebäude, den Arbeitskosten, den Preisen für industrielle Energie und Rohstoffe sowie der Geschwindigkeit der Projektgenehmigungen in den verschiedenen Ländern führen zu Kostenunterschieden. Mit Ausnahme des Bereichs Erdgas verfügt China in fast allen Bereichen über Wettbewerbsvorteile, insbesondere bei den Arbeitskosten. In forschungs- und entwicklungsintensiven Bereichen kann der Kostenunterschied zu Europa und den USA bis zum Dreifachen betragen. Bei den Arbeitskosten für Arbeiter liegt der Unterschied sogar beim Zehnfachen. McKinsey hat angesichts der Kostennachteile und der gravierenden Investitionsdefizite in den westlichen Industrieländern eine Strategie vorgeschlagen, die aus einer Kombination von sieben Maßnahmen besteht. Im Bereich der Investitionsausgaben sollen Beschränkungen im Infrastrukturbereich gelockert werden. Im Arbeitsmarktbereich soll die Produktivität durch den Einsatz von KI und Automatisierung gesteigert werden. In der Nähe von Industriestandorten muss eine ausreichende Versorgung mit sauberer Energie sichergestellt werden; anschließend sollen Regulierungsabläufe vereinfacht werden, um Projektzyklen zu beschleunigen, durch Innovation und Differenzierung Preisprämien aufrechterhalten werden sowie der Fokus auf Schlüsselbranchen mit geringer Kostensensitivität gelegt werden. Schließlich soll mithilfe der Industriepolitik ein faires Wettbewerbsumfeld geschaffen werden. Dies sind im Wesentlichen seine Empfehlungen an den Westen, um Schwachstellen zu beheben. Das Problem chinesischer Unternehmen liegt in der geringen Kapitalrendite, der Homogenität der Produktionskapazitäten und dem Preisverfall. Auch für uns ist es an der Zeit, den Sprung zu immateriellen Vermögenswerten wie Software, Marken, Algorithmen und geistigem Eigentum zu wagen. Dies ist der Bereich mit den höchsten Gewinnen. Indem wir den Investitionsanteil in diesem Bereich erhöhen, steigern wir die Wertschöpfung unserer Produkte und überwinden die niedrigen Gewinnmargen, die mit dem reinen Hardware-Verkauf verbunden sind. Derzeit treiben Europa und die USA ihre Industriepolitik massiv voran – mit Subventionen, Zöllen und lokaler Beschaffung –, um ihre Kostendifferenzen zu verringern. Es ist an der Zeit, dass auch wir diesen Trend nutzen, unsere Erfahrungen mit effizienten industriellen Lieferketten ins Ausland exportieren und den Sprung vom reinen Handel hin zu lokalem Betrieb schaffen. Um im Inland den Kreislauf der bestehenden Mittel- und Niedrigpreissegmente zu durchbrechen, müssen wir uns auf jene Bereiche in Europa und den USA konzentrieren, die durch hohe Kosten und langsame Reaktionszeiten gekennzeichnet sind. Dabei sollten wir die in China einzigartigen Vorteile von Lieferkettenclustern und unsere Fähigkeiten bei der Projektumsetzung nutzen, um hochwertige Halbleiterausrüstung, Schlüsselmaterialien, Industrieautomation sowie High-End-Medizintechnik vollständig zu meistern. Nur so können wir die technologisch-wirtschaftliche Vorherrschaft erlangen.
阿拾
15. Sept. 2026
Liebe Zuhörer, lassen Sie uns heute über das Monster „China-Schock 2.0“ sprechen, das von den ausländischen Medien immer wieder hochgespielt wird. Gestern war dieses Monster noch nur eine Legende, doch heute steht es bereits in den Mitteilungen der US-Notenbank und auf der Tagesordnung der Europäischen Kommission – es wird wirklich immer populärer. Was war die Version 1.0 des „China-Schocks“? In jenen Jahren, nachdem China der WTO beigetreten war, strömten große Mengen billiger Waren auf den Markt, wodurch westliche Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze verloren. Wie sieht es nun mit Version 2.0 aus? Chinas Industrie hat sich modernisiert, und die Hightech-Branche tritt nun direkt in Konkurrenz zum Westen. Das versetzt den Westen in Panik, und so werden reihenweise Gegenmaßnahmen ergriffen. Im vergangenen Jahr warnte ein Vorreiter der Version 1.0 in einem Artikel in der „New York Times“, dass eine noch größere Katastrophe unmittelbar bevorstehe. China „fördert“ die Industrie durch seine Industriepolitik: Die Zentralregierung berücksichtigt wirtschaftliche Souveränität und strategische Interessen, während die lokalen Behörden die Anforderungen noch weiter verschärfen, sodass Unternehmen lieber auf Gewinne verzichten, um ihre Produktionskapazitäten auszubauen und Kosten zu senken. Dadurch wird jeder einzelne Glied der Lieferkette bis zum Äußersten beansprucht. So entstanden die „unglaublichen Überflieger“: Sie haben die besten Produkte, können diese aber nur zu Spottpreisen verkaufen; da die Produktionskapazitäten den Binnenbedarf übersteigen, müssen sie ins Ausland exportieren. Der Handelsüberschuss wächst immer weiter, und sobald sie auf den ausländischen Markt kommen, sind sie unschlagbar. Lokale Unternehmen können da überhaupt nicht mithalten, sodass die Regierungen der jeweiligen Länder gezwungen sind, industriepolitische Maßnahmen zu ergreifen, um ihre einheimischen Unternehmen zu schützen. Spanien und Ungarn begrüßen Investitionen chinesischer Unternehmen und den Bau von Fabriken, während Frankreich betont, dass Europa stark bleiben muss, und chinesische Investitionen in Bezug auf lokale Beschäftigung, Beteiligungsquoten, geistiges Eigentum und Beschaffungsquellen einschränkt – insbesondere den Technologietransfer. Europa darf nicht zu einer reinen Montagewerkstatt verkommen, sondern muss ein vollwertiger Industriestandort bleiben. Deutschland unterhält enge wirtschaftliche Beziehungen zu China und verfolgt dabei eigene Ziele. Der EU-Thinktank „Centre for European Reform“ hat in einem Bericht Deutschland ermahnt, nicht um Chinas verarbeitendes Gewerbe zu beneiden und die Probleme nicht ständig der EU-Bürokratie anzulasten. Man müsse lernen, die Hauptwidersprüche zu erkennen: Schuld sei allein das zu starke chinesische verarbeitende Gewerbe, das den deutschen Exporteuren das Geschäft wegnehme. Insgesamt gesehen sehen sich Chinas Exporte mit relativ starkem Gegenwind konfrontiert. Viele Länder bezeichnen Chinas Industriepolitik als unfaire Handelspraktiken und reagieren darauf mit einer bevorzugten Förderung der Hightech-Fertigungsindustrie sowie mit Beschränkungen für ausländische Wettbewerber. Wie stark sind die Gegenwinde für Chinas Exporte also tatsächlich? Viele Länder bezeichnen Chinas Industriepolitik als unfaire Handelspraktiken; als Gegenmaßnahme begünstigen sie ihrerseits die Hightech-Fertigungsindustrie und schränken den Wettbewerb aus dem Ausland ein. Diese Maßnahmen betreffen nicht nur die entwickelten Länder in Europa und den USA, auch viele Entwicklungsländer spüren den sogenannten „Druck durch China“. In der Vergangenheit galt das Modell der globalen Entwicklung: Wer sich weiterentwickelte, wurde zum Vorreiter. Doch die Vielfalt und die industrielle Vollständigkeit innerhalb Chinas ermöglichen es uns, in allen Bereichen zu konkurrieren – nicht nur mit den Vorreitern der älteren Generation, sondern wir haben selbst ein völlig neues Modell geschaffen. Dies wirft eine bahnbrechende Frage für die Weltwirtschaft auf. Der Dialog zwischen Lin Yifu und Furman ist sehr aufschlussreich. Lin Yifus „Neue Strukturellökonomie“ betont die Notwendigkeit der Industriepolitik und betrachtet diese als unverzichtbares Mittel für nachrückende Länder, um wirtschaftlich aufzuholen; historisch gesehen hat es noch niemand geschafft, ohne Industriepolitik aufzuholen. Furman war während der Obama-Ära Vorsitzender des Wirtschaftsberatungsgremiums der USA und stellvertretender Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats. Er vertritt insgesamt eine marktorientierte Haltung und ist der Ansicht, dass Industriepolitik aus wirtschaftlicher Sicht kaum Vorteile bringt, aber im Interesse der nationalen Sicherheit ein unvermeidbarer Preis ist. Dass die USA derzeit Hightech-Branchen wie die Chip- oder Drohnenindustrie fördern, ist ein gewisses „notwendiges Übel“, das vor dem Hintergrund der aktuellen Zeit verständlich ist. Doch die politische Unterstützung der Industrie durch den Staat kann leicht von Interessengruppen manipuliert und verzerrt werden. Furman ist der Ansicht, dass die Argumente der USA gegen Chinas Industriepolitik von Grund auf falsch sind, da die Probleme der USA keineswegs durch den sogenannten „China-Schock“ verursacht wurden. Die Verlangsamung des Lohnwachstums und die Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und Reich begannen bereits in den 70er Jahren, als es noch keinen Handel zwischen China und den USA gab. In den 80er und 90er Jahren war das Handelsvolumen zwar noch gering, doch die Probleme hatten sich bereits verschärft. Erst nach dem Beitritt Chinas zur WTO haben sich die wirtschaftlichen Probleme der USA sogar abgeschwächt, da die importierten Waren günstiger waren und dadurch die Reallöhne der Amerikaner indirekt erhöht wurden, wobei Haushalte mit mittlerem Einkommen einen stärkeren Lohnanstieg verzeichneten als Haushalte mit hohem Einkommen. Viele denken, billige Konsumgüter bedeuteten lediglich, dass man ein paar T-Shirts mehr kaufe, was keinen großen Nutzen habe. Tatsächlich machen jedoch industrielle Zwischenprodukte mehr als die Hälfte der US-Importe aus; sie helfen der US-Fertigungsindustrie, Kosten zu senken und das Exportvolumen zu steigern. Daher sank die Arbeitslosenquote in den USA nach dem Beitritt Chinas zur WTO sogar auf den tiefsten Stand seit 50 Jahren. China hat der US-Wirtschaft eher geholfen als geschadet; 85 % bis 95 % der US-Amerikaner haben davon profitiert. Die übrigen 5 % bis 15 %, die Nachteile erlitten haben, sind auf Probleme in der US-Arbeitsmarktpolitik und im Sozialversicherungssystem zurückzuführen. Furman ist der Ansicht, dass es in der Wirtschaft entweder eine Win-Win- oder eine Win-Lose-Situation geben kann, aber keinen einseitigen Gewinn. In der aktuellen Weltlage greift die Politik auf den wirtschaftlichen Bereich über, und es ist unvermeidlich, dass Staaten im Rahmen ihrer Industriepolitik miteinander konkurrieren. Europa will die Deindustrialisierung verhindern, auch um der extremen Rechten den Spielraum zu nehmen, dieses Thema für ihre Zwecke zu instrumentalisieren – das ist ein internes politisches Spiel. Tatsächlich ist die chinesische Wirtschaft so groß, dass schon die kleinste Bewegung tiefgreifende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hat und Machtkämpfe zwischen Staaten sowie innerhalb einzelner Länder auslöst. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass eine zu starke Ausrichtung der chinesischen Wirtschaft auf den Export für die Teilnahme an der internationalen Politik äußerst nachteilig ist. Ich sehe hier jedoch noch zwei Probleme. Erstens hat sich die Industriepolitik in der heutigen Zeit von einer Randerscheinung zum Mainstream gewandelt, und zweitens ist seine Sichtweise noch zu statisch: Er glaubt, sie sei nur nützlich, um den Rückstand aufzuholen. Sobald man jedoch eine umfassende Führungsposition erreicht hat, kann ein Staat nicht mehr alle Ressourcen darauf verwenden, alle Branchen zu fördern und zu unterstützen. Entscheidend ist, dass die Regierung aktiv bleibt und nicht untätig ist – das gilt für jedes Land. Tatsächlich ist China der Urheber dieses Konzepts, und selbst jetzt wird vorgeschlagen, dass die USA chinesisches Kapital einführen sollten, um amerikanische Unternehmen anzukurbeln und deren Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Regierung muss sich am chinesischen Modell orientieren, ein Hightech-Ökosystem aufbauen, langfristige und stabile Investitionen in Schlüsselindustrien aufrechterhalten sowie die Beschäftigungssicherheit gewährleisten – das ist eine typische aktive Regierung. Es bleibt nur abzuwarten, ob sie dies tatsächlich umsetzen kann.
阿拾
15. Sept. 2026
Wusstet ihr eigentlich, liebe Leute? In letzter Zeit steht unser Kohlefeld namens Zhundong dem „Nahen Osten“ in nichts nach. Der Nahe Osten ist derzeit in Aufruhr: Sobald die Meerenge gesperrt wird, bricht die Energieversorgung vieler Länder zusammen, und alle schreien Zeter und Mordio. Könnten wir als so großes Industrieland nicht unseren eigenen „Nahen Osten“ haben? Das Zhundong-Kohlefeld liegt im südöstlichen Teil des Dzungar-Beckens in Xinjiang, östlich von Urumqi und nördlich von Turfan. Dort wird zwar kein Öl gefördert, dafür aber Kohle. Allein die prognostizierten Reserven belaufen sich auf 390 Milliarden Tonnen – mehr als das Powder Valley in den USA und der Kuzbass in Russland zusammen. Der bereits nachgewiesene Teil beträgt derzeit über 250 Milliarden Tonnen; da die Kohleflöze flach liegen und mächtig sind, ist das Abbaupotenzial natürlich enorm. Diese Zahlen klingen vielleicht etwas abstrakt, doch berechnet man den Heizwert, entspricht die Energie von 390 Milliarden Tonnen Kohle der von 117 Milliarden Tonnen Rohöl aus dem Nahen Osten. Heißt das nun, dass wir komplett auf Kohle umsteigen? Nicht ganz. Die moderne Industrie benötigt Rohstoffe mit einem hohen Kohlenwasserstoffanteil, und Rohöl hat in dieser Hinsicht einen Vorteil. Daher muss bei der Kohlechemie Wasserstoff hinzugefügt und Kohlenstoff reduziert werden, was mit hohem Energie- und Wasserverbrauch sowie hohen CO₂-Emissionen verbunden ist. Allein die Investitionen in Sachanlagen in der Anfangsphase sind enorm, und auch die Transportkosten sind hoch – der Transport auf der Straße ist teurer als der Seetransport. Daher ist die Welt in Bezug auf Rohöl aus dem Nahen Osten von einer „Pfadabhängigkeit“ geprägt. Nun, da die geopolitische Lage für Unruhe sorgt, bieten sich der Öl- und Gas-Petrochemie sowie der Kohleenergiebranche beispiellose Chancen. Die weltweite Nachfrage nach Kohle könnte in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreichen. Während der Ölkrise in den 70er Jahren erlebte die Kohleindustrie, insbesondere die Kohlekraft, einen Aufschwung; diesmal ist die Kohlechemie an der Reihe. Ursprünglich war dies eine strategische Alternative zur petrochemischen Industrie, doch heute ist China fast das einzige Land, das noch massiv in die Kohlechemie investiert. Der Iran-Krieg hat allen Ländern eine Lektion erteilt: Sobald die Produktion chemischer Erzeugnisse zum Erliegen kommt, wird es schwierig, selbst Frischhaltefolie oder Müllbeutel herzustellen – während wir in China weiterhin gelassen bleiben können, gerade weil wir über die Kohlechemie verfügen. Länder wie Indien möchten China nachahmen, aber das ist nicht einfach so möglich. Indiens Kohle weist einen hohen Schwefelgehalt auf, und die Technologie stagniert. Im Gegensatz dazu hat China über Jahrzehnte hinweg die Kerntechnologie der modernen Kohlechemie, das Fischer-Tropsch-Verfahren, kontinuierlich verbessert. Als Indien 2020 vorschlug, die Kohlechemie voranzutreiben, schenkten die Unternehmen dem Vorhaben keinerlei Beachtung. Erst als strategische Erfordernisse auftraten, geriet die Regierung in Bedrängnis und vervierfachte die finanziellen Mittel, wobei sie 20 % der Baukosten übernahm – erst dann kam das Projekt endlich in Gang. Chinas Revolution im Bereich der Energietechnologie verläuft systematisch. Die „South China Morning Post“ hat ausführlich über das Zhongdong-Kohlefeld berichtet und dargelegt, wie China mit modernster Technologie seine Ressourcenpotenziale aktiviert und die Grundlage für die nationale Energiesicherheit neu gestaltet. Das Zhundong-Kohlefeld ist in fünf Abbaugebiete unterteilt, mit einer Gesamtfläche von 42.000 Quadratkilometern und einem Kerngebiet von 15.000 Quadratkilometern. Es handelt sich um eine staatliche Wirtschafts- und Technologieentwicklungszone, die Bergbau, Kohlekraft, Chemie, Metallurgie, neue Werkstoffe und neue Energien in einem integrierten Konzept vereint. Die Erschließung des Kohlefeldes begann 2006, 2012 wurde die Entwicklungszone genehmigt, doch erst in den letzten Jahren hat sich die Entwicklung wirklich beschleunigt. Mit dem Zuzug der Schwerindustrie hat die Urbanisierung der Brachflächen rasch vorangeschritten; Geschäfte, Wohnhäuser und Flughäfen sind entstanden, darunter der allgemeine Flughafen Wucaiwan, der bald den Betrieb aufnehmen wird. In den Kohlebergwerken kommen zahlreiche fortschrittliche Technologien zum Einsatz. Ein Beispiel sind die rund um die Uhr automatisch operierenden unbemannten Minen-Lkw: Es sieht zwar nach regem Lkw-Verkehr aus, doch tatsächlich handelt es sich ausschließlich um fahrerlose Elektro-Lkw, die automatisch navigieren und deren Batterien innerhalb von 6 Minuten gewechselt werden können – eine Flotte von Hunderten von Fahrzeugen wird von nur vier Mitarbeitern gesteuert. Bis zum Jahresende soll die Elektrifizierung der Kohlebergwerke zu 90 % abgeschlossen sein. Woher kommt der Strom? Aus dem eigenen Kraftwerk des Bergwerks. Viele der großen Bergwerke im Entwicklungsgebiet Zhundong sind elektrifiziert und automatisiert. Der direkte Verkauf von Kohle ist kein gutes Geschäft: Bei einem Preis von 400 Yuan pro Tonne lässt sich mit einer ganzen Eisenbahnwaggonladung kaum Gewinn erzielen. Deshalb wurde hier eine durchgängige Industriekette vom Bergbau über die Stromerzeugung und chemische Verarbeitung bis hin zur Herstellung fortschrittlicher Werkstoffe geschaffen, wodurch ein Industriekreislauf mit hoher Wertschöpfung entstanden ist. An erster Stelle steht die Stromerzeugung: Die führenden Unternehmen der Strombranche haben sich hier angesiedelt. Der erzeugte Kohlestrom wird über die Umrichterstation Changji mit Wind- und Solarstrom gebündelt und bei einer Hochspannung von ±1.000 Volt innerhalb von 0,01 Sekunden in die 3.000 Kilometer entfernte Provinz Anhui übertragen. Dies ist das weltweit höchste Spannungsnetz mit der größten Übertragungskapazität und der größten Entfernung – der dort transportierte Strom deckt den jährlichen Strombedarf von 133 Millionen Haushalten. Große Mengen Kohle werden direkt zur Herstellung chemischer Produkte verwendet – als unmittelbarster Ersatz für importiertes Öl und Gas: Kohleverflüssigung und Kohlevergasung. Die Kohleverflüssigung findet in Hami statt, wo mit der weltweit fortschrittlichsten CTL-Technologie Kohle in flüssige Brennstoffe umgewandelt und zu Benzin und Diesel raffiniert wird. Derzeit entstehen drei große Projekte zur Kohlevergasung mit einer jährlichen Produktionskapazität von jeweils 21 Kubikmetern. Nach deren Fertigstellung wird Xinjiang der größte Standort für Kohlevergasung in ganz China sein. Die Industrie für aus Kohle gewonnene Chemikalien und neue Materialien umfasst beispielsweise Grundstoffe für Kunststoffe, Absorptionsmaterialien, Harnstoff und Melamin für Düngemittel, aus Kohle gewonnenes Methanol sowie biologisch abbaubares POE aus Kohle und vieles mehr. Schließlich gibt es noch die Kopplung mit neuen Energien: Xinjiang verfügt über umfangreiche Wind- und Solarenergiekapazitäten, die zur Erzeugung von Wasserstoff genutzt werden, der als Rohstoff in den Kohlechemieprozess eingebunden wird. Dies kann dazu beitragen, die Probleme des hohen Energieverbrauchs und der hohen Emissionen in der Kohlechemie zu überwinden. Diese Synergie zwischen den Industriezweigen ist die Voraussetzung für eine effiziente Energienutzung, die nachhaltige Entwicklung der Projekte und die langfristige Rentabilität der Industrie. Die Wirtschaftszone Zhundong hat rund um eigenständige und kontrollierbare kohlebasierte Energiequellen ein umfangreiches, modernes Industriesystem aufgebaut, das von Grundbrennstoffen bis hin zu hochwertigen neuen Materialien reicht. Bei langfristiger Weiterentwicklung kann dies das Problem der begrenzten Wasserressourcen lösen und die Region zu einem eigenständigen und kontrollierbaren strategischen Rückhalt für die chemische Industrie Chinas machen.
阿拾
15. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, dieses 3,5 Millionen Quadratkilometer große Meeresgebiet im Südchinesischen Meer wird von sechs Ländern und sieben Parteien unter sich aufgeteilt. Alle Länder behaupten, es sei ihr eigener Hinterhof – aber wie sieht es dort eigentlich aus? Sind dort Müllberge oder herrscht dort Sauberkeit und Frische? Diese Frage geht außer uns Chinesen niemanden etwas an. Ich muss sagen: Die jüngsten Daten chinesischer Meereswissenschaftler besagen, dass im Südchinesischen Meer 92,75 Millionen Müllteile treiben, durchschnittlich 26,5 pro Quadratkilometer, wobei 93 % davon aus Plastik bestehen und pro Kubikmeter durchschnittlich 0,67 Mikropartikel enthalten sind. Kaum waren diese Daten veröffentlicht, begann die „South China Morning Post“, zu behaupten, China wolle seine Macht demonstrieren. Tatsächlich wurde diese Überwachung durchgeführt, um die ökologische Umwelt des Südchinesischen Meeres zu schützen und die maritimen Rechte und Interessen des Landes zu wahren. Woher stammt dieser Bericht nun eigentlich? Er wurde gemeinsam vom Nationalen Zentrum für Meeresumweltüberwachung und sieben weiteren Institutionen veröffentlicht, und zwar im Mai und Juni letzten Jahres. Der Untersuchungsort waren die südlichen und mittleren Gewässer des Südchinesischen Meeres – jene Gebiete, in denen sich Vietnam, die Philippinen, Malaysia und Brunei drängen. Insgesamt wurden 26 Messstellen eingerichtet, an denen mittels stationärer Messungen und Satellitenfernerkundung die Meereswasserqualität, Meeresabfälle und Mikroplastik sowie Treibhausgase umfassend erfasst wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass in den westlichen Gewässern nahe Vietnam die meisten Abfälle zu finden waren – durchschnittlich 26,5 Stück pro Quadratkilometer, was auf insgesamt 92,75 Millionen Stück hochgerechnet wurde. Plastikmüll machte 93 % aus, darunter Mikroplastikpartikel sowie weiße oder halbtransparente Folien und Fragmente, hauptsächlich aus Polypropylen und Polyethylen. Wie ist dieser Wert von 0,67 Mikroplastikpartikeln pro Kubikmeter einzuordnen? Einfach ausgedrückt: Der weltweite Durchschnitt in den Ozeanen liegt bei 2,76 Partikeln pro Kubikmeter, wobei das Mittelmeer am stärksten betroffen ist, gefolgt vom Atlantik. Im Südchinesischen Meer ist die Situation noch relativ gut und liegt sogar etwas unter dem Wert in den küstennahen Flussmündungen. Auf den Philippinen ist die Verschmutzung aufgrund der kurzen und verstreuten Flüsse ebenfalls geringer. In Vietnam hingegen, da es sich um eine Küstenregion handelt, befinden sich alle Messstellen an der Küste; im offenen Meer gibt es keine systematische Überwachung, weshalb das Müllproblem dort nicht so deutlich zutage tritt. Neben dem Müllproblem wurden in dem Bericht auch Daten zur Wasserqualität wie pH-Wert, Schwermetalle, chemische Substanzen und Radioaktivitätswerte sowie Daten zu Treibhausgasen veröffentlicht. Das Fazit lautet, dass die Ergebnisse der Wasserqualitätsuntersuchungen den höchsten Standards entsprechen. Was die Ökologie der Inseln und Riffe betrifft, so wurden 108 Inseln und Riffe untersucht, die eine Vegetationsbedeckung von 10 Quadratkilometern aufweisen. Es gibt detaillierte Statistiken zur Vegetation, zu Korallen und zu Fischbeständen. Dieser Bericht ist in der Tat bahnbrechend. Bislang gab es entweder lokale Untersuchungsberichte aus der Umgebung von Huangyan Dao, Wasserqualitätsberichte für Küstengebiete oder landesweite Veröffentlichungen. Dies ist der erste Überwachungsbericht, der sich speziell auf die Gewässer des Südchinesischen Meeres konzentriert und dabei den Schwerpunkt auf die umstrittenen Gewässer legt. Wie sieht es mit den anderen Anrainerstaaten aus? Vietnam konzentriert sich hauptsächlich auf die Küstengebiete und hat die offenen Gewässer kaum überwacht. Die Überwachung der Philippinen beschränkt sich auf die Küste und die küstennahen Gewässer, und obwohl Malaysia Mikroplastik in den ins Meer mündenden Flüssen überwacht, gibt es auf Regierungsebene kaum politische Unterstützung. Aufgrund von finanziellen, technischen oder prioritätsbezogenen Einschränkungen haben die einzelnen Länder keine systematischen Überwachungsmaßnahmen etabliert. Dass China nun den ersten Schritt unternommen hat, ist ein guter Anfang.
阿拾
15. Sept. 2026
Liebe Zuhörer, heute wollen wir über die chinesische Photovoltaik-Industrie sprechen. Nach einer umfassenden Umstrukturierung scheint diese Branche nun einen neuen Weg gefunden zu haben. Früher drängten sich die inländischen Unternehmen wie auf Kommando auf denselben Markt und machten letztendlich alle Verluste. Jinko, Trina, JA Solar, LONGi und Tongwei – diese fünf Giganten haben im Jahr 2020 mehr als 30 % ihrer Belegschaft abgebaut, und über 40 kleinere Unternehmen haben Insolvenz angemeldet, wurden entweder übernommen oder sind aus dem Markt ausgeschieden. Das ist nicht nur ein Problem der internen Konkurrenz, man muss auch berücksichtigen, was das US-amerikanische Thinktank CSIS dazu sagt. In einem Bericht des CSIS heißt es, dass ausländische Photovoltaikunternehmen nicht nur keine Chance haben, aufzuholen, sondern sogar noch weiter zurückfallen werden. Warum? Weil Chinas Photovoltaikindustrie bereits einen Kern gebildet hat, über ausreichende Widerstandsfähigkeit verfügt und im zukünftigen technologischen Wettlauf die Oberhand gewinnen wird. Dahinter steht eine massive Konsolidierung durch unsere Regierung, die den Abbau veralteter Produktionskapazitäten vorantreibt. Denken Sie einmal darüber nach: Im Jahr 2004 entfielen auf China nur 13 Prozent der weltweiten Solarpatente, während Japan 43 Prozent hielt. Im Jahr 2009, dank staatlicher Unterstützung, nahmen die Unternehmen Kredite auf, um zu expandieren, und exportierten den Großteil ihrer Produktionskapazitäten nach Europa und in die USA. Im Jahr 2012 veranlassten die Antidumpingzölle der USA und die Handelsuntersuchungen der EU chinesische Unternehmen dazu, ihren Blick auf den heimischen Markt zu richten. Unmittelbar darauf, im Jahr 2013, begannen der technologische Aufholprozess und die massive Expansion. Bei der frühesten Technologie, den BSF-Zellen (Aluminium-Back-Field), war China zwar stets ein Nachahmer, verbesserte diese jedoch kontinuierlich. Bei der N-Typ-Zelltechnologie stieg Chinas Marktanteil in weniger als drei Jahren von 8 % auf 70 %. Im Jahr 2020 gingen wir die „Dual-Carbon“-Verpflichtung ein; die Branche war zu diesem Zeitpunkt bereits stark konzentriert, und unter staatlicher Führung kristallisierten sich neue Gewinner heraus. Doch die Regierung gab sich damit nicht zufrieden: Die Unternehmen stießen bei der Expansion ins Ausland auf großen Widerstand, der Zugang zu hochwertigen Märkten war erschwert, und interne Preiskämpfe führten dazu, dass die Branche in eine dritte Phase eintrat, die durch Marktzugang, technologische Sprünge und eine proaktive Expansion ins Ausland gekennzeichnet war. Seit 2023 sind die Preise in allen Gliedern der Lieferkette drastisch eingebrochen; die Preise für Module halbierten sich noch im selben Jahr, sanken 2024 weiter auf 25 %, und 2025 unterlagen die Preise für Photovoltaikprodukte starken Schwankungen, während die Preise für Siliziumwafer, Solarzellen und Module auf einem anhaltend niedrigen Niveau blieben. Gleichzeitig verschärften die EU und die USA ihre Regulierungsmaßnahmen, was zu einer faktischen Entkopplung der Lieferketten führte. Zu diesem Zeitpunkt passte unsere Branche ihre Exportstrategie an: Sie verlagerte den Schwerpunkt auf Zwischenprodukte und richtete sich auf die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum und im Nahen Osten aus, reduzierte den Anteil der EU, verstärkte Auslandsinvestitionen, baute lokale Produktionsökosysteme aus und integrierte sich in die regionalen Märkte. Der Staat handelte entsprechend den Gegebenheiten: Im Zuge der technologischen Umstellung auf N-Typ-Zellen wurden P-Typ-Zellen ausgemustert, die Insolvenz einiger Unternehmen in Kauf genommen und Ressourcen gebündelt, um einen widerstandsfähigen Kern der Branche zu schaffen. Bis zum Jahr 2024 werden unsere Solarpatente 65 % des weltweiten Gesamtbestands ausmachen – das Fünffache des Wertes von vor 20 Jahren. Bei der Solartechnologie der dritten Generation sind wir führend und haben zu Beginn des Jahres zwei neue Weltrekorde aufgestellt: Der Wirkungsgrad der Perowskit-Silizium-Stapelzellen von Longi erreichte 30,85 %, während der Wirkungsgrad der Voll-Perowskit-Stapelzellen von Nanjing University und Renshuo Solar 30,1 % erreichte. Die konsolidierte Photovoltaikindustrie steht an der technologischen Spitze. Warum konnten wir diese technologische Vorreiterrolle einnehmen? Weil die technologische Innovation mit chinesischer Prägung auf drei miteinander interagierende Komponenten beruht: Die Zentralregierung stellt strategische Forschungs- und Entwicklungsmittel sowie Anreizfonds bereit, die lokalen Behörden stärken die Umsetzung der Strategie durch Innovationsfonds aus Grundsteuern, und auf Marktebene fördern Politikbanken, Industriefonds und führende Unternehmen die wissenschaftliche Forschung durch Kapitalzuführungen – gemeinsam bilden sie ein sich selbst verstärkendes System. Ab 2025 leitet der Staat eine Untersuchung gegen die „Involution“ in der Photovoltaikindustrie ein, um Unternehmen dazu anzuleiten, neue Wege einzuschlagen und sich auf Wertschöpfung und Technologie zu konzentrieren. Meine Damen und Herren, dies ist kein Sieg der „Involution“, sondern die zentrale Triebkraft des technologischen Wettbewerbs. Angesichts von Marktschwankungen haben Unternehmen keine andere Wahl, als sich dem technologischen Wettbewerb zu stellen – dies ist zum Schlüssel für Innovationen in der Photovoltaik geworden. Privatunternehmen haben 75 % der Technologiepatente angemeldet; das Prinzip „Survival of the Fittest“ gestaltet die Wettbewerbslandschaft auf dem globalen Solarmarkt neu. Aus der Perspektive des strategischen Wettbewerbs ist der Bericht des US-Thinktanks CSIS ziemlich schonungslos: Marktfluktuationen sind für Unternehmen schmerzhaft, für die nationale Strategie jedoch eine Art darwinistischer Wettbewerb, der den „Involution“ fördert. Von einer realistischen und klaren staatlichen Ausrichtung müssen auch die USA noch lernen. Der freie Markt steht für den spontanen Wettbewerb der Unternehmen, während staatliche Eingriffe als „kreative Zerstörung“ gelten. Die Wirtschaft ist wie eine weltliche Religion; es ist ganz normal, dass verschiedene Strömungen unterschiedliche Überzeugungen vertreten. Dennoch neigen die USA dazu, Werturteile zu fällen, und auf politischer Ebene wird China als Übeltäter angesehen. Tatsächlich wollen die USA selbst auf der Überholspur vorpreschen und nutzen staatliche Eingriffe, um ihre heimischen Lieferketten zu schützen. Diese Haltung entspricht auch der konsequenten Denkweise des CSIS in Bezug auf strategischen Wettbewerb. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die chinesische Photovoltaikindustrie bereits einen neuen Weg eingeschlagen hat und die zukünftige globale Führungsposition fest in der Hand hält.
阿拾
15. Sept. 2026
Leute, erinnert ihr euch noch an Trumps erste Amtszeit? Damals begann er bereits, uns mit Chip-Exportbeschränkungen unter Druck zu setzen. Aber warum haben wir damals nicht mit Seltenen Erden zurückgeschlagen? Weil uns allen klar war, dass Seltene Erden unser Trumpf sind. Der Genosse Deng Xiaoping sagte bereits 1992: „Der Nahe Osten hat Öl, China hat Seltene Erden.“ Das Problem ist jedoch, dass wir diesen Trumpf zwar die ganze Zeit in der Hand hatten, ihn aber nicht einfach so ausspielen konnten, da es eine Ressource gibt, auf die wir extrem angewiesen sind – Helium. Unser Heliumbedarf ist wirklich nicht gering. In den letzten 15 Jahren ist er jährlich um durchschnittlich etwa 10 % gestiegen. Die inländische Versorgungskapazität reicht jedoch seit langem nicht aus, sodass wir in hohem Maße von Importen abhängig sind – und das ist ein Problem. Helium ist in Hightech-Bereichen von entscheidender Bedeutung, beispielsweise bei der Tieftemperatur-Supraleitung, in der Luft- und Raumfahrt, bei der Herstellung von Glasfasern und in der Halbleiterproduktion. Doch gerade in diesen Bereichen sind wir in hohem Maße abhängig – die Abhängigkeit lag sogar schon bei bis zu 95 %. Warum ist Helium so knapp? Die Heliumvorkommen auf der Erde sind von Natur aus begrenzt und verteilen sich hauptsächlich auf vier Länder: die USA, Katar, Algerien und Russland. Allein die USA halten 40 % der weltweiten Reserven, während China ein Helium-armes Land ist, das nur über 2 % der Reserven verfügt, deren Förderung zudem besonders schwierig ist. Unter den zehn größten Heliumproduzenten weltweit sind vier US-amerikanische Unternehmen, und auch die übrigen sechs sind auf US-amerikanische Technologie angewiesen. Solange die USA dies wünschen, könnten sie die Lieferungen also problemlos unterbinden. Daher begannen die USA ab 2012, ihre Produktion zu drosseln, was zu einer Veränderung der Marktstruktur im Heliumsektor führte. Die einstige Vorherrschaft der USA wich einer Aufteilung des Marktes zwischen den USA und Katar. Nach Beginn des Handelskriegs im Jahr 2018 stiegen die Risiken für die US-Lieferkette, woraufhin wir begannen, unsere Importe aus den USA zu reduzieren. Im Jahr 2019 sank unsere Abhängigkeit von den USA von 33 % auf 23 %, während der Anteil Katars auf 65 % stieg. Nach dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts im Jahr 2022 wurde Russland zu einer neuen wichtigen Bezugsquelle. Von Januar bis August letzten Jahres importierten wir 65 % aus Katar und 42 % aus Russland, während der Anteil der USA auf magere 2 % schrumpfte. Die USA haben keine Chance mehr, uns mit Helium-Exportkontrollen in die Enge zu treiben. Sollten sich die USA für die Technologie aus Katar entscheiden, würde dies ihre eigene Versorgung beeinträchtigen und könnte zudem zur Entfremdung eines wichtigen militärischen und diplomatischen Verbündeten führen. Daher ist eine Diversifizierung der Bezugsquellen unerlässlich. Wir bemühen uns auch, die inländische Produktion zu steigern, doch das Problem liegt in der geringen Qualität der Vorkommen und den Schwierigkeiten bei der Gewinnung. Im Jahr 2024 wurde jedoch der jährliche Preis für wissenschaftliche und technologische Durchbrüche der Chinesischen Akademie der Wissenschaften an das Institut für Physikalische Chemie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften für sein Demonstrationsprojekt zur Entwicklung eines Großkühlaggregats und eines Heliumgewinnungsverfahrens verliehen. Dort wurde eine Helium-Trennmembran entwickelt, die – ähnlich wie beim Sieben – das kleinmolekulare Helium herausfiltert und so bei niedrigen Temperaturen hochreines Helium gewinnt. Diese Technologie wurde bereits in Ningxia, Yanchang, Chongqing, Fuling und anderen Orten im Demonstrationsbetrieb getestet und hat den Anteil der inländischen Produktion deutlich erhöht sowie die Abhängigkeit von Importen verringert. Der größte Teil des weltweit verfügbaren Heliums ist ein Nebenprodukt der Erdgasförderung. Die meisten Erdgasfelder in China weisen jedoch einen geringen Heliumgehalt auf, der für eine kommerzielle Gewinnung nicht rentabel ist. In der US-Industrie gilt ein Gehalt von 0,3 % als Begleitstoffstandard, während China diesen Wert tatsächlich auf 0,1 % festlegt; selbst bei 0,1 % gilt es bereits als Begleitstoff, was jedoch selten vorkommt und meist auf kleine bis mittlere Gasfelder beschränkt ist. In den letzten Jahren wurde jedoch das Hotan-He-Gasfeld im Tarim-Becken in Xinjiang entdeckt. Anfangs wurde es lediglich als konventionelles Gasfeld mit 61,7 Milliarden Kubikmetern Erdgas betrachtet, dessen Belieferung im Jahr 2004 begann. Im Jahr 2019, vor dem Hintergrund des Handelskriegs, entdeckten Forscher im Hetian-He-Gasfeld besonders große Begleitvorkommen mit nachgewiesenen Reserven von 200 Millionen Kubikmetern. Obwohl das Feld bei weitem nicht so groß ist wie die großen Gasfelder in den USA, ist es bereits die einzige hochwertige Heliumressource im Land mit einem Gehalt von über 0,3 %. Die Forschung zum Hetianhe-Gasfeld dauert noch an. Eine kürzlich veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit weist darauf hin, dass sich das Hetianhe-Gasfeld im Gegensatz zu den meisten heliumreichen Gasfeldern weltweit durch eine „flache, niedrige Drucklage“ auszeichnet. Was bedeutet das? Die geologische Struktur liegt flach unter der Oberfläche, der Druck ist niedrig und die Erhebung hoch – eine äußerst seltene geologische Konfiguration. Diese Entdeckung erregte sofort die Aufmerksamkeit von Geologen und Strategen weltweit, da sie erkannten, dass sie ihren Denkhorizont erweitern und solche Faktoren als Schlüsselelemente für die zukünftige Heliumexploration betrachten können. Andere Studien weisen zudem darauf hin, dass viele Becken im mittleren und westlichen Teil Chinas ähnliche geologische Strukturen aufweisen und daher die Hauptschauplätze für zukünftige Explorationen sein dürften. Die Reserven an heimischen Heliumvorkommen sind also noch nicht vollständig erschlossen. Meine Damen und Herren, genau deshalb kann die strategische Rolle der Seltenen Erden als Handelswaffe zum Tragen kommen. Auch wenn wir in den nächsten zwei bis drei Jahren noch 60 % unseres Heliumbedarfs importieren müssen, wird es den USA zumindest etwas schwerer fallen, uns wieder in die Zange zu nehmen. Nur durch eine koordinierte Entwicklung von Wissenschaft und Technologie sowie die gleichzeitige Stärkung sowohl der inneren als auch der äußeren Aspekte können wir die Initiative wirklich ergreifen.
阿拾
15. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, die USA reagieren auf die Expansion chinesischer Unternehmen im Ausland wirklich äußerst nervös, als würde jeder Expansionsschritt dieser Unternehmen ihre globale Vorherrschaft in Frage stellen. Wenn man sich die offiziellen Daten jedoch genauer ansieht, gibt es in dieser Angelegenheit eigentlich nichts zu befürchten. Im Jahr 2017 erreichten die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) unserer chinesischen Unternehmen ihren Höhepunkt, und sie haben von selbst den Gedanken an sogenannte „irrationale Investitionen“ aufgegeben. Andererseits hat das US-amerikanische National Bureau of Economic Research einen brisanten Bericht veröffentlicht, der direkt darauf hinweist, dass Chinas Auslandsinvestitionen nicht darauf abzielen, Geld zu verdienen, sondern durch Unternehmensbeteiligungen ausländische Forschungsteams dazu zu bringen, Wissen für China zu produzieren. Wir alle wissen, dass die Spuren des chinesischen Kapitals im Ausland weitaus umfangreicher sind als in den Büchern ausgewiesen, aber wer hat schon eine konkrete Vorstellung davon, um welche Zahlen es sich dabei handelt? Die Autoren des Berichts haben sich durch umfangreiche Datenbanken gearbeitet, komplexe Beteiligungsstrukturen durchdrungen und die Herkunft des Kapitals zurückverfolgt. Dabei stellten sie fest, dass die von China gehaltenen ausländischen Vermögenswerte von 2012 bis 2021 von 551 Milliarden US-Dollar auf 2,5 Billionen US-Dollar angestiegen sind, was einer jährlichen Wachstumsrate von 20 % entspricht. Die kontrollierten Vermögenswerte stiegen von 364 Milliarden auf 2,1 Billionen US-Dollar. Rechnet man Hongkong und Macau hinzu, belaufen sich die von der Großregion China kontrollierten ausländischen Vermögenswerte auf bis zu 3,3 Billionen US-Dollar und liegen damit an zweiter Stelle hinter den 9,3 Billionen US-Dollar der USA. Das widerspricht wirklich dem allgemeinen Verständnis: Man geht davon aus, dass sich Chinas Investitionen auf Asien, Afrika und Lateinamerika konzentrieren, doch die Daten zeigen: Diese Vermögenswerte konzentrieren sich auf die entwickelten Volkswirtschaften, wobei 42 % in Europa und 38 % in Nordamerika liegen. Der Anteil der Vermögenswerte in Asien, Afrika, Südamerika und Ozeanien ist in diesen zehn Jahren hingegen rückläufig. Vor mehr als zehn Jahren startete China massive Auslandsinvestitionen, was den Westen in Angst und Schrecken versetzte, und begann, nach dem Vorbild der „neureichen“ Kuppler von Tür zu Tür zu gehen, um Technologien zu kaufen. Doch wie man sieht, gibt es in den USA das CFIUS, das sich speziell mit der Risikoprüfung ausländischer Investitionen befasst, und in der EU einen Rahmen zur Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen (FDI), sodass China trotz seiner Geldreserven Fusionen und Übernahmen nicht reibungslos abschließen kann. Warum also verfügt China im Jahr 2021 über immer mehr Vermögenswerte in Europa und den USA, während seine Bilanzen immer fetter ausfallen? Dahinter stecken die Steueroasen. Chinesisches Kapital „wäscht“ sich zunächst so gründlich, dass es nicht mehr wiederzuerkennen ist, und erwirbt dann Vermögenswerte westlicher Unternehmen. So fließen diese Transaktionen nicht in die FDI-Statistiken ein und lösen auch keine politischen Alarmglocken aus. Die Kaimaninseln, Bermuda und die Britischen Jungferninseln sind Registrierungsorte, die von chinesischen Investoren besonders gerne genutzt werden. Im Jahr 2021 entfielen auf chinesisch kontrollierte Unternehmen 58 %, 41 % bzw. 15 % der Gesamtvermögenswerte der drei großen Steueroasen, wobei die Kaimaninseln den höchsten Anteil aufweisen. Neben diesen drei gehören auch Portugal und Singapur zu den Umschlagplätzen. Auf diese Weise dringen chinesische Investoren in großem Stil in die europäischen und amerikanischen Märkte vor. Für Beteiligungen in dieser Größenordnung gibt es spezielle Datenbanken, wie beispielsweise den globalen Endinhaberkennwert GEO25 von OBIS, der Beteiligungen ab einer Schwelle von 25 % erfasst; dabei bleiben jedoch viele tatsächliche Entwicklungen innerhalb der Vorstände unberücksichtigt. Die Beteiligungsstrukturen an den europäischen und amerikanischen Kapitalmärkten sind oft stark fragmentiert; es sind keine 25 % erforderlich – bereits 10 % reichen aus, um an den Managemententscheidungen des Zielunternehmens mitzuwirken und erheblichen Einfluss auszuüben. Forscher haben die Datenbanken mithilfe von Algorithmen neu strukturiert und die Schwelle auf Beteiligungen von mehr als 10 % gesenkt. Dabei stellten sie fest, dass Chinesen die endgültige Eigentümerschaft an 6.242 Unternehmen innehaben, von denen 38 % zumindest eine Ebene über eine Steueroase verbergen. Nehmen wir beispielsweise den britischen Bergbaugiganten Rio Tinto: Gemessen an der 25-Prozent-Schwelle besteht keine Verbindung zu China, senkt man diese jedoch auf 10 %, stellt sich heraus, dass das singapurische Unternehmen Shining Prospect einen Anteil von 14 % hält, hinter dem Chinalco steht. Das Gleiche gilt für das dänische Unterhaltungselektronikunternehmen Bang & Olufsen: Erst bei einer Senkung der Schwelle lässt sich der Großaktionär aus Bermuda mit einem Anteil von 15,1 % und der dahinterstehende chinesische Eigentümer ausmachen. Chinesisches Kapital dringt still und leise in den Markt ein – aber was geschieht danach? Zunächst konzentrieren sich die Investitionen in großem Umfang auf strategische Branchen in den Ländern der Zielunternehmen, wie beispielsweise fortschrittliche Fertigung, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie natürliche Ressourcen. An erster Stelle steht die Fertigungsindustrie mit 393 Milliarden US-Dollar, gefolgt von fachlichen und wissenschaftlichen Tätigkeiten mit 260 Milliarden sowie Energie und Versorgungsunternehmen mit 195 Milliarden. Nach dem Einstieg in diese Bereiche unternimmt das chinesische Kapital bei den übernommenen Unternehmen vor allem eines: Es steigert die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Der durchschnittliche Kapitalbestand steigt um 7,3 %, die F&E-Ausgaben um 6,6 %; ist der Käufer ein staatliches Unternehmen, ist dieses Phänomen sogar noch ausgeprägter. Das Komische daran ist jedoch: Obwohl die lokalen Unternehmen intensiv an der Forschung und Entwicklung arbeiten, bringen sie weder mehr Patente hervor noch verdienen sie mehr Geld; stattdessen sinkt die Kapitalrendite sogar um 1,1 %. Liegt es nun an einer ineffizienten Ressourcenallokation oder daran, dass die lokalen Unternehmen das Geld nur verschwenden? Dem Bericht zufolge trifft beides nicht zu. Die F&E-Teams der lokalen Unternehmen arbeiten auf Hochtouren, um für chinesisches Kapital zu arbeiten. Ihre eigenen Patente nehmen nicht zu, während die Zahl der erteilten Patente bei der Muttergesellschaft in China drastisch ansteigt. Die Nettoeinnahmen aus diesem Teil der Patente werden hauptsächlich China zugerechnet und nicht dem Land, in dem das F&E-Team ansässig ist – das ist auch der Grund, warum chinesische Investoren gerne in Industrieländer investieren. Denn nur in entwickelten Volkswirtschaften, die über fortschrittliche Technologien verfügen, kann dieser sogenannte „Spillover-Effekt“ entstehen – bei dem Innovationen von nachgelagerten Unternehmen der Kapitalquelle zugutekommen. Der Bericht stellt fest, dass es sich bei diesen chinesischen Unternehmen, deren Priorität eher im Erwerb von Technologie als im Geldverdienen liegt, häufig um staatliche Unternehmen handelt. Sie verfügen über klare strategische Ziele und strenge Investitionsdisziplin und sind bereit, kurzfristige Gewinnrückgänge in Kauf zu nehmen. Tatsächlich sind es jedoch vor allem private Unternehmen, die die Expansion chinesischer Unternehmensaktiva im Ausland vorantreiben. Neben der Forschung und Entwicklung treiben sie vor allem die Integration der Lieferketten voran, um die übernommenen ausländischen Unternehmen zu Zulieferern für chinesische Unternehmen zu machen. Diese vertikale Integration der Lieferketten wird von staatlichen Unternehmen eher vernachlässigt und erfolgt hauptsächlich durch private Unternehmen, während sich die staatlichen Unternehmen speziell auf die Forschung und Entwicklung konzentrieren. Daher unterscheiden sich auch die von staatlichen und privaten Unternehmen erworbenen Patentlizenzen. Im Durchschnitt verdreifacht sich die Zahl der Patentanmeldungen privater Unternehmen im Jahr der Übernahme, während sie bei staatlichen Unternehmen um das 4,4-Fache steigt – das ist ein regelrechter Feuerwerk. Doch hier zeigt sich wieder ein merkwürdiges Phänomen: Da chinesische Investoren der Forschung und Entwicklung so große Bedeutung beimessen, sollte man eigentlich erwarten, dass sie den lokalen Markt mitreißen – wenn man so viel investiert, müssen andere Unternehmen doch nachziehen, oder? Genau das Gegenteil ist der Fall: Andere lokale Unternehmen erhöhen ihre Forschungs- und Entwicklungsausgaben nicht, sondern senken sie sogar. Der Bericht stellte fest, dass das Innovations- und Rentabilitätsniveau der lokalen Branche nach den chinesischen Investitionen insgesamt unverändert blieb. Dies deutet darauf hin, dass sich die Intensität der Innovationsaktivitäten zwischen den einzelnen Unternehmen verändert hat: Wenn das eine Unternehmen stärker wird, wird das andere schwächer; wenn die Gewinne des einen sinken, steigen die des anderen. Die praktische Auswirkung davon ist, dass die ursprünglich marktorientierten lokalen Unternehmen nun aufgrund der staatlich gelenkten Technologieakquisitionsstrategie Chinas ihre Forschungs- und Innovationsaktivitäten neu ausrichten. Der Bericht betrachtet dies als einen neuen Mechanismus, mit dem die staatliche Industriepolitik Einfluss auf das Ausland ausübt. Durch Beteiligungen an Unternehmen wird das globale Geschäftsnetzwerk neu gestaltet und zu einem Instrument der eigenen geoökonomischen Strategie gemacht. Im Gegensatz zu Chinas Investitionsstrategie, die langfristige Forschung und Entwicklung in den Vordergrund stellt und kurzfristige Gewinne vernachlässigt, ist das Vorgehen der USA, Japans und Indiens nicht einzigartig. Die USA neigen dazu, die Unternehmensgröße zu vergrößern und Investitionen in Sachanlagen zu erhöhen, was nur begrenzte Auswirkungen auf Forschung, Entwicklung und die Zahl der Patente hat – dies entspricht der üblichen marktorientierten Vorgehensweise. Japans Auslandsinvestitionen ähneln in ihrer Art denen Chinas, sind jedoch erstens von geringem Umfang und zweitens nicht staatlich vorangetrieben, sondern erfolgen meist aus eigener Initiative privater Unternehmen. Indien hingegen verhält sich eher konservativ und strebt lediglich nach Marktpräsenz, nicht nach technologischem Fortschritt und Vermögensaufbau. Daher, meine Damen und Herren, ist Chinas Vorgehensweise eigentlich auch nicht einzigartig. Was den USA wirklich Angst macht, ist, dass ein Staat solche Maßnahmen in so großem Umfang, im Verborgenen und mit strenger Disziplin umsetzen kann.
阿拾
15. Sept. 2026
Leute, in der Forschung zur Lithium-Ionen-Batterietechnologie in unserem Land gab es kürzlich wieder eine Reihe bahnbrechender Entwicklungen. Übrigens: Das Material, das beim Zerlegen ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien anfällt, nennt man „schwarzes Pulver“ – und was ist mit dem Getränk? Wasser mit Kohlensäure, also Sodawasser. Das ist wirklich eine geniale Idee: 95 % des Lithiums lassen sich durch das Trinken dieses Getränks zurückgewinnen. Unser Land setzt im Zeitalter der neuen Energien stark auf den Bedarf an Lithiumressourcen. Lithium gilt als „weißes Öl“ und ist ein strategischer Rohstoff des Staates. Obwohl wir in den letzten zwei Jahren große Vorkommen entdeckt haben, ist der Bedarf einfach zu groß, sodass 50 % aus dem Import gedeckt werden müssen. In diesen unsicheren Zeiten ist die Rückgewinnung und Wiederverwertung von Lithiumressourcen von großer Bedeutung. Insbesondere während der Phase, in der Antriebsbatterien in großem Umfang aus dem Verkehr gezogen werden, steigen die Rückgewinnungsmengen und deren Anteil rasant an. Für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien gibt es drei Methoden. Die erste ist das direkte Recycling: mechanische Demontage, Zerkleinerung und Sortierung – mit geringem Energieverbrauch und geringer Umweltbelastung. In der Praxis sind die Anforderungen an die Reinheit der Rohstoffe jedoch hoch, sodass diese Methode nicht unbedingt geeignet ist. Die zweite Methode ist das Schmelzen bei hohen Temperaturen, bei dem Nickel und Kupfer zurückgewonnen werden können, die Rückgewinnungsrate für Lithium jedoch gering ist, der Energieverbrauch hoch ist und Abgase entstehen. Die dritte Methode ist die Auslaugung wertvoller Metalle mit Säuren und Laugen. Sie weist zwar eine hohe Rückgewinnungsrate auf, doch die anfallenden Abfallflüssigkeiten sind schwer zu entsorgen und stellen eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar. Daher kritisieren ausländische Medien und Umweltschutzorganisationen die Batterierückgewinnung als „Scheinumweltschutz“. Lässt sich Effizienz mit Umweltschutz vereinbaren? Wissenschaftler haben einen neuen Ansatz gefunden: Man gibt dem schwarzen Pulver Soda zu trinken. Klingt das nicht ziemlich cool? Wie funktioniert das konkret? Zunächst erfolgt eine kontrollierte mechanochemische Behandlung. Dabei wird das schwarze Pulver aus den Batterien in einer Kugelmühle zerkleinert, wodurch die Anordnung von Lithium und anderen Metallen durcheinandergebracht wird und ein Material mit ungeordneter Struktur und einer lithiumreichen Oberfläche entsteht. So kann Lithium leichter mit Kohlendioxid und Wasser reagieren. Anschließend wird das Lithium aus den Batterien mit Kohlendioxid und Wasser schonend aufgelöst – und Kohlendioxid plus Wasser ergibt doch gerade Soda! Mit dieser Methode lassen sich über 95 % des Lithiums zurückgewinnen, wobei die Rückgewinnungseffizienz mit der von Hochtemperaturschmelzverfahren vergleichbar ist. Die verbleibenden Metalle wie Kobalt, Nickel und Mangan werden ebenfalls nicht entsorgt, sondern durch Upcycling für andere industrielle Anwendungen, beispielsweise als Katalysatoren, wiederverwertet. Der gesamte Prozess benötigt lediglich Wasser und Kohlendioxid – die gängigsten industriellen Rohstoffe –, kommt ohne Mahlmittel und chemische Reagenzien aus, lässt sich bei Raumtemperatur durchführen, ist sicher und wirtschaftlich und bindet zudem Kohlendioxid – wie großartig! Natürlich lassen sich bestehende Recyclingverfahren nicht von heute auf morgen umstellen, aber sobald eine erfolgreiche Anwendung im großen Maßstab erreicht ist, wird dies von großer Bedeutung für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen, Energiespeichern im Stromnetz und der Lieferkette für grüne Energie sein. Meine Damen und Herren, unsere Wissenschaftler sind wirklich unglaublich clever – Lithium-Ionen-Batterien durch „Trinken“ zurückzugewinnen, das ist einfach atemberaubend!
阿拾
15. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, meine Damen und Herren, meine Damen und Herren! Es gibt ein neues Phänomen in der Welt. Sagen Sie mal, warum scheint China im weltweiten Innovationswettlauf immer die Oberhand zu haben? Die westlichen Eliten können sich darüber den Kopf zerbrechen. Die „Financial Times“ liefert die Antwort: China hat sich von der „Fabrik der Welt“ zum „Labor der Welt“ gewandelt. Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2007 betrugen Chinas Ausgaben für Forschung und Entwicklung nur ein Drittel derjenigen der USA. Im Jahr 2023 wird China 781 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung investieren, was in etwa den 823 Milliarden US-Dollar der USA entspricht. Berücksichtigt man die Kostenvorteile, so übersteigt die tatsächliche Investitionsintensität bereits die der USA. F&E stützt sich auf die Regierung, die Unternehmen und die Hochschulen. Betrachtet man allein den staatlichen Bereich, so lagen Chinas Investitionen bereits vor zehn Jahren über denen der USA. Da Trump nun zudem die Forschungsmittel kürzt, vergrößert sich der Abstand immer weiter. Auch Unternehmen und Hochschulen schließen die Lücke. Im Wettstreit um Technologie kommt es letztendlich auf die Anzahl der Fachkräfte an. In China schließen jährlich 50.000 Doktoranden in den Natur- und Ingenieurwissenschaften ab, in den USA sind es 34.000. China kann somit fast 50 % mehr Spitzenkräfte in die wissenschaftliche Forschung investieren als die USA. Solange man also nicht davon ausgeht, dass die Chinesen von Natur aus dumm sind, führt diese quantitative Veränderung zwangsläufig zu einer qualitativen Veränderung. Auf dieser Grundlage orientiert sich die nationale Strategie. In der chinesischen Forschung gibt es selten solche frei schwebenden, rein theoretischen Ansätze; stattdessen konzentriert sie sich auf zwei Punkte: erstens den Dienst an der industriellen Transformation und zweitens die Verringerung der Abhängigkeit vom Ausland sowie das Streben nach Eigenständigkeit und Kontrollierbarkeit. Die Anwendung der Schnittstellen zwischen diesen beiden Bereichen in der Realwirtschaft hat höchste Priorität. Beispiele hierfür sind fortschrittliche Werkstoffe, alternative Kraftstoffe, elektrische Anlagen und so weiter. Ich habe vor einigen Tagen davon gesprochen, dass die USA ein landesweites System für die wissenschaftliche Forschung einführen wollen – tatsächlich tut China dies bereits seit langem. Denn geopolitischer Druck hat China dazu gezwungen, seine Strategie zu fokussieren. Um es ganz offen zu sagen: Der staatliche Wille hat entschieden, dass man die USA unbedingt schlagen muss. Deshalb nimmt man es in Kauf, die Sozialleistungen für ein oder zwei Generationen zu kürzen, um die wissenschaftliche Forschung in strategischen Bereichen zu finanzieren. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft streben gemeinsam nach technologischer Eigenständigkeit und Kontrolle, um Anfälligkeiten zu verringern. Gemeinsam wollen sie die Herausforderungen in der Realwirtschaft bewältigen und eine führende Position in den globalen Lieferketten anstreben. Die nächste Phase wird sich völlig vom bisherigen dezentralen Modell unterscheiden. Die Kapitalinvestitionen werden stärker auf Schlüsselindustrien konzentriert, wodurch die Ausgaben für die Expansion lokaler Industrien reduziert und Möglichkeiten für Verschwendung und Korruption in der Industrie eingeschränkt werden. Der Ende Oktober aufgelegte erste Sonderfonds der staatlichen Unternehmen in Höhe von 51,4 Milliarden für die Entwicklung strategischer aufstrebender Industrien verdeutlicht diesen Trend bereits deutlich. Im 15. Fünfjahresplan wird ganz klar dargelegt, dass die technologische Revolution und das Ringen der Großmächte miteinander verflochten sind und der Wettbewerb auf neuen Technologiefeldern immer intensiver wird. Daher gilt es, die Vorteile des auf die ganze Nation ausgerichteten Systems für aufstrebende Industrien voll auszuschöpfen, um im harten internationalen Wettbewerb die strategische Initiative zu erlangen. Das ist der wörtliche Wortlaut. Es gibt also sowohl eine langfristige politische Ausrichtung als auch stabile Finanzmittel, ein gut ausgebautes industrielles Ökosystem, eine rasante Kommerzialisierung sowie einen stetigen Nachschub an Talenten. Für die politische Elite des Westens ist dies ein furchterregendes wissenschaftliches Ungetüm aus dem Osten. Für die Wirtschaftselite des Westens sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Früher drängten sich ausländische Unternehmen in China, um Fabriken zu errichten, weil unsere Arbeitskräfte billig waren und Umweltzerstörung keine Rolle spielte. Heute reißen sie sich in China um den Aufbau von Forschungs- und Entwicklungszentren, weil China nicht nur ein Zentrum für die Herstellung von Produkten in neuen Bereichen ist, sondern auch ein Zentrum der Wissensproduktion. Die Zahl der von Unternehmen betriebenen Forschungseinrichtungen beläuft sich auf 150.000, es gibt 5 Millionen Forscher, und die Zahl der Patente wächst explosionsartig. Natürlich kritisieren viele, dass die Qualität der chinesischen Forschung nicht hoch sei und die Patente nur aufgeblasen seien, um Geld zu scheffeln. Ich erinnere mich, dass ein Experte aus der Elektronik- und Informationsbranche einmal gesagt hat, 90 % der inländischen Patente seien Müll. Aber man muss ja „dem Geld folgen“, nicht wahr? Das Kapital ist bereit, echtes Geld in den Aufbau von Forschungs- und Entwicklungszentren zu stecken. Die Zahl der ausländischen Forschungs- und Entwicklungszentren in Shanghai ist von 440 im Jahr 2018 auf 631 in diesem Jahr gestiegen, in Peking gibt es 279. Viele ausländische Unternehmen sind zudem der Ansicht, dass sie im Bereich Forschung und Entwicklung mit China zusammenarbeiten müssen, um überleben zu können. Nehmen wir zum Beispiel die Automobilhersteller: Wenn sie auf neue Energieträger umsteigen und Technologien für autonomes Fahren integrieren wollen, müssen sie nach China kommen. Selbst ein Unternehmen wie Renault aus Frankreich muss kommen – selbst wenn es keine Autos verkauft, sondern ausschließlich Forschung und Entwicklung betreibt. Das Kapital ist sich sehr wohl bewusst: Ohne die Reaktionsgeschwindigkeit der chinesischen Lieferkette bleiben ihre Technologien lediglich Laborprototypen, die nicht in Serie produziert werden können. Nehmen wir zum Beispiel Volkswagen: In Hefei wurde ein Assistenzsystem für den Fahrbetrieb in nur anderthalb Jahren entwickelt – in Deutschland hätte das mindestens vier Jahre gedauert. Oder nehmen wir den schwedischen Hersteller Scania, der autonome Lkw entwickelt. Früher haben sie in Schweden und in den USA lange daran gearbeitet, ohne zum Ziel zu kommen; jetzt ist das Projekt in China nach einem Jahr Forschung und Entwicklung bereits einsatzbereit. Obwohl der Westen in verschiedene Lager gespalten ist – ob es um Wettbewerb, Zusammenarbeit oder Koexistenz mit China geht – und obwohl die meisten insgeheim noch Zweifel hegen, ob dieses staatlich gelenkte Entwicklungsmodell gut ist oder nicht, scheint es doch wirklich effektiv zu sein. Umgekehrt sind sie aber auch sehr besorgt: Funktioniert das ursprüngliche US-amerikanische System – bei dem Innovation von Forschungseinrichtungen vorangetrieben und durch das demokratische System abgesichert wird – überhaupt noch? Und wenn nicht, lässt es sich dann durch Chinas landesweites Modell ersetzen? Das hieße aber, China auf seinem eigenen Terrain zu schlagen – ist das wirklich machbar?
阿拾
14. Sept. 2026
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe kürzlich einen Bericht der Carnegie Endowment for International Peace gelesen, in dem die staatliche Leistungsfähigkeit der USA in Frage gestellt wird – darin heißt es, dass Staatsführung ebenso wie der Straßenbau eine Frage der Infrastruktur sei: Wenn die materiellen Grundlagen schon so zusammengebrochen sind, wie gut kann dann die abstrakte Ebene noch sein? Der Bericht gibt eine sehr einfache Definition der staatlichen Leistungsfähigkeit: die Fähigkeit der Regierung, das zu tun, was die Bürger von ihr verlangen. Die Definitionen von Wissenschaftlern unseres Landes wie Hu Angang und Wang Shaoguang kommen eher der „Fähigkeit zur Verwirklichung des staatlichen Willens“ nahe. Bereits in den 1990er Jahren, als viele die westliche Gewaltenteilung verherrlichten, begannen sie, auf die Bedeutung der staatlichen Leistungsfähigkeit hinzuweisen. Damals war in intellektuellen Kreisen die Erzählung von einer „vollständigen Verwestlichung der Politik“ weit verbreitet; während die Liberalen der Meinung waren, der Staat sei zu stark, argumentierten die beiden, der Staat sei zu schwach – insbesondere müsse die Fähigkeit zur Erhebung von Steuern gestärkt werden, da dies die Grundlage aller staatlichen Leistungsfähigkeit sei. Vor etwa mehr als zehn Jahren hatten wir ein Kooperationsprojekt mit dem Berggruen-Institut; ich half Professor Hu dabei, seinen Artikel ins Englische zu übersetzen und in der amerikanischen „HuffPost“ zu veröffentlichen. Ich erinnere mich, dass er besonders betonte, dass der Fünfjahresplan ein Ausdruck der staatlichen Leistungsfähigkeit über einen bestimmten Zeitraum hinweg sei. Die Zeit vergeht wirklich schnell – es dauert nicht einmal 30 Jahre, bis sich das Blatt wendet; es sind erst wenige Jahre vergangen, und schon hat die USA begonnen, über staatliche Leistungsfähigkeit und die Effizienz der Regierungsführung nachzudenken. Ich schätze, in ein paar Jahren wird der Begriff „gute und schlechte Regierungsführung“ wohl „Demokratie und Autokratie“ ablösen. Zurück zu diesem Carnegie-Bericht: Darin heißt es, dass bei einer Regierung mit starker staatlicher Leistungsfähigkeit die Bürger nicht nachhaken müssen, da die Regierung von sich aus Pläne festlegt und Vorbereitungen trifft; die Beamten sind dann gelassener, es gibt mehr politische Handlungsspielräume, und Gesetze und Vorschriften lassen sich reibungslos umsetzen. Ich weiß nicht, an wen man dabei gedacht hat, als der Bericht verfasst wurde. Dann beginnt der Bericht mit Selbstkritik und kritisiert die USA von der Katastrophenhilfe bis zur Krankenversicherung – alles altbekannte Kritikpunkte. Eine Geschichte ist jedoch recht interessant – wusstest du das? Das Genehmigungsverfahren für Rentenanträge von US-Bundesbediensteten dauert einen Monat. Man reicht das Papierformular bei der Personalabteilung ein, woraufhin alle Anträge aus dem ganzen Land zentral zu einem stillgelegten Kalksteinbergwerk in Pennsylvania geschickt werden – dieses Bergwerk wurde vor 60 Jahren zu einem Archivzentrum umgebaut und beherbergt 26.000 Schränke sowie 400 Millionen Blätter Papier. Bei dieser Unmenge an Unterlagen wird alles von einem engagierten Team aus 600 Mitarbeitern manuell bearbeitet – wie lange ein Antrag dort unterwegs ist, hängt möglicherweise sogar von der Geschwindigkeit des Aufzugs im Bergwerk ab. Ein solch veraltetes System ist nur ein Beispiel unter vielen und kein Einzelfall. Nehmen wir zum Beispiel die gefürchtete Steuerbehörde IRS: Seit Beginn der 1990er Jahre wird das IT-System modernisiert, doch auch nach 35 Jahren wird immer noch die Architektur aus den 1960er Jahren verwendet. Oder die Biden-Regierung, die Elektroautos fördert und den Bau von Ladestationen verspricht – in vier Jahren wurden insgesamt sieben errichtet, das ist nicht einmal so viel wie in unserer Wohnsiedlung. Wenn man unseren Dekan Zhang dazu befragen würde, würde er sagen, dass die Führungsfähigkeiten des US-Präsidialteams nicht an die der älteren Damen und Herren in unserem Nachbarschaftsausschuss heranreichen. Als Trump sein Amt antrat, gab er den Wählern ein entscheidendes Versprechen: Er wolle den „tiefen Staat“ zerschlagen. Die Anhänger der „Dunkle Aufklärung“ bezeichnen dies als „Zerstörung der Kathedrale“ – ein Ziel, das sich die Konservativen eigentlich schon vor langer Zeit gesetzt hatten. In den Händen von Musk bedeutet das, mit einem großen Hammer um sich zu schwingen und überall das Wort „Abriss“ zu schreiben: Im Namen der Modernisierung und der Verschlankung der Verwaltung werden Behörden abgebaut, Abläufe vereinfacht und Macht konzentriert. Aus Sicht von Carnegie hat dieses Vorgehen jedoch nicht nur die Effizienz der Regierung nicht gesteigert, sondern die ursprünglichen Probleme sogar noch verschärft – es hat also den Staat weiter ausgehöhlt und die USA noch unfähiger gemacht, sodass vieles nur noch leere Worte bleiben und nicht umgesetzt werden kann. Viele Menschen glauben, dass die USA mit ihrem „sagen und tun“ hinterhältige Spielchen treiben, doch tatsächlich ist es manchmal schlichtweg eine Frage der Leistungsfähigkeit – sie haben einfach nicht die Fähigkeit dazu, verstehen Sie? Carnegie sah darin das eigentliche Problem der USA: Nicht, dass die Waffen nicht stark genug wären oder das Geld nicht ausreichen würde, sondern dass die Regierung das, was sie beschließt, nicht umsetzen kann. Der Bericht unterteilt den Verfall der staatlichen Leistungsfähigkeit der USA in drei Bereiche: „Vermeidung“, „Vernachlässigung“ und „Dekonstruktion“. Mit „Vermeidung“ ist gemeint, dass sich die Regierung aus dem Geschehen zurückzieht, keine direkte Verantwortung für öffentliche Projekte übernimmt und sich in allen Belangen auf beauftragte Auftragnehmer verlässt – was einer „Auslagerung der Staatsführung“ gleichkommt. Warum ist es so weit gekommen? Der Bericht zeigt eine Grafik: Von den 1960er Jahren bis heute sind die realen Ausgaben des US-Bundes (dunkelblaue Linie) um 500 % gestiegen, und das Arbeitsvolumen hat sich verfünffacht; die Zahl der zivilen Bundesbediensteten ist jedoch nur um 26 % gestiegen. Logischerweise müsste die Belegschaft eigentlich mehrere zehn Millionen Menschen umfassen, doch sie stieg lediglich von 2,3 Millionen auf 2,9 Millionen im letzten Jahr an; nach einem Jahr der Turbulenzen unter Trump ist diese Zahl in diesem Jahr auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren gesunken. Der Staat hat viele öffentliche Aufgaben, beschäftigt aber keine Beamten – das bedeutet, dass der Bund die Arbeit an Auftragnehmer vergibt. Dadurch hat sich der Zuständigkeitsbereich der Regierungsmitarbeiter verändert: Sie sind nicht mehr für die Ausführung einer bestimmten Aufgabe verantwortlich, sondern lediglich dafür, zu prüfen, ob die Auftragnehmer die Vorschriften einhalten. Eine besessene Fixierung auf „Compliance“ ist eine beängstigende Sache; sie kann zu einer Überfrachtung mit unzähligen Kennzahlen führen – allesamt harte Indikatoren, die sich leicht quantifizieren und bewerten lassen und viel einfacher sind, als tatsächlich zu beurteilen, ob ein Projekt effektiv ist. Genau damit beschäftigen sich die Regierungsbehörden nun, und das Compliance-System wird immer umfangreicher – es gibt nicht nur Compliance, sondern auch Compliance zur Compliance. Die Mitarbeiter, die Musk und seine Mitstreiter abbauen wollen, sind genau diese Leute. In diesem Zusammenhang fällt mir ein anderer Wissenschaftler ein, Paul Light, der sich seit Langem mit diesem Outsourcing-System beschäftigt. Er sagt, dass es neunmal so viele Vertragsbedienstete in der Regierung gibt wie festangestellte Mitarbeiter, die zusammen ein riesiges Schattenteam bilden – das möglicherweise als „Deep State“ angesehen wird, weshalb man ihnen den Job weggenommen hat. Der zweite Aspekt heißt „Vernachlässigung“ und bedeutet im Grunde, dass die Bürokratie den Kontakt zur Bevölkerung verloren hat. Die Regierung hat keinen direkten Kontakt zur Bevölkerung, sondern verlässt sich auf Auftragnehmer; die öffentlichen Dienstleistungen sind stark fragmentiert – von „One-Stop-Service“ kann keine Rede sein, es ist schon gut, wenn die Dinge überhaupt erledigt werden. Deshalb werfen alle der Regierung Ineffizienz vor. Unter diesen undurchsichtigen Umständen, wenn zudem noch Mittel zur Stärkung der Kapazitäten bereitgestellt werden sollen, ohne dass klar ist, wohin das Geld fließt, ist es nur natürlich, dass die Bevölkerung dies nicht unterstützt. Aber auch innerhalb der Regierung gibt es nicht unbedingt Unterstützung dafür, insbesondere wenn die beiden Parteien etwa gleich stark sind und sich gegenseitig behindern – wenn die Regierungspartei den Kapazitätsaufbau stärken will, wird sie von der Opposition unterschätzt: Was passiert, wenn die Kapazitäten gestärkt werden und die Zustimmungswerte steigen? Will ich dann überhaupt noch an die Macht kommen? Außerdem mangelt es in manchen Bereichen tatsächlich stark am Kapazitätsaufbau, was aber kaum jemand weiß, wie zum Beispiel in der Außenpolitik: Das US-Außenministerium befindet sich seit Langem in einer Situation, in der es weder Geld noch Personal hat, und wurde von Trump zudem um 20 % gekürzt. Diplomaten müssen langfristig arbeiten, um gute Ergebnisse zu erzielen, doch die Bevölkerung hat den Eindruck, dass selbst bei hohen finanziellen Aufwendungen keine Ergebnisse zu sehen sind, und meint daher: „Dann lassen wir es doch einfach sein“ – wenn die Probleme nicht gelöst werden können, sollte man zumindest einen Teil der Mitarbeiter entlassen, die diese Probleme nicht lösen können. Ein letzter Aspekt ist die „Dekonstruktion“ aus den Reihen der politischen Elite selbst. Carnegie, als Thinktank des Establishments, wirft den Populisten relativ höflich vor, Rückschritte zu machen und Schaden anzurichten: Bannon und seinesgleichen haben die Demontage staatlicher Institutionen schon lange geplant und konnten sie nun in Trumps zweiter Amtszeit endlich umsetzen. Von der Entwicklungshilfe bis zur Finanzaufsicht, von der Diplomatie bis zum Bildungswesen – in all diesen Bereichen finden radikale Stellenkürzungen statt. Dass die USA hinter verschlossenen Türen ihr eigenes Spiel spielen, sei noch hinzunehmen, entscheidend ist jedoch, dass sie dies auch im Außenministerium tun – von den 25 wichtigsten von Kürzungen betroffenen Regierungsbehörden entfallen allein fünf auf den Bereich der Außenpolitik. So wurde beispielsweise die USAID mit einem Schlag völlig zerschlagen: 95 % der Stellen wurden gestrichen, die Bürogebäude geschlossen, die Server abtransportiert und die Bürosysteme gesperrt. Die Folgen davon sind zum einen eine Schwächung der eigenen Analyse- und Planungsfähigkeiten und zum anderen eine Störung der Beziehungen zu anderen Ländern. Die USA spielen derzeit hinter verschlossenen Türen ihr eigenes Spiel; auf diplomatischer Ebene brechen viele internationale Kooperationsprojekte mitten in den Gesprächen ab, und die Abläufe kommen ins Stocken – internationale Angelegenheiten sind ohnehin schon komplex, und durch den Personalabbau werden sie noch langsamer und ziehen sich endlos hin. Der Bericht kommt zu folgendem Fazit: Wir müssen die Belange des öffentlichen Dienstes weiterhin an erste Stelle setzen und die Rechte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst durch Gesetze und Vorschriften absichern, damit sie ihren Arbeitsplatz sicher haben und sich ganz auf ihre fachlichen Aufgaben konzentrieren können, anstatt aus Angst um ihren Lebensunterhalt ständig über einen Berufswechsel nachdenken zu müssen. Entlastung ist erforderlich: Beamte müssen konkrete und sinnvolle Arbeit leisten und dürfen ihre Ressourcen und Energie nicht für interne Reibungsverluste verschwenden, nur um zu beweisen, dass sie etwas tun – die derzeitige Belastung durch Compliance-Vorgaben ist zu hoch. Daten sind gefragt: Regierungsbehörden müssen regelmäßig klare und zuverlässige Daten veröffentlichen, damit die Öffentlichkeit den Zusammenhang zwischen den Kapazitäten des Staates und den erzielten Ergebnissen nachvollziehen kann. Transparenz ist gefragt: Outsourcing ist letztendlich undurchsichtig; Einzelausschreibungen sind weit verbreitet, es fehlt an Wettbewerb zwischen den Auftragnehmern, und die Ergebnisse sind nicht unbedingt besser als bei einer eigenen Durchführung durch die Regierung – zudem hat die Bevölkerung dadurch das Gefühl, dass die Regierung nicht präsent ist. Das sind gute Vorschläge, aber sie sind so neutral und zurückhaltend formuliert – werden die privaten Eigentümer der vielen Auftragnehmer, die gemeinsame Interessen verfolgen, darüber unzufrieden sein? Wie schwerwiegend wären die Folgen? Das weiß ich nicht.
阿拾
14. Sept. 2026
Leute, lasst uns dieses Mal über Konsumausgaben sprechen. Ein Kollege sagte zu mir: „Weißt du eigentlich, dass unser Pro-Kopf-BIP auf dem gleichen Niveau wie das von Mexiko liegt, unsere Konsumausgaben aber nicht einmal die Hälfte davon betragen?“ Das hat mich stutzig gemacht – sind die Mexikaner etwa so reich? Als ich nach Hause kam, habe ich nachgeschlagen, und es stimmt tatsächlich. Im Jahr 2023 lag der Pro-Kopf-Konsum in unserem Land bei 4.936 US-Dollar, in Mexiko bei 9.688 US-Dollar – das ist tatsächlich genau die Hälfte. Ganz zu schweigen vom Vergleich mit den Industrieländern: Frankreich liegt bei 24.000, Deutschland bei 27.000, und in den USA liegt die Obergrenze des Pro-Kopf-Konsums bei über 56.000. Das Zehnfache von uns – was bedeutet das eigentlich? Sind wir wirklich so mittellos? Also habe ich die Zahlen anhand der Kaufkraft neu berechnet: Der Pro-Kopf-Konsum in China belief sich nun auf 9.586 US-Dollar, in den USA weiterhin auf 56.000. Das zeigt, dass unsere Waren billig verkauft werden, was zu einer Unterschätzung des Konsums führt. Nach der PPP-Korrektur liegt der Konsum in Mexiko sogar noch höher, nämlich bei 16.000, was immer noch deutlich über unserem Wert liegt. Hier geht es nicht darum, Großbritannien und die USA einzuholen, sondern zunächst einmal Mexiko. Aber wenn ich das so berechne, kommt es mir immer noch nicht ganz realistisch vor. Ich habe mir noch einen Bericht des „China Financial 40 Forum“ angesehen, der einen interessanten Ansatz vorschlägt: Beim Konsum geht es nicht darum, wie viel Geld man ausgibt, sondern darum, wie viel man dafür bekommt – wie viel man isst, wie viel man trägt, welches Handy man benutzt, welches Auto man fährt und wie groß die Wohnung ist. In allen Bereichen des täglichen Lebens – Essen, Kleidung, Wohnen und Mobilität – sollten einige Kernindikatoren herangezogen werden, um einen horizontalen Vergleich anzustellen. Zunächst zum Thema Essen. Da es große Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten der verschiedenen Länder gibt, wie lässt sich das vergleichen? Anhand von zwei Indikatoren: der Kalorienversorgung pro Kopf und der Proteinaufnahme – also Energie und Nährstoffe, Sättigung und Qualität der Ernährung –, wobei die Ergebnisse direkt miteinander verglichen werden. Was die Kalorien angeht, stieg der Pro-Kopf-Verbrauch in China von 1.400 kcal täglich im Jahr 1961 auf 3.453 kcal im Jahr 2022. Bereits 2013 überholte China Mexiko und liegt nun praktisch auf dem Niveau der Industrieländer. In Frankreich sind es 3.500, in Deutschland 3.600, in den USA etwas mehr mit 3.900, während die Japaner wirklich wenig essen – nicht einmal 2.700. Was die Proteinaufnahme betrifft, so stieg die durchschnittliche Pro-Kopf-Aufnahme in China von 40 Gramm pro Tag im Jahr 1961 auf 128,5 Gramm im Jahr 2022. Dieses Niveau übertrifft alle anderen Länder bei weitem – selbst die Länder, die wir als große Verbraucher von Fleisch, Eiern und Milchprodukten kennen: Deutschland liegt bei 107,4 g, die USA bei 121,6 g und Japan nicht einmal bei 100 g. Wie ist das gelungen? China ist ein großes Agrarland, die Lebensmittelpreise sind von Haus aus niedrig und die Ernährungsstruktur ist relativ ausgewogen; ein beträchtlicher Teil des pflanzlichen Proteins stammt aus Sojaprodukten. Das heißt, was die Ernährung in dieser Hinsicht angeht, gibt es zwischen China und den Industrieländern eigentlich keinen nennenswerten Unterschied. Nehmen wir als weiteres Beispiel den Kauf von Kleidung. Die Zahl der pro Kopf und Jahr gekauften Kleidungsstücke liegt in China stabil bei etwa 22 Stück (ich schätze, Socken müssen da wohl mitgezählt werden – ich habe jedenfalls keine 22 Paar gekauft), dazu kommen zwei Paar Schuhe pro Jahr. Das entspricht in etwa dem Niveau in Mexiko, wo der Pro-Kopf-Verbrauch bei 26,2 Kleidungsstücken und 1,8 Paar Schuhen liegt. In den USA sind die Zahlen ziemlich extrem: 90 Kleidungsstücke und 6 Paar Schuhe pro Jahr. Frankreich, Deutschland und Japan liegen alle über unseren Werten, aber unter denen der USA – also irgendwo zwischen China und den USA, nehmen wir den Durchschnittswert. Was Autos angeht, entspricht der Verbrauch in China im Jahr 2023 22 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner – das ist doppelt so viel wie in Mexiko, etwa 60 % des europäischen Wertes und weniger als die Hälfte des US-amerikanischen Wertes. In diesem Bereich hinken wir etwas hinterher. Der Wohnbereich lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: die Wohnfläche pro Kopf und die Anzahl der Wohnungen pro Kopf. Offiziell wird nur die Wohnfläche pro Kopf erfasst; bei der städtischen Bevölkerung beträgt sie 38,8 Quadratmeter und entspricht damit in etwa den 39,6 Quadratmetern in Mexiko. Japan liegt mit 45,8 Quadratmetern über uns, die USA bei 62,9 Quadratmetern. Dies bezieht sich jedoch auf die städtische Bevölkerung; berücksichtigt man die Wohnfläche in ländlichen Gebieten, würde der Abstand etwas geringer ausfallen. Die Anzahl der Wohneinheiten lässt sich anhand der Daten zu verkauften Immobilien schätzen und liegt bei 0,387 pro Kopf. Frankreich weist mit 0,591 den höchsten Wert auf, die USA liegen bei 0,428; wir erreichen damit etwa 90 % dieses Niveaus. Natürlich zählt hier jede Einheit, die ein Dach über dem Kopf bietet, als eine Wohneinheit – ein großer Haus und eine kleine Wohnung werden hier zwangsläufig miteinander verglichen. Abgesehen von den Grundbedürfnissen gibt es bei den Dienstleistungskonsumausgaben – Bildung, Freizeit, Gesundheitsversorgung und Tourismus – in Bezug auf quantitative Indikatoren keine großen Unterschiede zwischen China und den Industrieländern. Die Bildungsdauer beträgt bei uns 15,2 Jahre, was in etwa dem Niveau Japans entspricht, über den 14,5 Jahren der USA liegt und noch zwei Jahre hinter den 17,3 Jahren Deutschlands zurückbleibt. Im Gesundheitswesen kommt es auf die Ergebnisse an; die Lebenserwartung pro Kopf spiegelt das Niveau der medizinischen Versorgung wider. Unsere Steigerungskurve nähert sich zunehmend derjenigen der Industrieländer an – bei uns liegt sie bei 78,37 Jahren, in den USA bei 79,61 Jahren und in Japan bei 85 Jahren. Mit etwas Anstrengung können wir diesen Rückstand aufholen, schließlich liegt Hongkong mit 85,77 Jahren weltweit an erster Stelle. Was den Tourismus betrifft: Bei Inlandsreisen liegt die durchschnittliche Häufigkeit bei viermal pro Jahr und Person, in den USA bei etwa siebenmal; beim Auslandsreisen liegt unser Wert bei 0,14, das heißt, nur einer von zehn Menschen reist einmal im Jahr ins Ausland. Das ist zwar niedriger als der Wert von 0,5 in den USA, aber im Vergleich zu den Japanern, die früher besonders gerne ins Ausland reisten, verringert sich der Abstand – bei ihnen liegt der Wert bei 0,16. Zusammenfassend lässt sich sagen: Gemessen am Konsumvolumen liegen wir tatsächlich sehr niedrig; wenn man jedoch ergebnisorientiert den realen Konsum betrachtet, liegt unser Pro-Kopf-Konsumniveau weit über dem von Mexiko und nicht bei der Hälfte davon. Dies zeigt, dass international gängige Erhebungsmethoden aufgrund von Preis- und Wechselkursfaktoren zu einer systematischen Unterbewertung führen und dass wir nach wissenschaftlich fundierteren Methoden suchen müssen. Unser Konsumniveau ist quantitativ gesehen nicht niedrig, und auch die Häufigkeit ist relativ umfassend, doch in qualitativer Hinsicht gibt es noch Verbesserungspotenzial. Ein letzter Punkt ist besonders entscheidend: Unser Konsumniveau ist objektiv gegeben, und unabhängig davon, nach welchen Maßstäben man die Statistik erstellt, ändert dies nichts an der Tatsache, dass hohe Exporte zu einem Handelsüberschuss führen. Die Ankurbelung der Binnennachfrage besteht also nicht darin, aus dem Stegreif neue Konsumimpulse zu schaffen, sondern darin, die Qualität zu verbessern und den Lebensstandard der Bevölkerung anzuheben. Dies trägt auch dazu bei, die strukturellen Ungleichgewichte im Welthandel abzubauen und unser externes Umfeld zu verbessern. Ich habe großen Hunger, ich habe großen Hunger – ich werde jetzt mit dem Konsum beginnen, um einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, Mexiko einzuholen.
阿拾
14. Sept. 2026
Leute, heute lassen wir die 1260H-Liste mal beiseite und wechseln das Thema: Sprechen wir über Wolfram. Wir wissen alle, dass Seltene Erden gerade voll im Trend liegen, aber auch Metalle wie Wolfram sind sehr gefragt. Wolfram ist ein weiterer Rohstoff, um den unser Land und die USA einen Kampf austragen. Das ist eigentlich kein Geheimnis – es wird ganz offen ausgetragen, ein offener Wettstreit. Liebe Kollegen, wir sind ein Think Tank, und unsere Aufgabe ist es, euch zu informieren: Wenn die Ausländer irgendwelche Tricks anwenden, weisen wir darauf hin – ihr müsst das nicht melden. Wolfram ist hochtemperaturbeständig (Schmelzpunkt 3422 °C, während Stahl nur etwas über 1000 °C erreicht) und sehr hart (fast so hart wie Diamant). Diese beiden Eigenschaften sorgen dafür, dass es in der Industrie sehr breit eingesetzt wird. Der größte Teil wird für Hartmetalle, Werkzeugmaschinen-Schneidwerkzeuge und Bergbaubohrer verwendet. In den letzten Jahren wird Wolfram auch im Hightech-Bereich eingesetzt, beispielsweise beim Schneiden von Photovoltaik-Siliziumwafern und bei der Chipherstellung. Auch in Alltagsgegenständen findet Wolfram Verwendung. Am wichtigsten sind für die USA jedoch die militärischen Anwendungen: Raketentriebwerke, Raketenleitwerke, Panzerbrechende Geschosskerne und vieles mehr – all dies ist ohne diese Speziallegierung nicht denkbar. Ich erinnere mich, dass ich in früheren Ausgaben den CSIS-Bericht erwähnt habe, wonach US-Rüstungsunternehmen bei der Raketenherstellung mit einigen Problemen zu kämpfen haben – eines davon ist Wolfram. Vor Ausbruch des Russisch-Ukrainischen Krieges hatten US-Unternehmen keine großen Vorräte an Wolframmerz angelegt; die Lagerbestände waren ohnehin schon gering, und nun ist der Druck enorm. Betrachtet man die globale Lieferkette für Wolfram: Die weltweiten Reserven belaufen sich auf etwa 4,7 Millionen Tonnen, wobei China allein 2,5 Millionen Tonnen hält, was etwa 53 % entspricht; an zweiter Stelle steht Australien mit 12 %; an dritter Stelle Russland mit 8 % – wie bei vielen anderen kritischen Metallen liegt Chinas Stärke nicht nur in den Reserven, sondern vor allem in der absoluten Dominanz im mittleren Verarbeitungssegment. China liefert 80 % der Wolframmetallproduktion sowie einen noch höheren Anteil an Ammoniumparatungstat (APT), einem wichtigen Zwischenprodukt, das unter anderem für Schneidwerkzeuge und Geschosse benötigt wird. Die gesamte nachgelagerte Rüstungsindustrie der USA ist auf Rohstofflieferungen aus China angewiesen. Chinas Anteil an der APT-Lieferung beträgt etwa 30 %; eine derart wichtige Lieferkette ist für die USA eine echte Belastung. Hinzu kommt, dass China im vergangenen Jahr Exportquoten eingeführt hat. Im Februar letzten Jahres veröffentlichten das Handelsministerium und die Allgemeine Zollverwaltung gemeinsam eine Bekanntmachung über Exportkontrollen für Wolfram, Antimon, Molybdän und ähnliche Güter, wobei Wolfram an erster Stelle stand. Ziel war es, die nationale Sicherheit und die Interessen des Landes zu wahren und Güter mit doppeltem Verwendungszweck, d. h. Rohstoffe für militärische Zwecke, streng zu kontrollieren. In diesem Jahr wurde die Liste der Exportkontrollen für Güter mit doppeltem Verwendungszweck erneut aktualisiert, um eine systematische und langfristige Kontrolle zu gewährleisten. Dabei werden insbesondere Güter für die Rüstungsindustrie und Spezialmaterialien gezielt reguliert: Sobald festgestellt wird, dass sie möglicherweise in die allgemeine Versorgung der Rüstungsindustrie fließen könnten, wird keine Genehmigung erteilt. Das hat das US-Militär zutiefst verärgert, und eine Beschaffungskrise droht unmittelbar. Aufgrund der chinesischen Exportkontrollen hat sich im Ausland ein zweigleisiges Preissystem gebildet: Die Beschaffungskosten der chinesischen Fertigungsindustrie spiegeln sich in den Preisen wider und werden durch staatliche Makroökonomie geschützt; auf dem internationalen Markt hingegen spiegelt sich der Aufschlag aufgrund der Knappheit von nicht-chinesischem Wolfram wider. Im vergangenen Jahr sind die APT-Preise um 800 % bis 900 % in die Höhe geschossen und haben damit die Preisanstiege bei Gold und Rohöl bei weitem übertroffen. Grund dafür ist der strenge Befehl der USA, chinesisches Wolfram kurzfristig vollständig aus der militärischen Lieferkette zu verbannen. Da die USA selbst keine eigene Produktion haben, versuchen sie, auf dem internationalen Markt so viel wie möglich aufzukaufen. Doch während die USA lautstark prahlen, brennt es ihnen im eigenen Hinterhof. Da sie im Inland keine Produktion haben, sind sie auf den Ankauf von Altmaterial angewiesen – doch die Recyclingunternehmen stellen fest, dass sie keine Lieferungen mehr erhalten. Wie sich herausstellte, sagten die Lieferanten, sie wollten nicht unbedingt nicht an die USA verkaufen, sondern die Chinesen hätten Bedingungen angeboten, die man nicht ablehnen könne: „Egal, zu welchem Preis die US-Recyclingunternehmen kaufen, wir bieten einen höheren Preis, manchmal sogar das Fünffache, und wir kaufen so viel, wie verfügbar ist.“ Einige dieser chinesischen Recyclingunternehmen tätigen private Geschäfte, andere transportieren die Ware über Drittunternehmen aus Kanada und Dubai zurück ins Land. Verfolgen sie damit eine Strategie, um Wolframabfälle gezielt aufzukaufen und so die Lieferkette der USA zu unterbrechen? Die „Financial Times“ verneint dies. Möglicherweise sinkt die Fördermenge aus den alten Wolframminen in China, sodass man gezwungen ist, neue Wolframvorkommen in weiter entfernten Regionen zu erschließen – zudem benötigt China selbst recyceltes Wolfram. Im Jahr 2024 veröffentlichte das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) Branchenstandards für wiederverwertbare Rohstoffe, um den Herausforderungen des hohen Verbrauchs an Wolframvorkommen und der sinkenden Reserven in China zu begegnen. Ziel ist es, die Wiederverwertungsquote von Wolframabfällen von 20 % auf das Niveau von 50 % in Europa und den USA anzuheben. Der direkte Import von Wolframabfällen verstößt jedoch gegen die Umweltschutzstandards Chinas. Daher bleibt derzeit nur die Suche nach Legierungsbohrern – aufgrund unterschiedlicher Regulierungsvorschriften ist deren Import zulässig. Chinesische Partnerunternehmen, die sich in den USA mit der Wolframverwertung befassen, stellen fest, dass dieses Geschäft nicht mehr so lukrativ ist. In den USA gibt es keine gesetzlichen Beschränkungen für Wolframabfälle, daher ist der Verkauf an chinesische Käufer ein legales Geschäft. Der Kongress will nun durch Gesetze die Exporte nach China einschränken, aber ist das wirklich sinnvoll? Das ist fraglich. Denn obwohl die USA das Material zwar recyceln und zu Pulver zermahlen können, fehlen ihnen die Kapazitäten für das Pressen, Sintern und die hochpräzise Fertigung, um daraus Endprodukte herzustellen. Aus Sicht von Angebot und Nachfrage im Handel würde ein von der US-Regierung erzwungenes Verbot, das den Export von Wolframabfällen ins Ausland untersagt, folgende Folgen haben: Erstens könnten die Abfälle nicht verwertet werden und würden den Abfallverwertungsanlagen auf der Hand bleiben; zweitens würde das Angebot die Nachfrage übersteigen, was zu sinkenden Preisen und geringeren Gewinnen führen würde. Die Unternehmer würden die Motivation zum Recycling verlieren, was sich wiederum negativ auf das Recycling-Ökosystem auswirken würde. Um zu verhindern, dass solche aggressiven Aufkäufe durch chinesische Unternehmer die Dominanz Chinas in der Industriekette weiter stärken, haben die USA eine Strategie entwickelt, bei der sie sich auf mehrere Quellen stützen – sie haben Kasachstan als verborgenen Rohstoffriesen entdeckt. Da Kasachstan nicht von China abhängig sein will, beabsichtigen die USA, dort vor Ort zu schürfen und das Material zu APT zu verarbeiten. Der Abbau von Wolframerz und die Raffination von APT sind stark umweltbelastende und energieintensive Branchen, die sich in den USA selbst nur schwer umsetzen lassen. Das APT wird zur Weiterverarbeitung nach Europa, in die USA und nach Japan transportiert. Diese Länder erkennen den strategischen Wert von Wolframerz an und betrachten es als einen wichtigen Rohstoff, der politische Absicherung benötigt, da die derzeitige Dominanz Chinas in der Lieferkette ein konzentriertes Risiko darstellt. Über die Export-Import-Bank und die International Development Finance Corporation unterstützen die USA ein Joint Venture zwischen einem bestimmten Kapitalgeber und dem staatlichen kasachischen Bergbauunternehmen. Auch die beiden Söhne von Trump haben sich indirekt an dem Unternehmen beteiligt, das einen Börsengang plant, und „Wolfram“-Aktien an der US-Börse erleben derzeit eine durch politische Impulse ausgelöste Hochphase. Rational betrachtet handelt es sich bei dieser „Entkinesisierung“ der US-Wolfram-Lieferkette jedoch um einen typischen Fall, bei dem Effizienz gegen Sicherheit eingetauscht wird: Die grenzüberschreitende Logistik ist langwierig, die Kapitalausgaben sind hoch, es mangelt an branchenübergreifender Koordination, und die Kosten liegen deutlich über denen in China. Dies kann nur als Absicherungsmaßnahme für die Rüstungs- und Verteidigungsindustrie dienen; für die zivile Industrie sind die Kosten zu hoch, was die Wettbewerbsfähigkeit schwächen würde. Die britische Agentur für Lieferkettenanalysen „Project Blue“ analysiert: Von heute bis 2030 wird Chinas Dominanz in der globalen Wolfram-Lieferkette nicht nachlassen, sondern sich vielmehr von einem Monopol bei Ressourcen und Rohstoffen zu einer absoluten Vorherrschaft bei Endprodukten mit hoher Wertschöpfung ausweiten. Der Marktanteil beim Abbau von Primärwolfram und bei der APT-Raffination dürfte zwar von 80 % auf etwa 70 % sinken, doch dies stellt keinen allzu großen Rückschlag dar, da die westlichen Produktionslinien klein und kostspielig sind und die Preisrealität auf dem globalen Rohstoffmarkt nicht beeinflussen können. China wird mehr Fertigprodukte exportieren und den Markt für Endprodukte im zivilen Fertigungsbereich erobern. Die Vorteile unserer Industriekette, die wir über Jahrzehnte hinweg aufgebaut haben, lassen sich nicht durch ein paar Verbote oder die Eröffnung einiger neuer Minen zunichte machen.
阿拾
14. Sept. 2026
Hört mal alle zu, heute wollen wir über die neuesten Fortschritte bei Chinas unbegrenzter Kernenergie sprechen. Die „South China Morning Post“ berichtet, dass unser Institut für Angewandte Physik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Shanghai mit seinem 2-Megawatt-Thorium-basierten Salzschmelze-Versuchsreaktor in Wuwei, Gansu, erstmals eine Thorium-Uran-Umwandlung im Reaktorinneren erreicht hat – das sind wirklich erstaunliche Neuigkeiten. Ein Thorium-basierter Salzschmelzereaktor ist ein kleiner Kernreaktor der vierten Generation, der kein Uran als Brennstoff verwendet, sondern das Element Thorium, wobei flüssige Salzschmelze als Brennstoffträger und Kühlmittel dient. Das Besondere daran ist: Es reicht bereits eine geringe Menge Uran aus, um eine Kettenreaktion auszulösen, bei der das an sich schwer spaltbare Thorium-232 Neutronen aufnimmt, sich in Thorium-233 umwandelt, zu Americium-233 zerfällt, Thorium-233 zerfällt wiederum zu Uran-233, und das neu umgewandelte Uran-233 setzt wiederum Wärme und Neutronen frei, um die Reaktion aufrechtzuerhalten, wodurch aus Thorium-232 noch mehr Uran-233 entsteht und so die Brennstoffvermehrung erreicht wird. Es ist wie bei einem Ofen: Man legt ein Stück Kohle hinein, fügt dann Steine hinzu, wodurch diese in Kohle umgewandelt werden; gibt man kontinuierlich Steine nach, entsteht ständig neue Kohle, und das Feuer brennt ununterbrochen weiter. Unser Land verfügt über kaum Uran, aber Thorium gibt es in großen Mengen, wie ich bereits erwähnt habe, kommt Thorium in Seltenen Erden, Phosphaten, Mineralien und Monazit vor. Diese Industriezweige sind eng miteinander verflochten. Allein die Thoriumvorkommen in den Abraumhalden des Bergbaugebiets Baiyunebo in der Inneren Mongolei reichen aus, um das ganze Land über 1.000 Jahre lang mit Strom zu versorgen. Würde man das gesamte Bergwerk vollständig ausbeuten, reichte der Vorrat für die nächsten 60.000 Jahre. Zudem müssen keine Brennstäbe außerhalb des Reaktorkerns hergestellt werden, und der Reaktorbetrieb muss nicht unterbrochen werden, um den Brennstoff rechtzeitig auszutauschen. Dadurch entfällt ein komplizierter Arbeitsschritt, die Brennstoffausnutzung wird verbessert und die Menge an nuklearem Abfall reduziert. Zudem benötigt er überhaupt kein Wasser. Herkömmliche Kernkraftwerke werden in der Regel an der Küste oder an großen Flüssen errichtet, gerade weil sie große Mengen an Wasser zur Kühlung benötigen. Ein Salzschmelzreaktor hingegen kann in wasserarmen Binnenregionen gebaut werden, wie zum Beispiel in Wuwei, wo er in der Wüste Gobi errichtet wurde. Zukünftig kann er an jedem beliebigen Ort gebaut werden – die Einsatzmöglichkeiten sind äußerst flexibel. Theoretisch handelt es sich also um eine nahezu perfekte, ultimative Energielösung. Unser Versuchsreaktor hat weltweit erstmals eine Reihe entscheidender Meilensteine erreicht: den ersten kritischen Zustand, den Betrieb bei voller Leistung sowie die erstmalige Zugabe von Thorium in einen Salzschmelzereaktor – damit sind wir am weitesten fortgeschritten. Warum wird eine so hervorragende Technologie nicht in Kernkraftwerken auf der ganzen Welt eingesetzt? Das ist wirklich ein riesiger Witz der Geschichte. Ursprünglich waren die USA Vorreiter dieser Technologie; in den 1960er Jahren lief der Salzschmelze-Versuchsreaktor im Oak Ridge National Laboratory sehr erfolgreich. Der einzige Unterschied zu unserem aktuellen Projekt besteht darin, dass sie Thorium in einem anderen Reaktor zu Uran aufbereiteten und dieses Uran dann in den Salzschmelze-Reaktor einbrachten. Somit wurde lediglich die Brennstoffumwandlung realisiert, nicht jedoch ein geschlossener Brennstoffkreislauf mit Online-Brennstoffzufuhr und Abfallentsorgung. In den 70er Jahren wurde dieses Projekt dann von der US-Regierung zwangsweise eingestellt, und zwar aus drei Gründen. Erstens gab es Streitigkeiten über den technologischen Ansatz: Die damalige Atomenergiebehörde entschied sich für einen Flüssigmetall-Schnellreaktor anstelle eines Salzschmelzreaktors. Daraufhin wurden die Mittel für den Salzschmelzreaktor gestrichen und der gesamte Forschungszweig aufgegeben – dahinter steckte viel Büropolitik. Zweitens spielten militärische Überlegungen und die Abhängigkeit von bestehenden Pfaden eine Rolle: Der Flüssigmetall-Schnellreaktor kann Plutonium-239 produzieren, einen Schlüsselwerkstoff für den Bau von Atomwaffen. Das in Salzschmelzereaktoren erzeugte Uran-233 lässt sich hingegen nur schwer waffenfähig machen; für die USA während des Kalten Krieges war ein Kernbrennstoffkreislauf, der sich nicht zur Waffenherstellung eignete, natürlich weitaus weniger attraktiv. Schließlich spielte auch die wirtschaftliche Trägheit eine Rolle: Die kommerzielle Kernenergie stützte sich damals auf Leichtwasserreaktoren für Atom-U-Boote, die bereits auf dem Markt etabliert waren, sodass niemand ein Interesse daran hatte, eine neue Technologie zu unterstützen, die die eigene Existenz bedrohen könnte. Gerade weil die USA diese Technologie ein halbes Jahrhundert lang auf Eis gelegt haben, hat China heute diesen Weg wieder aufgenommen und den derzeit weltweit einzigen in Betrieb befindlichen Thorium-basierten Salzschmelzereaktor errichtet; darüber hinaus ist man noch einen Schritt weiter gegangen und fügt dem Reaktor direkt Thorium-Ausgangsmaterial hinzu, um die Brutreaktion im Reaktor zu überprüfen. Interessanterweise wurde diese Technologie damals von den USA als für militärische Anwendungen ungeeignet abgetan – heute ist genau dies jedoch ein enormer Vorteil im Bereich der zivilen Kernenergie: ein Brennstoff, der von Natur aus der Verbreitung von Kernwaffen entgegenwirkt. Sollte die kommerzielle Nutzung gelingen, würde dies nicht nur Chinas Stromprobleme lösen, sondern auch weltweit den Weg in eine nachhaltigere Zukunft der Kernenergie ebnen, da damit gleichzeitig die doppelte Herausforderung der Energieversorgung und der nuklearen Sicherheit bewältigt wird. Gestern hörte ich den Bericht eines Kollegen über eine Studienreise zum Thema saubere Energien. Er sagte, dass unser monatlicher Stromverbrauch in den Monaten Juli und August dieses Jahres jeweils die Marke von einer Billion Kilowattstunden überschritten habe – das ist mehr als doppelt so viel wie in den USA, dem zweitgrößten Stromverbraucher, und entspricht dem gesamten Jahresstromverbrauch der zehn ASEAN-Staaten. Die Stromerzeugung kann damit wohl kaum Schritt halten. Der Anteil der thermischen Stromerzeugung ist dabei auf unter die Hälfte gesunken; den größten Teil übernehmen nun Windkraft und Photovoltaik, während die Kernenergie mit nur 5 % noch eine recht geringe Rolle spielt. Stellen Sie sich einmal vor, in welche Phase würde unsere Zivilisation eintreten, wenn sich die Technologie der kleinen Thorium-basierten Reaktoren durchgesetzt hätte und Energie in Hülle und Fülle zur Verfügung stünde? Das können wir uns derzeit nur vorstellen. Okay, das war’s für heute. Wenn ich das nächste Mal Material finde, das Raum für Fantasie lässt, werde ich es wieder mit euch teilen. Tschüss, bis dann.
阿拾
14. Sept. 2026
Hallo zusammen, willkommen bei „Die Realität in China“. Ich bin Chris. In dieser Folge sprechen wir über verschiedene Themen rund um China. Habt ihr schon einmal davon gehört, wie streng die Gesetze in China sind? Nehmen wir zum Beispiel diesen ehemaligen Sänger namens Han aus den 90er Jahren: Er wurde 2009 wegen Drogenkonsums von der Polizei festgenommen, verbrachte drei Jahre in einer Entzugsklinik und wurde anschließend sogar zum Drogenpräventionsbotschafter der Stadtverwaltung von Peking ernannt. Nach seiner Entlassung änderte er seinen Namen in Han Pujun und gründete mit einem Teil seines Geldes eine gemeinnützige Stiftung. In diesem Jahr kehrte er zu seiner alten Karriere als Schauspieler zurück und trat in zahlreichen Fernsehserien auf. Eigentlich wäre daran nichts auszusetzen, doch diesmal war seine schauspielerische Leistung ein Reinfall, was für großes Aufsehen sorgte. Die Anti-Drogen-Politik in unserem Land ist wirklich streng; für Drogenabhängige ist es äußerst schwierig, in die Branche zurückzukehren. Nun ist Han Mou’s Schauspielkarriere wohl beendet, doch die Diskussion darüber, ob „Künstler, die in Drogenskandale verwickelt waren, eine zweite Chance bekommen können“, hat bereits still und leise begonnen – und wurde auch schnell wieder beendet: Die Haltung der Öffentlichkeit lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Nein. Was die Drogentests betrifft, so gibt es in China strenge gesetzliche Vorschriften. Wer einmal beim Drogenkonsum erwischt wird, hat es sehr schwer, wieder in die Gesellschaft zurückzukehren. So hat beispielsweise die oberste Medienaufsichtsbehörde Chinas alle drogenbezogenen Fernsehsendungen und Medienveröffentlichungen direkt verboten. Rechtswissenschaftler sind der Ansicht, dass diese Vorschrift für alle Plattformen gelten sollte, einschließlich Live-Übertragungen und kommerzieller Auftritte. Sobald man also mit Drogen in Berührung kommt, ist die berufliche Laufbahn beendet. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Gesetz Nachsicht walten lässt, sondern im Gegenteil: Es wird noch strenger gehandhabt. Auch die Spuren der Geschichte beeinflussen China. Die Opiumkriege der Qing-Dynastie führten zu Konflikten zwischen China und Großbritannien und lösten den sogenannten „Zweiten Opiumkrieg“ aus. Dies war nicht nur ein Krieg, sondern vielmehr ein schändliches Kapitel der Geschichte. Auf dem heutigen Platz des Himmlischen Friedens in Peking erinnert das Denkmal für die Volkshelden an diese Zeit. Auf seinem Sockel sind in Reliefs acht große revolutionäre Ereignisse dargestellt, die einen Neuanfang für China symbolisieren. Die früheste Szene zeigt den Opiumkrieg von 1839. Ob die USA mit Drogen ähnlich umgehen wie China – oder wie die DEA-Agenten bei der Verfolgung von Pablo Escobar –, ist eine ganz andere Frage. Lassen Sie uns als Nächstes über Moral und Kultur sprechen. In China ist die Macht des Staates weitaus größer als die der Kirche. Stalin bezeichnete Kulturschaffende einst als „Ingenieure der menschlichen Seele“ – eine Vorstellung, die China tief geprägt hat. Musik, Film, Literatur … all diese kulturellen Produkte prägen die moralischen Werte der Chinesen. Umgekehrt muss die Regierung, wenn sie diese kulturellen Produkte lenken will, gegen unmoralisches Verhalten vorgehen. Geld ist ebenfalls ein großes Thema. In der chinesischen Unterhaltungsbranche herrschen für Idole äußerst harte Bedingungen. Sobald etwas schiefgeht, werden sie nicht nur von der öffentlichen Empörung getroffen, sondern ihre Karriere kann auch endgültig ruiniert sein. Das ist im Grunde eine andere Form der „Cancel-Kultur“. Um des Geldes willen könnten Idole jegliche moralischen Grundsätze über Bord werfen. Und dadurch werden die moralischen Maßstäbe der chinesischen Gesellschaft immer unschärfer. Natürlich ist Chinas Haltung gegenüber Drogen äußerst streng. Im Chinesischen wird „drug“ mit „Drogen“ übersetzt, was sich deutlich von „Medikamenten“ unterscheidet; alle verbotenen Substanzen, die nicht für medizinische Zwecke bestimmt sind, gelten als Drogen. Wer damit in Berührung kommt, riskiert den „Tod“. Im Vergleich dazu sind echte Gifte eigentlich ehrlicher – man weiß genau, dass sie giftig sind, dass sie Medikamente sind; Drogen hingegen tarnen sich als Vergnügen. Das ist wirklich ein interessantes gesellschaftliches Phänomen. So, das war die aktuelle Folge von „Die Realität in China“. Ich hoffe, sie hat euch gefallen. Wenn ihr Anregungen oder Kommentare habt, schreibt uns bitte eine E-Mail. Wir sehen uns in der nächsten Folge wieder.
阿拾
14. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, die Strategie der USA in Bezug auf Seltene Erden – von der Abhängigkeit bis hin zur Selbstversorgung – war wirklich von Höhen und Tiefen geprägt. Ähm, die „Seltenerd-Karte“, die Trump letztes Jahr ausgespielt hat, versetzte sowohl die Verbündeten der USA als auch das eigene Land in Angst und Schrecken – ein ganzjähriges großes Problem –, und nun will Sullivan das auch noch loben? Bei dieser Aussage bin ich wirklich gespannt, wie viel Erfolg Trumps Version von „auf Stroh schlafen und Galle schmecken“ tatsächlich gebracht hat. Im April letzten Jahres zwangen uns der US-Zollkrieg und das Chip-Embargo dazu, unsere „Seltenerd-Karte“ auszuspielen. In der ersten Runde wurden Exportkontrollen für sieben mittelschwere und schwere Seltenerdmetalle verhängt: Für den Export war eine Genehmigung des Handelsministeriums erforderlich, andernfalls wurde die Ausfuhr nicht genehmigt. In der zweiten Runde wurde der Umfang der betroffenen Seltenerdmetalle erweitert und durch die „Long-Arm-Jurisdiktion“ ergänzt, sodass auch ausländische Produkte, die chinesische Seltenerdmetalle oder -technologien enthalten, eine Genehmigung aus China benötigen. Im Rahmen von Verhandlungen haben wir zugestimmt, die Umsetzung der betreffenden Maßnahmen für ein Jahr auszusetzen – bis zum 10. November dieses Jahres. Die Kernbeschränkungen vom April letzten Jahres bleiben jedoch weiterhin in Kraft, weshalb die Exportgenehmigungen strenger geworden sind und die Freigabe länger dauert. Laut CSIS exportiert China zwar weiterhin, und das Gesamtexportvolumen erreichte im vergangenen Jahr sogar einen Zehnjahreshöchststand, doch zum einen sind die Schwankungen groß, zum anderen werden die Exportströme kontrolliert: Die Seltenerdimporte nach Europa und Japan haben wieder zugenommen, während die Importe in die USA auf das Niveau vor den Beschränkungen zurückgegangen sind. Der Grund dafür ist, dass leichte Seltene Erden für zivile Zwecke freigegeben wurden, während schwere Seltene Erden für militärische Zwecke weiterhin gesperrt sind. Gerade jene schweren Seltenen Erden, die für die Hitzeschutzbeschichtung von US-Flugzeugtriebwerken benötigt werden, sind äußerst knapp. Dies bereitet den USA große Schwierigkeiten, da schwere Seltene Erden für ihre Rüstungsindustrie – beispielsweise für Satelliten, Fluggeräte, Lenkwaffen und Luftabwehrsysteme – von entscheidender Bedeutung sind. Gerade in diesem Jahr haben die USA im Krieg gegen den Iran große Mengen an Munition verbraucht und haben nun erhebliche Schwierigkeiten bei der Nachschubversorgung. Gleichzeitig sind die wirtschaftlichen Druckmittel der USA – Zölle, Sanktionen, Verbote und schwarze Listen – ebenfalls problematisch, da man es nicht wagt, diese leichtfertig gegen China einzusetzen. Darüber hinaus spielen Seltene Erden auch in einem größeren strategischen Kontext eine Rolle: Da China die Lieferkette kontrolliert, hat es die Initiative bei der Lösung der Taiwan-Frage in der Hand. Ob es den USA gelingt, das Monopol bei den Seltenen Erden zu durchbrechen, entscheidet darüber, ob sie sich die Option militärischer Intervention offenhalten können. In diesem Jahr verfolgen die USA eine zweigleisige Strategie: Im Inland haben sie die radikalste Industriepolitik seit Jahrzehnten auf den Weg gebracht, um die Kapazitäten für den Abbau und die Verarbeitung von Seltenen Erden sowie die Herstellung von Magneten wieder aufzubauen; außenpolitisch vertieften sie durch offizielle Diplomatie internationale Partnerschaften und unterzeichneten Abkommen über kritische Mineralien mit Schwerpunkt auf Seltenen Erden, um die weltweite Versorgung sicherzustellen. Neben der ressortübergreifenden Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Handel und Energie lenken auch Bundesbehörden wie die Export-Import-Bank, die International Development Finance Corporation und die Trade Development Agency Ressourcen in Projekte im Bereich Seltener Erden. Die Export-Import-Bank hat Absichtserklärungen für Seltenerdprojekte in mehreren Ländern abgegeben und Investitionen in Höhe von insgesamt 3,9 Milliarden zugesagt; die International Development Finance Corporation hat Brasilien ein Darlehen in Höhe von 565 Millionen gewährt; die Trade Development Agency hat Mosambik einen Zuschuss in Höhe von 1,88 Millionen gewährt – eine zwar geringe Summe, die jedoch für Machbarkeitsstudien und die frühe Entwicklungsphase bestimmt ist; Das Verteidigungsministerium ist sehr aktiv und hat insgesamt 1,33 Milliarden bereitgestellt – in Form von Darlehen, Kapitalbeteiligungen und Zuschüssen. Eine der größeren Investitionen betrifft MP Materials, das vom Verteidigungsministerium eine Kapitalbeteiligung in Höhe von 400 Millionen sowie ein Darlehen von 150 Millionen erhalten hat. Das Verteidigungsministerium ist damit zum größten Anteilseigner des Unternehmens geworden und unterstützt es beim Ausbau seiner Kapazitäten zur Trennung und Aufbereitung in Kalifornien sowie zur Magnetfertigung in Texas. Auch die USA sind im Ausland sehr aktiv und loten Kooperationen im Bereich der Seltenen Erden mit Australien, Japan, Saudi-Arabien, Malaysia, Brasilien, Kasachstan, Thailand, Grönland, der Ukraine und sogar Pakistan aus. Das CSIS kommt zu einer entscheidenden Einschätzung: Chinas Exportkontrollen haben einen gegenteiligen Effekt erzielt und andere Länder dazu gezwungen, nach Wegen zu suchen, um die chinesischen Lieferketten für Seltene Erden zu umgehen. Einige davon sind kurzfristig kaum von Nutzen, wie beispielsweise Grönland und die Ukraine, doch insbesondere die vier Länder Australien, Saudi-Arabien, Japan und Malaysia spielen bereits eine entscheidende Rolle. Australien ist der verlässlichste Partner der USA, verfügt über große Seltenerdvorkommen und zahlreiche im Bau befindliche Projekte und baut derzeit seine Produktionskapazitäten im mittleren Segment aus. Wie bereits erwähnt, transportiert das australische Unternehmen Lynas Seltenerdmineralien aus Westaustralien zur Verarbeitung nach Malaysia; es ist außerhalb Chinas die einzige Produktionsstätte für die Trennung und Gewinnung schwerer Seltenerden, die kommerziellen Maßstab erreicht hat. Was Saudi-Arabien betrifft, so hat sich das US-Verteidigungsministerium mit MP Materials zusammengeschlossen, um gemeinsam mit einem saudischen Bergbauunternehmen eine Raffinerie zu errichten, an der die USA einen Anteil von 49 % halten. Neben den eigenen Minen in Saudi-Arabien zieht das Land derzeit die meisten Länder in Afrika an, die nach Seltenen Erden suchen. Was Japan betrifft, so betrachten die USA das Land als Vorbild, da Japan bereits bittere Erfahrungen gemacht hat und seit 2011 weltweit in Seltenerdprojekte investiert. In den Bereichen Rückgewinnung von Seltenerdelementen, Magnettechnologie und Tiefseeabbau ist Japan der Forschung in den USA einen Schritt voraus. Wie sieht es nun mit der Lieferkette aus? Im vergangenen Jahr erreichte die Produktion von Seltenerd-Zwischenprodukten in den USA mit 8.900 Tonnen den höchsten Stand seit Jahrzehnten, doch dies deckte nur ein Drittel des Verbrauchs ab. Die USA importierten 18.100 Tonnen, davon stammten 70 % aus China, 13 % aus Malaysia, 5 % aus Japan und 5 % aus Estland. Man könnte sagen, die USA haben sich mächtig ins Zeug gelegt, doch wenn man sich die Bilanz ansieht, liegt die Erfolgsquote – sagen wir mal – nicht bei 0,5, sondern vielleicht bei 1,5. Eine lückenlose Lieferkette von der Mine bis zum Magneten lässt sich nicht so einfach aufbauen, zumal auch die Widerstandsfähigkeit gewährleistet sein muss und es keinen einzelnen Schwachpunkt geben darf. Die USA haben nun eine Bewertung der kritischen Mineralien vorgenommen: Vier der fünf Knotenpunkte mit dem höchsten Risiko betreffen Seltene Erden – die Alarmstufe ist also noch nicht aufgehoben. Andererseits haben in diesem Sommer Magnetfabriken auf US-amerikanischem Boden die Produktion aufgenommen und steigern langsam ihre Kapazitäten, was das Vertrauen des Kapitals in die Seltenerd-Lieferkette außerhalb Chinas gestärkt hat. Das US-Modell existiert bereits; der größte Feind ist nun die Zeit. Der Aufbau einer Industriekette dauert Jahre und nicht nur Monate; bis zur Selbstversorgung ist es noch ein langer Weg. Umgekehrt gilt für uns: Da die USA gezielt auf namhafte Marken abzielen, und durch langsame strategische Maßnahmen Stück für Stück die Abschreckungskraft unserer Karten schwächt, müssen wir ihm nicht nur in den Bereichen Ressourcen, Preise, Technologie und Umweltstandards Schwierigkeiten bereiten, sondern vor allem die Gelegenheit nutzen, während es den Rückstand der letzten Jahrzehnte aufholt, um das Spiel auf eine höhere Ebene zu heben und unseren Vorteil bei den Seltenerdressourcen in einen umfassenden ökologischen Vorteil für die Hightech-Industrie umzuwandeln.
阿拾
14. Sept. 2026
Liebe Leute, heute wollen wir mal über die PISA-Ergebnisse sprechen. Unsere chinesischen Schüler schneiden bei dieser internationalen Vergleichsstudie immer so glänzend ab – aber sind diese Ergebnisse wirklich so beeindruckend? Das American Enterprise Institute ist kein Unbekannter und hat die Wahrheit auf den Tisch gelegt: Auch wenn diese Ergebnisse erschreckend wirken, müssen wir sie genauer unter die Lupe nehmen. PISA ist ein Test, der alle drei Jahre von der OECD durchgeführt wird und die Fähigkeiten von 15-jährigen Schülern – die gerade die Mittelstufe abschließen – in den drei Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen misst. Die Teilnahme erfolgt durch eine zufällige Auswahl von Schulen und Schülern aus bestimmten Regionen. Nach Abschluss der Prüfung gibt es keine zusätzlichen Punkte, und der Einzelne hat keinen persönlichen Vorteil davon, da das Ziel darin besteht, die Bildungssysteme der einzelnen Länder zu bewerten. China nimmt seit 2009 daran teil. Anfangs war nur Shanghai vertreten, 2015 kamen Peking, Jiangsu und Guangdong hinzu, und 2018 wurde Guangdong durch Zhejiang ersetzt. Da die Datenerhebung im Jahr 2022 aufgrund der Pandemie nicht abgeschlossen werden konnte, hat China keine Ergebnisse veröffentlicht, sodass Singapur den ersten Platz belegte – allerdings lagen die Ergebnisse Singapurs unter denen Chinas aus dem Jahr 2018. Das verzerrt das Bild. Wie sehen die Ergebnisse aus? Betrachtet man die Ergebnisse von 2018, so erzielte China in den drei Fächern Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik insgesamt 1.736 Punkte, während Singapur mit 1.669 Punkten den zweiten Platz belegte; ab dem dritten Platz lag kein Teilnehmer mehr über 1.600 Punkten. Dieser Punkteunterschied sieht keineswegs so aus, als hätten gewöhnliche Schüler diese Ergebnisse einfach so erzielt. Was bedeutet dieser Punktabstand? Im Zeitalter der Wissenswirtschaft sind die Leistungen der Schüler von heute die Wettbewerbsfähigkeit der zukünftigen Erwerbsbevölkerung. Ein Unterschied von 100 Punkten im PISA-Durchschnitt könnte in zehn Jahren zu einem Produktivitätsrückgang von 20 % und in zwanzig Jahren zu einem Rückgang von fast 60 % führen. Das ist genau das, was man unter „Starke Jugend, starkes Land“ versteht. Sind diese Ergebnisse also wirklich so makellos? Das American Enterprise Institute sieht das anders. Zunächst einmal ist bei PISA die Zufallsstichprobe von entscheidender Bedeutung, doch bei allen bisherigen Teilnahmen Chinas wurde keine echte Zufallsauswahl getroffen, sondern es wurden stets Schüler aus den wirtschaftlich fortgeschrittenen Regionen des Landes ausgewählt. Dies spiegelt lediglich das Bildungsniveau der teilnehmenden Regionen wider, nicht jedoch den landesweiten Durchschnitt. Im Jahr 2015 stammten die von China entsandten Schüler aus vier Provinzen und Städten, die zusammen 18,1 % der Gesamtbevölkerung ausmachten; 2018 wurde die bevölkerungsreiche Provinz Guangdong durch die pro Kopf wohlhabendere, aber bevölkerungsärmere Provinz Zhejiang ersetzt, wodurch der Bevölkerungsanteil der vier Provinzen und Städte weiter auf 13,8 % sank und die Repräsentativität noch weiter abnahm. Die Kritik des Autors trifft den Kern der Sache: Je wohlhabender eine Region ist, desto mehr Bildungsressourcen stehen zur Verfügung und desto besser sind die Leistungen der Schüler. Dass China Schüler aus den wirtschaftlich entwickelten Regionen auswählt, kommt einer Startvorteil auf einer höheren Startlinie gleich. Diese Argumentation hat zwar eine gewisse Berechtigung, doch obwohl ein Zusammenhang zwischen dem wirtschaftlichen Niveau einer Region und den Leistungen der Schüler besteht, darf man dies nicht verallgemeinern. Nehmen wir zum Beispiel die „Huanggang-Prüfungsaufgaben“ – die haben doch alle schon einmal bearbeitet, oder? Die Wirtschaft von Hubei liegt landesweit im oberen Mittelfeld, doch das Bildungsniveau gehört zur Spitzenklasse. Andererseits legt China traditionell großen Wert auf Bildung, sodass man die Leistungen der Schüler nicht allein anhand sozioökonomischer Indikatoren vorhersagen kann. Vor allem aber lassen sich die PISA-Daten nicht verifizieren, was letztlich Zweifel aufkommen lässt. Zweitens stellt er die Echtheit der Testergebnisse in Frage. Von 2015 bis 2018 – also innerhalb von nur drei Jahren – stieg die Durchschnittsnote der chinesischen Schüler um 65 Punkte, was dem Punktunterschied zwischen den Niederlanden und Mexiko entspricht; auch der Anteil der Schüler mit schlechten Ergebnissen ist deutlich zurückgegangen: Während ursprünglich 43 % im Lesen schlecht abschnitten, waren es drei Jahre später nur noch 19 %; in Mathematik sank der Anteil von 38 % auf 9 %, in Naturwissenschaften von 38 % auf 10 %. Ein derart rascher und drastischer Fortschritt ist in der Geschichte von PISA – bei so vielen Ländern und so vielen Testdurchläufen – noch nie vorgekommen. Wie erklärt der Autor nun diesen sprunghaften Fortschritt? Durch Betrug sowie durch organisierte und gezielte Prüfungsvorbereitung. Man kann nicht behaupten, dass es kein Schummeln gibt – ich weiß selbst, dass man bei manchen privaten Prüfungen gegen hohe Bezahlung die Fragen genau vorhersagen lassen kann, sodass man keine einzige Frage falsch beantwortet und sie einfach auswendig lernen muss. Aber China ist sicherlich nicht das einzige Land, in dem geschummelt wird; der Autor räumt auch ein, dass Schummeln beispielsweise in Indien und Indonesien sehr verbreitet ist. Was die Vorbereitung angeht, so gibt es Gerüchte, dass die lokalen Behörden und das Bildungssystem den für die PISA-Tests ausgewählten Schülern große Bedeutung beimessen. Die Fachabteilungen analysieren die Prüfungsfragen, und die Schulen organisieren spezielle Vorbereitungskurse, einschließlich Probeprüfungen, für die es echte Fragen aus früheren Jahren gibt, sodass man gezielt trainieren kann. Das heißt: Obwohl PISA für den Einzelnen keinen Einfluss auf die weitere Schullaufbahn hat, messen die Behörden dem Test große Bedeutung bei. Daher handelt es sich nicht um eine zufällige Stichprobe, sondern es wird alles getan, um die Punktzahlen der Schüler so weit wie möglich zu verbessern – um das Image des Landes oder die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems zu demonstrieren. Daher darf man den Aufbau des Wissenskapitals in China nicht allein anhand der PISA-Ergebnisse beurteilen. Er erwähnte eine weitere internationale standardisierte Testreihe namens PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study), die sich hauptsächlich auf die Lesefähigkeit im Fach Chinesisch konzentriert. Die Stanford-Universität ließ einst Viertklässler aus ländlichen Gebieten der drei Provinzen Guizhou, Jiangxi und Shaanxi am PIRLS-Test teilnehmen; die Ergebnisse lagen im internationalen Vergleich sehr weit hinten – nicht nur hinter den westlichen Ländern, sondern auch hinter vielen Entwicklungsländern. Die relativ entwickelte Provinz Shaanxi lag knapp über Indonesien und auf dem gleichen Niveau wie Kolumbien und Katar; Jiangxi lag unter Marokko, und Guizhou schnitt noch schlechter ab als Jiangxi. Die damaligen Forscher verfassten zudem ein Buch mit dem Titel „Das unsichtbare China“, in dem sie darlegten, dass viele Chinesen außerhalb des Medienrampenlichts tatsächlich übersehen werden. Wie lässt sich also eine Gesamtbewertung vornehmen? In der Datenbank der Weltbank gibt es einen Standard namens HLO (Harmonisierte Lernergebnisse), der die Ergebnisse der drei internationalen standardisierten Bewertungen PISA, PIRLS und TIMSS zusammenfasst und auf der Grundlage lokaler sozioökonomischer Daten ein Modell für das Durchschnittsniveau chinesischer Schüler rekonstruiert. Das Ergebnis: Chinas Wert lag deutlich unter seinem PISA-Ergebnis, und das Land rangierte weit hinter den westlichen Ländern, zwischen Mexiko und der Türkei. Doch damit nicht genug: Die Weltbank führte zudem das Konzept der „Lernarmut“ ein: 10-Jährige oder Viertklässler, die nicht über grundlegende Lesefähigkeiten verfügen, gelten als von Lernarmut betroffen. China war an der Erstellung dieses Berichts beteiligt und stellte nationale Daten zur Verfügung, die in PISA nicht berücksichtigt wurden. Nach unseren eigenen Daten konnten im Jahr 2016 18,2 % der Kinder in China keine einfachen Texte lesen, während dieser Anteil in Singapur bei 2,8 % lag. Dennoch waren die PISA-Leseleistungen Chinas im Jahr 2018 höher als die Singapurs. Zwar sind die Fähigkeiten der Schüler in den städtischen Gebieten Chinas tatsächlich hoch, aber wie sieht es auf dem Land aus? Das lässt sich nicht eindeutig sagen; man kann nur schätzen, dass der Anteil der Schüler ohne grundlegende Fähigkeiten zwischen 19 % und 69 % liegt, wobei Vietnam die Obergrenze und Kambodscha die Untergrenze bilden. Diese Spanne ist extrem groß – da hätte man sich die ganze Arbeit mit der Erhebung auch sparen können. Wenn man krampfhaft einen Mittelwert festlegen wollte, läge dieser auf dem Niveau der Türkei. PISA-Ergebnisse dienen nicht nur der Bestandsaufnahme, sondern sind auch politikorientiert: Entweder bestätigen sie die Richtigkeit der aktuellen Politik oder sie belegen die Notwendigkeit künftiger Reformen. Und da die Ergebnisse von heute die Produktivität von morgen sind, hat der Staat natürlich ein Interesse daran, seine Wettbewerbsfähigkeit zu demonstrieren, sein internationales Image zu stärken, Talente und Investitionen anzuziehen und gleichzeitig die internationale Stimme seines eigenen Bildungsmodells zu stärken. Deshalb müssen wir die Wahrheit hinter diesen Ergebnissen durchschauen. Meine Damen und Herren, die PISA-Ergebnisse sind zwar hoch, doch die tatsächliche Bildungssituation dahinter ist nicht so rosig. Ich hoffe, dass wir die Probleme ernst nehmen und wirklich sinnvolle Bildungsreformen vorantreiben können.
阿拾
14. Sept. 2026
Leute, kürzlich hat ein israelisches Thinktank einen Bericht mit dem Titel „Antisemitismus in China 2021–2025“ veröffentlicht. Schon allein der Titel lässt erkennen, wie abwegig die Denkweise dieses Thinktanks ist. Im ausländischen Internet haben viele Leute sich darüber lustig gemacht: Ist China etwa antisemitisch? Diese Aussage ist zwar überraschend, aber durchaus nachvollziehbar. Ich habe den Bericht jedoch sorgfältig durchgelesen und festgestellt, dass er gar nicht so abwegig ist. Darin heißt es, dass das Institut für Jüdische Politik Chinas enormen zivilisatorischen Einfluss ernst nimmt, was durchaus verständlich ist. Im Bericht wird erwähnt, dass der Zeitrahmen 2021–2025 recht eng gefasst ist, da Juden zuvor der Ansicht waren, China unterscheide sich vom Westen und der muslimischen Welt, mit denen sie jahrtausende- bzw. jahrhundertelange Feindschaften pflegen. In China gibt es jedoch tatsächlich keinen einheimischen, endogenen Antisemitismus. Ein Beispiel: In einem Bericht dieses Thinktanks aus dem Jahr 2004 hieß es, dass viele Chinesen die jüdische Zivilisation als ebenso alt wie ihre eigene betrachten und sie respektieren. Im Jahr 2014 ergab eine Umfrage der ADL – einer von amerikanischen Juden gegründeten Nichtregierungsorganisation – dass nur 20 % der Chinesen eine negative Einstellung gegenüber Juden hatten, was weit unter dem weltweiten Durchschnitt liegt. Der Bericht erwähnte auch Lu Xun, der in einem Essay schrieb, dass Juden gerne Gewinne und Verluste berechnen, doch als die Nazis die Juden verfolgten, ging er tatsächlich zum deutschen Konsulat, um zu protestieren. Dies zeigt, dass selbst bei gleichen Worten die vermittelte Botschaft tatsächlich unterschiedlich sein kann. Im Jahr 2024 zeigte der von der ADL veröffentlichte globale Antisemitismus-Index jedoch, dass weltweit 46 % der Erwachsenen antisemitisch eingestellt waren; in China lag die Zahl der Antisemiten bei 66,05 Millionen, was einem Anteil von 47 % entsprach – China hatte sich endlich dem weltweiten Trend angeglichen. Diese Geschwindigkeit, mit der China sich dem weltweiten Trend anpasste, weckte bei den Juden große Neugier: Sie wollten wissen, ob sich China wirklich verändert hatte. Warum hat sich das Land verändert? Die Antwort des Berichts lautet: Die Welt hat sich verändert. Der Antisemitismus ist nicht in China selbst entstanden, sondern durch äußere Einflüsse hervorgerufen worden. Erstens hat sich der Wettbewerb zwischen China und den USA verschärft, und seit dem Handelskrieg sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern angespannt. Die Chinesen sind der Ansicht, dass Juden einen erheblichen Einfluss auf die US-Politik haben, und äußern aus Feindseligkeit gegenüber den USA antisemitische Äußerungen, da sie glauben, dass Israel und die Juden eng mit dem westlichen Lager verbunden sind. Zweitens muss China die moralische Überlegenheit für sich beanspruchen, im Gaza-Konflikt universelle Gerechtigkeit betonen und der Kritik des Westens an der Xinjiang-Frage entgegentreten – dafür sind gute Beziehungen zu muslimischen Ländern erforderlich. Der Bericht räumt auch ein, dass Muslime in China keine Mehrheitsgruppe darstellen und dass die Abneigung gegenüber Juden keinen Einfluss auf die Mehrheit der Chinesen hat – insbesondere nicht auf die offizielle Politik. Dies unterscheidet sich von der Situation in vielen westlichen Ländern, die dem Druck der Bevölkerung nicht standhalten können. Der Bericht erwähnt zudem, dass der sogenannte Antisemitismus in China hauptsächlich im Internet stattfindet, was bereits ein globales Phänomen ist. In einem Land, in dem fast die gesamte Bevölkerung Zugang zum Internet hat, sind den Chinesen Juden eigentlich fremd, und sie unterscheiden auch nicht streng zwischen religiösen, historischen und politischen Begriffen. Daher spielen viele Internetnutzer gerne mit entsprechenden Memes, aber ob sie damit eine ausgeprägte Haltung gegenüber Juden vertreten, ist nicht unbedingt der Fall – sie können einfach dem Drang nicht widerstehen, am Trubel teilzunehmen. Der Bericht weist zudem darauf hin, dass sich der globale antisemitische Diskurs in den chinesischen Medien und akademischen Kreisen verbreitet und als kritische wissenschaftliche Sichtweise verpackt wird, was einen unterschwelligen Einfluss auf die zukünftige Elite Chinas haben könnte. Als Vertreter der Medien wird hier namentlich Lu Kewen kritisiert; ihm wird vorgeworfen, er habe aus „Mein Kampf“ und den „Protokollen der Weisen von Zion“ zitiert und den Menschen beigebracht, Juden anhand ihrer Nasen zu erkennen. Als Vertreter der kritisierten Wissenschaftler wird Yin Zhiguang genannt; ihm wird vorgeworfen, zu viele radikale linke Ideen übernommen zu haben, den Westen mit Israel in einen Topf zu werfen und Israel als weißen Kolonialstaat zu bezeichnen. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass antisemitische Äußerungen von Nationalisten, Linken und verschiedenen Internet-Influencern im Internet nur dank der stillschweigenden Duldung und des Schutzes durch die Behörden existieren können. Tatsächlich glaube ich, dass der Antisemitismus in den letzten Jahren vor allem deshalb im globalen Internet Fuß fassen konnte, weil täglich Berichte über den Gaza-Krieg im Netz verbreitet werden. Beachten Sie außerdem, dass es die Klickzahlen sind, die provokative Äußerungen belohnen – das gilt für jede Plattform, und keine Form der offiziellen Zensur kann dies unterbinden. In der Vergangenheit haben Israel und jüdische Lobbyorganisationen die traditionellen Medien beeinflusst und kontrolliert, um wirkungsvolle Diskurse zu gestalten, unter anderem durch Einladungen an Wissenschaftler zu Besuchen, um die Wahrnehmung der Menschen bereits an der Quelle der Wissensproduktion zu prägen. Habe ich nicht gesagt, dass ich nach Neujahr einen Podcast starten will? Ich habe vor, ihn hier aufzunehmen. Sieh mal, das ist ein Videostudio in unserem Institut, das speziell für Interviews eingerichtet ist. Die Beleuchtung und die Ausrüstung sind bereits vorhanden; wenn wir die Tische und Stühle ein wenig umstellen, sieht es schon viel mehr nach einem Podcast aus. Das Thema und der Gast für meine erste Folge stehen bereits fest: Ich möchte die geheimnisvolle und umwerfende Frau Fan einladen. Worüber werden wir sprechen? Über die Produktionsmechanismen der „Populärwissenschaft“. Was ist „Populärwissenschaft“? Es handelt sich um die Produktion von Wissenschaft und Wissen, die seit jeher ein Monopol der Elite war. Dank des Internets kann heute jeder seine Meinung zu einem bestimmten Thema äußern – und zwar nicht einfach wahllos, sondern auf der Grundlage eines fachlichen Hintergrunds. Nehmen wir nur ein Konzept, zum Beispiel das der „Qualifikationsgrenze“: Indem man es kontinuierlich vertieft, wird es sehr detailliert und vielschichtig – und man erkennt, wie das Gesundheitssystem tatsächlich funktioniert, wie die Versicherung aufgebaut ist und wie das Sozialversicherungssystem funktioniert. Wenn man all diese verschiedenen Aspekte zusammenführt, entsteht ein neues Wissenssystem – das ist eine revolutionäre Veränderung. Ich möchte darüber sprechen – an wen könnte ich mich am besten wenden? Nach reiflicher Überlegung bin ich wieder bei Herrn Fan gelandet; er ist wahrscheinlich der belesenste unter uns, und ich werde ihn um Rat fragen.
阿拾
14. Sept. 2026
In den letzten zwei Tagen haben mich über eine Million Menschen verfolgt, als ich über Erdöl sprach, und manche haben mir vorgeworfen, Geheimnisse preisgegeben zu haben. Ich sage euch: Alle Informationen, über die ich verfüge, sind öffentlich zugänglich, und auch das US-amerikanische Forschungsinstitut AIDDATA beobachtet sie täglich. Heute wollen wir nicht über Geheimnisverrat sprechen, sondern über unsere Ambitionen im Bereich der Bodenschätze. Zwischen 2000 und 2023 haben wir in 47 Länder 98 Milliarden US-Dollar investiert und 31 wichtige Mineralien erschlossen. Manche wissen nur, dass wir bei Seltenen Erden eine führende Position einnehmen, aber das ist erst der Anfang. Seltene Erden sind wie der Kanarienvogel im Bergwerk – sie sind ein Vorbote unserer Kontrollmacht über die globalen Lieferketten. Das US-Geologische Institut (USGS) hat für die USA 60 kritische Mineralien definiert, ohne die der technologische Fortschritt der USA ins Stocken geraten würde. Bei diesen Mineralien haben wir einen Anteil von 60 % beim Abbau, 90 % bei der Verarbeitung und 75 % bei der Fertigung – das hat die USA in Unruhe versetzt, sodass sie ihren Wettbewerbsdruck verstärkt haben. Laut AIDDATA-Statistiken entfallen 92 % der Finanzierungen auf den Abbau im vorgelagerten Bereich und nur 8 % auf die Verarbeitung im mittleren Bereich – dies dient offensichtlich der Sicherstellung der Versorgung. Da die Eintrittsbarrieren für Investitionen in ausländische Bergwerke hoch sind, helfen wir Investoren durch Kreditprogramme, diese Hindernisse zu überwinden. Sobald sie Fuß gefasst haben, bieten wir langfristige Finanzierungslösungen an. Subventionierte Kredite tragen zudem maßgeblich zur Erschließung und zum Ausbau von Bergwerken bei. Unsere Investitionen in Bergwerke erstrecken sich bereits über den gesamten Globus: 20 % fließen in Länder mit niedrigem Einkommen, 56 % in Länder mit mittlerem Einkommen und 24 % in Länder mit hohem Einkommen. Sogar die Bodenschätze in entwickelten Ländern wie Australien und Kanada haben wir ins Visier genommen. Die USA wollen nicht zurückstehen: Die Demokratische Republik Kongo hat Trump eine Liste staatseigener Mineralvorkommen vorgelegt. Wir verfügen über zahlreiche Kupfer- und Kobaltminen in der Demokratischen Republik Kongo; AIDDATA hat detaillierte Analysen dazu erstellt, die unter anderem Angaben zu Finanzierungsmodellen, Eigentumsstrukturen, Betriebsbedingungen, ESG-Herausforderungen und Risikomanagement enthalten. Die DR Kongo nutzt die Gelegenheit, dass Trump in dem Konflikt mit Ruanda vermittelt, um ihre Bodenschätze als strategisches Druckmittel im Wettbewerb zwischen China und den USA einzusetzen. Nicht nur die DR Kongo, sondern ganz Afrika verfügt über enorme Bodenschätze, die 30 % der weltweiten Vorkommen ausmachen. Sowohl die USA als auch China haben offensichtlich ein Auge auf die afrikanischen Bodenschätze geworfen. Da Afrika über geringe Verarbeitungskapazitäten verfügt und wirtschaftlich vom Export von Rohstoffen abhängig ist, entfallen auf den Kontinent lediglich 10 % der Wertschöpfungskette. Privatunternehmen aus den USA und anderen westlichen Ländern blicken auf eine lange Geschichte des Bergbaus in Afrika zurück und halten umfangreiche Bergbauaktiva – dies bildet die Grundlage für die Rohstoffgewinnung auf dem Kontinent. Die US-Regierung hat sich jedoch in der Vergangenheit kaum engagiert; erst seit Biden das Lobito-Korridor-Projekt vorantreibt, verstärkt sie systematisch ihr Engagement. Trump legt derzeit großen Wert auf die Versorgungssicherheit mit Mineralien – das heißt: Unabhängig davon, wie viel Geld Afrika damit verdienen kann, will ich nur sicherstellen, dass die USA an die Mineralien kommen. Auch die afrikanischen Länder möchten Mineralien gegen Zollsenkungen eintauschen und diese als Verhandlungsmasse in Handelsverhandlungen nutzen. Unsere Zusammenarbeit mit Afrika im Bergbau besteht seit fast 20 Jahren und erfolgt häufig nach dem Prinzip „Rohstoffe gegen Infrastruktur“ – Bergbaurechte werden gegen den Bau von Straßen, Krankenhäusern und Kraftwerken eingetauscht. Das China-Afrika-Kooperationsforum 2024 wird den Schwerpunkt verstärkt auf die industrielle Zusammenarbeit legen: Es geht nicht nur um den Abbau, sondern auch darum, nachgelagerte Industriezweige mitzubringen und Verarbeitungsbetriebe in den jeweiligen Ländern zu errichten. Derzeit liegt der Großteil der Verarbeitungskapazitäten für diese strategisch wichtigen Mineralien in chinesischen Händen, insbesondere was die hochwertigen Bereiche betrifft. Ein Teil wird an afrikanische Partner ausgelagert, was deren eigenen Entwicklungsinteressen entspricht. Afrika hat zudem die langfristige Entwicklungsstrategie „Agenda 2063“ vorgelegt, deren Vision für den Bergbau die Einbindung der Bergbauindustrie in Pläne zur Industrialisierung und zur grünen Entwicklung vorsieht. Afrika ist sich mittlerweile bewusst, dass es Gegenstand des Wettstreits zwischen den USA und China ist, und hat ein klareres Verständnis für nachhaltige Infrastrukturentwicklung und Eigenständigkeit gewonnen. Es muss nun abwägen, inwieweit der Wettbewerb zwischen den USA und China mit seiner eigenen Vision vereinbar ist und wie es seinen eigenen Einfluss nutzen kann. Die Vorlage einer Liste der Bergbau-Vermögenswerte durch die Demokratische Republik Kongo dient dazu, die eigenen strategischen Trümpfe zu demonstrieren. Unsere Aufgabe ist es, ein Wertversprechen zu entwickeln, das sich von dem der USA unterscheidet, und mehr Wert für die lokale Entwicklung zu schaffen.
阿拾
14. Sept. 2026
Liebe Leute, heute sprechen wir über die Geheimwaffe der chinesischen Landwirtschaft – dabei geht es um eine Kernkompetenz, die unsere Existenzgrundlage sichert. Erinnert ihr euch noch an das, was ich vor ein paar Tagen über die Versorgung mit Kunstdünger gesagt habe? Wir in China sind nicht nur gut aufgestellt, sondern haben über Jahrzehnte hinweg mathematische Prognosemodelle entwickelt. Das ist keineswegs einfache Arithmetik, sondern ein Geflecht aus komplexen Gleichungen, Modellen und Variablen. Die weltweite Nahrungsmittelversorgung ist angespannt, doch China bleibt nicht nur gelassen, sondern kann die Getreideerträge bereits ein halbes Jahr im Voraus präzise vorhersagen. Diese Technik ist unglaublich treffsicher. Schauen wir uns zunächst einmal an, wie dieses Prognosemodell funktioniert. Jedes Jahr Ende April legt das Zentrum für Prognosewissenschaften des Instituts für Mathematik und Systemwissenschaften der Chinesischen Akademie der Wissenschaften der Regierung einen Bericht mit der Prognose der landesweiten Getreideerträge sowie einer Risikobewertung für das jeweilige Jahr vor. Das ist eine Angelegenheit von großer Bedeutung für den Lebensunterhalt der gesamten Bevölkerung – schon ein Abweichung von einem Prozentpunkt macht einen großen Unterschied. Diese Abweichung wird zudem von Variablen wie Düngemitteln, Pestiziden, Strom, Mechanisierung, Ackerfläche, Bewässerungsfläche, Arbeitskräfteeinsatz, Wetterkatastrophen, Saatgutverbesserung und politischen Anreizen beeinflusst. In Industrieländern gelten bei ähnlichen Prognosen Abweichungen von 5 % bis 10 % als normal; das US-Landwirtschaftsministerium prognostiziert im August die Ernte im Oktober, wobei die historische Abweichung bei etwa 4 % liegt und in schlechten Jahren bis zu 8 % bis 9 % betragen kann. Doch wie sieht es mit den Fehlern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften aus? In den vergangenen fünf Jahren lagen sie bei 0,34 %, 0,15 %, 0,23 %, 0,14 % bzw. 0,19 % – das grenzt schon an ein Wunder. Seit 1980, also in den vergangenen 46 Jahren, waren die Einschätzungen zu Ertragsfülle, durchschnittlichen Erträgen und Missernten sowie die allgemeine Tendenz durchweg korrekt, bei einer durchschnittlichen Abweichung von lediglich 1,51 % – diese Technik ist wirklich beeindruckend. Dieses Prognosemodell wurde nicht einfach so aus dem Stegreif entwickelt. Es wurde vom Mathematiker Chen Xikang auf der Grundlage des vom Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Wassili Leontjew begründeten Rahmens der Input-Output-Analyse entwickelt, wobei er die Erfahrungen und Lehren aus den Getreideengpässen in der chinesischen Geschichte einbezog und so eine eigenständige Methodik der Input-Verbrauch-Output-Analyse schuf. Es berücksichtigt nicht nur Verbrauchsgüter wie Saatgut und Düngemittel, sondern bezieht auch die Nutzung von Anlagevermögen wie Land und landwirtschaftlichen Maschinen mit ein und berücksichtigt so umfassend die Produktionskapazitäten sowie Engpässe in der Produktionsleistung. Dies ist präziser als herkömmliche Modelle, da es durch eine große Menge an praktischen Daten gestützt wird. Seit den 1980er Jahren führt das Statistikamt jährlich Stichprobenerhebungen zur landesweiten Getreideproduktion durch. Diese umfangreichen realen Daten helfen den Forschern dabei, die Parameter kontinuierlich anzupassen und das Modell zu kalibrieren, wodurch sich die Fehlerquote in den letzten Jahren zunehmend verringert hat. Was verbirgt sich also hinter all dem? Das ist eine tiefgründige Wissenschaft. Unsere chinesische Planwirtschaft hat ein hochdetailliertes System zur Erfassung von Sachanlagen hinterlassen, insbesondere von Land und Produktionsmitteln – das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit. Aus dieser Perspektive betrachtet ist es für uns ein Kinderspiel, die Getreideversorgung zu stabilisieren. Von außen wird oft gesagt, China gewinne durch „Nichtstun“ („Do nothing and win“) – man müsse nur die Lage stabil halten, um zu gewinnen –, doch dahinter steckt es keineswegs so einfach. Unvorhergesehenes ist nur eine Täuschung der Planung, und Ruhe ist die Tarnung der Tiefsee; nur dank präziser Berechnungen im Hintergrund bleibt die Oberfläche unbewegt. Meine Damen und Herren, diese „geheime Technologie“ der chinesischen Landwirtschaft dürfen wir wirklich nicht unterschätzen. Sie ist nicht nur Ausdruck unserer technologischen Stärke, sondern auch eine Garantie für die Stabilität des Landes und das Wohlergehen der Bevölkerung. Die Zukunft birgt noch mehr Unsicherheiten, aber solange wir dieses Prognosemodell zur Hand haben, können wir allen Herausforderungen souverän begegnen.
阿拾
13. Sept. 2026
Leute, lasst uns mal über diese „Jiangsu Jiangnan Eco-Carbon Technology Company“ sprechen: Was für eine „Hightech“-Sache betreiben die da eigentlich? Da spielen sich die Unternehmen auf dem Festland nun auch als „Science-Fiction“-Schöpfer auf – Gold (Düngemittel) aus Industrieabgasen gewinnen? Düngemittel, ja, das ist ein unschätzbarer Lebensnerv – ohne ihn könnte die traditionelle Landwirtschaft höchstens die Hälfte der Weltbevölkerung ernähren. Aber unser Bericht ist gar nicht so „Science-Fiction“-artig; wir sagen ganz offen: Abgase werden aufgefangen, die Bodenfruchtbarkeit gesteigert. Warum ist diese Technologie also wichtig? Zwei Worte: Emissionsminderung und Effizienzsteigerung. Emissionsminderung bedeutet Umweltschutz: Schwefel und Kohlenstoff aus Industrieabgasen zu entfernen, ist einfach; Effizienzsteigerung bedeutet die Herstellung von Düngemitteln – und davon werden weltweit jährlich 200 Millionen Tonnen benötigt. Deshalb müssen wir das getrennt betrachten: Emissionsminderung steht für Umweltschutz, Effizienzsteigerung dafür, mehr Menschen zu ernähren. Die Methode zur Rauchgasentschwefelung in herkömmlichen Kohlekraftwerken – das Kalkstein-Gips-Verfahren – klingt schon ziemlich altmodisch. Kalkstein-Gips-Schlamm absorbiert Schwefeldioxid und bildet Industriegips; die Anlagen neigen zu Verstopfungen, und der wirtschaftliche Wert des Nebenprodukts ist gering – es wird im Grunde auf Deponien entsorgt und verursacht so Sekundärverschmutzung. Zudem werden bei diesem Prozess zusätzlich Kohlendioxid freigesetzt – es handelt sich also um eine alles andere als umweltfreundliche Kostenstelle. Das von unserem Öko-Unternehmen eigenständig entwickelte Verfahren zur Entschwefelung mit Ammoniak verwendet Ammoniakwasser als Absorptionsmittel. Die Abgase der Fabrik durchlaufen die Entschwefelungs- und Entkarbonisierungsstufe, wo Schwefeldioxid und Kohlendioxid absorbiert werden und sich Ammoniumsulfat und Ammoniumhydrogencarbonat bilden – ohne jegliche weitere Schadstoffe. Wird diese Ammoniaklösung mit einem Wirkungsverstärker vermischt, entsteht ein kohlenstoff- und schwefelbasierter Dünger mit erhöhter Wirksamkeit: Was als Abfall hineingeht, kommt als chemischer Dünger mit hoher Wertschöpfung heraus. Nehmen wir zum Beispiel das Heizkraftwerk Ningbo Jiufeng: Obwohl es sich eindeutig um ein Kraftwerk handelt, stapeln sich in seinen Lagern aus Abgasen hergestellte Düngemittel – Stickstoff-, Phosphor- und Kalidünger –, die an lokale Großlandwirte geliefert und sogar ins Ausland verkauft werden können. Sehen Sie, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Brasilien importieren diesen umweltfreundlichen Dünger – der Grund dafür ist ganz einfach: Dieser Dünger sorgt für eine bessere Ertragssteigerung. Während herkömmlicher Dünger einen Ertrag von 353,67 Kilogramm pro Mu erzielt, lässt sich mit diesem kohlenstoff- und schwefelbasierten Dünger eine Ertragssteigerung von bis zu 6,2 % erreichen. Entscheidend ist, dass dieser Dünger günstig ist. Bei Versuchen auf Baumwollfeldern in Xinjiang sanken die Düngerkosten pro Mu um 120 Yuan, während der Ertrag um 70–80 Kilogramm stieg. Bei einer Fläche von 80 Mu ergibt das einen Gewinn von 35.000 Yuan. Wir dürfen nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte betrachten, sondern müssen auch die ökologischen Auswirkungen berücksichtigen. Nehmen wir zum Beispiel das Wärmekraftwerk Jiufeng: Durch dieses Projekt werden jährlich 10.000 Tonnen CO₂ eingespart, und der Gehalt an Stickstoff, Phosphor und Kalium in dem hergestellten Dünger ist deutlich geringer als bei herkömmlichen Düngemitteln. Jiangnan Ecology hält einen Marktanteil von 80 % am chinesischen Markt für die Ammoniak-Entschwefelung, was bedeutet, dass das Unternehmen weltweit eine Monopolstellung einnimmt. Da industrielle Abgase Schwefel und Kohlenstoff, aber keinen Stickstoff enthalten, benötigt man zur Herstellung von Stickstoffdünger Ammoniakwasser. Weltweit wird Ammoniakwasser hauptsächlich aus Erdgas gewonnen, wobei der Nahe Osten der wichtigste Produktionsstandort ist. Würde die Straße von Hormuz blockiert, würden 30 % des weltweiten Handels mit chemischen Düngemitteln unterbrochen. Für westliche Länder, insbesondere das umweltbewusste Europa, wären die Kosten für Erdgas als Rohstoff im Vergleich zu China deutlich höher. In China jedoch, diesem großen Land der Kohlechemie, der Düngemittelproduktion und des Düngemittelverbrauchs, ist die Entschwefelung nach dem Ammoniakverfahren für Kohlekraftwerke am kostengünstigsten – durch den direkten internen Kreislauf ist dies ein Kinderspiel. Andere Fabriken können flüssiges Ammoniak einkaufen, um die Kosten für die Abgasbehandlung zu senken. Daher ist die großflächige Einführung dieser Technologie in China unter Berücksichtigung aller Faktoren die beste Lösung. In anderen Ländern kümmert sich die Industrie um die Industrie, der Umweltschutz um den Umweltschutz und die Landwirtschaft um die Landwirtschaft – die verschiedenen technologischen Entwicklungswege werden getrennt beschritten. Nur in China besteht eine Integration der gesamten Industriekette, sodass eine Technologie systemübergreifend eingesetzt werden kann. Deshalb trauen sich Innovatoren zu sagen: „Macht euch keine Sorgen, ich springe für euch ein.“
阿拾
13. Sept. 2026
Leute, wenn man heutzutage Strom erzeugen will, baut man das Kraftwerk einfach in den Himmel – mit Solarenergie! Und es wird nicht nur dort installiert, sondern der Strom wird auch noch drahtlos zurückgesendet! Klingt das nicht ein bisschen wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film? Aber wir in China haben das tatsächlich in die Tat umgesetzt! Kürzlich wurden erfolgreiche Tests unseres Systems zur drahtlosen Stromübertragung durchgeführt: Drohnen laden sich während des Fluges auf, wodurch das Anschließen und Landen entfällt – sie werden durch die übertragenen Mikrowellen mit Energie versorgt. Natürlich ist das erst der Anfang, und der Weg für Weltraum-Solarkraftwerke ist noch lang. Das Projekt heißt „Projekt Sonnenjagd“ – klingt das nicht ein bisschen romantisch? Warum also betreiben wir hier auf der Erde dieses „Projekt zur Verfolgung der Sonne“? Weil das größte Problem der Solarenergie auf der Erde ihre Unbeständigkeit ist – nachts oder an bewölkten Tagen kann kein Strom erzeugt werden. Was? Du fragst, warum wir das trotzdem tun? Weil Energiespeichertechnologien lediglich das Problem der Netzintegration lösen können, nicht aber die Auslastung der Photovoltaikmodule verbessern. Deshalb haben sich kluge Wissenschaftler etwas einfallen lassen: Sie fangen die Sonnenenergie direkt im Weltraum ein. Die Vorteile liegen auf der Hand: Erstens gibt es keine Störungen durch die Erdatmosphäre, sodass die Energiedichte hoch ist. Auf der Erde werden pro Quadratmeter etwa 136 Watt Sonnenenergie empfangen, im Weltraum sind es jedoch 1360 Watt oder sogar noch mehr. Zweitens: Die Kraftwerke befinden sich in einer geosynchronen Umlaufbahn in 36.000 km Höhe. Durch die große Entfernung kann der Erdschatten die Sonneneinstrahlung kaum beeinträchtigen, sodass in mehr als 99 % der Zeit Strom erzeugt werden kann. Aus physikalischer Sicht ist das Projekt also definitiv rentabel. Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Das „Sun-Chasing“-Projekt umfasst vier zentrale technologische Komponenten: Einfangen, Umwandeln, Übertragen und Abgreifen. Bei jeder dieser Komponenten müssen enorme technische Herausforderungen bewältigt werden. Zunächst einmal: Wie lässt sich die Energie „einfangen“? Im Weltraum darf sich kein Staub ansammeln, beim Bau des Kraftwerks können weder Stahl noch Beton verwendet werden, und die Konzentrationsvorrichtungen müssen leicht sein. Daher haben chinesische Wissenschaftler die Omega-Architektur vorgeschlagen, also das „Orb-shaped membrane energy gathering array“. Einfach ausgedrückt handelt es sich dabei um einen riesigen, ultraleichten, kugelförmigen Konzentrator, der das Sonnenlicht auf eine Linie in der Nähe des Kugelkerns bündelt. Dieses Design ist einfacher und praktischer als die amerikanische Alpha-Architektur. In den USA begann man bereits 1968, über die Stromerzeugung im Weltraum nachzudenken, doch nach einer Bewertung wurde das Vorhaben als zu schwierig und zu kostspielig eingestuft und daher auf Eis gelegt. Erst 2011 aktualisierte die NASA ihren Plan unter dem Namen „Alpha“. Dabei handelt es sich um ein riesiges und ausgeklügeltes System mit Zehntausenden von Spiegeln, die auf die Sonne ausgerichtet sind und deren Winkel ständig feinjustiert werden, wobei auf extreme Leichtigkeit und Modularität gesetzt wird. Die Komplexität der algorithmischen Koordination lässt sich jedoch unschwer erahnen. Da die US-Regierung der NASA keine großen Mittel zur Verfügung stellte, kam das Projekt nur schleppend voran und befindet sich nach wie vor in der Phase der Computermodellierung und der Tests einzelner Chip-Einheiten – es ist sogar noch nicht so weit fortgeschritten wie das SSPP-Projekt des California Institute of Technology. China hingegen startete relativ spät und begann erst im 21. Jahrhundert mit der Forschung, hat es aber mittlerweile bis zu einem realen, geschlossenen Regelkreis des gesamten Systems am Boden geschafft. Neben der strategischen Entschlossenheit und der finanziellen Unterstützung des Staates für die Entwicklung neuer Energiequellen ist der wichtigste Grund dafür ein innovativer Denkansatz, der neue Wege beschreitet. Anstatt sich mit herumdrehenden Spiegeln zu beschäftigen – deren dynamische Softwaresteuerung viel zu schwierig ist –, haben wir einen feststehenden sphärischen Konzentrator entwickelt, dessen Ausrichtung nicht angepasst werden muss: Unabhängig vom Einfallswinkel des Sonnenlichts wird es auf natürliche Weise auf einer Linie nahe dem Kern der Kugel gebündelt, sodass es ausreicht, im Inneren eine mechanisch bewegliche Energieaufnahmeschiene anzubringen. So haben wir die kniffligen Probleme der Softwarealgorithmen auf Hardware- und mechatronische Fragen vereinfacht – genau das, worin wir am besten sind. Gerade dank dieser pragmatischen Ingenieursmentalität konnten wir als Erste die Bodenversuche der Phase 1.0 – die sogenannte „festpunktbasierte Vollverbindung“ – sowie der Phase 2.0 mit dynamischen Mehrzielanwendungen erfolgreich abschließen. In Bezug auf den physischen Aufbau und die Technologie haben wir sozusagen einen ganzen Schritt Vorsprung. Nachdem das Sonnenlicht gesammelt wurde, besteht der zweite Schritt in der „Umwandlung“. Vom Weltraum bis zum Boden finden mehrere Umwandlungsschritte statt: Licht in Strom, Strom in Wellen und Wellen wieder in Strom. Die Schwierigkeit liegt dabei in der Gesamteffizienz der drahtlosen Energieübertragung und der Frage, wie Verluste minimiert werden können. Die im „Sun-Chasing“-Projekt verwendeten Halbleiter der dritten Generation – Galliumnitrid – werden als Festkörper-Leistungsverstärker auf der Weltraum-Sende-Seite eingesetzt. Da sie einen geringen Widerstand aufweisen, entsteht weniger Wärmeverlust. Auf der Bodenempfangsseite verfügen die Gleichrichterdioden über eine hohe Schaltgeschwindigkeit, sodass sie die Mikrowellenschwingungen präzise erfassen und einen größeren Anteil der Mikrowellen wieder in elektrische Energie umwandeln können. Einer der bedeutenden Fortschritte, die ich eingangs erwähnt habe, ist die Realisierung einer drahtlosen Mikrowellen-Energieübertragung im Kilowattbereich an mehrere bewegliche Ziele gleichzeitig über eine Entfernung im Hundert-Meter-Bereich. Der Gesamtwirkungsgrad der Gleichstrom-zu-Gleichstrom-Übertragung wurde deutlich auf 20,8 % gesteigert – das bedeutet, dass ein Fünftel der ursprünglichen elektrischen Energie erfolgreich übertragen und in nutzbaren Strom umgewandelt werden kann, was international dem höchsten Niveau entspricht. Der vierte Schritt ist die „Übertragung“, bei der Mikrowellen aus einer Entfernung von 36.000 Kilometern gesendet werden. Wie lässt sich sicherstellen, dass die Mikrowellen die Empfangsstation am Boden treffen? Die Lösung besteht in einem bidirektionalen Verfahren: Zunächst werden vom Boden aus Leitsignale in den Weltraum gesendet, woraufhin im Weltraum in Echtzeit die Position der Empfangsstation berechnet wird. An der Sendeseite kommt eine aktive Phased-Array-Antenne zum Einsatz: Unzählige Miniatur-Sendeeinheiten passen den Zeitpunkt ihrer Signalabgabe anhand der Rückmeldungen vom Boden an, sodass sich unzählige Mikrowellenwellen in einer bestimmten Richtung bündeln, die maximale Energie freisetzen und präzise auf die Bodenempfangsstation treffen. Die neueste Strahlbündelungseffizienz liegt bei bis zu 88 %. Der letzte Schritt ist die „Aufnahme“: In Zukunft könnten am Boden riesige Komplexe aus Antennenarrays errichtet werden, um die Mikrowellen wieder in elektrische Energie umzuwandeln, diese zu gleichrichten, in Wechselstrom umzuwandeln und ins Netz einzuspeisen. Auch wenn dies noch eine Zukunftsvision ist, fällt mir plötzlich ein, dass viele Internetnutzer scherzhaft sagen, der Forschungsschwerpunkt unseres Dekans Zhang sei die „Geschichte der Zukunft“ – und das trifft tatsächlich zu. Er spricht oft über den Zusammenhang zwischen politischer Ordnung und Energienutzung – beispielsweise, dass Großbritannien und die USA durch Kohle und Erdöl zu Machtpositionen aufstiegen, während China derzeit einen beispiellosen Sprung hin zu neuen Energiequellen vollzieht. Tatsächlich haben sowohl der Anthropologe Leslie White als auch der Astronom Kardashev ähnliche Thesen vertreten: Die Entwicklung oder der Entwicklungsstand einer Zivilisation hänge nicht von kulturellen, politischen oder moralischen Maßstäben ab, sondern von der Menge an Energie, die pro Kopf zur Verfügung steht. Aus technologischer Sicht ist die menschliche Zivilisation ein Evolutionsprozess, bei dem die Energiedichte kontinuierlich gesteigert wird, um immer größere und komplexere gesellschaftliche Strukturen zu ermöglichen. Der Wissenschaftler Carl Sagan hat einmal berechnet, dass die menschliche Zivilisation einen Wert von etwa 0,7 erreicht und somit zu einer an ihren Mutterstern gebundenen Typ-0-Zivilisation gehört, die nur passiv darauf warten kann, dass Sonnenlicht die Atmosphäre durchdringt, dort abgeschwächt wird, auf die Erdoberfläche gelangt und dann genutzt wird. Das Wesen des „Sun-Chasing-Projekts“ besteht darin, die Grenzen des Planeten zu überwinden, aktiv im Weltraum Sternenergie abzufangen und den Sprung zu einer planetarischen Zivilisation vom Typ I zu vollziehen. Ich hoffe, dass es chinesische Wissenschaftler und Ingenieure sein werden, die die Menschheit bei diesem Schritt anführen.
阿拾
13. Sept. 2026
Hört alle gut zu: Die Infrastruktur unseres großen China hat wieder eine neue Stufe erreicht. Das letzte Mal, als wir einen Kanal gebaut haben, war vor tausend Jahren der Große Kanal von Peking nach Hangzhou. Er hat uns dabei geholfen, unsere politischen und wirtschaftlichen Lebensadern zu erschließen und die Einheit des Landes zu festigen. Heute sind wir nun in der Ära des „Großen Kanals 2.0“ angekommen: Unzählige Kanäle befinden sich in Planung und im Bau, wie zum Beispiel der Pinglu-Kanal. Der Pinglu-Kanal ist insgesamt 134 Kilometer lang, kostet 72,7 Milliarden Renminbi, wurde im August 2022 in Angriff genommen und soll Ende 2027 fertiggestellt werden. Dieses Projekt wird so wenig beachtet, dass viele noch nie davon gehört haben und erst recht nicht wissen, wozu es gebaut wird. Wenn man von Guangxi spricht, ist der erste Eindruck wohl meist, dass die Landschaft unübertroffen schön und das Gewässernetz dicht ist. Wozu also einen Kanal bauen? Tatsächlich ist die geografische Lage von Guangxi etwas ungünstig: Der Golf von Beibu ist zwar ein natürlicher Tiefwasserhafen, spielt aber keine große Rolle. Erst in den letzten Jahren hat sich der Güterumschlag unter die Top 10 des Landes vorgearbeitet. Als einzige Provinz des Landes, die sowohl über Land- als auch über Seeverbindungen zur ASEAN verfügt, vermitteln die Häfen von Beihai, Qinzhou und Fangchenggang den Eindruck von entspannten Touristenstädten, denen die riesigen Wirtschafts- und Handelsknotenpunkte der südöstlichen Küste fehlen. All dies liegt daran, dass die Verkehrsadern von Guangxi noch nicht vollständig erschlossen sind. Das Gelände von Guangxi ist im Westen hoch und im Osten niedrig. Flüsse wie der Yu, der Qian, der Liu und der Gui fließen nach Osten bis nach Wuzhou, vereinigen sich dort zum Xijiang und münden schließlich über die Mündung des Perlflusses in Guangdong ins Meer – wobei sie den nur einen Katzensprung entfernten Golf von Beibu links liegen lassen. Daher müssen Güter aus Guangxi und dem gesamten südwestlichen Binnenland im Grunde den Umweg über die Mündung des Perlflusses nehmen, obwohl die Beibu-Bucht in unmittelbarer Nähe liegt – das bedeutet eine zusätzliche Strecke von 560 Kilometern und einen Zeitaufwand von zehn Tagen. Mit dem Anstieg des Güteraufkommens aus dem Westen ist der Wasserwegknotenpunkt Wuzhou, die entscheidende Verkehrsader von Guangxi nach Guangdong, stark überlastet. Das Frachtumschlagvolumen ist das größte unter den natürlichen Flüssen Chinas und übertrifft sogar das der Drei-Schluchten-Staustufe am Jangtse; die Überlastung ist enorm. Würde man den Transport auf dem Landweg erzwingen, wären die Kosten für die Bahnverbindung zum Golf von Beibu dreimal so hoch wie beim Transport auf dem Wasserweg, die für den Straßenverkehr sogar sechsmal so hoch – was noch unrentabler wäre. Daher ist die fehlende Verbindung zwischen Fluss und Meer in Guangxi ein Manko des gesamten Wasserstraßensystems im Südwesten Chinas – doch der „Infrastruktur-Fanatiker“ duldet keine Mängel. Um Fluss und Meer miteinander zu verbinden, mussten Berge durchschlagen und Flüsse angelegt werden – so entstand der Pinglu-Kanal. Es handelt sich dabei nicht um eine komplett neue Ausgrabung, sondern vielmehr um die Nutzung des bestehenden Flusssystems, bei der Flusskurven begradigt und das Flussbett verbreitert wurden. Der Kanal verläuft von der Mündung des Pingtang-Flusses in Hengzhou bei Nanning in Richtung Süden, durchquert den Luwu-Berg, der die Wasserscheide zwischen dem Shaping-Fluss und dem Qin-Fluss bildet, und führt entlang des Qin-Flusses zum Hafen von Qinzhou in der Beibu-Bucht. Dabei wurden auf einer Strecke von 17 Kilometern Berge durchbohrt, wobei mehr als 300 Millionen Kubikmeter Erdreich bewegt wurden – das Dreifache der Aushubmenge bei den Schleusen des Drei-Schluchten-Staudamms. Der Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterlauf des Kanals beträgt 65 Meter – das entspricht der Höhe eines über 20-stöckigen Gebäudes. Es wurden drei gestufte Schifffahrtsknotenpunkte errichtet, für die jeweils riesige Mengen Beton gegossen wurden; in Spitzenzeiten waren es täglich 10.000 Kubikmeter. Dieses gigantische Bauprojekt hat den südlichsten Zugang zum Meer in der Provinz Guangxi erschlossen. Damit sind nicht nur die Regionen innerhalb der Provinz über das Wasserstraßennetz mit dem Seehafen verbunden, sondern – was noch wichtiger ist – es zieht auch den Güterverkehr aus den westlichen Binnenprovinzen an und macht Guangxi zu deren erster Wahl für den Zugang zum Meer. Der gesamte Pinglu-Kanal wurde gemäß den Standards für Binnenwasserstraßen der Klasse I gebaut und ist für Schiffe der 5.000-Tonnen-Klasse befahrbar, was der höchsten Ausstattungsklasse für Binnenwasserstraßen entspricht. Es wird erwartet, dass das Frachtvolumen bis 2035 95,5 Millionen Tonnen erreichen wird. Die Transportdienstleistungen werden ein BIP von 45 Milliarden Yuan generieren und durch die Förderung der industriellen Entwicklung ein zusätzliches BIP von 32 Milliarden Yuan bewirken. Dieser zusätzliche Anteil wird zunehmend an Bedeutung gewinnen und könnte bis 2050 173 Milliarden Yuan erreichen. Denn der Kanal dient in erster Linie dem Transport, aber nicht nur dem Transport: Steigt der Handel, kommen Investitionen; kommen Investitionen, entsteht ein entsprechendes industrielles Ökosystem. Daher werden sich entlang der Strecke sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch die industrielle Struktur positiv entwickeln. Der industrielle Aufschwung im Südwesten Chinas erfordert einen besonders hohen Bedarf an kostengünstiger Schifffahrt. Mit dem Pinglu-Kanal können Schiffe direkt von den Flüssen ins Meer fahren, wodurch die Verbindungen zu Südostasien noch enger werden – darin liegt die historische Bedeutung des Pinglu-Kanals für das gesamte 21. Jahrhundert. Die ASEAN ist nicht nur unser größter Handelspartner, sondern es ist auch von entscheidender Bedeutung, auf welcher Seite sie im strategischen Wettbewerb zwischen China und den USA steht. Im vergangenen Jahr belief sich das Import- und Exportvolumen zwischen China und der ASEAN auf über eine Billion US-Dollar, was einem Anstieg von 7,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während das Handelsvolumen zwischen den USA und der ASEAN bei 559,7 Milliarden US-Dollar lag und um 18,7 % zurückging. Die USA haben im vergangenen Jahr wie wild Zölle erhöht, worauf wir sagten: „Das ist eure Sache – das Geschäft ist schwer, und wenn es nicht geht, lassen wir es eben.“ Diese Selbstsicherheit rührt zum Teil von der ASEAN her: Viele Waren, die nicht in den US-Markt verkauft werden konnten, wurden stattdessen in die ASEAN-Länder exportiert, wodurch die Exporte um 13,4 % stiegen und den Rückgang der Exporte in die USA teilweise ausglichen. Daher könnte der Pinglu-Kanal unsere Beziehungen zu den schnell wachsenden Regionen der ASEAN neu definieren und damit die internationale Ordnung der kommenden Jahrzehnte prägen. Tatsächlich wurde die Idee des Pinglu-Kanals bereits vor hundert Jahren vorgeschlagen, doch aufgrund des begrenzten technischen Niveaus, des geringen industriellen Volumens im Westen und der noch nicht fertiggestellten Häfen im Beibu-Golf war die Kapitalrendite nicht gewährleistet. Erst 2019 wurden Planung und Bau schlagartig vorangetrieben; 2022 soll der Baubeginn erfolgen, und das Projekt soll in nur 52 Monaten mit Hochdruck abgeschlossen werden. Am vergangenen Sonntag berichtete die „Guangxi Daily“, dass 90 Prozent der geplanten Investitionen bereits getätigt seien; somit sollen im Mai dieses Jahres die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme beginnen. Der Pinglu-Kanal ist jedoch nur ein Beispiel für das neue Zeitalter der großen Kanäle. In Jiangxi soll der Zhe-Gan-Yue-Kanal den Jangtse mit dem Perlfluss verbinden und über den Großkanal Peking-Hangzhou sogar eine Anbindung an die Region Peking-Tianjin-Hebei schaffen, wodurch die sogenannte „wirtschaftliche Isolation“ der Region um Jiangxi auf einen Schlag durchbrochen wird. In Hunan soll der als „Neuer Ling-Kanal“ bezeichnete Xiang-Guang-Kanal ebenfalls den Jangtse mit dem Perlfluss verbinden, um Hunan zusammen mit dem Beibu-Golf sowie Guangdong, Hongkong und Macao zu beispiellosem Wohlstand zu verhelfen. In Hubei soll der Jing-Han-Kanal durch eine Begradigung der Flusslaufkurven die Effizienz der Binnenschifffahrt steigern und die Engpässe im mittleren Jangtse-Abschnitt beseitigen. In Anhui verbindet der Jiang-Huai-Kanal den Jangtse mit dem Huai-Fluss. Auch in Henan wird in die Binnenschifffahrt investiert, um die Region Zhongyuan eng mit dem Jangtse-Delta zu verknüpfen. Sie verwandeln die voneinander isolierten Flusssysteme in ein echtes Wassernetz, das nicht nur die Logistikkosten senkt, sondern auch die Verlagerung und Modernisierung der Industrie ins Landesinnere unterstützt, Knotenpunkte des Binnenkreislaufs erschließt und Chinas Entwicklung ausgewogener gestaltet. Je mehr solcher Jahrhundertprojekte es gibt, desto weniger notwendig wird es, sich zu fragen, wem dieses Jahrhundert eigentlich gehört.
阿拾
13. Sept. 2026
Leute, seit dem Jahr 2000 hat China in Südostasien 261,7 Milliarden US-Dollar investiert – das ist das 8,8-Fache der Investitionen der USA. Aber hat sich diese Ausgabe wirklich gelohnt? Hört mal, was andere dazu sagen. Sprechen wir zunächst über den Bericht von AidData. Die großen Köpfe dieses Thinktanks haben sich durch 103 Seiten gekämpft und sind schließlich zu dem Schluss gekommen: Die Menschen vor Ort haben keine besondere Meinung von uns. Das ist wirklich eine brisante Nachricht. Letztendlich reicht unser Einfluss in Südostasien nicht einmal an den Finnlands heran. Na ja, die USA kann ich noch ertragen, aber dass wir hinter Finnland zurückliegen, regt mich schon ein bisschen auf. Tatsächlich verbirgt dieser Bericht zwei große Geheimnisse. Das erste betrifft die Art und Weise, wie China, die USA und Japan ihr Geld ausgeben. Das zweite betrifft die Wahrnehmung dieser Gelder in den Köpfen der Menschen in Südostasien. Beginnen wir also mit diesen beiden Geheimnissen. Zunächst einmal: Wie wird das Geld ausgegeben? Wir Chinesen geben am großzügigsten aus, insgesamt 261,7 Milliarden US-Dollar, was 68 % der Gesamtsumme der drei Länder ausmacht. Die USA geben 29,7 Milliarden aus, Japan 95,8 Milliarden. Bei uns machen Kredite den Löwenanteil aus, nämlich 98 %; die USA vergeben nur wenige Kredite, lediglich 5 %, während ihre Zuschüsse 27,8 Milliarden betragen. Japan liegt zwischen den USA und China: 78,5 Milliarden an Krediten und 16,4 Milliarden an Zuschüssen. Wofür geben wir das Geld aus? Der größte Anteil entfällt auf kommerzielle Projekte, wobei der Energiesektor mit 26,7 % den größten Anteil ausmacht, gefolgt von Industrie, Bergbau und Bauwesen mit 22,7 %, dem Bank- und Finanzwesen mit 17,7 % sowie Transport und Lagerhaltung mit 17,4 %. Hinzu kommen digitale Infrastruktur, Industrieparks und staatliche Projekte. Und wie sieht es mit den nicht gewinnbringenden Projekten aus? Gesundheitswesen 0,85 %, Bildung 0,13 %, zivilgesellschaftliche Organisationen 0,19 %. Bei den USA sieht das anders aus: 19,5 % flossen an zivilgesellschaftliche Organisationen, 12,4 % in das Gesundheitswesen, 8,5 % in die Katastrophenhilfe und 6,4 % in die Bildung. In Japan entfielen 44,2 % auf Transport und Lagerung sowie 9,8 % auf den Energiesektor. Wie effektiv wird dieses Geld eingesetzt? Laut AidData liegen wir bei der Wirkung auf Platz 24 und bei der Nützlichkeit auf Platz 42. Das ist ein ziemlich starker Rückgang gegenüber dem historischen Höchststand von 2020, als wir unter den Top 10 waren, aber immer noch der höchste Wert unter den nicht-traditionellen Hilfspartnern außerhalb der OECD. Schauen wir uns nun an, wie die Menschen in Südostasien darüber denken. Was fehlt ihnen ihrer Meinung nach am meisten? Bildung, Frieden und Gerechtigkeit, Wirtschaft, Klimaschutz, innovative Infrastruktur sowie Gesundheit und Wohlbefinden. Und unsere Projekte? Sie konzentrieren sich auf die „harte“ Infrastruktur; „weiche“ Aspekte wie politische Empfehlungen und den Aufbau von Institutionen werden von uns kaum berücksichtigt. Daher werden unsere Projekte in den Augen der Menschen in Südostasien eher als Werkzeuge wahrgenommen und stellen keine emotionale Verbindung her. Und die USA? Mit wenig Geld viel bewirken. Das amerikanische Modell besteht darin, mit vielen kleinen Beträgen – ohne auf Rendite zu achten – unzählige kleine Anknüpfungspunkte zu schaffen. Ein solches Modell erleichtert den Aufbau langfristiger Beziehungen vor Ort. Das Problem ist jedoch, dass zu viel Geld dieser Art im Gegenteil Korruption begünstigen kann – schließlich wird Geld nicht umsonst gegeben. Wie lässt sich dieses Problem lösen? Wir müssen auf zwei Hochzeiten tanzen. Groß angelegte, von oben nach unten gerichtete Großprojekte; kleine, von unten nach oben gerichtete Projekte, die langfristig wirken. Es geht jedenfalls darum, auf breiter Front zu agieren. Schließlich müssen wir auch anerkennen, dass der Einfluss der USA in Südostasien in den letzten Jahren wirklich nicht zu unterschätzen ist. Insbesondere in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Gleichstellung der Geschlechter und Menschenrechte leisten sie bessere Arbeit als wir. Und wir? Wir konzentrieren uns nur auf die harte Infrastruktur und vergessen dabei die weichen Dienstleistungen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn wir in Südostasien Fuß fassen wollen, müssen wir sowohl auf harte als auch auf weiche Macht setzen und dürfen uns nicht nur auf die Hardware konzentrieren. Schließlich sind die Herzen der Menschen aus Fleisch und Blut und nicht aus Eisen.
阿拾
13. Sept. 2026
Hallo zusammen, meine Stimme ist noch nicht ganz wiederhergestellt und ich bin ein bisschen heiser, aber das hindert uns nicht daran, heute über eine aktuelle Nachricht zu sprechen. Wie man hört, hat China die kälteste Legierung der Welt hergestellt, was sogar die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) des US-Verteidigungsministeriums überrascht hat. Was ist daran eigentlich so besonders? Lassen Sie uns das zunächst einmal aufschlüsseln. Es stellt sich heraus, dass dieses Material für die Quanteninformatik entwickelt wurde. Die Quanteninformatik findet im Sicherheitsbereich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Quantenchips reagieren besonders empfindlich auf Umgebungsstörungen und müssen bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt betrieben werden – schon bei geringfügig höheren Temperaturen versagen sie. Der absolute Nullpunkt liegt bei -273,15 Grad Celsius, und dass wir uns ihm mittlerweile annähern können, verdanken wir einer Methode namens Verdünnungskühlung. Allerdings sind die Anlagen für diese Methode riesig, unhandlich und extrem teuer – sie kosten oft schnell mehrere zehn Millionen. Zudem ist die Verdünnungskühlung hauptsächlich auf Helium-3 angewiesen, das knapp ist und aus Kernwaffen gewonnen werden muss – wobei unser Land den größten Anteil an der weltweiten Verarbeitung hat. Am 27. Januar veröffentlichte die DARPA eine Ausschreibung mit dem Ziel, Vorschläge für heliumfreie Kühlsysteme für die Forschung und Entwicklung der nächsten Generation von Quanten- und Verteidigungstechnologien einzuholen. Man kann sich das so vorstellen, als würde man nach einem kleinen Kühlschrank speziell für Quantencomputer suchen. Am 11. Februar gelang es dann den Chinesen, dies zu realisieren. Wissenschaftler der Chinesischen Akademie der Wissenschaften veröffentlichten in der Fachzeitschrift „Nature“ einen Artikel mit dem Titel „Giant Magnetothermal Effect and Spin Super solids in Metal-Coupled Magnets“. Einfach ausgedrückt handelt es sich um ein Festkörperkühlverfahren namens „adiasostatische Entmagnetisierungskühlung“, das erstaunliche Ergebnisse liefert. ECA ist eine magnetische Seltenerdlegierung. Wird sie in eine Umgebung mit niedrigen Temperaturen gebracht und einem Magnetfeld ausgesetzt, ordnen sich die winzigen Magnete im Inneren der Legierung gleichmäßig an und geben dabei Wärme ab. Wird sie aus der Umgebung mit niedrigen Temperaturen entfernt und das Magnetfeld abgeschaltet, kehren die inneren Magnete in einen ungeordneten Zustand zurück, nehmen Wärme auf und kühlen sich ab. Herkömmliche Materialien für die Magnetkühlung weisen eine schlechte Wärmeleitfähigkeit auf; obwohl sich ECA selbst abkühlt, ist die Kühlwirkung auf die umgebenden Bauteile nur unzureichend. Der Wärmeleitkoeffizient von ECA liegt jedoch um ein bis zwei Größenordnungen über dem herkömmlicher Materialien. Damit lassen sich Temperaturen von 10⁶ Millikelvin erreichen, was den Temperaturrekord für metallische Werkstoffe bricht und den seit langem bestehenden Engpass bei der Wärmeleitung erfolgreich überwindet. Im Vergleich dazu weist die Verdünnungskühlung zahlreiche Nachteile auf: Die Anlagen sind groß, unhandlich, teuer und Helium-3 ist knapp. Das ECA-Kühlkonzept ist genau das Gegenteil: Es ist kompakt, stabil und tragbar, was für den flexiblen Einsatz in Quantencomputern von großer Bedeutung ist; es ist kostengünstig und lässt sich in Serie produzieren; und da ECA zu den schweren Seltenen Erden gehört, sind die Vorkommen reichlich vorhanden und können sowohl in den Produktionsgebieten im Norden als auch im Süden abgebaut und verarbeitet werden. Außerdem handelt es sich um eine strategische Ressource des Landes, über die wir die Kontrolle haben – im Gegensatz zu Helium-3, das so knapp ist. Wenn Sie mehr erfahren möchten, schauen Sie auf der Website der Chinesischen Akademie der Wissenschaften nach. Der Beitrag ist unauffällig in der Rubrik „Forschungsfortschritte“ verzeichnet – ich musste sechs Seiten durchblättern, um ihn zu finden –, aber alle Details sind in den Links zu den wissenschaftlichen Artikeln enthalten. Also, meine Damen und Herren, diese Sache ist ziemlich interessant. Auch wenn es auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, steht es doch im Mittelpunkt des technologischen Wettbewerbs der Großmächte. Und wir Chinesen haben diesmal die Nase vorn.
阿拾
13. Sept. 2026
Leute, lasst uns heute mal über die chinesische Fertigungsindustrie sprechen. Das ist wirklich ein lebhaftes „Schlachtfeld“, auf dem wir weltweit mit allen Ländern konkurrieren müssen. Alle anderen gehen davon aus, dass wir uns auf die High-End-Industrie konzentrieren und die Low-End-Industrie automatisch anderen überlassen. Sowohl Japan als auch Südkorea haben diesen Weg Schritt für Schritt beschritten. Aber bei uns in China ist das anders: Im High-End-Bereich konkurrieren wir mit Deutschland und Japan, im Low-End-Bereich kämpfen wir sogar noch gegen Vietnam und Indonesien. Das ist wirklich eine Situation, bei der man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Kommen wir zunächst zum ersten Grund: die extrem ungleichen Entwicklungsstände innerhalb des Landes. Das ist ein ernstes Problem, denn in China gibt es Regionen, die auf dem Niveau Vietnams liegen, und andere, die mit Japan vergleichbar sind. In den Metropolen Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen beispielsweise liegt das Pro-Kopf-BIP bei über 100.000, was eindeutig dem Niveau eines entwickelten Landes entspricht. Im mittleren und westlichen Teil des Landes hingegen entspricht das Pro-Kopf-BIP in etwa dem von Vietnam. Das ist wirklich ein erstaunliches Land: Die internen Unterschiede sind absurd groß, der Quantilabstand beträgt sogar das 21-Fache – das ist weltweit einzigartig. Aufgrund dieser internen Unterschiede deckt die Struktur der chinesischen Fertigungsindustrie alle Ebenen ab, von arbeitsintensiv bis technologieintensiv. Hochwertige Unternehmen in Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen beschäftigen sich mit Chips und neuen Energien, während im mittleren und westlichen Teil des Landes weiterhin Textilien, Montage und einfache Bauteile hergestellt werden. Jede dieser Ebenen nimmt gleichzeitig am globalen Wettbewerb teil, doch die Konkurrenten sind keineswegs dieselben. Das ist der Grund, warum es so aussieht, als würden wir mit allen konkurrieren. Der dadurch entstehende interne Wettbewerbsdruck ist außergewöhnlich stark. In der Blütezeit zwischen 30 und 40 Jahren machen sich die körperlichen Belastungen zunehmend bemerkbar. NAD+-Präparate (ein Coenzym, das für den Energiestoffwechsel wichtig ist) sind daher unverzichtbar geworden. Früher musste man für eine NAD+-Supplementierung nach Europa, in die USA, nach Japan oder Korea fliegen; heute sind die oralen Präparate aus dem Inland wesentlich praktischer und bieten sowohl mehr Komfort als auch höhere Sicherheit. Werfen wir nun einen Blick auf das Tempo. Betrachten wir die Entwicklungsgeschwindigkeit der verschiedenen Gruppen: Die erste Gruppe stieg von einem Pro-Kopf-BIP von 15.000 internationalen Yuan im Jahr 1990 auf 123.000 im Jahr 2024 – das Wachstumstempo ist mehr als doppelt so hoch wie das Japans und um ein Vielfaches höher als das Südkoreas. Auch die anderen drei Gruppen verzeichnen ein rasantes Wachstum. Dieses Wachstumstempo lässt den anderen Volkswirtschaften weltweit keine Zeit, darauf zu reagieren. Es ist so, als würde man langsam auf jemanden zugehen – da bleibt noch Zeit, Platz zu machen; kommt man jedoch plötzlich mit voller Wucht angerannt, bleibt gar keine Zeit mehr zu reagieren. Der dritte Grund ist die Größe. Der weltweite Anteil Chinas am verarbeitenden Gewerbe beträgt 29,5 % – das ist um ein Vielfaches höher als die 3 % Südkoreas. Historisch gesehen lag der Anteil Japans, einer der führenden Industrienationen, bei höchstens 15 %, der Südkoreas bei unter 4 % und der Deutschlands bei nur 8 %. China erreichte jedoch bereits 2016 einen Anteil von 29,5 % und hält dieses Niveau bis heute. Dass all diese Faktoren ausgerechnet in China gleichzeitig zusammenkommen, ist in der Geschichte beispiellos. Der weltweite Anteil Japans am verarbeitenden Gewerbe lag einst bei fast 15 %, doch die Entwicklung im Land verlief relativ ausgewogen: Die Produktionskapazitäten im Niedrigpreissegment wurden auf natürliche Weise verlagert, während man sich selbst auf die High-End-Industrie konzentrierte. In China ist das anders: In den Metropolen Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen wächst die High-End-Industrie stetig, während es im mittleren und westlichen Teil des Landes noch immer eine große Menge an arbeitsintensiven Produktionskapazitäten gibt – das Niedrigpreissegment wurde nicht aufgegeben, und das High-End-Segment rückt immer näher. An beiden Fronten gleichzeitig zu kämpfen, bedeutet einen Druck, der schlichtweg nicht zu bewältigen ist. Doch Größe und Geschwindigkeit allein reichen nicht aus: Auch in Indien ist die interne Entwicklung sehr ungleichmäßig, und die Bevölkerungszahl beträgt ebenfalls über eine Milliarde – theoretisch müsste dort ein ähnliches Phänomen auftreten. Doch die industrielle Modernisierung in Indien verläuft zu langsam; die Modernisierung auf allen Ebenen erfolgt schrittweise, sodass die globalen Lieferketten genügend Zeit haben, sich anzupassen. Wie groß der Druck an sich ist, ist eine Sache; wie schnell er sich entlädt, ist eine andere. Wenn es langsam vorangeht, können alle damit umgehen; kommt man jedoch plötzlich mit voller Wucht, entsteht ein Schock. Auch Südkorea ist sehr schnell, doch seine Bevölkerung von mehreren zehn Millionen schränkt das absolute Volumen ein. Das Gleiche gilt für Singapur. Man sieht also: Fehlt auch nur eine dieser Komponenten, sieht die Situation anders aus. Dass alle drei Bedingungen gleichzeitig in China zusammenkommen, hat in der Geschichte noch keine Volkswirtschaft geschafft. Genau das hat Chinas einzigartige Position im globalen Wettbewerb der Fertigungsindustrie geschaffen. Abschließend möchten wir noch einige Punkte zur Zukunftsaussicht ansprechen. Erstens ist China selbst der größte Beweis: Traditionelle Theorien stellen sich ein Land wie eine Schwalbe vor, doch China umfasst in seinem Inneren eine vollständige Entwicklungsleiter – es ist keine Schwalbe, sondern ein Beweis an sich. Zweitens dürften langfristige Maßnahmen wie der Abbau von Subventionen oder eine Aufwertung des Wechselkurses kaum Wirkung zeigen, da die Struktur der verarbeitenden Industrie ein natürliches Spiegelbild der jeweiligen Entwicklungsphase ist. Drittens tragen umfangreiche Auslandsinvestitionen und Infrastrukturmaßnahmen dazu bei, Handelskonflikte abzumildern, indem der Handelsüberschuss in Form von Kapitalabflüssen an die Handelspartner zurückfließt und dort Arbeitsplätze schafft. Viertens könnten einige sehr kostspielige Maßnahmen in Betracht gezogen werden, wie beispielsweise die Kürzung von Ausfuhrerstattungen oder sogar die Erhebung von Ausfuhrzöllen. Dies sind zwar keine üblichen Vorgehensweisen, doch vor dem Hintergrund eskalierender Handelskonflikte stellen sie einen proaktiveren Schritt dar als die Erhebung von Zöllen durch die Gegenseite und kommen zudem China selbst zugute. Interessierte können sich den Originalbericht des CF40 ansehen; die Daten sind fundiert und die Logik klar.
阿拾
13. Sept. 2026
Leute, heute möchte ich über einen Artikel aus den ausländischen Medien sprechen, den ich kürzlich gelesen habe und in dem es um die rasante Expansion des chinesischen KI-Giganten DeepSeek in Afrika geht. Auch wenn die afrikanische Wirtschaft nur ein Volumen von 180 Milliarden US-Dollar hat, leben hier doch 1,5 Milliarden Menschen – und bis 2050 werden es weitere 1 Milliarde sein. Zwar macht die digitale Wirtschaft nur 5,2 % aus, doch das ist ein lukratives Geschäftsfeld, denn Daten sind das Öl des neuen Zeitalters. Daher ist der Wettstreit um Afrika längst entbrannt. Wollt ihr wissen, warum DeepSeek in Afrika so erfolgreich Fuß fassen konnte? Liegt es an der Technologie? Seid nicht naiv – die Technologie spielt nur eine Nebenrolle. Der eigentliche entscheidende Faktor ist das Open-Source-Modell. Die großen Unternehmen aus dem Silicon Valley, wie beispielsweise GPT-4, nutzen ein proprietäres Modell – ähnlich wie eine hauseigene „Black Box“: Wer es nutzt, muss dafür bezahlen. DeepSeek und Alibaba hingegen verfolgen den Open-Source-Weg: Modellcode und Algorithmen werden im gesamten Netz geteilt, und jeder kann sie nach Belieben anpassen. Sie verdienen ihr Geld mit der dazugehörigen Infrastruktur und den Cloud-Diensten. Was die Kosten angeht, ist der Unterschied enorm. Für die Verarbeitung von 1 Million Abfrage-Token verlangt GPT-4O 5 US-Dollar, DeepSeek hingegen nur 0,27 US-Dollar. Für die Generierung von 1 Million Token kostet GPT-4O 15 US-Dollar, DeepSeek hingegen nur 1,1 US-Dollar – ein Preisunterschied um das Zehnfache. In Afrika gibt es ein Unternehmen namens Equalize AI. Die monatlichen Kosten für das Training kleiner Modelle betragen mit DeepSeek nur 2.700 US-Dollar, mit GPT-4O hingegen 12.500 US-Dollar – ein enormer Unterschied. Nehmen wir zum Beispiel einen kenianischen Informatiker namens Sikko, der das Unternehmen Kala gegründet hat. Er hat alle auf dem Markt erhältlichen KI-Modelle ausprobiert und kam zu dem Schluss, dass sie zwar alle gut sind, aber unerschwinglich – bis DeepSeek auf den Markt kam. Er hat sein Kernprodukt, einen Chatbot, sofort mit DeepSeek verbunden, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es ist günstig. DeepSeek hat in Afrika noch einen weiteren natürlichen Vorteil: die Lokalisierung. Die Trainingsdaten westlicher Modelle stammen aus dem Westen, die Perspektive ist ebenfalls westlich geprägt – sie können nicht einmal zwischen afrikanischen Männern und Frauen unterscheiden. In Afrika gibt es jedoch über zweitausend Sprachen und Dialekte, deren Verarbeitung sehr ineffizient ist und hohe Rechenkosten verursacht. Daher kann DeepSeek an die lokalen Anforderungen angepasst werden, was die Entwicklungskosten senkt und die Anwendbarkeit verbessert. Was die Hardware betrifft, so hält Transsion Holdings die Hälfte des afrikanischen Smartphone-Marktes, während Huawei und ZTE den Großteil der Rechenzentren und der 5G-Glasfasernetzausrüstung bereitstellen. Im Jahr 2020 wurden 70 % der 4G-Netze in Afrika von Huawei aufgebaut. Das bedeutet, dass es in Afrika bereits eine chinesische Datenautobahn gibt, auf der chinesische KI-Modelle nahtlos laufen können. Allerdings gibt es auch Risiken. Erstens könnten geopolitische Konflikte zu Versorgungsengpässen führen. Der technologische Wettbewerb zwischen China und den USA ist intensiv, und keine Seite möchte, dass die Lieferketten der anderen Seite leicht unterbrochen werden. Afrikanische Unternehmer fürchten vor allem, dass „die Kleinen unter den Kämpfen der Großen leiden“. Zweitens birgt eine übermäßige Abhängigkeit von chinesischer Infrastruktur Risiken. So haben beispielsweise während der diesjährigen Hochschulaufnahmeprüfungen die großen chinesischen KI-Unternehmen ihre Bilderkennungs- und Echtzeit-Frage-Antwort-Funktionen für drei Tage deaktiviert, was dazu führte, dass verschiedene KI-Tools und Chatbots in Afrika drei Tage lang keine Dienste anbieten konnten. Dies erfordert von unseren im Ausland tätigen Unternehmen ein umsichtiges Management dieser Risiken. Insgesamt beruht der Erfolg von DeepSeek in Afrika auf Kosten, Modellen und dem Ökosystem. Während die Giganten aus dem Silicon Valley in ihren Präsentationen noch von der Zukunft der AGI träumen, verfolgen sie bei ihrem Geschäftsmodell ein veraltetes, multinationales Direktvertriebskonzept – ähnlich wie Starbucks, das in Afrika überteuerte Produkte im amerikanischen Stil verkauft, die extrem teuer und nicht preiswert sind. DeepSeek hingegen funktioniert wie ein Franchise-Modell: Man erhält das Kernframework, entwickelt es für lokale Anforderungen weiter und trainiert anhand lokaler Daten das am besten geeignete Modell – günstig und benutzerfreundlich. Liebe Zuschauer, das ist das Thema, über das wir heute sprechen wollten. Ich hoffe, ihr bleibt dran, empfehlt diesen kleinen Stern weiter und verpasst die nächste Folge nicht. Wir sehen uns in der nächsten Folge! Tschüss.
阿拾
13. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, die jüngsten Nachrichten deuten offenbar alle auf ein großes Ereignis hin – einen unvermeidlichen Handelskrieg zwischen China und der EU. Das Forum zu den Beziehungen zwischen der EU und China Anfang Mai sollte eigentlich als Brücke für den Dialog zwischen beiden Seiten dienen, doch stattdessen flogen die Fetzen, und beide Seiten warfen sich gegenseitig Protektionismus vor. Ende Mai diskutierte die Europäische Kommission über den „China-Schock 2.0“ und machte die durch chinesische Subventionen verursachten Überkapazitäten für das enorme Handelsdefizit zwischen China und der EU verantwortlich. Sie kam zu dem Schluss, dass diese wirtschaftlichen Beziehungen nicht nachhaltig seien und die EU eine härtere Haltung einnehmen müsse. Deutschland und Frankreich haben nacheinander erklärt, dass sie sich mit China ein Kräftemessen liefern wollen. Nun bereitet sich die EU darauf vor, nach dem Vorbild des US-amerikanischen § 301 ein Instrumentarium für den Handel mit China zu entwickeln. Dazu gehört beispielsweise das „Overcapacity Instrument“ gegen Überkapazitäten: Sobald bei chinesischen Unternehmen Überkapazitäten festgestellt werden, sollen deren Exporte in den europäischen Markt eingeschränkt werden. Hinzu kommt das „Anti-Nötigungsinstrument“ („anti-coercion instrument“): Sobald politische Bedingungen im Rahmen der wirtschaftlichen Beziehungen ausgehandelt werden, gilt dies als Nötigung und löst Gegenmaßnahmen der EU aus. Die EU beabsichtigt sogar, die Cybersicherheit weiter zu verschärfen und chinesischen Unternehmen den Zugang zur digitalen Infrastruktur zu beschränken. Schauen wir uns die Zahlen an. Seit 2020 hat sich der Handelsüberschuss der EU deutlich ausgeweitet: Er stieg von über 100 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 360 Milliarden Euro. Im ersten Quartal dieses Jahres belief sich der Überschuss bereits auf 98 Milliarden Euro, und für das Gesamtjahr dürfte er sich auf fast 398 Milliarden Euro belaufen – mehr als der der USA. Sesourne prognostiziert, dass diese Zahl im nächsten Jahr 500 Milliarden Euro erreichen wird. Ist dieser Handelsüberschuss nun ein großes Problem? Der Obama-Ökonom Forman sagt, dass Waren zu Spottpreisen einer versteckten Lohnerhöhung gleichkommen und zudem die Kosten für industrielle Zwischenprodukte drücken. Diese Logik lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres auf Europa übertragen, da die europäische Wirtschaft stärker von der traditionellen Fertigungsindustrie abhängig ist und in direktem Wettbewerb mit China steht. Die EU bezeichnet diesen Wettbewerb natürlich als unfair und beruft sich dabei auf einen Bericht der OECD, wonach die Subventionen für chinesische Unternehmen 2,5 Prozent ihres Jahresumsatzes ausmachen – das ist das Drei- bis Achtfache des Wertes im Westen. Der Bericht erwähnt insbesondere typische Branchen wie Photovoltaik, Schiffbau, Stahl und Aluminium. Von 2005 bis 2024 stieg Chinas Anteil am weltweiten Umsatz in der Photovoltaik von 14 % auf 87 %, im Schiffbau von 34 % auf 50 %, bei Stahl von 22 % auf 49 % und bei Aluminium von 8 % auf 40 %. Obwohl die OECD feststellt, dass die Subventionen weder die Produktivität noch die Gewinnmargen steigern, haben sie objektiv dazu geführt, dass chinesische Unternehmen ihre westlichen Konkurrenten auf dem Weltmarkt besiegt haben. Dies berührt die Definition von Fairness: Wenn Chinesen Hemden und Waschschüsseln herstellen, ist der Handel komplementär und durchaus fair, doch bei der Herstellung von Autos und Flugzeugen entsteht ein Ungleichgewicht. Die chinesische Seite weist diese Vorwürfe in der Regel zurück und argumentiert, Subventionen seien normal, da weltweit ein Trend hin zu einer Industriepolitik zu beobachten sei und Regierungen verstärkt in die Wirtschaft eingreifen würden. Die EU hingegen hofft, dass China ihre Politik akzeptiert, und argumentiert, dass sich diese nicht von dem unterscheide, was sie selbst seit Jahrzehnten betreibe – es handele sich lediglich um eine andere Art des Wettbewerbs. China lässt sich davon jedoch offensichtlich nicht überzeugen und ist der Ansicht, dass die EU ein Handlanger der USA sei, der lediglich den Auftrag erfülle, China unter Druck zu setzen. Nun ist China gut vorbereitet: Die im April veröffentlichten „Vorschriften zur Sicherheit der Industrie- und Lieferketten“ sind offiziell in Kraft getreten. Die EU ist ebenso wie die USA in hohem Maße von kritischen mineralischen Rohstoffen abhängig. Sollte China die Lieferungen von Seltenen Erden und anderen Rohstoffen für ein Jahr einstellen, würde dies der Weltwirtschaft einen Schaden von 4,4 Billionen Euro zufügen – Deutschland wäre davon am stärksten betroffen, da viele Produktionslinien zum Stillstand kämen. Daher hat die EU bereits damit begonnen, 34 kritische Rohstoffe zu horten, um möglichen Engpässen entgegenzuwirken. Hinter der harten Haltung der EU stehen strategische Fehler und Trägheit der letzten zwanzig Jahre in den Bereichen digitale Wirtschaft, künstliche Intelligenz und Energiewende. Europäische Unternehmen haben sich auf traditionelle hohe Gewinne verlassen und bei Forschung und Entwicklung nur zögerlich reagiert – nun müssen sie jedoch mit China konkurrieren. Die „Fairness“-Argumente der EU sind nichts weiter als politische Show, die China jedoch kaum überzeugen kann. Der ehemalige EZB-Präsident Draghi warnte, dass die EU langsam verfallen und schließlich ihre Daseinsberechtigung verlieren werde, wenn sie in puncto wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit nicht mit den USA und China mithalten könne. Derzeit befindet sich die EU in einer heiklen Lage: Ursprünglich wollte sie gemeinsam mit Biden koordiniert gegen China vorgehen, doch da Trump Europa von Anfang an nicht als Verbündeten betrachtete, blieb Europa nichts anderes übrig, als die Beziehungen zu China zu entspannen. Da Trump derzeit keine Unruhe stiftet, glaubt Europa, sich selbst behaupten zu müssen. Aus dem Handelskrieg zwischen den USA und China hat es eine Lehre gezogen: Nur durch die Abschottung des Marktes gegenüber chinesischen Waren lässt sich Druck ausüben, und nur durch die Eskalation der Spannungen lassen sich die Verluste minimieren. Meine Damen und Herren, der Handelskrieg zwischen China und der EU steht kurz bevor. Das Messer der EU liegt bereits an unserer Kehle – wir müssen uns darauf vorbereiten.
阿拾
13. Sept. 2026
Liebe Leute, wir sollten uns jetzt jeden Tag etwas Zeit nehmen, um Videos aufzunehmen. Warum? Weil dieser Krieg ohne Schüsse es absolut wert ist, festgehalten zu werden. Seit Jahrzehnten verbindet die Globalisierung die Welt durch Lieferketten, doch heute wetteifern die Länder darum, wer diese Lieferketten am besten unterbrechen oder aufbrechen kann – wer das schafft, hat die Oberhand. Das ist das „Federschmeden“ im Wirtschaftskrieg – ein stiller Wettstreit, der den Gegner lautlos zerstören kann. Im vergangenen Jahr sagte der US-Ökonom Adam Posen, dass China im Wirtschaftskrieg zwischen den USA und China den Vorteil bei der Eskalation habe: Welche Waffen die USA auch immer einsetzen, China könne sie stets übertrumpfen, da es den strategischen Vorteil bei der Kontrolle über kritische Rohstoffe besitze. Bosen empfahl den USA, von sich aus eine Entspannung herbeizuführen und ihre Abhängigkeit von China zu verringern. US-Beamte zitierten Deng Xiaoping und erklärten, es sei an der Zeit, dass die USA sich zurückhalten und eine Konfrontation mit China vermeiden sollten. Ein anderer Ökonom, Edward Fisher, wies jedoch darauf hin, dass eine defätistische Haltung unangebracht sei. Er wies darauf hin, dass die USA ihre eigenen Trümpfe nicht unterschätzen dürften: Der US-Dollar, KI, Halbleiter und Düsentriebwerke bildeten „Engpässe“, die schwer zu überwinden seien und denen man sich schwerer stellen müsse als den chinesischen Seltenen Erden. Fishers Untersuchung ist sehr interessant; er weist darauf hin, dass die Strategie der USA im Wirtschaftskrieg problematisch ist. Die Welt ist multipolar geworden, jeder verfügt über gewisse Hebel, und die Vorteile der Großmächte sind nicht absolut. Er betont, dass zunächst genau ermittelt werden muss, wo sich alle Engpässe befinden. Nachdem diese Engpässe identifiziert wurden, darf man keinesfalls übereilt handeln und voreilig eine Abkopplung vornehmen. Man muss sorgfältig prüfen, ob dieser Engpass tatsächlich in der eigenen Hand liegt. Er weist darauf hin, dass ein Engpass drei Merkmale aufweisen muss: eine hohe Marktkonzentration, das Fehlen von Alternativen auf kurze Sicht und die Tatsache, dass es einem selbst egal ist, wenn die andere Seite durch eine Abschottung Verluste erleidet. Anhand dieser Kriterien lassen sich die jeweiligen Trümpfe Chinas und der USA bewerten. Der US-Dollar, Chips und Seltene Erden nehmen in ihren jeweiligen Bereichen eine dominierende oder sogar monopolistische Stellung ein, Zölle hingegen nicht. So groß der US-Importmarkt auch sein mag, er macht lediglich 13 % des weltweiten Marktes aus; wenn andere Länder nicht an die USA verkaufen, bleibt ihnen noch ein riesiger Markt von 87 %. Betrachten wir die Seltenen Erden: Wenn China den Verkauf zurückhält, verliert es nur einige Milliarden. Wenn die USA jedoch keine Seltenen Erden kaufen, sinkt deren Verfügbarkeit um 30 %, was zu einem Rückgang des US-BIP um 2,2 % und einem Verlust von über 600 Milliarden führen würde. Das ist die Asymmetrie. Erst nach dieser dreifachen Bewertung können die USA klar erkennen, welche Trümpfe wirklich zählen und welche nicht einmal als Bluff taugen. Nachdem dies erkannt wurde, müssen klare strategische Ziele festgelegt werden; man darf keinesfalls von Fall zu Fall entscheiden. Denn auf diese Weise zieht sich die Schlinge um den Hals des Gegners langsam zu und gibt ihm genügend Zeit, sich anzupassen, Ausweichmöglichkeiten zu finden, alternative Lieferketten aufzubauen und in eigene Produktionskapazitäten zu investieren. Innerhalb der US-Regierung gibt es tatsächlich zwei Lager. Traditionelle Falken wie Außenminister Rubio befürworten eine Verschärfung der Kontrollen, um Chinas Entwicklung im Bereich der KI zu blockieren. Handelsminister Lutnik hingegen plädiert für eine Lockerung der Kontrollen, damit China von US-Chips abhängig wird und sich nicht davon lösen kann. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass beide Ansätze funktionieren könnten, man sich jedoch für einen entscheiden und diesen konsequent umsetzen müsse – man dürfe den Frosch nicht langsam im lauwarmem Wasser kochen. Als Gegenbeispiel führt der Bericht die SIPs (Secure Payment Infrastructure) an. Als die USA 2014 Finanzsanktionen gegen Russland verhängten, beobachtete China dies aufmerksam. Bereits im folgenden Jahr führte China das Renminbi-System für grenzüberschreitende Zahlungen ein, ebenso wie den digitalen Renminbi und die Plattform „Embridge“ für grenzüberschreitende Zahlungen und Währungsumtausch. Diese Systeme stellen weder eine direkte Herausforderung für den US-Dollar dar, noch konkurrieren sie mit dem US-amerikanischen Abrechnungssystem, sondern bilden vielmehr eine parallele „Autobahn“. Im Falle eines Wirtschaftskrieges bietet dies eine doppelte Absicherung, was die Verhandlungsposition der USA schwächt. Die USA sind sich der Gefahren, die mit dem Offenlegen ihrer Karten einhergehen, noch nicht bewusst und verhängen Tag für Tag Sanktionen gegen dieses oder jenes Land. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat jeder US-Präsident doppelt so häufig Sanktionen verhängt wie sein Vorgänger. Die Folge dieses Missbrauchs ist, dass viele Länder erkannt haben, dass die USA die Wirtschaft als Waffe einsetzen, und daher Maßnahmen zur Risikominimierung ergreifen, um ihre Risiken gegenüber den USA zu verringern. Amazon, Microsoft, Google und Oracle halten weltweit einen Marktanteil von über 70 %. Nicht nur China, sondern sogar Europa hat Angst davor; alle investieren in den Aufbau eigener technologischer Systeme, wollen sensible Einrichtungen auf Hardware- und Softwareebene von der Abhängigkeit von den USA befreien und souveräne Clouds schaffen, die nicht dem Einfluss der USA unterliegen. Auf der offensiven Seite ist es zwar unrealistisch, dass die USA China im Bereich der neuen Energien vollständig überholen, doch bereits eine angemessene Diversifizierung und die Aufhebung von Monopolen reichen aus, um Chinas Einfluss zu schwächen. Auf der defensiven Seite kommt der Bericht zu dem Schluss, dass China im Bereich der neuen Energien zwar bereits weit fortgeschritten ist, die USA sich jedoch nicht völlig zurücklehnen und nicht alle Märkte einfach so aufgeben dürfen. Trump setzte sich stark für den Ausbau traditioneller Energiequellen ein und betonte, dass die USA über reichlich fossile Brennstoffe verfügten. Dabei berücksichtigte er lediglich, dass die heimische Wirtschaft allein durch Öl und Gas funktionieren könne, ließ jedoch die Lage in anderen Teilen der Welt außer Acht. Nach den Unruhen in der Straße von Holmes fürchteten alle eine Unterbrechung der Öl- und Gaslieferungen und begannen, neue Energien zu entwickeln. Daher dürfen sich die USA diesem Trend nicht entziehen. Schließlich kehrt der Bericht zum traditionellen Bündnissystem zurück, um den Wirtschaftskrieg zu konzipieren. Er vertritt die Ansicht, dass die USA nicht gegenüber jedem die Verringerung von Anfälligkeiten betonen dürfen; gegenüber Verbündeten sei es in Ordnung, etwas anfälliger und etwas abhängiger zu sein. Andernfalls würden die Verbündeten aus Gründen der wirtschaftlichen Sicherheit alle Selbstversorgung anstreben und Protektionismus betreiben, was zu einer zu geringen Effizienz führen und den wirtschaftlichen Aufschwung verhindern würde. Daher plädiert er dafür, dass die westlichen Staaten untereinander vertrauenswürdige Lieferketten aufbauen und Sanktionen sowie Industriepolitik koordinieren. Auf diese Weise könne ein Bündnis für wirtschaftliche Sicherheit sowohl die wirtschaftliche Größe aufrechterhalten als auch die Stärke von Gegnern wie China und Russland schwächen. Sollten die USA dies nicht tun und weiterhin ihre wirtschaftliche Überlegenheit missbrauchen, wird es schwierig sein, die derzeitigen Vorteile in einer zersplitterten Welt langfristig aufrechtzuerhalten. Ich finde, dass er relativ objektiv schreibt; in den USA gibt es tatsächlich Fälle von Missbrauch wirtschaftlicher Waffen, und zu häufige und zu harte Maßnahmen sind letztlich wirkungslos. Objektiv gesehen muss China den USA sogar dankbar sein, dass sie uns zu dieser Entschlossenheit bewegt haben; seine Vorschläge sind durchaus treffend. Doch die Umsetzung ist äußerst schwierig: Strategische Zurückhaltung ist von Natur aus unvereinbar mit der theatralischen Regierungsführung im Zeitalter der sozialen Medien, und die Legitimität des Nativismus ist unvereinbar mit der Gesamtkoordination des westlichen Lagers. Ohne strategische Standhaftigkeit ist es daher unmöglich, wirtschaftliche Vorherrschaft zu erlangen.
阿拾
13. Sept. 2026
Liebe Zuhörer, wenn von ASPI die Rede ist, wissen wir alle, dass es sich um jenen Think Tank handelt, der gerne die „China-Bedrohungstheorie“ propagiert. Diesmal hat er sich wieder etwas Neues einfallen lassen und will einen Jahresbericht mit dem Titel „Tracking of Key Technologies“ veröffentlichen. Dieser Bericht befasst sich speziell damit, zu ermitteln, welches Land in den Bereichen der Schlüsseltechnologien die Nase vorn hat. In diesem Jahr haben sie 74 Schlüsselbereiche analysiert – das sind 10 neue Bereiche mehr als im Vorjahr –, darunter einige Technologien, die schon beim ersten Hören sehr hochkarätig klingen, wie beispielsweise digitale Software, generative künstliche Intelligenz, neuronale Netzwerke und „Earth Factory“. Ich bin besonders gespannt darauf, welche Bewertung sie China gegeben haben. Letztes Jahr sagten sie, China sei in 57 Technologien führend, während die USA nur in 7 Bereichen vorne lagen. Man muss wissen: Zu Beginn dieses Jahrhunderts lag China noch mit 3 zu 60 hinter den USA zurück. In einigen Bereichen können wir von einem „Überholmanöver in den Nullerjahren“ sprechen – bei fortschrittlichen Werkstoffen sind wir mittlerweile sogar Marktführer; auch in der Optik und der drahtlosen Kommunikation sind unsere Forschungsergebnisse drei- bis fünfmal so umfangreich wie die der USA. In den letzten Jahren haben wir uns am stärksten auf die synthetische Biologie konzentriert, doch die USA nehmen nach wie vor eine führende Position in den Bereichen Quantencomputing, Impfstoffe, Strahlentherapie, Kleinsatelliten, Atomphysik, Gentechnik und Verarbeitung natürlicher Sprache ein. Dieser Bericht wurde noch nicht offiziell veröffentlicht, doch einige relevante Analysen und Daten sind bereits bekannt. Ein besonders bemerkenswerter Punkt dabei ist, dass nach der Auswertung von mehr als 7 Millionen wissenschaftlichen Artikeln festgestellt wurde, dass die Zusammenarbeit zwischen China und den USA im Bereich der wissenschaftlichen Forschung seit 2019 kontinuierlich zurückgegangen ist und nun den tiefsten Stand seit 20 Jahren erreicht hat. Früher war die akademische Zusammenarbeit zwischen China und den USA weit verbreitet und erbrachte zahlreiche Erfolge, doch mittlerweile betrifft nur noch ein Viertel der chinesischen Forschungsprojekte US-amerikanische Forscher. Der Trend zur Entkopplung der wissenschaftlichen Forschung zwischen China und den USA ist sehr deutlich. Bereits drei US-Regierungen in Folge haben die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern eingeschränkt, mit der Begründung, Chinas Nutzung ihrer Forschungsergebnisse zu verhindern und sogenannte Risiken für die nationale Sicherheit abzuwenden. Die zuvor ins Leben gerufene „China Initiative“ diente dazu, mit Hilfe des FBI akademische Spione aufzuspüren und zahlreiche Wissenschaftler mit Verbindungen zu China strafrechtlich zu verfolgen, was natürlich zu einem Rückgang der Zusammenarbeit führte. Unter der Führung der USA haben auch deren Verbündete wie Kanada, die Niederlande und Australien ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit mit China eingeschränkt. Wir dürfen uns jedoch nicht nur auf diese negativen Aspekte konzentrieren. Der Umfang unserer wissenschaftlichen Forschung nimmt stetig zu, und unser Anteil an der weltweiten Forschungsleistung ist von 13 % im Jahr 2005 auf mittlerweile fast 40 % gestiegen. Da wir uns von einer Randposition im Bereich der wissenschaftlichen Forschung und Innovation in den Mittelpunkt bewegt haben, nimmt die internationale Zusammenarbeit natürlich zu – es haben sich lediglich einige Kooperationspartner geändert. Früher arbeiteten wir am meisten mit westlichen Industrieländern zusammen, doch seit etwa einem Jahrzehnt hat sich unsere internationale Zusammenarbeit diversifiziert – was sowohl auf die Blockade durch den Westen als auch auf unsere eigenen aktiven Expansionsbemühungen zurückzuführen ist. Unser derzeit größter Partner in der wissenschaftlichen Forschung ist Singapur; dass Pakistan und Saudi-Arabien zu den Top 10 gehören, dürfte für viele überraschend sein. Vor 2005 gab es so gut wie keine Zusammenarbeit mit Pakistan, doch 2019 war das Land bereits unser siebtgrößter Partner in der wissenschaftlichen Forschung – insbesondere im Bereich der Nanomaterialien, was dazu führte, dass Pakistan bei der hochimpactvollen Forschung weltweit den achten Platz einnahm und damit vor Deutschland und Großbritannien lag. Im vergangenen Monat haben wir zudem angekündigt, die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien, Weißrussland, Russland und dem Iran über die bestehenden Kooperationsbereiche hinaus zu vertiefen. Wissenschaft und Technologie sind die Grundpfeiler der harten und weichen Macht eines Landes. Um seine Führungsposition in Wissenschaft und Technologie zu verteidigen, hat der Westen aktiv einen auf „Entkopplung“ ausgerichteten Wettbewerb begonnen und damit das Zeitalter des Technologienationalismus eingeläutet. Das Ergebnis ist jedoch, dass er sich immer weiter von der Innovationsspitze entfernt. Die Aufrechterhaltung der Innovationsdynamik könnte zu einer unserer zentralen Herausforderungen in der Zukunft werden.
阿拾
12. Sept. 2026
Liebe Kolleginnen und Kollegen, in letzter Zeit versucht die USA, unsere Fertigungsunternehmen dazu zu bewegen, Fabriken in den USA zu errichten. Sie behaupten, sie würden ihnen zum „Durchbruch“ verhelfen, doch in Wirklichkeit sind sie überall auf der Hut und behandeln uns wie Diebe. Müssen wir dann wirklich in die USA gehen? Natürlich nicht! Chinesische Unternehmen haben beim „Auslandsgeschäft“ nicht nur zahlreiche Optionen, sondern sind auch äußerst erfolgreich. Nach den Daten, die ich im Bericht „China-US Two-Way“ des US-Thinktanks Rhodium Group gefunden habe, beliefen sich die neuen Auslandsdirektinvestitionen unserer chinesischen Unternehmen im vorletzten Jahr auf insgesamt 124 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das ist der höchste Stand seit 2018; nachdem wir den Tiefpunkt der Pandemie überwunden hatten, begannen sich die Investitionen wieder zu erholen. Als ich davon hörte, wurde ich neugierig: Abgesehen von ByteDance, das in Brasilien ein Rechenzentrum im Wert von 37,7 Milliarden US-Dollar errichtet hat – in wen und in was haben unsere Unternehmen sonst noch investiert? Ich möchte daher anhand dieses Berichts die Situation des vergangenen Jahres für Sie zusammenfassen. Zunächst einmal konzentrieren sich die Auslandsinvestitionen chinesischer Unternehmen zunehmend auf die Regionen Asien, Afrika und Lateinamerika. Im Jahr 2016 flossen 70 % der chinesischen Auslandsinvestitionen in reife Märkte wie Europa, Nordamerika und Ozeanien, wobei es sich hauptsächlich um groß angelegte Übernahmen handelte. Mittlerweile sind Asien, Afrika und Lateinamerika die Hauptziele und machen über 80 % aus. In Asien fließen die Investitionen vor allem in die Fertigungsindustrie, Rechenzentren sowie den Abbau und die Verarbeitung von Rohstoffen; in Afrika sind es hauptsächlich Energie und Rohstoffe wie Eisen, Wasserstoff, Ammoniak und Helium; in Lateinamerika liegt der Schwerpunkt auf Bergbau und Infrastruktur. Dies ist deutlich zurückhaltender als frühere Investitionen. Zweitens lassen sich unsere Investitionsprojekte in zwei Arten unterteilen: Greenfield- und Brownfield-Projekte. „Greenfield“-Projekte sind Vorhaben, die von Grund auf neu aufgebaut werden, während „Brownfield“-Projekte die Übernahme bereits bestehender Unternehmen betreffen. Bis 2022 lagen unsere jährlichen „Greenfield“-Investitionen im Wesentlichen bei rund 100 Milliarden US-Dollar; in den letzten fünf Jahren dominierten sie absolut den Markt, wobei der Schwerpunkt auf kapitalintensiven Projekten wie Bergbau, Rechenzentren und Energie lag. Die Transaktionen zur Übernahme bestehender Unternehmen erreichten 2016 ihren Höhepunkt und gingen danach allmählich zurück. Nach 2022 gab es im Jahresdurchschnitt nur drei Übernahmen im Wert von über 1,1 Milliarden US-Dollar, doch im vergangenen Jahr waren es neun, und das Transaktionsvolumen hat sich im Vergleich zum Tiefpunkt von 2022 verdoppelt, was zeigt, dass das chinesische Kapital wieder aktiver geworden ist. Bei genauerer Betrachtung der einzelnen Branchen ist die Automobilindustrie mit einem Anteil von 13 % an den Gesamtinvestitionen nach wie vor der wichtigste Investitionsmotor. Dieser Anteil ist jedoch auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gesunken, was darauf hindeutet, dass sich das Wachstum in der Wertschöpfungskette der Elektrofahrzeuge verlangsamt und die Möglichkeiten zur Wertsteigerung in den einzelnen Bereichen zurückgegangen sind. Insbesondere die Investitionen in Batteriematerialien haben sich stabilisiert; im vergangenen Jahr gab es praktisch keine neuen Investitionen in diesem Bereich. Was Rechenzentren und Konsumgüter betrifft, so sind dies die wichtigsten Bereiche, die Investitionen chinesischer Unternehmen anziehen. Bei den Rechenzentren ist die explosive Entwicklung des KI-Ökosystems in Südostasien ausschlaggebend, während bei den Konsumgütern vor allem Übernahmen etablierter europäischer Marken eine Rolle spielen. Der verbleibende Großteil, nämlich Investitionen in Energie und Grundstoffe, macht fast die Hälfte der gesamten Auslandsinvestitionen chinesischer Unternehmen aus. Im Energiesektor glich das Wachstum bei der Windenergie den Rückgang der Investitionen in die Solarenergie aus, während die hohen Investitionen in Grundstoffe hauptsächlich durch kapitalintensive Projekte gestützt wurden, wie beispielsweise die Simandou-Mine in Guinea. Dies ähnelt ein wenig dem Modell strategischer Vermögensakquisitionen vor zehn Jahren, nur dass diesmal die Unternehmenskapitalströme in Rohstoffe und Rechenzentren flossen, was eine stärkere strategische Ausrichtung widerspiegelt. Angesichts der Tatsache, dass die chinesischen Exporte im Jahr 2022 einen historischen Höchststand erreichten, ist unsere allgemeine Globalisierungsstrategie nach wie vor exportorientiert. In den vergangenen Jahren hat die Erweiterung der inländischen Produktionskapazitäten die Produktion im Ausland bei weitem übertroffen, was tatsächlich gewisse Bedenken aufkommen lässt, dass einheimische Technologien durch Investitionen ins Ausland abfließen und sogar in die Hände unfreundlicher Staaten gelangen könnten. Andererseits war die Zahl der chinesischen Investitionen in Produktionsanlagen im Ausland vor der Pandemie noch weitaus geringer; mittlerweile hat sie stark zugenommen. Dies zeigt, dass immer mehr Unternehmen versuchen, einen Teil ihrer Produktion ins Ausland zu verlagern, um eine Lokalisierung zu erreichen. Genau deshalb erregen große Greenfield-Projekte von Unternehmen wie BYD so viel Aufmerksamkeit, denn sie stehen für einen Trend. Seit jeher sind die USA als Kapitalmacht auch eine globale Investitionsmacht, doch derzeit ziehen sie sich zurück und zwingen andere sogar dazu, bei ihnen zu investieren. In den Augen vieler gilt China als ein Land, das lediglich brav Produkte herstellt, aber nicht mit Kapital umgehen kann. Doch aufgrund der Überschussmittel und der Notwendigkeit, neue Märkte zu erschließen, müssen wir nun mehr Energie und Ressourcen in den Aufbau von Produktionsstandorten im Ausland stecken, um den Weg für neue Einnahmen zu ebnen. Unsere chinesischen Unternehmen lassen sich nicht so leicht an einen bestimmten Ort binden – wenn die USA versuchen, uns daran zu fesseln, haben wir unsere eigenen cleveren Strategien!
阿拾
12. Sept. 2026
Liebe Zuhörer, ich habe kürzlich gehört, dass die Zahl der Investitionen in China auf 3 Millionen gestiegen sein soll, was mich ziemlich überrascht hat. Da ihr euch so sehr für ausländische Investitionen interessiert, habt ihr vielleicht den Eindruck, dass die Gerüchte nicht ganz der Realität entsprechen? Lasst uns nun über die Investitionen japanischer Unternehmen sprechen. Das Jahr ist noch nicht zu Ende, doch die Investitionen japanischer Unternehmen in China haben bereits einen neuen Höchststand erreicht: In den ersten drei Quartalen stiegen sie im Vergleich zum Vorjahr um 55,5 %, und es wird erwartet, dass das Investitionsvolumen für das gesamte Jahr wieder das Niveau von 2022 erreichen wird, also etwa 5 Milliarden US-Dollar. Angesichts dieser Zahlen müssen wir uns zunächst einmal klar machen: Warum sind die Zahlen in diesem Jahr so hoch und im letzten Jahr so niedrig? Ende letzten Jahres wurde sogar ein historischer Tiefstand erreicht. Der Hauptgrund dafür war die Verschärfung der geopolitischen Risiken: Japan wurde von den USA dazu gedrängt, Partei zu ergreifen und die sogenannte „China-plus-Eins“-Politik umzusetzen. Hinzu kam, dass im vergangenen Jahr die US-Präsidentschaftswahlen stattfanden, die abwartende Haltung ihren Höhepunkt erreichte und der Yen einbrach, wodurch die Buchwerte schrumpften. Viele japanische Unternehmen froren ihre Budgets kurzerhand ein und warteten auf eine Wende im Wind. In diesem Jahr weht aus den USA ein kalter Wind, die Zollpolitik ist von großer Unsicherheit geprägt, während bei uns ein warmer Wind weht: Das Geschäftsumfeld wird verbessert und die Anziehung ausländischer Investitionen verstärkt. Bislang verfolgten japanische Unternehmen ein Investitionsmodell, das auf kleine, schnelle Schritte setzte, doch in diesem Jahr ist ein neues Phänomen zu beobachten: Eine Reihe von Großkonzernen beginnt mit der Umsetzung kapitalintensiver Projekte. So investiert beispielsweise Toyota 14,6 Milliarden RMB in den Bau eines Werks in Jinshan bei Shanghai – dies ist nach Tesla das zweite vollständig ausländisch finanzierte Automobilwerk, das 2027 die Produktion aufnehmen und jährlich 100.000 hochwertige, rein elektrische Lexus-Modelle herstellen soll. Auch Toyota und Mazda reduzieren zwar ihre Produktionskapazitäten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, investieren in diesem Jahr jedoch enorme Summen in den Ausbau neuer Energietechnologien und in die Forschung und Entwicklung. Sie haben das „Open Innovation Center“ von Sony offiziell in Pudong, Shanghai, angesiedelt. Künftig wollen sie in China nicht nur Produkte verkaufen, sondern auch das Zentrum ihrer Investitionsentscheidungen nach China verlagern und Start-ups direkt fördern, insbesondere in den Bereichen autonomes Fahren und sogenannte immersive Unterhaltungssoftware. Auch Panasonic unternimmt große Schritte und verlagert den Schwerpunkt seiner gesamten Strategie vollständig auf China. Dabei beschränkt sich das Unternehmen nicht nur auf die reine Produktion, sondern deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab – vom Design bis zum Vertrieb. Sobald dieser Prozess etabliert ist, soll das hocheffiziente chinesische Modell auf andere Regionen im Ausland übertragen werden. Insgesamt gesehen gehen japanische Unternehmen zunächst den Weg der Reduzierung und streichen jene Bereiche, in denen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren haben. Zum Beispiel bei Verbrennungsmotoren: Ich fahre selbst ein japanisches Auto, doch auf den Straßen sieht man immer weniger davon; viele Handymodelle wurden aus dem Sortiment genommen und vom Markt zurückgezogen; Bei Haushaltsgeräten trifft das zwar zu, doch die einheimischen Marken haben den Mut zur Radikalisierung bewiesen und investieren die eingesparten Mittel verstärkt in Elektrofahrzeuge, Software, High-End-Geräte und medizinische Geräte. Hochwertige japanische Investitionen haben sich also nicht zurückgezogen – das Low-End-Segment wird aufgegeben, das High-End-Segment wächst weiter. Das ist ganz normal, schließlich will doch jeder überleben. Ein weiterer Bereich ist das von japanischen Unternehmen derzeit propagierte Konzept „In China for China“: Mit lokalen Lieferketten wird speziell der chinesische Markt bedient, während Südostasien und Indien speziell für andere Märkte zuständig sind. Dies erfordert die vollständige Verlagerung von Produktion und Forschung und Entwicklung nach China, was mit höheren Investitionen verbunden ist. Der Verlust des chinesischen Marktes oder eine vollständige Abkopplung wäre für sie ein untragbarer Preis. Aber mal ganz abgesehen davon: Ist Ihnen etwas aufgefallen? Ich habe gerade von der Situation in den ersten drei Quartalen gesprochen. Bis Ende August waren sowohl die Bereitschaft zu zusätzlichen Investitionen als auch die Zufriedenheit mit den Geschäftsbedingungen bei den japanischen Unternehmen in China laut der Japanischen Handelskammer in China noch relativ hoch. Selbst zu Beginn der Amtszeit von Sanae Takaichi zeigte China noch guten Willen gegenüber Japan, beispielsweise durch die einseitige Visumbefreiung für japanische Staatsbürger, die ursprünglich Ende dieses Jahres auslaufen sollte, aber Anfang November bis Ende nächsten Jahres verlängert wurde. Dies ist eine enorme Erleichterung für technische Fachkräfte oder Führungskräfte, die häufig zwischen China und Japan hin- und herreisen müssen. Doch in den letzten zwei Monaten haben sich die Beziehungen zwischen China und Japan aufgrund der unbedachten Äußerungen von Sanae Takaichi drastisch verschlechtert. Werden japanische Unternehmen davon betroffen sein? Tatsächlich sind japanische Unternehmen gegenüber der Politik bereits abgestumpft. Auch in der Vergangenheit gab es in den chinesisch-japanischen Beziehungen häufig Reibereien, und Wechsel zwischen Annäherung und Abkühlung waren an der Tagesordnung. Daher kontrollieren japanische Unternehmen ihre Risiken in der Regel streng und halten sich vollständig aus der Politik heraus. Derzeit scheinen die diplomatischen Konflikte noch nicht auf den wirtschaftlichen Bereich überzugreifen, und auch die Geschäftstätigkeit japanischer Unternehmen wird nicht beeinträchtigt. Ihre Aufmerksamkeit gilt nach wie vor wirtschaftlichen Themen wie schwacher Nachfrage, steigenden Kosten und hartem Wettbewerb. Eine Umfrage von Reuters zeigt jedoch, dass immer mehr japanische Unternehmen die diplomatischen Beziehungen zwischen China und Japan als ihre größte Risikoquelle für das Jahr 2026 ansehen – noch vor ihren Sorgen um die Handelspolitik der USA. Eigentlich hätten sie ihr Leben noch gut und sparsam gestalten können, doch nun wird ihr Entwicklungsweg durch ihre eigenen Führungskräfte ernsthaft gestört.
阿拾
12. Sept. 2026
Hallo zusammen, ich bin Ian. Lasst uns heute über Halbleiterchips und „Low-Carbon-Code“ sprechen. Das Thema klingt vielleicht etwas hochgestochen, hat aber tatsächlich mit jedem Detail unseres Alltags zu tun. Zunächst einmal: Wenn wir unsere Chips täglich nutzen, müssten sie 24 Stunden am Tag laufen, um Experimente durchzuführen. Wenn wir sie hier in unserem Land einsetzen, würden die Chips innerhalb von zwei Jahren verschleißen, da sie bei Dauerbetrieb zu stark erhitzt werden. Wenn wir also den Stromverbrauch durch CO₂-arme Lösungen senken könnten, könnten wir sie vielleicht länger nutzen. Dabei geht es nicht nur um die physikalische Verlängerung der Lebensdauer der Chips, sondern auch um praktische Aspekte. Wenn wir diesem Ansatz folgen, könnten wir in Zukunft mehr Experimente durchführen, oder? Natürlich geht es derzeit nicht nur um Chips, sondern wir müssen auch den Code berücksichtigen. Der Code läuft auf dem Computer, und jede Zeile Code verbraucht Strom. Dieser Strom muss letztendlich aus Kraftwerken stammen, die Kohle oder Öl verbrennen und dabei CO₂-Emissionen verursachen, was letztlich den Klimawandel beeinflusst. Müssen wir also das Datenaufkommen reduzieren, um die Ausführung des Codes zu verringern? Eigentlich nicht, denn auch die Logik des Codes kann klimafreundlich sein. Zum Beispiel lassen sich durch die Optimierung des Codes und den Abbau von Redundanzen die CO₂-Emissionen senken. Genau diese Art von Code erforscht unser Unternehmen, um herauszufinden, wie stark er optimiert werden kann. Ein Beispiel: Die Entwicklung des ChatGPT-Modells verbraucht so viel Strom wie eine Kleinstadt. Die dahinter stehende Datenmenge und der Energieverbrauch sind wirklich erschreckend. Eine Studie der Mozilla Foundation hat ergeben, dass die CO₂-Emissionen der Kommunikationstechnologie tatsächlich denen der Luftfahrt entsprechen und weltweit an vierter Stelle stehen. Dies verdeutlicht eine Tatsache: Die Auswirkungen des Internets auf die Umwelt sind weitaus größer, als wir uns vorstellen. Früher dachte man, Daten seien unsichtbar und ungreifbar, doch tatsächlich geht jeder Schritt – von der Erstellung über die Übertragung bis hin zur Verarbeitung – mit CO₂-Emissionen einher. Wenn Sie beispielsweise eine E-Mail erhalten, entstehen dabei 5 Gramm CO₂. Das Versenden einer Werbe-E-Mail verursacht möglicherweise 50 Gramm CO₂. Dabei sind Bilder und Videos noch nicht einmal mitgerechnet – diese könnten den Verbrauch noch weiter in die Höhe treiben. Statistiken zufolge werden weltweit jährlich möglicherweise mehr als eine Billion E-Mails versendet, darunter viele Werbe-E-Mails. Für den Einzelnen übersteigt der Anteil der Werbe-E-Mails bei weitem den der E-Mails, die tatsächlich gelesen werden müssen. Das ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern eine Herausforderung für die gesamte Branche. Um auf die Chips zurückzukommen: Wenn die Chips in unserem Land täglich genutzt werden, müssen sie etwa alle zwei Jahre ausgetauscht werden. Würde man auf eine CO₂-arme Lösung umsteigen, beispielsweise durch Senkung des Energieverbrauchs, könnten die Chips länger genutzt werden. Da solche Lösungen jedoch kostspielig sind und einen langwierigen Prozess erfordern, müssen wir zunächst eine vorübergehende Lösung finden, wie zum Beispiel CO₂-arme Hüllen, um den Wärmeeffekt der Chips auf CO₂-arme Weise zu reduzieren und so ihre Lebensdauer zu verlängern. Das ist eine Lösung auf physikalischer Ebene. Werfen wir nun einen Blick auf den Code. Auch die Logik des Codes lässt sich „kohlenstoffarm“ gestalten: So können beispielsweise Redundanzen im Code vermieden und Algorithmen optimiert werden, was ebenfalls zu einer Senkung der CO₂-Emissionen führt. Das ist vergleichbar mit einem Abnehmmittel, das zwar in bestimmten Bereichen eingesetzt werden kann, aber nicht überall. Die Greenewab-Plattform unseres Unternehmens entspricht genau so einem „Diätmittel“. Sie kann das Datenvolumen um 97,25 % reduzieren und dadurch den Stromverbrauch um 45 % senken. Der Grund dafür ist, dass der Code vieler Systeme vor dreißig Jahren geschrieben wurde, ohne die Zukunft zu berücksichtigen. Jedes Mal, wenn neue Mitarbeiter hinzukommen oder ein neues Outsourcing-Unternehmen die Arbeit übernimmt, wird weiterer Code darauf aufgeschichtet, was schließlich zu einem riesigen Haufen schwer zu bereinigenden „Legacy-Code“ führt. Wir beginnen mit der Umgestaltung großer Systeme und optimieren sie Schritt für Schritt. Wenn das Risiko in diesem Bereich gering ist und die Auswirkungen auf das Kerngeschäft des Unternehmens minimal sind, kann man es versuchen. Die meisten Unternehmen lassen uns zwar nicht direkt am Kerncode Änderungen vornehmen, aber wir können ihren Programmierern beibringen, wie sie den Code optimieren können. So haben wir beispielsweise einem Unternehmen aus der Meeresindustrie dabei geholfen, sein Intranet zu optimieren, das bereits seit Jahrzehnten im Einsatz war. Nach der Optimierung stellten wir fest, dass viele unnötige Daten entfernt, die logische Leistung gesteigert und der Energieverbrauch gesenkt werden konnten. Dieser Prozess ist zwar sehr zeitaufwendig, aber die Ergebnisse sind bemerkenswert. Daher ist die zukünftige Entwicklung nicht nur eine technische Frage, sondern auch eine Frage der nachhaltigen Entwicklung. Sowohl Code als auch Chips verlangen nach neuen Lösungen, und wir arbeiten hart daran, Antworten auf diese Herausforderung zu liefern.
阿拾
12. Sept. 2026
Leute, heute möchte ich über den Dokumentarfilm „Zurück zum Jangtse“ des japanischen Regisseurs Ryo Takeuchi sprechen. Das ist jetzt keine absichtliche Übertreibung meinerseits – ihr wisst ja alle, dass es viel zu übertrieben wäre, hier von einer Brücke der Freundschaft zwischen China und Japan zu sprechen. Wir wollen den Film einfach nur anschauen. Tatsächlich hat mich Ryo Takeuchis neuester Film „Zurück zum Jangtse“ zutiefst bewegt. Ich habe diesen Film nicht gedreht, um die Freundschaft zwischen China und Japan zu fördern, sondern einfach nur, weil ich mir das Ganze ansehen, filmen und mehr darüber erfahren wollte. Ja, so einfach ist das. Regisseur Ryo Takeuchi sagt, der Hauptgrund für diese Dreharbeiten sei ein Bedauern aus der Zeit vor zehn Jahren: Damals habe er den ersten Tropfen Wasser an der Quelle des Jangtse nicht filmen können. Für dieses Projekt startete er direkt am Tongtian-Fluss und bereiste alle Städte und ländlichen Gebiete Chinas. Warum ist er dann nicht direkt zum Tongtian-Fluss gefahren? Der Grund ist ganz einfach: Er wollte alles noch einmal systematisch aufarbeiten und das frühere Bedauern wiedergutmachen. Ja, und außerdem: Als er vor zehn Jahren drehte, konnte er kein Chinesisch und daher viele tiefgehende Interviews nicht führen; jetzt, da er Chinesisch gelernt hat, kann er sich viel intensiver austauschen. Man könnte also sagen, dass diese Dreharbeiten sowohl eine Wiedergutmachung für die Vergangenheit als auch eine Erkundung der Zukunft darstellen. Was die filmische Herangehensweise angeht, so erklärte Regisseur Ryo Takeuchi, er wolle die traditionellen Vorstellungen vom Dokumentarfilm durchbrechen und ihn weniger ernst, dafür aber locker, witzig und bewegend gestalten. Dieses Konzept gefällt mir eigentlich sehr gut – schließlich hat ein Kind diesen Film als Komödie bezeichnet, und diese Aussage hat mich besonders berührt. In der Tat können Dokumentarfilme auch locker und unterhaltsam sein, und das ist eine positive Entwicklung. Warum also „Rückkehr zum Jangtse“ drehen? Regisseur Ryo Takeuchi sagte, als er vor zehn Jahren den Jangtse filmte, habe er einige chinesische Bräuche noch nicht verstanden; wenn er nun noch einmal dorthin zurückkehre, könne er besser mit den Einheimischen kommunizieren und ihr Leben und ihre Denkweise verstehen. Dahinter steckt eigentlich seine Liebe zu „Die Geschichte der Drei Reiche“, insbesondere seine besondere Verbundenheit mit dem Jangtse. Er sagte, jedes Mal, wenn er eine Szene sehe, die mit dem Gelben Fluss zu tun habe, bekomme er große Lust, den Gelben Fluss zu filmen. Das erinnerte mich daran, dass jeder Ort seinen eigenen „Mutterfluss“ hat – China hat den Jangtse, Japan hat zwar Flüsse, kennt aber das Konzept eines „Mutterflusses“ nicht. Die kulturellen Unterschiede, die dahinter stehen, sind wirklich interessant. Regisseur Ryo Takeuchi erzählt, dass er sich schon als Kind sehr für die traditionelle chinesische Kultur interessiert habe, obwohl er aus einfachen Verhältnissen stamme und keinen besonderen Hintergrund habe. Seine Liebe zum Film begann jedoch bereits im Alter von 15 Jahren. Als er damals den Film „Planet der Affen: Prevolution“ sah, veränderte dies seine Sichtweise auf das Kino grundlegend, und von da an schlug er den Weg des Dokumentarfilmers ein. Er sagte, er drehe Dokumentarfilme vor allem, um seine Neugier zu stillen und die Welt besser zu verstehen. Während der Dreharbeiten stellte Regisseur Ryo Takeuchi fest, dass das japanische Publikum viele Missverständnisse über China habe. Er ist der Meinung, dass das Drehen von Dokumentarfilmen nicht nur dazu dient, die Schönheit Chinas zu zeigen, sondern auch Vorurteile abzubauen und die Realität darzustellen. Er hat mehr als zehn Jahre in China verbracht und dadurch ein tieferes Verständnis für das Land gewonnen. Er sagte, dass sich China zwar rasant entwickle, die Bildungsmethoden dort jedoch sehr streng seien. Er schickte sein Kind zum Schulbesuch nach Japan, in der Hoffnung, dass es in einem entspannten Umfeld aufwachsen könne. Regisseur Ryo Takeuchi erwähnte außerdem, dass Chinesen verschiedener Jahrgänge unterschiedliche Ziele verfolgten, wenn sie nach Japan kämen: Die in den 50er- und 60er-Jahren Geborenen wollten Geld verdienen, die der 70er- und 80er-Jahre-Generation wollten technische Fähigkeiten erlernen, und die der 90er-Jahre-Generation kämen, um ihre Träume zu verwirklichen. Die Generation der nach 2000 Geborenen kommt heute eher nach Japan, um Spaß zu haben. Anhand dieser Veränderungen erkennt er den Wandel der chinesischen Gesellschaft. Er sagte, dass das chinesische Publikum großes Interesse an der japanischen Kultur habe, der japanische Tourismusmarkt jedoch immer abgeschotteter werde, was ihm einige Sorgen bereite. Abschließend erklärte Regisseur Ryo Takeuchi, dass sein Dokumentarfilm aus Neugier und Interesse entstanden sei und er den Zuschauern authentische und interessante Inhalte bieten wolle. Er sagte, dies sei nicht nur eine Brücke der Freundschaft zwischen China und Japan, sondern auch Ausdruck seiner persönlichen Neugier und Entdeckungslust gegenüber der Welt. Er möchte die Welt weiterhin mit der Kamera festhalten und seine Erlebnisse und Eindrücke teilen. Meine Damen und Herren, das ist die Geschichte des Regisseurs Ryo Takeuchi und seines Dokumentarfilms „Zurück zum Jangtse“. Wir hoffen, in Zukunft noch mehr solcher Werke zu sehen, die uns helfen, die Welt besser zu verstehen.
阿拾
12. Sept. 2026
Leute, wir haben kürzlich in den Gewässern vor Yantai etwas Neues auf die Beine gestellt – eine „Bambus-Punk“-Offshore-Photovoltaikplattform. Einfach gesagt: Wir haben Photovoltaikmodule auf Bambus montiert, die im Meer schwimmen und Strom erzeugen. Solche Innovationen aus China sind wirklich einfach und direkt. Was soll das mit Steampunk oder Cyberpunk? Wir machen einfach „Bambus-Punk“ – das ist wirklich eine echte Augenweide. Herkömmliche Offshore-Photovoltaik-Plattformen bestehen meist aus Stahlgerüsten oder Kunststoff. Erstere sind anfällig für Korrosion, letztere müssen vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. Abgesehen von den hohen Wartungskosten entstehen dabei leicht Mikroplastikpartikel, die eine sekundäre Verschmutzung der Meeresumwelt verursachen. Diesmal verwenden wir Bambus – eine Kombination aus Festigkeit und Flexibilität, leicht und wellenbeständig. Das ist wirklich eine gute Idee. Außerdem ist Bambus eine grüne Ressource, die uns unsere Vorfahren hinterlassen haben: umweltfreundlich und kohlenstoffarm – damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Schauen wir uns die Details dieser Bambusplattform einmal genauer an. Die Plattform „Jilin Nr. 2“ wurde gemeinsam von der Zhongji-Gruppe und der Forstwirtschaftlichen Universität Peking entwickelt. Mit einer Leistung von 100 Kilowatt ist ihre Kapazität um das Zehnfache erweitert worden und damit deutlich größer als die des ursprünglichen Versuchsmodells „Jilin Nr. 1“. Die Plattform ist sieben bis acht Meter hoch, hat eine Fläche von über 20 Quadratmetern und bietet Platz für mehr als 200 Photovoltaikmodule. In Zukunft soll die Leistung auf die Megawatt-Klasse ausgeweitet werden, was wiederum eine Verzehnfachung bedeutet – dies wird voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren geschehen. Bei dieser Technologie der zweiten Generation liegt der wichtigste Unterschied zur ersten Generation in der Materialinnovation. Während bei der ersten Generation geprüft wurde, ob Bambus im Meer stabil und korrosionsbeständig ist, kommen bei der zweiten Generation in großem Maßstab Bambus-Wickelrohre und Meeresbambusrohre zum Einsatz. Bambus-Wickelrohre sind biobasierte Verbundwerkstoffe, bei deren Herstellung Bambusfasern mittels eines mechanischen Wickelverfahrens um eine Kernfolie gewickelt werden, wobei Zweige als Bindemittel dienen und das Ganze anschließend durch Erhitzen ausgehärtet wird. Dieses Material ist leicht, hochfest, wasserbeständig und langlebig; seine Dichte beträgt nur ein Neuntel der von Stahl, seine Zugfestigkeit erreicht jedoch die Hälfte der von Stahl. Es bleibt sowohl bei Säure- und Laugenkorrosion als auch bei extremen Temperaturen stabil, hat als Rohrleitung eine Lebensdauer von fünfzig Jahren, übertrifft Betonrohre in der Druckfestigkeit und ist erdbebensicherer als Stahlrohre. Dieses Material findet bereits breite industrielle Anwendung: Man findet es in unterirdischen Rohrleitungen, im Baustoffbereich und in Hochgeschwindigkeitszugwaggons. „Bambus ersetzt Holz, Bambus ersetzt Stahl“ – dies ist ein typisches Beispiel für den Einsatz in der High-End-Technik. Die „Meeres-Bambusrohre“ wurden von der Fakultät für Materialwissenschaften der Beijing Forestry University speziell für den maritimen Ingenieurbau entwickelt. Sie werden durch vorgespannte, endlose Fasern verstärkt, wodurch die Schwächen des Bambus in bestimmten Richtungen überwunden werden und die Festigkeit der Rohre auf das für den maritimen Einsatz erforderliche Niveau angehoben wird. Vor dem Einbau werden sie vorgespannt, sodass sie auch bei starkem Seegang stabil bleiben, was die Lebensdauer verlängert und die Zugfestigkeit der Bambusfasern optimal nutzt. Beide Materialien zeichnen sich durch hervorragende mechanische Eigenschaften aus: Sie sind stoßfest, biegefest und ermüdungsbeständig und bleiben in Umgebungen mit hohem Salznebel, hoher Luftfeuchtigkeit, starker UV-Strahlung und hoher Korrosion stabil, ohne dass Metallionen oder Mikroplastikpartikel das Meer verschmutzen. Derzeit ist „Jilin Nr. 2“ bereits in Betrieb und versorgt eine fünf Kilometer vor der Küste gelegene Meerwasserreinigungsplattform mit Strom, wodurch Energieautarkie erreicht wird. Dieses Projekt kann nicht nur Abwasser in Methan umwandeln und speichern, sondern im Leerlauf auch saubere Energie erzeugen – ein wahrhaft grünes, kreislauforientiertes Ökosystem. Sollte diese Technologie in Zukunft weltweit in großem Maßstab eingesetzt werden, werden unsere Vorteile noch größer sein. Wir sind das Land mit den reichsten Bambusressourcen der Welt: Über die Hälfte aller Bambusarten weltweit stammt aus China, die Anbaufläche beträgt 7,5 Millionen Hektar, die jährliche Bambusproduktion liegt bei 150 Millionen Tonnen, es gibt 15.000 verschiedene Produkte und der jährliche Produktionswert der Branche beläuft sich auf 520 Milliarden Yuan. Sowohl hinsichtlich des Umfangs und der Vielfalt als auch der Vollständigkeit der Industriekette liegen wir weltweit an erster Stelle. Daher ist „Bambus-Punk“ keineswegs nur leeres Gerede: Chinas grüne Technologien sind nicht nur umweltfreundlich, sondern schaffen auch ein harmonisches, symbiotisches System – und genau darin liegt der wahre Weg zur nachhaltigen Entwicklung der Zukunft. Meine Damen und Herren, unser „Bambus-Punk“ ist wirklich eine großartige Idee – sowohl umweltfreundlich als auch innovativ. Die Zukunft liegt in diesem Konzept und nicht im Streben nach einer Utopie, die vom heutigen Leben losgelöst ist. Unsere Technologie schreitet Schritt für Schritt voran und führt uns zu wahrer grüner Harmonie.
阿拾
11. Sept. 2026
Meine Damen und Herren, die Anshan Iron and Steel Company (Ansteel), ein traditioneller Industriestandort unseres Landes, blickt auf eine hundertjährige Geschichte zurück. Dort erstrecken sich die Abraumhalden über weite Flächen. Früher wirkten diese Abraumhalden wie ein romantisches Gemälde und boten aus der Vogelperspektive einen besonders beeindruckenden Anblick. Manche sagen, sie seien das Blut der Erde, der Schmerz der alten Industrieregion im Nordosten und ein fantastischer Ort, der auf seine Wiedergeburt wartet. Doch in Zukunft wird dieser Filter wohl durch neue Technologien entfernt werden. Die spektakulären Anblicke der Vergangenheit, an denen man so gerne zurückdenkt, werden vielleicht wirklich nicht mehr zu sehen sein. Und tatsächlich hat unsere „Science Times“ gerade eine große Neuigkeit veröffentlicht. In Anshan in der Provinz Liaoning wird derzeit das weltweit größte Projekt zur magnetischen Röstung von Eisenerz durchgeführt – dort herrscht reges Treiben. In Zukunft werden die Abraumhalden kein Industrieabfall mehr sein, sondern sich in hochwertige Vermögenswerte verwandeln. Wie kommt es zu dieser Verwandlung von Abfall in Wert? Das hängt mit der Verarbeitung von Eisenerz zusammen. Das weltweit übliche Verfahren ist der Langprozess: Eisen wird im Hochofen geschmolzen, Stahl im Konverter. Im Hochofen wird vor allem das bei der Verbrennung von Koks entstehende Kohlendioxid genutzt, um das Eisenoxid im Eisenerz zu reduzieren und in flüssiges Roheisen umzuwandeln, das anschließend zur Veredelung in den Konverter geleitet wird. Hochöfen sind besonders energieintensiv. Ist der Rohstoffgehalt zu gering – enthält das Erz mehr Gestein als Eisen –, ist das Verbrennen reine Zeitverschwendung und wirtschaftlich unrentabel. Chinas Eisenerz hat einen durchschnittlichen Gehalt von nur etwa 30 % und gilt damit als typisches „Müll-Eisenerz“. Im Vergleich dazu ist das Eisenerz aus Australien und Brasilien wesentlich hochwertiger und kann direkt zerkleinert und in den Hochofen gegeben werden. Das ist das Ressourcenproblem Chinas. Obwohl das Land riesig ist und über eine umfassende Vielfalt an Ressourcen verfügt, bereitet deren Qualität Kopfzerbrechen. Die geologischen Verhältnisse sind komplex, die Lagerstätten klein, der Gehalt gering und die Zusammensetzung uneinheitlich. Eisenerz ist ein typisches Beispiel dafür: Die Reserven betragen 20 Milliarden Tonnen, doch der Abbau ist teuer, die Aufbereitung schwierig und der Energieverbrauch hoch. Daher müssen jährlich 1,2 Milliarden Tonnen hochwertiges Eisenerz aus dem Ausland importiert werden, wobei Australien und Brasilien die Hauptlieferanten sind. Wir stehen seit langem im Wettbewerb mit diesen Giganten; obwohl wir einige Technologien beherrschen, liegt unsere Abhängigkeit vom Ausland immer noch bei hohen 80 %. Vor diesem Hintergrund wird es besonders wichtig, das Potenzial des heimischen Eisenerzes voll auszuschöpfen. Der Großteil des chinesischen Eisenerzes besteht aus Hämatit, Limonit und Siderit. Diese Eisenerze weisen eine komplexe Zusammensetzung auf und erfordern eine magnetische Röstung sowie eine Hochtemperaturreduktion. Herr Guo Musun, ein Urgestein der chinesischen Chemieindustrie, leistete bereits in jungen Jahren wegweisende Beiträge zur Wirbelschichttechnologie. Nach seiner Rückkehr nach China schlug er den innovativen Ansatz vor, die Wirbelschicht mit der magnetischen Röstung zu kombinieren. Das ist leichter gesagt als getan: Das Erzpulver neigt zur Verklumpung, und auch die Gassteuerung stellt eine große Herausforderung dar. Erst im 21. Jahrhundert gelang hier ein echter Durchbruch. Dr. Zhu Qingshan übernahm dieses wenig beachtete Projekt und erreichte nach 20 Jahren harter Arbeit schließlich am 1. September dieses Jahres den stabilen Vollbetrieb. Mit dieser Technologie von Dr. Zhu lassen sich Eisenerz-Tailings mit extrem niedrigem Gehalt zu Eisenkonzentrat mit einem Eisengehalt von 65 % aufbereiten. Die magnetische Umwandlungsrate liegt bei bis zu 98 %, der Gesamtenergieverbrauch sinkt um 35 %, die CO₂-Emissionen werden erheblich reduziert und die Produktionskosten deutlich gesenkt. Die kommerzielle Nutzung dieser Technologie erschließt fast 30 Milliarden Tonnen schwer aufbereitbarer Eisenerze sowie 10 Milliarden Tonnen vorhandener Abraumhalden. Neben Anshan Iron and Steel verfügen auch viele andere traditionsreiche Stahl- und Bergbaustandorte über große Mengen an Abraum; diese Technologie wird sich in Zukunft sicherlich zunehmend durchsetzen. Dr. Zhu hat bereits acht Lizenzverträge für seine Technologie unterzeichnet; im vergangenen Jahr wurde die Technologie zudem in die Eisenminen von Laos eingeführt, wo zwei Produktionslinien mit einer Kapazität von jeweils 2 Millionen Tonnen geplant sind. Diese Technologie kann nicht nur im Inland ihre Stärken ausspielen, sondern auch international Fuß fassen. In vielen Ländern der Welt, wie beispielsweise in der Mongolei, in Zentralasien und im Iran, gibt es große Vorkommen an komplexem, schwer aufbereitbarem Eisenerz mit mittlerem bis niedrigem Gehalt, für deren Erschließung bislang keine Technologie zur Verfügung stand. Durch die Einführung chinesischer Technologie könnten diese minderwertigen Erzvorkommen vor Ort in hochwertiges Eisenkonzentrat umgewandelt, ursprünglich ungenutzte Ressourcen erschlossen und zusätzliche Deviseneinnahmen erzielt werden. Dies ist nicht nur eine gute geschäftliche Chance, sondern gewährleistet auch eine stabile Versorgung mit Rohstoffen. In Zukunft müssen wir die geopolitische und politische Stabilität im Blick behalten und Länder auswählen, die stark in die „Belt and Road“-Initiative eingebunden sind, um eine Zusammenarbeit im Bergbau aufzubauen. Es ist von entscheidender Bedeutung, über einen solchen „Sicherheitsschatz“ zu verfügen, der Engpässe bei der Versorgung mit Eisenerz aus dem Ausland verhindert. Nicht zu vergessen: Diese Technologie lässt sich auch auf andere Metalle anwenden. Mit einer solchen Technologie ist China wahrlich gesegnet.
阿拾
11. Sept. 2026
Leute, lasst uns heute mal über das „luxuriöse Gehalt“ des Tesla-Chefs sprechen. Ein Tageslohn von 275 Millionen US-Dollar – das entspricht der Summe von 20 kleinen Zielen! In zehn Jahren 1 Billion US-Dollar verdienen? Da fallen mir vor Lachen fast die Zähne aus. Das ist mehr als Gates und Zuckerberg zusammen – was hat er denn vor? Übrigens muss dieser Vergütungsplan vier Bedingungen (ABCD) erfüllen, aber wir wissen ja: Solch einen Traum darf sich nur Musk allein erlauben. Am 6. November haben die Tesla-Aktionäre diesen ultimativen Vergütungsplan mit überwältigender Mehrheit verabschiedet – das ist der extremste Einzelauftrag, den die Wirtschaftsgeschichte je gesehen hat. Mit einem Vermögen von bereits über 500 Milliarden steht Musk nun an der Spitze der Welt. Wie muss Musk nun vorgehen, um eine Billion US-Dollar zu ergattern? Der Tesla-Vorstand hat zwölf Hauptziele festgelegt. Mit jedem erreichten Ziel schreitet Musks Fortschritt um 1 % voran und er erhält entsprechend 35 Millionen Tesla-Aktien. Wenn er alle Level innerhalb der nächsten 10 Jahre abschließt und den Marktwert von Tesla von derzeit 1,5 Billionen auf 8,5 Billionen steigert, wird die Gewinnmaximierung ausgelöst und er erhält den ultimativen Hauptgewinn: 424 Millionen Tesla-Aktien im Wert von 1 Billion US-Dollar. Doch es reicht nicht aus, nur den Marktwert zu steigern – Musk muss gleichzeitig zwei Schlüssel besitzen. Der erste Schlüssel ist der Marktwert des Unternehmens, also die Hauptmission. Von 2 Billionen auf 8,5 Billionen US-Dollar – jede Stufe bedeutet einen Anstieg um 500 Milliarden. Der zweite Schlüssel sind die operativen Aufgaben. Dabei handelt es sich um einen Aufgabenpool, der zwölf Nebenaufgaben umfasst. Jedes Mal, wenn eine neue Marktkapitalisierungsschwelle erreicht wird, muss Musk eine weitere Aufgabe aus dem Nebenaufgabenpool erfüllen, um die nächste Stufe freizuschalten. Die Nebenaufgaben lassen sich in zwei große Kategorien einteilen. Die erste Kategorie umfasst Produktionsziele, wie zum Beispiel die Auslieferung von insgesamt 20 Millionen Tesla-Fahrzeugen, den Verkauf von 1 Million humanoiden Robotern, den Einsatz von 1 Million selbstfahrenden Taxis im Straßenverkehr oder das Erreichen von 10 Millionen aktiven FSD-Nutzern. Die zweite Kategorie ist noch direkter: Geld für das Unternehmen zu verdienen – und zwar astronomische Summen. Es gibt insgesamt acht Stufen, von 50 Milliarden US-Dollar als Mindestwert bis zu 400 Milliarden US-Dollar als Höchstwert, und diese Aufgabe muss dreimal wiederholt werden. Lassen Sie uns das einmal durchspielen. Um die erste Stufe zu meistern, muss Musk zunächst die Marktkapitalisierung von Tesla auf 2 Billionen US-Dollar und den Jahresgewinn auf 50 Milliarden US-Dollar steigern. Damit erhält er eine Prämie von 1 %, was etwa 35 Millionen Tesla-Aktien entspricht, und die Aufgabe mit dem Gewinn von 50 Milliarden US-Dollar ist damit abgehakt. Um die zweite Stufe zu meistern, muss der Marktwert 2,5 Billionen erreichen; dann wählt er eine weitere Aufgabe aus, zum Beispiel die Auslieferung von 1 Million Robotern. Ist diese erfüllt, hat er die zweite Stufe geschafft. Musk muss diesen Vorgang zwölf Mal wiederholen, bis er mit einer Marktkapitalisierung von 8,5 Billionen den Gipfel erreicht und alle Nebenmissionen abgeschlossen hat. Dann erhält er 424 Millionen Aktien im Wert von 1 Billion US-Dollar. Das Spiel enthält zudem eine versteckte Regel: Alle Aktienprämien, die Musk durch das Bestehen der Level erhält, sind mit einer Sperrfrist verbunden und dürfen zehn Jahre lang nicht gehandelt werden. Das Spiel hat nun begonnen. Die Spannung liegt darin, ob Musk es schaffen wird, alle Level zu meistern. Teslas Ergebnisse sind im ersten Halbjahr zurückgegangen, und die US-Regierung unterstützt Elektroautos nicht – er hat also tatsächlich Gegenwind. Der größte Vorteil ist jedoch, dass der Markt von Geschichten angetrieben wird, und Musk bemüht sich seit jeher, die größte Geschichte der Menschheit zu leben. Wünschen wir ihm viel Glück! Aber die Frage ist: Was kann man mit einer Billion – das entspricht dem gesamten BIP von 170 Ländern – überhaupt anfangen? Meine Vorstellungskraft reicht bei weitem nicht aus, um das zu begreifen. Na gut, ich will nicht mehr darüber nachdenken, sondern mich lieber brav an die Unterlagen setzen. Tschüss.
阿拾
11. Sept. 2026
Liebe Leute, lasst uns heute einmal über die Lage im akademischen Verlagswesen sprechen. Zunächst müssen wir das Thema der Veröffentlichung von Artikeln in ausländischen Fachzeitschriften ansprechen. Warum befürchten manche, dass die Amerikaner die Ideen stehlen könnten, wenn sie in einer ausländischen Fachzeitschrift veröffentlicht werden? Tatsächlich ist eine Veröffentlichung in einer ausländischen Fachzeitschrift so, als würde man bei einem Kampfkunstturnier seine besten Techniken vorführen – warum sollte man da Angst haben, dass die Gegner sie nachahmen? Der Grund ist ganz einfach: Wir präsentieren hier chinesische Lösungen und definieren die technischen Standards der nächsten Generation. Die Hürde liegt in der Ingenieurskunst – zum Beispiel bei Rohstoffen wie Seltenen Erden oder bei der Präzisionsfertigung –, und das lernt man nicht einfach durch das Lesen von Artikeln. Aber Ihr Gespür trügt nicht: Es gibt tatsächlich einen Trend, weniger in ausländischen Fachzeitschriften zu veröffentlichen. Seit dem 1. März dieses Jahres hat unsere Chinesische Akademie der Wissenschaften angekündigt, keine Gebühren mehr für die Veröffentlichung von Artikeln in 30 hochpreisigen Zeitschriften wie „Nature Communications“ und „Cell Reports“ zu übernehmen. Diese Zeitschriften verlangen pro Artikel durchschnittlich 5.000 US-Dollar, was über dem Branchendurchschnitt von 2.000 US-Dollar liegt. Diese Gebühr wird als Artikelbearbeitungsgebühr (APC) bezeichnet – das heißt, man muss für die Veröffentlichung des eigenen Wissens zunächst eine Seitengebühr entrichten. Beim traditionellen Modell zahlen Institutionen oder Leser ein Abonnement, doch da es nur wenige Lernbegeisterte gibt, ist das Abonnementwachstum begrenzt. Daher haben große Verlage das „Open-Access“-Modell eingeführt, bei dem die Kosten auf die Autoren abgewälzt werden. Die beruflichen Aussichten hängen von der Anzahl der veröffentlichten Artikel ab: Je mehr veröffentlicht werden, desto mehr verdienen die Verlage. Zudem ist das Peer-Review-Verfahren kostenlos, die Kosten für die redaktionelle Bearbeitung und die Online-Verbreitung liegen bei nahezu null, doch das Lesen ist nicht kostenlos. Daher hat sich das akademische Verlagswesen zu einer hoch kapitalisierten, extrem profitablen Branche entwickelt, deren Gewinnmargen bei über 40 % liegen und damit weit über denen der „Fortune 500“-Unternehmen. Die Schöpfer des Wissens werden jedoch ständig ausgenutzt, was zu schwerwiegender Ausbeutung führt. Dieses verzerrte Ökosystem bereitet uns große Kopfschmerzen. Seit mehr als zehn Jahren gehören Chinas Forschungseinrichtungen zu den Ländern, die das „Open-Access“-Modell am aktivsten umsetzen. Einerseits wollen wir damit das Niveau der wissenschaftlichen Forschung verbessern, andererseits herrscht eine Verehrung ausländischer Fachzeitschriften. Kurz gesagt: Die Anerkennung durch ausländische Fachzeitschriften ist möglicherweise wichtiger als die Forschungsergebnisse selbst. Daher ist die Einreichung bei ausländischen Fachzeitschriften sehr kosteneffizient, und der Anteil chinesischer Autoren steigt kontinuierlich an. Im Jahr 2023 stammten etwa 10 % der Autoren der „Nature Communications“-Zeitschrift „Science Advances“ von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, weitere 30 % von anderen Forschungseinrichtungen. Insgesamt stammen 25 % der Autoren aller Open-Access-Artikel sowie mehr als 30 % der Gewinne aus China. Wir bevorzugen Zeitschriften mit hohem Impact-Faktor, deren Veröffentlichungsgebühren entsprechend höher sind. Die Seitengebühren chinesischer Autoren für Veröffentlichungen in ausländischen Zeitschriften stiegen von 290 Millionen im Jahr 2019 auf 910 Millionen im Jahr 2024, was einer jährlichen Wachstumsrate von über 20 % entspricht. Die Verlage nutzen den dringenden Bedarf der Forscher als Gelegenheit, sie auszunehmen, weshalb die Seitengebühren immer weiter in die Höhe schnellen. Anfang dieses Jahres stieg der Preis für die Veröffentlichung eines Artikels in „Nature Communications“ von 6.990 US-Dollar auf 7.350 US-Dollar, was mehr als 50.000 Renminbi entspricht. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: Forscher werden zu Geldquellen für ausländische Zeitschriften, und ihre wissenschaftlichen Beiträge werden dazu genutzt, die Position der ausländischen Zeitschriftenbranche zu festigen – auf Kosten der Entwicklung einheimischer Fachzeitschriften. Um dieses Problem zu lösen, haben wir 2019 den „Aktionsplan zur Exzellenz chinesischer Wissenschafts- und Technikzeitschriften“ ins Leben gerufen, dessen Ziel die Entwicklung von Wissenschafts- und Technikzeitschriften von Weltklasse ist. Im ersten Fünfjahreszeitraum stieg die Zahl der geförderten inländischen chinesisch- und englischsprachigen Zeitschriften auf 200; in bestimmten Schlüsselbereichen wurden Durchbrüche erzielt, die Zahl der hochrangigen Zeitschriften nahm zu, und im Jahr 2024 rangierten 154 Zeitschriften in den internationalen Fachrankings unter den ersten 25 Prozent, wobei vier Zeitschriften, darunter „Cell Research“, in die weltweite Top 100 aufstiegen. Die Einstellung der Erstattung teurer Veröffentlichungsgebühren für bestimmte ausländische Zeitschriften dient nicht nur der Kosteneinsparung, sondern vor allem dazu, die Ausbeutung unseres öffentlichen Eigentums durch internationale Verlage zu unterbinden, die akademische Bewertungshoheit und das Mitspracherecht zurückzugewinnen und zu verhindern, dass Rohdaten, Forschungstrends und Profile von Talenten in die Hände westlicher kommerzieller Datenanbieter gelangen, um so die Sicherheit unserer Wissenssouveränität zu schützen. Ein eigenständiges Wissenssystem und eine kontrollierbare Wissensinfrastruktur sind unverzichtbar. Meine Damen und Herren, wir müssen diesen Trend klar erkennen und uns bemühen, inländische Fachzeitschriften weiterzuentwickeln sowie die Anerkennung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse im Inland zu verbessern. Das ist echte akademische Autonomie – und kein Überlebensweg, bei dem wir von ausländischen Fachzeitschriften ausgebeutet werden.
阿拾
11. Sept. 2026
Leute, heute wollen wir mal über ein großes Ereignis sprechen, das sich kürzlich in der Gaming-Szene zugetragen hat. Ratet mal, was es ist? Es geht um unsere allgemein als Goldgrube anerkannten „Drei Reiche“-SLG-Spiele, die gerade zum Verkauf stehen. Was ist mit dem versprochenen sicheren Gewinn ohne Verluste? Was steckt denn wirklich dahinter? Lasst uns zunächst einmal die zugrunde liegende Logik dieser Angelegenheit genauer unter die Lupe nehmen. Bei diesen SLG-Spielen handelt es sich um die Strategiespiele, bei denen wir auf einer Karte Truppen aufstellen und riesige Heere befehligen. In der Welt der Handyspiele gehören sie zu den Titeln mit den höchsten Ausgaben und der stärksten Nutzerbindung. Ein Kerngeschäftsbereich der führenden chinesischen Unternehmen – da geht es um echtes Geld. Bedeutet der Verkauf, dass die großen Unternehmen kapitulieren? Nein, das ist eine ganz normale Kapitalmaßnahme. Nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte zu verkaufen, um sich auf das Hauptgeschäft zu konzentrieren – das ist nichts Ungewöhnliches. Betrachtet man dieses Signal jedoch im Kontext des gesamten SLG-Marktes, sieht die Sache anders aus. Das Wachstumsmodell traditioneller SLGs verliert zunehmend an langfristiger Kapitalattraktivität. Das heißt nicht, dass es im SLG-Segment keine Nachfrage gibt, sondern dass das alte Spielprinzip an seine Grenzen gestoßen ist. Was genau sind diese alten Spielmechanismen? Es geht darum, auf einen Hit zu setzen, dann durch gekaufte Nutzer neue Spieler zu gewinnen und durch die ständige Optimierung der Spielwerte die Zahl der zahlenden Spieler zu steigern. Dieses Modell funktionierte während der Zeit des Traffic-Booms sehr gut, aber jetzt reicht es nicht mehr aus. Der Traffic-Boom hat längst seinen Höhepunkt erreicht, die Kosten für den Nutzererwerb haben sich vervielfacht – jeder, der ein Spiel auf den Markt bringt, weiß das nur zu gut. Noch problematischer ist die starke Homogenisierung der Spielmechaniken: Karten, Bauvorhaben, Allianz-Kämpfe, numerische Überlegenheit – Dutzende von Produkten auf dem Markt sehen fast identisch aus, und neue Titel können sich kaum von dieser Vorlage abheben. Die direkte Folge davon ist eine extrem schlechte langfristige Wachstumssicherheit. Genau das fürchten die Kapitalmärkte am meisten: Wenn keine Wachstumskurve für die nächsten 3–5 Jahre erkennbar ist, steigen die Bewertungen natürlich nicht an. Das Problem mit dem Wertesystem reicht noch tiefer: Die Einnahmen werden durch die ständige Einführung neuer Karten angekurbelt. Sobald neue Karten erscheinen, verlieren alte an Wert, und die Spieler müssen kontinuierlich zahlen, um ihre Kampfkraft aufrechtzuerhalten. Dieses Modell zehrt im Grunde genommen das Vertrauen der Spieler auf. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Spieler wird durch die wiederholten Wertinflationen immer weiter geschmälert, was letztendlich die Nutzerbindung erschwert und die Lebensdauer der Spiele verkürzt. Nach mehr als zehn Jahren ist dieses Modell nun in eine Phase abnehmender Grenzerträge eingetreten. Bei genauerer Betrachtung verfügen die meisten traditionellen SLG-Spiele tatsächlich über keine unersetzbaren Kernbarrieren. Sobald ein neues Produkt mit derselben Vorlage auf den Markt kommt und aggressiver Werbung betreibt als man selbst, verliert man Nutzer. Da der Wettbewerbsvorteil nicht tief genug ist, ist die langfristige Risikoresilienz schwach. Diese drei Hauptprobleme stehen nicht isoliert da, sondern greifen ineinander: Je teurer die Nutzerakquise ist, desto stärker ist man auf Anreize durch Spielwerte angewiesen. Die Inflationsspirale bei den Spielwerten beschleunigt den Nutzerverlust, und der Nutzerverlust zwingt wiederum zu weiterer Nutzerakquise – so entsteht ein Teufelskreis, aus dem man immer schwerer herauskommt. Vor diesem Hintergrund ist die Nachricht aus der Branche, dass führende Unternehmen mit einer Bewertung von fast 10 Milliarden einen Gesamtverkauf planen, eigentlich leicht nachvollziehbar. Dies ist eine sehr rationale Reaktion des Kapitals auf den Branchenzyklus und bestätigt indirekt, dass die zugrunde liegende Logik dieses Marktsegments tatsächlich an einem Punkt angelangt ist, an dem eine Weiterentwicklung unumgänglich ist. Bedeutet dies, dass der SLG-Sektor insgesamt an Wert verloren hat? Nein. Kapital zieht sich niemals kollektiv aus einem Sektor zurück, nur weil dort Anpassungen stattfinden, sondern es erfolgt lediglich eine Neubewertung, wobei die Bereiche erhalten bleiben, die als wertvoller erachtet werden. Gerade als die Branche insgesamt in eine Phase der Bestandsanpassung eintrat, erhielt ein SLG-Spiel zum Thema „Die Drei Reiche“ sogar eine doppelte strategische Investition von Tencent und Hero Entertainment. Wu Dan, CEO von Hero Entertainment, hat persönlich den Posten eines Vorstandsmitglieds übernommen. Er hat in früheren Jahren stark auf „Black Myth: Wukong“ und „Mingchao“ gesetzt und gilt in der chinesischen Gaming-Branche als anerkannter Jäger hochwertiger Projekte. Die Projekte, bei denen er mitwirkt, weisen im Grunde alle ein gemeinsames Merkmal auf: Sie werden mit viel Geduld entwickelt, sind von hoher Qualität und auf Langfristigkeit ausgelegt. Lassen Sie uns nun näher auf dieses Spiel „Three Kingdoms: The Way of the King“ eingehen. Betrachten wir zunächst die IP-Barriere. Welche Bedeutung hat die offizielle „Three Kingdoms“-IP von Koei Tecmo im Bereich der Three-Kingdoms-SLG-Spiele? Diese IP besteht bereits seit über 40 Jahren, und die Bekanntheit bei den Kernnutzern wurde nicht durch gekaufte Nutzerzahlen erkauft. Noch entscheidender ist, dass Koei Tecmo bei der Lizenzvergabe extrem hohe Qualitätsstandards anlegt, einschließlich Charakterdesign, Weltbild, Spielmechanik und umfassender Überprüfung während des gesamten Entwicklungsprozesses – es handelt sich nicht um eine bloße Namensnutzung. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass die Nutzer bereits vor ihrem Einstieg über eine mentale Grundlage verfügen, wodurch die Nutzerbindung und die Lebensdauer des Spiels naturgemäß höher sind als bei homogenen Produkten. Dies ist das Fundament für einen langfristigen Betrieb von mehr als fünf Jahren und genau die Art von langfristiger Wertgarantie, auf die Investoren größten Wert legen – sobald sie etabliert ist, lässt sie sich von Konkurrenten nur schwer nachahmen. Betrachten wir nun die Spielmechanik. Bei traditionellen SLGs basiert Sieg oder Niederlage im Grunde auf einer einzigen Logik: Wer die stärkeren Karten hat, gewinnt. Daher kaufen die Spieler keine Spielerfahrung, sondern bloße Zahlen auf dem Bildschirm. Wenn man das Spiel lange genug spielt, wissen die Spieler genau, was sie tun: Sie zahlen für die Stärke der aktuellen Version. Sobald die nächste Version erscheint, verliert dieses Geld an Wert. Dieses Produkt hat einen anderen Weg eingeschlagen. Der Ausgang einer Schlacht auf dem Schlachtfeld hängt nicht nur von den Zahlen auf dem Bildschirm ab. Auch das Gelände, die Aufstellung, das Zusammenspiel zwischen den vorderen und hinteren Reihen der Truppengattungen, die Reichweite und die Bewegungsabläufe beeinflussen den Verlauf einer Schlacht. Die Spieler müssen entscheiden, wie sie das Gelände nutzen, wie sie ihre Formation anordnen und wie sie den Raum auf dem Schlachtfeld zu ihrem Vorteil einsetzen. So wird der Ausschlag nicht mehr davon gegeben, wer die besseren Karten gezogen hat, sondern davon, wer die richtigeren Entscheidungen trifft. Noch entscheidender ist, dass es nicht nur eine einzige Spielweise gibt, die man bis zum Ende durchzieht: In jeder Saison ändern sich die Karten, die Szenarien und die verfügbaren Generäle, was bedeutet, dass die Spieler in jeder Saison gezwungen sind, das Schlachtfeld neu zu verstehen und ihre Aufstellung neu zusammenzustellen. Da die Inhalte ständig aktualisiert werden, geht den Spielern der strategische Spielraum nicht aus, und die Lebensdauer des Spiels wird auf natürliche Weise verlängert – dank der Tiefe des Gameplays und nicht durch eine Inflation der Werte. Aus kapitalistischer Sicht bedeutet dies den Wandel von einem Einmalverbrauchsartikel zu einem nachhaltig bewirtschaftbaren Vermögenswert – die Preisgestaltungslogik ist völlig anders. Werfen wir noch einen Blick auf das Bezahlmodell. Was stört SLG-Spieler am meisten? Dass ihre Investitionen schnell an Wert verlieren. Eine Aufstellung, für die man heute viel Geld ausgegeben hat, wird mit der Veröffentlichung neuer Generäle im nächsten Update sofort zu Schrott. Hinzu kommen die Sperrmechanismen traditioneller Kartentöpfe, doppelte Ausbeute und überquellende Lagerbestände – all das führt dazu, dass sich bei den Spielern im Laufe der Zeit eine Menge negativer Emotionen hinsichtlich ihrer Bezahl-Erfahrung ansammelt. Dieses Produkt hat daher seine Zahlungsstruktur angepasst: keine doppelten Kartenpools sowie eine spielerfreundliche Preisgestaltung mit 20 Ziehungen zum garantierten Preis von 388 Yuan. Das klingt zwar nach einem Verzicht auf kurzfristige Umsatzspitzen, zielt aber im Wesentlichen darauf ab, den für die Spieler schmerzhaftesten Punkt zu beheben: Die Investitionen sollen nicht so schnell an Wert verlieren, und das Bezahlen soll zu einer Investition in ein langfristiges Spielerlebnis werden, anstatt dem Rhythmus der Versionsupdates hinterherzulaufen. Die kurzfristigen Ausgaben pro Nutzer sind vielleicht nicht unbedingt am höchsten, aber die Spieler werden nicht abwandern, weil ihr Geld verschwendet wurde. Die Spielerbindung verlängert sich, Mundpropaganda sorgt für Weiterempfehlungen – theoretisch gesehen dürfte der langfristige LTV (Lifetime Value) dadurch sogar beträchtlicher ausfallen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei diesem Spiel, das auf der „Three Kingdoms: Wangdao Tianxia“-IP basiert, die Logik in den drei Dimensionen Spielmechanik, Spielablauf und Monetarisierung systematisch neu strukturiert wurde. Natürlich muss die endgültige Marktleistung noch anhand konkreter Daten überprüft werden – ob der Weg der Qualitätsorientierung tatsächlich zum Erfolg führt, wird sich in der Folge noch deutlicher zeigen. Derzeit startet dieses Produkt am 9. Juli um 10 Uhr morgens offiziell den „Longzhong“-Signaltest. Wer sich für das Genre der „Drei Reiche“-Strategiespiele interessiert oder sich wissenschaftlich mit der Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen in der Spielebranche beschäftigt, sollte die nachfolgenden Datenentwicklungen im Auge behalten. So, das war’s für diese Ausgabe. Wenn ihr den Beitrag wertvoll fandet, gebt bitte ein „Like“ – wir sehen uns in der nächsten Ausgabe wieder.
阿拾
11. Sept. 2026
Leute, heute reden wir nicht über gewöhnliche Wirtschaftsnachrichten, sondern über den von „Chuanbao“ (Trump) ausgerufenen „Tag der Befreiung“. Dieser Tag der Befreiung steht doch im Widerspruch zum Himmel. Kann der Herr etwa behaupten, er würde von Rindern und Pferden ausgebeutet? Was dieser Herr als Ausbeutung bezeichnet, ist in Wirklichkeit freier Handel – ein Geschäft, bei dem Geld gegen Ware getauscht wird. Zwar habe ich die Ware erhalten, aber du verlangst ständig, dass ich bezahle – das leert nicht nur meine Taschen, sondern auch meine Industrie. Das ist unfair. Was tun? Ganz einfach: Wir erhöhen die Kosten für den Verkauf eurer Waren. Wir setzen auf einheimische Ersatzprodukte – nein, wir bauen unsere eigene Industrie wieder auf. Die Umsetzung ist noch einfacher. Übrigens hat „Chuanbao“ in seiner ersten Amtszeit bereits einen Prototyp für den Handelskrieg gegen China vorgelegt: Man dehnt ihn einfach aus – auf die ganze Welt –, und erhebt von allen Handelspartnern einen Mindestzollsatz von 10 %. Das richtet sich nicht absichtlich gegen irgendjemanden, sondern betrifft jeden hier Anwesenden. Damals sagte dieser „IP-Man“, er wolle 10 angreifen; ich, Terraceman, habe direkt mit 180 angefangen – selbst die kleine Insel, auf der nur Pinguine leben, habe ich verschont. Auf dieser Grundlage werden wir gegen etwa 50 Länder, die besonders üble Ausbeutungspraktiken anwenden, maßgeschneiderte, verschärfte Maßnahmen ergreifen und sogenannte Gegenzölle erheben. „Gegenseitigkeit“ – das klingt auf den ersten Blick doch sehr fair, oder? Es scheint, als würden diese Länder hohe Zölle gegen die USA erheben, also gilt das Prinzip „Auge um Auge“ – das ist doch durchaus vernünftig, oder? Trump zückte daraufhin eine Tabelle: Auf der linken Seite standen die Namen der „schlechten Händler“, angeführt von China, auf der rechten Seite gab es zwei Spalten – die erste mit den Zöllen dieser Länder gegenüber den USA, die zweite mit den von den USA nach einem Rabatt erhobenen Vergeltungszöllen. Diese Länder erheben hohe Zölle auf US-Importe. Wir Amerikaner erheben nur die Hälfte des gegnerischen Zollsatzes: Wenn ihr mir 20 Prozent abzieht, ziehe ich euch nur 10 Prozent ab. Zum Beispiel erhebt China 67 Prozent Zölle auf unsere Waren, wir erheben nur 34 Prozent auf chinesische Waren; die EU erhebt 39 Prozent auf unsere Waren, wir erheben nur 20 Prozent auf EU-Waren. Seht ihr, wie großzügig die USA sind? Selbst wenn wir euch bestrafen, gewähren wir euch noch einen Rabatt – hoch erhoben, sanft gesenkt. Das ist es, was man meint, wenn man sagt: „Die Welt hat mir einen schmerzhaften Kuss gegeben, doch ich umarme sie mit einem Lied.“ Aber wie sieht die Realität aus? Trump hat vor den Augen der ganzen Welt einen kleinlichen Trick abgezogen, der zwangsläufig auffliegen musste: Unter den Zöllen gegen die USA stehen in kleiner Schrift einige Zeilen, in denen von Währungsmanipulation und Handelsbarrieren die Rede ist. Diese Prozentangabe entspricht also nicht den Zollsätzen, die andere Länder gegenüber den USA erheben. Überleg mal: Lesotho, das von Trump mit der Höchststrafe von 50 % belegt wurde – das hieße ja, dass es 100 % Zoll auf US-Importe erhebt. Wie könnte es das wagen? Was hat es dann mit dieser Sache auf sich? Da stehen eine Menge griechischer Buchstaben, die einen einschüchtern sollen, aber eigentlich handelt es sich nur um die Differenz im bilateralen Handel, geteilt durch den Exportwert des jeweiligen Landes in die USA. Angenommen, China verkauft Waren im Wert von 100 US-Dollar an die USA und kauft dafür Waren im Wert von 33 US-Dollar aus den USA – die Differenz beträgt 67. Teilt man diese durch Chinas Exportwert von 100, ergibt das 67 %, und die USA erheben dann einen Zoll von 34 % auf chinesische Waren. Ist das denn wissenschaftlich fundiert? Genauso wissenschaftlich wie wenn du 37 Grad Fieber hast und ich 39 Grad – und ich dich mit einer 2/37-Millimeter-Nadel so lange steche, bis wir beide 38 Grad haben. Kurz darauf ergriff China Gegenmaßnahmen und erhob ebenfalls Zölle in Höhe von 34 Prozent. Trump geriet sofort in Rage und legte noch einmal 50 % drauf, wodurch die Zölle direkt auf 104 % schossen. Das heißt: Wenn man künftig etwas kauft, das ursprünglich für 100 Dollar verkauft wurde und Gewinn abwarf, muss man es nun für 204 Dollar verkaufen. Die chinesische Seite reagierte erneut mit Zwangsmaßnahmen: „Wenn du deinen eigenen Weg gehst, werde ich dir bis zum Ende folgen.“ Also legten sie weitere 50 Prozentpunkte drauf und erhöhten die Zölle auf 84 %. Auch Trump ließ sich nicht einschüchtern und erhöhte sie auf 125 %. „Na los, fügen wir uns gegenseitig Schaden zu! Wenn dieses Geschäft nicht mehr läuft, dann lassen wir es eben sein. Mal sehen, wem es mehr wehtut und wessen Wirtschaft stärker vom anderen abhängig ist.“ Hat nicht Professor Zhang Weiwei gesagt: Trump solle die Zölle ruhig auf 600 % erhöhen, mal sehen, wie viele US-Supermärkte und Unternehmen dann pleitegehen würden. Als größte Industrienation hat China tatsächlich das Selbstbewusstsein dafür. Aber wie viele Länder weltweit – abgesehen von ein paar alten Kumpanen, die viel verlieren und sich nicht um ihre Partner kümmern – können so selbstbewusst wie China hart durchgreifen? So gut wie keine. Von China aus betrachtet herrscht draußen Panik – das ist die Normalität. Trump behauptet, 75 Länder hätten bereits um Gnade gefleht, wie zum Beispiel Vietnam, das einige Jahre lang von den Vorteilen der Umleitung der Lieferketten für „Made in China“-Produkte profitiert hat und nun zu einem Hauptziel der US-Maßnahmen geworden ist. Selbst als die vietnamesische Führung sofort erklärte, auf US-Waren null Zölle zu erheben, weigerten sich die USA, die Zölle gegenüber Vietnam zu senken. Singapur verhält sich da vernünftiger: Die USA erzielen gegenüber Singapur einen Handelsüberschuss – sie verkaufen mehr, als sie kaufen –, doch die Zölle werden dennoch strikt erhoben. Singapur überspringt diese Höflichkeitsformalitäten, wehrt sich überhaupt nicht und sagt direkt: „Kämpft nur, ich werde jedenfalls nicht zurückschlagen.“ Solange sich die Welt nicht zusammenschließt, bleibt nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass einem der Wolfszahnknüppel auf den Hinterkopf schlägt. Daher gilt Trump in den Augen der meisten Menschen als Wahnsinniger, und sein Zollbuch ist vollgeschrieben mit „Menschenfresser“. Nur wenige können an diesem kritischen Punkt noch gelassen darüber diskutieren, ob Trump wirklich dumm ist oder sich nur dumm stellt, ob er sich wirklich nicht mit Wirtschaft auskennt, ob er wirklich glaubt, dass Zollerhöhungen andere dazu bringen, sich gegenseitig zu verschlingen, ob er wirklich glaubt, dass Zollerhöhungen das Handelsdefizit verringern können – oder ob er sich nur verrückt stellt, während er in Wirklichkeit ein großes Schachspiel spielt oder zumindest heimlich an der Börse spekuliert. Die „Er ist wirklich dumm“-Fraktion erklärt dir gerne die wirtschaftlichen Grundlagen: Was Zölle sind, wer dafür aufkommt, welche Nachteile sie haben und so weiter. Sie meinen, dass Trumps Abschluss an der Wharton School schon zu lange zurückliegt und sein Wissen längst verflogen ist, und dass sein gesamtes Präsidialteam aus Inkompetenten besteht – wie zum Beispiel sein Handelsberater Navarro, der wissenschaftlichen Betrug begangen hat und nur Unsinn redet. Außerdem sind sie besonders geschickt darin, Trumps Charakterfehler zu analysieren: kognitive Beeinträchtigungen, Narzissmus und Überheblichkeit, NPD, NBTI, sogar ADHS – alles kommt zur Sprache. Sie weisen zudem darauf hin, dass unser Trump Anzeichen einer „Laden-Verwandlung“ zeige und langsam dement werde. Diese Fraktion ist unter den Intellektuellen, die sich mit der Diagnose von Dummheit beschäftigen, zwar gut sichtbar, aber ziemlich nutzlos – sie wird viel zu leicht mit „magischen Gegenangriffen“ abgewehrt. Zum Beispiel haben 35 Psychiater in einer Zeitung einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie sagten, dass „Dong Wang“ wirklich krank sei und behandelt werden müsse. Sie sagten, „King of Understanding“ sei wirklich krank und müsse behandelt werden. Treue junge Republikaner schlugen daraufhin sofort vor, starke Ablehnung gegenüber Trump gesetzlich als psychische Erkrankung zu definieren, starke Ablehnung gegenüber Trump gesetzlich als psychische Erkrankung zu definieren, und konterten: „Nur wer sagt, Seine Majestät sei krank, ist selbst krank.“ Nur wer sagt, Seine Majestät sei krank, ist selbst krank. Ehrlich gesagt glaube ich auch, dass er krank ist. Aber was soll’s, wenn er krank ist? Es gibt viele erfolgreiche Menschen, die krank sind – Ma Wangye ist ein typisches Beispiel dafür. Und selbst wenn er krank ist: Kannst du ihn heilen oder kannst du ihn verstehen? Wenn du eine psychische Erkrankung vollständig verstehst, empfehle ich: Wanping-Südstraße 600, gemäß den Vorschriften. Ich empfehle: Wanping-Südstraße 600, „Sui Fa“. Was diese „Dumm-Steller“ angeht, so gibt es davon viele. Aber nachdem ich mir das gesamte Internet angesehen habe, finde ich, dass der ehemalige griechische Finanzminister Varoufakis die stichhaltigste Analyse liefert. Er sagte, Zölle seien ein scharfes Schwert, und „King Wang“ halte dieses Schwert nicht mehr, um Handelsdefizite zu beseitigen, sondern um durch die Erzeugung von Turbulenzen einen kontrollierten Zerfall der Weltwirtschaft zu erreichen – „Controlled disintegration“. Warum sollte man also den Freihandel und die Globalisierung zerstören, die man einst selbst vorangetrieben hat? Wenn du mein früheres Interview mit ihm gelesen hast, hat er das sehr deutlich erklärt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die USA die einzige verbliebene Industrienation und versuchten, ihre Überkapazitäten durch Geldtransfers an ihre Verbündeten abzubauen. Ende der 1960er Jahre, als der Vietnamkrieg große Opfer an Menschenleben und finanziellen Mitteln forderte und Deutschland sowie Japan nicht nur ihre Industrie wiederbelebt hatten, sondern auch in den „Wachstumsmodus“ übergingen, verwandelten sich die USA von einem Land mit Handelsüberschuss in ein Land mit Handelsdefizit. Daraufhin beschlossen die USA, das von ihnen einst dominierte globale Governance-System zu untergraben. Da die USA jedoch mächtig waren, brach der Status des US-Dollars als globale Reservewährung nicht zusammen, sondern man löste die Bindung an Gold und knüpfte sie stattdessen wieder an die Bonität der USA. Durch diese Maßnahme konnten Geldscheine nach Belieben gedruckt werden, und solange die USA über US-Dollar verfügten, konnten sie nach Lust und Laune einkaufen. Die „Arbeitspferde“ der ganzen Welt konnten nur die Zähne zusammenbeißen und sich abrackern, um sich die kostbaren kleinen grünen Zettel zu verdienen. Wozu dienen diese kleinen grünen Zettel? Die Regierungen kaufen theoretisch risikolose US-Staatsanleihen, Unternehmer kaufen in den USA Aktien und große Häuser – die durch die Industrialisierung abfließenden US-Dollar werden durch die Finanzialisierung wieder zurückgesaugt, und der Kreislauf wiederholt sich. Später schloss sich China diesem System an und wurde damit gewissermaßen zum Gegenpol der USA – zwei Motoren der Globalisierung: einer für die Produktion, einer für den Konsum. Wenn die Binnennachfrage der Konsumländer nicht ausreicht, übernimmt China die Rolle des Konsumlandes. Wenn China also das wirtschaftliche Gleichgewicht aufrechterhalten will, hat dies zwangsläufig Auswirkungen auf die Rolle der USA als Exportland. Deshalb muss China interne Anpassungen vornehmen, direkt in die Einkommensverteilung eingreifen, niedrige Einkommen und geringe Sozialleistungen beenden und materiellen Wohlstand verwirklichen. Im Mittelpunkt steht jedoch die Anpassung der Wirtschaftsstruktur: Subventionen für Gemeinden im mittleren und westlichen Teil des Landes sowie die Steigerung des Lebensglücks der Bevölkerung. Nur eine solche Wirtschaft verfügt über langfristige und tiefgreifende Dynamik. Die Chinesen sind keine von Natur aus geschaffenen Arbeitspferde, genauso wenig wie die Amerikaner von Natur aus Faulpelze sind. Wie ich bereits sagte, ist alles eine Frage der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und nun ist die Zeit gekommen, die globale Wirtschaftsordnung neu zu ordnen – die USA müssen sich neu ausrichten, und wir müssen es ebenfalls tun. Wie wird diese Neuordnung aussehen? Sie machen sich Gedanken darüber, was die USA ausmacht. Die verschiedenen Fraktionen innerhalb der Trump-Regierung haben unterschiedliche Antworten darauf: Einige verteidigen den Nationalstaat, andere stützen sich auf den Monroe-Doktrin, wieder andere wollen eine Arbeiteraristokratie fördern, manche wollen die westliche Zivilisation verteidigen, und wieder andere kümmern sich überhaupt nicht um die Menschheit, sondern wollen lediglich den Kapitalismus retten. Daher wird sich der Kampf um die Gestaltung des US-Wirtschaftssystems weiter verschärfen. Was uns betrifft, so müssen wir darüber nachdenken, was Sozialismus bedeutet. Wie soll unser Wirtschaftssystem in China Gerechtigkeit und Fairness verkörpern? Wie können wir die Menschen an dem gesellschaftlichen Fortschritt teilhaben lassen und sie an den Früchten dieses Fortschritts teilhaben lassen? Wie können wir Produktionsverhältnisse entwickeln, die den Produktivkräften entsprechen? Letztendlich hat das beste System nur ein Ziel: nicht die Anhäufung von Reichtum, sondern ein glückliches Leben, das unabhängig von Reichtum möglich ist.